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Ist der Mensch monogam geboren?

S&innekstSätxer


Mein Ideal ist die offene Beziehung.

Mein Ideal hat eichhörnchen, ohne es zu wollen, ziemlich treffend beschrieben. Nämlich multiple Bindungen...für jede Facette meiner Persönlichkeit das Gegenstück, wobei diese Gegenstücke nicht zwangsweise in einem Menschen vereint sind.

Die allgegenwärtige Haltung ("WAS?!? Ich bin nur XYZ für dich? Ich will aber alles sein!! Buähhh!!") geht mir ziemlich gegen den Strich. Ich bin selbst nicht eingebildet genug um zu glauben, ich alleine könnte auf alle Charaktereigenschaften, Wünsche und Vorlieben einer Frau das passende Gegenstück sein (es sei denn, es wäre eine ziemlich langweilige Frau), und umgekehrt ist mir noch nie eine Frau begegnet, bei der ich nichts vermisst habe.

Ich hätte gerne ein Geflecht von Beziehungen, bei dem niemand auf etwas verzichten muß, bei dem jeder gleichzeitig die Nummer eins ist (nur eben jeweils in anderen Bereichen, die sich auch mit der Zeit verändern), und in dem niemand krampfhaft in allen Bereichen die Nummer eins sein will, und bei Nichterfüllung vor Eifersucht vergeht.

Aber das ist, da Eifersucht quasi als "zur Liebe dazugehörig" besungen und nicht als menschliche Schwäche verstanden wird, und die Denkweise "ich will dich ganz für mich allein, und für immer, und wehe du lachst wenn dir jemand anderes als ich einen Witz erzählt" so geläufig ist, wohl eine Utopie :-D

Ich bin mir nicht mal sicher, mangels praktischer Erfahrung, ob ich es selbst könnte. Meine Erfahrungen mit dem Thema "offene Beziehungen" steht an einem Punkt, an dem ich nur sagen kann "Hätte klappen können, wenn...". Zu mehr bin ich (leider) noch nicht gekommen. Was ich erfahren habe, war aber in Auszügen so schön, daß ich davon gerne mehr erleben würde.

eCichioernVchexn


mit dem Vater ist es anders, was weiß ein Kind von seinem Vater?

Tja, von meinen Vater weiss ich sehr viel. Von ihm habe ich gelernt, was ich nicht von meiner Mutter lernen konnte. Ohne meinen Vater waere ich nicht und niemals die Persoenlichkeit geworden, die ich heute bin. Und ich bin ihm dankbar.

Koul"turCschaf'fendxer


@ eichhoernchen- vater

ja klar! weil er ja da war! und dir die weltsicht des anderen geschlechts nahebringen konnte, was auch sehr wichtig ist! Doch siehe die Realität, auch noch in der Gegenwart wird in Sorgerechts-Streitigkeiten meist zugunsten der Mutter entschieden...

ShinneUstäxter


Vater...Mutter...

dabei denken wir an "biologischer Vater" und "biologische Mutter".

Mal ein paar ketzerische Fragen: nur aus Sicht des Kindes, sind "Vater" und "Mutter" nicht schlicht die nahestendsten männlichen und weiblichen Bezugspersonen?

Könnte dies nicht auch Tante, Onkel, Oma, Opa, Irgendjemand oder Irgendwer sein?

Und muß es immer genau ein Mann und eine Frau sein?

e ichoexrncxhen


aber wie bringt man dann Kinder darin unter? ich meine, im HIESIGEN (west-europäischen) Lebensmodell? Hast Du denn welche?

Nein, ich habe keine Kinder, wollte nie welche, da ich nie heiraten wollte. Wer sich Kinder anschafft, sollte diese Verantwortung sehr ernst nehmen, da bin ich strikt. ;-D

Kmultuyrsch.affenxder


@ eichhoernchen

noch zwei Fragen, wenn sie nicht zu persönlich sind:

was hälst du für die Norm? und inwiefern lebst du anders und bist glücklich damit?

(bin gierig auf glücksrezepte @:) *:) @:) )

e;ichooerknchen


Troilus

Und ist das schlimm? Nö, so isses halt.

Ist nicht schlimm, wirst Du von mir auch nicht hoeren. Frage mich sowieso, warum Du mich dies fragst.

T_roNi%lu1s


War nur so ein rhethorischer Schlusssatz ohne tiefere Bedeutung. @:)

K3ulturslchaffexnder


@ eichhoernchen – kinder

geb ich dir recht. Weil das Wesen sind wie du und ich – da gibts kein spielen. Aber ich stimme auch Sinnestäter zu, denn ich habe auch mal 10 Jahre mit einer Frau mit drei Kindern zusammengelebt, die nicht meine biologischen waren, sondern aus der vorigen Ehe. Fürs Zusammenleben hat mich das nicht interessiert. Warum es nicht länger funktioniert hat, steht auf einem anderen Blatt (andere Geschichte)

e2ichOovernch8en


Kulturschaffender

(bin gierig auf glücksrezepte

Ich habe kein Gluecksrezept, wenn denn, waere ich Millionaer.

Was ich fuer die Norm halte ist, zusammenziehen, heiraten, Familie gruenden, anschaffen, Kinder gross ziehen.

Meine Norm ist, verlieben, Lieben, nicht zusammenziehen, alles spontan tun in der Beziehung, grosses Vertrauen,Glueck in sich selbst zu finden, ( denn von aussen kommt es nicht), den Menschen Mensch sein zu lassen.Freude und Spass haben mit den Menschen den man liebt.Dies verlangt von vornherein die Selbstverantwortung und Selbsstaendigkeit des jeweiligen Partners. Ich moechte nicht gebraucht werden fuer den Partner, ich moechte der Bonus sein fuer ihn. Ein Geschenk.

e?i3c+hoer9nchxen


Sinnestaeter

Und muß es immer genau ein Mann und eine Frau sein?

Persoenlich denke ich, man braucht als Kind beide Geschlechter. Ob es nun Vater oder Mutter ist, ist vielleicht egal, aber eine maennliche und weibliche Bezugsperson, zu dem ein Kind volles Vertrauen haben kann, finde ich richtig.

T?roilxus


Ich moechte nicht gebraucht werden fuer den Partner, ich moechte der Bonus sein fuer ihn.

Jepp.

"Du sollst für mich nicht Alles sein, sondern genau das, was nur du für mich sein kannst."

Und ganz richtig, es geht um die Selbstverantwortlichkeit.

Und es geht m. E. auch nicht darum, rundum glücklich und zufrieden zu sein mit sich selbst, und die Liebe nur als Sahnehäubchen drauf zu setzen. Es geht darum, sich selbst zu kennen. Ich bin mit vielem zufrieden, aber mit vielem auch nicht. Ich bin teilweise zerrissen, habe meine Defizite, meine Zweifel, meine Ängste, ein paar Löcher in der Seele. Aber wenn ich eine Frau liebe, dann dafür, dass sie so ist , wie sie ist, und weil ich einfach nicht anders kann – nicht weil ich mir davon verspreche, dass sie mich repariert, meine Zweifel in eitel Sonnenschein auflöst, die Löcher in meiner Seele flickt. Das bleibt mein Job. Liebe füllt für mich keine Leerstelle, sie kommt hinzu zu dem, was ich bin.

slpelrmi(nchexn


Aber wenn ich eine Frau liebe, dann dafür, dass sie so ist , wie sie ist, und weil ich einfach nicht anders kann – nicht weil ich mir davon verspreche, dass sie mich repariert, meine Zweifel in eitel Sonnenschein auflöst, die Löcher in meiner Seele flickt. Das bleibt mein Job. Liebe füllt für mich keine Leerstelle, sie kommt hinzu zu dem, was ich bin.

oooooooooooh......das ist sehr schön geschreiben....auch wenn ich hier eigentlich nix zu schreiben hab ;-D

das musst ich loswerden :)= :)= :)=

S#. wsallis<ii


Ein Kind moechte Vater und Mutter. Ein Kind moechte, das Vater und Mutter sich lieb haben. Es ist Lebenswichtig fuer ein Kind.

nimms mir nicht übel aber das ist doch schmarrn, klar will ein Kind nicht dass bestehende Konstellation in Streit auseinanderbricht. Mag auch oft schwer für Kinder sein auch wenn's gut auseinander geht aber das ist keine Zwangsläufigkeit.

Oder schau dir durchgehend Alleinerzogene an, da gibt's genug die auch im nachhinein sagen das war ok, willst du die der Lüge bezeichnen?

Aber nur deshalb, da das Kind niemand anderen hat, so wie wir die Gesellschaft heute formen.

muss nicht so sein, kann doch jeder alleinige oder jedes homosexuelle Paar "Onkel/Tante" einführen. Aber selbst wenn nicht, das ist weder lebensnotwendig noch führt es zwingenderweise zu negativen Folgen.

Ohne meinen Vater waere ich nicht und niemals die Persoenlichkeit geworden, die ich heute bin.

Ich wäre mit miterziehendem Vater nicht die Person die ich heute bin ;-D das ist doch kein Argument^^

Persoenlich denke ich, man braucht als Kind beide Geschlechter. Ob es nun Vater oder Mutter ist, ist vielleicht egal, aber eine maennliche und weibliche Bezugsperson, zu dem ein Kind volles Vertrauen haben kann, finde ich richtig.

eben, es ist egal. Und so wie ich das mitkriege ist es net mal abwendbar dass sich Kinder Bezugspersonen einfach suchen wenn sie welche brauchen, in seltenen Fällen besteht z.B. das Bedürfnis die grundsätzlich außerhalb zu suchen selbst wenn es beide Eltern gibt. Ne das sind alle keine Argumente für Monogamie – es gibt meiner Meinung nach nur eins: beide wollen es so und sind glücklich damit.

Ich find z.B. den Gedanken der offenen Beziehung wundervoll, aber ich würd's total unsinnig finden für mich da ne Ideologie draus zu drehen. Noch unsinniger find ich es ein für andere/alle festgelegtes Idealbild zu zeichnen das noch dazu seine Gründe im Außen (hier den Kindern) hat. Wünschenswert wäre doch wenn der/die Erziehende oder das erziehende Paar glücklich sind, das gibt Kindern sehr viel mehr mit als irgendwas anderes.

Ehrlich gesagt find ich's total verwirrend sich einerseits völlig sinnvoll für die Beziehungform zu entscheiden die einen glücklich macht und andererseits zu sagen wenn man Kinder will sollte es aber so und so sein ":/ .. Jedes Elternteil das sich wieder wieder trennen will soll lieber unglücklich sein? Homosexuelle Paare, sexuell und vielseitig Aktive und Sololebende sollten deiner Meinung nach besser keine Kinder haben? .. Vllt (hoffentlich^^) missverstehe (wie gesagt mich verwirrt's) ich dich ja?

KIultur1schaffeTnder


@ eichhoernchen

im Prinzip unterschreib ich das auch. Vor noch gar nicht allzulanger Zeit war meine Prioritätenliste nämlich so gestaffelt: WIR -> ICH -> ANDERE. Heute sage ich ergänzend: Das ICH bestimmt das WIR, also, wenn man sich das YinYang unter dem Gesichtspunkt mal anschaut, wird nur dann eine Vollkommenheit daraus, wenn beide Teil-Formen klar sichtbar bleiben. Das hab ich früher oft nicht beachtet...

Ich frag mich nur, wie Du dein Prinzip beschreibst, wenn dein aktueller Partner mal deine Hilfe richtig braucht (Krankheit).

Die Kirche meint z.B.: "In guten wie in schlechten Zeiten..."

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