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Verstehe ihr Verhalten nicht

bYerkxel


Hallo Vabene!

Hast Du Dich jetzt einfach damit abgefunden, wie es ist? – keine Lust mehr, weiter nach Ursachen zu suchen und keine Lust mehr so viel Energie in Eure Beziehung zu stecken?

...vielleicht hast Du gerade auch andere Sorgen, wenn Du schreibst, dass Du eigentlich im Moment auch kein Interesse daran hast.

Damals, ist ja schon einen guten Monat her, kam mir Sex einfach nicht in den Sinn. Wie eine große Last, die von mir abgefallen ist.Da gab es für mich einfach kein Bedürfnis darüber zu reden, oder es gar zu machen – also habe ich es gelassen. Natürlich habe und will ich auch weiterhin Energie in unsere Beziehung stecken, nur war das eben einfach eine Zeit, zu der Sex kein Thema gewesen ist, womit ich mich von selbst aus befasst habe.

Inzwischen kommt mir das schon wieder ab und an in den Sinn, bin auch schon wieder öfters mal allein aktiv ;-)

Es hat sich allerdings auch noch mehr verändert, was ich allerdings nicht so recht ausdrücken kann. Es ist so ein Art von ….mmm... lässigem Verständnis, das es auch wichtigere Dinge gibt. Jedenfalls geht es etwas in diese Richtung.

Wir sind jetzt gerade im Urlaub – da ist es sogar schon, seid dem Februar das letzte Mal, wieder zweimal passiert. Sie hat mich damit völlig überrollt, da ich zwar schon gemerkt hatte, das die Stimmung zwischen uns Super ist, doch war es eigentlich mit das erste Mal, das ich dabei nicht einmal an Sex gedacht hatte – bis sie eben so direkt "drangegangen" ist. Damit hätte ich wieder nicht gerechnet. Das wäre auch soweit schön gewesen, hätte sie dann nicht wieder gesagt: "Gewöhn dich aber nicht dran, das es jetzt so weitergeht". Ich hätte da besser was dazu sagen sollen, ja. Gut, ist auch noch nicht so lange her, werde ich noch tun.

Aber da ich ja nun die ganze Entwicklung mitgelesen habe, und mir so einige Zwischentöne aufgefallen sind, würde ich Dir gerne noch einige Dinge schreiben.

Gern doch und danke schonmal.

hatte ich ein ungutes Gefühl im Intimbereich, ein Brennen, Ziepen, Stechen (es war nie eine Infektion, ich habe das oft genug untersuchen lassen). Und dies hat dazu geführt, dass auch ich mich über Monate hinweg meinem Freund verweigert habe, vielerlei Ausweichmanöver benutzt habe und unsere Beziehung in eine Bruder-Schwester-Beziehung verwandelt habe. Für mich hatte Sex immer mit Schmerz zu tun und deswegen wurde es für uns die "komplizierteste Sache der Welt".

Habt ihr eigentlich darüber gesprochen? Hast Du ihm gesagt, warum Du nicht möchtest?

Meine Frau hat mir da schon immer mal gesagt, das es ihr unangenehm ist, weil es sich dann irgendwann "wund" anfühlt. Vermutlich weil es dann eben trockener geworden ist. Zumindest hat sie damals (bis sie eben im letzten Jahr die Reiterstellung "entdeckt" hat), wohl leider auch kaum etwas dabei gespürt. Da kann ich das schon gut verstehen, das es irgendwann doch eher unangenehm wird. Da würde mir als Frau auch die Lust vergehen – logisch.

Inzwischen ist das wohl nicht mehr unbedingt so. Beim letzten Mal, jetzt in der letzten Woche, hat sie mir sogar gesagt, das sie sehr viel gespürt hatte und es eben sehr schön war. "Natürlich" ging es auch hier wieder erst "ausserhalb" zu ende für uns beide. Ich habe dann irgendwann darum gebeten, weil ich immer kurz davor stand und ich den Eindruck hatte, das es ihr langsam unangenehm würde. Gefragt hab ich aber nicht, muß ich ja gestehen. War bei beiden Malen der Fall. Allerdings glaube ich, das ich mich dafür auch gar nicht genug, so urplötzlich nach Monaten, fallen lassen kann, das ich da in ihr käme – da kann ich mich gar nicht genug drauf konzentrieren. :-)

Zu 1.)

Das trifft bestimmt zu, jedenfalls das meine Frau sich so fühlt. Ich denke, das hat sich seid den Gesprächen doch deutlich verbessert – das sie nicht …. automatisch annimmt, das ich sie angreifen wollen würde. Das hat furchtbar viel ausgemacht. Wir reden jetzt weiter miteinander, wo sie früher einfach das Gespräch abgebrochen hatte.

2.)

Ja, das habe ich auch erkannt. Denn damit ist die Gefahr sehr groß, das ich meine Frau somit nicht ganz ernst genommen habe und auch hatte. Das fällt mir jetzt einfach immer mehr auf – das war nie meine Absicht gewesen, hat allerdings zwangsläufig dazu geführt. Dagegen gehe ich jetzt immer wieder an – mit guten Erfolgen, wie ich finde.

3.)

Hmm.... ja, das kann sich sicherlich ungünstig auswirken. Nur ist es auch schwierig etwas daran zu tun, es ist ja inzwischen immerhin auch meine Familie respektive meine Freunde. Zu denen möchte ich selbst auch Kontakt halten, verständlicher Weise. Was das telefon-weiterreichen betrifft, nun, wenn sie meist nicht ans Telefon gehen WILL, wenn es klingelt, bleibt mir gar nicht groß etwas anderes übrig ;-)

Doch gut, auch das ist besser geworden. Sie hat schon mehr Kontakt zu ihrer Schwester und einer anderen gemeinsamen Freundin aufgebaut, finde ich. Zumindest schreiben sie sich jetzt auch des öfteren SMS oder chatten zusammen, was früher so gut wie nie der Fall war. Deutlich positiv.

4.)

Das ist bei meiner Frau sicherlich ähnlich, denn zu Hause bei ihr ist es mit dem Gefühlsausdruck auch nicht so weit her gewesen. Da läuft es oftmals etwas... nunja... "gezwungen" ab – so als ob es eben unter der Oberfläche brodelt, sich aber niemand traut, etwas zu sagen. Da wird sie das sicherlich leider mitgenommen haben. Und ich auch zu einem gewissen Teil von meinen Eltern.

Es ist also manchmal müßig, nach des Pudels Kern zu suchen, und es drängt sie eventuell noch mehr in die Enge. Mir waren einfach bestimmte Dinge unangenehm und das wollte bzw. konnte ich nicht weiter reflektieren.

Das habe ich jetzt auch akzeptiert, das es eben nicht unbedingt einen Grund für ein Gefühl gibt. Manchmal ist es einfach so, ohne das man sagen könnte wieso. Das nehme ich jetzt an mir selbst deutlich genauer war... und respektiere das bei meiner Frau auch. Das sie in diesem Moment eben genau dieses Gefühl hat – und nicht daran herumdoktore, was sie dagegen tun kann (Was ich eben immer mal gern getan habe : Lösungen suchen). Ich nehme sie deutlich ernster, wenn es ihr beispielsweise mit etwas nicht gut geht, dann gehe ich jetzt mehr darauf ein, als früher. Das hatte ich früher nicht so in dem Maße begriffen fürchte ich.

Erst später habe ich erkannt, dass diese Verhalten meinerseits sehr egoistisch war und dass ich damit meine Beziehung in Gefahr brachte.

Das ist auch ein sehr großer Schritt, das zu erkennen – Glückwunsch. Da kommt mir jetzt, nach diesem ganzen Hin und her, was ich für mich hatte, immer wieder in den Sinn: Fehlende Kommunikation. Wenn man drüber geredet hätte, wie gut oder mies es einem mit der und der Sache gegangen ist, dann hätte man sich viel Ärger ersparen können. Einfach gesagt ;-)

Ich weiß, das ist jetzt alles theoretisch, weil ihr ja schon lange nichts mehr miteinander hattet, aber – wenn es dann doch mal dazu kam – warum hat sie nach ein paar Minuten nicht mehr gewollt und Du musstest außerhalb von ihr kommen? Du schreibst, es war ihr unangenehm: Im körperlichen Sinne? Also hatte sie Schmerzen durch die Reibung? Oder eine psychische Blockade, die ihr sagte "jetzt reichts"? Das habe ich noch nicht ganz verstanden.

Gute Frage eigentlich. Wahrscheinlich eine Kombination aus beidem, zum einen eben unangenehm durch die Reibung und damit letztlich auch verbunden der Wunsch, das es doch "nun langsam einmal genug sei". So ganz weis ich das auch nicht, denn da widersprechen sich meiner Meinung nach das was sie sagt und das was sie tut. Hauptsächlich denke ich allerdings, das sie die Reibung irgendwann stört – und dann eben (etwas) die Lust verliert. Wahrscheinlich stellen wir uns beide da auch nicht sonderlich geschickt an, wenn es darum geht, die Lust zu "erhalten" bzw. zu wecken – zumindest komme ich selbst mir da eher unbeholfen vor. Bitte jetzt nicht lachen, aber irgendwie geht mir das alles einfach zu schnell. Ganz so schlimm ist es nicht, aber wenn ich da an die letzte Woche denke, komme ich mir schon so ein bisschen vor, wie ein Reh, das im Scheinwerferlicht des Autos erstarrt ist. Das geht so ein bisschen an mir vorbei... so etwas passiv komme ich mir vor. Ein komisches Gefühl ist es. Vermulich kommt es eben davon, das ich … naja... notgedrungen motiviert, normalerweise nicht mehr an irgendwelche Erregungsmöglichkeiten oder derartiges denke, weil es eben … "unfruchtbar" ist bisher. Da bleibt dann wohl auch die Kreativität diesbezüglich auf der Strecke.

Prinzipiell würde ich sagen, ihr müsst auf jeden Fall eine Paartherapie versuchen, denn es ist wichtig, so etwas mit einer neutralen Person zu besprechen. Einen Versuch wäre es Wert.

Danke für die Ermutigung :-) Ich selbst bin jetzt immerhin schonmal im Gespräch mit einem Therapeuten... nur für mich. Natürlich kommt das WIR da auch oft zur Sprache. Besser wäre es natürlich, käme sie auch mit, aber ich glaube nicht, das dies noch etwas wird. Die Therapeutin hat mich ermutigt, mit meiner Frau darüber zu sprechen, was wir in den Beratungen machen... und wie es mir dabei und damit geht. Denn das habe ich bisher noch nicht getan. Habe ihr nur einmal gesagt, das ich halt vor hätte dahin zu gehen. Mehr habe ich allerdings nicht davon erzählt. Bis mir die Therapeutin das nahe gelegt hatte, kam ich gar nicht auf die Idee meiner Frau davon näheres zu erzählen, oder auch einfach nur, wann ich denn Termine dort hätte. Naja, da komme ich mir schon irgendwie blöde dabei vor, ihr davon zu erzählen, auch wenn ich nicht weiss, warum eigentlich. Wahrscheinlich muss ich mir einfach nur dazu überwinden.

Halte an Deinen Wünschen fest und lass sie nicht noch mehr eingehen nur um des lieben Friedens Willen. Das macht Deine Frau nicht glücklich, auch wenn es den Anschein hat.

Danke für Deine Ermutigung!! Ich bleibe da weiterhin am Ball... auch wenn ich momentan etwas … ratlos bin, wie ich weitermachen soll... da mir eben auch klar geworden ist, das es doch vermutlich sehr viel Zeit brauchen wird.

V(abehnxe1*


Hi Berkel,

schön von Dir zu hören. Ich dachte schon, Du hättest jetzt alles ad acta gelegt, bist vielleicht inzwischen getrennt, oder Ähnliches.

Ich kann gut verstehen, dass es befreiend sein kann, das Thema Sexualität erstmal auszuklammern, andere Prioritäten zu setzen und sich damit nicht mehr verrückt zu machen.

Bei uns war/ist es ähnlich, und wir müssen uns jetzt erst wieder ganz neu aufeinander einstellen. Und das geht auch nicht von heute auf morgen.

Klar habe ich meinem Freund erzählt, was ich für Sorgen, Probleme und Schmerzen dabei habe. Er hat es auch verstanden, trotzdem hat es ihn natürlich ganz schön fertig gemacht, und er hat die Schuld zuweilen bei sich gesucht, oder mir unterstellt, dass es eine Ausrede ist oder eine psychosomatische Reaktion auf eine körperliche Abneigung gegen ihn. Da wir beide ratlos waren und auch Ärzte mir nicht helfen konnten, steckten wir natürlich in einer Sackgasse, die uns beiden zu schaffen gemacht hat.

Durch meine Beschwerden habe ich ja auch sein Leben ziemlich eingeschränkt, und seinen Zugang zu seiner Sexualität und seinem Körper verkompliziert. Nur, ich konnte nicht anders, und ich habe mir mehr als genug Vorwürfe deswegen gemacht. Als mein Vater vor einiger Zeit an der Prostata operiert werden musste, ist dies besonders hochgekommen. Da wurde mir erst recht bewusst, dass durch diese Situation mein Freund seine besten bzw. virilsten Jahre in einem erzwungenen Fast-Zölibät verbrachte. Und am schlimmsten war daran, dass wir keine Aussicht auf Besserung oder Heilung hatten.

Was mich an Deiner Geschichte stutzig macht ist, dass Deine Frau scheinbar deswegen überhaupt kein schlechtes Gewissen hat. Wenn sie Dir sogar sagt: "Aber gewöhn Dich jetzt bloß nicht dran", dann kommt es mir so vor, als wenn sie ihr Verhalten als normal einstuft, während sie Dein Verhalten als vollkommen unangebracht und übertrieben betrachtet.

Dass sie Dich damit in die ungute und entwürdigende Position eines Bittstellers bringt, die für die meisten Frauen auch noch extrem abtörnend ist, scheint ihr dabei nicht bewusst zu sein. Auch diese plötzlichen Sex-Attacken im Urlaub finde ich recht merkwürdig. Was erwartet sie in diesem Moment von Dir? Oder besser gesagt, wie kann sie erwarten, dass Du so plötzlich ohne Probleme funktionierst und Dich dann wieder für Monate einmotten lässt? Was würde eigentlich passieren, wenn Du Dich ihr verweigern würdest? Oder hast Du das etwa schonmal probiert?

Ich hatte kurzzeitig gedacht, dass Deiner Frau vielleicht genau die Situation gefällt, dass sie Dich überrascht und Du fast nicht damit klarkommst. Aber irgendwie passt das auch wieder nicht, denn selbst wenn es so ist, scheint sie ja irgendwann die Lust zu verlieren. Ehrlich gesagt bin ich da echt ratlos. Wenn sich wirklich etwas ändern sollte, müsste wahrscheinlich vor allem sie in einer Therapie an sich arbeiten. Prinzipiell ist wahrscheinlich die allerschwerste Erkenntnis in solchen Fällen (zähle mich zum Teil selbst dazu), dass das eigene Handeln Konsequenzen hat, und nicht immer nur die einzig mögliche Reaktion auf das Verhalten anderer ist. Als erwachsener Mensch muss man irgendwann Verantwortung für sein Handeln übernehmen und auch Verantwortung für seine Partnerschaft oder Ehe.

Vielleicht wäre ein erster Ansatz, Deiner Frau von Deiner Therapie zu erzählen, ihr neue Erkenntnisse und Fortschritte mitzuteilen und wie sehr es Dich weiterbringt. Vielleicht macht es sie neugierig, vielleicht auch nicht. Aber davon wissen sollte sie schon, denke ich. Ich glaube, landläufig existieren die kuriosesten Vorstellungen, was in so einer Gesprächstherapie alles passiert. Wenn sie merkt, wie sehr es dir weiterhilft, verliert sie vielleicht die scheu davor. Und es müsste ja auch erstmal keine Paartherapie sein. Vielleicht könnte sie so etwas erstmal für sich alleine und ohne "Zielsetzung" machen. Leider habe ich keine Erfahrungen mit Therapien, aber ich glaube – auch durch Beobachtung bei Freunden und Familie, dass es in den meisten Fällen eher nutzt als schadet.

Jedenfalls freut es mich zu hören, dass Du für Dich einige Erkenntnisse gewonnen hast, und merkst, dass die Veränderung in Deinem Verhalten zu Fortschritten in Eurem Miteinander führen. Jetzt wäre dir nur noch zu wünschen, dass auch Deine Frau irgendwann merkt, dass sie Dir entgegenkommen muss und etwas investieren und vielleicht sogar riskieren, damit es Euch beiden besser geht.

Ich drück' Dir die Daumen!!!! *:)

beeFrkexl


Ich kann gut verstehen, dass es befreiend sein kann, das Thema Sexualität erstmal auszuklammern, andere Prioritäten zu setzen und sich damit nicht mehr verrückt zu machen.

Bei uns war/ist es ähnlich, und wir müssen uns jetzt erst wieder ganz neu aufeinander einstellen. Und das geht auch nicht von heute auf morgen.

Das ist schon was langwieriges, natürlich. Auch wenn das manches Mal auch sehr schwer ist – soviel "Geduld" aufzubringen, gerade wenn einem selbst vielleicht schon so einiges mehr davon klar geworden ist.

Klar habe ich meinem Freund erzählt, was ich für Sorgen, Probleme und Schmerzen dabei habe. Er hat es auch verstanden, trotzdem hat es ihn natürlich ganz schön fertig gemacht, und er hat die Schuld zuweilen bei sich gesucht, oder mir unterstellt, dass es eine Ausrede ist oder eine psychosomatische Reaktion auf eine körperliche Abneigung gegen ihn. Da wir beide ratlos waren und auch Ärzte mir nicht helfen konnten, steckten wir natürlich in einer Sackgasse, die uns beiden zu schaffen gemacht hat.

Das kommt mir sehr bekannt vor, was bei Deinem Freund vorgegangen ist. Das ist auch eine extrem belastende Situation, wenigstens habt ihr offenbar mehr miteinander darüber gesprochen. Das fehlt mir hier bei uns doch deutlich mehr – da kann ich mir dann auch alles mögliche (schreckliche) Ausmalen.

Durch meine Beschwerden habe ich ja auch sein Leben ziemlich eingeschränkt, und seinen Zugang zu seiner Sexualität und seinem Körper verkompliziert. Nur, ich konnte nicht anders, und ich habe mir mehr als genug Vorwürfe deswegen gemacht. Als mein Vater vor einiger Zeit an der Prostata operiert werden musste, ist dies besonders hochgekommen. Da wurde mir erst recht bewusst, dass durch diese Situation mein Freund seine besten bzw. virilsten Jahre in einem erzwungenen Fast-Zölibät verbrachte. Und am schlimmsten war daran, dass wir keine Aussicht auf Besserung oder Heilung hatten.

Wenn man es so sieht, dann bekommt es schon ein ganz anderes "Gewicht", denn diese Zeit ist damit "verloren". So direkt habe ich daran noch gar nicht gedacht – auch wenn ich selbst damit, bisher jedenfalls, kein Problem hatte – also mit dem Gedanken daran. Vielleicht kommt das später noch, aber ich hoffe eigentlich nicht, das ich das großartig bereuen werde.

Was mich an Deiner Geschichte stutzig macht ist, dass Deine Frau scheinbar deswegen überhaupt kein schlechtes Gewissen hat. Wenn sie Dir sogar sagt: "Aber gewöhn Dich jetzt bloß nicht dran", dann kommt es mir so vor, als wenn sie ihr Verhalten als normal einstuft, während sie Dein Verhalten als vollkommen unangebracht und übertrieben betrachtet.

Das könnte ich so übernehmen – ohne weitere Worte, denn genauso kommt es bei mir auch an. Und das ist auch genau ein Punkt, der mir etwas unbegreiflich ist. Irgendwie hat sie da scheinbar ein völlig anderes Verständnis davon ohne allerdings direkt damit rauszurücken, WAS sie sich denn eigentlich vorstellt.

Sie wartet auch irgendwie darauf, das sie von selbst aus Lust bekommt – einfach so aus heiterem Himmel. Jedenfalls hört es sich von ihr aus so an, sie hätte da keine Ahnung, das kommt halt einfach. Aha, sag ich nur. Mag auch sein, das ich absolut unfähig dabei bin sie irgendwie zu verführen, da bin ich mir auch völlig unsicher. Hat auch bisher, soweit ich mich erinnern kann auch noch nie "funktioniert", jedenfalls nie, wenn ich das mal vorhatte. Naja, habe ich auch schon lange nicht mehr versucht ;-)

Dass sie Dich damit in die ungute und entwürdigende Position eines Bittstellers bringt, die für die meisten Frauen auch noch extrem abtörnend ist, scheint ihr dabei nicht bewusst zu sein.

So wie es sich mir darstellt, hat sie dabei glaube ich einfach gar kein "Konzept", durch das ihr sowas auffallen würde. Ich stehe da leider sehr im Dunklen, was da wohl in ihr vorgehen mag – da kann ich mir viel überlegen.

Auch diese plötzlichen Sex-Attacken im Urlaub finde ich recht merkwürdig. Was erwartet sie in diesem Moment von Dir? Oder besser gesagt, wie kann sie erwarten, dass Du so plötzlich ohne Probleme funktionierst und Dich dann wieder für Monate einmotten lässt? Was würde eigentlich passieren, wenn Du Dich ihr verweigern würdest? Oder hast Du das etwa schonmal probiert?

Tja, gute Frage. Sie geht davon aus, das ich sowieso "immer" möchte – von daher wäre das sicherlich ein gewisser Schock, wenn ich da Nein sagen würde. Wie schon angedeutet hat es immer etwas von... "Du, ich bin gerade heiß, das müssen wir nutzen" – wie so eine günstige und extrem seltene Gelegenheit... Da verknotet sich immer etwas bei mir im Gehirn, das kann ich so irgendwie gar nicht nachvollziehen, wie sie zu dieser Ansicht kommt. Zumindest scheint für Sie das eine Tatsache zu sein.

Vor langer Zeit habe ich das irgendwann schonmal gemacht, das weis ich noch. Da hatte ich einfach keine Lust dazu und da war ihr Kommentar nur "Dann hast Du halt Pech gehabt." Da ist mir schon die Kinnlade rundergeklappt. Habe glaube ich etwas von "Wieso ich? Du wolltest doch?!?" verlauten lassen, aber das war dann auch alles, von ihr kam dann nichts mehr. Da mag mich aber auch mein Gedächtnis trügen.Wie das jetzt wäre? Gute Frage – ist allerdings auch schwierig, denn eigentlich freue ich mich da ja tierisch drauf. Blöde Kiste.

Gut zu hören, das nicht nur ich damit Probleme habe, das verstehen zu wollen :-)

Ich hatte kurzzeitig gedacht, dass Deiner Frau vielleicht genau die Situation gefällt, dass sie Dich überrascht und Du fast nicht damit klarkommst. Aber irgendwie passt das auch wieder nicht, denn selbst wenn es so ist, scheint sie ja irgendwann die Lust zu verlieren.

Eben, so gegen "gelegentliche" Überrschungen hätte ich weis Gott nichts einzuwenden. Das ist doch auch wirklich schön einfach mal was unerwartetes passieren zu lassen. Es ist offenbar so, das sie Angst hat, das ihre Lust wieder verschwindet, wenn es nicht gleich losgeht. Und dann wäre es eben auch wieder auf Dauer weg. Das ist für sie eine Tatsache. Vielleicht ist es ja tatsächlich so bei ihr... ich vermute eher, das sie sich da selbst blockiert mit irgendwelchen Vorstellungen. Naja, dafür muss sie einfach nunmal was sagen, sonst ist eben einfach nur Verwirrung und Ratezeit.

Ehrlich gesagt bin ich da echt ratlos. Wenn sich wirklich etwas ändern sollte, müsste wahrscheinlich vor allem sie in einer Therapie an sich arbeiten. Prinzipiell ist wahrscheinlich die allerschwerste Erkenntnis in solchen Fällen (zähle mich zum Teil selbst dazu), dass das eigene Handeln Konsequenzen hat, und nicht immer nur die einzig mögliche Reaktion auf das Verhalten anderer ist. Als erwachsener Mensch muss man irgendwann Verantwortung für sein Handeln übernehmen und auch Verantwortung für seine Partnerschaft oder Ehe.

Ja genau. Da denke ich fängt es bei ihr so langsam damit an, das ihr das klar wird. Das es Konsequenzen hat, was sie da tut.

Kurzer Themenwechsel dazu: Wir sind noch im Urlaub, der jetzt am letzten Abend angekommen ist. Sie ist schon seid 1-2 Tagen abweisender und grummeliger. Es kamen dann so Kommentare wie "Lass mich in Ruhe", als ich sie einfach nur morgens in den Arm nehmen wollte, kurz nach dem Aufwachen. Als wenn ich sie mit irgendwas angefallen hätte?! Naja, hat vielleicht schlecht geschlafen, kommt vor. Erst heute Nachmittag habe ich sie dann drauf angesprochen, warum sie wieder so aggressiv ist – Sie: "Was Du Dir wieder denkst – bin ich doch gar nicht." Ich: (erkläre warum) Sie: (feuchte Augen) Na, kannst Du Dir doch denken, weil der Urlaub jetzt zuende ist. Ich: Und? Meinst Du es wird besser, wenn Du Dich zurückziehst? Meinst Du mir geht’s besser?

Nun, seid dem ist wieder bessere Stimmung – meine Güte, warum macht sie das eigentlich so schwer?

Vielleicht wäre ein erster Ansatz, Deiner Frau von Deiner Therapie zu erzählen, ihr neue Erkenntnisse und Fortschritte mitzuteilen und wie sehr es Dich weiterbringt. Vielleicht macht es sie neugierig, vielleicht auch nicht. Aber davon wissen sollte sie schon, denke ich. Ich glaube, landläufig existieren die kuriosesten Vorstellungen, was in so einer Gesprächstherapie alles passiert. Wenn sie merkt, wie sehr es dir weiterhilft, verliert sie vielleicht die scheu davor. Und es müsste ja auch erstmal keine Paartherapie sein. Vielleicht könnte sie so etwas erstmal für sich alleine und ohne "Zielsetzung" machen. Leider habe ich keine Erfahrungen mit Therapien, aber ich glaube – auch durch Beobachtung bei Freunden und Familie, dass es in den meisten Fällen eher nutzt als schadet.

Das werde ich auch machen, auch wenn ich noch nicht weis, wie ich das anfangen soll. Denn sie weis ja noch nichtmal, WANN bzw. DAS denn überhaupt Termine sind. Vielleicht ist das auch mein Fehler, doch … naja... ich erwarte letztlich auch, wenn ich ihr sage, das ich zum Therapeuten gehen würde, das sie dann auch mal nachfragt, was / wie / wer / wo – ansonsten kann es sich nicht interessieren. Hmm... vielleicht sollte ich es auch einfach sagen, anstatt implizit auf solch ein Interesse zu "warten".

Ich drück' Dir die Daumen!!!!

Dankeschön @:)

V!abexne1*


Hi Berkel,

da bin ich wieder. Wir waren nämlich auch im Urlaub, und da hatte ich keine Möglichekeit, ins Internet zu gehen.

Wie ist denn Euer Urlaub ausgegangen? Deine Frau scheint echt im Beruf sehr unter Druck zu stehen, wenn sie schon die letzten Tage des Urlaubs unglücklich machen....

Gibt es denn nicht die Möglichkeit, dass sie sich nochmal umorientiert, in einen anderen Beruf umschult oder Ähnliches? Prinzipiell ist es wohl auch eine Frage des Stressmanagments, auch da gäbe es sicherlich Hilfe, wenn man dafür bereit ist.

Dass ihre sexuelle Lust so aus heiterem Himmel über sie kommt – leider zu selten – ist schwer nachzuvollziehen. In der Zeit, als es auch bei uns so selten war, habe ich an mir wahrgenommen, dass meine Lust umso größer war, wenn ich mich noch richtig lebhaft (wenn Du so willst körperlich) daran erinnern konnte und dass sie immer mehr verblasste, wenn wir lange Zeit gar keinen Sex hatte – was notgedrungenermaßen oft vorkam. Es wurde dann einfach immer mehr abstrakt und unbekannt – und die Sorgen, dass es nicht klappen könnte damit umso größer. Deswegen glaube ich, um ein erfülltes Sex-Leben zu haben, muss es einfach in einer gewissen Regelmäßigkeit passieren, und man muss mit Geduld und Rücksicht in irgendeiner Form "gemeinsam lernen".

Meinst Du, dass Deine Frau es ernst meinte, als sie sagte: "Dann hast Du eben Pech gehabt." Oder war es vielleicht nur eine Schutzreaktion um die Ablehnung erträglicher zu machen? Vielleicht ist sie tatsächlich der Meinung, dass diese wenigen Male, die sie Dir "gönnt", Dir zu Liebe geschehen und sie auch gut darauf verzichten könnte?

Jedenfalls musst Du ihr irgendwann klar machen, dass diese Form der Sexualität kontraproduktiv für Euch beide ist: Du fühlst Dich wie ein verschrecktes Reh und zweifelst an Deinen Fähigkeiten, weißt überhaupt nicht, wie Dir geschieht, wenn sie aus heiterem Himmel von Null auf Hundert gehen will und dann auch noch ungeduldig ist, wenn es nicht klappt, wie sie es sich vorstellt. Und sie denkt, sie kommt Dir entgegen, wundert sich dann, warum Du so komisch bist wo Du doch "ständig willst" und hat nach kurzer Zeit den Eindruck es bringt eh nichts und deswegen keine Lust mehr. Das ist doch für Euch beide nur enttäuschend...

Weiß eigentlich Deine Frau, dass Du Dich selbst befriedigst, oder vermutet sie es? Könnte es sein, dass sie das abschreckt? Kann es sein, dass sie sogar weiß, wie oft und dass sie denkt, so oft würdest Du Sex haben wollen, wenn Du nur könntest? Besprichst Du solche Dinge schon in der Therapie oder seid Ihr noch nicht so weit?

Berichte mal, wie es läuft wenn Du Deiner Frau von der Therapie erzählst. Ich hoffe, dass Deine Frau irgendwann Interesse daran zeigt, was Du dort machst – denn Du machst es auch um Eure Beziehung zu retten...

Weiterhin viel Glück!

bzerkxel


Hallo Vabene!

da bin ich wieder. Wir waren nämlich auch im Urlaub, und da hatte ich keine Möglichekeit, ins Internet zu gehen.

Macht doch nichts, waren wir ja auch – allerdings MIT Internet ;-)

Wie ist denn Euer Urlaub ausgegangen? Deine Frau scheint echt im Beruf sehr unter Druck zu stehen, wenn sie schon die letzten Tage des Urlaubs unglücklich machen....

Ich kann sie da doch auch verstehen, es ist auch schade, wenn die schöne Zeit wieder rum ist. Diesmal allerdings... naja, hat(te) sie auch noch eine weitere Woche frei, nachdem wir wieder zurück waren. Von daher erschliesst es sich mir nicht so ganz, doch gut, das ist eben ihre Empfindung. Ich fands auch schade, das wir wieder nach Hause mussten, doch hab ich mich auch durchaus wieder darauf gefreut.

Gibt es denn nicht die Möglichkeit, dass sie sich nochmal umorientiert, in einen anderen Beruf umschult oder Ähnliches? Prinzipiell ist es wohl auch eine Frage des Stressmanagments, auch da gäbe es sicherlich Hilfe, wenn man dafür bereit ist.

Die Möglichkeit gibts natürlich, doch möchte sie das nicht. Der Beruf gefällt ihr sehr gut, und es macht wohl oft auch sehr viel Spaß, wie sie sagt. Meist höre ich immer das Gegenteil, nämlich das es gerade soooo fertig machen würde usw. Da denke ich dann für mich eigentlich, das es letztlich doch nicht so schlimm sein kann, oder? Kann auch passen, mein Beruf macht mir auch Spaß, obwohl es eben manchmal sehr anstrengend ist... so soll es doch auch letztlich sein, finde ich. Das gehört irgendwie dazu... nur sollte man der Fairness halber versuchen, das aus der Beziehung herauszuhalten, im gewissen Rahmen natürlich. Eben so, das auch noch eine Beziehung dabei möglich ist. Da habe ich nämlich so den Eindruck, das dies etwas unterrepräsentiert ist, sozusagen.

Dass ihre sexuelle Lust so aus heiterem Himmel über sie kommt – leider zu selten – ist schwer nachzuvollziehen.

Da sagst Du was. Es ist einfach schwierig, da ich mich , so blöd das auch klingen mag, darauf gar nicht so schnell einstellen kann. 6 Monate blende ich möglichst alles aus, was irgendwie von ihr erotisch wirken mag, weil es eh fruchtlos bleibt. Und wenn es dann soweit ist bin ich wohl etwas überfordert und gar nicht so recht bei der Sache. Da kann ich immer nicht so recht glauben, was da gerade passiert – ganz komisches Gefühl eigentlich.

Es wurde dann einfach immer mehr abstrakt und unbekannt – und die Sorgen, dass es nicht klappen könnte damit umso größer. Deswegen glaube ich, um ein erfülltes Sex-Leben zu haben, muss es einfach in einer gewissen Regelmäßigkeit passieren, und man muss mit Geduld und Rücksicht in irgendeiner Form "gemeinsam lernen".

So eine gewisse Regelmäßigkeit ist schon sehr hilfreich, das denke ich auch. Man muss sich sonst jedes Mal komplett neu drauf einstellen, zumindest geht es mir so. Zumal ich finde, das es auch einer gewissen Übung bedarf, damit es eben richtig gut ist. Sei es auch nur der profane Grund, das man körperlich ungewohnte Bewegungen macht, was dann meist eher etwas "holperig" und gegebenenfalls sehr anstrengend ist. Der Vergleich hinkt natürlich, doch wenn man nur einmal im Jahr Tango tanzt, kann ich nicht erwarten, das es ein feuriger und leidenschaftlicher Tanz wird, da man weniger mit Ausdruck, als damit beschäftigt ist, sich zu überlegen, wo der Fuß als nächstes hinkommt.

Meinst Du, dass Deine Frau es ernst meinte, als sie sagte: "Dann hast Du eben Pech gehabt." Oder war es vielleicht nur eine Schutzreaktion um die Ablehnung erträglicher zu machen? Vielleicht ist sie tatsächlich der Meinung, dass diese wenigen Male, die sie Dir "gönnt", Dir zu Liebe geschehen und sie auch gut darauf verzichten könnte?

Das kann ich leider nicht beantworten. :-( Vielleicht braucht sie das auch gar nicht, mag durchaus sein. Es passt für mich nur alles nicht zusammen, denn wenn wir sex haben, gefällt ihr das auch, wie sie sagt. In den letzten... naja, so 2 Jahren vielleicht inzwischen, kann ich das auch glauben, so wie sie sich dabei verhält, siehe eben den August 2010. Weisst Du, ich verstehe nicht, wie ihr das so gefallen kann... und dann von heute auf morgen "braucht" sie das nicht mehr?! Das ist mir leider zu hoch...

Jedenfalls musst Du ihr irgendwann klar machen, dass diese Form der Sexualität kontraproduktiv für Euch beide ist: Du fühlst Dich wie ein verschrecktes Reh und zweifelst an Deinen Fähigkeiten, weißt überhaupt nicht, wie Dir geschieht, wenn sie aus heiterem Himmel von Null auf Hundert gehen will und dann auch noch ungeduldig ist, wenn es nicht klappt, wie sie es sich vorstellt. Und sie denkt, sie kommt Dir entgegen, wundert sich dann, warum Du so komisch bist wo Du doch "ständig willst" und hat nach kurzer Zeit den Eindruck es bringt eh nichts und deswegen keine Lust mehr. Das ist doch für Euch beide nur enttäuschend...

Sehr gut auf den Punkt gebracht :)= Das habe ich auch schon einige Male angeschnitten, wenn auch nicht so direkt, wie Du das jetzt getan hast. Vielleicht braucht es auch diese Direktheit bei uns – auf jeden Fall traue ich mich das jetzt auch wieder, so was anzusprechen :)z .

Weiß eigentlich Deine Frau, dass Du Dich selbst befriedigst, oder vermutet sie es? Könnte es sein, dass sie das abschreckt? Kann es sein, dass sie sogar weiß, wie oft und dass sie denkt, so oft würdest Du Sex haben wollen, wenn Du nur könntest?

Das sollte sie wisssen, jedenfall habe ich ihr das vor x-Jahren mal gesagt. Das sie das abschrecken könnte, daran hatte ich gar nicht gedacht... hat ja auch letztlich gar nichts mit ihr zu tun?! Oder auch nur damit, wie oft ich Sex haben will, das sind doch zwei verschiedene Paar Schuhe. Aber jetzt wo Du das sagst... mmm.... das wäre natürlich eine Erklärung dafür, warum sie offenbar davon ausgeht, ich würde sowieso "immer" Sex wollen. Autsch. :-o

Besprichst Du solche Dinge schon in der Therapie oder seid Ihr noch nicht so weit?

Über sowas haben wir nicht gesprochen, denn .... nunja, es ist ja keine Sexualtherapie. Bei der Beratung ging es mir eigentlich eher darum, zu schauen, wie ich unser Kommunikationsverhalten verbessern kann – sprich, ob/wie ich meine Gefühle besser ausdrücken kann. Da meine Frau sagte, das sich doch eher kühl rüberkäme (was auf sie im übrigen auch zutriffen, das aber nur am Rande) und mir das überhaupt nicht bewusst gewesen ist. Darum gings mir jetzt dabei – kurzum, es war keine Paartherapie, die ich jetzt am Wickel hatte ;-)

Berichte mal, wie es läuft wenn Du Deiner Frau von der Therapie erzählst. Ich hoffe, dass Deine Frau irgendwann Interesse daran zeigt, was Du dort machst – denn Du machst es auch um Eure Beziehung zu retten...

Ich habe ihr jetzt davon erzählt, was ich da gemacht habe... allerdings war ihre erste Sorge die, wieviel das denn jetzt kosten würde, oder ob die Krankenkasse das übernimmt. Äh... ja, wäre auch mein erstes Anliegen gewesen :|N Naja, konnte sie dann ob der Kosten beruhigen (war von der Universität eine Beratung). Da habe ich ihr dann auch gesagt, das ich das eben mache, weil ich nunmal daran arbeiten möchte, das ich weniger kühl bin. Sie hat dann einen etwas leicht...mmm... beschämten Eindruck gemacht und nicht mehr viel weiter dazu gesagt.

Hab ich es schonmal erwähnt? ;-) Es ist noch ein langer Weg.

V6abeonex1*


Ja berkel,

es ist sicherlich ein langer Weg. Und ich weiß, dass man das Gerede langsam nicht mehr hören kann. Aber ich glaube:

Ihr müsst diesen Weg gemeinsam gehen, sonst wird er in der Trennung enden.

Ich glaube, dass Ihr beiden viele Dinge mit Euch selbst ausmacht, weil Ihr dem anderen nicht zutraut, damit umzugehen oder dafür Verständnis zu haben. Klar, ist es auch wichtig, Dinge für sich allein zu haben. Aber bei so essentiellen Sachen muss man sich einfach vertrauen können.

Achte mal darauf, ob sie nicht indirekt doch ein bisschen Interesse an Deiner Therapie zeigt. Sicherlich hat es sie erstmal ein wenig beängstigt. Vielleicht denkt sie auch, Du kotzt Dich dort über sie aus. Wenn mir mein Freund so etwas erst im Nachhinein erzählen würde, würde ich vielleicht so etwas vermuten. Viele Menschen haben auch Angst davor, dass ihr Partner in einer Therapie irgendwie erst auf gewisse Probleme gestoßen wird und so vom Therapeuten beeinflusst werden kann, eine Beziehung zu beenden oder Dinge ans Tageslicht zu bringen, die wirklich unangenehm für den Anderen sind.

Aus der Ferne ist es immer einfach, gute Tipps zu geben, aber vielleicht hilft es auch manchmal, jemandem Denkanstöße zu geben, auf die man nur aus der Distanz kommen kann. Ich bin nämlich eigentlich gar kein so direkter Mensch. Und ich weiß nicht, ob Ihr so direkt darüber reden solltet, wie ich es oben formuliert habe.

wenn auch nicht so direkt, wie Du das jetzt getan hast.

Manchmal ist man selbst erstaunt, welche Umgangsweisen man im Forum so an den Tag legt. Freut mich, dass Du meiner Zustandsbeschreibung zustimmen konntest.

Auf jeden Fall hast du mit Deinem Tango-Vergleich ( :)= übrigens auch sehr gut gewählt) recht. Man braucht ein bisschen Übung, sowohl körperlich als auch seelisch. Und man braucht die Gewissheit, dass der andere einem wohlwollend gegenübersteht. Das hört sich jetzt sehr oberflächlich und allgemein an, aber ich glaube es gilt ganz besonders für das Sex-Leben. Wenn diese Sicherheit nicht exisitert oder abhanden kommt, wird es sehr schwer.

Willst du die Therapie weiter machen? Vielleicht gibt es dort auch Hilfsmittel, die es einem erleichtern, mit dem Partner über Sex zu reden? Ist nur so eine Idee, um das zentrale Problem mit einzubinden. Freut mich zumindest zu hören, dass Du dort auch schon mehr über Dich und Dein Verhalten gelernt hast.

Es passt für mich nur alles nicht zusammen, denn wenn wir sex haben, gefällt ihr das auch, wie sie sagt.

Ist das eigentlich erst der Fall, seit sie die Reiterstellung für sich entdeckt hat. Wie hat sie sich vorher dabei verhalten? Hast du vorher überhaupt keine Regung von ihr bemerkt?

Wie fühlst du Dich bei dieser Stellung? Außer dass Du natürlich froh bist, dass Du überhaupt Sex haben "darfst"? Und wieso willst/kannst Du auch dabei nicht in ihr kommen? War das schon immer so? Das ist nämlich ein Punkt, der mir noch immer nicht klar wird. Und ich hoffe, Du nimmst es mir nicht krumm, dass ich so darauf rumreite |-o !!!

Liebe Grüße erstmal, und ich freu mich von Dir zu hören...

b|ebrkexl


Hallo Vabene! @:)

Ihr müsst diesen Weg gemeinsam gehen, sonst wird er in der Trennung enden.

Zusammenarbeit ist natürlich auf jeden Fall nötig, keine Frage. Momentan habe ich aber, trotz der zeitlichen Länge des Ganzen eher den Eindruck, noch am Anfang der Reise zu stehen, von daher kann ich den Weg auch allein beginnen. Ich finde sie beginnt jetzt auch langsam mitzukommen – peu à peu.

Vielleicht denkt sie auch, Du kotzt Dich dort über sie aus. Wenn mir mein Freund so etwas erst im Nachhinein erzählen würde, würde ich vielleicht so etwas vermuten.

Klar, das würde ich mir auch denken, wenn das einfach so passiert. Nur gab es vorher schon etliche Gesprächsversuche und -angebote von mir, so das es ja nicht einfach so aus heiterem Himmel kommt. Auch wenn es vielleicht überzogen klingt, doch finde ich, wenn man den Partner konsequent ignoriert, dann ist es nicht verwunderlich, wenn er sich jemand anderen zum reden sucht. Zumindest wäre das für mich... die Konsequenz daraus.

Deshalb habe ich ihr nun auch davon berichtet, das ich zur Beratung für mich selbst gehen werde. Ich hatte ihr das schon zuvor angedeutet, so ist es nun nicht. Ich habe lediglich nicht erzählt (gehabt), das es losgegangen war, etc. Jetzt ist sie aber wenigstens etwas im Bilde, was ich dort wollte.

Und ich weiß nicht, ob Ihr so direkt darüber reden solltet, wie ich es oben formuliert habe.

Eigentlich bin ich eher ein direkter Typ, wenn ich mich denn entschlossen hab, was zu sagen, denke ich. So würde ich gern direkt fragen, ob ich sie mit meiner SB und deren Häufigkeit "unter Druck setze", bzw. erschrecke. Einfach so. Nur wird das nicht die Methode sein, mit der wir hier weiterkommen, deswegen werde ich das auch nicht tun – da hast Du recht ;-)

Auf jeden Fall hast du mit Deinem Tango-Vergleich ( übrigens auch sehr gut gewählt) recht.

Vielen Dank |-o ;-D

braucht ein bisschen Übung, sowohl körperlich als auch seelisch. Und man braucht die Gewissheit, dass der andere einem wohlwollend gegenübersteht.

Und dabei nicht nur einem Selbst, sondern auch der Berührung, der Nähe und dem Sex an sich wohlwollend gegenüber. Das man merkt das es dem Gegenüber Spaß macht. Zumindest finde ich es schlimm, als wenn man dabei ständig den Eindruck hat, den Partner zu belästigen. Das derjenige es möglichst ohne Aufwand hinter sich bringen möchte. Das hatte ich lange genug und das wünsche ich niemandem.

Willst du die Therapie weiter machen? Vielleicht gibt es dort auch Hilfsmittel, die es einem erleichtern, mit dem Partner über Sex zu reden? Ist nur so eine Idee, um das zentrale Problem mit einzubinden.

Was die Therapie angeht, die ist für mich, zumindest was das Ausdrücken meiner Gedanken angeht, soweit zuende. Zumindest habe weder ich, noch die Therapeutin momentan noch Fragen zu klären. Ich muß jetzt sehen, das ich diesen Weg konsequent weiterverfolge und damit zugänglicher werde. Das färbt jetzt schon auf meine Frau ab und da kann sich noch allerhand bewegen. Vielleicht ist dann irgendwann auch eine Paarberatung eine gute Idee – dafür müsste sie das auch erstmal angehen wollen. Und bis dahin wird es noch Zeit brauchen, wenn denn überhaupt.

Und was das reden über Sexualität angeht, da habe ich inzwischen eher weniger Probleme damit, denke ich jedenfalls. Das schwierige finde ich nur, das ich fürchte, das wir da ein anderes Grundniveau, ein anderes Grundverständnis haben – das die Gesprächsbasis verschieden ist. So das Ereignis mit der "Erotik unter der Dusche" oder das eine Erektion meinerseits nicht automatisch heisst, das ich ihr sofort die Klamotten vom Leib reissen möchte oder das man Lust auch durch zärtliches Beisammensein entfachen kann oder meinetwegen auch nur, wofür Gleitmittel überhaupt gut ist – ich dachte bisher das sei "Allgemeinwissen". Da muß ich eingestehen, das ich in der Vergangenheit dachte, das man darüber einfach nicht zu reden bräuchte – denn es war ja klar. Pustekuchen.

Da sie jetzt nicht mehr so brüsk reagiert und das alles schon abwürgt, werden wir uns da in Zukunft aber näher kommen können (zumal sie selbst auch noch nie!! gesagt hat, was sie beim Sex eigentlich möchte!).

Ist das eigentlich erst der Fall, seit sie die Reiterstellung für sich entdeckt hat. Wie hat sie sich vorher dabei verhalten? Hast du vorher überhaupt keine Regung von ihr bemerkt?

Ohne gerade ganz weit ausholen zu wollen, ein kleiner Abriss. Oftmals war es teilweise schon sehr regungslos. Ganz am Anfang war sie immer dabei (ohne wirklich etwas zu tun), aber nach ganz nach dem Eindringen hatte ich immer den Eindruck, als ob sie "nebenbei" auch gern telefonieren und Einkaufszettel schreiben könnte. Respektive "ob ich doch nichtmal langsam fertig sein müsse" (Originalzitat aus bösesten Zeiten). Sie hat dagelegen und mich machen lassen, letztlich. Spaß hat es, mir zumindest natürlich nicht gemacht und meist habe ich das dann auch einfach abgebrochen und eben händisch bei ihr (und oftmals auch bei mir oder auch nur bei ihr, weils mir vergangen war) zu einem Finale geführt.

Das ist schon ein krasser Gegensatz zu dem August 2010, wo sie völlig ausgewechselt war. Da hat sie sich das erste Mal oben auf "getraut" (hat sie vorher immer abgelehnt) und es hat ihr und mir tierisch gut gefallen |-o Und... nunja, das ist auch das erste Mal, seid...dem Anfang unserer Beziehung, wo sie tatsächlich aktiv dabei war und ich auch körperlich gespürt habe, das sie dabei ist – das sie sich auch mitbewegt und es sie heiss macht, um es auf den Punkt zu bringen. Das ist etwas völlig neues gewesen, so habe ich sie noch nichteinmal am Anfang unserer Beziehung erlebt.

Ich hoffe, das hat Deine Fragen etwas beleuchten können?

Wie fühlst du Dich bei dieser Stellung?

Hmm... da ich persönlich sonst nur den Missionar selbst erlebt habe... da gefällt mir dies 1000x besser, denn... mm.... wenn ich ehrlich bin, spüre ich hier auch einfach mehr. Mal abgesehen davon, das es IHR eben auch offensichtlich gefällt, sie sich mit bewegt und sie gar aufstöhnt, was ich sonst noch nie bei ihr gehört/gemerkt hatte. Von daher fühle ich mich da pudelwohl – warum fragst Du?

Und wieso willst/kannst Du auch dabei nicht in ihr kommen?

Im August 2010 habe ich das zum Schluss auch ein paar Male geschafft, aber ansonsten weis ich das auch nicht so genau. Ich meine, soooo oft haben wir das auch noch nicht gemacht, als das ich da genau wissen könnte, warum nicht ;-) Doch vermute ich, das es daran liegt, das ich eigentlich... naja... eben so ca. 6 Monate versuche das alles zu unterdrücken. Da kann ich mich nicht genug fallen lassen, das ich dabei kommen könnte, so von jetzt auf gleich. Meist geht mir da immer was anderes durch den Kopf, wie ich in den letzten Posts schon geschrieben hatte. Mal abgesehen davon, das es auch ... mmm.... eine sehr sanfte Berührung ist, wo ich mich schon sehr darauf konzentrieren muß, Meist reicht das einfach nicht um ... über den Gipfel zu kommen – da bleibe ich immer knapp darunter, so sehr ich mich auch bemühe. Da es nun die letzten Male in dem August geklappt hat, sehe ich das als Bestätigung dafür, das es eben so eine gewisse Eingespielheit und ein Vertrauen braucht für mich.

Das ist übrigens auch der Fall, wenn sie es mit der Hand dann weitermacht. Da muß ich mich auch extrem drauf konzentrieren, damit es klappt – da ist der Berührungsreiz aber nun deutlich höher. Mag auch sein, das ich eben auch, von der SB her, das händische eben einfach gewöhnt bin – das ist für mich nun leider ja das Normale.

Das wird alles in verschiedenen Anteilen zusammenspielen, denke ich.

War das schon immer so?

Hmm... also ... ich weis, das es ganz am Anfang unserer Beziehung eigentlich geklappt hatte, das ich zum Orgasmus beim miteinander schlafen komme. Das wurde dann eben immer weniger – vermutlich eben auch wegen der Umstände. Ich weis, das es ihr irgendwann damals unangenehm wurde. So im Rückblick lag es wohl daran, das sie nicht feucht genug war, aber auf die Idee sind wir zwei Dummerchen nicht gekommen. So hab ich dann oftmals gar nicht mehr den Versuch gewagt und wir haben uns einfach gleich händisch vergnügt. Naja... das wurde dann eben auch weniger... steht ja schon irgendwo alles im Faden, denke ich ;-) Ansonsten nachfragen.

Vielleicht steckt damit auch drin, das ich ihr damit Unbehagen bereite, wenn ich mit ihr schlafe... und von daher "Kann ich einfach nicht". ?!?! Wäre auch möglich – so unterbewusst.

Ich erwähne das hier mal, wo wir gerade beim Thema sind und die Frage vielleicht aufkommt und die Gedanken in diese Richtung gehen. Wir schlafen immer mit Kondom miteinander – selbst in den ganzen Jahren, in denen sie die Pille genommen hatte. Sprich: Es gibt dabei auch keine Angst vor Schwangerschaft oder dergleichen.

War das schon immer so? Das ist nämlich ein Punkt, der mir noch immer nicht klar wird. Und ich hoffe, Du nimmst es mir nicht krumm, dass ich so darauf rumreite !!!

*hüstel* Verzeih mir, doch ob der Steilvorlage kann ich mich nicht zurückhalten: Reite drauf rum, soviel Du willst – ich mag das ;-) |-o :-X

Einfach fragen.... vielleicht hilfts ja weiter.. :-) *:)

VDabTenxe1*


Oh ja, Steilvorlagen sind meine Spezialität!

War mir ja auch schon klar, dass der Zusammenhang passte... o:)

von daher kann ich den Weg auch allein beginnen. Ich finde sie beginnt jetzt auch langsam mitzukommen – peu à peu.

Schön, dass Du diesen Anfang machst. Es wird Euch sicherlich weiterbringen. Und Du machst es ja auch behutsam, so dass sie sich nicht von Deinem "neuen" Wissen überfahren fühlen muss.

Ich hab es mir nur so vergestellt, wie wenn ein Pärchen zusammen beschließt abzunehmen – und der eine erzielt Erfolge, während der andere auf der Strecke bleibt. Das stelle ich mir halt schwierig vor, weil der eine ein neues Selbstwertgefühl entwickeln kann, während es für den anderen frustrierend sein kann und Ängste produziert. Das ist allerdings natürlich kein Grund immer in dem gleichen Trott weiter zu fahren... Das gleiche gilt dann wohl auch für die Therapie. Wenn sie nicht bereit ist, mit Dir zu reden, dann hast Du natürlich das Recht, in einer Therapie zu reden. Dass sie da außen vor ist, ist ja in gewisser Weise ihre eigene Schuld.

Ich muß jetzt sehen, das ich diesen Weg konsequent weiterverfolge und damit zugänglicher werde. Das färbt jetzt schon auf meine Frau ab und da kann sich noch allerhand bewegen.

Das denke ich auch! Und da zeigt sich mal wieder dass Probleme beim Sex oft doch nur der Gipfel des Eisberges sind (das ist jetzt nicht als Metapher zu verstehen!). Ich freu mich zumindest für Euch, dass Ihr im täglichen Umgang ein neues Miteinander gefunden habt und das ist sicherlich die beste Basis, irgendwann auch körperlich miteinander positiver umzugehen.

Das man merkt das es dem Gegenüber Spaß macht. Zumindest finde ich es schlimm, als wenn man dabei ständig den Eindruck hat, den Partner zu belästigen. Das derjenige es möglichst ohne Aufwand hinter sich bringen möchte. Das hatte ich lange genug und das wünsche ich niemandem.

Das kann ich sehr gut verstehen. Meinem Freund ging es auch zuweilen so. Und es muss sehr schlimm sein für einen Mann. Wir mussten auch des öfteren abbrechen, weil ich Schmerzen hatte. Auch wenn er es besonders lange hinauszögern oder nochmal die Stellung wechseln wollte um es auch für mich schöner zu machen, war ich meistens nicht sehr angetan. Er konnte zwar damit umgehen, aber es war sicher nicht leicht für ihn.

So wie Du, war er natürlich sehr einfühlsam und wollte mir nicht wehtun, aber es hat sicherlich auch auf ihn abgefärbt, dass mein Zugang zur Sexualität so kompliziert war.

Da muß ich eingestehen, das ich in der Vergangenheit dachte, das man darüber einfach nicht zu reden bräuchte – denn es war ja klar. Pustekuchen.

Ja, diesen Grundfehler begehen viele, auch Frauen. Sie denken, der Mann muss irgendwie spüren, was ihnen gefällt. Aber damit lassen sie ihn im Regen stehen. Es ist halt nicht einfach, seine Wünsche zu formulieren, und man muss eine gewissen Schamgrenze überwinden, aber das ist es auf jeden Fall wert. Ich wünsche Dir zumindest, dass Deine Frau auch bald so weit ist – denn da scheinen ja Wünsche und Vorstellungen in ihr zu existieren.

Das mit den Kondomen ist so eine Sache. Wir sind eigentlich nie damit klargekommen |-o . Ich hatte auch mal eine Zeit lang die Pille abgesetzt, aber da hab ich mich selbst in guten Phasen aus Angst vor einer Schwangerschaft überhaupt nicht mehr getraut, Sex zu haben.

Warum habt Ihr sie sogar benutzt, als sie die Pille noch genommen hat? Wenn es bei uns doch mal damit geklappt hat fand ich es auch nicht so schön wie ohne. Vielleicht müsst Ihr auch mal die Sorte wechseln, manche sind vielleicht zu glatt?

So hab ich dann oftmals gar nicht mehr den Versuch gewagt und wir haben uns einfach gleich händisch vergnügt.

Und dann ist sie doch sicherlich feucht geworden, oder nicht? Also ich bin ja nun wirklich kein Experte, aber die meisten machen das doch als Vorspiel um richtig erregt zu werden? Übrigens, kennt sie denn deine SB-Technik? Vielleicht kannst Du es ihr beibringen, damit es intensiver ist, wenn sie Dich mit der Hand befriedigt? Und vielleicht hat ja sogar sie eine besondere Technik, die Du lernen kannst? Ich weiß, das ist ein heikles Thema und nicht jedermans Sache, aber man kann sich ja auch kleine Hinweise geben wenn man nicht bereit ist, es dem anderen vorzuführen? Ich habe es auch erst lernen müssen, aber Sex sollte nicht stumm ablaufen. Genauso wie ihre Bewegungen und ihr stöhnen Dich erregt, kann es Euch erregen, wenn Ihr Euch sagt, was Ihr wollt, und was Euch anmacht.

Ich weiß, das ist alles erst Zukunftsmusik! Aber ich glaube ganz sicher, dass Deine Frau irgendwann aus ihrem Schneckenhaus rauskommt. Sie wird merken, dass Du für Euch beide kämpfst und nicht gegen sie. Und da sie sich jetzt schon wohler fühlt im alltäglichen Umgang mit Dir und ihr die allergrößten Missverständnisse aus der Welt geschafft habt, wird sie sicherlich auch bald merken, dass Sex keine Dienstleistung ist, und dass eine aktive Rolle dabei ihr sehr viel mehr bringen kann, als sie vielleicht eine Zeit lang gedacht haben mag. Der Anfang ist doch schon damit gemacht, dass sie ihre ersten "erfüllenden" Momente mit Dir gehabt hat.

Ich wünsch' Euch alles Glück der Erde!!!!

bHer!kel


Und Du machst es ja auch behutsam, so dass sie sich nicht von Deinem "neuen" Wissen überfahren fühlen muss.

Ich versuche es jedenfalls – immer gelingt das nicht gerade habe ich den Eindruck, aber immerhin. Es ist da immer sehr schwierig halbwegs geeignete Momente zu finden, zumindest tue ich mich damit etwas schwer. Vorhin beispielsweise sagte sie etwas über die Arbeit und beschwerte sich dann über meine komischen Nachfragen, ich würde das doch sowieso nicht verstehen (wollen). Habe dann gesagt, das es auch schwer ist, wenn sie es mir nicht erklären will – und das dies genau so ein Grund sei, warum wir mehr miteinander Reden müssten. Es sei doch umgekehrt so ähnlich – wie die Situation unter der Dusche... da verstünde sie das auch nicht, was ich meinen würde. Da schaute sie mich dann wie ein Auto ;-) Deshalb ist es wichtig das wir sowas klären und erklären... sonst geht die Partnerschaft auf Dauer einfach kaputt, weil man sich letztlich wohl grundlos ärgert das der andere einen nicht versteht – ohne dem Partner überhaupt die Chance zu geben, es überhaupt zu verstehen, sozusagen.

Da war sie ganz schön stinkig danach...und das hätte ich mich vor einem halben Jahr nicht mal getraut zu sagen. Naja, der Ärger verflog dann auch langsam wieder – war vielleicht auch eine "harte Nuss", aber trotzdem.

Wenn sie nicht bereit ist, mit Dir zu reden, dann hast Du natürlich das Recht, in einer Therapie zu reden. Dass sie da außen vor ist, ist ja in gewisser Weise ihre eigene Schuld.

Letztlich schon, auch wenn ich implizit die Hoffnung habe, das sie dadurch ... nunja, auch reden möchte, weil sie merkt das etwas im Raum steht. Etwas naiv, aber so bin ich manchmal ;-) Auf jeden Fall tut es mir einfach gut, das für mich selbst zu reflektieren und zu verstehen, was meine Seite betrifft.

Er konnte zwar damit umgehen, aber es war sicher nicht leicht für ihn.

Ich denke, das würde Dir (bzw. einer Frau) genauso ergehen, wenn die Situation umgekehrt wäre. Allein der Gedanke daran, das ich ihr weh tun würde, wenn wir miteinander schlafen... naja... also... schreckt schon einfach ab. Das ist schon wirklich nicht leicht. Bei uns kam dann nun leider auch noch dazu, das sie eben auch einfach zu still geblieben ist und nicht groß versucht hat, daran etwas zu ändern. Also das wir beispielsweise auch nur eine andere Stellung ausprobieren, oder mal Gleitgel oder das wir uns überhaupt mal Zeit für ein Vorspiel nehmen (was sie abgelehnt hatte).Es wurde dann eben auch einfach ... verkrampft dadurch, wenn man gewissermaßen darauf wartet, das es beginnt weh zu tun... etwas übertrieben gesagt. Aber wem sage ich das – ihr kennt das leider auch.

So wie Du, war er natürlich sehr einfühlsam und wollte mir nicht wehtun, aber es hat sicherlich auch auf ihn abgefärbt, dass mein Zugang zur Sexualität so kompliziert war.

Ich fürchte, ich muss Dir dabei recht geben. Das färbt natürlich ab – vor allem dann, wenn eben mehr oder minder Schweigen herrscht. Dann kann man(n) sich dann alles mögliche fiese überlegen, denn es ist genug Raum für Spekulationen vorhanden.

Ja, diesen Grundfehler begehen viele, auch Frauen. Sie denken, der Mann muss irgendwie spüren, was ihnen gefällt. Aber damit lassen sie ihn im Regen stehen. Es ist halt nicht einfach, seine Wünsche zu formulieren, und man muss eine gewissen Schamgrenze überwinden, aber das ist es auf jeden Fall wert. Ich wünsche Dir zumindest, dass Deine Frau auch bald so weit ist – denn da scheinen ja Wünsche und Vorstellungen in ihr zu existieren.

Das kenne ich von mir selbst auch, vor gut 10 Monaten wäre ich in Schweiss ausgebrochen, wenn ich ihr (oder jedem anderen auch) gegenüber erzählt hätte, das es mich erregt, mit ihr unter der Dusche zu stehen. Ultra nervös wäre ich gewesen, wenn ich es überhaupt über die Lippen bekommen hätte. Heisst auch letztlich, das man dabei zu sich selbst und seinen Bedürfnisen stehen können muß – und sich deshalb nicht schämt (was ich bis dahin getan hatte, das war furchtbar peinlich für mich). Inzwischen.... nunja, da habe ich da keine Probleme mehr mit, das in den Mund zu nehmen.Erfolge!!! ;-)

Das mit den Kondomen ist so eine Sache. Wir sind eigentlich nie damit klargekommen

Frage: Was hattet ihr denn für ein Problem? Ich finde die Anwendung eigentlich extrem einfach – wüsste gar nicht, was da schwierig sein könnte?

Warum habt Ihr sie sogar benutzt, als sie die Pille noch genommen hat? Wenn es bei uns doch mal damit geklappt hat fand ich es auch nicht so schön wie ohne. Vielleicht müsst Ihr auch mal die Sorte wechseln, manche sind vielleicht zu glatt?

Warum weis ich eigentlich gar nicht so genau. Ganz am Anfang ist es selbstverständlich es MIT zu machen und irgendwie ists dabei geblieben. Einmal haben wir es ohne gemacht, bis zu meinem Orgasmus, und das fand sie irgendwie ekelig. Also haben wir es wieder mit gemacht... ;-)

So hab ich dann oftmals gar nicht mehr den Versuch gewagt und wir haben uns einfach gleich händisch vergnügt.

Und dann ist sie doch sicherlich feucht geworden, oder nicht?

Bitte nicht lachen... aber das weis ich nicht, denn...mmm.... soweit "unten" war ich dann doch nicht dabei, das ich das gemerkt hätte. :-|

Also ich bin ja nun wirklich kein Experte, aber die meisten machen das doch als Vorspiel um richtig erregt zu werden?

Genau so stelle ich mir das auch vor. Nur, naja, sie möchte das es dann schnell zur Sache geht, "da sie sonst wieder die Lust verliert"... statt mehr zu bekommen. Entweder ist das komischerweise bei ihr so – oder wir machen eben einfach nicht das Richtige für sie. Und für mich auch nicht, bei der Gelegenheit. Was sie denn nun bräuchte, sagt sie auch nicht. Ich denke, das sie das gar nicht weis, aber ausprobieren will sie auch nicht. Von daher... nunja... was will man machen.?!

Übrigens, kennt sie denn deine SB-Technik? Vielleicht kannst Du es ihr beibringen, damit es intensiver ist, wenn sie Dich mit der Hand befriedigt?

Hmm... schwieriges Thema. Ich habe ihr das vor etlichen Jahren versucht zu zeigen, aber da war sie... extrem drauf. Da sagte sie dann: "Wenn es Dir nicht gefällt, dann können wir es ganz lassen." So ähnlich jedenfalls. Nett, nicht? :-( Und ehrlich gesagt... habe ich seid dem nicht wirklich etwas groß dazu gesagt – höchstens mal ein "etwas weiter oben" oder so. Ich denke mal, das sie heute nicht mehr so reagieren würde – doch sitzt das trotz allem tief.

Und vielleicht hat ja sogar sie eine besondere Technik, die Du lernen kannst?

Das kann ich ganz einfach beantworten: Nein. Denn SB macht sie einfach nicht, sagt sie. Und das glaube ich ihr auch absolut. Warum? Das weiss nur sie: "Mir ist halt nicht danach." Tja, wäre schon hilfreich gewesen ;-)

Wenn wir dann mal Sex haben, und ich dann (dann nach dem miteinander schlafen) Hand anlege, kommt sie auch fast immer. Ich denke, das ich da schon eine gute … Technik gefunden habe, wenn es so gut klappt. Jedenfalls gefällt ihr das gut, wie sie sagt. Sie ist da leider sehr verschlossen.

Ich weiß, das ist ein heikles Thema und nicht jedermans Sache, aber man kann sich ja auch kleine Hinweise geben wenn man nicht bereit ist, es dem anderen vorzuführen? Ich habe es auch erst lernen müssen, aber Sex sollte nicht stumm ablaufen. Genauso wie ihre Bewegungen und ihr stöhnen Dich erregt, kann es Euch erregen, wenn Ihr Euch sagt, was Ihr wollt, und was Euch anmacht.

Ja, das muss erstmal gelernt werden. Das klappt auch langsam besser, ganz langsam. Lange habe ich nun eben auch gar nicht wirklich was gesagt – wie ich schon erwähnt hab. Sie hingegen macht dann oftmals gleich ganz dicht, bzw. es macht den Eindruck, als ob sie das nicht interessiert: Hab ich noch nie drüber nachgedacht. Tut sie dann aber auch nicht (zumindest bekomme ich nichts davon mit). Wenn ich frage: Was magst Du denn besonders gern (in Punkto Sex z.B.): Weis nicht. Immer wieder wie eine Sackgasse – zum Mäuse melken finde ich das ;-) Es lockert sich immerhin ganz langsam bei ihr.... wenn auch erstmal bei anderen Themen.

Ich weiß, das ist alles erst Zukunftsmusik! Aber ich glaube ganz sicher, dass Deine Frau irgendwann aus ihrem Schneckenhaus rauskommt. Sie wird merken, dass Du für Euch beide kämpfst und nicht gegen sie. Und da sie sich jetzt schon wohler fühlt im alltäglichen Umgang mit Dir und ihr die allergrößten Missverständnisse aus der Welt geschafft habt, wird sie sicherlich auch bald merken, dass Sex keine Dienstleistung ist, und dass eine aktive Rolle dabei ihr sehr viel mehr bringen kann, als sie vielleicht eine Zeit lang gedacht haben mag. Der Anfang ist doch schon damit gemacht, dass sie ihre ersten "erfüllenden" Momente mit Dir gehabt hat.

Das ist zumindest mein Plan, das sie das bemerkt und sich "raus traut", ebenso wie ich es langsam (wieder) tue. ;-) Ich verstehe nur noch nicht, warum sie so relativ wenig sichtbar versucht, mitzuarbeiten und beispielsweise darüber nachzudenken, was sie denn mag beim Sex. Also, jedenfalls behauptet sie das und es kommt auch nichts weiter dazu, sowas wie ein Ergebnis der Überlegungen. Oder ob sie überhaupt mit meinen Vorschlägen/Andeutungen/Vermutungen übereinstimmt. Das finde ich echt schwierig, so zu "arbeiten". Naja, muss ich, bzw. wir wohl durch

Ich wünsch' Euch alles Glück der Erde!!!!

Dankeschön, das wünsche ich Euch auch auf jeden Fall :-)

V8aben&e1x*


Hi berkel,

na das wird wohl ein netter Zweier-Dialog bleiben, was wir hier betreiben. Aber ich finds trotzdem interessant.

Irgendwie kommt mir Deine Frau so extrem passiv vor, selbst bei den Gesprächen, die Ihr führt. Ich meine, ich musste auch erst lernen, mit Dingen direkt auf meinen Freund zuzugehen. Und ich ertappe mich immernoch dabei, dass ich einige Dinge nicht anspreche, wenn sie mir irgendwie unangenehm sind. Zum Beispiel eine Verabredung, die ich treffe, bei der ich nicht weiß, ob ihm das zeitlich passt. Oder wenn ich etwas mit meinen Eltern bespreche, was mit irgendwie unangenehm ist. Dann sage ich es ihm erst im allerletzten Moment, wenn es eigentlich schon zu spät ist. Das hört sich jetzt so an, als wäre er ein Tyrann, aber das ist gar nicht der Fall. Irgendwie bin ich da einfach auf diese Weise konditioniert. Und ich erkenne ganz ähnliche Verhaltensmuster bei meinen Eltern.

Wenn Du von den Gesprächen mit Deiner Frau erzählst, dann hört es sich so an, als wenn sie einfach irgendwas raushaut, und erst durch Deine Argumente merkt, dass es blöd war, so zu argumentieren. Dann macht sie entweder dicht, oder lässt es sich durch den Kopf gehen, zeigt kurzzeitig eine Veränderung und fällt dann relativ schnell wieder in das alte Muster zurück. Das muss echt sehr entmutigend sein für Dich.

auch wenn ich implizit die Hoffnung habe, das sie dadurch ... nunja, auch reden möchte, weil sie merkt das etwas im Raum steht.

Den Eindruck habe ich ehrlich gesagt noch nicht. Ich glaube, sie betreibt immer noch die Kopf-in-den-Sand-Steck-Taktik. Vielleicht hat sie auch keine Antennen dafür, wenn etwas im Raum steht? Jedenfalls bist Du da in einer verzwickten Lage. Wenn Du die Sachen nicht direkt ansprichst, merkt sie es nicht, und wenn Du es tust, geht es ihr zu weit.

Dann kann man(n) sich dann alles mögliche fiese überlegen, denn es ist genug Raum für Spekulationen vorhanden.

Ja, klar, verstehe ich. Aber in unserem Fall haben wir sogar sehr viel darüber gesprochen. Und ich konnte meinem Freund trotzdem nicht immer verständlich machen, was bei mir die Ursache und was die Wirkung war. Für ihn wirkte es halt anders, und es ist nicht leicht, jemandem einen solchen körperlichen Eindruck auszutreiben.

Heisst auch letztlich, das man dabei zu sich selbst und seinen Bedürfnissen stehen können muß – und sich deshalb nicht schämt (was ich bis dahin getan hatte, das war furchtbar peinlich für mich).

Kann ich verstehen, und bei Dir kommt noch dazu, dass Du durch Deine leidigen Erfahrungen ja fast schon einen schlechtes Gewissen haben musst, überhaupt sexuelle Bedürfnisse zu haben. Deine Frau gibt Dir ja wie selbstverständlich zu verstehen, dass Du darauf kein Recht hast und Deine Wünsche geradezu krankhaft sind.

Frage: Was hattet ihr denn für ein Problem? Ich finde die Anwendung eigentlich extrem einfach – wüsste gar nicht, was da schwierig sein könnte?

Also, da wir es nicht wirklich oft probiert haben, und es auch schon eine Weile her ist, kann ich das gar nicht mehr so genau beantworten. Vielleicht war es auch die falsche Sorte? Zumindest war es einfach ziemlich schwer, das Kondom weiter runterzuziehen oder zu rollen, wenn es dann erstmal über der Eichel war. Ich glaube, ihn hat es auch abgetörnt, sich so eingezwängt zu fühlen. Naja, sind wir Gott sei Dank nicht drauf angewiesen.

Einmal haben wir es ohne gemacht, bis zu meinem Orgasmus, und das fand sie irgendwie ekelig. Also haben wir es wieder mit gemacht...

Naja, das ist wohl ein ziemlich guter Grund, es nicht ohne zu machen. Aber ein trauriger, wie ich finde. Kann es sein, dass sie jede Art von körperlichen Sekreten eklig findet, also auch ihre eigenen? Vielleicht hat sie auch keine Ahnung, dass das essentiell dazu gehört. Also versteh' mich nicht falsch, aber bei Deinen Beschreibungen hat man den Eindruck, dass Deine Frau einfach überhaupt nichts darüber weiß und auch gar nichts darüber wissen will.

Bitte nicht lachen... aber das weiß ich nicht, denn...mmm.... soweit "unten" war ich dann doch nicht dabei, das ich das gemerkt hätte.

Also dann würde ich doch mal gerne wissen, was genau Du da bei ihr machst? Und noch erstaunlicher finde ich ihr Desinteresse, wenn sie so leicht dabei kommt? Dann müsste sie doch zumindest darauf ziemlich viel Lust haben? Trotzdem macht Ihr das nur, wenn es zum Sex kommt, aber der vaginale Sex irgendwie nicht funktioniert?

Weiß Deine Frau eigentlich über Deine Therapie auch, dass diese schon beendet ist? Ist das vielleicht der Grund, warum es sie gar nicht weiter interessiert? Oder denkt sie wirklich, dass nur Du ein Problem hast?

Liebe Grüße,

Vabene

bNerkxel


@ vabene

na das wird wohl ein netter Zweier-Dialog bleiben, was wir hier betreiben. Aber ich finds trotzdem interessant.

Im Zweifelsfalle könnten wir auch zu PNs wechseln – dann bleiben wir auch unter uns ;-)

Irgendwie kommt mir Deine Frau so extrem passiv vor, selbst bei den Gesprächen, die Ihr führt. Ich meine, ich musste auch erst lernen, mit Dingen direkt auf meinen Freund zuzugehen. Und ich erkenne ganz ähnliche Verhaltensmuster bei meinen Eltern.

Das ist auch nicht gerade einfach, eine angewöhnte Verhaltensweise abzulegen. Gerade wenn es soetwas ist, was sich aus dem Elternhaus heraus, tief eingegraben hat. Ich entdecke auch immer wieder einmal Dinge neu, von denen ich erst jetzt langsam bemerke, das es eigentlich die Ansichten meiner Mutter oder meines vaters sind und ich das bei näherer Betrachtung eigentlich ganz anders sehe. Nicht einfach festzustellen. Gerade wenn es solche...mm... etwas unangenehmen Dinge sind.

Wenn Du von den Gesprächen mit Deiner Frau erzählst, dann hört es sich so an, als wenn sie einfach irgendwas raushaut, und erst durch Deine Argumente merkt, dass es blöd war, so zu argumentieren. Dann macht sie entweder dicht, oder lässt es sich durch den Kopf gehen, zeigt kurzzeitig eine Veränderung und fällt dann relativ schnell wieder in das alte Muster zurück. Das muss echt sehr entmutigend sein für Dich.

Das ist es auch in der Tat – das erinnert an den armen Sisyphus. Mal abgesehen davon, das es dadurch auch etwas von... Beschwichtigung hat. "Mache ich das jetzt ein paar Mal, damit er Ruhe gibt." Zumindest fühlt es sich so an, auch wenn ich ihr unterstellen möchte, das sie das gar nicht wirklich so meint – oder ihr das bewusst ist.

Wenn Du die Sachen nicht direkt ansprichst, merkt sie es nicht, und wenn Du es tust, geht es ihr zu weit.

Das ist ein richtig dickes Ding, ja. Da weis ich auch einfach nicht so recht, was ich tun soll. Inzwischen bin ich für mich soweit zu sagen: Sag es einfach, wenn es dir gefällt oder dich stört. Egal, ob ihr das zu weit geht oder nicht. So hat sie wenigstens überhaupt die Chance darauf zu reagieren, wenn sie es nun nicht von sich aus bemerkt. Zum einen das und zum anderen... ist es dann von mir jedenfalls "raus" und es rumort nicht mehr so viel in mir.

Zumindest war es einfach ziemlich schwer, das Kondom weiter runterzuziehen oder zu rollen, wenn es dann erstmal über der Eichel war.

Das klingt so, als ob das gute Kondom einfach zu eng war. Normalerweise sollte das ganz einfach gehen.. :-)

Naja, das ist wohl ein ziemlich guter Grund, es nicht ohne zu machen. Aber ein trauriger, wie ich finde.

Dafür bleibt einem so die...mm ... kleine Sauerei erspart, denn irgendwann kommts doch auch wieder raus, oder nicht? ;-) Jedenfalls stört es mich nicht wirklich. Das einzige, was mich daran stört, ist das man danach nicht einfach noch "drin" bleiben kann, denn dann kann es schnell abrutschen. :-| Aber gut, da bin ich wahrscheinlich bin ich auch da derjenige von uns, der das wollen würde.

Kann es sein, dass sie jede Art von körperlichen Sekreten eklig findet, also auch ihre eigenen?

Den Eindruck hab ich auch – zumindest steht sie dem ganzen nicht sehr positiv gegenüber, da hast Du recht. Auch was ihren eigenen Geruch angeht zum Beispiel. Das ist ihr wohl eher unangenehm und so recht versteht sie auch nicht, das ich den mag |-o

Vielleicht hat sie auch keine Ahnung, dass das essentiell dazu gehört. Also versteh' mich nicht falsch, aber bei Deinen Beschreibungen hat man den Eindruck, dass Deine Frau einfach überhaupt nichts darüber weiß und auch gar nichts darüber wissen will.

:)= Danke, genau in diese Richtung denke ich auch. Irgendwie hat sie keine Ahnung von dem ganzen Thema, will sich aber auch gar nicht damit beschäftigen. Vielleicht hat sie auch im Hinterkopf, das man sowas nicht liest oder daran denkt? Das sie sich dabei sehr schämt? Ich habe ihr deshalb auch schon verschiendste Angebote gemacht, sei es an Lesestoff, oder das es ihr nicht unangenehm zu sein bräuchte, sie könnte da schon mit mir reden. Und all solche Dinge. Gekommen ist von ihr jedoch nichts weiter.

Beispielsweise...mm... ich habe ja mal erwähnt, das sie vorschlug, zusammen XXX Filmchen anzuschauen. Da habe ich dann versucht etwas auszusuchen, was ganz normalen Sex beinhaltet, wo man sieht, das die zwei sich gern haben – was eben nicht so unnatürliches "hochglanzzeugs" ist. Und ... naja, das hat sie angestarrt wie ein etwas schreckhaftes Kaninchen, was da passiert. Das schien für sie etwas völlig neues zu sein, wie die zwei sich dort verhalten haben.

Ich verstehe einfach dieses hin und her nicht. Wenn wir uns erst ganz frisch kennen würden, dann würd ich denken, das sie ganz unerfahren ist und sich nicht traut, "blöde" dazustehen, wenn sie etwas nicht kennt – aber so? ":/ Keine Ahnung, was da eigentlich vorgeht.

Also dann würde ich doch mal gerne wissen, was genau Du da bei ihr machst? Und noch erstaunlicher finde ich ihr Desinteresse, wenn sie so leicht dabei kommt? Dann müsste sie doch zumindest darauf ziemlich viel Lust haben? Trotzdem macht Ihr das nur, wenn es zum Sex kommt, aber der vaginale Sex irgendwie nicht funktioniert?

Hmm – die Erklärung würde vielleicht etwas den Rahmen der Forenregeln sprengen, deshalb gibts eine PN dazu ;-)

Weiß Deine Frau eigentlich über Deine Therapie auch, dass diese schon beendet ist? Ist das vielleicht der Grund, warum es sie gar nicht weiter interessiert? Oder denkt sie wirklich, dass nur Du ein Problem hast?

Das diese Beratung inzwischen zuende ist, habe ich ihr so noch nicht gesagt. Dafür habe ich ihr von der letzten Sitzung etwas berichtet, was allerdings auch kommentarlos geblieben ist.

So wie ich das raushöre, denkt sie tatsächlich, das ich höchstens ein Problem habe. Vieleicht ist sie auch nicht so weit, das sie da bei sich etwas angehen könnte. Natürlich müsste man dafür auch über sich selbst nachdenken – und wenn das auch beim Thema Sexualität nicht klappt... dann unterstelle ich mal, das es auch in Bezug auf eine Beratung genauso aussieht.

LG @:)

NbirtPaxkna


Huhu!

Ich les ja hier immer noch mit.

Und bin immer noch fassungslos über so viel Geduld *lach*

Ich wollte genau das gestern schon schreiben, habe aber nicht die richtigen Worte gefunden:

Also dann würde ich doch mal gerne wissen, was genau Du da bei ihr machst? Und noch erstaunlicher finde ich ihr Desinteresse, wenn sie so leicht dabei kommt? Dann müsste sie doch zumindest darauf ziemlich viel Lust haben? Trotzdem macht Ihr das nur, wenn es zum Sex kommt, aber der vaginale Sex irgendwie nicht funktioniert?

Keinen Sex wollen, aber dann kommen?

DAS geht doch gar nicht!!!!!

Da stimmt was nicht!

(Ich möchte bitte auch eine PN mit der Technik, die diese Wunder bewirkt. Ernsthaft, vllt hilfts mir auch!)

Liebe Grüße

Nir

bverkexl


@ Vabene

Also Deine Technik ist gar nicht so abwegig, sie kommt eigentlich dem, was Frauen selbst bei der SB machen, sehr nahe.

Danke für die Bestätigung, doch für abwegig oder falsch habe ich die Technik auch nicht gehalten – denn so funktionierts (halt) einfach ;-) Es klang nur so, als ob Du da eine.... Wunderwaffe erwartet hättest ;-D

Ist es dabei dunkel bei Euch?

Kommt drauf an, je nachdem. Das ist variabel – sie braucht am Anfang nur unbedingt eine Decke, weil sie meint, ihr wird kalt ;-)

Dann bin ich ziemlich sicher, dass sie selbst sehr genau weiß, wie es geht. Schön, dass Du es so gut kannst, dass es Deiner Frau so gut gefällt und sie davon zum Orgasmus kommt.

Mir sagt sie jedenfalls, das sie SB noch nie gemacht hätte, weil sie das nicht bräuchte. Da habe ich auch keinerlei Hinweise darauf, das es anders wäre. Letztlich ist es mir gleich, ob sie das tut oder weis wie sie das machen müsste, denn das wäre dann ihre Sache. Für mich ist das nur ein weiterer Hinweis darauf, das sie da scheinbar ganz anders tickt, wenn sie auch keine SB kennt/macht.

Klar ist auch diese Region immer etwas feucht. Und das kann schon sein, dass Du ihre vaginale Feuchtigkeit nicht bemerkst, wenn Du nicht weiter vordringen darfst. Und allein das ist schon wieder so eine Sache, denn wenn frau erregt ist, will sie eigentlich nicht, dass man nicht auch dort hinfässt.

Vielen Dank, zeigt es doch, das ich nicht völlig blöde bin, denn das habe ich mir auch so gedacht – eigentlich.

Ich glaube, dass Deine Frau wirklich ein eklatantes Problem mit Körperlichkeit an sich hat. Ich bin echt ratlos, weil ich denke dass Deine Bemühungen nichts bringen werden, wenn sie nicht irgendwann für sich kapiert, ein Problem zu haben.

Danke ... und mach Dir nichts draus – Du bist nicht die einzige, die da ratlos ist. Deswegen war ich nun auch ursprünglich am Anfang des Jahres wenigstens einmal bei der Paartherapie, wenn eben auch allein.

g|aulofisxe


na das wird wohl ein netter Zweier-Dialog bleiben, was wir hier betreiben.

Oh, ich lese immer noch mit...aber ich sehe hier kein Land mehr. Ich sehe einen sehr bemühten Mann, der sich seit Ewigkeiten unglaublich abzappelt, um mal eventuell vielleicht irgendwann sowas wie ein HALBWEGS normales Sexualleben zu haben...und ich sehe eine Frau, die sich sehr kommod in der Position der gewährenden Diva eingerichtet hat.

berkel, ich würde dir eine Frau wünschen, die schlicht über dich herfällt und dir zeigt, was eigentlich alles möglich ist an Gefühlen und Leidenschaft. Nur, damit du weißt, wie sich das anfühlt - wie das ist, hemmungslos heiß, geil, verschwitzt zu sein. Damit du endlich begreifst, daß Sex einfach eine tolle Sache ist.

bRer kexl


@ gauloise

berkel, ich würde dir eine Frau wünschen, die schlicht über dich herfällt und dir zeigt, was eigentlich alles möglich ist an Gefühlen und Leidenschaft. Nur, damit du weißt, wie sich das anfühlt – wie das ist, hemmungslos heiß, geil, verschwitzt zu sein.

Danke @:) , die wünsche ich mir auch :-D :-D ]:D Obwohl ich mit der Dame wahrscheinlich hoffnungslos überfordert wäre ;-)

Damit du endlich begreifst, daß Sex einfach eine tolle Sache ist.

Das ist keine Frage des begreifens... sondern eher des erleben dürfens. Das es einfach eine tolle Sache sein soll, weis ich sehr wohl, auch wenn ich eben keine wirkliche Ahnung davon hab, letztlich.

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