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Sexuelle Entwicklung oder wie man das Pferd von hinten aufzäumt?

ZRwe.rgter[rorDistxin hat die Diskussion gestartet


Hallo ihr Lieben,

ich mag mich täuschen aber ich habe das Gefühl die eigene sexuelle Entwicklung findet heute "rückwärts" statt...

Ich bin jetzt 38 Jahre alt. Zu meiner "Entdeckung" der Sexualität gehörten Gespräche mit Freundinnen, die Bravo, Anfangs die eigenen Hände, später die von Freunden usw.

Besondere Praktiken bekam man so am Rande von Älteren mit und probierte sie oder eben nicht.

Ein Beispiel: ich war 14 bei meinem ersten Oralverkehr. Ich hatte von einer Freundin gehört dass sie das mal bei ihrem Freund gemacht hat und beide das super fanden.

Da ich bereits damals nicht wirklich viel von Monogamie hielt machte ich es etwas anders als sie: ich suchte mir jemanden von dem ich der Meinung war der hätte es verdient ;-)

Ich versuchte es also und befand: toll....

Seither gehörte es zu MEINER Sexualität dazu. Ich liebe es und nenne es gern liebevoll meine "Königsdisziplin". Natürlich baut man das im Laufe der Jahre aus, probiert neues, lässt altes weg, lernt hinzu und perfektioniert.

Und genau das schein heute anders zu sein.

Ein junger Mann bittet eine Frau ihm einen zu blasen. Er hat es noch nie erlebt und findet es ist an der Zeit. Anstatt sich zurück zu lehnen und neue Erfahrungen zu genießen erklärt er auch noch gleich: aber bitte schön tief und spritzen will er ins Gesicht!

Sicher sind "Lehrfilme" heute dank des Internets sehr viel leichter auch für junge und leider auch für jüngste Menschen zugänglich. Es entsteht also der Eindruck "Blasen bedeutet nicht sich hingebungsvoll und genüsslich französisch verwöhnen zu lassen" sondern "Blasen bedeutet ihr den Schw*nz bis zum Anschlag in den Hals zu schieben!"

Natürlich ist auch letzteres eine wunderbare Spielerei aber ich zweifle ob es richtig ist damit anzufangen?

In erster Linie interessiert mich ob mich mein Eindruck täuscht und ich würde mich freuen wenn jemand seine Erfahrung teilen könnte...

Zwergi *:)

Antworten
bNlacGkmiZnd.x87


Oh, schönes Thema.

Da passt ein Vergleich zu den Wissenschaften: Wer heute studiert, dem wird auch einfach bekanntes Wissen in den Kopf gestopft, mit der Hoffnung es würde bilden. Warum soll das bei der Sexualität nicht auch so sein? :)D

Zjwerguterr)oristixn


Was mich fast noch mehr wundert:

Wenn junge Leute sich die Zeit nehmen massenhaft zweifelhaft inszenierte Pornofilme zu konsumieren, warum dann nicht als Ausgleich wenigestens einen Dokumentarfilm über Anatomie oder ähnlich wichtige Dinge?

Zwergi *:)

D)er klefine xPrinz


Einen Dokumentarfilm?

Wie sollen sie den verstehen können?

*:)

Z!wergtUe8rrorisotin


Prinz, der kann ja von mir aus auch mehr Bilder als Ton haben ;-)

Im Ernst, oft bin ich erstaunt dass sie überhaupt wissen womit sie wohin müssen %-|

Zwergi *:)

S`il7x7


Netter Faden und eine sehr interessantes Thema:

Ich werde dann mal was dazu aus meiner Famillie dazu steuern:

Mein Patenkind 16 , die Tochter meiner Schwester - wurde von Ihrem gedachten ersten Mann knallhart gefragt, ob Sie denn auch Intim rasiert sei und zwar blank, sonst wolle er nicht mit ins Bett.

Er würde Ihr erster Mann,

Sie ist Glücklich und nicht rasiert mit Ihrem Freund

B-erryOfina


Also die Jugendlichen lassen sich zu sehr von pornografischen Darstellungen beeinflussen. Das ist wie mit Werbung. Es wird einem gesagt, das es toll ist, und dann wird es auch als toll empfunden. Das mit dem Sex ist wie mit den ganzen Modesünden in der Jugend, einfach weil es gerade angesagt war. Erst im Alter entwickelt man seinen eigenen Stil (also im Idealfall, manche bekommen den nie).

Die Jugendlichen werden einfach so viel mit Sexualität überflutet, leider jedoch nicht mit Liebe. Sodass es erstmal persönliche Erfahrungen braucht um beides miteinander zu vereinen und zu verstehen, dass die Realität doch ganz anders aussieht als ein Pornofilm. Nämlich dann wenn die merken, dass die Realität viel spannender, prickelnder und liebevoller sein kann.

Schade ist es nur, wenn dieser Turn nicht kommt und die Sexualität nachhaltig durch solche (Fremd-)Erfahrungen in der Jugend geprägt wird.

J[ipTpiJxe


dein Eindruck täuscht

Zmwerg"terr%oristxin


JippiJe:

sollte ich mich tatsächlich so sehr irren?

Unzählige 14jährige durchkämmen dieses Forum und sind nicht auf der Suche nach einem Tip zur Haltung eines Hamsters ;-)

Ich habe Sex auch mit 14 für mich entdeckt, allerdings habe ich mich nicht mit erfahrenen Erwachsenen austauschen können um zu erfahren wie man "es denn nun treibt" damit es aussieht wie in den Filmen die sie überall bestaunen können.

Ich bin froh darüber dass ich nicht mal eine Vorstellung davon habe wie viele Jungs (und ich meine wirklich Jungs) sich Clips im Net ansehen und tatsächlich denken DAS wäre Sex.

Frauen die sich gern jede Körperöffnung penetrieren lassen und zwar möglichst mit Gegenständen die außerhalb des Körpers schon furchteinflößend wirken...

Vielleicht bin ich ein wenig altmodisch, vielleicht auch ein wenig eigen in meinem Denken aber ich fürchte, das ist der falsche Weg etwas so schönes,prickelndes, aufregendes erfahren zu können?!?

Zwergi *:)

1Stox3


ich glaube, dass du Recht hast. Ich bin jedenfalls ziemlich froh darüber, dass ich vor meiner Entjungferung noch nicht den ganzen Internet-Extrem-Porno-Mist gesehen habe, sondern nur das, was man damals so hatte. Dadruch war ich zB locker genug, um sie erstmal ausgiebig zu lecken, aber wäre nicht auf die Idee gekommen, dass man am Besten auch noch Deep-Throatr und Fisting ausprobieren sollte.

sMand%eumqexl


Ist doch alles eine Frage, wie man mit dem Gesehenen umgeht. Ich habe im Grundschulalter das erste mal einen James Bond-Film gesehen und bin weder Superschurke noch Geheimagent geworden ;-)

Ich denke es gibt genug Leute, die zwischen der Pornofiktion und der Realität unterscheiden können und das nicht als Bumsanleitung sehen. Klar gibt es auch die andere Seite, die mit sowas "überfordert" sind. Allerdings soll es ja auch Leute geben, die die RTL-Eigenproduktionen für reale Dokumentationen halten :-o

Im Übrigen kann auch Sex mit 14 schief gehen, wenn man Sachen halt irgendwo aufschnappt und sie ausprobiert.

g7wenedonlyn2n


Es entsteht also der Eindruck "Blasen bedeutet nicht sich hingebungsvoll und genüsslich französisch verwöhnen zu lassen" sondern "Blasen bedeutet ihr den Schw*nz bis zum Anschlag in den Hals zu schieben!"

Natürlich ist auch letzteres eine wunderbare Spielerei aber ich zweifle ob es richtig ist damit anzufangen?

In der einvernehmlichen Sexualität gibt es kein "Richtig" oder "Falsch".

Das Letzte, worüber ich mir Gedanken machen würde, wäre, ob andere, deren Sexualität mich gar nichts angeht, mit der Sexualität anfangen, die ich für mich als "die richtige" ansehe. Bekanntlich sind die Menschen verschieden.

s<enslibelxman


Ich finde Dinge schöner und nachhaltiger, wenn man sie selbst erkundschaftet und erforscht, als wenn man sie aus "Informationsquellen" kopiert. Ich mochte schon als Kind nie gerne nach starrer Bauvorlage bauen...

g&wendolvynn


@ sensibelman

Also ich bin eigentlich noch nie auf die Idee gekommen, Dinge aus einem Pornofilm zu reproduzieren.

Was heißen soll, dass nicht jeder, der sich solche oder "Lehrfilme" in seiner Jugend anschaut, genau das machen will oder meint, das machen zu müssen, was er in diesen gesehen hat.

Ich glaube noch nicht mal, dass das überhaupt funktionieren würde, alles nach einer starren Vorlage nachzuspielen. Deswegen stimme ich hier zu

Ich habe im Grundschulalter das erste mal einen James Bond-Film gesehen und bin weder Superschurke noch Geheimagent geworden ;-)

WnoldfgaYn2g


zweifelhaft inszenierte Pornofilme

Um zu beurteilen zu können, was ein "zweifelhaft inszenierter" Film ist, müsste man erst mal wissen, wie es besser laufen könnte. Das kann man aber nur rückblickend, wenn man es besser erlebt hat. Das zu beurteilen, sind die Jugendlichen einfach überfordert.

Du kannst 20 Filme über das Bergsteigen in den Alpen oder im Himalya angucken. Du wirst nie beurteilen können, wie es sich in Wirklichkeit anfühlt, auf einen Berggipfel zu kraxeln.

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