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Verstehe ihr Verhalten nicht

bTewrkebl


@ hammerhi

Es ist aber schon was dran – zumindest kann ich mir gut vorstellen, das es offenbar so auf sie wirkt – nach unserem kleinen Gespräch. Auch wenn das gar nicht von mir so gewollt war. :-)

hjamm6erhix99


@ berkel :

Sollst Du Dich absichtlich plump ausdrücken? Wenn ich jemanden als oberlehrerhaft bezeichnen würde, dann wahrscheinlich weil mich derjenige an die Wand argumentiert hat und ichs nicht eingestehen oder ablenken will.

bnerVkexl


@ hammerhi

ähm... okay. Für mich ist das eher jemand, der mich bevormunden würde, egal was ich für eine Meinung hab... aber so wie Du das siehst passt es natürlich auch.

bKerSkKel


So langsam denke ich, haben wir den Kern erreicht, um den es bei uns geht. Denn ich habe meiner Frau erzählt, das ich glaube, selbst zuwenig von meinem Inneren, meiner Motivation und Gefühlen Preis zu geben und dadurch offenbar oft zu kühl wirke – dem sie spontan mit "Ja, so ist es." zustimmte... :-o Auch, das ich sie oftmals genauso sehe, was sie doch ziemlich erschreckt hat. Gut, selbst sieht man sich eher auch weniger so – man weis ja schliesslich, was oftmals in einem vor geht.

Groß miteinander darüber gesprochen haben wir, mangels Gelegenheit noch nicht wieder... aber sie wahr gelöster und mir gegenüber offener – deutlich mehr als in den ganzen letzten Wochen. Gegenseitige Berührungen, wobei sehr viele auch von ihr ausgingen, sind für den Anfang auch Antwort genug, finde ich. Wahrscheinlich wäre jetzt langsam auch ein guter Zeitpunkt gekommen, um erneut auf eine Paarberatung zu sprechen zu kommen – um dem ganzen "aufwärmen" einen besseren "Neu"-Start zu geben – um der besseren / bewussteren Kommunikation Willen. :-)

b#erkexl


Groß gesprochen haben wir bisher nicht wieder darüber – dafür gab es gestern einen schönen Kuschelabend. Ich hab für unseren nächsten Urlaub aus einem Reiseführer vorgelesen und dabei hat sie sich regelrecht unter meinen Arm gekuschelt, Kopf auf meiner Brust gelegt und meinen Bauch leicht gekrault ... Mehr brauche ich gar nicht im Moment – bin seelig o:) ;-)

b#erwkel


Als kleiner Zwischenstand....

Kurz zusammengefasst: Großartige Veränderungen hat es inzwischen bei uns nicht gegeben, Sex auch nicht. Manchmal kuschelt sie sich tatsächlich auch wieder von sich aus an und das ist schonmal viel besser als früher, wo das überhaupt nicht stattgefunden hat.

Ich habe noch für mich weiter in meiner Vergangenheit und meinem Verhalten ihr gegenüber gewühlt und bin mir teilweise nicht mehr so ganz sicher, ob und wie ich eigentlich einige Gefühle empfinde oder ausdrücke. Da mich das schon ganz schön durcheinander bringt habe ich mich jetzt für eine Therapie angemeldet, um so einiges aufzuarbeiten.

Ansonsten beschwert sie sich immer nochmal darüber, das ich doch schon wieder Sex wollen würde, wenn wir mal zusammen auf dem Sofa sitzen und ich sie kraule. Da fühlt sie sich dann (wieder mal) bedrängt. Naja, sie hatte ja recht, das ich Lust gehabt hätte... nur gibt es ja meiner Meinung nach auch einen Unterschied, ob ich dem nachgehe oder nicht.

Naja, ich werde ihr jetzt vorschlagen, das wir erstmal keinen Sex mehr haben sollten. Erst dann wieder, wenn wir es beide auch wirklich wollen. Da soll sie sich ihre eigene Meinung dazu bilden. :-)

e>ine ;motiviexrte


Hallo Berkel,

erinnerst du dich an mich? Hatte dir mal ne PN geschrieben, da ich teils auch sehr wenig Lust und keine besonders gut entwickelte Sexualität habe.

Ganz ehrlich, dein Beitrag hat mich innerlich etwas wütend gemacht! Ich kann nicht ganz begründen wieso, aber ich würde sagen, weil es sich deine Freundin so verdammt bequem macht, während ich mir ständig Gedanken mache, wie ich einerseits mein eigenes Sexleben schöner gestalten kann und zweitens eben auch das meines Freundes. Denn ich LIEBE ihn und ich will, dass er glücklich ist. Ich spreche mit ihm darüber, was und wie wir es verbessern können, ich befriedige ihn ab und zu auch mal, wenn ich keine Lust habe und ich hole mir Rat bei anderen. auch meinem Therapeuten Und was tut deine Freundin? NIchts! Und du? Lässt es mit dir machen! Warum? Es kann ja sein, dass sie ihre Gründe hat, warum sie wenig Lust hat – aber ich sehe keinen Grund, weshalb sie nicht versucht daran zu arbeiten!!! :(v

Ich habe meinen Freund gestern mal gefragt, wie oft er eigentlich Lust hat. Er sagte täglich! Und er ist bereits Mitte 40, dabei soll die Lust doch mit steigendem Alter abnehmen! Wir haben nun allerdings längst nicht täglich Sex und als er mir das gesagt hat, tat er mir leid und ich werde mich nun noch mehr bemühen, ihm entgegenzukommen.

Du könntest nun sagen, dass du doch auch nur versuchst, deiner Freundin entgegenzukommen, weil du sie eben auch liebst und weil du auch willst, dass sie glücklich ist, oder? Ja, aber ich glaube, das ist nicht das gleiche, denn Sex gehört zu einer Beziehung – erst recht Ehe, frag mal die Katholiken – dazu und sexuelle Bedürfnisse sind etwas NAtürliches. Also NICHT DEINE BEDÜRFNISSE sind falsch!

Dass du eine eigene THerapie beginnen möchtest, ist, denke ich, eine gute Idee. Ich tippe ja sehr stark darauf, dass sich da zeigen wird, dass du – entschuldige, wenn ich das nochmal erwähne – die Co-Abhängigkeit von deiner Mutter auf deine Frau übertragen hast. Wärest du nicht "leiden gewohnt", würdest du diese Situation nicht aushalten, oder? Ich kenne das sehr gut, war früher ähnlich drauf, doch soll es etwa immer so bleiben? Hast du es nicht auch verdient, mal glücklich zu sein?! Alles GUte! :)*

exine+ motiCvie@rte


Sorry, meinte im Beitrag oben deine "Frau", nicht "Freundin". :)*

bmegrkxel


@ eine motivierte

erinnerst du dich an mich? Hatte dir mal ne PN geschrieben, da ich teils auch sehr wenig Lust und keine besonders gut entwickelte Sexualität habe.

Natürlich, auch wenn es schon etwas her ist :-) @:)

Ganz ehrlich, dein Beitrag hat mich innerlich etwas wütend gemacht! Ich kann nicht ganz begründen wieso, aber ich würde sagen, weil es sich deine Freundin so verdammt bequem macht, während ich mir ständig Gedanken mache, wie ich einerseits mein eigenes Sexleben schöner gestalten kann und zweitens eben auch das meines Freundes. Denn ich LIEBE ihn und ich will, dass er glücklich ist.

Das kann ich gut verstehen, das Dich diese Haltung verärgert – das geht mir genauso, denn ich verstehe es leider auch nicht. Selbst wenn inzwischen wenigstens immer Mal ein wenig Reaktion von ihr kommt – meist ist sie dann zwar genervt ("Schon wieder (drüber sprechen)?"), aber immerhin etwas.

Ich spreche mit ihm darüber, was und wie wir es verbessern können, ich befriedige ihn ab und zu auch mal, wenn ich keine Lust habe und ich hole mir Rat bei anderen. Und was tut deine Freundin? NIchts! Und du? Lässt es mit dir machen! Warum?

Ursprünglich weil ich wohl einfach selbst zu wenig zu mir selbst gestanden und lieber zurückgesteckt habe, anstatt einen etwaigen Konflikt zu riskieren. Naja, und jetzt, wo ich das tue... es konstant auch zur Sprache bringe – da hat sie erst sehr abwehrend reagiert.... nun aber schon kommen wenigstens ein paar Worte dabei heraus. Auch wenn es nicht so wirklich viel ist – ich würde sagen, aller Anfang ist schwer.

Es kann ja sein, dass sie ihre Gründe hat, warum sie wenig Lust hat – aber ich sehe keinen Grund, weshalb sie nicht versucht daran zu arbeiten!!!

Tja, da verstehe ich ihre Einstellung auch einfach nicht. Zumindest tut sie fast immer so, als ob dieses Thema gar nicht exsistieren würde, jedenfalls wenn ich in irgendeiner Form versuchen möchte mit ihr darüber zu reden – sei es eben Beziehungen allgemein oder eben auch Sex direkt.

Gestern hat es beispielsweise auch so eine, für mich zumindest halbwegs absurde Situation gegeben. Sie hat sich darüber beschwert, das ihre Kollegin immer von "ihren" Freundinnen berichtet und "schwärmt". Warum sie da nicht mit inkludiert wäre, denn schließlich wären sie auch Freundinnen. Nun, ich denke ich weis schon, warum dem so ist.... deshalb habe ich ganz vorsichtig angedeutet, das es vielleicht daran liegt, das die beiden sich nicht so nah sind, wie das bei ihrer Kollegin mit den anderen Freundinnen der Fall wäre. Darauf sagte sie nichts weiter, deshalb hab ich nachgeharkt, ob sie denn verstünde, was ich meinte? Darauf sie: Nein, will ich jetzt auch nicht. Wir müssen noch an die Holzkohle fürs Grillen nachher denken." Damit war es für sie erledigt.

Äh... ja. Sie reagiert so ... gar nicht bis allergisch auf solcherlei.... Beziehungsthemen – genauso wie in Bezug auf Sexualität. Klar, hätten wir unterschiedliche Ansichten dazu, wäre es doch verständlich. Aber so? Ich verstehe nicht, warum sie das so macht – klar, ich hab tausende von Erklärungsmöglichkeiten, allerdings ist es als Partner auch nicht meine Aufgabe da eine Lösung zu finden– letztlich ist das etwas, was SIE selbst erkennen muß.

Ich habe meinen Freund gestern mal gefragt, wie oft er eigentlich Lust hat. Er sagte täglich! Wir haben nun allerdings längst nicht täglich Sex und als er mir das gesagt hat, tat er mir leid und ich werde mich nun noch mehr bemühen, ihm entgegenzukommen.

Ich weis nicht, ob es bei Deinem Freund ähnlich ist, ihr habt sicherlich ausführlicher darüber gesprochen, nehme ich mal an. Ich mein, für mich gesehen, habe ich meist auch täglich mal Lust – allerdings heist das nicht, das ich deswegen auch täglich Sex haben möchte?! Zumindest finde ich den Gedanken daran ... irgendwie ... mm.... unbehaglich, wenn ich mir das für mich selbst vorstelle.

Ja, aber ich glaube, das ist nicht das gleiche, denn Sex gehört zu einer Beziehung – erst recht Ehe, frag mal die Katholiken – dazu und sexuelle Bedürfnisse sind etwas NAtürliches. Also NICHT DEINE BEDÜRFNISSE sind falsch!

Danke... das habe ich inzwischen für mich selbst auch begriffen – lange Zeit habe ich mich dahingehend tatsächlich selbst verleugnet, wenn man es so nennen will :-) Man muss schon zu sich selbst stehen – Selbstbewusstsein ist da ein gutes Stichwort :)z

Dass du eine eigene THerapie beginnen möchtest, ist, denke ich, eine gute Idee. Ich tippe ja sehr stark darauf, dass sich da zeigen wird, dass du – entschuldige, wenn ich das nochmal erwähne – die Co-Abhängigkeit von deiner Mutter auf deine Frau übertragen hast. Wärest du nicht "leiden gewohnt", würdest du diese Situation nicht aushalten, oder?

Das mit der Co-Abhängigkeit ist in gewissem Rahmen sicherlich der Fall. Denn damals habe ich mich als Kind auch untergeordnet – denn einem Kind bleibt auch keine andere Wahl, schließlich geht es letztlich um die eigene Existenz (selbst wenn so gesehen nie groß was schlimmes passiert ist). Das Verhalten habe ich dann hier mit in unsere Beziehung übernommen und mich eben auch .... selbst untergeordnet und mich und meine Bedürfnisse verleugnet.

Ich mache mich jetzt nicht selbst damit kaputt, das ich mich damals vielleicht falsch verhalten habe... das bringt nichts, denn es hätte gar nicht anders kommen können durch die Umstände. Jetzt ist es nur wichtig zu sehen, was ich daraus für das Jetzt und die Zukunft lernen kann und wie ich damit umgehen werde. Das ich nicht mehr einfach so zurückstecke und meiner Frau auch meine Bedürfnisse deutlich mache ist schonmal ein sehr großer und guter Schritt. Das es mir damit absolut ernst ist, hat sie inzwischen auch gemerkt und reagiert dementsprechend auch im "Rahmen ihrer Möglichkeiten" (so will ich es mal nennen) darauf.

Allerdings ist noch viel zu tun, das stimmt sowohl bei mir selbst, als auch auf jeden Fall bei ihr – nur muß sie das selbst erkennen und auch angehen.

eFine 9motiYvierxte


berkel: *:)

Die Geschichte mit der Kollegin lässt ja mal wieder tief blicken, sie WILL es nicht verstehen, sagt sie? Das glaube ich. Irgendwo tief in sich drin kennt sie wohl zumindest ansatzweise ihre Problematik.

Ich weis nicht, ob es bei Deinem Freund ähnlich ist, ihr habt sicherlich ausführlicher darüber gesprochen, nehme ich mal an.

Ja, haben wir.

Ich mein, für mich gesehen, habe ich meist auch täglich mal Lust – allerdings heist das nicht, das ich deswegen auch täglich Sex haben möchte?! Zumindest finde ich den Gedanken daran ... irgendwie ... mm.... unbehaglich, wenn ich mir das für mich selbst vorstelle.

Warum? Du hast Lust, möchtest aber nicht? Wie muss ich das verstehen? Oder meinst du nur, dass du nicht unbedingt drauf bestehst? Das tut mein Freund auch nicht. Aber wenn er die Möglichkeit hätte, dann hätte er eben auch täglich Sex. D.h. wenn ich mitmachen würde. Da das aber nicht der Fall ist, macht er es sich zumindest ab und zu selbst.

Das mit der Co-Abhängigkeit ist in gewissem Rahmen sicherlich der Fall. Denn damals habe ich mich als Kind auch untergeordnet – denn einem Kind bleibt auch keine andere Wahl, schließlich geht es letztlich um die eigene Existenz (selbst wenn so gesehen nie groß was schlimmes passiert ist). Das Verhalten habe ich dann hier mit in unsere Beziehung übernommen und mich eben auch .... selbst untergeordnet und mich und meine Bedürfnisse verleugnet.

Das verstehe ich. War bei mir ähnlich, wenngleich meine Mutter/Eltern eine andere Problematik hatten.

Ich mache mich jetzt nicht selbst damit kaputt, das ich mich damals vielleicht falsch verhalten habe... das bringt nichts, denn es hätte gar nicht anders kommen können durch die Umstände.

Nein, das sollst du auch nicht, wenn du mit "damals" deine Kindheit meist. Du warst ein Kind und hast dich angepasst, das ist leider normal.

Jetzt ist es nur wichtig zu sehen, was ich daraus für das Jetzt und die Zukunft lernen kann und wie ich damit umgehen werde. Das ich nicht mehr einfach so zurückstecke und meiner Frau auch meine Bedürfnisse deutlich mache ist schonmal ein sehr großer und guter Schritt.

Hmmm, genau, aber tust du das wirklich? Irgendwie sehe ich das nicht so wirklich. Du steckst doch ständig zurück! Ihr habt immer wieder wochenlang keinen Sex! (Bei uns dauert das jeweils maximal zwei Wochen, und das ist schon viel. Dabei befriedige ich ihn aber zumindest immer mal zwischendurch – das scheint deine Frau aber auch nicht für dich zu tun). Du machst ihr deine Bedürfnisse DEUTLICH? ":/ Wenn es deutlich wäre, dann würde sie aber doch vielleicht nicht so reagieren:

Ansonsten beschwert sie sich immer nochmal darüber, das ich doch schon wieder Sex wollen würde, wenn wir mal zusammen auf dem Sofa sitzen und ich sie kraule.

Entschuldige, aber ich habe immer noch den Eindruck, dass lediglich deine Frau etwas DEUTLICH macht: Dass sie nämlich keine Lust hast und du sie nicht nerven sollst.

Ich meine es nicht böse, ist nur mein Eindruck. Schönes Wochenende euch trotzdem! :)* *:)

b2e9rkexl


@ motivierte

Die Geschichte mit der Kollegin lässt ja mal wieder tief blicken, sie WILL es nicht verstehen, sagt sie? Das glaube ich. Irgendwo tief in sich drin kennt sie wohl zumindest ansatzweise ihre Problematik.

Ich denke, das sie Angst hat, sich dem zu stellen und das deswegen... nicht sehen will.

Warum? Du hast Lust, möchtest aber nicht? Wie muss ich das verstehen? Oder meinst du nur, dass du nicht unbedingt drauf bestehst? Das tut mein Freund auch nicht. Aber wenn er die Möglichkeit hätte, dann hätte er eben auch täglich Sex. D.h. wenn ich mitmachen würde. Da das aber nicht der Fall ist, macht er es sich zumindest ab und zu selbst.

Naja, wie soll ich es sagen? Ich weis nicht so recht, ob ob es mir denn überhaupt gefallen würde, wenn es tatsächlich so oft wäre. Es ist zumindest schwer vorstellbar, wie sich das anfühlen würde, sagen wir mal so. Ich kenne es letztlich ja gar nicht. Was die SB angeht... naja, da ist täglich schon drin – das ich für mich jedenfalls so "normal" :-) Aber das würde sich dann eben zeigen, wenn sich mal die Gelgenheit ergeben würde.

Du steckst doch ständig zurück! Ihr habt immer wieder wochenlang keinen Sex!

Äh... sagen wir lieber monatelang... das kommt leider besser hin :-( Zumindest waren es die letzten Jahre eigentlich immer um die 6 Monate die zwischen jedem einzelnen Mal dazwischen lagen – in etwa. Eben von diesen zwei... Ausnahmen im letzten August und im Januar abgesehen – wo es eben sehr geballt dazu gekommen ist.

Bei uns dauert das jeweils maximal zwei Wochen, und das ist schon viel.

Das wäre aus meiner Sicht schon verdammt oft... ehrlich. Wage ich kaum dran zu denken, das es so oft sein könnte.

Dabei befriedige ich ihn aber zumindest immer mal zwischendurch – das scheint deine Frau aber auch nicht für dich zu tun

:-o Wow... äh... nein. Das tut sie nicht und hat sie auch noch nie gemacht. Das würde ich von ihr aber auch nicht erwarten, das sie das täte, davon mal abgesehen. Obwohl es sicherlich schön wäre – würde ich ihr auch gern "angedeien" lassen, wenn sie das mögen würde.

Du machst ihr deine Bedürfnisse DEUTLICH? Wenn es deutlich wäre, dann würde sie aber doch vielleicht nicht so reagieren:

Ich denke schon, das ich deutlich bin. Zumindest sage ich ihr (inzwischen direkt), wenn ich Lust darauf hätte und sie "vernaschen könnte". Naja, die Reaktion darauf ist nunmal eben ein eindeutiges NEIN. Was nun aber auch schon... "präventiv" von ihr kommt, selbst wenn ich gar nicht daran gedacht habe, dem überhaupt von meiner Seite aus nachzugehen. Zumindest ist es für mich... irgendwie normal, das ich dem nicht nachgehe... von daher war ich da auf dem Sofa auch gar nicht auf die Idee gekommen, das es überhaupt zu etwas kommen könnte.

Ich denke, das es zwischen uns ein ziemliches Vertrauensproblem gibt. Wir hatten heute morgen ein komisches Gespräch, nachdem sie sich nicht getraut hat, alleine einzukaufen – weil ich so wählerisch wäre und sie garantiert das Falsche mitbringen würde. Ich war entsetzt, wie sie denn darauf käme... Sie denkt tatsächlich, das sie mir nichts recht machen könne, das sie wohl in meinen Augen nichts hinbekäme... Soviel zu ihrem.... kleinen Selbstbewusstsein :-( Das hat mich echt geschockt... das hätte ich nie gedacht. Das macht aber auch klar, warum sie dann auch nicht über Sex sprechen, geschweigedenn ihn mit mir machen möchte. Wenn es schon beim Einkaufen schwierig für sie ist... :-( Ich komme mir dadurch wie ein Tyrann vor, der ich aber gar nicht bin... zumindest kann ich mir das nicht einmal im Ansatz vorstellen, das ich so herüberkommen würde. Hat mich ganz schön mitgenommen... hab sogar geheult heute morgen, weil ich die Vorstellung so entsetzlich fand...

Naja, "komischer Weise" hat sie dann gesagt, ich möge doch bitte aufhören zu weinen, sonst macht sie gleich mit :-D Ist aber trotzdem... ein blödes Gefühl – hab mich auch dafür entschuldigt, das ich wohl so rüberkomme. Naja, sie war dann heute auch sehr... freundlich, lieb, nett, kuschelig, aufmerksam mir gegenüber... das ist auch ein SEHR wunder Punkt.... :-) :-(

b~erkexl


Korrektur:

gegenüber... das ist auch ein SEHR wunder Punkt....

gegenüber... das ist OFFENBAR ein SEHR wunder Punkt – das Vertrauen.

s(apoto}pxas


Hallo berkel,

wie ist eure Geschichte weitergegangen?

LG

b&er:k<exl


@ Sapotopas

Naja, es hat sich einiges getan, auch wenn inzwischen schon wieder vieles oftmals Rückläufig scheint. Wir verstehen uns deutlich besser, als noch beispielsweise am Anfang des Jahrs... und sagen uns auch einfach deutlich mehr. Auch wenn es wie gesagt auch wieder abgenommen hat, habe ich den Eindruck. Sie ist wieder etwas distanzierter. Ich denke, das kommt hauptsächlich vom neuen Stress auf der Arbeit, aber so hat es auch damals "angefangen". Es hat den Anschein, als ob es wieder eher einschlummern würde. Von daher werde ich sehen, das ich dem entgegenwirken kann.

Und falls die Frage aufkommt, ob wir inzwischen wieder mal Sex hatten. Nun... nicht wirklich. Zumindest würde ich das eine abgebrochene Mal, das wir hatten, nicht unbedingt dazuzählen wollen. Was das also angeht ist es nicht wirklich... anders geworden. Mit Ausnahme davon, das ich selbst einfach auch keine Lust darauf hatte. Weder mit ihr, noch ganz allein. Von daher ist das momentan auch einfach kein Problem.

V$abenxe1*


@ berkel

Hi berkel, ich habe mir gestern mal aus Interesse den ganzen Thread durchgelesen und ich bin echt ein bisschen erstaunt, dass die ganze gute Entwicklung, die ihr beiden zusammen zu Stande gebracht habt, jetzt so im Sande verläuft.

Hast Du Dich jetzt einfach damit abgefunden, wie es ist? – keine Lust mehr, weiter nach Ursachen zu suchen und keine Lust mehr so viel Energie in Eure Beziehung zu stecken?

Falls dies so ist, dann bitte setz Dich mit dem was ich schreibe nicht auseinander. Vielleicht ist es ja auch mal für Dich wichtig, zur Ruhe zu kommen, und vielleicht hast Du gerade auch andere Sorgen, wenn Du schreibst, dass Du eigentlich im Moment auch kein Interesse daran hast.

Aber da ich ja nun die ganze Entwicklung mitgelesen habe, und mir so einige Zwischentöne aufgefallen sind, würde ich Dir gerne noch einige Dinge schreiben.

Einführend muss ich dazu erwähnen, dass ich mit meinem Freund auch schon ziemlich lange zusammen bin, wir haben uns mit ca. 19 kennen gelernt, waren beide sexuell unerfahren und sind jetzt genau wie Ihr beiden anfang 30.

Das erste Jahr war in jederlei Hinsicht unkompliziert, wir hatten viel Spaß miteinander, natürlich auch viel Sex und waren rundum glücklich. Aber seit ca. 10 Jahren (und ich habe es Gott sei Dank inzwischen überwunden) hatte ich ein ungutes Gefühl im Intimbereich, ein Brennen, Ziepen, Stechen (es war nie eine Infektion, ich habe das oft genug untersuchen lassen). Und dies hat dazu geführt, dass auch ich mich über Monate hinweg meinem Freund verweigert habe, vielerlei Ausweichmanöver benutzt habe und unsere Beziehung in eine Bruder-Schwester-Beziehung verwandelt habe. Für mich hatte Sex immer mit Schmerz zu tun und deswegen wurde es für uns die "komplizierteste Sache der Welt".

Bei Deiner Frau ist das sicher nicht der Fall, denn wenn sie will, kann sie ja mit Dir schlafen. Trotzdem haben mich Deine Beschreibungen ihres ausweichenden Verhaltens ein wenig an mich erinnert. Und deswegen schreibe ich Dir hier. Nun zu den Sachen, die mir aufgefallen sind:

1. Mir scheint es so, als wenn Deine Frau Dir rhetorisch unterlegen ist, oder sich zumindest so fühlt. Auch wenn Du scheinbar Deine Gefühle nicht so gut ausdrücken kannst, bist Du doch sehr gut darin, Dinge objetiv zu betrachten und zu beurteilen. Sie kann das nicht. Und sie kann auch nicht glauben, dass es bei Dir wirklich um Objektivität geht, denn sie sucht darin den Angriff. Das ist mir auch so ergangen und es ist nicht leicht, daraus auszubrechen. Auch ich habe mich bei Diskussionen irgendwann gar nicht mehr getraut, irgendwas zu sagen (wahrscheinlich anerzogen?), weil ich dachte, er versteht mich sowieso nicht. Und dann habe ich irgendeinen nichtigen Anlass gesucht, mich angegriffen zu fühlen, habe geheult, nur um die Situation zu beenden. Mein Freund hat dies erkannt, und das hat mich noch mehr in die Enge getrieben.

2. Ich finde es schön, wie Du beschreibst, dass du gewisse Dinge an ihr niedlich findest, und es ist gänzlich normal seinen Partner niedlich zu finden, aber in diesem Zusammenhang scheint mir das für ein Ungleichgewicht zu sprechen, das in einer Beziehung problematisch werden kann.

3. Damit geht auch einher, dass sie im Ggs. zu Dir so wenig soziale Kontakte hat und wenn, dann musst Du diese in die Wege leiten. Außerdem ist es vielleicht nicht von Vorteil, dass Du so einen guten Kontakt zu ihrer Schwester und ihrer Mutter pflegst. Sie müsste ihre eigenen Bezugspersonen haben, und das wären nun mal die ersten, wenn da keine anderen sind. Versteh' mich nicht falsch, Du machst das ja nicht, um sie zu erdrücken, sondern weil Du ihr helfen willst. Aber allein dieses Telefon-Weiterreichen kann bei einem defizitären Selbstwertgefühl schon ganz viel Kopf-Kino auslösen.

4. Auch Gefühle muss man lernen. Man muss nicht nur lernen, sie auszudrücken und in Worte zu fassen, sondern es gibt Menschen, die es nicht gelernt haben, Gefühle zu haben.

Das hört sich jetzt komisch an, und ich weiß nicht, ob es eine Krankheit ist, aber bei mir war es so. Wenn mein Freund mich gefragt hat "Warum weinst Du jetzt?", "Warum fällt es Dir so schwer, mit mir darüber zu reden?" (nicht nur über Sexuelles), konnte ich eigentlich nichts antworten, ich wusste es nicht. Selbst wenn er mich gedrängt hat, in mich zu horchen, war da nichts, was ich ihm hätte sagen können. Es ist also manchmal müßig, nach des Pudels Kern zu suchen, und es drängt sie eventuell noch mehr in die Enge. Mir waren einfach bestimmte Dinge unangenehm und das wollte bzw. konnte ich nicht weiter reflektieren.

Erst später habe ich erkannt, dass diese Verhalten meinerseits sehr egoistisch war und dass ich damit meine Beziehung in Gefahr brachte.

5. Auch ich kenne das Gefühl, Enge nicht zu ertragen (Du beschreibst gewisse Situationen auf dem Sofa), ich mag nicht festgehalten werden und ich mag auch keine Leute, die mir zu sehr auf die Pelle rücken (bei meinem Freund ist das was anderes, ich meine eher so Bekannte, die mir immer ein bisschen näher kommen, als ich es leiden kann). Vielleicht ist das einfach eine Eigenschaft, die man haben kann, bei mir hängt es aber mit einem sehr unangenehmen Arztbesuch in meiner Kindheit zusammen (das ist mir auch vor kurzem erst klar geworden).

Und dann hätte ich da noch eine Frage:

Ich weiß, das ist jetzt alles theoretisch, weil ihr ja schon lange nichts mehr miteinander hattet, aber – wenn es dann doch mal dazu kam – warum hat sie nach ein paar Minuten nicht mehr gewollt und Du musstest außerhalb von ihr kommen? Du schreibst, es war ihr unangenehm: Im körperlichen Sinne? Also hatte sie Schmerzen durch die Reibung? Oder eine psychische Blockade, die ihr sagte "jetzt reichts"? Das habe ich noch nicht ganz verstanden.

Prinzipiell würde ich sagen, ihr müsst auf jeden Fall eine Paartherapie versuchen, denn es ist wichtig, so etwas mit einer neutralen Person zu besprechen. Und was Dir hier glaube ich auch noch keiner geraten hat ist, dass man bei Institutionen wie ProFamila, Caritas und ähnlichen Beratung gratis erhält, ohne sich missionieren lassen zu müssen. Die sind halt im Gegensatz zu den Krankenkassen eher an intakten Familien interessiert und bieten das deswegen an. Einen Versuch wäre es Wert.

Halte an Deinen Wünschen fest und lass sie nicht noch mehr eingehen nur um des lieben Friedens Willen. Das macht Deine Frau nicht glücklich, auch wenn es den Anschein hat.

Liebe Grüße und viel Erfolg! :)* :)* :)*

2.

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