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Appell an die Frauen

k)urt-lxi


@ Saela

Sehr offen und fortschrittlich von dir, lobenswert!

@ Colchicin

Es ist eine extremst intime Interaktion zwischen 2 Menschen, und einer davon ist der Mensch den ich liebe und der mich eigentlich liebt.

Das ist wohl genau der springende Punkt, der Unterschied, wie Mann und Frau Sex erleben (können). Für Männer kann es nötig sein, einfach mal Dampf abzulassen oder fremdes Fleisch zu vöglen. Die meisten Frauen haben gerade danach keine Lust, sondern Sex nur zusammen mit Liebe erleben. Lassen wir doch jedem das, was er braucht!

lLionxa


Eine Geliebte bedeutet in gewisser Weise immer irgendwie Streß, ständige Lügen und Heimlichtuereien, ein permanentes Versteckspiel. Es ist nichts Halbes und nichts Ganzes.

Uns ständig wird man von der Angst begleitet, daß irgendwann mal alles auffliegt.

Das trifft allerdings nur in einem streng monogamen Beziehungsgefüge zu, ansonsten ist das eher recht stressfrei.

TpomTYom9x2


@ Saela

Stehen dir die gleichen Rechte zu?

mYayptowe5r


@ Saela

Wow, ich kann fast nicht glauben, daß es hier tatsächlich auch Frauen gibt, die so denken bzw. den Mut haben, das hier zu schreiben. Respekt! :)=

Wobei "Mut" natürlich angesichts der Anonymität zwar etwas relativ ist, aber ich finde es trotzdem schön und es freut mich besonders, sowas von einer Frau zu lesen.

Es ist eine sehr liberale Sichtweise und ein Mann mit einer solchen Partnerin sollte das zu schätzen wissen.

Interessant wäre in diesem Zusammenhang auch noch dein Alter. Dürfte man es erfahren?

Ok, ich gebe zu, daß man eine derart offene Einstellung nur von den wenigsten Frauen erwarten kann und daß dies meine ursprüngliche Forderung sogar noch übersteigt.

Das, was du deinem Partner aus freien Stücken heraus zugestehst, würde ich von einer Frau gar nicht mal einfordern.

Aber angesichts deiner lockeren Einstellung empfinde ich die Aussagen von Frauen, die ihrem Partner nicht mal einen Puffbesuch als Ausrutscher, den sie auch noch aufrichtig bereuen, verzeihen würden, umso radikaler.

TCa!bris


Lange nicht mehr so viel Blödsinn gelesen. zzz

SftiWmpYy6x7


Mein Freund darf mit jeder Frau schlafen, solange es der Bedrüfnisbefridigung dient. Ich will ja nicht alles Machen und wenn er etwas ausprobieren will, was mir widerstrebt, dann soll er das tun. Und wenn ich z.B. 2 Wochen im Urlaub bin, dann kann er auch "Fremd gehen".

Wenn das Deine persönliche Sichtweise ist und Du damit klar kommst, ist das vollkommen in Ordnung.

Allerdings finde ich es seltsam, das jetzt irgendwie zu werten. Einige Leute haben geschrieben, dass Sie diese Einstellung "offen und fortschrittlich" finden. Bedeutet das im Umkehrschluss, dass jemand, der ein Problem damit hat, wenn der Partner sich innerhalb der Beziehung anderswo Sex holt (egal ob Puffbesuch oder ONS), verklemmt, spiessig und altmodisch ist?

Sehe ich nicht so. Menschen sind unterschiedlich und was für den Einen kein Problem darstellt, ist für einen Anderen ein No-Go. Beide Meinungen sollte man akzeptieren.

Für mich persönlich wäre ein fremdgehen innerhalb einer Beziehung ein absolutes No-Go.

CiolcUhicixn


@ kurtli

Ich finde es blöd, da so zwischen "Männern" und "Frauen" zu unterscheiden. Da fühlt man sich ja fast wie ein Krüppel als Frau... Es klingt so als sei ich so grundsätzlich anders, dass ich meinem Freund SEINE andersartigkeit zugestehen muss – und das bedeutet, mit andren Frauen zu vögeln? Anderes Fleisch wie du es nennst, Dampf ablassen?

Ich denke es gibt einfach unterschiedliche Menschen. Manche brauchen es, andere nicht.

Ich gehöre zu denen, die das nicht brauchen.

Mein Freund hat sich vor unserer Beziehung auch ausgelebt. Und ich glaube ihm, dass er das jetzt nicht mehr braucht – dieses fremde Fleisch, das Dampf ablassen. Wir sind total scharf aufeinander, können die Finger nicht voneinander lassen. Er sagt, er kann sich keinen besseren Sex vorstellen, was sollte er tolleres mit einer anderen Frau haben als mit mir?

Nun kannst du natülrich sagen "jaja, das sagt er dir so, aber am Ende sind doch alle männer gleich und wollen früher oder später ja doch ne andere Frau vögeln". Nö. Ich glaube ihm dass er nur mich will ;-)

Dieses "Wollen eines fremden Körpers" können genauso gut Frauen empfinden. Ich gehöre nur eben nicht zu diesen Frauen.

Ich finde es jetzt auch nicht "fortschrittlich" als Frau die Einstellung zu haben, dass der Mann vögeln kann wen er will. Jeder und jede kann machen was er will. Solang man als Paar ein Beziehungsmodell für sich findet, mit dem beide glücklich sind ist doch alles wunderbar! Ich urteile nicht über andere Modelle als meins.

Aber meins ist eben monogam, und mein Freund und ich sind da sehr offen miteinander. Er ist da genauso zufrieden wie ich mit und ich hoffe sehr dass das auch für immer so bleibt ;-)

l3ionxa


Saela

Ich als Mädchen/junge Frau will Maypower einfach mal Recht geben und den Gedanken sogar erweitern:

Demnach ist es für dich ok, wenn dein Freund mit einer Prostetuierten schläft und es dir verheimlicht und du es nur zufällig hinter seinem Rücken herausfinden würdest? Es würde dir demnach also nichts ausmachen, wenn er dir gegenüber über Monate vielleicht unehrlich war und dich mutwillig belogen hat?

Denn genau das wird doch hier von Maypower gewünscht:

Das soll jetzt hier bitte nicht als Freibrief zum Puffbesuch gesehen werden, aber wenn einem Mann in einer Beziehung mal ein solcher einmaliger (!) Ausrutscher passiert und er es wirklich ehrlich und aufrichtig bereut, dann möchte ich an die Frauen appellieren, in diesem Fall Gnade vor Recht ergehen zu lassen und nicht gleich überstürzt die Beziehung zu beenden, sollten sie davon erfahren.

Es soll für die Frau (oder Mann) ok sein, wenn sie/er mutlwillig belogen wurden, gegen aufgestellte gemeinsame Regelungen für die Beziehung verstoßen wurden und zudem diesen Umstand auch noch hinter dem Rücken des Partner entdeckt haben. Das soll dann die Person ok finden und darf sich dann ein wenig aufregen. Zu solchen Kanditaten kann ich nur sagen, selbst schuld und gesucht und gefunden.

Oder ist es generell so, dass ihr nicht offen über Sex der außerhalb der Beziehung stattfinden sprecht? Wobei dann aber diese Stelle keinen Sinn ergeben würde:

Er hat dieses Recht zwar noch nicht in Anspruch genommen

denn wenn ihr nicht darüber offen sprecht, kannst du das nicht wissen, aber dann wäre dieser hypothetische Fall aus deiner Sicht nicht schlimm, da sich dieser Umstand in dem entsprechenden Beziehungsrahmen abspielen würde.

maypower

Wow, ich kann fast nicht glauben, daß es hier tatsächlich auch Frauen gibt, die so denken

Wundert mich nicht, da du offensichtlich nur die rein monogame Beziehungsform kennst. Daher würde es dich vermutlich direkt umhauen, wenn man dir erklären würde, dass es sogar Menschen gibt, die nichts dagegen haben, wenn ihr Partner mehr als nur eine Person lieben und sich mit dieser auch noch regelmäßig und oft sexuell vergnügen.

Es ist eine sehr liberale Sichtweise und ein Mann mit einer solchen Partnerin sollte das zu schätzen wissen.

Diese Sichtweise ist zwar liberaler als die eines rein monogamen Menschens, aber noch sehr weit entfernt von wirklich liberalen Denken. Denn sonst würde sie ihrem Freund wohl kaum untersagen, mit der selben Frau mehr als einmal sich sexuell auszutauschen oder gar die andere auch zu lieben.

Ok, ich gebe zu, daß man eine derart offene Einstellung nur von den wenigsten Frauen erwarten kann und daß dies meine ursprüngliche Forderung sogar noch übersteigt.

Sie übersteigt deine eigentliche Forderung im Grunde nicht, es sei denn ihr wäre es egal ob ihr Freund lügt und betrügt. Aber genrell würde eine offene Beziehung, denn so nennt sich diese Form, einen Betrug nicht tollerieren, da man eben offen miteinander umgeht und das bezieht nunmal auch einen Puffbesuch mit ein. Und deine Ausgangsfrage bezog sich ausschließlich auf einen verheimlichten Puffbesuch und das dieser weniger schlimm sei als normales Fremdgehen. Was hier aber offensichtlich unter geht, ist die Tatsache, dass in einer offenen Beziehung Fremdgehen nicht das gleiche ist wie in einer rein Monogamen Beziehung. Allerdings gibt es für ein Fremdgehen in einer offenen Beziehung kein einheitliches Gesetz, da es in der Regel von den beiden Partnern festgelegt wird.

Das, was du deinem Partner aus freien Stücken heraus zugestehst, würde ich von einer Frau gar nicht mal einfordern.

Das kann man auch nicht einfordern, wenn man selbst nicht gewillt ist, selbiges auch dem Partner zuzugestehen. Ob dieser das dann selbst für sich beansprucht ist wieder eine ganz andere Geschichte. Und von einer rein monogam lebenden Frau kann man das eh nicht fordern, da sie sich für ein rein monogames Beziehungskonzept entschieden hat. Somit also von ihrem Partner auch einfordert, dass dieser ihr körperlich treu ist. Anders sieht es wiederum bei einer Frau aus, die ihrem Mann Polygynie gestattet. In diesem besagten Fall, darf der Mann sich auf andere Frauen einlassen, während sie selbst, nur diesen einen Mann als Partner aufweist und diesem körperlich auch treu ist.

Aber angesichts deiner lockeren Einstellung empfinde ich die Aussagen von Frauen, die ihrem Partner nicht mal einen Puffbesuch als Ausrutscher, den sie auch noch aufrichtig bereuen, verzeihen würden, umso radikaler.

Hier mischt du Birnen mit Äpfeln. Denn auch in einer offenen Beziehung wird ein Puffbeusch, der als Fremdgehen angesehen wurde, weil er gegen die aufgestellten Regeln verstoßen hat, wohl kaum als belangloser Ausrutscher angesehen werden. Aber genau diese Situation stellt das entsprechende äquvalent zur rein monogamen Beziehung dar. Das hat bei beiden Beziehungsformen auch nichts mit radikal zu tun, sonern mit Vertrauen, welches mit einem Schlag genommen wurde. Da aber viele Menschen nun mal es befürworten, ihren Partnern zu vertrauen, statt zu misstrauen, trennen sie sich dann von ihren Partnern, wenn sie es nicht mehr können. Das kann ich dann allerdings nicht sonderlich als radikal betrachten, sondern sehe es eher als ganz normale Konseqauenz, der zuvor getätigten Handlung.

mdaypowxer


Da aber viele Menschen nun mal es befürworten, ihren Partnern zu vertrauen, statt zu misstrauen, trennen sie sich dann von ihren Partnern, wenn sie es nicht mehr können. Das kann ich dann allerdings nicht sonderlich als radikal betrachten, sondern sehe es eher als ganz normale Konseqauenz, der zuvor getätigten Handlung.

Das Wort "Verzeihen" sollte man trotz allem aber schon auch noch im Wortschatz haben.

Denn ich sag es jetzt mal ganz banal:

Eine Frau, die einem Mann einen einmaligen Puffbesuch, der ein Ausrutscher war, nicht verzeihen kann und als einzige Konsequenz das Beenden der Beziehung in Betracht zieht, würde ich in den gleichen Topf werfen mit einem Mann, der mit seiner Freundin Schluß macht, weil diese ihm sein Auto schuldhaft zu Schrott gefahren hat.

In beiden Fällen sind Fehler passiert, die man hinterher bereut.

Und in beiden Fällen hat auch ein Vertrauensbruch stattgefunden, denn einer Frau, die mein Auto kaputt fährt, würde ich mein Nächstes sicher nicht gleich sofort wieder anvertrauen.

Aber ich würde mich in der Lage sehen, zu verzeihen.

So wie man nahezu jeden Fehler eines anderen verzeihen kann, wenn er ihn ehrlich und aufrichtig bereut.

Die Frau wird sicher beteuern, künftig beim Fahren besser aufzupassen, damit sowas nie wieder passiert. Genauso wie der Mann beteuern wird, nie wieder zu einer Hure zu gehen.

100% sicher kann man natürlich in beiden Fällen nicht sein, aber ich finde, jeder hat eine zweite Chance verdient. Erst wenn er/sie auch diese verspielt, dann ist für mich jede Konsequenz, sei sie auch noch so hart, gerechtfertigt.

Aber eine bis dato glückliche Beziehung wegen einem einzigen Fehler des Partners zu beenden, halte ich einfach für überzogen.

TmomTo4m9x2


Es ist kein Fehler, wenn es mit Vorsatz geschah.

RNed-B5lafck


Aber eine bis dato glückliche Beziehung wegen einem einzigen Fehler des Partners zu beenden, halte ich einfach für überzogen.

Schön wenn alle so liberal sein können, dadurch wird fremdgehen salonfähig! Fremdgehen ist ein K.O Kriterium für eine Beziehung, da ist dann trotz aller Liebe Ende!

Die Frau wird sicher beteuern, künftig beim Fahren besser aufzupassen, damit sowas nie wieder passiert. Genauso wie der Mann beteuern wird, nie wieder zu einer Hure zu gehen.

100% sicher kann man natürlich in beiden Fällen nicht sein, aber ich finde, jeder hat eine zweite Chance verdient. Erst wenn er/sie auch diese verspielt, dann ist für mich jede Konsequenz, sei sie auch noch so hart, gerechtfertigt.

Sicher kann man sich in beiden Fällen nicht drauf verlassen, aber wenn man versprochen kriegt, das derjenige in Zukunft aufpasst, der glaubt noch an den Weihnachtsmann.

mNayp:ower


Es ist kein Fehler, wenn es mit Vorsatz geschah.

Unsinn! Auch bei Dingen, die man vorsätzlich getan hat, kann man hinterher erkennen, daß es ein Fehler war.

Sicher kann man sich in beiden Fällen nicht drauf verlassen, aber wenn man versprochen kriegt, das derjenige in Zukunft aufpasst, der glaubt noch an den Weihnachtsmann.

Und du bist natürlich perfekt und machst niemals Fehler, oder? Sowieso klar!

Wahrscheinlich bist du der Erste, der nach einem Ausrutscher gleich welcher Art um Gnade winselt und um eine zweite Chance bittet.

Und schön, wenn sie dann genau so jemand wie du nicht bekommt!

skensi?bel/maxn


Eine Frau, die einem Mann einen einmaligen Puffbesuch, der ein Ausrutscher war, nicht verzeihen kann und als einzige Konsequenz das Beenden der Beziehung in Betracht zieht, würde ich in den gleichen Topf werfen mit einem Mann, der mit seiner Freundin Schluß macht, weil diese ihm sein Auto schuldhaft zu Schrott gefahren hat.

:|N Der Vergleich hinkt aber verdammt.... %-|

Rfedc-Blaxck


Und du bist natürlich perfekt und machst niemals Fehler, oder? Sowieso klar!

Wahrscheinlich bist du der Erste, der nach einem Ausrutscher gleich welcher Art um Gnade winselt und um eine zweite Chance bittet.

Und schön, wenn sie dann genau so jemand wie du nicht bekommt!

Ich bestimmt nicht. Ich bin noch niemals irgendeinem Menschen hinterhergelaufen oder angekrochen gekommen, und das wird sich auch in Zukunft nicht ändern!

Wenn sie jemand findet, der sich alles gefallen lässt...

lqiona


Eine Frau, die einem Mann einen einmaligen Puffbesuch, der ein Ausrutscher war, nicht verzeihen kann und als einzige Konsequenz das Beenden der Beziehung in Betracht zieht, würde ich in den gleichen Topf werfen mit einem Mann, der mit seiner Freundin Schluß macht, weil diese ihm sein Auto schuldhaft zu Schrott gefahren hat.

Du verwechselst da mal wieder die Obstsorten. Nicht der Puffbesuch (=Autounfall) ist die Ursache für die Trennung, sondern das mutwillige Vertuschen, die Lügen und alles andere, was nötig war, den Partner mutwillig im Dunkeln zu halten. Denn nicht der Puffbesuch sorgte für das Misstrauen, sondern eben das im Anschluss gezeigte Verhalten. Vergleichbar wäre es, wenn die Freundin den Unfall vertuscht und alles daran setzt damit dieser nicht herausgefunden wird. Nur ist eben ein Sachschaden nicht mit einen Beziehungsschaden zu vergleichen. Das eine ist mit Geld wieder gut zu machen, dass andere hinterlässt leider eine unschöne Narbe. Manche Narben heilen und manche nie. Es gibt genügend Beziehungen die wegen solcher Vorgeschichten massiv Probleme aufweisen, weil einer der Partner zuvor eine solche Erfahrung hat machen müssen und sich nun beim neuen, der nichts damit zu tun hat, mit dem Vertrauen schwer tut. Dies betrifft Männer gleichermaßen wie Frauen. Das mit einem zu Schrott gefahrenden Auto zu vergleichen halte ich schon für sehr gewagt. Es sei denn der Autobesitzer leidet unter Objektophilie, dann wäre das in der Tat unendschuldbar, da seine Geliebte zu Tode kam.

In beiden Fällen sind Fehler passiert, die man hinterher bereut.

Ich stimme dir zu, Fehler passieren und dann muss man auch zu diesen stehen. Was aber in deinem genannten Fall eben so gar nicht gegeben ist, da statt zu dem Fehler zu stehen, alles erdenktliche wohl ersteinmal probiert wird, um diesen zu vertuschen. Der Partner sozusagen per Zufall erst davon erfährt.

Aber ich würde mich in der Lage sehen, zu verzeihen.

Würde ich auch, nur hat verzeihen nichts mit Vertrauen zu tun und eine Beziehung ohne Vertrauen ist für mich keine lebbare Beziehung. Das ist aber meine ganz persönliche Sichtweise und von mir aus darfst du gerne in einer Beziehung leben, die ohne Vertrauen geführt wird. Für mich wäre das allerdings nichts und ich nehme an, dass ich mit dieser primitiven Auffassung alles andere als alleine da stehe.

Die Frau wird sicher beteuern, künftig beim Fahren besser aufzupassen, damit sowas nie wieder passiert. Genauso wie der Mann beteuern wird, nie wieder zu einer Hure zu gehen.

Beteuern würde sie es sicherlich, nur ist sie im Verkehr nicht allein und somit ist so ein Versprechen albern und kaum erfüllbar. Schon allein diese Einstellung krampfhaft keinen Unfall bauen zu müssen, weil man dieses doch dem Partner versprochen hat, läd förmlich zu einem weiteren Unfall ein (selbsterfüllende Prophezeiung). Ein Mann der einmal die Grenze überschritten hat, wird sie auch wieder überschreiten, da er gemerkt hat, dass es ganz einfach ist. Wobei Mann nicht richtig ist und mit Mensch ersetzt werden muss. Denn wir Menschen sind nun mal so gestrikt, sobald eine Grenze überschritten ist, fällt es uns nunmal zunehmens leichter diese wieder zu überschreiten. Man könnte schon sagen, dass wir uns an die Grenzverschiebung, sofern kein Nachteil für uns entstanden ist, leicht gewöhnen. Somit wäre ein solches Versprechen irgendwie ebenso witzlos, wie das der Frau in deinem Beispiel. Statt dessen sollte man eher mal nach den Ursachen schauen, warum es denn überhaupt dazu kam, zumindest wäre das wesentlich sinnvoller.

100% sicher kann man natürlich in beiden Fällen nicht sein, aber ich finde, jeder hat eine zweite Chance verdient. Erst wenn er/sie auch diese verspielt, dann ist für mich jede Konsequenz, sei sie auch noch so hart, gerechtfertigt.

Sicher hat jeder eine zweite Chance verdient. Die zweite bekam Mann in dem Moment, als er vom Puffbesuch nach Hause kam und die Möglichkeit hatte, seiner Partnerin oder Partner diesen zu beichten. Wenn er allerdings es eher vorzieht es für sich zu behalten, obwohl er genau weis, dass er gegen den gesetzten Beziehungsrahmen verstoßen hat, dann hat er in diesem Moment seine zweite Chance verspielt. Es liegt ganz allein in seinem eigenen Ermessen ob er die Konsequenzen seines tuns tragen möchte, sich einen Abend zurecht zusammen falten zu lassen oder eben die Beziehung komplett zu riskieren.

Aber eine bis dato glückliche Beziehung wegen einem einzigen Fehler des Partners zu beenden, halte ich einfach für überzogen.

Wenn die Beziehung bis dato glücklich gewesen wäre, würde sich der Partner an den gesetzten Beziehungsrahmen halten. Das bedeutet im Klartext, dass in einer rein monogamen Beziehung, beide für sich das alleinige körperliche Recht des Partners beanspruchen und somit beide, auch nicht den Wunsch haben sich etwas wo anders zu holen. Dies tritt in der Konstelation erst dann auf, wenn irgendwelche Bedürfnisse nicht erfüllt werden. Ist eine Beziehung bis dahin wirklich glücklich, ist eher anzunehmen, dass erst einmal das Gespräch gesucht und gefunden wird. Dann nach Lösungen gesucht wird und was sich dann daraus wiederum ergibt, kann sehr unterschiedlich im Ergebnis sein.

Eine offene glückliche Beziehung wiederum hat noch nicht einmal damit Probleme, da diese auch zu 100% glücklich ist, wenn beide Partner noch zehn weitere aufweisen zur selben Zeit. Würde hier aber eine solche Lüge auftreten wiegt es im Grunde um so schwerer, da der Rahmen im Vorfeld äußerst großzügig gelegt wurde.

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