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Nötigung in der Ehe?

RZotnaxse


Nötigung ist genauso das Essen, das sie serviert und erwartet das es gewürdigt wird, sonst gibt es diese Woche keinen Sex. Kann ich das genau so einklagen?

In einer funktionierenden Beziehung gibt es per Definition weder Vergewaltigung noch Nötigung die strafrechtlich relevant ist. Gäbe es sie doch, wäre es keine funktionierenden Beziehung.

JfuliGanxe36


also bin ich die einzige die in ihrer beziehung bewußt kompromisse aus liebe zu meinem partner eingeht?

hzammSexrhi


kompromisse sind ein grundbaustein einer jeden guten beziehung. sex aus gefälligkeit... tja, wers braucht.... mir wäre nicht dadurch gedient, wenn meine partnerin es nur mir zuliebe über sich ergehen lassen würde. im gegenteil, wenn sie das beispielsweise ohne sich zu äußern tun würde (also eigentlich keinen bock hat und NICHT nein sagt) dann würde ich mich quasi bevormundet fühlen und wäre echt sauer.

BGodhraxn


Kompromisse? Du lässt ihn Dich nehmen, obwohl Du nicht willst? Liebe ist, wenn man(n) ein Nein akzeptiert.

J"ulGianex36


erstens: ja es kommt durchaus vor, dass ich sex mit ihm habe ohne es eigentlich zu wollen. - ist aber auch keine einbahnstraße...

zweitens: meißtens macht es mir letztlich dann ja doch spaß...

drittens: ein wirklich konseqentes "nein" wird ja akzeptiert - keine sorge...

aber ich sehe das die meinungen ziemlich auseinander gehen. mich wundert allerdings, dass hier gerade männer so "empört" sind...

h&a3mmexrhi


ist echt so, wenn ne frau mit mir sex hat, obwohl sie nicht will... da fühle ich mich klischeehaft behandelt. sie spricht mir dann ja quasi ab, ein nein zu akzeptieren. das ist defakto bevormundung und dann hängt auch irgendwas schief. dann fehlt vertrauen.

akfri


also bin ich die einzige die in ihrer beziehung bewußt kompromisse aus liebe zu meinem partner eingeht?

Nein, das macht hoffentlich jede/r Liebende. Aber worauf es ankommt in diesem Faden: es geht um Sex und den kann man durchaus auch ohne viel Lust haben. Klar, wenn ich nein sage, erwarte ich auch, dass das beachtet wird, aber nicht immer habe ich Bock auf die große Nummer, meine Frau will es aber besorgt haben. Dann lege ich mich halt drauf oder sie setzt sich auf mich und nimmt sich, was sie braucht. Umgekehrt genau so, sie macht dann halt kurz die Beine breit oder legt sich irgendwie anders hin, wie es mir passt und "lässt es geschehen". Ist ja üblicherweise schnell vorbei. Manchmal steigert sich dann die Geilheit beiderseits und es gibt dann doch noch "richtigen Sex", aber nicht immer. Immer aber freut sich der weniger geile Partner, dass der andere seinen Spass hat. Ich jedenfalls tue das und ich denke, wenn es meiner Frau nicht genauso ginge, würde sie das nicht so machen wollen.

Aber: wenn ich nicht will, oder sie nicht, dann beachten wir das nein des Partners. Meine o.g. Beispiele setzen eine gewisse Grundbereitschaft zum Beischlaf voraus, die aber nicht immer gegeben ist. Wenn sie es nicht ist, dann gilt also das nein und wird respektiert.

Mal ganz nebenbei, ich weiß dass es Nötigungen und Vergewaltigungen in der Ehe gibt, aber ich kann die Eheleute nicht verstehen, die nach dem ersten oder zweiten Mal noch in der Ehe verbleiben. Würde ich genötigt oder gar vergewaltigt, vielleicht noch gewaltsam unter Schlägen gezwungen, ich würde sofort meine Rama-Kartons packen und abhauen. Im Jahr 2010 muss sich keine Frau und kein Mann sowas antun.

Juliane36, Kompromisse sind OK, aber verbiege dich nicht bis zur Unkenntlichkeit. Wenn es seelisch schmerzt, ist eine Grenze überschritten.

Joutlianex36


um gottes willen - nein ich verbiege mich nicht und meiner seele geht es gut - sehr gut sogar... .

natürlich setzt es eine grundbereitschaft vorraus um mitzumachen, aber aus einer dämlichen laune herraus verweigere ich mich nicht. echte gründe = echtes nein = kein sex -- das ist klar und eine gewaltsache würde ganz sicher das ende der beziehung bedeuten.

trotzdem ist mir wirklich immer noch nicht klar was eine echte nötigung nach einem "nein" in einer funktionierenden beziehung ist... .

- wenn ich wiederholt verbal um sex gebeten werde? - sehe ich eher als lästig... .

- wenn mein mann mich ungefragt berührt? -- also bitte... - ist quatsch, weil ich ihn ja liebe... .

mir fällt echt nichts vernünftiges ein.

hyammerxhi


tja... worauf willst du dann eigentlich hinaus? ich sehe es ähnlich, wie viele vorposter, wenn ein partner in einer beziehung überhaupt in richtung nötigung "gehen muss" dann hängt bereits vieles schief. von nötigung spricht man ja in der regel, wenn jemand nicht-physisch oder zumindest nicht grob-körperlich zu irgendwas gedrängt wird.... das kann mit erpressung einhergehen oder massiv-wiederholtem drangsalieren, sowohl verbal als auch körperlich oder mit berrechnender überrumpelung...

nötigung ist eigentlich, wenn ich jemanden in eine zwangslage versetze um ihn/sie zu etwas zwinge was er/sie nicht will...

das beinhaltet schonmal an sich, dass nötigung eigentlich immer im auge des betrachters liegt. also, wodurch genau fühle ich mich genötigt. was entscheiden im zweifelsfall gericht?

lxieblings}maxus


Nötigung ist wenn man jemanden unter andorung/andwendung von Gewalt etwas aufzwingt. Oder wenn man dem anderen schlimmen konsequenzen androht um jmd. zu etwas zu bringen.

Und sowieso jede art von gewalt ist nötigung.

Einfach aufdringlich zu sein reicht nicht aus um es als nötigung zu bezeichnen.

l@ieb]lingxsmaus


ich finde man sollte auch aus einem eigenen unvermögen heraus nicht "nein" sagen zu können niemanden der nötigung bezichtigen.

Das so viele schwierigkeiten haben ihre bedürfnisse wahrzunehmen und durchzusetzen ist ein grosses Problem, an dem dringend gearbeitet werden sollte, für die gründe ist aber in den allermeisten fällen nicht der entsprechende Partner verantwortlich.

KruLrt


Ja, ein schwieriges Thema.

Ich weiß, dass meine Frau selten von alleine in Stimmung ist und auch nicht so leicht in Stimmung kommt, weil ihr ständig die alltäglichkeiten durch den Kopf gehen.

Und Zärtlichkeiten genießt sie zwar sehr, aber das ändert normalerweise nichts an ihrer Lust in sofern höre ich oft ein Nein (was aber die Zärtlichkeiten und auch intime, eindeutig sexuelle Berührungen nicht ausschließt)

Sie würde wohl gerne öfter "in Stimmung gebracht" werden, hat da auch eine leicht (sehr leicht) devote Ader, wünscht sich Führung sogar "Forderung" aber natürlich nichts gegen ihren Willen.

Mein Problem ist, das ich schon vom Nein und auch von ihrer absolut passiven Art (für mich wirkt es auch komplett lustlos sogar "angewiedert") das Gefühl habe, sie zu nötigen und dann kann ich einfach nicht weiter, obwohl sie oft genug das wünscht.

Und darum bitten oder gar betteln, dass sie dann eben "Lust vorgaugelt" um mich nicht abzuschrecken, geht gar nicht ... selbst wenn sie dann durch meine Lust / Leidenschaft mitgerissen würde und selber auch Lust bekommt.

Fazit: in dem Fall ist meine "gefühlte Grenze" für Nötigung wohl schon zu eng, enger als die meiner Frau, und das kann genauso "belastend" für eine Beziehung sein, wie der der Fall, dass die "gefühlte Grenze" für einen Partner "zu weit" gesteckt sind.

h^ammerxhi


@ Kurt :

das klingt dann aber eher nach nem kommunikationsproblem.

wenn ichs mal drastisch fromuliere : sie sagt nein und ist total lustlos und erwartet uu. trotzdem von dir daß du abschätzen kannst ob du sie vielleicht doch weiter zärtlich berührst?

da schwirrt mir der kopf...

r[osaC_SchäfNche<n


also bin ich die einzige die in ihrer beziehung bewußt kompromisse aus liebe zu meinem partner eingeht?

Also wenn ich nicht will, dann will ich nicht (wobei ich bei meinem Freund bisher immer wollte ;-) ). Ich möchte auch nicht, dass er irgendwas über sich ergehen lässt, nur, weil ich will. Da würd ich mich total scheiße fühlen und hätte da überhaupt nichts von.

Ich finde auch, dass sexuelle Nötigung dann ist, wenn der Partner einen anfasst/küsst etc., obwohl man nicht möchte und das auch deutlich gemacht hat. Nur, weil man zusammen ist hat man nicht das Recht, den Partner für seine Zwecke (Befriedigung) auszunutzen und ihm etwas aufzuwingen. Das muss sich auch niemand gefallen lassen.

Knurxt


das klingt dann aber eher nach nem kommunikationsproblem

ich weiß ja, dass sie mehr "dominiert" werden will, an der Kommunikation liegt es nicht, sondern daran, dass ich es einfach nicht kann, sobald ich das Gefühl habe ihr etwas "aufzuzwingen" was sie nicht will, selbst wenn es genau das wäre, was ihre Lust weckt.

Zärtlichkeiten mag sie immer aber das bringt sie eben nicht "in Stimmung", egal wie intim diese Zärtlichkeit ist, dazu sagt sie auch nicht nein ... eben nur mehr mag sie nicht

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