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Sadismus/ Masochismus, wie funktioniert das überhaupt?

N)aEnni7x7


Das sehe ich anders – ein dominanter Mann tut, was er möchte. Und wenn die Frau auf Dominanz steht, gefällt ihr genau das.

Dem möchte ich auch widersprechen!

Ein dominanter tut, in einer Dom/Sub Beziehung, nur das was Sub auch will!

Sub sucht sich den Dom aus, Sub bestimmt die Regeln (Tabus und Grenzen) in denen Dom agieren kann und darf. Wenn Sub das Codewort ausspricht ist das ganze zu Ende.

Ich sehe das so die "Wahre Macht" hat Sub, ohne wenn und aber. Das heißt ja nicht das alles nach Schema F abläuft oder das Sub nicht auch mal was erträgt was sie eigentlich nicht so toll findet, aber eben alles in einem bestimmten Rahmen.

BQryRttys


@ KleinMio

Ich wehre mich zudem nicht nur verbal und auch hauptsächlich körperlich. und zwar heftig und wenn ich sage, dass er aufhören soll, meine ich das auch ernst.

Wenn du es wirklich ernst meinst, wieso sagst du dann nicht das Codewort, damit er tatsächlich aufhört? :=o

Soavras2ati


@ Nanni77

Ich meinte mit

Das sehe ich anders – ein dominanter Mann tut, was er möchte. Und wenn die Frau auf Dominanz steht, gefällt ihr genau das

aber nicht die Spiele im SM-Kontext (klar, da hat Sub die wahre Macht), sondern Dominanz im Alltag.

Z. B. bestimmt der dominante Mann "Wir gehen heute ins Theater, du ziehst dieses Kleid an" und Sub fügt sich, weil es ihr gefällt.

Natürlch hat sie auch da die Wahl, ob sie seine Wünsche befolgt oder nicht, aber tut sie es nicht, was hat sie davon, wenn sie sich "unterwerfen will"? ;-)

Mir sagte mal jemand, Dominanz und Unterwerfung würde umso besser funktionieren, je weniger Sadismus/Masochismus bei beiden vorhanden wäre. Ich musste ihm nach einigem Nachdenken recht geben, auch wenn mir persönlich D/S ohne SM keinen Spaß machen würde.

G|ürteltnier32


@ savra,

nanni

Stimmt, es gibt ja auch Paare, wo die Dominanz des Mannes auch im Alltag auch eine Rolle spielt und nicht nur im Bett. Mich ziehen aus irgend einem Grund eher starke Frauen an, die auch gute Mütter sind, eben weil sie wissen was für Regeln wichtig sind für ein stabiles Familienleben und eine gute Partnerschaft. Ich finde es gut wenn solche Frauen dann auch auf die Einhaltung dieser Regeln pochen und ich ordne mich da auch gerne unter, wenn es mir richtig vorkommt. Das heißt, ich befürworte im Alltag weibliche Dominanz in bestimmten Bereichen. In anderen Bereichen wiederum wird Dominanz von mir erwartet. Und zwar von der Frau. Sie will Dominanz im Bett und sie will es im Bezug aufs Arbeitsleben. Also wenn beide eine gemeinsame Firma hätten, wäre er der Chef, und sie macht die Buchhaltung. Als Beispiel. Das heißt, er ist beruflich auch eher in der ernähernden und entscheidenden Rolle als sie. Ich spreche hier nicht von gesamtgesellschaftlichen Vorstellungen und ich möchte hier auch keine Emanzen zum wütenden Aufheulen bringen. Ich hab gar nix gegen Frauen in Vorständen oder im Kanzleramt. Ich spreche von einem bestimmten Frauentyp, den es real gibt und der das von mir erwartet, was ich gerade beschrieben habe. Und ich bin da hineingewachsen und habe mich den Vorstellungen dieses Frauentyps untergeordnet, weil ich merke, das passt gut zu mir. Von daher gibt es bei mir keine männliche Dominanz im Alltag. Mir ist weibliche Dominanz wichtiger, aber weiblich eben im Sinne von "weiblich" und nicht im Sinne von "Domina", oder "Emanze".

Außerdem leben wir ja in einem freien Land, jedes Paar kann seinen eigenen Beziehungsentwurf leben, sofern man nicht gegen irgendein Gesetz verstößt. Vielleicht findet ja auch der Themenstarter irgendwann den richtigen Modus.

KVl[einxMio


@ Bryttys

weil ich das Codewort nur benutze, wenn es so weit ist, dass ich es gar nicht mehr aushalte. das ist wirklich nur für den absoluten Notfall da. Und wenn ich ständig nur dasCodewort sagte, wenn mir was nicht gefällt, könnte man das Spielchen ja gleich lassen, dann würde weder ich unterworfen, noch hätte der dominante Part was davon. So kann und muss er aber abwägen, wie weit es ist und ggf überschreitet er meine Grenze, was für beide seinen Reiz haben kann.

Übrigens sind die Grenzen im Vorhinein bei uns nicht so stark abgegrenzt, dass ich die Macht über ihn hätte. Er weiß, was ich nicht mag, was aber nicht heißt, dass er es nicht tut. Im Grunde haben wir da keine echten Grenzen, außer, wenn ich das Codewort sage oder er der Meinung ist, ich hätte genug und würde wirklich nicht mehr wollen. Alles andere liegt in seiner Hand.

SJavrWasaxti


@ Gürteltier32

Du warst aber nicht zufällig mal mit mir verheiratet, oder? :-D Das Rollenbild von damals würde nämlich haargenau passen :)_

Ich finde deine Beiträge übrigens sehr interessant! @:) Du bist nicht so der Schwarz-Weiß-Typ @:)

Hätte ich in meiner Ehe schon gewusst, was ich eigentlich wollte und mein Partner wäre so wie du gewesen, hätte es sicher besser funktioniert. :)z

NTan-nix77


aber nicht die Spiele im SM-Kontext (klar, da hat Sub die wahre Macht), sondern Dominanz im Alltag.

Z. B. bestimmt der dominante Mann "Wir gehen heute ins Theater, du ziehst dieses Kleid an" und Sub fügt sich, weil es ihr gefällt.

Natürlch hat sie auch da die Wahl, ob sie seine Wünsche befolgt oder nicht, aber tut sie es nicht, was hat sie davon, wenn sie sich "unterwerfen will"? ;-)

Da ich "mein BDSM" nicht in einer klassischen Beziehung sondern nur in einer Spielbeziehung lebe, stellt sich für mich die Frage nicht. ;-)

Auch deshalb weil ich in meinem Alltag keinen dominanten Partner haben will dem ich mich dann "unterwerfe". Am Arsch! ;-D

Für mich spielt sich das ganze eben nur beiM Sex ab und sonst nicht.

a)belkxain


Doch so viele Antworten, wie schön. :-) Ich kann sicher nicht auf alle im Detail eingehen, aber ich habe sie alle gelesen und finde die doch teils unterschiedlichen Erfahrungen und Herangehensweisen interessant. Ich weiß, dass es für mein Problem wahrscheinlich keine Lösung gibt.

@ Gürteltier32

Bei Deinen Schilderungen kommt mir der Ausdruck "White Knight" in den Sinn, den man ab und zu für eine bestimmte Gestaltung von Dom/Dev-Beziehungen gebraucht. Der Ritter und seine Königin - keiner von beiden ist klar unterlegen/-worfen, keiner ist nur dominant. Wenn er sich unterwirft, ist es eine würdevolle Geste der Loyalität, wenn sie sich unterwirft, ist es ein Fallenlassen in seinen Schutz.. naja, nur meine Gedanken dazu, ich will da nicht zu weit fabulieren.

Dein Schema ist ein anderes und in diesem Bereich "Partner" zu finden, das geht eigentlich gar nicht. Da gibt es keine "Partner", mit denen man etwas "zusammen" tut, es gibt nur Täter und Opfer.

Das hast Du gut getroffen, fürchte ich. Ich habe ja einen Partner - und genau das spüre ich auch immer wieder: er kann nicht alles sein. Nicht Täter, Opfer und Partner. Das schließt sich aus. Und ich möchte unser gutes Verhältnis ja auch eigentlich nicht eintauschen.

@ Bryttys

Den Anspruch erhebe eigentlich nur ich, ich will sie irgendwann so weit haben, hat in gewisser Weise mit Macht zu tun, sie dazu zu zu bringen, etwas gut zu finden, was ihr eigentlich nicht gefällt. Schwer zu erklären

Nein, ich finde das gut nachvollziehbar. :)z

Deinen Erwiderungen zu darksoul81 kann ich mich nur anschließen.

@ Savrasati

Um das so zu zelebrieren, dass nun rüberkommt, dass es eigentlich nicht freiwillig ist, obwohl es ja doch freiwillig ist, müssen beide schon extrem gute Schauspieler sein. Fragt sich nur, wozu. Also wozu es gut sein soll, sich gegenseitig etwas vorzumachen, obwohl jeder vom anderen weiß, dass es nicht ernst ist (und ich finde das auch gut so).

Das letzte ist der Knackpunkt. Ich möchte es ernst haben. Alles andere ist nur Theater, da gebe ich Dir Recht. Aber nicht darin: ein Schlag, den ich bekomme, nachdem ich darum gebeten habe, fühlt sich defintiv anders an als einer, den ich unfreiwillig abbekomme. Und zwar wirklich unfreiwillig, also nicht im Rahmen des irgendwie verabredeten SM-Kontext.

@ KleinMio

Was Du schreibst, kommt meiner derzeit gelebten Realität am nächsten. Mit dem Unterschied, dass wir kein Codewort haben, gar nichts. Ich wehre mich ebenfalls heftig und in diesem Momenten auch durchaus ernst gemeint.

Ich finde sie körperlich nicht angenehm, aber (meistens erst danach) im Kopf gibt mir das einen Kick, weil er mich unterworfen und unterdrückt und mit mir getan hat, was er wollte. Dieses Opfergefühl ist das, was ich davon habe – rein im Kopf. Die Handlungen von ihm genieße ich körperlich rein gar nicht.

:)z Bei mir ist es, wenn es "gut" ;-) war, auch so, dass ich es erst im Rückblick richtig genießen kann. Währenddessen ist es im Idealfall einfach nur schrecklich und danach.. wow. Es gibt in der "Geschichte der O" eine Stelle, in der sie schildert, dass sie, während sie geschlagen wird, immer nur den Wunsch hat, dass es aufhört. Und hinterher immer nur den Wunsch, das nochmal zu erleben. Ich habe daher und auch wegen Deiner Posts die Hoffnung, nicht völlig abwegig drauf zu sein. ;-)

Nur dieses "Wow" enthält immer den Wermutstropfen, dass es nicht echt war.

@ Lancis

Du bringst es auf den Punkt.

Spontan würde ich deine Neigungen auch einer ganz anderen Ecke zuordnen, nicht der BDSM-Ecke. Obwohl ich natürlich nicht weiß, wie viele Menschen sich dort einfinden, weil sie ihre Fantasien nicht weiter ausleben können.

Ehrlich gesagt war ich sehr erstaunt, als ich irgendwann einmal festgestellt habe, dass BDSM-ler nicht lauter so Leuten wie ich sind, die sich gezwungenermaßen mit "the next best thing" begnügen. Aber inzwischen weiß ich, dass es ein weites Feld ist.

Das ist – wenn ich dich denn richtig verstanden habe – nicht das, was du willst. Was du willst, ist ein echtes Opfer, mit echter Qual und dem echten Wunsch, dass das gerade nicht passiert.

Ja, das hast Du richtig verstanden.

Auch solche Situationen gezielt zu suchen, ist ersten fragwürdig, weil es sexuellen Straftätern Futter gibt, und zweitens für dich gefährlich. Zumindest habe ich Zweifel daran, dass deine Fantasien so weit gehen, dass du schwer verletzt oder gar tot enden möchtest

In der Fantasie? Schon... aber da kann ich ganz klar zwischen Fantasie und echten Wünschen unterscheiden - ich möchte meinen Tod doch ganz entschieden vermeiden. Daher sind solche Situationen, die vollkommen unkontrollierbar sind, zwar reizvoll, aber da schaltet sich dann doch mein Selbsterhaltungstrieb dazwischen, was die Situation nicht unkomplizierter macht.

Auch wenn es sich in beiden Fällen um Sex und Schmerz dreht, könnten die sexuellen Trigger der beiden Positionen kaum unterschiedlicher sein.

Aber ist es denn so unterschiedlich? Demütigung, Schmerz - Macht, fremder Schmerz, das sind doch auch beim freiwilligen BDSM die Auslöser?

Weiß dein Partner eigentlich davon?

Ja. Er weiß, dass er alles tun kann, was er will. Er weiß, dass ich gerne alles tun würde, was ich will, aber wir sind uns einig, dass das keine gute Idee wäre.

E;hemalig#er Nutzfer (#6b9x928)


In der Fantasie? Schon... aber da kann ich ganz klar zwischen Fantasie und echten Wünschen unterscheiden – ich möchte meinen Tod doch ganz entschieden vermeiden.

Ja, das meinte ich, da habe ich mich unklar ausgedrückt.

Aber ist es denn so unterschiedlich? Demütigung, Schmerz – Macht, fremder Schmerz, das sind doch auch beim freiwilligen BDSM die Auslöser?

Persönlich empfinde ich es als sehr konträr, ja. Es dreht sich zwar in beiden Fällen um eine Art Machtgefälle und Schmerzen, aber während für mich der Reiz darin liegt, dass mein Partner dies freiwillig tut und Lust und Freude daran verspürt, ist es bei dir genau umgekehrt. Es sieht auf dem ersten Blick ähnlich aus, aber die Schlüsselreize sind gegensätzlich. Auch einvernehmlicher Sex und eine Vergewaltigung haben auf dem ersten Blick viel gemeinsam, die Dynamik dahinter ist aber grundverschieden.

KxleijnMxio


Ich habe daher und auch wegen Deiner Posts die Hoffnung, nicht völlig abwegig drauf zu sein

Ich habe festgestellt, dass es mehr Menschen gibt, die so ticken, als man denken mag... :-o

a=belksain


Auch einvernehmlicher Sex und eine Vergewaltigung haben auf dem ersten Blick viel gemeinsam, die Dynamik dahinter ist aber grundverschieden.

Da hast Du wohl Recht. Im Grunde ist es ja sogar genau dieser Unterschied.


Über weitere Einlassungen freu ich mich immer noch.

KJleinxMio


Im Grunde ist es ja sogar genau dieser Unterschied.

den du nicht haben möchtest?

B!odhQraun


Ich denke, es ist ein Unterschied, ob man sich demütigen lassen will, oder ob man sich selbst zerstören lassen will. Und das hat aus meiner Sicht nichts mehr mit Sex zu tun.

KIleixnMio


richtig. Wenn ich das aber richtig verstanden habe, möchte abelkain doch genau das... oder?

Beodhdran


Jep, so verstehe ich das auch. Vielleicht sollte ein anderer Weg zu genau diesem Kick gesucht werden, ohne daß Dritte direkt involviert sind, wie z.B. extreme Sportarten wie Bungeejumping, Fallschirmspringen oder Freeclimbing, sozusagen als Surrogat. Dieses Gefühl scheint nicht an Sex gebunden zu sein, also scheint es einen Versuch wert zu sein... ":/.

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