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Dominanz angeboren oder 'erlernbar'?

Hoimmels3fedexr hat die Diskussion gestartet


Ich wollte mal in die Runde fragen, ob ihr denkt das Dominanz angeboren ist oder man soetwas auch später 'erlernen kann' oder lernen kann es ehrlich selber zu mögen.

Konkreter anlass ist, das ich persönlich sehr devot bin, mein Freund hingegen eher keine passion für dominanz bzw. unterwerfung. Er ist zwar im alltag sehr dominant, hat auch eine dominante austrahlung, verliert diese aber sobald es um mich geht und wird sehr weich.

Er meint immer er mag mich nicht verletzen. Ich frage mich ob man seine dominanz da irgendwie weiterleiten kann oÄ? Oder sie irgendwie neu wecken? Oder ist Dominanz angeboren, sowohl jene für den Alltag als auch für die Sexualität?

Antworten
JxoWspexr


erlernbar im Sinne von Schauspiel – klar. Aber das entspricht dann natürlich nicht dem "wirklichen" Charakter. Das sind ganz individuelle Verhalten, die letztendlich die gesamte Persönlichkeit eines Menschen ausmachen.

z}ue~ndsvtofxf


Oder ist Dominanz angeboren, sowohl jene für den Alltag als auch für die Sexualität?

Egal ob angeboren oder (wie ich selbst eher meine) erworben durch die bisherige Lebenserfahrung: Dominanz – und gerade die erotische – kann man m.E. nicht lernen wie eine Fremdsprache oder eine motorische Fähigkeit, sondern sie ist beim halbwegs ausgereiften Menschen einfach da; entweder voll ausgeprägt oder wenigstens in Ansätzen. Die "Führungskräfte" aus der SMartisanen-Szene, die ich kenne, berichten übereinstimmend, dass die Neigung zur entsprechenden Rolle schon relativ früh da war und es eher darum ging, diese sich selbst und anderen gegenüber zuzulassen und zu akzeptieren, als sie aus dem Nichts zu entwickeln.

SDhimoxne


Vielleicht treffen es Begriffe wie "zulassen" oder "entdecken" eher als "lernen".

Lernen impleziert für mich, dass theoretisch jeder dominant sein kann was definiiv nicht der Fall ist. Bei einigen Leuten die versuchen dominant aufzutreten bekommt man nämlich bestenfalls einen Lachanfall.

Andererseits denke ich, dass man durchaus die Fähigkeit hat sich in diese Rolle hinein zu entwickeln. So wird es ja wohl auch generell oft ablaufen. Viele sind halt nicht von kleinauf dominant bzw devot sondern merken irgendwann mit der Zeit, dass ihnen dies oder das halt gefällt und entwickeln sich in diese Richtung. Und dabei ist es nun egal ob die Initiative von ihnen selbst oder einem anderen Ausging. Bei mir war es z.B. ebenfalls meine Freundin die mich die ersten Schritte in diese Richung gestoßen hat. ;-)

Aber irgendeine Veranlagung muss man irgendwie schon dafür haben – was nicht bedeutet, dass man vorer in irgendeiner Weise dominant gewesen sein muss. Ich würde es am ehesten als 'eine neue Seite an sih entdecken' beschreiben. Vielleicht kann dein Freund sich ja einfach 'mal darauf einlassen und findet dann vielleicht gefalln daran. Falls nicht wird es aber wohl nie mehr als ein eher bescheidenes 'Schauspiel' werden....

a9nZsa6x1


Ich schließe mich meinen Vorrednern an.

Entweder man ist dominant in seiner sex. Ausrichtung, egal ob entdeckt oder noch in der Erkundungsphase oder man ist es nicht.

Allerdings gibt es hier sicherlich auch alle Abstufungen.

Ich gehöre eher zur devoten Abteilung und habe dennoch auch eine ca. 10 % dominante Veranlagung, die allerdings schon sehr gekitzelt werden muss, bis sie zum Vorschein kommt und nicht mein wirkliches "Anliegen" ist.

Sobald Du mit Naturdominanz in Berührung gekommen bist, wirst Du Dir die Frage nicht mehr stellen, ob erlernbar oder nicht. ]:D

Ich bin überzeugt davon, dass es nicht erlernbar ist, wenn man es nicht ist.

Dominanz im Alltag lässt m.E. noch lange nicht auf Dominanz im sex. Bereich schließen und umgekehrt.

Auch im Alltag "nur liebe" Männer, können dennoch im sex. Bereich dominant und sadistisch sein.

Allerdings sind dies m.E.n. selbstbewusste, mental starke Männer, die es nicht als unbedingt erforderlich ansehen, sich ständig als solche zu präsentieren, aber dennoch bei Bedarf in der Lage sind, auch diese Rolle zu bedienen.

GdürtreltiVer3x2


@ Himmelsfeder

Dein Partner ist wie er ist. Er ist schon dominant, sonst hättest Du Dich nicht in ihn verguckt. aber im Bett ist er es halt nicht, da ist er eher zärtlich. Den Harten macht er dafür im job. Ein bisschen so wie ein Familienvater der im Berufsalltag hart austeilt und daheim bei Frau und Kind dann Geschenke für die Kleinen mitbringt und die Frau auf Händen trägt.

Eigentlich solltest Du froh sein.

Aber es gibt ja immer wieder Frauen die kriegen den Hals trotzdem nicht voll. ;-D

Ich denke nicht dass Du ihn da ändern kannst oder sollst. Er verspürt keine Erregung dabei, Dich hart anzufassen. Bei Dir will er doch gerade seine andere Seite zeigen, seine weiche nämlich. Du kannst ihn ja mal ein bisschen auffordern Dir auf den Po zu klapsen indem Du ihm Deinen Hintern entgegestreckst und sagst, dass Du nicht brav warst heute. Oder Dich gespielt wehren in der Hoffnung, dass er versteht was Du meinst und Dich überwältigt.

Wenn es bei ihm nicht klick macht hat er die Veranlagung dazu nicht. Klar gehört immer auch Reife dazu, eine Frau richtig beherrschen zu können. Aber man muss es in sich haben, wenn das fehlt, bringt auch die Reife nichts.

Ob jemand dominant, devot, schwul, queer, hetero, promiskuitiv oder monogam ist – ich glaub mittlerweile das hängt zum allergrößten Teil vom Typ ab, und zwar von dem was angeboren ist. Klar gibt es immer wieder mal Irrungen und Wirrungen – Schwule die eine Frau heiraten wegen gesellschaftlicher Erwartungen, treue und monogame Frauen die eine Schlampenphase durchmachen weil sie verletzt worden sind oder psychische Probleme haben – aber am Ende findet man seine Wurzeln und steht am besten auch dazu.

Von daher – arrangier Dich mit dem kleinstmöglichen Nenner oder gib Deinen Mann frei an eine Frau, die nichts daran zu meckern hat hofiert und verwöhnt zu werden. ;-)

SShim9o`nxe


Ich möchte Gürteltier zumindest leicht wiedersprechen. Solltet ihr es ausprobieren wollen muss es mit Sicherheit nicht sofort klick machen und es ist auch ok, wenn er sich anfangs etwas unwohl fühlen sollte, aber er sollte wohl definitiv keinen Wiederwillen empfinden und auch in angemessener Zeit selbst Gefallen an dem ganzen finden.

Es ist halt nicht immer leicht das was einem bisher an Verhaltensmustern, Werten etc. eingetrichtert wurde von heute auf morgen einfach über Bord zu werfen – selbst, wenn man eine gewisse Veranlagung haben sollte... ;-)

gWwendolSynn


Ich wollte mal in die Runde fragen, ob ihr denkt das Dominanz angeboren ist oder man soetwas auch später 'erlernen kann' oder lernen kann es ehrlich selber zu mögen.

Schwieriger Satz. :-D

Also: Ich denke schon, dass es angeboren ist. Allerdings auch "erlernbar". Aber ich denke nicht, dass man, wenn man es nicht von Natur aus ist, lernen kann, es ehrlich selber zu mögen. Beispielsweise könnte (kann) ich ohne weiteres die Domina geben, aber das macht mir nicht den geringsten Spaß und wenn, würde ich es nur meinem Partner zuliebe machen (der steht zum Glück aber nicht drauf). ;-) Also denke ich nicht, dass man lernen kann, dass es einem Spaß macht.

Er meint immer er mag mich nicht verletzen

Könntest du das mal etwas konkretisieren, was mit "verletzen" gemeint ist?

K`nXackxs


Dominanz und Demut sind keine absoluten Größen, sie gelten immer im Vergleich zu anderen Menschen.

Ein dominanter Liebhaber kann in der Firma durchaus ein Schleimer und Arschkriecher sein.

Wenn in einer Partnerschaftsskala totale Demut gleich Null wäre und totale Dominanz gleich zehn, dann wäre ein "Normalo" vielleicht ausgeglichen mit fünf.

Trifft er auf einen dreier-Partner, dann ist er dem gegenüber dominant. Ist sein Partner ein achter, wäre er devot.

Ich denke, dass man sich im Laufe des Lebens etwas auf dieser Skala hin- und herbewegen kann, aber die Pole tauschen wird nicht möglich sein.

Kvnac1kxs


Menschen neigen dazu, andere zu unterjochen, zu quälen, zu ermorden, wenn sie keine Dominanz (Polizei) fürchten müssen. Wie sonst wären die Erniedrigungen in deutschen Konzentrationslagern oder der [[http://de.wikipedia.org/wiki/Abu-Ghuraib-Folterskandal Abu-Ghuraib-Folterskandal]] möglich?

Da gab es Gefangene, die auf der Skala bei Null (total demütig = entmündigt) angesiedelt waren. Und selbst ein Weichei, auf der Skala die zwei, kann nach einer gewissen Einarbeitungsphase die Peitsche schwingen.

Das ist menschlich, Menschen sind so.

Sjiervoa Anygelxina


Ich wollte mal in die Runde fragen, ob ihr denkt das Dominanz angeboren ist oder man soetwas auch später 'erlernen kann' oder lernen kann es ehrlich selber zu mögen.

Gute Frage.

Ich glaube, dass ein Mensch gerade in Hinsicht auf seine Sexualität aber nur Neigungen entdecken kann die schon in ihm Schlummern - ich glaube *nicht* dass man dahingehend total umlernen kann. Man kann eine Entwicklung durchmachen - zum Beispiel lernen, Praktiken zu mögen die man bei einem anderen Partner vorher nicht mochte - aber Dominanz im sexuellen Sinne ist ja nicht notwendigerweise als "Praxis" anzusehen, sondern geht tiefer.

Also nein - so ganz generell "lernen" kann man das denke ich nicht.

Konkreter anlass ist, das ich persönlich sehr devot bin, mein Freund hingegen eher keine passion für dominanz bzw. unterwerfung. Er ist zwar im alltag sehr dominant, hat auch eine dominante austrahlung, verliert diese aber sobald es um mich geht und wird sehr weich.

Das "Problem" hatte ich auch schon mal in einer langjährigen Beziehung (bin auch devot, könnte nie eine gute Sexualität mit einem "normalgestrickten" Partner haben) - mein Vanille-Ex konnte sehr dominant im Alltag sein - ehrlich gesagt sogar sehr einschüchternd - aber im sexuellen Sinne wurde er dann auf einmal total "selbstlos". Er hat mir damals auch mal gesagt, gerade wegen seiner Körperkraft und -größe (die schon überdurchschnittlich war) hätte er sowieso schon Angst, was kaputtzumachen. Er liebte einfach alles was zart war und ... es wäre ein totales Verbiegen, die totale Schauspielerei gewesen, wenn er sich dominant in der Sexualität gegeben hätte.

Er meint immer er mag mich nicht verletzen.

Kommt mir irgendwie seeeehr bekannt vor....

Ich frage mich ob man seine dominanz da irgendwie weiterleiten kann oÄ? Oder sie irgendwie neu wecken?

Wecken kann man nur etwas, dass dann im sexuellen Sinne (!) schon in ihm steckt. Und nicht jeder Alltags-Dominante ist ja gleich jemand der sexuell dominieren will und das genießen kann.

Bei meinem Ex zumindest war es für ihn wichtiger Bestandteil seiner Sexualität dass er eben *nicht* im Bett auch noch die gleiche Dominanz gezeigt hat, sondern eben großzügig sein konnte, zeigen konnte wie sehr er bereit ist zu geben - und für ihn war "geben" eben selbstlos bzw auf keinen Fall "verletzen". Ich glaube im Endeffekt, das gerade seine ziemlich dominante Art hat eben auch dazu geführt dass er selbst einen Heidenrespekt davor hatte, jemanden zu unterbuttern und ihm nicht gut zu tun. Genau deshalb wäre für ihn Dominanz im Bett wohl niemals in Frage gekommen.... es wäre einem totalen Umprogrammieren gleichgekommen.

Im sexuellen Sinne sind wir nie auf einen grünen Zweig gekommen, obwohl wir über ein Jahrzehnt zusammen waren - eine wirklich gute DS-Beziehung hatte ich dann später erst.

Oder ist Dominanz angeboren, sowohl jene für den Alltag als auch für die Sexualität?

Ich glaube dominantes Verhalten im Alltag kann man erlernen - ich denke, obwohl ich sub bin und dieses Verhalten gegenüber einem liebenden Partner auch stark zeige auch im Alltag, kann ich zum Beispiel in meiner Rollle als alleinerziehende Mutter sehr dominant rüberkommen, wenn es mir um mein Kind geht (!)

Aber in der Sexualität? Da kann man denke ich nur rauskitzeln was schon da ist. Soll heißen - ich glaube, es gibt sehr viele Menschen die in der Hinsicht offen sind, die auch wenn sie das kennenlernen und merken, der Partner/die Partnerin genießt es, dann ein gewisses dominantes Verhalten im Bett lernen können. Aber ich glaube, eine gewisse Grundtendenz ist schon angeboren.

Auf der anderen Seite kommt es dabei aber auch auf den Rahmen an. Ich bin selbst eben sehr devot, aber auf der anderen Seite hat sich bei mir in einer vergangenen Beziehung auch schon eine Situation ergeben in der mein Ex-Dom eine weitere sub kennengelernt hat und wir dann auf seinen Wunsch hin stundenlang miteinander gesprochen haben usw. Und da kam dann ganz klar raus, dass ich ihr gegenüber irgendwie dann doch die "dominantere" Rolle hatte - im Alltag. Ich glaube sogar, viele würden mich im Alltag als eher dominant einschätzen, solange sie mich noch nicht besser kennen - wobei es auf den Rahmen ankommt.

ICh denke, ein gewisses dominantes Verhalten lässt noch nicht darauf schließen ob jemand selbst im Bett dominant sein mag. Ich mag es zum Beispiel überhaupt nicht, ich könnte mich dann überhaupt nicht entspannen. Aber im Alltag einer anderen sub gegenüber - bin ich wohl doch eher dominant. Mein Ex-Dom meinte mal zu mir, ich sei auch ihm gegenüber devot - aber nicht unterwürfig ;-)

Ich glaube, Du könntest Dir Deine Frage auch schon selbst beantworten: Könntest Du "lernen" dominant zu sein, wenn Dein Partner das will? Ich glaube, man kann gerade im Bereich der Sexualität nur entdecken, was in einem steckt - aber keine Grundtendenzen ändern.

LG

Angelina

Himmelsfeder

S#ierv"a A ngexlina


Ich wollte mal in die Runde fragen, ob ihr denkt das Dominanz angeboren ist oder man soetwas auch später 'erlernen kann' oder lernen kann es ehrlich selber zu mögen.

Gute Frage.

Ich glaube, dass ein Mensch gerade in Hinsicht auf seine Sexualität aber nur Neigungen entdecken kann die schon in ihm Schlummern - ich glaube *nicht* dass man dahingehend total umlernen kann. Man kann eine Entwicklung durchmachen - zum Beispiel lernen, Praktiken zu mögen die man bei einem anderen Partner vorher nicht mochte - aber Dominanz im sexuellen Sinne ist ja nicht notwendigerweise als "Praxis" anzusehen, sondern geht tiefer.

Also nein - so ganz generell "lernen" kann man das denke ich nicht.

Konkreter anlass ist, das ich persönlich sehr devot bin, mein Freund hingegen eher keine passion für dominanz bzw. unterwerfung. Er ist zwar im alltag sehr dominant, hat auch eine dominante austrahlung, verliert diese aber sobald es um mich geht und wird sehr weich.

Das "Problem" hatte ich auch schon mal in einer langjährigen Beziehung (bin auch devot, könnte nie eine gute Sexualität mit einem "normalgestrickten" Partner haben) - mein Vanille-Ex konnte sehr dominant im Alltag sein - ehrlich gesagt sogar sehr einschüchternd - aber im sexuellen Sinne wurde er dann auf einmal total "selbstlos". Er hat mir damals auch mal gesagt, gerade wegen seiner Körperkraft und -größe (die schon überdurchschnittlich war) hätte er sowieso schon Angst, was kaputtzumachen. Er liebte einfach alles was zart war und ... es wäre ein totales Verbiegen, die totale Schauspielerei gewesen, wenn er sich dominant in der Sexualität gegeben hätte.

Er meint immer er mag mich nicht verletzen.

Kommt mir irgendwie seeeehr bekannt vor....

Ich frage mich ob man seine dominanz da irgendwie weiterleiten kann oÄ? Oder sie irgendwie neu wecken?

Wecken kann man nur etwas, dass dann im sexuellen Sinne (!) schon in ihm steckt. Und nicht jeder Alltags-Dominante ist ja gleich jemand der sexuell dominieren will und das genießen kann.

Bei meinem Ex zumindest war es für ihn wichtiger Bestandteil seiner Sexualität dass er eben *nicht* im Bett auch noch die gleiche Dominanz gezeigt hat, sondern eben großzügig sein konnte, zeigen konnte wie sehr er bereit ist zu geben - und für ihn war "geben" eben selbstlos bzw auf keinen Fall "verletzen". Ich glaube im Endeffekt, das gerade seine ziemlich dominante Art hat eben auch dazu geführt dass er selbst einen Heidenrespekt davor hatte, jemanden zu unterbuttern und ihm nicht gut zu tun. Genau deshalb wäre für ihn Dominanz im Bett wohl niemals in Frage gekommen.... es wäre einem totalen Umprogrammieren gleichgekommen.

Im sexuellen Sinne sind wir nie auf einen grünen Zweig gekommen, obwohl wir über ein Jahrzehnt zusammen waren - eine wirklich gute DS-Beziehung hatte ich dann später erst.

Oder ist Dominanz angeboren, sowohl jene für den Alltag als auch für die Sexualität?

Ich glaube dominantes Verhalten im Alltag kann man erlernen - ich denke, obwohl ich sub bin und dieses Verhalten gegenüber einem liebenden Partner auch stark zeige auch im Alltag, kann ich zum Beispiel in meiner Rollle als alleinerziehende Mutter sehr dominant rüberkommen, wenn es mir um mein Kind geht (!)

Aber in der Sexualität? Da kann man denke ich nur rauskitzeln was schon da ist. Soll heißen - ich glaube, es gibt sehr viele Menschen die in der Hinsicht offen sind, die auch wenn sie das kennenlernen und merken, der Partner/die Partnerin genießt es, dann ein gewisses dominantes Verhalten im Bett lernen können. Aber ich glaube, eine gewisse Grundtendenz ist schon angeboren.

Auf der anderen Seite kommt es dabei aber auch auf den Rahmen an. Ich bin selbst eben sehr devot, aber auf der anderen Seite hat sich bei mir in einer vergangenen Beziehung auch schon eine Situation ergeben in der mein Ex-Dom eine weitere sub kennengelernt hat und wir dann auf seinen Wunsch hin stundenlang miteinander gesprochen haben usw. Und da kam dann ganz klar raus, dass ich ihr gegenüber irgendwie dann doch die "dominantere" Rolle hatte - im Alltag. Ich glaube sogar, viele würden mich im Alltag als eher dominant einschätzen, solange sie mich noch nicht besser kennen - wobei es auf den Rahmen ankommt.

ICh denke, ein gewisses dominantes Verhalten lässt noch nicht darauf schließen ob jemand selbst im Bett dominant sein mag. Ich mag es zum Beispiel überhaupt nicht, ich könnte mich dann überhaupt nicht entspannen. Aber im Alltag einer anderen sub gegenüber - bin ich wohl doch eher dominant. Mein Ex-Dom meinte mal zu mir, ich sei auch ihm gegenüber devot - aber nicht unterwürfig ;-)

Ich glaube, Du könntest Dir Deine Frage auch schon selbst beantworten: Könntest Du "lernen" dominant zu sein, wenn Dein Partner das will? Ich glaube, man kann gerade im Bereich der Sexualität nur entdecken, was in einem steckt - aber keine Grundtendenzen ändern.

LG

Angelina

Himmelsfeder

1jto3


Dominanz ist weder im Alltag noch in der Sexualität zu 100% da oder eben nicht da. Auch hier gibt es wie in allen Lebensbereichen mehr Grautöne als Schwarz/Weiß. Dominanz erlernen? Eher nicht. Aber das freilegen und zulassen, was tief drin schlummert kann man sicherlich. Wir Männer sind in den letzten Jahren darauf getrimmt worden, männlich dominantes verhalten als falsch zu betrachten. Sowohl in der Sexualität, als auch im Alltag galt Dominanz als steinzeitlich. Man hat uns zum Frauenversteher und im Beruf zum Kooperationspartner gemacht. Wir haben gelernt, dass "Nein immer Nein" bedeutet, obwohl außer den Emma-Stammleserinnen jeder weiß, dass das so nicht stimmt. Und jetzt stehen wir da. %-|

Ich denke, man kann sein Verhalten etwas umprogrammieren. Aber das wird den Bedürfnissen der devoten Partnerin wohl nicht genügen, weil "es ja nicht echt ist". Und wer dann denkt: "Geil, mit ihr kann ich die Sau rauslassen" wird sehr schnell merken, dass devot nicht tabulos heißt. Und in einer Partnerschaft tanzt man eben immer eher auf der Rasierklinge als in einer bloßen BDSM-Beziehung.

devot – aber nicht unterwürfig

Wie grenzt du das ab? Wo liegt der Unterschied??, vorallem wenn man 24/7 lebt ???

S"himocne


Trifft er auf einen dreier-Partner, dann ist er dem gegenüber dominant. Ist sein Partner ein achter, wäre er devot.

Diese Denkrichtung hat einen Fehler, denn auch wenn der 5er gegenüber dem 3er vielleicht der Tonangebende sein mag bedeutet dies noch lange nicht, dass er im Sexuellen Bereich bereit wäre die Rolle des Dom zu übernehmen, denn eher gängige Praktiken wie das Schlagen des Partners können für den Durchschnitts 05er durchaus eine Herrausforderung sein...

Ich glaube, Du könntest Dir Deine Frage auch schon selbst beantworten: Könntest Du "lernen" dominant zu sein, wenn Dein Partner das will? Ich glaube, man kann gerade im Bereich der Sexualität nur entdecken, was in einem steckt – aber keine Grundtendenzen ändern.

aber woher weiß man was in ihm steckt ? ;-)

devot – aber nicht unterwürfig

Wie grenzt du das ab? Wo liegt der Unterschied??, vorallem wenn man 24/7 lebt ???

Also für mich bedeutet devot generell nur, dass die Person sich generell unterordnet und unterwürfig wäre da schon eine recht extreme Form wo ich davon ausgehen würde, dass da z.B. auch nichtmehr großartig eigene Meinungen vertreten werden bzw sich für diese eingesetzt wird.

i@nnere/ SHtim^mxe


Jeder Mensch hat ein Gleichgewicht von Egoismus-Altruismus in sich. Ist der Egoismus stärker ausgeprägt, ist einem ein dominantes Verhalten angeboren. Ist der Altruismis stärker ausgeprägt, so neigt man ehr zu devotem Verhalten.

Ich selber bin recht altruistisch und somit devot; habe jedoch mittlerweile auch am Dom-Part gefallen gefunden. Die beiden Rollen erscheinen sehr unterschiedlich, befriedigen aber die selben Bedürfnisse auf sehr ähnliche Weise. Dein Partner kann durchaus an der Dom-Rolle im Schlafzimmer gefallen finden. Er muss nur lernen seine Hämmungen fallen zu lassen. Ich denke, er hat einfach eine falsche Sichtweise von dem "Spiel" und sieht sein Handeln in dem "Spiel" als "Böse"/"nicht richtig". Mit etwas Aufklärung sollte er seine Meinung ändern. :)z

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