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Hallo, eine Bekannte von uns hat uns erzählt, dass sie eine Cuckquean-Beziehung führt (Cuckquean ist das weibliche Pendant zu Cuckold). In Absprache mit ihr hatte ihr Freund inzwischen auch schon (...) >>>
M#oriMxori am 01.02.12 14:04
02.02.12 17:09
das war mir klar, macht aber jetzt erst klick. du meinst, daß die "öffentliche" erniedrigung, also bei bekannten etc ein teil des spiels ist? das vorführen dieser beziehung vor leuten, die nicht in einer solchen cuckoldbeziehung leben?
02.02.12 17:21
ja. Allerdings kenne ich solche Outings nur als Fantasie aus Cuckold-Stories im Netz bzw. als Wunschvorstellung von männlichen Cuckies. Und da läuft das dann natürlich auch immer wie in einem Wunschkonzert ab. 
Andererseits wird bei der Suche nach einem Mann für mmf ja auch gerne und erfolgreich im Bekanntenkreis gesucht. Die Frage, ob Interesse besteht, ist ja auch eine Art Outing, allerdings mit einem deutlich geringeren sozialem Risiko.
In der gelebten Praxis schützen wohl die meisten Liebhaber der etwas ungewöhnlicheren Spielarten ihr Privatleben und outen sich höchstens im Umfeld von Gleichgesinnten. Ich würde jedenfalls den Mund halten und seh eigentlich auch überhaupt keine Notwendigkeit im Freundeskreis über mein Sexleben zu reden. Aber auch sowas wird ja sehr unterschiedlich gehandelt.
Aber eigentlich können das nur die Betroffenen erklären, warum sie so etwas ihren Freunden und Bekannten erzählen.
02.02.12 21:07
Oder der Wunsch nach Erniedrigung.
Aber nicht von der Ehefrau, sondern von der – nennen wir sie mal – "Objekt-Frau", oder?
Ich stelle mir eine Cuckquean als relativ dominante Frau vor. Die Vorstellung, dass ihr Mann eine Frau ihrer Wahl (!) nach ihren Vorstellungen(!) fickt, gibt ihr einen ernormen Drive.
Man könnte zum Beispiel die Objekt-Frau alles das tun lassen, was der Mann gerne hätte, man selbst aber nicht dazu bereit ist.
Sexuelles Outsourcing, verbunden mit einem kleinen persönlichen Kick. Und das bei grösstmöglicher Kontrolle (die man bei einer offenen Beziehung nicht in diesem Masse hätte). Vielleicht könnte sich die Cuckquean in den Verschnaufpausen des Mannes ja auch etwas an der Objekt-Frau verlustieren... ?
Ich könnte mir vorstellen, dass das für gewisse Paare durchaus reizvoll wäre, da sowohl die Frau wie der Mann innerhalb der gleichen Situation ihren Kick kriegen (wenn auch nicht aus den selben Gründen). Ich kenne aber niemanden, der so eine Beziehung führt. Hängt wahrscheinlich auch niemand an die grosse Glocke.
03.02.12 11:23
Ein paar Gedanken zum Thema "Warum erzählt man so etwas": Na, ein wenig zweifelt man doch immer an sich selbst, oder? Sei es bei Entscheidungen im Privatleben, im Beruf, um Umfeld... Manchmal fragt man sich ja schon, ob man "alles richtig macht" und für einen selbst "eh alles im Lot ist". So eine Art "reality check", wenn ihr versteht, was ich meine. Der Eine macht das mehr, der Andere weniger.
Und wenn man dabei fest stellt, dass man ein wenig anders ist als die breite Masse der Leute (ich glaube, bei Cuckolding kann man das schon so sagen), gibt muss man schon auch dem gesellschaftlichen Druck, "nicht ganz in der Norm zu sein" stand halten können. Auch wenn niemand etwas sagt - vorgelebt bekommt man im Umfeld ja offiziell nur monogame Paare und Singles.
Ich gratuliere all jenen, die das einfach so können. Aber dem Großteil der Menschen fällt das glaube ich nicht so leicht - und das ist auch normal. Insofern verstehe ich schon, dass man bei sehr guten Freunden ein wenig moralische Unterstützung sucht. Wozu sind denn wirklich gute Freunde sonst da?
ich wünschte, ich hätte auch solche Freunde. 
03.02.12 12:41
An sich gibt es nichts -normales- ...ich habe in meinem Leben immer neue Dinge kennen gelernt oder auch nur gesehen, dass es alles gibt. Aber es sollte niemanden wirklich beieinflussen, was andere Denken, wenn man in seiner Praxis/Handlungen/Vorstellungen niemanden schadet oder nicht gegen die Menschenwürde handelt....dann ist gut.
"Cuckolding" oder einfach eine ausgeprägte Sexualität, wo man es "geil" findet, den Partner mal aus einem anderen Blickwinkel zu erleben/sehen, wo man richtig dadurch erregt wird, ist doch toll. Man kann als Partner auch mitmachen oder "nur" der Zuschauer sein. Egal, man muß nur für sich und dem Partner herausfinden, ob dies passt oder nicht, ob es "anmacht" oder nicht.
Es gibt keine allgemeingültige Aussage, was normal ist oder eben nicht.
03.02.12 14:31
Marlon1, ich glaube, du hast mich da falsch verstanden. Ich wollte nicht beurteilen, was "falsch", "normal", "abnormal" oder "extrem" ist.
Ich meine: die Gesellschaft gibt gewisse Dinge vor: Heiraten, 40-Stunden-Job, Kohle machen, Kinder bekommen, Auto kaufen, Goldfisch. 
Und wenn man sagt: neee, da mach ich nicht mit! Ich wechsle oft meine Beziehungen, wohne auf 25 m², und wenn ich Geld brauche, such ich mir eben für 4 Wochen n Job, dann ist das ok - solange man Student ist. Aber nicht, wenn man 55 Jahre alt ist, dann wirste eben scheel angekuckt. 
Und Cuckold-sein ist eben auch ausserhalb dieses leider sehr engen Bildes. ich finde das auch ziemlich dämlich, aber es ist ja trotzdem so, fürchte ich.
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