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Zu kurz gekommen?

Rbot$sc?hwaxrz hat die Diskussion gestartet


Meine Lieben

Mich plagen seit vielen Monaten immer wieder Gedanken an und über Sex, die ich überwinden möchte. Ich bin seit 5 Jahren verheiratet und kann mich sexuell über meine Frau eigentlich nicht beklagen. Sie sieht sehr gut aus, und der Sex ist mehrheitlich okay. Dennoch habe ich oft ein nagendes Gefühl der Frustration, des Neids, oder des Zu-kurz-gekommen-Seins, wenn ich an andere und ihre Möglichkeiten denke. Es deprimiert mich und lässt mich dann gar nicht mehr an anderes denken, was mich auch von meiner Arbeit abhält. Ich möchte diese dummen, negativen und quälenden Gedanken einfach hinter mir lassen können, darum schreibe ich hier.

Meine Frau war meine erste Frau überhaupt. Ich war damals schon 25. Bevor ich sie kennenlernte, hatte ich dieses Gefühl der Frustration und des Zu-kurz-gekommen-Seins auch schon, d.h. noch schlimmer als jetzt, da es ja auch eine realere Grundlage hatte. Das führte auch zu erheblichen Depressionen, Wut auf die Frauen, weil sie mich – m.E. grundlos, da ich durchwegs als sehr attraktiv beschrieben werde – nicht wollten. Dies alles verschwand, als ich meine Frau kennenlernte und "erobern" durfte, da sie mir damals alles gab, was ich brauchte, ergänzt durch recht häufigen Pornokonsum zwecks Selbstbefriedigung.

In letzter Zeit denke ich aber immer öfter an realen Sex mit anderen. Porno widert mich nur noch an, befriedigt mich überhaupt nicht mehr, ich fühle mich dann eben gerade ausgeschlossen, da ich ja nicht teilnehme. Ich habe das Gefühl, ich verpasste das Leben, wenn ich nicht mal mit einer andern Sex haben könnte. Ich habe das Gefühl, ich könnte erst dann wieder zur Ruhe kommen und mich auf meine Arbeit konzentrieren.

Was meinen Neid auf andere und mein Begehren so unglaublich anstachelt, ist die Vorstellung, dass andere Frauen ihren Männern so etwas sogar erlauben oder es mindestens stillschweigend tolerieren. Ich lese z.B. immer wieder mal, auch in diesem Forum, von Paaren, die einen Dreier mit einer andern Frau praktizieren. Leider würde meine Frau dies aber nie zulassen (habe sie schon gefragt). Dabei wäre es wohl nur ein Mal nötig, dann könnte ich diese blöde Idee wieder vergessen. Ich will diese Idee nämlich gar nicht haben, sie drängt sich einfach von selbst unglaublich stark auf seit einiger Zeit und ich leide darunter. Mein Ziel wäre es hingegen, bloss wieder monogam zufrieden zu sein, wie ich es auch die ersten Ehejahre sein konnte, um mich voll auf meine Arbeit und auch meine Frau konzentrieren zu können.

Wahrscheinlich ist mir am besten gedient, wenn ihr mir klarmacht, dass solche Dreiergeschichten usw. eher in die Porno-Phantasiewelt gehören und nun mal für normale Frauen nicht in Frage kommen. Was mich verrückt macht, ist ja die Idee, dass mir etwas vorenthalten wird, das ein grosser Teil der anderen geniessen kann. Eben das Zu-kurz-kommen. Mit "normalen Frauen" meine ich solche, die selbst auch treu sind, anständig, hübsch, nicht irgendwelche abgefuckte loser i.S.v. white trash, denen die Treue ihrer Männer egal ist, weil sie selbst auch keine Würde mehr haben.

Ich denke auch, dass ein solcher Dreier dann u.U. in Wirklichkeit gar nicht so aufregend wäre. Gerade das möchte ich eigentlich erleben, um diese Besessenheit mit der Idee loszuwerden. Für die Beziehung wäre es ja sicher nicht gut, dies regelmässig zu praktizieren; schon ein einmaliger Akt wäre gefährlich. Mein Neidgefühl bezieht sich insofern weniger auf die Lust, die andere erleben können, als auf die Möglichkeit zur Überwindung dieser Phantasien durch ihre Umsetzung. Dass sich andere weiterentwickeln können, gerade indem sie diese Akte einmal umsetzen.

Antworten
Bjana=nenbiesger


Meine Frau war meine erste Frau überhaupt.

Seinen ersten Sexualpartner zu heiraten ist nicht immer unbedingt "klug". Denn früher oder später kommt schon die Frage, wie sind andere?

Bei meiner ersten Frau dachte ich auch, sie sei toll im Bett. Dann landete ich einmal mit einer anderen Frau im Bett und merkte erstmal, was für eine taube Nuss meine Frau doch ist.

Tja, und bei der einen anderen Frau blieb es dann natürlich nicht.

Dafür habe ich jetzt nicht mehr das Gefühl etwas verpasst zu haben. Aus heutiger Sicht weiss ich, es war richtig damals andere Frauen zu poppen.

fjra_ngipanxi


Dennoch habe ich oft ein nagendes Gefühl der Frustration, des Neids, oder des Zu-kurz-gekommen-Seins, wenn ich an andere und ihre Möglichkeiten denke.

Was meinen Neid auf andere und mein Begehren so unglaublich anstachelt, ist die Vorstellung, dass andere Frauen ihren Männern so etwas sogar erlauben oder es mindestens stillschweigend tolerieren.

Du schreibst, dass du mit deiner Frau eigentlich sexuell zufrieden warst und betonst gleich zweimal, dass es dir auch darum geht, was andere Männer (vermeintlich) haben können und du nicht. Kann es sein, dass es bei deiner Sehnsucht nach anderen Frauen auch darum geht, dich mit anderen Männern sexuell ein bisschen zu messen? Du hattest das Gefühl ja wie du schreibst schon vor deiner Ehe, hast dir bis 25 vermutlich gedacht "Warum können die anderen Männer all die heißen Frauen haben und ich nicht?" (oder so ähnlich) – kann es sein, dass das eigentlich nur eine Fortsetzung dieses Gdankens ist? Sprich jetzt beneidest du Männer, weil sie zB eine Frau haben können und trotzdem mit anderen Frauen schlafen o.ä.

Kann es sein, dass du manchmal Probleme mit deinem Selbstwertgefühl hast und/oder dich auch in anderen Lebensbereichen gerne mit anderen Menschen misst? Vielleicht bist du ja auch anderswo ziemlich ehrgeizig, im Job, beim Sport, bei einem Hobby oder wärst vielleicht auch da gerne weiter als die anderen.

Ich glaube auch, dass die Umsetzung deiner sexuellen Fantasie gar nicht die gewünschte Befriedigung bringt, weil du ja mit deiner Frau sexuell zufrieden warst und auch andeutest, dass sie dir sexuell viel bietet. Den Neid betonst du hingegen öfter, also vielleicht hilft es dir, wenn du da ansetzt.

Aber um eines klarzustellen: Ich glaube überhaupt nicht, dass die anderen Männer in fixen Partnerschaften und Ehen die tollen Möglichkeiten haben mit anderen Frauen zu schlafen. Manche manchen es ja, aber dass die Frau es befördert, akzeptiert oder stillschweigend hinnimmt, dass ihr Mann regelmäßig mit anderen Frauen schläft ist wohl eher die Ausnahme. Die Sache mit dem Dreier ist da vermutlich häufiger, aber auch hier bin ich mir sicher, dass die Mehrheit der Frauen da eher nicht mitmacht. Was dir aber bewusst sein muss: Sollte eine Frau oder ein Paar über solche Dinge nachdenken, dann landet das sicher eher mal in einem Forum, als wenn darüber gar kein Zweifel herrscht – die Monogamie ist nun mal in unserem Kulturkreis (zumindest offiziell) vorherrschend, da wird das stillschweigend vorausgesetzt und eher nur artikuliert, wenn man es anders machen will. Ebenso wenn man zB Kontakte für Dreier über das Internet sucht, keiner schaltet Anzeigen, weil nur als monogames 2er-Paar Sex hat. ;-)

Solltest du aber unbedingt so eine von den seltener vorkommenden Frauen haben wollen, die nicht zwingend monogam leben möchten, dann wird das schwierig und du solltest dir die Frage stellen, was für Qualitäten du eigentlich abseits der Sexualität an deiner Ehefrau schätzt. Eine Ehe besteht ja nicht nur aus Sex eigentlich. ":/

Was anderes: Wie sieht es eigentlich mit der sexuellen Erfahrung deiner Frau aus? Hatte die schon mehrere Sexualpartner vor der Ehe? Und wenn sie dir zB hypothetisch erlauben würde mit anderen Frauen zu schlafen, dürfte sie dann auch mit anderen Männern schlafen? Oder würdest du einen Dreier mit einem anderen Mann machen? Vielleicht hilft es auch, mal als Gedankenexperiment die Rollen zu vertauschen, vielleicht kommt man so weiter...

@ Bananenbieger:

Bei meiner ersten Frau dachte ich auch, sie sei toll im Bett. Dann landete ich einmal mit einer anderen Frau im Bett und merkte erstmal, was für eine taube Nuss meine Frau doch ist.

Da fehlen mir eigentlich fast die Worte. Das ist nicht nur respektlos, das ist irgendwie von hinten bis vorne ein Käse.

1. Wenn man einen Partner sehr liebt, dann wird man wohl schauen, dass man mit ihm/ihr das Sexualleben spannender gestaltet, mal was neues ausprobieren, schauen was beiden gefällt, offen darüber reden etc. Wenns dann immer noch nicht besser wird, dann muss man wohl abwägen, wie wichtig die Sexualität für die Partner ist und ob die Beziehung so wie sie ist Bestand hat.

2. Du hast aber gedacht, deine Frau ist toll im Bett – wieso landest du dann mit einer anderen Frau im Bett ??? Entweder du legst jetzt generell nicht so auf Treue viel Wert oder es gab sowieso schon Probleme mit deiner ersten Frau, so dass du deswegen vielleicht fremdgegangen bist, dann ist aber auch klar, dass der Sex bei einer unbelasteten Beziehung auch besser ist.

3. Wieso war sie die "taube Nuss"? Vielleicht warst auch du die taube Nuss und hast sie sexuell einfach nicht dazu bringen können, dass sie sich fallen lässt und richtig abgeht. Zum Sex gehören immer zwei Leute, auch wenn dir das vielleicht nicht so bewusst ist. %-|

sCchi8ebewtor2


Wahrscheinlich ist mir am besten gedient, wenn ihr mir klarmacht, dass solche Dreiergeschichten usw. eher in die Porno-Phantasiewelt gehören und nun mal für normale Frauen nicht in Frage kommen.

Tja, willste ne weitere Lüge hören? Ok. Das machen normale Frauen niemals.

Wenn ich das so lese dann frage ich mich echt warum tust du es nicht endlich. Entweder ist die andere besser, dann bleib bei ihr, oder sie ist genauso öde wie deine Frau, dann bleibste halt.

Man heiratet nie die Erste mit der man gepoppt hat – logisch das dir dann was fehlt.

f0ran}goipani


Man heiratet nie die Erste mit der man gepoppt hat – logisch das dir dann was fehlt.

Wieso? Wenn ZB mit der Ersten der Sex der absolute Überhammer ist UND die Frau selbst auch noch ne Seelenverwandte – darf man sie dann nicht heiraten, weil sie die Erste ist? Oder soll man auf Zwang extra noch ein paar andere "durchprobieren", weil man dann Vergleichsmöglichkeiten hat?

Ist ja nicht wie in der Umkleidekabine, wo man mal 10 verschiedene Kleidungsstücke mitnimmt, weil vielleicht is ja was dabei...

Versteht mich nicht falsch, wenn man frei und ungebunden ist, sollte man mMn Sex haben wie man will und so oft man will und mit wem man will. Eh klar! Wenn man nen Partner hat, sollte man auf den Rücksicht nehmen (irgendwie auch klar, wenn man für den auch nur annähernd Gefühle hat – wenn nicht, wieso ist es dann ein Partner?). Ich finde alle sollten so viel Sex vor der Ehe haben wie sie nur wollen, ich find auch Frauen super, die oft und auch mit wechselnden Partnern Sex haben, da gibt es bei mir also kein falsches Moraldenken oder so. Freunde von mir haben auch Amateurpornos miteinander gedreht und damit Geld verdient, fand ich auch super, wenns ihnen Spaß macht – ich bin also weit davon entfernt verklemmt zu sein!

Aber bitte wieso muss man das praktisch alles gemacht haben? Wieso kann nicht auch einfach die erste Frau mit der er Sex hatte heiraten? *schulterzuck* Und wieso kann er nicht zuerst mit der versuchen das Sexualleben anzuheizen? Eine Ehe schließt man ja normalerweise nicht aus einer Laune heraus und die lässt sich auch nicht so mit einem Fingerschnippen wieder auflösen, da sollte man dann schon ein bisschen darüber nachdenken finde ich. Vielleicht bin ich da irgendwie "altmodisch", aber das ist für mich was anderes als wenn sich zwei Teenager trennen, weil sie sexuell mal was Neues ausprobieren wollen (weil das find ich ja in Ordnung).

gberal\d anus wxien


du schreibst, deine frau sieht sehr gut auch und auch sonst passt alles mehrheitlich....

dann belasse es dabei......verwende deine fantasien besser dazu, wie ihr in EUER sexualleben mehr schwung bringt......anstelle anderes zu probieren-denn dazu gehört ein gewisses maß an abgeklärtheit-was du mangels an erfahrung sicher nicht mitbringst.....

daher ist die chance bestehendes zu gefährden wesentlich größer-glaube mir....

versuche nicht zur vermeintlichen sonne zu fliegen um dann mit verbrannten flügeln abzustürzen......

u!hux2


Was mich verrückt macht, ist ja die Idee, dass mir etwas vorenthalten wird, das ein grosser Teil der anderen geniessen kann.

Denk mal an all die Kerle, die gerne Sex hätten, aber mangels Gelegenheit nur fünf gegen Willy spielen. So wie du bis zu deinem 25. Lebensjahr. Sind nicht gerade wenig, denen es so geht.

Was stellst du dir auch eigentlich vor? Dass eine andere Frau großartig was anderes zwischen den Schenkeln hat?

Also wenn du meinen Rat hören willst, dann sei froh über das, was du hast :)^

S+oZhn 3Jakxobs


@ Rotschwarz

Was mich verrückt macht, ist ja die Idee, dass mir etwas vorenthalten wird, das ein grosser Teil der anderen geniessen kann.

Ich finde, da verrennst du dich ganz gewaltig, hast eine ziemlich verschobene Sichtweise. Mir ist jedenfalls nicht klar, wie du auf die Idee kommst, dass "ein großer Teil" derer, die verheiratet sind, nebenbei ganz einfach Sex mit anderen Frauen haben (können), sogar noch mit Freifahrtsschein der Ehefrau ??? Das ist, da bin ich mir sicher, die absolute Ausnahme! Natürlich nicht, wenn man sich an Internetforen orientiert, in denen gelogen wird, dass sich die Pixel biegen.

Aber gut, jetzt hat sich diese fixe Idee einmal bei dir entwickelt, du bildest dir fast schon zwanghaft ein, dass das Gras überall grüner ist, da wird es schwer, wieder einen klaren Kopf zu kriegen. Vielleicht nutzt es dir etwas, wenn du dir vor Augen hälst, was du zu verlieren hast. Vor allem natürlich die Frau, die du liebst, die dich liebt, mit der du tollen Sex hast. Zum anderen, falls du sie doch irgendwie überreden kannst oder heimlich fremdgehst, sie es nicht rauskriegt oder verzeiht: Die Exklusivität, das Besondere eurer Beziehung. Mach dir klar, dass eure Partnerschaft danach unweigerlich anders ist, einen anderen Status hat, du die Einmaligkeit (dass sie deine erste und einzige Sexualpartnerin war) nicht mehr wieder kriegen wirst. Was geschehn ist, ist geschehn.

Was glaubst du eigentlich, ist am Sex mit einer anderen Frau anders? Ich kann es dir sagen, sie wird anders riechen, schmecken, eine andere Stimme haben, sich anders bewegen, ja, sich irgendwie anders anfühlen. Aber letztlich ist es nur Sex und wieso bildest du dir ein, nach einem einmaligen Ausflug zufrieden zu sein? Danach weißt du schließlich auch nur, wie es ist, mit zwei unterschiedlichen Frauen Sex zu haben. Letztlich müsstest du dich dann konsequenterweise auch fragen, wie es mit einer dritten, vierten, fünften usw. ist. Denn jede Frau ist ein Individuum, wird sich von der anderen auf irgendeine Art unterscheiden. Aber man kann eben nicht alles haben. Nie. Das zu akzeptieren ist für mich der Schlüssel zu einem glücklichen leben.

B3rianx65


Ich glaube, dass hinter deinem Sexproblem ein Beziehungsproblem stehen könnte:

[[http://www.med1.de/Forum/Beziehungen/358368/]]

Du solltest aus meiner Sicht mit deinen Gedanken und Überlegungen tiefer in deinem Herzen ansetzen.

Riotsshchtwaxrz


Meine Lieben

Besten Dank für alle Antworten. Die bringen mich schon echt weiter bei meinem Ziel (wie ich es in der ursprünglichen Frage angegeben hatte).

Es war nun mal so, dass ich meine jetzige Frau meine erste war, und ich hatte nicht die Gelegenheit, noch mal schnell vor der Heirat einige andere auszuprobieren. Es geht mir übrigens auch nicht darum, ob andere Frauen im Bett "besser" wären. Meine Frau ist sicher nicht die "beste", da sie zu passiv ist, aber das stört mich nicht gross. Sie hat einfach relativ wenig Lust, was mir manchmal auch recht ist, wenn es bei mir aufgrund Stress usw. ebenso ist. Es ist ja auch mit ihrer Treue verbunden, welche für mich unabdingbar ist. Sie hat einfach keine Lust, mit anderen Sex zu haben, ist vollauf zufrieden, wenn wir es alle 2 Wochen mal machen. Sie ist mir auch in Gedanken treu. Sie hat vorher schon 1 oder 2 andere Freunde gehabt, sagt mir aber glaubhaft, diese seien weniger gute Liebhaber gewesen, somit habe ich absolut kein Problem damit.

Mir geht es beim Sex mit anderen einfach um die Abwechslung. Das hat doch einen Wert in sich bzw. ist an sich erregend und befriedigend und macht stolz. Die andere Frau müsste dafür überhaupt nicht "besser" sein, ich wäre sogar froh, wenn sie das nicht wäre. Sie müsste einfach anders sein, was sie per definitionem wäre. Mich frustriert es, mir andere Frauen immer bloss im Porno anzuschauen, wenn man es auch mal in der Realität haben könnte. Wie gesagt erhoffe ich mir auch, dass ich so diese Phantasie überwinden, mich quasi "läutern" könnte. Es wäre gar nicht mit der Beziehung, die ich will und brauche – konservativ, liebevoll, stabil, lebenslang – vereinbar.

Selbstwertgefühl: Absolut richtig, fehlt mir, es quält mich auch in anderen Bereichen, wenn andere besser sind oder mehr haben. In der Tat kann meine Phantasie bzw. mein Wunsch am besten damit erklärt werden. Darum ist es so gut, wenn ihr mich auf den Boden der Realität holt und mir klarmacht, dass auch die Mehrzahl der anderen Männer mit "normalen" Ehefrauen solche Phantasien nicht ausleben können, oder wenn sie es tun, dann sogar mehr Nachteile daraus ziehen. Ausserdem geht es mir wahrscheinlich gar nicht um tatsächlichen Sex mit andern, sondern nur um die Möglichkeit, solchen zu haben, weil mich das bestätigt, dass ich liebens- und begehrenswert bin. Ich hatte kürzlich einen kleinen Flirt mit einer andern, hübschen Frau, mit der ich mich bestens verstand, und das hat mir schon extrem gut getan, weil sie mir schöne Sachen sagte. Einfach das Wissen, dass mich jemand mag und ich – theoretisch – auch mal Sex haben könnte mit ihr.

Eheprobleme: Der Anlass für die Entstehung dieser Phantasien sind wohl tatsächlich gravierende Eheprobleme. Wir hatten im Frühling einen massiven, langen Streit, der sogar zur Trennung bzw. zu meinem Hinauswurf aus der Wohnung führte. Es sah damals so aus, als ob es definitiv aus wäre, worunter ich furchtbar litt. Im Juli trafen wir aber dennoch eine Vereinbarung, dass wir es nochmals probieren, wobei ich es als letzte Chance für meine Frau deklariert habe. Leider vermute ich, dass sie diese letzte Chance auch wieder verspielen wird, da sie wenig Einsicht in ihr Fehlverhalten zeigt.

Diese Episode hat unserer Ehe bzw. meinem Vertrauen in meine Frau irreparablen Schaden zugefügt. Ich wurde von ihr grundlos monatelang aus der Wohnung ausgesperrt, sie hat sogar das Gespräch verweigert. Und dies allein wegen einer Geldstreitigkeit, bei der jeder, mit dem ich darüber gesprochen habe – und das waren sicher 20, darunter mehrere Eheberater und Juristen –, mir zu 100% Recht gab. Ich will das nicht im Detail aufrollen, weil ich einen Neustart mit ihr versuchen will. Aber jedenfalls ist da sehr viel zusammengebrochen an Vertrauen und an Zukunftsperspektiven. Vorher gab es auch schon Probleme, aber ich hatte doch nie diese starken untreuen Gedanken. Ich konnte sie unterdrücken bzw. auf harmlosen Pornokonsum umleiten. Ich war stolz darauf, meiner Frau treu zu sein – und fand es besonders schön, dass sie meine einzige und erste war -, weil ich dieses "Opfer" gerne brachte, um im Gegenzug auch Treue, Liebe und Verlässlichkeit zu erhalten, und dies setzt sexuelle Exklusivität voraus, jedenfalls für uns. Nach dem Vorfall von diesem Frühjahr funktioniert diese Eindämmung der Triebe nicht mehr richtig. Ich sehe den Grund nicht mehr, warum ich makellos bleiben sollte, nachdem meine Frau ihre Pflichten massivst verletzt hat. Ich denke ständig an andere Frauen, und nicht mehr "abstrakt" wie beim früheren Pornokonsum, sondern konkret mit Frauen im Umfeld. Da ist etwas aus der Tiefe durchgebrochen, das mit dem Eheschluss nur vermeintlich "überwunden" wurde.

Jetzt könnte man sagen, lös diese Selbstwert- und Beziehungsprobleme. Bin auch dran. Ist das aber wirklich alles? Ich meine, als ich bis 25 keinen Sex hatte, war meine Niedergeschlagenheit und Verzweiflung ja letztlich auch ein Problem des Selbstwerts. Es geht kaum um den "Sex an sich". Dennoch wäre ich nie aus dem Loch hinausgekommen, wenn ich nicht mal tatsächlich Sex gehabt hätte. Hundert Gespräche mit dem Psychiater hätten daran nichts geändert.

Rtotschwxarz


Weiter in diesen Phantasien bestätigt hat mich auch das Buch [[http://sexatdawn.com/]], das ich kürzlich gelesen habe. Ich würde die Lektüre niemandem empfehlen, der seine Monogamie aufrechterhalten und nicht daran zweifeln will. Wenn ich Familienminister wäre, würde ich das Buch wohl zu zensieren versuchen... Es zeigt sehr überzeugend auf, dass wir von Natur aus polygam sind und 95% der Menschheitsgeschichte so gelebt haben, als wir Jäger und Sammler waren und in Sippen lebten. Ehe und Monogamie entstanden erst vor relativ kurzer Zeit und haben uns biologisch noch nicht prägen können. Darum ist der Trieb unweigerlich da, mit anderen Sex haben zu wollen, und bricht früher oder später wohl bei jedem mal durch.

Gleichzeitig ist allerdings auch nicht zu übersehen, dass man den Wunsch haben kann, einen Menschen ganz für sich zu haben und auch nur für ihn da zu sein. Dies ist sicher nicht nur kulturell aufgepfropft, sondern scheint ebenfalls ein natürlicher "Trieb" zu sein, wenn man sich verliebt. Damit setzt sich das Buch nicht auseinander.

BgananenbiPeger


@ frangipani

Bei meiner ersten Frau dachte ich auch, sie sei toll im Bett. Dann landete ich einmal mit einer anderen Frau im Bett und merkte erstmal, was für eine taube Nuss meine Frau doch ist.

Da fehlen mir eigentlich fast die Worte. Das ist nicht nur respektlos, das ist irgendwie von hinten bis vorne ein Käse.

Ja? Sehe ich nicht so. Diese Frau hat mich erst darauf gebracht, in dem sie ständig irgendwelche Affären hatte. Also tat ich es auch mal und siehe da, ...

Sex ist für eine Beziehung wichtig und wenn der nicht stimmt, dann geht die Beziehung auch meist in die Brüche. Wer zu wenig Sex mit unterschiedlichen Partnern hatte, wird irgendwann sich die Frage stellen, "habe ich etwas verpasst?". Wie man hier immer wieder im Forum sieht, stellen immer weider Personen exakt diese Frage.

Also, ich persönlich rate jedem, mit min 10 unterschiedlichen Menschen Sex gehabt zu haben, bevor man heiratet.

Ggf- auch Gleichgeschlechtlich, damit man hier auch hier weiss, wie es ist!

fFrang]ipaSni


Also, ich persönlich rate jedem, mit min 10 unterschiedlichen Menschen Sex gehabt zu haben, bevor man heiratet.

Na dann muss ich ja gleich Striche an die Wand malen, bevor ich zum Altar schreiten darf.. Aber mist, was ist, wenn mein Traummann erst Nr. 8 ist? Oh hilfe...

*lol*

Naja, jeder muss nach seiner Fasson glücklich werden, ich finde halte, dass es dafür kein Patentrezept gibt. Manch einer ist meiner seiner allerersten Frau sein Leben lang glücklich, manch einer hatte vielleicht schon 30 verschiedene Frauen, ist aber trotzdem nicht bereit für die Ehe.

s5enDsib7el<man


Ich denke auch, dass ein solcher Dreier dann u.U. in Wirklichkeit gar nicht so aufregend wäre.

Wenn Du es schon ahnst, warum willst Du es unbedingt?

Seinen ersten Sexualpartner zu heiraten ist nicht immer unbedingt "klug". Denn früher oder später kommt schon die Frage, wie sind andere?

":/ ???

Ich habe zwar nicht meine erste Sexualpartnerin geheiratet, aber ich kann nicht sagen, dass es unbedingt notwendig gewesen wäre, Sex mit anderen Frauen als mit meiner jetzigen gehabt zu haben. In einer festen Partnerschaft kann man wunderbar seine Sexualität weiterentwickeln und entfalten. Die Verbesserung der Qualität des Sexes kann in einer längeren Partnerschaft ein wundervoller Prozess sein. Es ist etwas Anderes, als sich auf "vorgefertigte" statisch betrachtete Sexualpartner einzulassen.

Und die Frage, wie andere Frauen sein könnten, wird immer offen bleiben- egal wieviele Frauen Du "verschleißt", weil Du nie in der Lage sein wirst, die 3000000000- 4000000000 Frauen kennenzulernen.

Warum soll ein Mann unbedingt andere Frauen kennenlernen müssen, wenn er mit seiner Sexualität zufrieden ist und mit seiner Partnerin weiterentwickeln kann?

Immerhin hat Rotschwarz auch etwas sehr Wertvolles zu verlieren- die Liebe seiner Frau. Ist es das wirklich wert?

Also, ich persönlich rate jedem, mit min 10 unterschiedlichen Menschen Sex gehabt zu haben, bevor man heiratet.

Ich sehe darin keinen Sinn. Wenn ich eine Klassefrau habe, werde ich doch nicht so bllöd sein und weitere Frauen kennenlernen wollen- mit dem Preis, die Klassefrau zu verlieren.

Ich habe nicht mit zehn Menschen Sex gehabt- ich behaupte dennoch, dass ich ein erfüllteres Sexleben habe, als ich es mit vielen wechselnden Partnerinnen je gehabt hätte.

Manch einer ist meiner seiner allerersten Frau sein Leben lang glücklich

Ich glaube sogar, dass das gar nicht so selten ist.

s3ensizbelmaxn


Es zeigt sehr überzeugend auf, dass wir von Natur aus polygam sind und 95% der Menschheitsgeschichte so gelebt haben

Die Informationsdecke ist viel zu dünn und unganau, als dass man solche Behauptung verifizieren könnte.

Die Frage ist zudem, ob das Glück von Menschen am Ende wirklich davon abhängig ist, ob sie monogam oder polygam leben. Vor allem sollte Mann (und Frau) sich auch die negativen Seiten von polygamen Gesellschaften (innerhalbb derer es auch monogame Beziehungen gab) vor Augen halten, bevor man die Polygamie/Polyamorie so euphorisch hochlobt.

Bei nicht wenigen Menschen ist immer das besser, was der/die andere hat und was man selbst gerade nicht hat. Ich denke, wenn man sich dieses Gefühl zu stark zu eigen macht, verschenkt man sich eine Menge Glücksgefühl und Zufriedenheit.

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