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@Männer: Sex nach Vergewaltigung

Szieg[erixn


@ pajaro

dein Post hat mich sehr berührt und ich finde es extrem traurig, dass dein Vergewaltiger noch Jahre später über dich und deine Sexualität noch soviel Macht hat. Ich kann dich aber sehr gut verstehen.

Ich wurde auch vergewaltigt und es hat Jahre gedauert bis ich Intimität mit einem Mann endlich wieder richtig lustvoll genießen konnte. Aber ich habe ihm von der Vergewaltigung nichts erzählt. Von seiner ganzen Art war er ein ruhiger und geduldiger Mensch. Und keinen Augenblick des sexuellen Beisammenseins hätte ich mit meinem schlimmen Erlebnis vergleichen können.

Die Vergewaltigung war ein Gewaltakt der mich demütigen und mir Schmerz zufügen sollte. Ich sehe es als reinen Zufall, dass der Penis dieses Mannes dabei als "Waffe" benutzt wurde.

Ich bin schon etwas älter, aber ich habe bis auf ein Mal keinem meiner Partner davon erzählt. Ganz einfach, weil ich sie damit nicht belasten möchte und weil ich meine Sexualität von zärtlichem Kuschelsex bis zu "härteren" Varianten frei ausleben möchte, ohne dass irgendeine "Opfer-Phantasie" meinen Partner belastet.

Ich kann mich bein Sex ganz gut "gehen lassen" im positiven Sinne, es gelingt mir jedoch nur schwer bis gar nicht, Kontrolle abzugeben. Ich bin die Wache, die Agierende, die Bestimmende auch wenn es sexuelle praktiken sind, die auf den ersten Blick eher devot wirken.

Ich bin mir sehr sicher, dass es für mich richtig war und auch weiterhin ist, dass ich diesem negativen Erlebnis so gut wie irgend möglich "die Bedeutung" in meinem Leben genommen habe indem ich es nicht thematisiere.

Ich finde Sch**** wird nicht besser, wenn ich darin rühre und auch andere Leute damit beschmiere.

Ich an deiner Stelle würde das mit der Vergewaltigung mit mir abmachen, evtl in einer Therapie, aber einen geliebten Menschen würde ich damit nicht belasten.

Hab bitte keine Angst vor sexuellen Erfahrungen. Erotische Nähezu einem geliebten Menschen kann so wunderschön sein.

Kannst du denn Umarmungen, Händchenhalten, Küssen und andere Zärtlichkeiten außer Sex zulassen?

:)* :)* :)*

u'hux2


ich finde es extrem traurig, dass dein Vergewaltiger noch Jahre später über dich und deine Sexualität noch soviel Macht hat.

Ich bin mir sehr sicher, dass es für mich richtig war und auch weiterhin ist, dass ich diesem negativen Erlebnis so gut wie irgend möglich "die Bedeutung" in meinem Leben genommen habe indem ich es nicht thematisiere.

Ich halte das für einen sehr entscheidenden Gedanken, dass die Frau nach so einem Erlebnis versucht, die Ohnmacht zu überwinden, die Kontrolle über ihr Leben zurück zu erlangen, die ihr genommen wurde. Nach dem Motto: "Ich lass mich nicht ewig von dem A**** runterziehen."

Wie der Weg dahin aussieht, dass mag von Frau zu Frau verschieden sein. Siegerin fährt offenkundig gut damit, darüber nicht zu reden. Es kann aber ganauso gut auch andersrum sein, dass eine darüber Befreiung erlangt, indem sie darüber redet, eine Sprache für das Unsagbare findet.

pHajxaro


@ Siegerin:

Es tut mir sehr leid, dass dir das auch passiert ist! Du hast deinen Namen eindeutig verdient. Ich finde es unglaublich bewundernswert, wie du es geschafft hast, da zu stehen, wo du jetzt stehst, und kannst sehr stolz auf sich sein! Ich bewundere dich und ich wünsche mir, dass es mir eines Tages auch mal so gehen wird.

Danke für deinen lieben Beitrag! Ich kann Zärtlichkeiten schon genießen, aber Sex ist schwierig... Ich merke, dass ich durch meine ganze Nachdenkerei auch viel kaputt mache... Anstatt einfach den Moment zu genießen und zu genießen, dass ich Zärtlichkeiten abgesehen von Sex zulassen kann, stelle ich mir zu dem Zeitpunkt schon die Frage: "Wie soll das alles weitergehen?" Ich hab einfach immer im Hinterkopf, dass wahrscheinlich kaum ein Mann Lust darauf hat, dass es so langsam geht, dass kaum ein Mann erstmal auf Sex verzichten will usw...

Es ist schon recht lange her, dass ich die letzten Zärtlichkeiten zugelassen habe, weil für mich eben wichtig ist, dass auch Gefühle mit im Spiel sind und ich min einfach kein Mensch, der sich schnell und oft verliebt- das war ich noch nie.

Ich hab das Gefühl, dass ich immer verschlossener werde, weil ich mich jeder Annäherung entziehe (mit dem Mann, mit dem ich mich jetzt aktuell getroffen habe, hat außer Händchenhalten nichts stattgefunden).

Ich hatte zwar schon das Bedürfnis danach, ihm zumindest langsam näher zu kommen, aber gleichzeitig waren da eben wieder diese Gedanken, dass es ihm zu langsam gehen wird und diese Gedanken blockieren mich total und dann geht einfach gar nichts mehr. Ich bin so unsicher...

Wahrscheinlich war es ein Fehler, mich seit der Vergewaltigung auf nichts mehr einzulassen, aber ich war auch davor schon recht zurückhaltend und habe viel Zeit und Vertrauen gebraucht. Aber ich merke einfach auch, dass ich so immer verschlossener werde.

Auf der einen Seite hatte ich das Gefühl, dass es mich befreit hat, dem Mann, mit dem ich mich getroffen hatte, zu sagen, was mit mir los ist, weil ich den Gedanken, dass er denkt, meine Abweisung und Distanziertheit hätten mit ihm zu tun, nicht ertragen habe... Er hat mich so respektvoll und gut behandelt, hatte so viel Geduld und es hat mir ziemlich weh getan, ihn abzuweisen...

Aber auf der anderen Seite denke ich oft auch, dass ich lieber einfach nichts hätte sagen sollen, denn ich merke ja, dass er scheinbar nicht damit klarkommt. Ich will ihn dafür nicht verurteilen und weiß selbst nicht, wie ich reagieren würde, wenn ich in seiner Situation wäre, aber es verletzt mich trotzdem. Bei dem letzten Mann, der mir wichtig war, war es so, dass ich zwar nicht mit ihm geschlafen hatte, aber wir sind uns schon näher gekommen und irgendwann war mir alles zu viel und mir sind die Tränen gekommen, gesagt und erklärt habe ich aber nichts.

Deswegen dachte ich, dass es bei dem aktuellen Mann vielleicht besser wäre, er wüsste Bescheid und wüsste, dass er gar nichts falsch macht.

Ich denke, ich muss die Sache für mich irgendwie einfach abhaken, denn ich will ihn mit Fragen danach, ob wir uns noch sehen oder ob er sich das nicht mehr vorstellen kann, nicht unter Druck setzen oder nerven. Es tut mir nur einfach so weh und es fällt mir schwer zu akzeptieren, dass es das jetzt wohl war... Wie gesagt kommt es bei mir einfach so selten vor, dass ich mal Gefühlefür einen Mann habe, die über freundschaftliche Gefühle hinausgehen, aber ich möchte auch niemanden belasten... Weiß auch nicht, ob ich ihn nochmal darauf ansprechen soll oder einfach nur in Ruhe lassen soll...

Ich weiß nicht, was für mich in Zukunft am besten wäre... Reden oder nicht reden. So lange ich mir mit Sex noch so schwertue, sollte ich es vielleicht einfach lassen, mich mit einem Mann zu treffen... Ich weiß es nicht und bin bei dem Thema völlig überfragt.

Vielleicht spielt es bei mir noch eine Rolle, dass der Vergewaltigung viel Gewalt vorausgegangen ist und dass die Männer mir gedroht haben, dass sie mich umbringen, wenn ich nicht aufhöre, mich zu wehren und mich mit einem Messer bedroht, geschlagen, mit Zigaretten verbrannt und fast erwürgt haben. Sie haben auch immer wieder zu mir gesagt, dass sie mich umbringen, wenn ich mir nicht mehr Mühe gebe. Vielleicht ist das deswegen noch so in meinem Kopf verankert, dass ich mit körperlicher Nähe irgendwie verbinde, dass ich das alles "gut" machen muss... Ich weiß, dass ich mich nicht so unter Druck setzen darf, aber bisher schaffe ich es noch nicht, das abzustellen.

Außerdem fand drei Jahre nach der Vergewaltigung nochmals ein sexueller Übergriff seitens des Freundes meiner ehemals besten Freundin statt. Aber ich konnte mich wehren, trotzdem hat es mich sehr belastet.

@ uhu2:

Danke auch für deinen Beitrag!

Du hast Recht, wenn du sagst, dass es wichtig ist, zu versuchen, die Ohnmacht zu überwinden.

Ich würde sagen, dass ich mit meinem Leben soweit wieder gut klarkomme. Ich hab Spaß daran, bin viel unterwegs, hab keine Angst mehr, wenn ich alleine unterwegs bin, bin ein fröhlicher, optimistischer und sehr kontaktfreudiger Mensch. Mein Leben ist schön und ich genieße es und wenn man mich sieht und erlebt, würde wohl keiner auf die Idee kommen, dass mir mal so etwas passiert ist.

Das Einzige, was mir nch wie vor extrem Schwierigkeiten bereitet, ist es, gegenüber einem Mann, der mehr als nur freundschaftlich an mir interessiert ist, Nähe zuzulassen.

Ich merke oft, dass ich kein Problem damit habe, mit Männern, mit denen ich nur befreundet bin, und die eine Freundin haben, normal umzugehen. Da bin ich auch locker und nicht so verschlossen wie bei Männern, bei denen es eben über freundschaftliches Interesse hinausgeht.

Aber ich will es schaffen, dass auch das irgendwann kein Problem mehr für mich sein wird. Muss nur irgendwie einfach akzeptieren, dass es mit dem aktuellen Mann wohl nichts wird und das fällt mir einfach sehr schwer.

Wie vorhin bereits ertwähnt: Reden oder schweigen- ich weiß nicht, was in meiner Situation besser ist und besser gewesen wäre...

w~olfjsteTpxpen


Hallo Pajaro,

Deine Vorgeschichte ist natürlich einfach nur bitter und all Deine Ängste und Zweifel nur zu verständlich.

ABER:

Du hast dem Mann, den Du kennengelernt hast, irgendwann davon erzählt. Ich finde, dass hast Du richtig gemacht. Ihr habt Euch sehr oft über einen langen Zeitraum getroffen und wart vertraut miteinander.

Du vermutest jetzt aber, dass seine Distanziertheit daher rührt.

Das muss doch überhaupt nicht der Grund sein. Er war immer verständnisvoll, hat Dich nie gedrängt, hat Dir und Euch Zeit gegeben.

DU hast ihm aber den "Laufpass" gegeben, ohne dass er den wahren Grund wusste. Einige Wochen später hat er dann die Wahrheit per Mail erfahren.

Es gibt jetzt viele Gründe, warum er kein Interesse mehr hat und das muß beileibe nicht der sein, dass er mit Deiner Vorgeschichte nicht klar kam. Dafür scheint er mir gar nicht der Typ zu sein.

Grund könnte sein, dass Du ihm Deine Geschichte nicht einfach vorher erzählt hast. Du hast es beendet ohne ihm überhaupt eine Chance zu geben, damit klarzukommen. Das würde mich jetzt auch abhalten.

Oder. Vielleicht hat er ganz einfach jemanden kennengelernt. Das wäre der simpelste Grund.

Deshalb: Wenn Du wieder jemanden kennenlernst, ihr Euch einen so langen Zeitraum kennt und Du ein gutes Gefühl hast und ihm vertraust -> dann erzähle es auch. Es gehört zu Dir und wenn Dich ein Mann liebt oder auf dem Weg dahin ist, dann wird er Dir helfen, Vertrauen zu gewinnen und NÄhe zuzulassen.

Viel Glück dafür

p5ajarxo


@ wolfsteppen:

danke für deine Antwort.

Ja, das stimmt, es muss nicht sein, dass seine Distanziertheit damit zu tun hat und ich weiß auch, dass es unfair war, ihm so lange nichts zu sagen und das habe ich ihm auch geschrieben. Ich hatte einfach sehr, sehr große Angst davor.

Wenn es so ist, dass er einfach nicht mehr will, weil ich ihm den "Laufpass" gegeben habe,ihm "zu spät" davon erzählt bzw. geschrieben habe oder weil er jemanden kennengelernt hat, dann verstehe ich nicht, warum er mir das nicht einfach sagt...

Aber ich bin die Letzte, die irgendwelche Ansprüche stellen kann, ich hab ja auch ewig nichts gesagt...

fvorevver69


@ pajaro

Liebe pajaro,

erst einmal möchte ich dir von ganzem Herzen mein Mitgefühl zum Ausdruck bringen und dir ganz, ganz viel Kraft für die Zukunft wünschen.

Meine Frau ist als Jugendliche Opfer von mehrfachem sexuellem Missbrauch geworden. Als ich sie kennenlernte, hat sie mir hiervon zunächst nichts erzählt. Erst fast 10 Jahre später, nach der Geburt unseres Kindes, kam es dazu, dass sie sich mir gegenüber offenbarte. Auch heute, 15 Jahre später, ist der Missbrauch immer noch ein Thema.

Zu Anfang unserer Beziehung spielte die Sexualität keine übergeordnete Rolle. Bereits damals bemerkte ich teilweise Reaktionen an ihr, die mich schon verwundert haben – sie schreckte bei bestimmten Berührungen zurück. Als "junger" Mann anfang der 20er habe ich mir hierüber jedoch keine weiteren Gedanken gemacht. Sie ist eine absolut liebenswerte Frau und wir haben sehr schöne Zeiten miteinander verbracht.

Jedoch bin ich mir sicher, hätte ich zu diesem Zeitpunkt bereits von diesem Missbrauch gewusst, ich weiss nicht wie ich damit hätte umgehen sollen. Wahrscheinlich wäre es tatsächlich zur Trennung gekommen und hätte vielleicht ähnlich reagiert wie die Männer die du kennengelernt hast.

Nach der Geburt unseres Kindes kamen dann Flashbacks. Meine Frau zog sich jedoch nicht zurück sondern fiel in eine extreme sexuelle Freizügigkeit. Hiervon war ich dann nach 10 Jahresn sexuellem "Alltag" dann völlig überfordert.

Allerdings war dies erstmals der Anlass über unsere Sexualität grundlegend miteinander zu sprechen. Dabei kam dann auch das Thema sexueller Missbrauch zur Rede. Da hat sie mir dann auch von ihrem Missbrauch berichtet.

Mit Anfang 30, verbunden durch Kind und Haus, verläßt man seinen Partner nicht mehr so ohne weiteres. Also haben wir miteinander geredet. Sicherlich war ich schokiert, auch wenn ich grundsätzlich vielleicht so etwas wie eine Vorahnung hatte. Andererseit war es auch ein Befreiung, jetzt konnten wir endlich anfangen miteinander zu reden. Dabei übernehme ich allerdings meist den Part des Zuhörers, insbesondere dränge ich sie niemals dazu, über die Einzelheiten der Taten zu berichten. So ergibt sich erst im Laufe der Jahre aus den einzelnen Puzzleteilen ein Bild. Inzwischen bin ich meiner Frau für ihre Offenheit sehr, sehr dankbar.

Leider, leider befürchte ich, dass viele Männer mit deinen schrecklichen Erlebnissen nicht umgehen können. Insofern muss ich dem Beitrag von Siegerin zustimmen. Über die Tat zu sprechen halte ich allerdings schon für sinnvoll. Du hast ja bereits damit angefangen. Lass dir Zeit auf deinem weiteren Lebensweg.

Ich wünsche dir aber trotzdem, dass du doch noch einen Partner findest, mit dem du auch über deine Vergangenheit offen reden kannst.

sgenysibYelmJaxn


Leider, leider befürchte ich, dass viele Männer mit deinen schrecklichen Erlebnissen nicht umgehen können.

Ich vermute, dass diese Männer, die damit nicht umgehen können, auch ungeeignete Partner wären.

IQl RSaga4zzo


Deine Geschichte, Pajaro, berührt mich sehr. Ich finde es ganz fürchterlich schlimm, dass Opfer eines sexuellen Missbrauchs so lange darunter leiden, es manchmal nie ganz los werden. Ich schreibe hier nur selten Beiträge. Ich tue es jetzt, weil einige geschrieben haben, du solltest es nicht offenbaren. Ich bin nämlich auf Grund der Erfahrung, die ich als männlicher Partner gemacht habe, anderer Meinung. Ich will nicht sagen, dass es nur so, wie ich es erlebt habe, richtig ist. Aber es k a n n richtig sein, das hängt von individuellen Faktoren ab.

Zunächst: Du bist so sehr und so nachhaltig verletzt worden, dass du tatsächlich überlegen solltest, Hilfe in Anspruch zu nehmen; sei es in Form einer Therapie oder eines Gesprächskreises von Betroffenen. Ich denke, dass es dir helfen würde zu erfahren, dass andere genau die gleichen Probleme haben und wie sie sie - hoffentlich - in den Griff bekommen haben.

Ich hatte früher einmal eine Freundin, die mit 18 Jahren sexuell missbraucht wurde. Als ich sie kennenlernte, war sie 23. Sie erzählte es mir, nachdem wir eine Weile zusammen waren, auch schon zaghaft miteinander geschlafen hatten, aber ziemlich am Anfang.

Ich denke es ist klar, dass du mit dieser traumatisierenden Erfahrung in ganz besonderem Maße empfindsam, sicher auch ängstlich und auf Vertrauen angewiesen bist. Ich möchte nicht garstig sagen, dass ein Mann, der damit nicht umgehen kann, es nicht wert ist. Es kann nicht jeder damit umgehen, nicht jeder hat so ein Einfühlungsvermögen. Manche Männer werden vielleicht einfach unsicher sein, wie sie auf dich eingehen können. Aber ich bin ganz sicher, dass es den passenden verständnisvollen Mann gibt. Und nicht nur einen. Ganz sicher.

Ich würde es einem Mann, zu dem du meinst, Vertrauen aufbauen zu können, nicht gleich bei einer der ersten Verabredungen ins Gesicht sagen, so dass es den Eindruck erweckt, als sei es ein dich beherrschendes, unüberwindbares Hindernis. Und du musst dich natürlich nicht gleich seelisch entblößen. Aber ich denke, dass du es ihm sagen solltest, wenn der richtige Zeitpunkt gekommen ist. Wann der gekommen ist, musst du spüren, dafür gibt es sicher kein Rezept. Du wirst den Mann aber nicht abschrecken. Schuldgefühle, die ja Opfer oft quälen, sollst du ja gerade nicht haben und darfst du auch nicht haben!

Warum ich meine, dass du es ihm anvertrauen solltest: Zum einen willst du ja nicht, dass du dich noch einmal von einem Mann abwendest, weil du Angst hast, dass es zu Annäherungen kommt - die du dir ja auch wünschst, wie du schreibst. Wenn der Mann eine ungefähre Ahnung hat, warum du mehr Zeit brauchst, kannst du die weitere Entwicklung so steuern, wie es für dich gut ist. Wenn er dich liebt und ein verständnisvoller Mann ist, wird er die Geduld aufbringen. Um die Einfühlsamkeit aufzubringen, muss er es aber ungefähr wissen. Für Einzelheiten ist noch Zeit, wenn das Vertrauen groß genug ist und wenn eure Beziehung diese Einzelheiten verträgt. Am Anfang reicht die Mitteilung: "Ich habe schlimme Erfahrungen gemacht und brauche ein wenig mehr Zeit und Vertrauen. Aber ich will dich und eine normale Liebe mit dir!" Zum anderen ist es für ihn natürlich sehr wichtig zu wissen, dass du sensibler reagierst in Momenten und Situationen, in denen er sonst vielleicht nicht damit rechnen würde. Wenn eine Frau zu bestimmten sexuellen Handlungen oder Stellungen gezwungen wurde, werden die ganz sicher erst einmal Tabuzone sein. Das ist genau so, wie man jemanden ganz unbeabsichtigt durch verbale Äußerungen verletzen kann, wenn man seine Lebensgeschichte nicht kennt.

Erst nachdem ich von meiner damaligen Freundin erfahren hatte, was sie erlitten hatte, war für mich völlig klar, warum sie in bestimmten Nähesituationen dazu neigte, ängstlich, unfrei und ablehnend zu sein. Sie sagte es mir erst, als ich sie darauf behutsam ansprach. Ich wäre nie von allein darauf gekommen, denn sie war ansonsten auch aufgeschlossen und eher extrovertiert. Danach konnte ich mich darauf einstellen. Für sie war es befreiend, weil sie mir nichts erklären musste. Die Lösung war recht einfach: Ich überließ ihr das Handeln, sie bestimmte, was sie in dem betreffenden Moment wollte und was nicht. Das gab ihr sehr viel Sicherheit. Ihre unterschwellige Angst, dass ich aus bloßer Leidenschaft zu ihr zu aktiv sein und Erinnerungen an ihre Opferrolle wecken könnte, war vorbei. Und so wurde sie immer freier und unbeschwerter. Die Erfahrung war leider nie ganz ausgelöscht. Aber sie hat ein normales Sexualleben führen und Sex sehr genießen können.

Bitte sei nicht ängstlich, sondern mutig und trotzig, damit du deinen Verletzungen, die dir zugefügt wurden, ein Ende machst. Ich wünsche dir alles erdenklich Gute!

s,e|nsizbelmxan


Es kann nicht jeder damit umgehen, nicht jeder hat so ein Einfühlungsvermögen.

Ich halte es für eine nicht geringe seelische Belastung, wenn man ständig aufpassen muss, um eine wesentliche Information über das eigene Leben verborgen halten zu müssen, insbesondere, wenn in der Folge besonderer erlebter Ereignisse bestimmte auffällige Verhaltensweisen auftreten.

Ich glaube, es ist eher zermürbend für einen Menschen, wenn man über eine Sache schweigen muss, über die man eigentlich gerne reden würde, um Verständnis für bestimmtes Verhalten zu erlangen. Gerade deswegen halte ich derartige Partner für ungeeignet, die mit derartigen Situationen nicht umgehen können. Was, wenn das ganze eher zufällig bekannt wird? Das wäre Bauen der Beziehung auf Sand.

p*ajmaro


@ forever69:

Vieken Dank für deine Antwort und deine lieben Wünsche.

Es tut mir sehr leid, was deiner Frau passiert ist. Vergessen kann man so etwas wohl nie, aber ich hoffe, dass sie mittlerweile damit "klarkommt"- so gut das eben geht...

Das ist toll, dass ihr nach all den Jahren reden konntet und dass es einer art Befreiung gleichgekommen ist... Das Gefühl habe ich ja jetzt nach einem halben Jahr treffen schon, dass es mich befreit hat, gesagt zu haben, warum ich mich so abweisend, distanziert und zurückhaltend verhalten habe... Ich will nicht wissen, wie das für deine Frau die ganzen 10 Jahre gewesen sein muss...

Es hilft mir auch sehr, zu lesen, wie Betroffene damit umgehen und umgegangen sind.

Du schreibst, dass du wohl nicht gewusst hättest, wie du damit hättest umgehen sollen, wenn deine Frau dir zu Beginn eurer Beziehung gesagt hätte, was ihr passiert ist. Das kann ich verstehen. Ich will auch absolut kein Urteil fällen, weil eben nun mal jeder Mensch anders ist und ich selbst auch nicht weiß, wie ich in so einer Situaion reagieren würde.

Ich kann verstehen, dass das eine sehr große Belastung ist, wenn man so etwas vom anderen weiß, aber es ist eben gleichzeitig für denjenigen, der sich dem anderen anvertraut hat, auch unglaublich verletzend, wenn er merkt, dass der Partner/ angehende Partner damit nicht umgehen kann und sich entfernt oder einfach nicht mehr meldet.

Für beide Seiten ist das einfach so ungaublich schwer...

Ich bin immer der Meinung, dass man nichts machen sollte, was man nicht will und womit man sich nicht wohlfühlt und ich sage mir auch immer wieder, dass ich versuchen will, es dem Mann, um den es jetzt bei mir geht, nicht überl zu nehmen, dass er scheinbar nicht mit mir und der Tatsache, dass ich vergewaltigt wurde, umgehen kann oder sonst einfach nicht mehr will und sich sichtlich unwohl in meiner Nähe fühlt. Also macht es auch keinen Sinn, das weiter fortzusetzen und ich will ihn auch nicht unter Druck setzen und würde auch nie wollen, dass er sich nur noch aus Pflichtbewusstsein oder Mitleid bei mir meldet.

Trotzdem enttäuscht und verletzt es mich sehr und ich weiß einfach nicht, wie ich damit umgehen soll.

Ich glaube auch, dass viele Männer nicht mit solchen Erlebnissen umgehen können- vielleicht liegt das zum Teil auch am Alter und wäre nicht mehr so schwierig, wenn es um einen Mann gehen würde, der vielleicht einfach auch etwas älter und reifer ist. Keine Ahnung.

Wenn ich manchmal so mitbekomme, wie negativ manche Leute über ihre Beziehungen reden, dann macht mir das alles noch mehr Angst... Da denke ich mir dann immer: "Und wenn ich mal wieder eine Beziehung habe, denkt mein Freund dann auch so über mich und wäre froh, er hätte einfach eine "bessere" und einfachere Beziehung?

Ich weiß, dass ich mir viel zu viele Gedanken mache und dass ich nicht weiß, wie es in einer Beziehung sein wird, wenn ich mich immer in mein Schneckenhaus zurückziehe und nichts zulasse... Nur bin ich einfach so unglaublich unsicher und diese Unsicherheit- auch jetzt, weil ich das mit der Vergewaltigung angesprochen habe und seine Reaktion so seltsam war- entmutigt mich ziemlich und lässt mich verzweifeln...

Ich hoffe auch sehr, dass es einen Mann geben wird, der mit mir und meiner Vergangenheit umgehen kann ohne dass ich das Gefühl habe, er würde mich mit anderen Augen sehen oder mich deswegen nicht mehr wollen.

Ich wünsche dir und deiner Frau auch alles Liebe und viel Kraft und Durchhaltevermögen! Finde es toll, dass ihr das alles zusammen meistert und nicht aufgebt...

@ Il Ragazzo:

Auch dir danke ich für deine lieben Wünsche und deinen einfühlsamen Beitrag, der mir auch sehr geholfen hat.

Es ist total schön, dass es bei euch trotz oder gerade wegen ihres "Geständnisses" geklappt hat und dass es für deine damalige Freundin eine Befreiung war. Ich kann mir das sehr gut vorstellen, denn es ist wirklich schrecklich, den anderen abzuweisen oder mit Distanz zu behandeln obwohl man das eigentlich gar nicht will. Und es tut so weh, nicht sagen zu können, warum man sich so verhält... Aann, um den es bei mir geht, zu sagen, warum ich so bin und warum ich so Angst vor einer Beziehung hatte... Auch wenn er das mit mir jetzt wahrscheinlich nicht mehr will... Seit wir uns nicht mehr sehen, hab ich nicht mehr die Angst, was falsch zu machen und schon von Anfang an alles kaputt zu machen... Endlich ist der Druck weg... Und er eben auch. Noch macht mir das unglaublich viel aus, aber wahrscheinlich hätte das so auch einfach nicht gepasst...

Ja, Hilfe in Anspruch zu nehmen kann helfen. Sehr sogar. Ich hab Therapien hinter mir und ich würde sagen, dass ich wieder ein ziemlich lebensfroher und glücklicher Mensch bin. Dass ich wieder ich selbst bin und nicht mehr das Gefühl habe, fremdgesteuert zu handeln...

Sobald aber ein Mann in mein Leben tritt, den ich auch sehr mag, wird alles sehr, sehr schwierig und ich höre auf, ich selbst zu sein: Ich kann abweisend und emotionslos werden, wenn ich mit dem Mann zusammen bin. Sobald ich dann wieder alleine bin, bricht dann alles aus mir heraus und es tut mir so unglaublich leid, dass ich mich so verhalte...

Ich bin sonst das genaue Gegenteil von einem emotionslosen Menschen, aber es fällt mir so unglaublich schwer, einem Mann zu zeigen, dass ich ihn mag... Die Angst, dass mir alles schnell zu viel wird, ist immer da und ich glaube, irgendwie hab ich auch das Gefühl, dass ich weitergehen muss, wenn ich mich einmal auf körperliche Nähe eingelassen habe...

Ich weiß vom Kopf her ganz genau, dass das nicht so ist und dass ich nur soweit gehe, wie ich will und wie es mir gut tut und ich hab mir auch vorgenommen, dass ich nie wieder etwas mache, was ich nicht will und was sich nicht gut anfühlt.

Mit dem letzen Mann, der mir wichtig war, war das so. Ich konnte seine Berührungen schon genießen und weitaus mehr Nähe zulassen als das beispiel bei dem Mann jetzt der Fall war, aber es ging alles zu schnell und anstatt das von Anfang an zu sagen, dachte ich wohl: "Augen zu und durch... Dann wird alles besser". Dass das ein großer Fehler war, hab ich schnell gemerkt, denn ab da ging einfach gar nichts mehr und ich hab die Flucht ergriffen.

Und seither fällt es mir auch wieder viel, viel schwerer, Nähe zuzulassen, weil ich denke ich immer im Hinterkopf habe, dass das Ganze wieder gleich ablaufen wird...

Da ich über meine Vergangenheit sowieo nur mit Menschen reden kann, denen ich sehr vertraue (für mich ist schreiben so viel einfacher als reden) und die ich gut kenne, würde es denke ich eh nicht zu so einer Situation kommen, dass ich einem Mann beim ersten Date oder ganz zu Anfang sage, was mir passiert ist.

Aber so lange wie ich diesmal gewartet habe, sollte ich wohl in Zukunft auch nicht mehr warten... Ich bin einfach überfragt. Bevor ich ihm das geschrieben habe, hab ich mich so oft gefragt, ob ich was sagen soll, wann, wie, was ich sagen soll und all diese Gedanken haben mich fast wahnsinnig gemacht...

Meine Angst, abgelehnt und den Stempel des bemitleidenswerten Opfers aufgedrückt zu bekommen hat mich unglaublich blockiert... Und genau das, wovor ich so Angst hatte, hat sich jetzt wohl bestätigt...

Es fällt mir so unsagbar schwer, zu glauben, dass das beim nächsten Mann anders laufen wird... Er war unglaublich geduldig, verständnisvoll, hat mich zu nichts gedrängt, hat sich monatelnag mit mir getroffen, obwohl überhaupt nichts lief und trotzdem will er jetzt nicht mehr mit mir reden... Ich will das einfach nur verstehen, ich will ihm keine Vorwürfe machen, aber trotzdem verspüre ich eine sehr große Enttäuschung und oft auch schon fast Wut, denn ich bin kein anderer Mensch, nur weil ich diese schlimmen Erfahrungen gemacht habe. Ich bin nicht bemitleidenswert oder ein Opfer, ich hab mein Leben im Griff und kann es auch sehr genießen und ich will nicht anders behandelt oder ignoriert werden und ich will nicht das Gefühl haben, gemieden zu werden und anderen zur Last zu fallen...

Ich weiß, dass das alles sehr, sehr schwer ist- nicht nur für mich- und vielleicht erwarte ich einfach auch zu viel... Und ich will auch verstehen könne, wie der andere sich fühlt, will auch darauf Rücksicht nehmen können, denn es geht nicht nur um mich... Momentan bn ich wohl nur einfach noch zu verletzt, um seine Reaktion verstehen zu können... Ich wünsche mir sehrso, dass ich irgendwann wieder mehr Nähe zulassen kann und dass ich einen Mann treffen werde, der mich trotzdem mag, auch wenn ich vielleicht anders reagiere als manch andere Frau das tun würden...

Je mehr ich darüber nachdenke, desto öfter denke ich, dass es kein Fehler war, zu reden, denn es hat mich wirkllich unglaublich belastet und es hat unglaublich viel Kraft gekostet, immer zu versuchen, mich zusammenzureißen und nicht zu zeigen, wie es mir wirklich geht...

Danke, dass du mich dazu ermuntert hast, in Zukunft zu reden. Wahrscheinlich ist das für mich der bessere Weg, denn ich bin auch generell so, dass ich absolut nicht damit klarkomme, wenn zwischen mir und einem anderen Menschen was steht... Ich muss über Probleme reden und wenn ich das nicht tue, dann geht's mir unglaublich schlecht...

@ sensibleman:

Danke für deine Antwort. Offensichtlich waren das bisher wirklich nicht die richtigen Männer für mich, wenn sie nicht damit umgehen konnten. Es tröstet ein bisschen, zu denken, dass es dann früher oder später wahrscheinlich eh nicht geklappt hätte, selbst wenn ich nichts gesagt hätte, aber es ist auch sehr schwer für mich, mit dieser "Ablehnung" (als solche empfinde ich dieses Verhalten zumindest) klarzukommen...

du hast Recht, dass es sehr zermürbend ist, ständig etwas zu verbergen und sich auf gewisse Art immer zu verstellen, nicht zuzulassen, dass der andere merken könnte, dass man Angst und Probleme hat und dass es einem in manchen Situationen nicht gut geht. Ich will mich einfach nicht mehr verstellen müssen...

B(lac|k Gxun


hmmm ein schwieriges thema.

es kommt wohl maßgeblich darauf an, wie die frau es verarbeitet hat. falls sie wegen ihrer schlimmen erfahrungen probleme hat, sich beim sex fallen zu lassen, manchmal den sex (für den mann scheinbar) "grundlos" abbrechen möchte und beim sex einfach die kontrolle über das geschehen braucht, dann sollte sie es dem mann meiner meinung nach sagen. einfach damit er weiss woran er ist, sie nicht für launisch und frigide hält oder sonstwas. falls eine frau mit traumatischer vergangenheit wieder eine beziehung führen möchte, gibt sie dadurch dem mann überhaupt erst die chance, auf ihre besondere bedürfnislage rücksicht zu nehmen und ihr zu zeigen, dass sex mit ihm etwas schönes ist, vor dem sie keine angst haben muss. generell halte ich positive erfahrungen für den besten weg, um negative erfahrungen zu verarbeiten. ich denke, je öfter ein vergewaltigungsopfer guten, "sicheren" und einvernehmlichen sex mit einem geliebten partner hatte, desto weniger macht hat die erinnerung an die vergewaltigung über ihre sexualität.

falls die frau ihre vergewaltigung aber gut weggesteckt hat, kann es durchaus auch der richtige weg sein, dem mann nichts zu erzählen oder nebulös zu bleiben ("schlechte erfahrungen"). ich sehe durchaus die gefahr, die auch narras schon angesprochen hatte: indem das thema zur sprache gebracht wird, könnte der mann gehemmt werden und praktisch bei jeder initiativen berührung seiner partnerin ein schlechtes gewissen haben – oder gar ganz aufhören, die initiative zu ergreifen. im falle einer frau, deren sexualtität nicht stark durch ihre vergewaltigung geprägt wird, wären diese hemmungen unbegründet und würden die sexuelle spannung unnötig schädigen.

zu guter letzt hängt es, denke ich, auch von den sexuellen präferenzen der beteiligten ab. es gibt ja durchaus männer, die sexuell sehr dominant sind, ihre partnerin mehr oder weniger "nehmen" wann immer sie lust dazu haben und auch während des sex ganz deutlich den ton angeben – und frauen, die auf genau solche männer und so eine behandlung stehen. einen mann mit solchen sexuellen präferenzen halte ich für grundlegend inkompatibel mit ein vergewaltigungsopfer der ersten kategorie, das es besonders zärtlich, vorsichtig und langsam mag und beim sex eine art kontrolle über das geschehen behalten muss, um sich auch nur ansatzweise fallen lassen zu können. und auch für frauen der zweiten kategorie könnte so ein mann der falsche sein, je nachdem.

pSajaxro


@ Black Gun:

Danke für deine Antwort.

du hast Recht, das ist ein sehr schwieriges Thema und auch nach langem Hin- und Herüberlegen weiß ich nicht so recht, was ich denken soll und zweifle viel... In meinem Fall ist es wohl besser, die Vergewaltigung in Zukunft anzusprechen, weil ich einfach merke, wie sehr es mich belastet, mich "verstellen" zu müssen und wie schwer es mir fällt, mich auf körperliche Nähe einzulassen...

Wer weiß, wie das in ein paar Jahren sein wird, aber momentan ist das einfach noch ein sehr heikles Thema und ich denke, ich muss darüber reden, auch auf die Gefahr hin, dass die Männer dann weg sind.

K<antpigeDe"finitxion


Bei einer Exfreundin von mir war es so, dass sie wenige Wochen bevor wir zusammen kamen, von einem fremden Mann vergewaltigt wurde. Es ist schon Jahre her, aber auch heute hat sie es noch nicht gänzlig überwunden. Jedoch hat sie mittlerweile ein (wie sie sagt) schönes Sexleben.

Wenn Du einen Mann kennen und lieben lernst, der Dir jederzeit zeigt, dass er bereit ist, wirklich alles für Dich zu tun, dann wirst Du Dich auch sexuell fallen lassen können!

An deiner Stelle würde ich es generell am Anfang ansprechen und mit Dir selbst geduldig sein und ebenso diese Geduld auch von deinem Partner einfordern!

aonder[s_al s_andxere


Ich halte Sexualität für eine wichtige Säule in der Partnerschaft. Und ich glaube von mir, mir (fast) alles anhören zu können, ohne gleich zu werten.

Für mich ist es ganz natürlich, über Vergangenes (wo man herkommt) und Künftiges (wo man hinwill) zu sprechen. Auch über Sexualität, Tabus und Wünsche. Vielleicht nicht gleich beim ersten Date, aber schon in der Kennenlernphase.

Andererseits muss nicht alles vorher "bequatscht" werden, sondern kann sich auch entwickeln, indem man es tut. Es ist sexuell reizvoll, Grenzen (meine und deine) auszutesten und vielleicht einen Schritt weiter zu gehen um die Möglichkeiten zu erweitern. Manches ist in der Planung überhaupt nicht sexy, ich denke etwa an Wasserspiele. Aber wenn man es in der richtigen Situation macht, ist es ein tolles gemeinsames Erlebnis.

Ich habe keine Erfahrung mit vergewaltigten Frauen und deshalb auch keine Vorurteile. Wenn sie mir darüber berichten würde, ist es okay. Wenn sie an dem Thema aber traumatisiert hängen bleibt und sich mit dieser Begründung auf Untätigkeit oder Lustlosigkeit zurückzieht ist es ebenso schlimm wie erotische Untätigkeit und Lustlosigkeit aus anderen Gründen.

Ich mag sicher nicht für das Verbrechen eines anderen büßen, eine vergewaltigte Frau hätte für mich langfristig keinen Bonus deswegen.

P:latOtfuKss


Mich würde es nicht stören, wenn die Frau einmal vergewaltigt worden ist.

Was mich "stören" würde wäre, wenn sie das Ereignis nicht verarbeitet hat und aus diesem Grund kein normales Sexualleben und Partnerschaft führen kann oder will.

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