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neigungen mit selbstbeherrschung weniger werden lassen?geht das?

h1e+xexT.


Vorweg, ich habe nur einige sätze überflogen, der für mich auffälligste ist, du willst deinen phantasien nicht nachgeben findest bdsm eklig, gleichzeitig benutzt diese phantasien beim sb als medium, für mich einfach seltsam.

Ich bin devot und lebe seit jahren in einer sub/dom partnerschaft in der wair beide unsere phantasien ausleben und dies sehr geniesen.

Darum warum stellst du dich nicht deiner sexualität und versuchst mal das auszuleben was du da gedanklich durchspielst. Die spielwiese sex ist riesig und niht jeder ist nur für blümchensex gemacht, darum solltest du m.e. nicht nur gegenüber dir ehrlich sein, sondern auch mal mit deiner frau reden wie die zu sex der etwas härteren gangart steht, ev. erlebst du ja eine überraschung.

c alCimer_oN79


ich finde es immer wieder interessant wie "verklemmt" immernoch die meisten menschen sind. denn genau daher kommen meiner ansicht nach solche zwanghaften vorstellungen. ich wette wenn deine frau bisschen locker drauf wäre, ihr beide sexualität spielerischer auffassen würdet, dann könntest du ihr von deinen versauten phantasien problemlos erzählen und auch mal was ausprobieren. dann würde deine "versaute phantasie" garantiert etwas von ihrer macht über dich verlieren.. aber das ist halt in den engen bürgerlichen moralvorstellungen nicht möglich, schade.

T]ungvuska


Ich finde das hast du gut geschrieben lonalao :)^

Ich finde es auch nicht schlimm Philipp, wenn du den Sex benutzt um Druck abzubauen. Das hilft dir doch im Moment und du musst deshalb kein schlechtes Gewissen haben. Für mich gibt es soetwas wie ein Gewissen auch nicht. Es gibt nur mehrere Wahlmöglichkeiten, mit diesen oder jenen Konsequenzen. Ich denke man zieht nur da Grenzen wo man andere verletzt und du verletzt deine Frau hier nicht. Ich jedenfalls würde das trennen.

Wenn du den Sex mit deiner Frau nicht zum Druckabbau, sondern als liebevollen Austausch siehst, dann ist es doch gut wenn du nein sagst und den Sex mit deiner Frau ein andermal genießt.

Menschen die für ihren Druckabbau aber eine andere Person benutzen, die können verletzen, weil sie andere für ihre Zwecke missbrauchen. Das ist etwas völlig anderes. Gibt die andere Person jedoch ihr Einverständnis dazu, dann ist das wieder etwas anderes. Es kommt halt darauf an was man vom Sex erwartet.

T`ungusxka


Calimero, :-)

ich glaube noch nicht einmal das Philipp verklemmt ist. Er hat, so wie ich das gelesen habe, es gibt ja noch einen anderen Faden, starke Ängste und die beziehen sich nicht nur auf die Sexualität

lqionxa


Tunguska

natürlich kann man das wieder rückgängig machen, indem man neue Gedanken zu einem bestimmten Thema entwickelt und es neu bewertet.

Ich frage mich wie das gehen soll? Es wäre sehr lieb von dir, wenn du mir das Kindgerecht erklären könntest, denn ich bin mir sicher, dass es einige Menschen durchaus interessant finden werden, zu erfahren, wie sie eine Neigung, die ein Teil ihrer Selbst darstellt, per Gedankenkraft weg denken können und das eben mal so.

Denn das was du ihm da so flockig an rätst, nennt man Verdrängung. Bleiben wir bei dem Beispiel Homosexualität, da es die Problematik besser verdeutlicht, als der BDSM-Teil. Es gibt genug Fälle, wo Menschen genau deinem Rat gefolgt sind und ihre Gedanken so umgelenkt haben, dass sie sich erfolgreich eingerdet haben, dass ihre Sexualität mit ihren Partner (gegen-geschlechtlich) ihnen unglaublich viel Spaß gemacht hat und total erfüllend ist. Diese Selbstlüge ging bis zur Perfektion, sie ging sogar soweit, dass diese Personen nichts, von ihrer Homosexualität wussten. Leider war es dann so, dass dies zu netten Psychosen führte oder andere Erkrankungen. Erst beim Therapeuten stellte sich dann nach Jahrzehnten Eheglück, meist mit Kinderreichtum heraus, dass das Problem einfach nur darin lag, dass man das gleiche Geschlecht liebt. Kaum war das erkannt und mit Hilfe des Therapeuten auch akzeptiert, waren die Erkrankungen fort.

Daher würde ich doch von solchen Ratschlägen eher Abstand nehmen. Denn wenn er nun anfängt zu versuchen, seine Fantasien in andere umzulenken, wird es ihn alles andere als Glücklich machen und es kann durchaus zu Erkrankungen führen, die jetzt noch nicht absehbar sind.

Bei Homosexualität ist das glaube ich etwas ganz anderes, als das was man Devot nennt.

Devot kann jeder sein, genauso wie man Dominant sein kann. Es gibt Menschen, die machen sogar beides, und es gibt Menschen die alles einmal probiert haben und zum Schluss wieder beim Vanilla gelandet sind.

Wenn ich so etwas lese wird mir immer etwas anders. Es kann nicht jeder Devot, Masochistisch, Dominant oder Sadistisch sein, man ist es oder man ist es nicht. Auch wenn es dir nicht passt, du kannst diese Neigungen (kombiniert oder einzeln) mit Homosexualität gleichsetzten. Eine Frau die nicht devot ist, wird sich kaum psychisch und physisch unterwerfen können, dass ist ein Ding der Unmöglichkeit. Sie kann es vielleicht ihrem Partner zu liebe Spielen, aber das sieht dieser und es wird ihm dann nichts bringen. Sie hingegen wird ebenfalls nur wenig bis gar keine Lust daraus ziehen können, je nach dem, zu was sie sich hinreißen lässt. Das wird dir jeder BDSMler bestätigen können. Die Menschen die Switschen (das sind die, die sogar beides machen) tragen beide Seiten in sich, oder vielleicht auch alle vier. Denn Devot ist ungleich Masochist und Dominant ist ungleich Sadist. Manche sind beides, manche sind es nur einzeln oder aber dominant-masochistisch und umgekehrt. Nur ist man es eben, weil es der entsprechenden Natur entspricht, nicht weil man es plötzlich sein will.

Die Menschen die es probiert haben und wieder sich dem Vanillasex gewidmet haben, haben es entweder aus Neugier oder zu liebe ihrers Partners gemacht, aber nicht weil sie es selbst wirklich je waren. Das ist ein Riesen großer Unterschied und trifft auf dem TE einfach nicht zu, da er diese Neigung vor dem Vanillaerleben hatte. Was übrigens auch eher dafür spricht, dass es sich bei ihm um eine tiefe Neigung wie die Homosexualität handelt. Ein Mensch der diese Neigung schon immer hatte und sie dann wirklich mal für sich ausleben konnte, wird nicht mehr freiwillig so schnell darauf verzichten können, oder wie kommt es wohl zu diesen vielen Doppelleben? Meinst du wirklich alle Menschen hintergehen ihre Partner? Wenn ja, dann muss ich dir dein Weltbild leider zerstören, denn es ist vielmehr so, dass viele sich mit ihren Vanillapartner einigen, ihre Neigung auswärts zu praktizieren um sexuell erfüllt sein zu können und weil der Partner das eben nicht ihnen geben kann, was übrigens gegen deine These spricht, dass jeder Mensch devot oder dominant sein kann.

Probleme treten teilweise in Bezug auf die Einordnung der eigenen Neigungen durch die Betroffenen auf. So ist die Frage nach der eigenen "Normalität" gerade in der Phase des eigenen Coming-Out (siehe auch dort) häufig. Gerade in Beziehungen mit Vanillas kann das Entdecken entsprechender Neigungen nach Moser die Furcht vor einer Zerstörung der aktuellen Beziehung nach sich ziehen. Dies, zusammen mit der Furcht vor Diskriminierung im Alltag, führt bei einigen BDSM-Anhängern zu einem teilweise sehr belastenden Doppelleben. Zugleich kann das Verleugnen von BDSM-Neigungen jedoch auch zu Stress und Unzufriedenheit mit dem sogenannten "Vanilla"-Lebensstil führen und erweckt bei einigen Betroffenen die Befürchtung, keinen Partner zu finden. Hierzu stellt Moser fest, dass BDSM-Anhänger, die Probleme beklagen, BDSM-Partner zu finden, zumeist auch Probleme haben, Nicht-BDSM-Partner zu finden. Der Wunsch, die entsprechendenNeigungen abzulegen , ist ein weiterer möglicher Grund für psychologische Probleme der Betroffenen, da dies in der Regel nicht möglich ist.

Wie erklärst du dir, dass es beim ablehnen der eigenen Neigung zu psychologischen Problemen führen kann, wo es doch deiner Meinung nach NUR ein gedankliches Konstrukt darstellt, was jeder sein kann?

Phillipp befindet sich derzeit in einer recht schwierigen Situation, er hat sich eine Selbstlüge aufgebaut und diese kann er vermutlich nicht mehr lange aufrecht erhalten, anders kann ich mir eigentlich seinen Post hier nicht erklären. Er ist ein Gefangener seiner Welt, jeder der das selbe erlebt hat wie er, kann das durchaus verstehen. Er hat panische Angst seine Fantasien auch nur zu denken. Aber warum? Weil er gelernt hat, dass das nicht normal ist, weil er gelernt hat, dass Erniedrigung falsch ist und eben nicht in unser Leben gehört. Er hat sich seine Welt darum herum ebenfalls so ausgesucht, sich eine Frau genommen, die keinerlei Anwandlungen diesbezüglich aufweist (was nicht ungewöhnlich ist, denn auch das ist ein Teil der Selbstlüge, man will eine normale Welt!) Aber das Problem ist, egal wie sehr man sich daran fest klammert, es wird einem eben nicht weiter helfen. Er sagt selbst, dass er teilweise seine Frau sexuell verstößt, warum macht er das wohl? Warum befriedigt er sich lieber selbst und denkt dabei an seine Fantasien? Weil es ein Teil von ihm ist, und sie ihn mehr Befriedigung geben als, der Sex mit seiner Frau. Vermutlich wird er es abstreiten, aber tief in seinem inneren weiß er, dass meine Worte durchaus zutreffend sind. Nur ist es eben so, dass man sich Ausreden sucht um, um Himmelswillen, nicht sich eingestehen zu müssen, dass man das ist was man ist. Im Grunde erleidet er gerade einen riesigen Konflikt, keiner weiß wie seine Frau reagieren wird, denn jeder reagiert anders. Fest steht, wenn sie keinerlei Dominanz aufweist, wäre es fahrlässig sie in diese Rolle zu drängen, denn der der es nicht ist, kann nicht verstehen worum es dabei geht. Es besteht dann immer die Gefahr von einem sogenannten Dummdom geführt zu werden. Das ist aber für Seele und Körper zu gefährlich und kann großen Schaden anrichten.

Aber es wäre vielleicht schon mal sehr gut für Phillipp, wenn er zumindest, seine Fantasien als normal akzeptieren könnte und es spricht ja auch nichts dagegen, diese während des Sexes mit der eigenen Frau zu verwenden. Das wäre schon mal besser als nichts. Nur muss bzw. sollte Phillipp für sein eigenes wohl, lernen zu akzeptieren, dass er so wie er ist, absolut normal ist. Und genau da liegt derzeit sein Problem, denn so sieht er sich nicht.

l"ona6lEao


@ hexe-

Ich bin devot und lebe seit jahren in einer sub/dom partnerschaft in der wair beide unsere phantasien ausleben und dies sehr geniesen.

das genießen ist der punkt! du und dein partner ihr könnt es genießen, und ich nehme an in euch beiden ist ein für euch spürbarer wille da, das auszuleben. und genau das ist der unterschied zwischen euch und philipp. devote oder dominante vorstellungen sind ja überhaupt sehr verbreitet, auch bei leuten, die das eben nur in der vorstellung geil finden. kann natürlich sein, daß das von "richtigen" bdsm- lern belächelt oder nicht verstanden wird. andererseits haben dafür "richtige" bdsm- ler halt wieder andere phantasien, die sie wiederum NICHT ausleben wollen- oder?

die phantasie ist ja nicht nur ein raum, um sich dinge auszumalen, die irgendwann mal wirklich werden wollen, sondern man kann sich da ja auch dinge vorstellen, die über die eigenen realen grenzen hinausgehen oder sogar darüber hinausgehen, was real überhaupt möglich ist. für mich persönlich sind das sogar die spannendsten phantasien, weil alles das, was ich eh echt auch mache, kann ich ja im realen genießen, da brauch ich nicht umbedingt die phantasie dafür.

wenn mir jemand erzählt, daß er/sie wirklich ALLE seine phantasien auslebt, dann denk ich mir, kann derjenige wohl nicht so wirklich viel phantasie haben bzw. dann findet diese "zensur" wohl schon innerhalb der phantasie statt.

lYonalKao


@ liona

Bleiben wir bei dem Beispiel Homosexualität, da es die Problematik besser verdeutlicht, als der BDSM-Teil.

egal, ob man beim beispiel homosexualität bleibt, oder beim beispiel bdsm- sowohl homosexuelle phantasien als auch bdsm- phantasien sind AUCH bei menschen verbreitet, die nicht homosexuell sind bzw. auch keine bdsm- anhänger sind. das vorhandensein solcher phantasien KANN zwar darauf hindeuten, daß man auch im realen diese neigung hat, es ist aber kein zwingendes anzeichen davon.

lrionxa


lonalao

Da hast du durchaus Recht, alle seine Fantasien kann man nicht ausleben, aber bei Phillipp geht es um etwas anders. Das ist jedoch ein Problem, vor dem steht im Grunde jeder Mensch der erkennen muss, dass er anders ist als die Norm.

Derzeit will er mit aller Gewalt verdrängen was er ist, aber das ist eben nicht gerade der gesündeste Weg. Er muss für sich versuchen zu verstehen, dass das was er ist nichts schlimmes ist, sondern das er vollkommen normal ist. Denn derzeit befindet er sich in einen sehr zerrissenen Zustand und diesen kann jeder BDSMler nachvollziehen, der sich seiner Neigung nicht sofort bewusst war. Bzw. der zu erst versucht hat sich dieser Neigung zu entziehen. Das was Phillipp beschreibt ist unglücklicherweise absolut typisch vom Verlauf.

Zur Zeit ist er auch noch gar nicht in der Lage sich vorstellen zu können, dass er seine Fantasien auch leben kann, aber das ist auch nicht wirklich Thema, denn er setzt noch einen drauf und will nun vor sich weglaufen. Sich nun auch noch die Fantasien zu verweigern ist nun mal der falsche Weg. Aber er befindet sich derzeit nun mal in einem ziemlichen Konflikt, vielleicht wäre es für ihn auch einfach Ratsam sich Rat bei einem Therapeuten zu suchen, nicht um seine Neigung weg zu therapieren, denn das geht nicht, sondern um sie endlich als einen Teil von sich zu akzeptieren. Erst wenn er das geschafft hat, kann er für sich auch überlegen, ob er nicht vielleicht doch seine Fantasien mal leben möchte, denn das ist erst der zweite oder dritte Schritt. Aber eines steht fest, er wird erst innerliche Ruhe finden, wenn er gelernt hat sich so anzunehmen wie er ist, auch mit seiner Neigung, der Rest ergibt sich dann von selbst, nur genau davor hat er derzeit panische Angst und daher versucht er eben alles, um das Ganze möglichst weit von sich zu stoßen. Er will im Grunde nichts damit zu tun haben, aber das geht nun mal nicht, weil er es nun mal ist.

loioxna


Bleiben wir bei dem Beispiel Homosexualität, da es die Problematik besser verdeutlicht, als der BDSM-Teil.

egal, ob man beim beispiel homosexualität bleibt, oder beim beispiel bdsm- sowohl homosexuelle phantasien als auch bdsm- phantasien sind AUCH bei menschen verbreitet, die nicht homosexuell sind bzw. auch keine bdsm- anhänger sind. das vorhandensein solcher phantasien KANN zwar darauf hindeuten, daß man auch im realen diese neigung hat, es ist aber kein zwingendes anzeichen davon.

Da sprichst du ein interessantes Thema an und du bist da nicht ganz auf den neusten Stand, denn solche Fantasien sind durchaus ein Anzeichen davon. Es gibt Studien die mittlerweile belegen, dass die Mehrheit der Menschen Bisexuell sind und sich nur wegen der Gesellschaft zur Heterosexualität bekennen. Es ist nämlich so, dass nur eine sehr kleine Minderheit rein Hetreo- oder rein Homosexuell veranlagt ist. Diese weisen keinerlei Fantasien mit dem selben Geschlecht (bei rein hetrerosexuellen veranlagten Menschen) oder dem gegenentsprechenden Geschelcht (homosexuellen veranlagten Menschen). Jedoch ist es so, dass diese Bi-Form nicht dem dem selben Druck unterliegt wie die rein hetero- oder rein homosexuell veranlagten Menschen. Sie gehen meist den Weg des geringsten Widerstandes ohne sich überhaupt groß je Gedanken darüber zu machen, ob sie eventuell bi sein könnten. Also daher stimmt deine These da nicht ganz, dass war mal ist aber mittlerweile widerlegt.

Davon mal abgesehen, ist bei Phillippp die Neigung viel zu dominant. Wäre sie es nicht, hätte er diese Fantasien schon lange nicht mehr. Das kannst du nun wirklich nicht mit dem Bi-Fantasien vergleichen.

l[ona*laxo


@ liona

Erst wenn er das geschafft hat, kann er für sich auch überlegen, ob er nicht vielleicht doch seine Fantasien mal leben möchte, denn das ist erst der zweite oder dritte Schritt. Aber eines steht fest, er wird erst innerliche Ruhe finden, wenn er gelernt hat sich so anzunehmen wie er ist, auch mit seiner Neigung, der Rest ergibt sich dann von selbst, nur genau davor hat er derzeit panische Angst und daher versucht er eben alles, um das Ganze möglichst weit von sich zu stoßen. Er will im Grunde nichts damit zu tun haben, aber das geht nun mal nicht, weil er es nun mal ist.

daß es ein wesentlicher punkt ist, sich so anzunehmen, wie man ist, das haben aber auch die meisten hier im thread so gesehen. ich finde es ist ganz wichtig, erstmal gelassenheit gegenüber seinen eigenen phantasien zu entwickeln, um die ganzen scham- und ekelgefühle loszuwerden (NICHT um die phantasien loszuwerden). allerdings finde ich es ziemlich zu weit gegriffen, ihm in der derzeitigen situation zu raten, die phantasien auszuleben, bzw. das als "ziel" zu formulieren. denn so, wie er sich derzeit gegen seine phantasien sträubt, wäre das wohl nicht sehr lustvoll, weil er sich dazu zwingen müsste. und zwang hat er ohnehin schon genug. für mich ist das "sich selbst annehmen, wie man ist" das eigentliche ziel. wenn ihm das gelingt, wird es ihm auf jedenfall schon besser gehen, egal, ob er sich dann entscheidet, es weiter "nur" zu phantasieren, oder ob er dann neugierig darauf wird, es auszuprobieren. wichtig ist denk ich sich vor augen zu führen, daß der weg absolut ergebnisoffen ist und "alles kann, nichts muss" sozusagen.

l?ioxna


Ich rate ihn auch nicht an, sich unbedingt aus zu leben. Davon mal abgesehen, wenn er an die Richtige gerät, wird es ihm nicht schwer fallen. Denn man führt einen Anfänger schonend und sanft ein. Er wird ihr kaum sofort die Füße küssen, geschweige denn Dreck im Mund haben. Vermutlich würde er gerade zu Anfang noch nicht mal merken, dass er langsam in den BDSM Bereich gezogen wird. Das ist auch noch so ein Punkt was irgendwie immer leicht falsch verstanden wird, denn man durchlebt nicht gleich von Anfang an seine Fantasien. Das funktioniert so nicht.

Allerdings rate ich ihm an, dass er vor sich selbst nicht weglaufen soll und zur Not, wenn er es alleine nicht schafft eben einen Therapeuten sich dafür nehmen soll, der ihm dabei hilft zu sich zu finden und zu sich zu stehen. Denn es wird ihm danach einfach besser gehen. Wie das andere hier durchaus auch schon getan haben, aber das bedeutet ja nicht, dass einer mehr schaden würde, oder?

Nur ist es eben auch so, wenn er erst mal zu sich steht, dann wird er es auch leben wollen, dass ist nun mal der daraus resultierende Schritt. Er kann es derzeit eben nicht, wie viele andere auch, weil er diesen Teil nicht als einen Teil seiner selbst akzeptieren kann. Daher ist es auch jetzt für ihn unvorstellbar. Ist es jedoch bei ihn irgendwann, als etwas normales und lebbares abgespeichert, wird das Ganze ganz anders empfunden werden. Denn dann wird es nur noch eine Frage der Zeit sein, bis er endlich das leben kann, was sein innerstes eigentlich schon seit Jahren will. Klingt vielleicht etwas blöd, und man darf mich dafür Steinigen, aber ich denke, diese Erfahrung hat so mancher BDSMler für sich auch schon gemacht, zumindest die, die sich in der selben Situation befunden haben. Wenn man an dem Punkt ist, wo man mit sich im reinen ist, will man es auch endlich leben dürfen, denn man hat es sich lange genug verwehrt. Nur erkennt man das eben erst, wenn man zu sich steht, was er eben nicht tut, wie wir alle hier schon ausreichend festgestellt haben.

P hilli^p20x10


das ist echt toll, dass ihr mir so helft mit eurer anteilnahme! danke!!!

natürlich kann man das wieder rückgängig machen, indem man neue Gedanken zu einem bestimmten Thema entwickelt und es neu bewertet.

Ich frage mich wie das gehen soll? Es wäre sehr lieb von dir, wenn du mir das Kindgerecht erklären könntest, denn ich bin mir sicher, dass es einige Menschen durchaus interessant finden werden, zu erfahren, wie sie eine Neigung, die ein Teil ihrer Selbst darstellt, per Gedankenkraft weg denken können und das eben mal so.

naja ich will ja immer unterstreichen, dass ich nur von mir rede und meine neigung nicht mit jedem bdsmler vergleiche. gründe für die neigung sind bestimmt sehr unterschiedlich. und bei mir denke ich halt, dass es ein ventil sein kann. und wenn es ein ventil ist dann kann die neigung auch weniger sein wenn das ventil weil ich mich ändere nicht mehr so gebraucht wird. das ventil wird sicher immer da bleiben. darum sage ich nicht, dass die neigung komplett weg machbar ist. aber sie kann weniger werden. vielleicht. man kann doch nicht für alle devoten fantasien reden oder? darum redet ja dieser moser von in der regel. und von abzulegen. ich will sie ja nur weniger werden lassen...

Phillipp befindet sich derzeit in einer recht schwierigen Situation, er hat sich eine Selbstlüge aufgebaut und diese kann er vermutlich nicht mehr lange aufrecht erhalten, anders kann ich mir eigentlich seinen Post hier nicht erklären.

warum selbstlüge? ich weiss, dass ich bdsm erregend finde im kopf. und ich weiss, dass ich es nicht leben will. du sagst, dass dass nicht stimmt. und darum selbstlüge. das finde ich unfair! wenn ich sage, dass ich es nicht leben will? denn ich habe schon oft gedacht was denn wäre wenn ich single wäre. dann würde ich nämlich trotzdem nach einer "normalen" beziehung suchen und nicht nach bdsm. auch wenn es mich bei der sb sehr erregt und oft bei der sb vorkommt würde mich so ein leben auch wenn es nur ab und zu ist und nur ein spiel nicht glücklich machen. also in dem moment wäre es schön. ist ja klar weil es mich erregt. aber danach und allgemein würde es mich nicht glücklich machen. ich bin ein mensch der eine beziehung braucht die auf wärme und ohne macht auskommt. macht ist in dem einen moment richtig geil aber insgesamt kann sie einen menschen psychisch unglücklich machen. also eine beziehung ist für mich immer mehr als sex. und eine schöne beziehung mit bdsm wäre für mich ein gespieltes bdsm wie ich ja im forum schreibe. die arroganz und das gemeine lächeln so sind dann nicht echt. und da du ja weisst, dass ich kein sehr gutes selbstbewusstsein habe und viel zweifele (und darum auch denke, dass daher die sb fantasien kommen) wäre eine bdsm beziehung nicht gut für mich. denke ich. denn in dem moment ist es geil wenn ich so ein spiel spiele. aber danach halt nicht.

Er hat panische Angst seine Fantasien auch nur zu denken.

ich habe nicht angst sie zu denken. die denken sich leider immer ohne erlaubnis ;-)

Vermutlich wird er es abstreiten, aber tief in seinem inneren weiß er, dass meine Worte durchaus zutreffend sind.

das ist unfair! du sagst was ich denke und ich habe nicht recht wenn ich sage, dass dass nicht stimmt? >:(

Er sagt selbst, dass er teilweise seine Frau sexuell verstößt, warum macht er das wohl? Warum befriedigt er sich lieber selbst und denkt dabei an seine Fantasien? Weil es ein Teil von ihm ist, und sie ihn mehr Befriedigung geben als, der Sex mit seiner Frau.

sex und sb sind halt unterschiedlich. sb ist halt nur für mich und schnell. sex ist halt etwas anderes. aber du hast halt recht. ich verstosse meine frau oder? ??? :°(

gibt es solche situationen öfter, oder nur hn und wieder? wie reagiert deine frau darauf, wenn ihr in der situation keinen sex habt?

sie versteht es! hin und wieder. wenn ich halt stress habe bei der arbeit. dann oft. findest du es schlimm?

Im Grunde erleidet er gerade einen riesigen Konflikt, keiner weiß wie seine Frau reagieren wird, denn jeder reagiert anders.

doch ich kenne meine frau! sie würde mich nicht verstossen aber sagen, dass sie nicht das mag. sie würde es vielleicht versuchen weil sie mich liebt aber das ist nicht das was ich will! du sagst dass ja auch!

Aber es wäre vielleicht schon mal sehr gut für Phillipp, wenn er zumindest, seine Fantasien als normal akzeptieren könnte und es spricht ja auch nichts dagegen, diese während des Sexes mit der eigenen Frau zu verwenden.

ja für mich akzeptieren muss ich sie. hast recht! kein schlechtes gewissen. einfach als ventil akzeptieren, dass mir gut tut. das über-ich nicht mehr kontrollieren lassen...halt wie Tunguska schreibt:

Natürlich ist es möglich, dass du deine Phantasien weiterhin im kleinen Rahmen auslebst und damit ein Ventil hast. Du möchtest sie in der Realität ja nicht haben. Ich glaube du hast Angst vor den eigenen Gedanken und dass sie dich irgendwann ins Unglück stützen. Umso wichtiger ist es, dass du sie kennen und verstehen lernst.

Derzeit will er mit aller Gewalt verdrängen was er ist, aber das ist eben nicht gerade der gesündeste Weg.

ich bin halt nicht NUR devot. Homosexuelle können sich halt nicht vorstellen, dass sie nicht mit anderen homosexuellen schlafen. bisexuelle halt schon. also wenn ich deinen vergleich benutze bin ich ja bi. verstehst du? und viele bi sind halt verheiratet und glücklich und müssen nicht fremdgehen. kann ich nicht devot und romantisch sein und lebe nur das romantische im realen und nicht dass devote? aber du sagst ja:

Das kannst du nun wirklich nicht mit dem Bi-Fantasien vergleichen.

also wirst du das anders sehen. oder?

LG,

Phillip

TFung=uskxa


Ich sehe bei Philipp nicht nur das Sexuelle, sondern auch seine normalen Ängste im Leben und seine teilweisen zwanghaften Neigungen.

Wenn jemand sich ein solches Denken angewöhnt hat, dann fallen viele Bereiche in dieses Denken und man kann nicht klar sagen worauf die Phantasien jetzt beruhen.

Wenn Philipp seine Themen bearbeitet hat, dann kann er selbst und ohne Angst entscheiden was er möchte. Im Grunde genommen hat er das auch jetzt schon klar definiert. Er hat diese Phantasien, benutzt sie als Ventil und hat bei der Sb Lust daran. Er möchte sie im normalen Leben nicht ausleben. Das ist für micht stimmig und entspricht dem was er will.

Wenn er irgendwann seine Phantasien im realen ausleben will, dann ist das auch ok, aber nicht weil er Angst haben muss vor der einen oder vor der anderen Seite.

Homosexualität kann man nicht abtrainieren, wenn sie denn so ist, wie hier bei uns. Aber mein Beispiel von dem Naturvolk würde das anders sehen. Es gibt denke ich bei allen Beispielen, die wir hier vorbringen nicht nur schwarz oder weiß, sondern auch Grauzonen. Unglücklich sollte sich aber keiner machen, weil er nicht in diese oder in jene Schublade hinein passt.

TCunMgfuskka


Hallo Philipp, :-)

hier habe ich noch eine Seite für dich.

[[http://www.wissenschaft-online.de/artikel/709581]]

l^onablxao


@ liona

Es gibt Studien die mittlerweile belegen, dass die Mehrheit der Menschen Bisexuell sind und sich nur wegen der Gesellschaft zur Heterosexualität bekennen. Es ist nämlich so, dass nur eine sehr kleine Minderheit rein Hetreo- oder rein Homosexuell veranlagt ist.

das finde ich jetzt nicht so eine neue erkenntnis?! es widerspricht sich allerdings auch nicht mit dem, was ich gemeint hab. ich wollte eher darauf raus, daß das, was einen in der phantasie geil macht und das, was einen real geil macht nicht unbedingt ganz deckungsgleich ist. und dass nicht ausschließlich anpassung an gesellschaftliche moralvorstellungen oder verdrängung diese unterschiede verursachen.

z.b. die menschen, die bisexuell sind (nehmen wir mal ausschließlich diejenigen, die sich dazu bekennen, damit das leichter ist): für manche bedeutet das, daß sie polygam sein "müssen", weil sie praktisch immer beides als drang verspüren, andere wiederum verlieben sich mal in einen mann und mal in eine frau und sind in den zeiten dann auch in einer monogamen beziehung glücklich und ihnen fehlt nix. manche davon werden vielleicht über phantasien das ausgleichen, was sie gerade nicht haben... andere phantasieren z.b. nur heterosexuelle phantasien, finden im realen leben aber trotzdem immer wieder menschen des gleichen geschlechts anziehend- willst du denen dann sagen, daß sie im wirklichkeit gar nicht bisexuell sind, weil sie nur hetero- phantasien haben?

und was bdsm- phantasien betrifft, so ist doch die bandbreite da auch riesig und die unterschiede beträchtlich, was leute denn konkret damit meinen und wie sie es umsetzen. zum teil ist das gar nicht an der praktik selbst festzumachen, sondern eher an den individuellen assoziationen, die man dazu hat. z.b. haben mir mal unabhängig von einander zwei frauen eine sexuelle vorliebe geschildert, die "von aussen" gesehen eigentlich gleich war (es ging um mehr oder weniger anonymen oralsex mit fremden männern z.b. beim autostoppen). die eine hat sich selbst in der dominanten rolle gesehen (sie hat die macht über die männer, da diese ihrer geilheit und damit ihr ausgeliefert sind) und die andere in der devoten (sie wird von diesen männern benutzt). ich bin mir sicher, wenn man danach sucht würde man auch noch eine finden, die auf das selbe steht, diesen akt aber als weder dominant noch devot einstuft, sondern die das halt als einen gleichberechtigen austausch von geilheit ansieht. und das, obwohl sie alle drei im prinzip das selbe tun- es ist nur an unterschiedliche assoziationen geknüpft.

Denn man führt einen Anfänger schonend und sanft ein. Er wird ihr kaum sofort die Füße küssen

siehst du, das ist ein gutes beispiel. ich als nicht bdsm- praktizierende stell mir die frage, warum man jemanden fürs füße küssen erstmal schonend und sanft einführen muss?!! für mich ist das eher ein zeichen von leidenschaftlichkeit, hemmungskosigkeit und dafür, den körper als ganzes als errogene zone zu betrachten, sprich: es ist ein ganz normaler bestandteil von gutem sex. auch viele nicht- devote männer stehen auf füße und auch frauen, die nicht dominant sind können das genießen. ich weiß jetzt nicht, warum man in einen fall dann "vanilla" dazu sagt, und im anderen fall "bdsm"?!! also was diese kategorienbildung überhaupt bringen soll.

im fall des themenstarters hab ich halt das gefühl, daß diese kategorien ihn eher verunsichern, weil es irgendwie vermittelt: man kann nur das eine oder das andere haben/ sein. er hat ja praktisch angst davor, in diese devote rolle, die er in seinen phantasien hat, völlig hineingezogen zu werden, und daß er die andere seite, die eben was anderes will, dann ganz aufgeben muss. und ich finde es völlig legitim, auch in seinem wollen widersprüchlich zu sein und sich seinen individuellen mittelweg zu suchen, um beiden seiten gerecht zu werden. wichtig ist denke ich, daß sich die unterschiedlichen seiten in einem nicht bekriegen und gegenseitig sabotieren (mit schuldgefühlen o.ä.) und daß man beidem raum geben kann.

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