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Keinen Sex mehr infolge Rückenleiden meiner Frau

mxai`sonnxe hat die Diskussion gestartet


Ich bin seit 20 Jahren verheiratet und habe zwei erwachsene Kinder. Nach der zweiten Schwangerschaft bekam meine Frau ein schweres Rückleiden (Skoliose). Nach einer schweren Operation nimmt meine Frau seit dem starke Schmerzmittel ein und bekommt regelmäßig schmerzstillende Spritzen. Ihre tägliche Verfassung ist mal ganz gut aber auch oft eher schlecht. Meine Frau ist 43 und ich bin bin 49 Jahre alt.

Sex ist seit einigen Jahren ein heikles Thema, weil meine Frau sich eher selten in der Lage dazu fühlt. Sie begründet dies damit, dass Sie genug mit Ihrer Krankheit zu schaffen hat, was ich voll verstehe. Aus anfänglichem, wöchentlichen Sex sind nun Abstände von mehreren Monaten geworden. Ich konnte die Situation bisher einigermaßen kompensieren, allerdings werden die Spannungen zwischen uns inzwischen so groß, dass wir eine Trennung nicht mehr ausschließen. Ich liebe meine Frau, weiß aber keine Lösung. Ebenso wie Sie kann ich aus meiner Situation nicht ausbrechen, es sei denn ich würde mich rein sexuell an eine andere Frau binden und meine Frau würde dies aktzeptieren. Eine Trennung kommt für uns aus wirtschaftlichen und familieren Gründen zur Zeit nicht in Frage.

Antworten
a!fri


Und die Frage ist genau welche?

In Ermangelung selbiger schreibe ich hier mal meine Erfahrung: meine ebenfalls skoliotische Frau hatte vor drei Jahren auch noch einen Bandscheibenvorfall, aber sowohl vorher als auch angemessene Zeit danach war Sex nicht nur möglich, sondern auch erwünscht. Sex an sich belastet zunächst erst einmal den Rücken nicht ungebührlich, so man "übliche" Praktiken unter Sex versteht und nicht die dollsten Sachen aus Kamasutra und dergl. nachmachen oder besser nachturnen will.

Wenn sie Schmerzen hat, dann ist das bedauerlich und unter den Umständen sicherlich nicht so recht förderlich für die traute Zweisamkeit. Aber auch mit Rückenleiden kann man sexuell tätig werden, es muss nicht immer der Missionar oder andere Stellungen sein. Wie steht sie denn zum OV, aktiv oder passiv? Wie sieht ansonsten der Umgang aus, hat sie dich gern an ihrem Körper, schmusen, zusammen baden, kuscheln, küssen, irgendwas anderes, das nicht wie Bruder/Schwester oder Freund/Freundin ist? Fühlst du dich überhaupt als Mann akzeptiert? Wenn ihr denn mal Sex habt, ist es gut, genießt sie es auch oder ist sie gar froh, wenn es schnell vorüber ist? Tägliche Verfassung mal gut mal schlecht, was genau heißt das, mault sie herum oder leidet sie still?

Wir können dir hier nur helfen, wenn wir wissen was genau das Problem ist. Ich vermute also einfach mal, du hättest gern öfter Sex als im Moment und erwartest Hinweise. Mit ein wenig Suche hier kannst du dir vorab eine Vielzahl anderer Beiträge aufrufen, in denen die gleiche Fragestellung mit einer Unzahl Tips beantwortet wurde.

T|un.guskxa


Ich könnte mir in einem solchen Zusammenhang vorstellen das Schmerzen durchaus eine Rolle spielen können und das sie den Sex selbst vielleicht nicht als entspannend sieht, sondern als etwas, das evt. zu weiteren Schmerzen führt.

Vielleicht wäre eine andere Variante des Sexes, bei der es auf die Entspannung ankommt, eine Sache die deiner Frau gefallen würde, weil das Leistungsorientierte, technische erstmal wegfällt.

Zeit für Liebe von Diana Richardson wäre da ein schönes Buch, das evt. weiterhelfen könnte.

Kann es sein das deine Frau auch Missempfindungen hat wegen der Schmerzmedikamente?

APn7naG43


Es gibt doch ausser den Sex (in dieser Lage ) auch noch viele andere schöne sexuelle Handlungen wo beide zum Orgasmus kommen .....bischen Fantasie ist schon gefragt

1#_Fra,nkiJe


Hi Maisonne,

ich stecke in ähnlicher Lage und habe auch schon verzweifelt nach Hilfe gesucht.

Ich muss leider sagen, ich bin nicht fündig geworden.

Die Problematik kenne ich nur zu gut und die Krankheit belastet schon sehr intensiv, da man ja selber nicht krank ist und ein gesundes Sexualleben haben möchte. Manchmal denke ich mir auch die Tage sind in der Beziehung verschwendet, da mann mit jedem Tag ein wenig älter wird und sich ein wenig Lebensfreude nimmt. Wenn Du magst können wir gerne mal Kontakt zum Austausch aufnehmen.

LG Frankie

cYhiccxo46


Wie war die Sexualität vorher? Ich bin kein "Opfer" aber wo ein Wille ist ist auch ein Weg, event für "Ersatzhandlungen". Ich hatte einen Kollegen wo seine Frau Rückenprobleme hatte, sie konnte nichts mehr vor allem keinen Sex, aber Skifahren ging dann schon, ich glaube da hätte ich nicht mehr mitgemacht.

T*ungu0ska


Ich hatte einen Kollegen wo seine Frau Rückenprobleme hatte, sie konnte nichts mehr vor allem keinen Sex, aber Skifahren ging dann schon, ich glaube da hätte ich nicht mehr mitgemacht.

Ich denke da wird es Gründe gegeben haben, die nur die beiden hätten lösen können.

SVarahz746


Klar kann ein Rückenleiden sexuelle Aktivität einschränken. Ich kenne das von meinem Ehemann, er hat Morbus Bechterew und in seinen schlimmsten Schmerzzeiten war an Sex auch nicht zu denken. Ich kann das vollstens nachvollziehen, da ich mittlerweile auch Probleme mit Knochen und Gelenken habe. Wenn ich mich dadurch nicht wohlfühle habe ich auch keine "Lust" auf die Lust.

Da hilft wohl nur Geduld und Akzeptanz auf beiden Seiten.

Aber gerade wir Frauen sind da noch sensibler, was Lust betrifft. Wenn irgendwas nicht stimmt, wie wir uns das wünschen, geht der ganze "Akt" in die Hose. Ich kann mir vorstellen, das Männer das eher überspielen bzw. mehr "Schwanzgesteuert" agieren können. ;-)

Aber Sex ist ja nicht alles in einer Beziehung, wie schon gefragt, wie steht´s denn sonst so bei Euch in Punkto Nähe? Auch Kuscheln kann oft schöner, dauerhafter und intimer sein, als der Akt an sich. Durch das gegenseitige "Spüren" wird das Vertrauen ineinander gestärkt, das ist viel Wichtiger als miteinander poppen. :-)

c+hic+co46


Ich bin davon ausgegangen das die Frau/Partner nicht "schmerzgeplagt" ist und ich von ihr Sex verlangen würde. Sex unter diesen Bedingungen sind sicher auch kein Genuss.

Ich habe schon oft auf Sex verzichtet, weil es meiner Frau schlecht ging oder keine Lust hatte aber nicht ein Leben lang. Beim Mann ist meist das Sexbedürfnis grösser (vermutlich) ist jedoch oftmals mit weniger "Aufwand" zu befriedigen.

10_FrCaankie


@ Chico46

Ich hatte einen Kollegen wo seine Frau Rückenprobleme hatte, sie konnte nichts mehr vor allem keinen Sex, aber Skifahren ging dann schon, ich glaube da hätte ich nicht mehr mitgemacht.

Genau hier sitzt die Problematik. Meist ist das bei den Rückenleiden oft so, dass die Betroffenen bei so einer sportlichen Aktivität Entspannung empfinden, aber beim Sex nicht. Für mich ist das auch nicht so ganz verständlich, scheint aber vielleicht auch ein Frauenverhalten zu sein.

@ Sarah76

Da Männer die heile Welt und eine gesunde Beziehung in der Häufigkeit von Sex empfinden ist die Nähe hier kein entsprechender Ersatz.

Gruß

Frankie

M5ayf5lo`wexr


Meist ist das bei den Rückenleiden oft so, dass die Betroffenen bei so einer sportlichen Aktivität Entspannung empfinden, aber beim Sex nicht.

Stimmt. Aufgrund meiner Erfahrungen mit einem Bandscheibenvorfall in der Lendenwirbelsäule kann ich bestätigen, dass die meisten Stellungen beim Sex sehr schmerzhaft sind. Reiten (zu Pferd) hingegen mehr oder weniger schmerzfrei klappte (ausgenommen ausgesessenes Traben).

Bewegungen, bei denen man "mitgehen" kann, sind oft nicht so problematisch. Beim Sex hat man aber Stösse, denen man nicht ausweichen sollte...d.h. jedes Rein-Raus löst eine Schmerzwelle aus. Nicht lustig.

Soviel ich weiss, finden aber auch Männer mit Bandscheibenvorfällen Sex nicht allzu prickelnd.

K_atBwiesxel


Ich kann mir das schon gut vorstellen, das du gerne wieder mehr

Sex möchtest. Ich bin eine Frau und kann darauf auch nur schwer verzichten.

Und immer nur kuscheln möchte ich auch nicht mein Leben lang.

Aber deine Frau kann ich auch verstehen. Wie oben schon erwähnt, muss bei

einer Frau einfach alles Stimmen damit sie in Stimmung kommt.

Aber ich denke wenn du meinst ihr könntet doch mehr Sex haben, dann würde

ich vielleicht mal Psychologische Hilfe in Anspruch nehmen. Oder Eheberatung.

Mir gehts hier eigentlich mehr um´s miteinander reden. Jeder sollte seine Bedenken

und Wünsche offen legen. Und das ist meist einfacher wenn ein dritter dabei ist.

Einer der es von aussen beobachten kann. Ich würds mal probieren. Bevor alles

den Bach runter geht. Ich wünsche euch beiden das ihr wieder zueinander findet.

Und auch schöne Momente miteinander genießen könnt. Trotz Schmerzen. @:)

1-_Fra\nkxie


@ Mayflower

Ich kann das gut nachvollziehen, aber die Folgen eines Bandscheibenvorfalls bekommt man auch wieder in den Griff.

D.h. eine absehbare Zeit bis man wieder auf der Höhe ist. Hier stellt sich aber leider ein sehr langfrstiges, oder auch lebenslanges Problem dar. Da ich in ähnlicher Situation bin kann ich die Hoffnungslosigkeit schon nachvollziehen.

Es ist die Trauer über die unerfüllte Nähe (Männer denken da sexorientiert) und auch der Zwiespalt in dem mann steckt.

Man liebt und unterstützt bei der Krankheit ist aber nun auch ein Mensch mit Bedürfnissen die das Herz wieder aufleben lassen und auch die Verbindung zur Partnerin steigert. In solch einem Fall gehen einem schon viele Gedanken durch den Kopf und man fühlt sich zum Teil auch ausgenutzt, da man auf sich selbst, durch diverse Beziehungsvorstellungen, nicht achten kann. Man fühlt sich in einem Gefängnis der Gefühle und dem Leid des anderen, was irgendwann zum eigenen Leid wird.

Es macht traurig, wütend und führt dann zur Resignation. Der Fehler liegt sich in dieser Ansicht, aber auch am Partner der dieses Mit(Leid) nicht wahrhaben will und aus dem eigenen Teufelskreis nicht mehr rauskommt.

Erkennen, verstehen und handeln ist auf beiden Seiten angesagt, aber wie wenn man die einzige Seite ist die Nachteile der Situation artikuliert.

Ach Scheisse..... da kommt man wirklich an den Punkt alles hinzuschmeissen und neu anzufangen, wenn man detailiert darüber nachdenkt. Das Leben ist zu kurz für Dauerprobleme.

Frankie

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