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Was ist laut Bibel erlaubt und was nicht?

NFickI_1x0


Ich finds toll, wie man das Leben anderer durch die Bibel richten kann.

Wenn da stehen würde, dass man mit dem 30. Lebensjahr ausm Fenster springen müsste, würde es sicher weniger Christen geben (Achtung Wortspiel ^^) ....

P[iddxle


Liebe amadonna, Jesus ging sehr klug mit Schriftgelehrten um. Sei bitte auch Du auf der Hut, wenn jemand scheinbar ganz genau darüber Bescheid weiß, womit Du kämpfst! Mit dem Glauben prosperiert man – zumindest nach dem, was ich kennengelernt habe – jedenfalls ganz anders . Und eigentlich weißt Du das auch, weil Du es nämlich zur eigenen Verwunderung erfahren hast ;-)

ahn7naClkena,4x0


Nick_10

:)^ :)^ :)^ :)= :)= :)= ;-D

lluoDmarxen


Ich möchte noch einwerfen, dass man bei der Bibel vielleicht auch die Haltung des Verfassers, bzw. der Redakteure berücksichtigen müsste. Von Paulus ist allgemein bekannt, dass er Frauen nicht wirklich achtete. Er hat aber im Neuen Testament jede Menge Briefe hinterlassen, wo auch Fragen zu diesem Thema in den neu gegründeten Gemeinden sich auftun.

Das Alte Testament ist eine Redaktion von ziemlich konservativen Juden, die nach der Vertreibung aus Jerusalem nach Babylon die ganze Schuld für eben jene Vertreibung in nicht gottgefälligem Verhalten suchten. Man kann das unter anderem in den Königen oder den Chroniken sehen, wo gottgefälliges Verhalten sofort mit wirtschaftlichen Wohlstand verknüpft wird.

Für mich persönlich stellt mich der christliche Glaube vor ungeheuere Herausforderungen. Ich finde es wirklich schwierig, auch einen Obdachlosen auf der Straße als meinen Nächsten anzusehen. Ich fände es interessant, die Frage, was sexuell erlaubt ist, als Herausforderung zu sehen. Nicht umsonst gibt es in der katholischen Kirche die Sünde. Denn die Regeln sind ja nicht einhaltbar. Also muss ich auch eine Ausweichmöglichkeit bieten.

Gruß,

RuajMehrchanxt


luomaren

Ich finde es wirklich schwierig, auch einen Obdachlosen auf der Straße als meinen Nächsten anzusehen.

Uh. Da kommst du aber nicht nur mit dem Christentum in Konflikt, sondern auch mit den ganzen neuzeitlichen Ideen von Humanismus und Aufklärung. Schwierig, das. Warum ist es nicht "dein nächster"? Und was kränkt dich an der Idee, dass er "frei und [dir] gleich an Würde und Rechten" sein könnte?

Nicht umsonst gibt es in der katholischen Kirche die Sünde. Denn die Regeln sind ja nicht einhaltbar.

Die Sünde gibt es in jeder Religion, die Idee ist geradezu konstitutiv für Religionen. Ohne das permanente schlechte Gewissen des Sünders würden die ganzen Heilsversprechen nicht halb so gut funktionieren. Du meinst die Beichte?

vt_f


Raj

Nun gibt es ja in der Bibel meiner erinnerung nach wenig exoplizit normative Textstellen (AB=Sünde), sondern es werden eher komplexe Vorgänge beschrieben, bei denen man mitunter gar nicht so genau weiß, was genau jetzt eigentlich der sündeninduzierende Faktor war.

Hui ... das dacht ich noch gestern auch – dementsprechend ist ja auch mein erster Beitrag ausgefallen; als ich heute früh dann mal allein nach dem Index die Beiträge zum Thema "Ehe" durchgegangen bin, wurde ich eines Besseren belehrt: Sowohl das Alte als auch das Neue Testament strotzen nur so vor Büchern mit expliziten Handlungs- bzw. Nichthandlungsanweisungen. Zur Illustration der Explizitheit zwei interessante Beispiele aus dem Buch Deuteronomium (das – soweit ich verstanden habe – im Wesentlichen [erweiterte] Reden Moses umfasst, in denen er noch einmal das Gesetz vom Sinai verkündet):

Zur "Heirat mit einer Kriegsgefangenen" bzw. zur möglichen Auflösung einer ebensolchen steht da:

Wenn sie dir aber nicht mehr gefällt, darfst du sie entlassen, und sie darf tun, was sie will. Auf keinen Fall darfst du sie für Silber verkaufen. Auch darfst du sie nicht als Sklavin kennzeichnen. Denn du hast sie dir gefügig gemacht. Dtn 21,14

Und unter der Überschrift "Kleidung und Geschlecht" findet sich:

Eine Frau soll nicht die Ausrüstung eines Mannes tragen, und ein Mann soll kein Frauenkleid anziehen; denn jeder, der das tut, ist dem Herrn, deinem Gott, ein Greuel. Dtn 22,5

Zwischen diesen 'Gesetzen', Sprichwörtern, Weisheiten, Briefen von Paulus und seiner Gefolgschaft ans 'Kirchenvolk', die allesamt klare Dos und Don'ts beinhalten, die manches aber, gut für dich, uhu2, nicht alles 'regeln', gibt's dann aber auch noch

David und Salomo und was es da noch an großen Aufreißern gegeben haben mag

, diese gottgesegneten, die sich offensichtlich so gar nicht an dieses Regelwerk gehalten haben ...


Wenn ich jetzt – um zum Fadenthema zurückzukommen – einfach nur mal versuch, die paar Stellen, die ich heut so querbeetgelesen hab, zu verstehen, dann hab ich, wenn ich die Fadenfrage beantworten möchte (diverse sexuelle Spielarten find ich im Index der Bibel, aus der ich grad zitiere, nämlich nicht), doch gewaltige Probleme mit der Abgrenzung der hier schon von einigen problematisierten Begriffe Keuschheit, Unzucht ... aber auch Ehe (weil die ja definiert sein muss, um zu wissen, wann vor ihr ist).

Die Stelle, auf die hier verwiesen wurde (und wahrscheinlich auch implizit in der Auslegung steckt, dass mit Sex die Ehe beginnt; weiß leider grad nicht mehr, wer die eingebracht hat: Mae und noch wer), lautet:

Darum verläßt der Mann Vater und Mutter und bindet sich an seine Frau, und sie werden ein Fleisch. Gen 2,25

und geht aber eben noch weiter, nämlich so:

Beide, Adam und seine Frau, waren nackt, aber sie schämten sich nicht voreinander. Gen 2,26

Das alles ist vor dem Sündenfall!

FRAGE 1: Kann man denn eine Ehedefinition tatsächlich an einem Zustand aufhängen, der – glaubt man der Bibel – unwiderbringlich vorbei ist? Kann man sich auf eine Ehedefinition, eine Vorstellung von Vereinigung von Mann und Frau (in der sich dann ja auch ein heterosexuelles Gebot begründen ließe [Oder gibt's andere Stellen, die 'Homosexualität' "verbieten"?]) stützen, wenn doch bestimmende Grundlagen für Sexualität erst in der Folge des Sündenfalls (durch das Erkennen von Gut und Böse bzw. durch die Strafe Gottes) begründet wurden?

Da gingen beiden die Augen auf, und sie erkannten, daß sie nackt waren. [...] Gen 3,7
Zur Frau sprach er: [...] Du hast Verlangen nach deinem Mann; / er aber wird über dich herrschen. Gen 3,17

Ist DANACH nicht ohnehin alle 'Gefallene'? Ist DANACH nicht jedes "Erkennen" 'sündig'? Und sind Menschen das weniger, nur weil sie vorher geheiratet haben? – > Interessante Stelle dazu: Jesus meint auf die Frage, wessen Frau eine verwitwet Mehrfachverheiratete nach der Auferstehung denn sei:

[...] Ihr irrt euch; ihr kennt weder die Schrift noch die Macht Gottes. Denn nach der Auferstehung werden die Menschen nicht mehr heiraten, sondern sein wie die Engel im Himmel. Matthäus 22,29–30 (bzw. fast im gleichen Wortlaut bei Markus 12,24–25)

Wenn die Urform der 'Ehe', die zwischen Adam und Eva, mit dem Sündenfall eine völlig neue Form annimmt; wenn sie sich durch das Naschen vom Baum der Erkenntnis als zwei, als different erkennen, die zuvor proklamierte Einsheit in der Form also gar nicht mehr möglich ist; kann man dann überhaupt noch sagen, dass irgendeine Form der – eben nur annährenden, temporären (s. Himmelreich) – Einswerdung richtiger ist als eine andere?


Meine ZWEITE FRAGE hängt damit zusammen und hebt aber auch darauf ab, dass hier allerlei vom 'jüngsten Gericht' und 'Sünden' usf. die Rede ist: Ist es nicht ein wesentlicher Bestandteil des christlichen Glaubens, dass niemand "ohne Sünde ist", aber Jesus für die Vergebung ebendieser Sünden aller am Kreuz gestorben ist? Heißt das dann nicht, dass sie eben immer schon vergeben sind?


Abschließend möchte ich noch anmerken, dass ich persönlich natürlich trotzdem ein Problem damit hätte, wenn Sachen, die ich klasse finde, als vergebenswert verstanden würden. Aber darum geht's hier ja nicht.

v?_xf


Danke übrigens für deine Erläuterungen zu dem Wortzeug, Sensibelman, darauf wollte ich hinaus! (Hab allerdings erst hinterher gesehen, dass einiges davon hier eh schon genannt wurde.)

amfr-i


Die Sünde gibt es in jeder Religion, die Idee ist geradezu konstitutiv für Religionen.

So ist es, anders funktionierten sie ja auch gar nicht. Was sexuelle Verhaltensweisen angeht, sind sie ideal für die Idee jeglicher Religion: jeder macht es und jeder braucht es, also kann man es auch verteufeln oder mit Regeln versehen. Auf diese Weise schlägt man mehrere Fliegen mit einer Klatsche und sichert obendrein den Fortbestand der Mitglieder der jeweiligen Sekte, ääähhhh, Religionsgemeinschaft meine ich natürlich.

v4_Ef


Und noch was, uhu2,

Der alttestamentliche Ausdruck für "Jungfrau" und "unverheiratete junge Frau" (z.B. Jesaja 7,14) ist ein und derselbe. Das bedeutet aber, dass die unverheiratete Nicht-mehr-Jungfrau undenkbar war oder zumindest als problematisch gesehen wurde.

Das könnte auch bedeuten, dass Jungfrau ausschließlich "unverheiratete junge Frau" bedeutet und nix darüber aussagt, ob sie schon bei jemandem gelegen hat.

Andererseits kritisiert Jesus die Samariterin am Jakobsbrunnen nicht nur für ihre mehrfachen Scheidungen, sondern auch dafür dass sie momentan in wilder Ehe lebe (Johannes 4,18).

Sorry, jetzt brauchts noch mal ein langes Zitat:

Johannes 4, 1-26
Jesus und die Samariterin
1 Als nun Jesus erfuhr, daß den Pharisäern zu Ohren gekommen war, daß er mehr zu Jüngern machte und taufte als Johannes
2 – obwohl Jesus nicht selber taufte, sondern seine Jünger -,
3 verließ er Judäa und ging wieder nach Galiläa.
4 Er mußte aber durch Samarien reisen.
5 Da kam er in eine Stadt Samariens, die heißt Sychar, nahe bei dem Feld, das Jakob seinem Sohn Josef gab.
6 Es war aber dort Jakobs Brunnen. Weil nun Jesus müde war von der Reise, setzte er sich am Brunnen nieder; es war um die sechste Stunde.
7 Da kommt eine Frau aus Samarien, um Wasser zu schöpfen. Jesus spricht zu ihr: Gib mir zu trinken!
8 Denn seine Jünger waren in die Stadt gegangen, um Essen zu kaufen.
9 Da spricht die samaritische Frau zu ihm: Wie, du bittest mich um etwas zu trinken, der du ein Jude bist und ich eine samaritische Frau? Denn die Juden haben keine Gemeinschaft mit den Samaritern. -
10 Jesus antwortete und sprach zu ihr: Wenn du erkenntest die Gabe Gottes und wer der ist, der zu dir sagt: Gib mir zu trinken!, du bätest ihn, und der gäbe dir lebendiges Wasser.
11 Spricht zu ihm die Frau: Herr, hast du doch nichts, womit du schöpfen könntest, und der Brunnen ist tief; woher hast du dann lebendiges Wasser?
12 Bist du mehr als unser Vater Jakob, der uns diesen Brunnen gegeben hat? Und er hat daraus getrunken und seine Kinder und sein Vieh.
13 Jesus antwortete und sprach zu ihr: Wer von diesem Wasser trinkt, den wird wieder dürsten;
14 wer aber von dem Wasser trinken wird, das ich ihm gebe, den wird in Ewigkeit nicht dürsten, sondern das Wasser, das ich ihm geben werde, das wird in ihm eine Quelle des Wassers werden, das in das ewige Leben quillt.
15 Spricht die Frau zu ihm: Herr, gib mir solches Wasser, damit mich nicht dürstet und ich nicht herkommen muß, um zu schöpfen!
16 Jesus spricht zu ihr: Geh hin, ruf deinen Mann und komm wieder her!
17 Die Frau antwortete und sprach zu ihm: Ich habe keinen Mann. Jesus spricht zu ihr: Du hast recht geantwortet: Ich habe keinen Mann.
18 Fünf Männer hast du gehabt, und der, den du jetzt hast, ist nicht dein Mann; das hast du recht gesagt.
19 Die Frau spricht zu ihm: Herr, ich sehe, daß du ein Prophet bist.
20 Unsere Väter haben auf diesem Berge angebetet, und ihr sagt, in Jerusalem sei die Stätte, wo man anbeten soll.
21 Jesus spricht zu ihr: Glaube mir, Frau, es kommt die Zeit, daß ihr weder auf diesem Berge noch in Jerusalem den Vater anbeten werdet.
22 Ihr wißt nicht, was ihr anbetet; wir wissen aber, was wir anbeten; denn das Heil kommt von den Juden.V23 Aber es kommt die Zeit und ist schon jetzt, in der die wahren Anbeter den Vater anbeten werden im Geist und in der Wahrheit; denn auch der Vater will solche Anbeter haben.
24 Gott ist Geist, und die ihn anbeten, die müssen ihn im Geist und in der Wahrheit anbeten.
25 Spricht die Frau zu ihm: Ich weiß, daß der Messias kommt, der da Christus heißt. Wenn dieser kommt, wird er uns alles verkündigen.
26 Jesus spricht zu ihr: Ich bin's, der mit dir redet.


Die Aufnahme Jesu bei den Samaritern: 4,27 – 42
27 Inzwischen waren seine Jünger zurückgekommen. Sie wunderten sich, daß er mit einer Frau sprach, aber keiner sagte: Was willst du?, oder: Was redest du mit ihr?
28 Da ließ die Frau ihren Wasserkrug stehen, eilte in den Ort und sagte zu den Leuten:
29 Kommt her, seht, da ist ein Mann, der mir alles gesagt hat, was ich getan habe: Ist er vielleicht der Messias?
30 Da liefen sie hinaus aus dem Ort und gingen zu Jesus.

Ich kann da kein Wort der Kritik erkennen. Er überschreitet Grenzen der Ziemlichkeit, um mit ihr zu sprechen; und, er gibt sich ihr dadurch zu erkennen, dass er "alles was sie getan hat" weiß. Und sie sieht in ihm den Messias ... Aber Sünde? Kritik? Scheidungen? Wilde Ehe? --- Kein Wort davon!

PMrospfero


:-D @sensibelman:

In diesen Quellen steht bei mir in den Bibeln nichts von "kein Sex vor der Heirat", vielmehr wird immer Bezug auf Hurerei genommen, was aber nicht gleichsetzbar mit "kein Sex vor der Heirat" ist.

Ich behaupte jetzt einfach mal, das speziell diese Quellen aus dem NT nicht unbedingt in Hebräisch verfasst wurden, sondern eher auf Griechisch .... was den Worturpsrung aus dem Griechischen angeht, habe ich mich bereits zu geäußert.

Ansonsten für die AT Quellen, die es noch so gibt, sei Dir dieses Angeraten: [[http://www.bibelwissenschaft.de/nc/wibilex/das-bibellexikon/details/quelle/WIBI/zeichen/h/referenz/21670/ WiBiLex: Bibelwissenschaften über Hurerei im Hebräischen Orginal]]

@ nick_10:

spar dir den zynismus. sagt dir "Richtet nicht, auf dass Ihr nicht gérichtet werdet" etwas?

@ piddle:

lustigerweise hat Jesu Umgang mit Schriftgelehrten keinerlei Nachwirkung, denn ohne das Bedürfnis der Aufrechtserhalten von Kontrolle des damaligen Römischen Oberhaupts (dessen aktueller offizieller Amtstitel immer noch Pontifex Maximus lautet) wäre es garnicht soweit gekommen, dass sich eine Christenheit hätte entwickeln können. Die Urspungslehre Christi kann heutzutage nicht mehr nachvollzogen werden, da alle verfügbaren Texte mit der Motivation geschrieben wurden die eigene Botschaft (nicht die Christis) zu verbreiten und es keine schriftlichen Zeugnisse von besagtem selbst gibt, sondern nur Überlieferungen von seinen Anhängern – Quelle Q ist auch nicht der wahre Jakob. Alle neutestamentlichen Regelungen, Doktrinen, Auslegungen und derlei mehr sind nichts anderes als Versuche eine umgemünzte Philosophie des Volksaufrührers Yeshua ben Yussuf zu verbreiten, um sich gegen die damaligen Machthaber zu widersetzen – Zucker für den Affen getreu dem Motto "Pamen et circensis". Hat es doch tatsächlich geholfen spirituell aufgeschlossenen Menschen ein Motiv gegeben den Machthabern treu zu bleiben und nicht über die eigentliche Botschaft nachzudenken. Nebenbei wurde das ganze zusammen mit dem zusammengelegt, was man heutzutage als heidnische Gebräuche bezeichnen würde, damit all jene, die nicht von dieser Idee angetan waren, bei Gewohnten bleiben konnten; die altgermanische Ostara lässt Grüßen. Schwupps wurde aus JHWE die Trinität und das Symbolverbot aus dem Dekalog ist auch nicht mehr so wichtig, da nun ein Kreuz als Symbol einer Bewegung herhält. Die Ideologie hat interessante Stilblüten erfahren inklusive eine Ikonisierung – aber ich schweife ab. Leute, die also an die gerechte Strafe Gottes glauben und dabei sich in einem Haus mit einem Blitzableiter treffen, um eben diesem Gott huldigen, haben eh eine sehr sonderbare Wahrnehmung der Realität.

So nebenbei ... Nach Angaben von UNICEF aus dem Jahr 2009 sterben derzeit jedes Jahr 8,8 Millionen Kinder unter fünf Jahren. Viele davon an Unterernährung oder Krankheiten, die leicht zu verhindern/behandeln wären. Das sind etwas mehr als 24000 pro Tag. Brot für die Welt – aber die Wurst bleibt HIER! Weiter so ...

SMtalkfyFr


Das könnte auch bedeuten, dass Jungfrau ausschließlich "unverheiratete junge Frau" bedeutet und nix darüber aussagt, ob sie schon bei jemandem gelegen hat.

Das halte ich allerdings eher für eine Interpretation von Drei-Viertel-Gläubigen, die zur Erklärung der Jungfrauengeburt Jesu Christi herangezogen wird. ]:D

s_weet-xhot


wat denn das fürn quatsh, nach der hochzeit stellste dann fest das er sie es nichts im bett taugt. was machste dann ??? ??

nen leben lang unglücklich sein, weil scheidung ist ja erst durch den tod laut bibel möglich!!!

vorher probieren wenn es nicht funktioniert nächsten nehmen und probieren. gehst ja auch nicht ins geschäft und kaufst die katze im sack wie meine oma immer zu sagen pflegt.

r}upeerxt65


dann fault das Ding irgendwann ab. Selbst machen ist ja laut Bibel auch nicht. Dann mach ich lieber was Spaß macht. ;-D

a*masdonna


Ich danke all denen für Ihre Beiträge, welches dieses Thema ernst nehmen. :-)

@ sweet hot,

sex ist wohl alles was in einer beziehung wichtig ist? das was wir haben ist wunderschön... wenn alles passt, dann sollte der rest kein problem darstellen. hierbei sollte man prioritäten setzen. wenn man sich über alles liebt, die beziehung harmonisch ist, man einfach auf einer wellenlänge ist, einfach alles passt...warum sollte dann das letzte puzzleteil nicht auch passen?

selbst wenn, es gibt wichtigeres und dabei sind wir uns einig. das was wir jetzt tun harmoniert zu 100%, warum sollte der GV dann nicht auch schön sein? sex wird dadurch schön das man sich liebt. durch gegenseitige zärtlichkeiten, berührungen, leidenschaft...ich denke nicht das mich ein nicht 100%ig erfüllendes sexualleben mein leben lang unglücklich machen würde, wenn mein partner sonst alles mitbringt was mir wichtig ist. ich will nicht blauäugig klingen, aber ich weiß das es passt wie es ist... :)z

@ nick_10,

typisches schubladendenken gegenüber den christen, mehr kann ich dazu nicht sagen :|N

@ v_f

Meine ZWEITE FRAGE hängt damit zusammen und hebt aber auch darauf ab, dass hier allerlei vom 'jüngsten Gericht' und 'Sünden' usf. die Rede ist: Ist es nicht ein wesentlicher Bestandteil des christlichen Glaubens, dass niemand "ohne Sünde ist", aber Jesus für die Vergebung ebendieser Sünden aller am Kreuz gestorben ist? Heißt das dann nicht, dass sie eben immer schon vergeben sind?

dies erwähnte ich bereits. man bekommt seine sünden aufgrund des "opfers" jesu vergeben...dies ist aber kein freifahrtsschein zu sündigen wie man lust und laune hat und zu tun oder zu lassen was man will. im gegenteil, wenn man sich vor augen führt wie er litt, welche schmerzen er auf sich nahm, für jede sünde der menschen... dann sollte man noch bewusster damit umgehen.

genau deshalb stellte ich ja diese frage. wir versuchen gegliche sünde zu vermeiden, das lügen zum beispiel und und und... aber vieleicht tun wir es ja ständig weil wir halt "sex vor der ehe" haben, wenn man es denn so nennen kann. nach der meinung vieler hier ist es ja so... wir werden wohl eine lösung suchen müssen und überlegen wie es in diesem bezug weitergehen soll.

@ dornenkrone,

ich schrieb bereits mehrmals das mein anliegen ist mich auch mit menschen, welche in der gleichen situation wie ich es bin, oder es waren, austauschen zu wollen. klar war mein anliegen auch zu erfahren was die bibel dazu sagt, aber nicht nur. ich würde gerne wissen wie andere christen zu diesem thema stehen.

@ uhu

ich glaube nicht das etwas, was nicht ausdrücklich in der bibel als verboten oder sünde steht, keine ist... ich denke es so zu sehen wäre zu einfach. es gibt so viele dinge die falsch sind und das weiß man einfach ohne das es jemand sagt oder das es irgendwo geschrieben steht. das gewissen sagt einfach das es nicht richtig ist.

und ja du hast recht, es gibt da schon eine gewisse scheu das anzusprechen. das internet is anonym. da ist das um einiges leichter...

uNhxu2


Wo genau sind denn für dich die Grenzen zwischen biblisch und von Menschen erdachte Ergänzungen? Irgendwie ist mir das nicht klar, wenn es lediglich um biblisch ginge, würden wir nur vom AT sprechen, Du zitierst jedoch auch das NT (1. Korinther) – welches erst viel später als "Ergänzung" dazu kam, deswegen meine Frage.

Meine Bibel besteht aus Altem und Neuem Testament. Ist das wirklich so sonderbar, dass man das erklären muss? Nicht zum Kanon gehören die Apokryphen und selbstredend alle späteren kirchlichen Papiere und Beschlüsse. Die Kath. Kirche dagegen hält die kirchliche Tradition neben der Bibel für eine zusätzliche Offenbarungsquelle.

@ v_f

Ich zitiere grundsätzlich aus der Lutherbibel.

Meine Frage: Benennt die Bibel penetrativen Geschlechtsverkehr zwischen Penis und Vagina irgendwo? Oder muss ich einfach wissen, dass das verkausurierte "ein Fleisch werden" [dieses unter Vorbehalt; diesbezügliche Frage muss ich auch noch aufschieben], "erkennen", "sich zu jemandem legen" bzw. an der Jakobsbrunnenstelle, "Männer haben" so (und nicht anders) gemeint ist?

Die Bedeutung der Wörter ist einerseits schlichtweg tradiert. Nicht selten ergibt sie sich aber auch aus sich selbst heraus oder aus dem textlichen Umfeld. Beispiel (Gen. 4,1): "Und Adam erkannte seine Frau Eva und sie ward schwanger und gebar den Kain..." Nachdem der Klapperstorch als Überbringer des kleinen Kain ausscheidet – was genau hat Adam wohl mit Eva getan, als er sie "erkannte"? :=o Wie ich übrigens finde, ist "erkennen" der schönste und poetischste Ausdruck für den Geschlechtsakt.

Zu der Stelle am Jakobsbrunnen (Joh 4): Wie ich finde, ist die Kritik Jesu zwar sachlich- kühl, gerade dadurch um so wirkungsvoller: "Fünf Männer hast du gehabt" – du warst fünfmal verheiratet. Das schließt Scheidungen ein. Weiter geht es darum, dass sie momentan einen Mann hat, der aber doch nicht ihr Mann ist. Was sollte damit gemeint sein, wenn nicht wilde Ehe? Ich möchte außerdem auf ein Detail hinweisen, was leicht überlesen wird: "... es war um die sechste Stunde. Da kommt eine Frau aus Samarien, um Wasser zu schöpfen." Die "sechste Stunde" nach damaliger jüdischer Uhr (die Stundenzählung beginnt mit Sonnenaufgang/ früh um 6.00 Uhr) heißt für uns 12.00 Uhr mittags. Kein Mensch ging normalerweise in der größten Mittagshitze vor die Stadt, um die schweren Wasserkrüge im prallen Sonnenschein durch die Gegend zu tragen. Das tat man aus nachvollziehbaren Gründen abends, wobei man sich auch gerne am Brunnen traf und ein Schwätzchen machte. Dass die Frau aus dieser Gewohnheit ausscherte, dafür hatte sie offenbar ihre speziellen Gründe, nämlich ihr Lebenswandel und das damit verbundene Ansehen in der Stadt. Schließlich war es nicht zu allen Zeiten wie heute, dass Scheidung(en), wilde Ehen oder Lebensabschnittspartnerschaften bloß ein Achselzucken hervorrufen.

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