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@Männer: Sex nach Vergewaltigung

d~eadly9_Ksilexnce


@ DieNeue02

Ich bin gerade in einer ziemlich ähnlichen Situation, wie du. Nur bin ich schon mit meinem Freund zusammen und wir haben auch schon öfter miteinander geschlafen. Allerdings kann ich mich oft nicht fallen lassen, sei es im Bett oder ausserhalb.. Selbst einfachste Dinge fallen mir manchmal schwer und erscheinen mir unmöglich.. In anderen Momentan ist es für mich etwas ganz Normales, und ich kann mich auch fallen lassen, als wäre nie etwas gewesen.

Gesagt habe ich es ihm auch noch nicht. Ich weiss auch nicht, wie und wann. Er ist wirklich sehr einfühlsam, und selbst, wenn es im Bett mal ein Flashback bei mir gibt, und ich alles abbrechen muss und dann erst mal nicht mit ihm über irgendwas reden will.. Er hat es mir noch nie übel genommen.. Aber auch nie wirklich nachgefragt. Zwar fragte er "Was ist los?", oder so.. Aber mehr auch nicht.. Wenn ich nicht darüber reden wollte, hat er es akzeptiert und war dennoch super lieb zu mir..

Ich habe schon ein richtig schlechtes Gewissen, weil er sich wirklich Mühe gibt und ich ihn doch oft so abservieren muss.. Mhm..

h~amme<rhi


@ deadly_silence :

vielleicht solltest du für dich rausfinden was genau dich davon abhält mit ihm drüber zu reden. machst du dir sorgen, wegen seiner reaktion oder fällt es dir grundsätzlich schwer überhaupt darüber zu reden? drüber reden beinhaltet ja wohl auch immer, sich zwangsweise an das erlittene zu erinnern.

auch wenn dein freund es momentan noch ohne viel nachfragen akzeptiert, wenn du dich zeitweise zurückziehst, glaub mir... gedanken wird er sich sicherlich machen.

hast du überhaupt jemanden in deinem freundes- oder familienkreis dem du dich anvetrauen kannst (könntest/wolltest) oder bist du mit der situation zur zeit allein?

dJeadly_8silenxce


Ich denke, es ist von beidem etwas.. Ich weiss nicht, wie er reagieren würde, so lang kennen wir uns nocht nicht.. Sind auch noch nicht sooo lang zusammen. Allerdings kann ich mir nicht vorstellen, dass er mich deswegen verlassen würde, oder es die Beziehung kaputt machen könnte. Jedoch könnte ich mir gut vorstellen, dass er sich dann erst mal nicht mehr wirklich etwas traut.. Im Bezug auf Berührungen, usw.. Und das will ich auch nicht.

Mit jemandem darüber geredet hab ich noch nicht. Meine Thera hat es immer wieder mal versucht, anzusprechen, aber da war ich noch nicht bereit dazu, und mittlerweile mache ich auch keine Therapie mehr, da die Stunden abgelaufen sind.

Es ist immer schwer, über so etwas zu reden, aber wenn man es dann auch noch jemandem erzählen muss, den man (vielleicht) liebt.. Stell mir das unendlich schwer vor..

hOammerxhi


@ deadly_silence

hab dir ne pm geschickt

Mgavx89


im prinzip genauso, nur vllt weniger sexuell ofensiv (aka "wildes tier") wenns ums ersten mal geht..

Hab leider aber schon eine erfahrung mit einr solchen frau gemacht und muss sagen, dass wen sie drüber nicht hinweg ist.. Naja, also es war eine katastrophe, wenn sie ein echtes psychisches trauma hat kann man auch noch so lang mitm kopf gegen wand schlagen, es wird nicht klappen..

h{aImmershi


@ Mav89 :

Ich schiebe es mal auf die späte Uhrzeit Deines Postings und formuliers deswegen mal milde. Ich finde es ziemlich unpassend in diesem Zusammenhang von "solchen Frauen" zu reden.

Desweitern, wie definierst du "echtes psychisches Trauma"? Gibts auch "unechte"?

Und was auch immer du "mit dem Kopf gegen die Wand schlagen" meinen könntest... irgendwie will mir das nicht nach einem adäquaten Vorgehensweise klingen.

e,rReboxs


Es beinträchtigte nicht unsere Beziehung, als ich es erfuhr. Anfangs machte ich mir Sorgen, daß etwas sie triggern könnte - zumal wir BDSM-Sex haben. Da wir aber in Gesprächen klärten, daß bei dem, was ich veranstalte und was noch in meinem Kopf ist keine Triggergefahr bestünde, ist das im Bett kein Thema.

Nun zu Deiner Frage: Selbst wenn es im Bett ein Thema wäre, hätte ich damit kein Problem, weil ich grundsätzlich beim Sex aufmerksam bin. Wie hier schon erwähnt worden ist, dürfte es für die sensible XY-Chromosomen-Untergruppe die Sache erheblich erleichtern, wenn sie bescheid weiß. Und wer nicht gefestigt genug ist, damit umzugehen, wäre ohnehin der falsche Mann.

DtieNeuxe02


Ja, erebos, Du hast wirklich Recht: Wer mit dieser Sache nicht umgehen kann, der wäre für die Frau eh der falsche Partner! Diese Erfahrung habe ich nun auch schon mal gemacht und war froh, es schnell erkannt und keine Zeit länger mit ihm vergeudet zu haben.

Y-eaxH


Definitiv darüber reden, sonst weiß der Partner nicht warum man so schüchtern ist oder warum man auf einmal abbricht wenn man etwas macht...

Und ein Kriterium sollte das auch nicht sein :/

KKa?dhidyVa


Interessante Sache, den habe ich nur durch Zufall gefunden...

Mir passierte es, dass ich mit einem Mann praktisch zusammen war (wir sind beide immer sehr vorsichtig bis wir etwas als "Beziehung" bezeichnen), aber nachdem ich einen Flashback beim ersten Sex hatte (zu dem es dann nicht kam) wobei man sagen muss, man kann bestimmte Körperteile auch durchaus sensibler berühren, hat mich überrascht da der 10 Jahre lang teils intensive sexuelle Kontakte zu diversen Frauen hatte hat er mich nie wieder berühren oder küssen wollen und das ganze verlief dann im Sande...

Irgendwie stell ich mir das sehr schwierig vor, denn als Mann stellt man sich ja immer ganz schlimme Szenarien vor (dass die Frau Depressionen hat, grundsätzlich Angst vor Sex hat o.Ä.).

Ich hab daher beschlossen, wenn ich mal wieder einen Freund habe, einfach nur "schlechte Erfahrungen" zu sagen, wenn ich um besonders viel Rücksicht und Sanftheit bitte.

Das hat den Nachteil: vllt versteht er das nur herzensbrechermäßig, aber

das hat den Vorteil: wenn er mit dem Gedanken nicht umgehen kann, denkt er eben an eine rein emotionale geprägte Erfahrung, während er nen Gang zurückschaltet...

Oder haltet ihr das für eine schlechte Idee?

Wenn der Mann es verkraftet, fragt er ja nach,

wenn nicht, schaffe ich es eben, etwas Rücksicht und Vorsicht zu kommunizieren und lasse ihm ein Hintertürchen, damit er nicht paralysiert ist...

sekifn2sskiIn


Ich finde es auch wichtig, von anfang an offen zu sein. So könnte ich auch Rücksicht nehmen und weiss, warum sie vllt in der einen oder anderen Situation Hemmungen hat oder irgendwie unerwartet reagiert. Ich fände das sehr schön, auch mit ins vertrauen genommen zu werden.

Ncarraxs


Ich habe recht lange über das Thema nachgedacht und bin immer noch zu keinem wirklichen Entschluss gekommen, wie man damit umgehen sollte. Wahrscheinlich gibt es kein Patentrezept.

Ich hatte mal eine Affäre mit einer Frau, die mir, nachdem wir ein paar mal Sex hatten, auch ihre Vergangenheit erzählt hat, dass sie so etwas auch erfahren musste. In dem Moment hat mich das total geschockt und umgehauen, ich wusste nicht, wie ich reagieren soll. Obwohl ich schon Sex mit ihr hatte, war ich danach durchaus gehemmt...

Aus dieser Erfahrung kann ich sagen, dass Männer in so einer Situation leicht überfordert werden können und dann nicht wissen, wie sie sich verhalten sollen. Ich war dann auch sehr überfordert und wusste nicht, was machen... Es kann die sexuelle Spannung zerstören bzw die sexuelle Begierde des Mannes auf Null herunter fahren. Der Mann sieht dann nicht mehr die hübsche, sexuell begehrenswerte Frau, sondern nur noch das arme, bemitleidenswerte Opfer (krass ausgedrückt).

Besonders für die Frau ist es aber auch eine sehr schwere Situation, da sie evtl einen Flashback hat oder sonstwie "untypisch" reagiert. Sie wünscht sich wohl eine besonders sensible Behandlung durch den Mann, aber trotzdem Sex und Zärtlichkeiten.

Sie steckt also in einer Zwickmühle: Sagt sie es ihm, kann sie die sexuelle Spannung zwischen beiden zerstören und den Man in eine gehemmte Rolle drängen. Sagt sie es ihm nicht, ist er möglicherweise zu grob, unsensibel oder weiß nicht, wie er mit einer "komischen" Reaktion durch sie beim Sex umgehen soll.

Ich denke, einem emotional gefestigten Mann kann eine Frau das durchaus erzählen. Es wird ihn zwar schocken, aber ihm nicht den Boden unter den Beinen wegziehen. Er wird lernen, mit der Situation umzugehen.

Die Frau sollte es auf jeden Fall erzählen, wenn sie sehr unsicher ist, wie sie selber reagieren wird. Wenn sie also das Ganze noch nicht wirklich überwunden hat, und sehr viel Sicherheit braucht. Wenn sie will, dass er mit einem Flashback durch sie umgehen kann. Dann ist es besser, eventuell die sexuelle Spannung zu zerstören, als eine weitere unangenehme Erfahrung beim Sex zu machen.

Andererseits, wenn sie schon etwas gefestigter ist und besser mit der Situation umgehen kann, würde ich die Variante von Kadhidya empfehlen. Dem Mann also entweder erzählen, dass man einfach sehr viel Zärtlichkeit und Vorsicht braucht und auf grobes Anfassen oder hartes Anpacken beim Sex garnicht steht. Oder eben einfach nur nebulös "schlechte Erfahrungen" erwähnen und deshalb besondere Zärtlichkeit und Rücksicht verlangen.

Es kommt meiner Meinung nach auf die Partner an: Ist sie gefestigt genug, um keinen krassen Flashback zu erleiden, muss sie es ihm nicht unbedingt erzählen. Ist er emotional sehr gefestigt und kann was aushalten, kann sie es ihm relativ problemlos erzählen.

Ganz wichtig finde ich in dieser Situation, dass offen kommuniziert wird. Also dass die Frau sagt, was sie wünscht und erwartet. Wenn der Mann zu gehemmt ist, um sexuell aktiv zu werden, muss sie leider dann die Anweisungen übernehmen. Oder ihm zumindest sagen, was sie sich wünscht und hofft.

Ich muss sagen, je mehr ich mir Gedanken über dieses Thema mache, desto unsicherer werde ich mir, was ich raten soll. Ich denke, es gibt kein Patentrezept.

Z]allixtus


Wenn ein Vergewaltigungsopfer wieder körperliche Nähe sucht, wird ja irgend eine Art der Bewältigung schon stattgefunden haben.

Das soll natürlich nicht heissen, dass damit das Ereignis aus dem Gedächtnis getilgt ist, aber man kann eben damit Leben und lässt sich davon nichts mehr diktieren.

Persönlich würde ich es sogar als gewisse "Ehre" empfinden, so einer Person wieder Zärtlichkeit und Wonne zu geben und dem Akt wieder das Wort Liebe hinzugeben.

-Das sollte keine Samariteraussage sein, aber ich vermute schlichtweg mal, dass soetwas nicht unwichtig wäre, damit die Person wieder Genuss an Körperlichkeit findet.

Ein klärendes Gespräch wäre da aber unbedingt von Nöten. Immerhin handelt es sich dabei ja schon um eine extreme Erfahrung. Sie betrifft die Psyche und damit das Gefühlsleben.

GVürteltiexr32


@ TE

Ich würde auf jeden Fall weiterhin stabile, Geborgenheit gebende Beziehungen anstreben so wie du das ja heute auch machst. Es gibt ja auch Frauen, die werden dann promiskuitiv was die Verarbeitung nicht besser macht.

Und wenn man den richtigen Partner hat, Druck rausnehmen. Liebe soll die Grundlage der Beziehung sein, nicht Sex. Und wenn Sex, dann kommt er von allein als Ausdruck von Liebe.

Klar hat ein Mann seine Bedürfnisse. Aber wenn es der Richtige ist, dann stützt er Dich emotional ab, gibt Dir Halt und Geborgenheit und irgendwann öffnest Du Dich von allein und das Sexthema wird neu einfärbt. Dann steht es für Stabilität, Fallenlassen und Sicherheit und nicht mehr für etwas Schreckliches.

Es braucht halt den Richtigen, damit es heilt. Und es ist gut und richtig, von Anfang an ehrlich zu sein und nichts hinterm Berg zu halten. Lieber man selektiert schnell aus als sich an jemand festzuhalten, der einem doch nicht den Halt gibt den man bräuchte um sich irgendwann zu öffnen.

pKajarxo


Bin auf diesen Beitrag gestoßen, da ich in der selben Situation bin. Bei mir ist das Ganze passiert als ich 18 war und jetzt, 7 Jahre später, ist es leider noch immer ein Thema...

Auf eine Beziehung habe ich mich seither auch nicht mehr eingelassen- aus Angst, den Mann mit meiner Vergangenheit zu vertreiben. Ich muss auch dazusagen, dass ich seither auch nur noch einmal verliebt war und diesem Mann nichts gesagt habe, sondern einfach nur der Situation, ihm zu erklären, aus dem Weg gegangen bin und nur gesagt habe, dass wir uns besser nicht mehr sehen, weil ich gerade keine Beziehung eingehen könnte- meine Probleme hab ich aber nicht näher ausgeführt. Irgendwie konnte ich das einfach nicht... Wir hatten auch nicht miteinander geschlafen, weil ich generell viel Zeit brauche, bevor ich jemandem so vertraue, dass ich mit ihm schlafen kann. Auch vor der Vergewaltigung war das schon so.

Ein halbes Jahr nachdem ich alles beendet hatte (er hatte da auch schon seine aktuelle Freundin) habe ich ihm in einem Brief geschrieben, und habe ihm erklärt, was mit mir los war und hab mich für mein unfaires Verhalten entschuldigt und es hat mir einfach noch so weh getan, wie ich ihn behandelt hatte.

Ich glaube, er wäre nicht damit klargekommen, wenn ich es ihm damals gesagt hätte. Wir sehen uns zwar so gut wie gar nicht mehr, aber wenn man sich dann doch zufällig mal über den Weg läuft, verhält er sich sehr seltsam. Ich glaube, er weiß einfach nicht, wie er mit mir umgehen soll und seine damalige Antwort auf meinen Brief fiel auch lediglich so aus: "Sorry, dass ich mich erst jetzt melde. Ich denke, ich hab es verstanden und mag dich trotzdem noch".

Bis vor kurzem habe ich mich noch mit einem Mann, der zusammen mit mir studiert, getroffen. Über ein halbes Jahr ging das und wir kennen uns auch schon seit 3 Jahren. Er hatte sich von Anfang an sehr viel Mühe gegeben und in den drei Jahren nie aufgegeben, mich nach einem Treffen zu fragen. Ich hatte immer abgelehnt, bin ausgewichen usw... Ich fand ihn zwar auch schon immer sehr anziehend, attraktiv und sympathisch, hatte aber auch sehr, sehr große Angst davor, wie das Ganze weitergehen würde- von seiner Seite war definitiv großes Interesse da und mich hat das alles etwas überfordert. Sonst bin ich immer jeder Annäherung und jedem Mann, der mehr als freundschaftliches Interesse an mir hatte, aus dem Weg gegangen, hab mich mit keinem getroffen und mich auf gar nichts eingelassen. Irgendwann hab ich mir dann doch einen Ruck gegeben, weil ich gemerkt habe, dass ich ihn sehr mag und das halbe Jahr, in dem wir uns getroffen haben, war auch total schön. Nur bin ich jeder Berührung und Annäherung ausgewichen. Er hat das nicht angesprochen, ich hab das nicht angesprochen und wir haben uns einfach weiter getroffen, haben stundenlang geredet, waren spazieren usw... Und ich hab die Zeit total genossen, weil ich ihn so erstmal besser kennenlernen konnte (meine anfängliche Angst, er könnte ein ziemlicher Aufreißer sein, hat sich zumindest bei mir nicht bestätigt und das hat mir ein bisschen Sicherheit gegeben). Irgendwann hab ich ihm geschrieben (das fällt mir viel leichter als reden), dass mir mein distanziertes Verhalten total leid tut und dass das nichts mit ihm zu tun hätte, ich mir aber sehr schwer damit tue, zuzulassen, dass ein Mann mich kennenlernen kann. Er meinte, ich solle mir keine Gedanken machen, er hätte Geduld und sei mir auch nicht böse.

Anstatt einfach alles mal langsam auf mich zukommen zu lassen, hab ich mich leider ziemlich unter Druck gesetzt, dachte nach jedem Treffen, dass jetzt so langsam endlich mal was laufen müsse oder zumindest eine gewisse Annäherung stattfinden müsse (was ich mir auch gewünscht habe), nur war ich total blockiert. Ich hatte so große Angst vor der Situation, dass wir uns näher kommen und dass ich dann total überfordert bin und ihm erklären muss, warum das so ist und dass dann sowieso alles aus ist. Ich setz mich leider viel zu sehr unter Druck bei dem Thema und mache dadurch alles kaputt...

Irgendwann habe ich ihm geschrieben, dass wir uns besser nicht mehr sehen. Hab ein bisschen erklärt, dass ich grad nicht so recht Gefühle zulassen kann, viel zu verschlossen wäre usw. Er fand es sehr schade, dass wir uns nicht mehr sehen, meinte jedoch, dass er das wohl akzeptieren müsse und hofft, dass wir in Kontakt bleiben, denn wer weiß, vielleicht hätten wir irgendwann nochmal eine Chance und er würde mich sehr mögen.

Ich habe ihm dann nach ein paar Wochen in einer Mail geschrieben, was mein eigentliches Problem ist und dass ich total viel Angst davor hatte, dass er mich nicht mehr will, wenn er weiß, dass ich vergewaltigt wurde, dass ich Angst davor hatte, dass er nicht weiß, wie er mit mir umgehen soll, dass ich Angst davor hatte, dass ihm mit mir alles zu langsam geht usw. Hab ihm auch geschrieben, dass ich seit der Vergewaltigung auch mit keinem mehr geschlafen habe und es seither auch einfach gar nicht mehr gewohnt bin, dass mir ein Mann näher kommt und da sehr, sehr unsicher bin.

Ich wollte einfach, dass er weiß, dass er nichts falsch gemacht hat, dass ich ihn total mag, dass ich es toll fand, wie er mit mir umgegangen ist, dass ich nur einfach Angst habe... Dass ich zwar keine Angst vor ihm hatte, aber vor der Situation ihm zu sagen, was mit mir los ist und warum ich jeder Annäherung ausweiche...

Seine Reaktion darauf fiel so aus, dass er meinte, er hätte sehr viel Verständnis dafür, ich solle mir keine Sorgen machen und er sei recht unkompliziert. Nur habe ich gemerkt, dass seine Worte und seine Taten sich einfach nicht gedeckt haben. Ab dem Zeitpunkt hat er mir nicht mehr wirklich geantwortet, wenn ich gefragt habe, ob wir uns sehen. Er war "total im Stress", hatte keine Zeit mehr, hat zwar ab und zu gefragt, wie es mir geht, aber irgendwie war alles einfach ganz, ganz anders als davor... Ich hatte mal versucht, am Telefon über dieses Thema zu reden, aber kaum ein Wort rausbekommen, dann habe ich ihm eben wieder geschrieben, dass ich es akzeptiere, wenn er sich mit mir nicht mehr treffen will, aber dass er mir das bitte sagen soll, damit ich damit abschließen kann. Eine Antwort hab ich erst Wochen später bekommen, aber er ist überhaupt nicht darauf eingegangen, ob er mich noch sehen will oder nicht und meinte nur, er wusste nicht so recht, wie er mir antworten sollte und würde sich auch freuen "wenn man sich mal wieder sehen würde". So distanziert habe ich ihn noch nie erlebt und das hat mir einfach auch gezeigt, dass er wohl auch nicht damit umgehen kann. Vielleicht erwarte ich einfach auch viel zu viel... Seither sehen wir uns immer mal wieder in der Uni, sagen "Hallo" und das war's auch schon. Ich merke total, wie unwohl er sich fühlt und das tut mir einfach unglaublich weh... Auf einer Party kam er betrunken mal zu mir und meinte, dass er sich freuen würde, mich zu sehen, dass ihm alles sehr leid täte und dass er mir mal noch ausführlich antworten will... Ich werde das Gefühl nicht los, dass er das alles nur aus Pflichtbewusstsein und Mitleid gesagt hat und dass er einfach nur froh wäre, wir würden uns gar nicht mehr sehen... Ich weiß einfach nicht, wie ich damit umgehen soll und aus ihm bekommt man auch nichts raus. Ich glaube nicht, dass ich ihm egal bin, aber ich glaube, er kann sich das mit mir seither nicht mehr vorstellen, will mich aber auch nicht verletzen und kann mir das so auch nicht sagen. Deswegen geht er auf Distanz...

Manchmal denk ich mir: "Gut, dann passt er nicht zu mir, wenn er nicht damit umgehen kann", aber dann macht es mich auch so unglaublich traurig und ich wäre froh, ich hätte nie was gesagt... Ich weiß schon, dass es spätestens wenn wir uns näher gekommen wären, vielleicht schwierig für mich geworden wäre und dass es Quatsch ist, da dann nichts zu sagen, aber seine Reakton hat mich total verunsichert und ich weiß absolut nicht, was ich machen soll, wenn ich wieder in der Situation bin, dass mir ein Mann wichtig ist...

Ich weiß, dass es auch nichts bringt, sich zu verstellen und zu schweigen, wenn reden wichtig wäre, aber ich will auch nicht nur noch als Opfer und bemitleidenswert angesehen werden und das Gefühl hat er mir vermittelt...

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