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Zoloft (Ssri) abgesetzt,wenig Libido

RlNZH hat die Diskussion gestartet


Hi Leute,

ich habe ein kleines Problem.Vor ca. 3 Monaten wurde mir das Antidepressiva Zoloft verschrieben wegen leichter Angsterkrankung.Ich habe es etwa 2 Monate lan eingenommen.Während der Kur ging meine Lust auf Sex verloren,aber das störte mich nicht gross,da ich wusste,dass es die Nebenwirkungen sind. Vor 3 Wochen habe ich das Medikament abgesetzt.Ich bin jetzt zwar geheilt,doch leider ist meine Lust auf Sex immernoch nicht sehr gestiegen.Mein Psychiater meinte,dass es keine Langzeitschäden geben kann.

Ich habe angst,dass meine Libido nicht mehr so wird,wie es Anfangs war.

Hat jemand von euch ähnliche Erfahrungen gemacht?Und wie lange dauerte es bei euch,bis die Libido zurückkam ???

Liebe Grüsse

Antworten
SShimxone


Nebenwirkungen oder in diesem Fall Absetzerscheinungen sollten immer nit deinem Arzt besprochen werden

Langzeitschäden oder Abhängigkeit von Serotoninhemmern gibt es nicht aber das Absetzen von SSRIs kann von Nebenwirkungen beleitet werden die je nach Patient unterschiedlich lange anhalten (geht wieder weg) und auch unterschiedlich stark ausgeprägt sind.

Je nach stärke der Beschwerden kann dein Arzt z.B. auch Amitriptylin verschreiben was viele Entzugserscheinungen ablindert. Ob er das in deinem Fall (jetzt schon) macht sei einmal dahingestellt, aber er sollte dir in dem Fall am ehesten helfen können. Abgesehen davon ist er wie schon gesagt auch derjenige der solche Nebenwirkungen oder 'Entzugserscheinungen zu begleiten hat.

Wenn du mehr wissen möchtest kannst du nach SSRI Discontinuation Syndrome googeln

R5NZH


Gut,danke dir.Wenn es sicher weggeht,dann bin ich beruhigt :-D

Gruss

AVm=itxa


Ehm... das stimmt so nicht. Es kann durchaus sein, dass durch die SSRIs im Hirn etwas so verändert wurde, dass die Libido erst nach längerer Zeit zurück kommt oder auch nie.

Siehe hierzu: [[http://de.wikipedia.org/wiki/SSRI-bedingte_sexuelle_Dysfunktion]]

Das Phänomen wird derzeit erst erforscht. Leider wissen viele Ärzte nicht, dass es zu dauerhaften Störungen der Libido wie auch sonstiger sexueller Funktionen kommen kann und machen nicht genug auf die Gefahr dieser Langzeitnebenwirkung aufmerksam, da sie oft auch keine Alternative zur Behandlung mit SSRIs anbieten können.

Das Phänomen "sexuelle Störungen" kann sowohl WÄHREND der Einnahme der SSRIs auftauchen und nach Beendigung der Einnahme abklingen wie auch bestehen oder erst NACH dem Absetzen der SSRIs auftauchen und anhalten.

S8himoxne


Deine Aussage stimmt allerdings auch nur bedingt.

Sexuelle Dysfunktion als Folge von SSRIs wird meines Wissens z.B. bereits in den Rheinischen Kliniken in Bonn (LVR-Klinik Bonn) durchaus erfolgreich medikamentös behandelt. Soll jetzt allerdings keineswegs bedeuten, dass die medikamentöse Behandlung die erste Wahl sein wird, wenn die Beschwerden keine körperliche Gefahr darstellen. Zumindest solange die Belastung für den Patienten nicht zu groß wird, da ja auch die Möglichkeit gegeben ist, dass sich die sexuelle Dysfunktion von alleine wieder legt.

Tritt die Sexuelle Dysfunktion als Nebenwirkung auf und geht nach absetzen des SSRIs nicht von alleine zurück (oder kann das SSRI nicht abgesetztz oder durch einen anderen Wirkstoff der besser verträglich ist ersetzt werden). Wird versucht durch eine Art 'Antagonist' der Sexuellen Dysfunktion entgegenzu wirken.

Tritt sie als Absetzerscheinung auf wird meistens versucht eine Art 'Entzug' durch zu führen, indem man den SSRI wieder verordnet, die Dosis mit der Zeit jedoch kontrolliert verringert oder indem man ein anderes Antidepressiva verschreibt das dann als Substituent für den alten SSRI fungiert (ähnlich der früheren Methadonvergabe bei Heroinabhängigkeit) und dessen Dosierung dann ebenfalls mit der Zeit herab gesetzt wird.

Da du es ja eh vor hattest, geh einfach einmal zu deinem Arzt und rede mit ihm über as Problem. Sollte das Gespräch unbefriedigend verlaufen bleibt dir ja auch immer noch die Möglichkeit um deine Unterlagen zu bitten (du oder eine Person deiner Wahl hast einsichtsrecht in ALLE Unterlagen und du kannst auf deine Kosten Kopien machen lassen – gibt diesbezüglich oft genug Ärger bei Ärzten ;-) ) und bei einem anderen Arzt (oder in einer Klinik in deiner Nähe) eine Zweitmeinung einzuholen.

Alles Gute,

Shimone

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