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Ist der Mensch monogam geboren?

wnillg>esundsexin


@ sensibelman

Dann sind unsere meinungen ja gar nicht so verschieden. Ich sage ja auch dass Polygamie gut sein kann, aber Monogamie auf Dauer glücklicher macht. Und natürlich kann ich nie sagen, dass das für alle Menschen so ist, muss jeder selber wissen. Aber ich bin da ehrlich gesagt nicht so "offen/tollerant". Ich glaube, dass Menschen gar nicht so verschieden sind wie sie denken und sein wollen.

Das mit den Vergleichen stimmt zwar, aber es kann trotzdem sein, dass man jemanden trifft, der etwas in einem auslöst, was man nicht kannte oder vielleicht auch wollte. Da ist niemand vor sicher! Natürlich wird die Wahrscheinlichkeit geringer dass das passiert, je mehr man jemanden liebt, aber sie ist da.

Das mit dem Teddy sehe ich ein bisschen anders. Das kleine Kind liebt seinen Teddy wirklich über alles, aber es ist ein kleines Kind und ich rede eigentlich die ganze Zeit von (halbwegs) erwachsenen Menschen. Und diese können die Welt differenzierter betrachten, also auch über die eigene kleine WElt hinausschauen. Der Mensch entwickelt sich ja doch ein bisschen vom Kleinkindalter zur Volljährigkeit ;-)

Das mit dem Ausprobieren ist wirklich bei jedem anders. Das kann auch an meiner persönlichen Geschichte liegen (wie ja alles von meinem Leben geprägt ist, was ich schreibe...). Ich habe mich nicht ausgelebt und vermisse etwas, von dem ich denke, es damit befriedigen zu können. Es kann aber auch etwas ganz anderes sein, das weiß ich nicht, dafür kenne ich mich noch zu wenig.

Man kann natürlich mit seiner Jugendliebe zusammen bleiben und mit dieser glücklich werden. Viele jetzige goldene Hochzeiten sind eben solche Paare, bei denen das geklappt hat. (Es gibt aber auch sehr viele, die sehen nicht sehr glücklich aus...). Aber das muss jeder Mensch selber wissen, man kann den BESTEN (denn perfekt gibt es nicht) jeden Tag treffen und danach nie wieder jemanden usw...

Es gibt eine Statistik (und ich bin eigentlich nicht so krass wissenschaftlich wenns ums Leben geht), die sehr eindeutig zeigt, dass natürlich rein STATISTISCH gesehen jeh mehr Partner man hatte, einen besser passenden Partner findet. Das steuert dem Argument mit der Torschusspanik entgegen. Die gibt es zwar, aber sie ist nicht unbedingt sehr klug, eben weil sie eine Angst/panik ist! Und auch hier ist klar, dass das nicht heißt, dass man erst 20 Frauen/Männer gehabt haben MUSS um zu wissen, was man will.

Da kommt die Liebe ins Spiel, die man sowieso nur sehr schwer verstehen und noch schwerer erklären kann (finde ich zumindest).

wril>lge*sundxsein


@ Amita

Ja, man kann natürlich auch zwei feste Punkte im Leben / Partner haben, aber ich denke, dass die Gefüle stärker sind, wenn es nur einer ist. Kann ja auch sein, dass ich mir einfach nur nicht vorstellen kann, dass es anders ist.

Aber ich finde, da gibt es auch genügend andere Beispiele aus der Natur (nicht Tiere!). Es sind fast immer 2 Dinge, die zusammen eine perfekte Einheit bilden.

Bei 3er-Konstellationen fallen mir tatsächlich zerst Gott & Co ein o:)

s)e$nsibezlmaxn


Das mit den Vergleichen stimmt zwar, aber es kann trotzdem sein, dass man jemanden trifft, der etwas in einem auslöst, was man nicht kannte oder vielleicht auch wollte. Da ist niemand vor sicher! Natürlich wird die Wahrscheinlichkeit geringer dass das passiert, je mehr man jemanden liebt, aber sie ist da.

Ja. Die Gefahr besteht vor allem (auch in einer sehr festen Liebesbeziehung) immer dann, wenn man eine "schwache Phase" hat- diese schwache Phase kann z.B. durch längere Trennung, durch heftigen Streit, fehlenden Sex oder durch Alkohol ausgelöst werden.

. Das kleine Kind liebt seinen Teddy wirklich über alles, aber es ist ein kleines Kind und ich rede eigentlich die ganze Zeit von (halbwegs) erwachsenen Menschen.

Die Innigkeit der Beziehung, die ein Mensch zu einem anderen Menschen in Liebe aufbaut, ist als Gefühl mit der innigen Beziehung des Kindes zum Teddy vergleichbar und von differenzierten Sichtweisen über die Welt relativ unabhängig.

dass natürlich rein STATISTISCH gesehen jeh mehr Partner man hatte, einen besser passenden Partner findet.

Das Finden eines passenden Partners ist viel weniger davon abhängig, wieviel Partner man hatte, sondern vielmehr davon abhängig, wie gut man den potentiellen Partner kennenlernt und selber einschätzen kann ob es passt und sich nicht ausschließlich von Verliebtheitsgefühlen erschlagen lässt. Man kann einen potentiellen Partner auch kennenlernen, ohne mit ihm gleich eine Beziehung eingehen zu müssen. Offenbar ist es aber oft so, dass die Kennenlernphase bei vielen Menschen erst in der Beziehung stattfindet. Das bedingt automatisch häufigere Partnerwechsel, wenn das nachfolgende Kennenlernen zu negativen Ergebnis führt (inklusive seelischer Verletzungen bei der Trennung).

Ich glaube, dass Menschen mit weniger gegenseitigen Verletzungen auskommen könnten, wenn sie einer Beziehung eine intensivere und genauere Kennenlernphase voranstellten (das ist nicht unbedingt eine Frage der Zeitdauer des Kennenlernens) und erst dann anfangen, sich aufeinander einzulassen.

fvaicrytHale


Kann der Mensch, ob Mann oder Frau auf Dauer überhaupt monogam leben? ???

Also ICH schon... wie das bei anderen ist, ist nicht meine Sache. ^^

baackitsnxice


ist nicht das Problem darin zu suchen, das der sexualität heutzutage zu große Bedeutung beigemessen wird??

Wie sagen viele aus meinem bekanntenkreis: Wenns im bett nicht passt, dann wirds in der <ehe nichts. Ich sehe es genau andersrum.

Weil heute aber allgemein ein promiskuitiver Lebensstil nachgegangen wird, denken natürlich viele, es geht nur mit Polygamie.

Wir sind seit 18 Jahren verheiratet, und ich denke nicht, dass ich igendwas verpasst habe, weil meine Frau die einzige sexualpartnerin war die ich bisher hatte. Was ich nicht kennengelernt habe vermisse ich auch nicht.

Und heute herrschen scon Verhältnisse wie in sodom und Gomorrah. Jeder mit jedem, Sex überall und immer........

Also, es gibt die Monogamie und sie ist gut.

wenn man bedenkt welche Probleme durch den permaneneten wechsel von Partnern entstanden sind, ...... allein das spricht schon für die Monogamie, in meinen Augen.

w>il!logeYsun2dsein


Ich bin zwar nicht christlich, aber ich sehe das auch so.

Der Sexualität wird zu viel Bedeutung zugesprochen (obwohl ich auch nicht will, dass sie so verteufelt wird, wie zu Zeiten der alten "christlichen Weltordnung"). Sodom und Gomorrah sind da für mich eher Beispiele für die christliche Urangst, einfach nur Mensch zu sein, mit all seinen guten und schlechten Seiten, seinen Bedürfnissen und Ängsten. Aber jetzt bitte keine Religions-Debatte...

Ich denke auch, dass ein Problem ist, dass man zwar auf der Suche nach Sicherheit ist und sich einen Partner an seiner Seite wünscht. Aber weil man eben Angst hat niemanden zu finden wird schnell geheiratet, sich nicht zuerst auch kritisch mit dem anderen auseinandergesetzt und das Absetzen der Rosaroten Brille ist dann oft das Ende. Dann sagt man: Ja schade, passt doch nicht, aber es gibt ja noch so viele andere Menschen" (bei denen es dann genauso sein wird...!).

Und dass Sex (und auch dem Aussehen, also der Oberfläche von Dingen) heutzutage eine so große Rolle hat liegt meier Meiung daran, dass die Menschen keine allgemeingültige Moral mehr haben, die es ihnen erleichtert, sich mit sich selbst auseinanderzusetzten und für sich festzustellen, wie es ihnen geht. Das Wissen viele Menschen nicht mehr und lenken sich mit Dingen ab, die sie leichter kontrollieren können, zum Beispiel ihren Körper oder ihr Aussehen. Sport, Mode, Schminke (Chirurgie) helfen da einiges nach.

Und in der heutigen allgegenwärtigen Rum-Vögelei steckt nur der innige Wunsche, sich mit Menschen zu verbinden und das alleine sein nicht zu spühren. Aber dass das der Falsche Weg ist habe ich ja jetzt schon ein paar Mal geschrieben. Das heißt natürlich nicht, (um wieder zum eigentlichen Thema zu kommen), dass Polygamie immer eine umherirrende Partnersuche mit dem Ziel der Liebe ist. Viele Polygam lebende Menschen mit mehreren halbwegs stätigen Partnern sind damit bestimmt zufriedener als die, die jedes Wochenende losziehen und das nehmen, was halt so mit ins Bett kommt. (Man würde so einige Menschen wahrscheinlich nicht mitnehmen, wenn man sie erst kennen lernen würde).

wcill]gesu*ndsfein


@ Sensibelman

Natürlich hängt das Finden eines gut-passenden Partners nicht allein von der Anzahl der kennen gelernten Menschen ab, aber ganz logisch betrachtet erhöht sich die Chance jemanden zu finden, mit dem man mehr teilt als mit anderen oder einfach besser klar kommt.

Das mit dem Teddy weiß ich nicht. Es klingt eigentlich plausibel was du schreibst, aber ich beschäftige mich zur Zeit viel mit Psychologie und rechne dem "Stadium" eines Menschen eine sehr sehr hohe Bedeutung zu. Das kleine Kind weiß nicht, dass es eigentlich auch ohne den Teddy in Zufriedenheit existieren kann und braucht ihn einfach. Das ist nicht schlimm, aber ein qualitativer Unterschied zur Liebe des erwachsenen finde ich. ICH WILL ABER NIEMANDES LIEBE IN FRAGE STELLEN, DAZU HAT NIEMAND DAS RECHT! Fast alle Menschen und natürlich auch ich lieben zum einen Teil aus wirklicher Zuneigung und Wertschätzung, aber auch aus Bedürftigkeit und Angst.

Man könnte im Grunde sogar sagen, dass nur der wirklich lieben kann, der sich als Mensch komplett entwickelt hat und nicht mehr abhängig ist von anderen Menschen. Man wird natürlich immer abhängig sein von seinen Mitmenschen in unserer Welt, wo jeder mit jedem vernetzt ist (Freunde, Arbeit, Familie, "soziale Schicht", Volk...) und erst recht, wenn man sie mag. Aber PSYCHOLOGISCH ENTWICKLUNGSBEDINGT kann man einen Zustand erreichen, in dem man zum Glücklich Sein einen anderen Menschen nicht mehr unbedingt braucht, also nicht mehr abhängig ist aus dem Bedürfnis, geliebt zu werden. Dann kann die Liebe endlich als das genommen werden, was sie am besten kann: DIE GRÖßTE BEREICHERUNG IM LEBEN SEIN UND DAS LEBEN LEBENSWERT MACHEN.

Menschen, die dieses Stadium erreicht haben erkennt man daran, dass sie so unglaublich ausgeglichen und authetisch wirken.

Aber diese Mensch trifft man selten finde ich. Bin selbst weit davon entfernt das von mit sagen zu können. Aber hab ja auch noch ein bisschen Zeit :p>

HkeiIc+hBinsxNur


Die verheirateten Frauen, mit denen ich eine Affaire hatte, waren alle verheiratet.

Was für eine Aussage. ;-)

Ttroiluxs


@ backisnice

Und heute herrschen scon Verhältnisse wie in sodom und Gomorrah. Jeder mit jedem, Sex überall und immer........

Ach was. Es war nie anders, oft schlimmer. Glaubst du denn wirklich, Ehebruch wäre Jahrtausende lang mit dem Tod bestraft worden, wenn gar niemand Lust dazu gehabt hätte? Prostitution ist so alt wie die Welt, im 19. Jahrhundert war die Zahl der Bordelle deutlich höher als heute. Ehen wurden bis vor kurzem nicht aus Liebe oder erotischer Anziehung geschlossen, sondern aus rein ökonomischen und dynastischen Gründen. Logisch, dass folglich fast jede(r) nebenbei noch etwas laufen hatte. Auch im heutigen Deutschland ist das nicht anders. Die niedrigste Fremdgeh-Quote hat man bei unverheirateten großstädtischen Paaren unter 30, die höchste bei katholischen Ehen im ländlichen Bayern, weil dort auch heute noch aus eher traditionellen Gründen geheiratet wird und für guten Sex und Wohlfühlen andere Leute herhalten müssen als die, die einem die Eltern als Gatten zugeteilt haben.

Ist doch kein Zufall, dass man bis heute den Ehepartner als solchen bezeichnet, die Affäre hingegen als Geliebte(n). Auch kein Wunder, dass im Englischen ein eheliches Kind child genannt wird, ein uneheliches love child. Dass fürs Fremdgehen niedliche Worte wie "Seitensprung" oder positive wie "Abenteuer" verwendet werden ebensowenig. Neben überfüllten Bordellen oder den, gelinde gesagt, äußerst liberalen mittelalterlichen Badehäusern gab es immer ein gewaltiges System von Geliebten, Kurtisanen, Mätressen, Konkubinen. Orgien wurden seit Menschengedenken von allen gefeiert, die genug Zeit und Geld dafür hatten, diverse Päpste eingeschlossen. Glaubst du denn, dass die -zig Millionen, die seit 1500 an der Syphilis gestorben sind, von Königen bis zu Bettlern, sich diese beim gemeinsamen Beten mit dem Ehepartner zugezogen haben? Wenn es in der Weltliteratur nicht gerade um Mord und Totschlag geht, dann geht es um Untreue, von Homer bis Tolstoi, von Bocaccio bis Fontane. Meinst du, der zigtausendfache Missbrauch in der katholischen Kirche ist ein modernes Phänomen? Es gibt 500 Jahre alte Bücher und Spottgedichte, die das beschreiben. Zu schweigen von der ungeheuren alltäglichen sexuellen Gewalt, im häuslichen Bereich, gegen Untergebene oder im Verlauf der unzähligen Kriege.

Und heute? Heute bilden wir Sex auf Tausend Weisen ab und reden ununterbrochen darüber – nur seltsamerweise hatten die Deutschen vor 40 Jahren im Durchschnitt 4 x so viel Sex wie heute. Sodom und Gomorrha? Ich lach mich tot. ;-D

Gyürte~lUtixer32


Ich würd auch lieber im Märchenwald wohnen.

Sch.. Realität. :-|

Am Dümmsten ist immer, wenn man an sich selber merkt dass man Schwierigkeiten hat sein eigenes Monogamie-Ideal auch zu leben, weil man selber mitunter starke Gier hat nach fremdem Frauenfleisch, wenn man's mal ganz primitiv runterbricht. Reize gibt's ja genug.

Sobald man nicht mehr glaubt, sich was beweisen zu müssen, sobald man sicher ist, der eigene Partner ist der Bestmögliche den man haben kann, dann ist das Gras auf der anderen Seite auch nicht mehr grüner und man steckt mehr Energie in die Beziehung hinein statt nach außerhalb in neue Baustellen.

sVensinbelamaxn


Natürlich hängt das Finden eines gut-passenden Partners nicht allein von der Anzahl der kennen gelernten Menschen ab, aber ganz logisch betrachtet erhöht sich die Chance jemanden zu finden, mit dem man mehr teilt als mit anderen oder einfach besser klar kommt.

Nein, ganz so logisch und selbstverständlich ist das nicht, weil die Qualität des Kennenlernes eben auch ein ganz entscheidendes Kriterium ist.

Außerdem kann man auch eine hohe Zahl Menschen kennenlernen, ohne mit ihnen gleich eine Beziehung einzugehen. Deswegen ist eine gute Partnerfindung nicht von der Zahl der Beziehungen abhängig, sondern vielmehr von der Qualität des Kennenlernens potentieller Partner. Die Zahl der Menschen, die man kennenlernt, spielt mitunter sicherlich auch eine Rolle.

sbkin2sxkin


Es könnte gut gehen (er ist eine Niete im Bett), aber eben auch nicht (er ist wesentlich besser als ich).

Etwas mehr Selbstvertrauen hätte ich dir schon zugetraut, afri! Ansonsten verstehe ich deinen Standpunkt.

Natürlich hat Monogamie ihr Vorteile, wie oben mehrfach erläutert. Das sehe ich auch, und ich leben nun lange genug in einer Ehe. Nur, was ist, wenn ich mich in dieser Ehe nicht ganz wohl fühle, resp sie mir nicht reicht? Ich bin sehr gern mit meiner Frau zusammen, wir verstehen uns ausgezeichnet und wollen nicht auseinander. Aber trotzdem fehlt mir halt irgenwie der Kick! Ich bin neugierig, ich spüre in mir sehr stark den Drang nach einer anderen Frau. Weshalb, das bin ich schon lanage am Ergründen, ich weiss es nicht. Dass mich jüngere Frauen anziehen, mag an ihrem makellosen Körper liegen.

Oft habae ich das Gefühl, ich habe genug Liebe, um nicht nur eine Frau damit zu beschenken. Obwohl ich genau weiss, dass sie das gar nicht mögen würde, sie wäre sehr traurig, wenn sie mich mit einer anderen Frau "teilen" müsste.

Natürlich würde ich ihr dann im Gegenzug das gleiche Recht einräumen, was mir zugegebenermassen nicht leicht fallen würde. Aber eben, alles hypothetisch. Ob ich einmal den Mut haben werde, an der festgefahrenen Situation etwas zu ändern?

TsroHiluxs


@ sensibelman

Deswegen ist eine gute Partnerfindung nicht von der Zahl der Beziehungen abhängig, sondern vielmehr von der Qualität des Kennenlernens potentieller Partner.

Und woher soll diese Qualität des Kennenlernens kommen? Ist die angeboren, und die meisten wissen es nur nicht? Funktioniert es am besten, wenn man nur die richtigen Theorien hat? Oder darf Erfahrung (gern auch negative) da nich vielleicht doch eine kleine Rolle spielen?

Toll für dich, wenn du von Anfang schon immer alles wusstest über das Zustandekommen und den Verlauf von Mensch-Mensch-Beziehungen, und darum immer alles richtig gemacht hast, ohne den leidigen Umweg übers Experiment. Mir war das nicht vergönnt (aber mein Bedauern hält sich in Grenzen ;-) ).

sxeAnsibeSlmaxn


Funktioniert es am besten, wenn man nur die richtigen Theorien hat?

Nein. Ich lerne täglich Menschen kennen und muss versuchen sie einzuschätzen- dazu muss ich aber noch lange keine partnerschaftliche Beziehung haben. Genaue sensible Beobachtung, genaues Hinhören, auch das Mitverfolgen des Handelns eines Menschen in diversen Situationen, gerade in Bewährungssituationen, der Umgang mit Mitmenschen ermöglicht schon ein ziemlich genaues Kennenlernen. Dazu braucht man noch lange keine Partnerbeziehung.

Man muss nicht immer zwingend destruktive Experimente ausführen, um Erkenntnisse zu gewinnen.

T0roDilus


@ sensibelman

Ja. Die Gefahr besteht vor allem (auch in einer sehr festen Liebesbeziehung) immer dann, wenn man eine "schwache Phase" hat- diese schwache Phase kann z.B. durch längere Trennung, durch heftigen Streit, fehlenden Sex oder durch Alkohol ausgelöst werden.

Tja, meine wenigen (wohlgemerkt erlaubten) Seitensprünge hatten nie etwas mit solchen Phasen zu tun. In mehreren Jahren Fernbeziehung gab es keinen einzigen (obwohl da der Mangel am größten und die Möglichkeiten vorhanden waren). Heftigen Streit gibt es bei uns fast gar nicht, nur intensive Diskussionen, oder, sehr selten, ein garstiges Gezänk über Banalitäten, die nach einem Tag vergessen sind. Wenn ich mal eine Phase als sexuelle Flaute wahrnehme, bin ich zuhause und versuche das wieder ins Lot zu bekommen, oder wenigstens die Gründe herauszufinden; dann habe ich keine Augen für andere (na ja, höchstens Augen). Und betrunken habe ich noch nie etwas getan, wozu ich mich nicht auch nüchtern stolz bekennen würde (torkeln und umfallen mal ausgenommen).

Was du schreibst, kling für mich so: Monogamie ist gut, darum ist Polygamie als böse definiert. Sie ist ein Dämon, eine Krankheit, die aufgrund von Mangelerscheinung und Intoxikation ausbricht – Dinge, die man darum vermeiden sollte.

Meines Erachtens bricht da einfach nur ein ganz normales, unschuldiges, gesundes Bedürfnis durch, das vielleicht nicht alle Menschen teilen, aber doch viele, wohl die meisten, zu dem sie sich aber nicht zu bekennen trauen. Anstatt zu dieser Seite von ihnen zu stehen und eine passende Beziehungsform zu wählen, zwingen sie sich (bewusst oder unbewusst) zu etwas, das gar nicht ihr Ding ist. Wenn dann die Kontrollmechanismen mal einen schlechten Tag haben, dann explodiert der Dampfkessel.

Das Problem ist m. E. nicht, dass Leute zu viel trinken und dann fremdgehen, sondern dass sie eine Lebensweise bevorzugen, die irgendwann dazu führt, dass sie besoffen fremdgehen. Das entschuldigt sie selbstverständlich nicht, aber es wirft für mich immer wieder die Frage auf, was dieser ganze Quatsch überhaupt soll.

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