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Für immer treu oder doch mal ein Seitensprung ok?

T!rhoiluxs


@ sensibelman

4+5=9 ; "Der Apfel fällt an der Erdoberfläche nach unten", "es gibt kein Perpetuum mobile zweiter Art" sind genauso wenig Meinungen.

Die paar vagen Erkenntnisse, die die Hirnforschung bislang zusammengetragen hat, sind rudimentär, unterkomplex, oft noch widersprüchlich, in der Interpretation unklar usw. Bis sie den "Wahrheitswert" von Newtonschen Gesetzen erreichen (falls das überhaupt prinzipiell denkbar ist), werden noch zahllose Generationen von Forschern in die Grube fahren.

Aber nehmen wir mal an, du hättest voll und ganz recht, und ich und die -zig anderen Millionen, die meinen, Sex und Liebe seien durchaus gelegentlich gut trennbar, redeten sich das nur ein oder seien Mutanten, bei denen

der "Liebesbereich" im Gehirn schwach ausgeprägt ist

dann würde das doch heißen, dass jeder sexuelle Akt immer auch ein Liebesakt ist, dass also mit Seitensprüngen, Affairen und ONS pausenlos jede Menge Liebe in der Welt verschenkt wird. Nun erkläre mir, was daran bedenklich oder verwerflich sein soll! Warum ist es so wünschenswert, die Zahl der Liebesakte und -beziehungen durch Exklusivitätsgebote möglichst gering zu halten? Wenn Sex und Liebe (beides wunderbare Sachen, von denen es doch eigentlich gar nicht genug in der Welt geben kann) immer Hand in Hand gehen, weil das die Natur nun mal mit der gleichen Absolutheit festgelegt hat wie die Newtonsche Mechanik – warum maßen wir uns dann an, ihr mit moralischen Gesetzen und künstlichen Beziehungmodellen ins Handwerk zu pfuschen?

Dürfte neurophysiologisch schwierig zu erklären sein. Wenn du jetzt aber plötzlich anfangen solltest, von Werten zu reden, dann hättest du die neurophysiologischen Argumente von Anfang an stecken lassen können. Dass Monogamie gut ist, weil Sex und Liebe naturgemäß untrennbar sind, ist logisch nicht nachvollziehbar. Was soll daran schlecht sein, wenn viele viele lieben? Mit deiner Argumentation kann man viel eher die Polyamory als Lebensweise begründen (mehr Nähe zur eigenen Natur, mehr Liebe in der Welt) als die Monogamie. Das war aber sicher nicht deine Absicht, oder?

TPro.iluxs


@ Altes Leder

Tja, das sind ewig offene Fragen.

sex und das dabei gehen lassen, zuzulassen, sich frei bewegen und zu zeigen,

ist zunächst mal schon eine ziemlich große Kunst – wie viele können das gar nicht, nicht einmal mit einem durchaus geliebten Partner?

Aber ist es auch

das intimste was man hat?

Da bin ich mir gar nicht so sicher. Setzt dieses Gefühl nicht zunächst Scham voraus? Und worin ist diese begründet? Bedeutet es nicht auch, sich zu sehr auf seine Sexualität zu reduzieren, wenn man meint, das sei das höchste, das man zu bieten hat, dessen nur einer würdig sein kann?

Ich liebe einen Menschen eigentlich nicht in erster Linie für das, was er mit allen anderen gemeinsam hat, zwei Ohren, eine Nase, eine Sexualität, sondern eher für das, was nur er hat. Natürlich ist Sexualität auch individuell, aber verglichen mit geistigen und emotionalen Bereichen doch eher begrenzt. Sex sagt mir wenig über einen Menschen.

Das Intimste würde ich eher im Austausch über tiefe Ängste oder Träume sehen, im Zeigen von Tränen, im blinden alltäglichen Verstehen. In dieser Hinsicht gibt es auf der Welt vielleicht fünf Menschen, die wirklich zu einem passen, und man kann schon von Glück reden, wenn man im Leben auch nur einem von ihnen begegnet. Natürlich macht so eine Beziehung auch aus dem Sex etwas Besonderes. Aber wird das Ganze wirklich "noch besonderer", wenn man den Sex exklusiv macht? Ich brauche diesen Extra-Beweis nicht, ich sehe auch ohne ihn genug, woran ich glauben kann. Sexuelle Exklusivität ist für mich eher ein Detail am Rande, über das man sich schon irgendwie einig wird, wenn man sein Gegenstück gefunden hat.

kann ich das bei jedem hat es für den einzelnen keinen wert mehr. es ist nichts besonderes, oder?

Warum eigentlich? Warum kann es nicht immer einen Wert haben? Muss ja nicht immer der gleiche Wert sein. Kann es nicht auch auf verschiedene Weisen jeweils besonders sein? In allen anderen Bereichen erwartet man doch auch keine Exklusivität, ist aber trotzdem z. B. der Meinung, dass jede einzelne Freundschaft etwas Besonderes ist.

sbensibuelmaxn


Was soll daran schlecht sein, wenn viele viele lieben?

Grundsätzlich sollte daran nichts Schlechtes sein, wenn es nicht andere Menschen verletzen könnte oder würde (die Partner, die eben nicht gerne in Polyamorie leben). Warum es Menschen gibt, die lieber monogam leben (mich eingeschlossen) entzieht sich meiner Kenntnis- der Hinweis auf gesellschaftliche Normen ist als Grund nicht hinreichend, weil es auch in polgamen Gesellschaften oder polygam orientierten Menschengruppen (z.B. diverse Sekten) Menschen gibt, die monogame Lebensweise bevorzugen würden..

Mit deiner Argumentation kann man viel eher die Polyamory als Lebensweise begründen (mehr Nähe zur eigenen Natur, mehr Liebe in der Welt) als die Monogamie.

Nein, das kann man nicht. Dein logischer Schluss ist dafür nicht hinreichend. Monogamie kann die intensivste, konzentrieteste Form der Verbindung von Liebe und Sex sein. Wie bereits geschrieben, kann die sexuelle Hinwendung zu einem anderen Partner als dem geliebten Partner eben auch die bestehende Liebe zerstören (und das mit gar nicht so geringer Wahrscheinlichkeit). Das lässt sich an zahlreichen entsprechend gescheiterten Beziehungen zeigen...

H)ans1x066


Monogamie dient letztlich dem sozialen Frieden. Wenn jeder weiss, wo er hingehört und dort auch bleibt, dann herrscht Ruhe im Stall. Monogamie dient weniger dem Einzelnen, als der gesamten Gesellschaft.

Endlich kommen wir mal zu den wirklichen Kernfragen dieser Sachen!! ;-)

Leider ein bisschen tabu, stellt sich naemlich die Frage: Was sind wir persoenlich bereit zu opfern, um so oder so eine GEsellschaft zu haben? Gilt fuer Sex genauso wie fuers Gesundheitssystem...

s*ens"ibe/lmaxn


Wie ist denn die Meinung von euch so, seid ihr alle 100% treu in einer längeren Beziehung oder fändet ihr ein gelegentliches Abenteuer (beider Partner) ok?

Ich finde auch nach 27 Jahren den Sex mit meiner Frau sehr aufregend und abwechslungsreich und habe deswegen auch keinen Bedarf nach einer anderen Frau. Meiner Frau geht es ebenso- sie hat keinen Bedarf nach anderen Männern.

LHolaxX5


@ Troilus

Aber wird das Ganze wirklich "noch besonderer", wenn man den Sex exklusiv macht?

Für mich eindeutig ja. :)z Bzw. eigentlich müsste ich eher sagen, dass es mir ohne die sexuelle Exklusivität nicht annähernd besonders genug wäre. ;-D Da bin ich lieber alleine, als für jemanden nur die "Hauptpartnerin" (oder wie immer man das nennen mag) neben irgendwelchen anderen zu sein.

S*ilb%erm#ünzex85


Sex geht auch ohne Liebe - Nur mit ist er schöner, besser und erfüllter.

Einen einseitigen Seitigensprung :(v :-( :|N %-|

Wvolqpi3x5


Boah...so ein geblubber...sowohl die Frage, als noch viel mehr viele derAntworten! Was erwartest du? 99% hier werden schreiben, was du für ein böser Mensch bist und wie man an sowas überhaupt denken kann und was das sowas ja mal garnicht geht...wenn du dir deinen Plan "genehmigen" lassen willst bist du hier gänzlich falsch...

Zu deiner Frage: hey, es ist dein Leben! Niemand auf der Welt hat das Recht dir vorzuschreiben, was du zu tun oder zu lassen hast! Am Ende des Tages bist du alleine dir selbst gegenüber Rechenschaft schuldig...wenn du glaubst du kommst klar damit – mach es! Wenn du Angst hast, dass du damit ein Problem haben könntest – lass es! So einfach ist das...

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