» »

Sadismus/ Masochismus, wie funktioniert das überhaupt?

aPbelkxain


@ KleinMio

den du nicht haben möchtest?

Wie meinst Du das? Vielleicht verstehen wir uns gerade miss. Lancis machte den Unterschied 'einvernehmlicher Sex <-> Vergewaltigung" auf. Ich finde nach ein wenig Nachdenken, dass dieser Unterschied derselbe ist wie der zwischen 'meine Wünsche <-> einvernehmliches BDSM'.

@ Bodhran

"Nicht an Sex gebunden" - es ist schon ein sexuelles Gefühl. Ich habe diese Gedanken nur in Zusammenhang mit meiner Sexualität, ich bin nicht wütend oder depressiv. Allerdings hast Du insofern Recht, dass auch nicht orginär sexuelle Situationen, die dieser Konstellation ähneln, Erregung hervorrufen können. Das stell ich mir beim Freeclimbing aber eher unpraktisch vor. Nein, nur ein Scherz.

Ich verstehe nicht ganz, wie Du Extremsportarten damit in Zusammenhang siehst? Ich will mir nicht einfach nur weh tun. Treibend ist schon die Vorstellung Macht ausüben, Schmerzen zufügen/Hilfslosigkeit erleben, Schmerzen spüren.

SYavraPsatxi


@ abelkain

Aber nicht darin: ein Schlag, den ich bekomme, nachdem ich darum gebeten habe, fühlt sich defintiv anders an als einer, den ich unfreiwillig abbekomme. Und zwar wirklich unfreiwillig, also nicht im Rahmen des irgendwie verabredeten SM-Kontext.

Aber du meinst schon von deinem Partner, oder? Dann ist es doch eigentlich immer innerhalb des verabredeten SM-Kontextes. Denn er weiß ja, dass du darauf stehst.

asbeQlkaixn


Aber du meinst schon von deinem Partner, oder?

Nein, nicht nur. Ich werde nun aber selten von jemand anderem geschlagen, aber es kam vor und es hat mir im Nachhinein sehr gefallen.

Mein Partner hat mich mal im Zorn geschlagen, das war im Nachhinein auch gut. :-X

BjodhRrann


Nun, das kommt vor, daß Menschen immer wieder Kontakt zu Menschen suchen, die einen wie ein Stück Dreck behandeln. Gilt für beide Geschlechter. Die Gefahr, daß man dabei in Stereotypen (alle Männer sind Schweine! etc) abzurutschen droht, ist immens groß. Wie gehst Du damit emotional um? Kannst du dir ein komplettes Leben als "geschundenes" Wesen vorstellen, oder schlummert da vielleicht noch etwas anderes in dir? Ich kenne mich damit zu wenig aus, um dir einen Rat geben zu können. Aber vielleicht magst du ja insgeheim Erdbeer mehr als Schokolade. Dann solltest du etwas für dich tun, und evtl professionelle Hilfe suchen.

uMnivrersebll0x7


BDSM ist ein großes weites Feld. Es gibt gleichermaßen Fans und Gegner, die sich gegenseitig vorwerfen nicht zu wissen, was der wahre Genuss beim Sex ist.

Der Mensch in seiner ganzen Vielfalt ist ein "Machttier", jeder übt sie auf die eine oder andere Art aus. Es ist ein Wechselspiel. So wie schon kleine Kinder sehr frühzeitig "erlernen", wie sie ihre Eltern über die "Sprache" ihres Alters "steuern/manipulieren" , ihre Bedürfnisse zu erfüllen (Hunger, Emotionen, Nähe, Wärme pp).

So ist es später ähnlich in der Erwachsenensexualität des BDSM. Es geht um Macht und Manipulation, den anderen dazu bringen, Dinge zu tun, die meine Bedürfnisse erfüllen.

Dies durchzieht eigentlich alle Bereiche des zwischenmenschlichen Lebens. Es gibt die so genannten "Alpha-Typen", und das Gegenteil davon.

Es gibt Menschen, die in ihrer ganzen Natur "alpha", dass sind jene die ein natürliches Überlegensheitsgefühl haben (nicht zu verwechseln mit Selbstherrlichkeit, Arroganz, eigener Überhöhung/Überschätzung, Aufwertung um Defizite zu kompensieren), denen man es einfach abkauft, die haben es drauf. Im besten Fall – große Klappe viel dahinter, diesen Menschentyp gibt es und nur zu gern heften sich an seine Fersen (Erfolgsmenschen, Macho, taffe coole Lady) jener Menschentyp, der genau diese Eigenschaften nicht besitzt oder nicht so ausgeprägt. Es jedoch liebt durch "Führung" Bedürfnisbefriedung und Lust zu erfahren, Grenzen verschwimmen auch hier sehr oft. Nicht immer ist jemand nur dominant oder nur unterwürfig demutsvoll. Dennoch sei erwähnt, es gibt sie, jene Paare, die D/S oder den gesamten Bereich des BDSM in ihren Lebensalltag, in Form klarer Regeln und Absprachen integrieren und dies erfüllt leben können.

Das ist beim Sex mitunter nicht anders. Abgrenzend davon, ist der Bereich Sadismus/Masochismus. Aus dem entspringt eine Vertiefung Übersteigerung emotionaler Wünsche und Sehnsüchte. Soll heißen, nicht jeder Mensch der schmerzgeil ist/wird – muss im Umkehrschluss auch Wünsche nach Demut und einschneidender Einschränkung seines Willens verspüren, wie es bei D/S als tragend empfunden wird.

Und nicht jeder, der gern Schmerzen zufügt, also sadistisch experimentiert, wie weit kann ich beim anderen gehen, will der alles entscheidende dominante Führer sein.

Manchmal fällt jedoch beides zusammen, D/S und S/M. Diese Kombination ist oder kann eine suchtmachende Wirkung haben, eine Gratwanderung der Extreme. Genau das macht einerseits diese faszinierende und andererseits beängstigende neugierige Wirkung aus, was darf ich tun, wie weit darf ich gehen, in der Umkehr – was passiert als nächstes – was halte ich wirklich aus. (jeder für sich gedacht, und was tue ich dem Partner damit an, was verlangt er ab, was bin ich bereit zu geben)

Das Reizvolle daran ist eigene Grenzen und Wünsche kennenzulernen, sie zu verschieben/zu verändern, das massiv Gefährliche daran – wann kippt das Ganze? An welcher Stelle hat es sich im Cocktail der Hormone und psychischer Abhängigkeit so gegenseitig hochgeschaukelt, daß alle Barrieren gefallen sind. Dann wird es in der Tat lebensgefährlich. Der eigene Instinkt hat versagt.

Es zu den sogenannten "Sexunfällen" kommt, weil die Gefahr einfach ausgeblendet wurde, die gewisse Sextechniken in sich bergen. (Blutvergiftung bei Nadelspielen- Messerspielen, Stromspielen, Würgespielen, Wasserspielen (experimentieren mit der Sauerstoffzufuhr), sadistischen Schlägen – Kreislaufschock u.a. Bondage – über Stunden ohne Kontrolle zu Zuwendung).

Es ist gut, dass es Spielarten gibt, und auch das Menschen sich gegenseitig an oder gar über Grenzen bringen können/wollen, so lange dies weder lebensbedrohlich, menschenverachtend, strafverfolgend, achtungs- und respektlos und würdelos passiert).

D/S ist eine Spielart der menschlichen Sexualität, die Menschen einen Kick und Abwechslung verschafft. Für jene die es mögen etwas besonderes, durchaus beziehungsförderndes zusammen schweißendes.

Für andere einfach nur "abartig", ablehnend und nicht nachvollziehbar, eben Spinnerei. Wie gut oder schlecht das alles für einen selbst ist, hat jeder als Entscheidung in der Hand. Es wird immer eine individuelle Vorstellung bleiben. Einer lebt dies gedanklich aus, als Nervenkiztel, andere sind neugierig genug – experimentieren, bis die eigenen Grenzen erreicht sind und sind damit zufrieden.

Andere gehen einen gefährlichen Weg, weil sie nicht bereit sind eigene Grenzen und die des anderen zu akzeptieren oder Gefahren schlicht weg unterschätzen/ausblenden. Das sollte im eigenen Interesse unterbleiben.

Sondern dazu bereit bleiben eigene Grenzen und die des anderen stetig neu abzustimmen, Kontrolle darüber zu behalten und eingeschränkend eher Schritte zurück zu gehen, wenn ES zu weit geht,

(stetige Übung der Kontrolle, Schluss ist Schluss, kein noch ein wenig geht noch).

Die große Gefahr, es gibt irgendwann kein zurück mehr, dann ist der Fakt ein Strafttäter und ein klagendes Opfer

(

oder im schlimmsten Fall ein medizinischer Pflegefall, Körperverletzung mit Todesfolge, Vergewaltigung nach StGB).

Das muss in jedem Fall im Kopf bleiben, bei aller Vorliebe die das Spielen mit Lust und Schmerz ausmachen.

Das macht den Wunsch des TR nach einer nicht abgesprochenen freien jeder Zeit von ihm ausgehende wählbare dominant-sadistische Führung unmöglich.

Ohne das der zweite Part Regeln und Grenzen setzt, ist die Gefahr zu groß – das sich genau das ereignet was zuletzt geschildert wurde.

Soll heißen ohne Regeln geht es im BDSM nicht, ohne irgendwann als Täter seiner Vorliebe zurück zu bleiben. Mit dieser Einschränkung muss der TR leben, weil alles andere eine Idealvorstellung bleibt, die real nicht sinnvoll gelebt werden kann.

Buodhxran


Das wissen wir, du hast viel Zeit, hm? Ich empfehle etwas Praxis, so kannst du dann noch einen emotionalen Background liefern. Was ist eigentlich ein TR?

u%nive/rsexll07


Wir = für Dich und Deine Partnerin ( freut mich aufrichtig, wenn ihr gemeinsames Wissen und Erfahrungen teilt)

Wir für mehrere 100 oder 1000 Forummitglieder/Forengäste/nur Forenleser ?

Dann unterstelle ich mal, dass Du über ein hohes Maß an freier Zeit verfügst, wenn Du deren Meinung bereits persönlich kennst und stellvertretend für all jene die Antwort mitliefern kannst.

Einigen wir uns auf den Status Quo, ich hinterfrage Deinen Wissensfundus aus Theorie und Praxis nicht. Es interessiert mich auch in keiner Weise.

Im Gegenzug, wäre es nur fair, Du unterlässt es öffentliche Vermutungen und Unterstellungen über meine Erfahrungen anzustellen. Die gehen Dich nämlich nichts an.

Meine Beiträge sind einzelne von ganz vielen hier und erheben nicht den Anspruch richtig und allumfassend korrekt zu sein, DAS kann ich nicht erfüllen.

Vorschlag zur Güte, überlies meine Beiträge einfach, dann bleibt Dir erspart darüber nachdenken und mutmaßen zu müssen.

Für emotionale Ausflüge hab ich im realen Leben genug Möglichkeiten. Die tun hier im Forum auch wenig zur Sache, weil sie die Probleme/Fragen anderer nicht Sinn gebend lösen könnten. Wäre auch ein immenser Zeitfaktor sie für jeden einzelnen Thread miteinfließen zu lassen, unabhängig vom Menschen der dahinter steht. Oder kannst Du das ? Vielleicht zu wenig emotional ausgelastet ?

EJhemallig=er NDutze&r (#69928x)


universell07

Ich wünschte, du würdest etwas weniger allumfassend formulieren. Du sprichst nämlich nicht für alle Menschen, die Neigungen in diese Richtung besitzen, deine Formulierungen wirken aber sehr absolut, auch wenn du das vielleicht nicht beabsichtigst.

B?odhrxan


Genau das meine ich.

SEavrkasaxti


@ abelkain

Ich werde nun aber selten von jemand anderem geschlagen, aber es kam vor und es hat mir im Nachhinein sehr gefallen.

Auf sogenannten SM-Parties?

Also ich glaube, da würde ich niemals hingehen :-/

Oder meinst du eine "richtige" Prügelei wegen Meinungsverschiedenheiten, wie es ab und zu ja mal vorkommt?

aEbelka]in


Wie gehst Du damit emotional um? Kannst du dir ein komplettes Leben als "geschundenes" Wesen vorstellen, oder schlummert da vielleicht noch etwas anderes in dir?

Als ich schrieb "mal" meinte ich damit tatsächlich "einmal", nicht dass der Eindruck ensteht, ich würde tatsächlich misshandelt. Ich weiß nicht, ob mir das gefallen würde. Wahrscheinlich nicht, ich habe ja auch genau die gegenteiligen Züge an mir. Wobei ich auf der zwischenmenschlichen Ebene eigentlich ganz normal ticke. Tut mir leid, das klingt alles widersprüchlich und das ist es auch. :-/


universell07, Deine Posts lassen irgendwie wenig Raum für Antworten. Ich sag einfach mal: Danke für diese Darstellung.


Savrasati,

Auf sogenannten SM-Parties?

Also ich glaube, da würde ich niemals hingehen

Warum nicht? Ich war auch noch nie auf einer, aber mich interessiert, was für Dich dagegen spricht. Und ja, ich meinte Gewalt außerhalb vom BDSM- oder überhaupt sexuellem Kontext. Im Grunde Prügeleien, ja, wobei ich eher eingesteckt als geprügelt habe, nicht nur, weil ichs wollte, sondern weil ich kein guter Straßenkämpfer bin. ;-)

S=avrMasatei


Warum nicht? Ich war auch noch nie auf einer, aber mich interessiert, was für Dich dagegen spricht

Weil es überall Leute gibt, die dumm über andere reden ;-) im Normalfall ist mir das egal. Aber auf solchen Parties macht man sich ja, also zumindest als Sub, schon sehr verletztlich und angreifbar. Das spricht für mich dagegen.

Man könnte natürlich auch nur hingehen und zuschauen, aber das hat dann was für mich von "Sensationsgeilheit", ist auch nicht mein Ding.

a,b"elk5ain


Ah, Danke. Ja, das kann ich nachvollziehen.

Ich habe jetzt ein aktuelles Beispiel, wo ich mich wieder frage, ist das nun Masochismus, wie man ihn überlicherweise versteht, oder etwas anderes?

Mein Partner war bei mir und kündigte mir an, dass er eine sehr schmerzhafte und auch demütigende Praktik machen wollte. Ich protestierte und bekam schon kalte Füße ;-) Aber gleichzeitig wusste ich auch, ich hätte wohl nicht protestiert, hätte der Protest eine Aussicht auf Erfolg gehabt und trotz (oder wegen?) Angst im Bauch war ich quasi sofort körperlich erregt. Mein Partner teaste mich dann solange, indem er immer wieder "drohte" gleich anzufangen bzw. mir eben die Gerätschaften zeigte, bis ich meinen Höhepunkt hatten und dann fing er an. Während der Aktion hatte ich nur Angst und Schmerzen und den Wunsch, es möge bald vorbei sein.

Hinterher lag ich dann da, dachte über das Geschehene nach, was mich wieder erregte und ich machte es mir quasi auf die Erinnerung noch einmal selbst – während ich gleichzeitig hoffte, es würde so bald nicht mehr vorkommen, weil es von der Sache her wirklich schrecklich ist und vielleicht auch nicht gesund.

Was ist das nun? Erleben andere Masochisten das auch so?

w~usschexl63


Wie soll man anfangen. Also ich bin mir nicht sicher was ich bin oder ob überhaupt. Ich habe Gedanken als Sklavin irgendwo einmal Urlaub zu machen. Im Käfig gehalten und vorgeführt.

Gefesselt und gedemütigt. Aber ohne Schmerzen (körperliche). Bestraffungen schon aber eher angekettet oderähnliches. Ich weiß nicht was das ist und es macht mir Angst. Doch der Drang dahin wird immer stärker. In meiner Jugend hatte ich solche Träume doch die vergingen wieder. Doch jetzt hab ich es wieder und viel stärker. In psychologischer Behandlung bin ich schon eine Ewigkeit, doch bringen tut das nix.

wuschel

Srav_rasxati


@ abelkain

Jetzt wüsste ich ja gerne, was das für eine Praktik war ;-)

Erleben andere Masochisten das auch so?

Ja und nein. Bei mir ist es so, dass mich körperliche (gewollte) Schmerzen wie Schläge erregen, mich dagegen zu demütigen ist fast unmöglich. Zumindest hab ich mich von meinem Partner nie gedemütigt gefühlt, auch mit größter Anstrengung meinerseits nicht, mich so fühlen zu wollen ;-)

Mein Partner teaste mich dann solange, indem er immer wieder "drohte" gleich anzufangen bzw. mir eben die Gerätschaften zeigte, bis ich meinen Höhepunkt hatten und dann fing er an. Während der Aktion hatte ich nur Angst und Schmerzen und den Wunsch, es möge bald vorbei sein.

Vielleicht, weil du den Höhepunkt schon vorher hattest. Da hat man ja dann auch keine große Lust mehr, hinterher noch was auszuhalten. Also das ist jedenfalls bei mir so.

Den Wunsch, dass es bald vorbei ist, hatte ich während einer Session eigentlich nie. Aber wenn die Sessionen zu rasch aufeinander folgen, auch wenn es einem super gefallen hat, dann hab ich auch schon gehofft, dass es "so bald nicht wieder" vorkommt - nicht weil ich es nicht geil fand, sondern weil ich sicher war, dass so schnell nicht nochmal so aushalten zu können.

Wollen Sie selber etwas dazu schreiben?

Dann melden Sie sich an bzw. lassen Sie sich jetzt registrieren, das ist kostenlos und innerhalb weniger Minuten erledigt. Interessant sind sicher auch die übrigen Diskussionen des Forums Sexualität oder aber Sie besuchen eines der anderen Unterforen:

Sexualanatomie · Selbstbefriedigung · Sexualtechniken · Homo, Hetero, Bi · Gynäkologie · Urologie · Beziehungen · Schwangerschaft · Verhütung · HIV und Aids


Nicht angemeldet: Anmelden | Registrieren | Zugangsdaten vergessen? | Hilfe

Startseite | Impressum | Nutzungsbedingungen | Netiquette | Datenschutz | Mobile Ansicht   © med1 Online Service GmbH