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Analdehnungs-Sucht

w2illgeOsu$ndsexin


Ja ok, das stimmt. Die Beispiele treffen natürlich nicht auf jedermann zu und sind nicht unbedingt alltäglich. Aber (wie auch zum Thema unterbewusster Einfluss der Sexualität durch Pornographiekonsum) das geht mehr Menschen so, als man sich oft selber eingestehen will glaube ich. Nicht viele Mensch sind sich ihrer selbst wirklich bewusst und man muss leider oft erst Schmerzen spüren um sich richtig mit sich auseinanderusetzen...

Wenn man etwas ändern will, sollte man es immer erst mal annehmen. Das habe ich auch. Ich bin mir der Sache ziemlich bewusst, ich beschäftige mich ja auch (im Kopf) sehr viel damit...

Aber bei mir ist das ja schon recht lange der Fall und ich habe das Gefühl, es nicht mehr wirklich kontrollieren zu können, falls ich es zulasse. Wenn ich das könnte, wäre das ganze ne andere Sache. Anaöverkehr und alle Arten desgleichen sind ja nicht prinzipiell schlecht.

Aber bei mir ist es eben eher Ersatz. Und ich kann es nicht richtig kontrollieren. Und ich ziehe nicht mal richtige Befriedigung daraus.

Würde sichd das alles ändern, wenn ich meine Einstellung dazu änder? :-/

wIillgeQsundsbexin


Hallo Leute,

seit langem will ich zu diesem Thema mal wieder was schreiben.

Nach langer Zeit habe ich eine wichtige Sache herausgefunden.

Ich unterscheide ab jetzt zwischen

- Anale Stimulierung plus "normale" Selbstbefriedigung: ist ein SCHÖNES Gefühl und lässt mich auch nicht schlecht fühlen. Es geht dann nicht um "so viel wie möglich", also Grenzen austesten sondern einfach um das reine PHYSISCHE Erleben und das damit durch die Stimulierung entstandene verbundene Gefühl der BEFRIEDIGUNG.

- Anal-Dehnung: ist eine reine Kopfsache, die mir eine PSYCHISCHE Befriedigung durch das extreme Erleben und austesten von Grenzen gibt. Oft treten SCHMERZEN auf und ich höre nach einiger Zeit auf, weil es mich nicht wirklich befriedigt. Danach fühle ich mich schlecht und SCHÄME mich.

Deswegen gehe ich ab jetzt einen Kompromiss:

Ich verbiete es mir nicht mehr, aber muss nur lernen, auf meinen Körper zu hören und den richtigen Umgang damit zu erlernen, dann ist das eine superschöne Sache! :)=

wCilslgfesunmdsein


Noch ein interessanter Nachtrag:

Seit der Trennung von meiner Freundin ist as Bedürfnis nicht einmal aufgetreten...

Mal schauen, ob das so bleibt, aber wundern würde es mich nicht. :)^

TCunSgus7ka


Hallo willgesundsein, :-)

dann hast du, wie mir scheint, deinen persönlichen Weg gefunden, mit dem es dir gut geht. Das freut mich.

woillges9undsexin


Warum stehen so viele Menschen auf Analsex?

Man kann versuchen, es mit "Geschmack" zu erklären, aber das ist eher unzureichend! Man könnte auch sagen, dass es einfach Mainstream ist, also Mode aber auch das ist unzureichend. Das sind vielleicht die Auslöser aber nicht die Gründe für die Beliebtheit von Analsex.

Ich gebe hier mal einen Psychologischen Denkanstoß, den ich von Erich Fromm aus seinem Buch "Vom Haben zum Sein" genommen habe:

"Sicherlich war der Kampf gegen das Anti-Authoritär-Sein – und wurde auch – zur Rationalisierung für narzisstische Selbstgefälligkeit, für ein kindliches, genusssüchtiges, luxoriöses Leben ungehinderter Lust, in dem gemäß Marcuse (ein Philosoph) selbst der Primat der genitalen Sexualität autoritär ist, weil er die Freiheit der prägenitalen, das heißt analen perversionen, einschränkt." Erich Fromm

Auf Deutsch heißt das meiner Meinung nach, dass die Unterdrückung der erotischen/sexuallen Triebe, aber auch des strebens nach Freiheit und Autonomität unserer Gesellschaft dazu führt, dass der Mensch sich auf sexueller Hinsicht auf die anale Phase zurückzieht, in der alles, was mit dem After zu tun hatte noch nicht verboten war.

Es ist also kein erwachsenes sexuelles Bedürfnis, sondern hat seinen Ursprung im gesellschaftlichen Ungleichgewicht des Kapitalismus, in dem der Mensch nur noch scheinbar frei ist.

Und bei mir ist das auch so. Seitdem ich von meiner Freundin getrennt bin, ist nicht einmal auch nur das Bedürfnis aufgekommen. Für mich ein hinreichender Beweis...

w$il}lgesu2ndNseixn


Warum stehen so viele Männer auf Analsex? (Sollte das eigentlich heißen)!

T&ung$uska


Kann sein, dass das ein Grund ist, bei einigen. Es gibt denke ich aber noch andere. Analsex gab es wohl schon immer, aber ich nehme an nicht in einer so großen Zahl wie heute, oder es hat sich je nach Mode immer mal wieder geändert. Bei manchen gehört es einfach dazu, andere finden es langweilig, oder ohne Reiz, oder wollen es nicht weil ihnen andere Sachen beim Sex einfach wichtiger sind.

Ich glaube es ist ganz unterschiedlich, aber nichts ist ohne Grund so wie es ist.

T1aruxs


Interessante Theorie, aber ich bin mir relativ sicher, dass, als ich mir das erste Mal was hinten reingeschoben habe, das nicht passiert ist, um irgendein gesellschaftliches Ungleichgewicht auszugleichen.

Wenn du deinen psychischen Druck überwunden hast ist das natürlich sehr gut für dich. Ein Selbstzwang zur Analdehnung ist ja nicht das Wahre.

wmillgoesundsxein


Das muss ja gar kein gesellschaftlicher Druck sein.

Und wenn man mal überlegt, ist die Familie die erste Gesellschaft, in der man lebt und die man als solche wahrnimmt.

In meinem Fall war es für mich ein Druckablass und Freiheitsausleben gegen Freundin und Mutter!

Und wer kann schon sagen, dass er sich im Klaren ist, was er in seiner Kleinkindzeit erlebt hat und welche Eindrücke es hinterlassen hat...

lVutxzz


@ willgesundsein

Geh lieber ins Fitnesstudio da kannst du auch Grenzen überwinden auf saubere Art.

Tharuxs


Wo lauter fremde Leute rumschwitzen und ihre Körpersäfte und Bakterien auf den Geräten verteilen? Lutzz, das kannst du doch nicht ernsthaft empfehlen!? ]:D

lMutzbz


Dafür gibt es ja Desinfektionsspray im Studio %-|

wdilClgesundxsein


Nach einigen Wochen mal wieder ein Beitrag zum Thema:

Ich war 9 Wochen nach der Trennung von meiner Freundin mal wieder in der Heimat. Ich habe meine Ex-Freundin zufällig getroffen und dann ging es mir nicht so gut. Ich habe bei meiner Mutter geschlafen und sie natürlich auch gesehen und auch das hat mich innerlich gestresst!

Gleich bei der ersten Gelegenheit beim Duschen bin ich "rückfällig" geworden und habe mir wieder irgendwas reingesteckt, das ersten nicht dafür gemacht ist und auch zweitens mich kein bisschen in irgendeiner Weise befriedigt.

Ist echt krass: Kaum sehe ich diese beiden Frauen, geht das wieder los. Es werden sofort bestimmte Muster reaktiviert und ich finde wieder keine anderen Wege, als meine Aggressionen und von meinem Unterbewusstsein unterdrückten Freiheitsbestrebungen auf diese Weise an mir selbst auszuleben.

Es ist also noch lange nicht vorbei. Hab keinen Bock, damit immer wieder anzufangen, sobald ich meine Mutter sehe oder ich mit jemandem intensiveren Kontakt habe, der mich an sie erinnert! :|N

w]ilGlgIesunVdsexin


Nur mal so als Nachtrag nach laaaaaaanger Zeit:

Das Bedürfnis ist tatsächlich in 2 Jahren keine 5 mal wieder gekommen...

wkil lgesgundseixn


Dieser Faden war ein paar Jahre lang geschlossen, weil es so aussah, dass ich mit dem Thema abgeschlossen hatte. Jetzt gibts aufgrund meines aktueller Beziehungsstatus' (seit einem Jahr eine Freundin) neue Dinge zu berichten.

Das Verlangen (Lust ":/) ist wieder gekommen. Seit einige Monaten überfällt mich immer wieder das Verlangen, mir möglichst große Gegenstände anal einzuführen. Eine Erektion habe ich dabei nur, wenn ich mich gezielt in sexuelle Stimmung bringe, zum Beispiel durch Pornos oder Gedanken an Sex. Die Penetration zu spüren ist die eine Sache. Genau so wichtig ist es, die Penetration zu sehen. Ich habe mir Reizunterwäsche für Männer gekauft und finde den Anblick geil. Mache ich mich selber zum (Sex)Objekt?

Ich sehe diese Bedürfnis inzwischen nicht mehr als krank an und frage mich, woher das kommt und vor allem, wozu es dient.

Es hat nicht unbeingt mit Sexualität zu tun denke ich! Ich verbinde Gefühle wie Machtausübung, Grenzüberschreitung und Autonomie damit. Ich erlebe es vielmehr als Kompensation eines zurzeit unbefriedigten Freitheitsbedürfnisses, welches wiederum von dem Verlangen verstärkt wird, alle attraktiven Frauen erobern zu können, die ich so sehe (narzisstische Selbstwertkompensation), was in einer monogamen Beziehung nicht drin ist. Ich möchte die Beziehung nicht aufgeben, das wäre eine Wiederholung meiner alten Muster, das hatte ich schon oft genug.

Kennt jemand ähnliche Bedürfnisse und Auslebungen und hat neue Denkanstöße oder Einsichten?

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