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Brahmacharya

SJal3dxo


Die Suche hat mich nur Jahre lang genau davor abgelenkt zu checken, dass ich schon längst angekommen bin und alles in mir habe.

Ääähh, ja.

Jetzt musst Du mir aber etwas auf die Sprünge helfen: Du schreibst wie jemand, der jede Menge Fragen an die Welt und das Leben hat und behauptest, schon fertig zu sein?

Woher hast Du denn Deine Erkenntnisse? Meditation, Jahre im Kloster, Weltreisen, ??

Was ist denn dann eigentlich Deine Frage, weshalb Du hier postest? Tut mir leid, aber irgendwie komme ich da nicht mit.

TnabulKaRa%za


Lieber Saldo,

tut mir leid, wenn ich dir lauter Fragezeichen schicke zwischendurch komme ich auch noch an diesen Punkt, ich hätte vllt noch mehr reifen sollen in diesen Gedanken bevor ich hier das Thema so hinknalle..

Ich denke das jeder Mensch schon von Grund auf erleuchtet ist.

Wir sind einfach nur zugemüllt mit sovielen Nichtigkeiten das wir unser Selbst nicht mehr erkennen können.

Wir machen uns auf die Suche über Religionen/Esoterik/Spiritualität/Wissenschaften usw. nach uns selbst und verpassen dadurch unser eigentliches Selbst.

Genau deshalb ist das hier keine Suche nach mir Selbst, ich weiss das es schon immer da war und ist.

Ich will dieses konditionierte Selbst, welches ich immer für mein Wesen gehalten habe einfach endlich über Bord werfen um dann leichter weiter paddeln zu können, aber ich weiss nicht wie das gehen soll.

Ich bin diesbezüglich nicht fertig, nein ganz und garnicht.

Es ist eine tiptop Theorie die ich auch verinnerlichen konnte, mir fällt es nur so schwer mich von meinem Ego frei zu machen in der Praxis.

Meine Schäden zu akzeptieren und dann loslassen zu können.

Es schleicht sich dauernd ein das Ego, durch die Hintertür.

Meine Gedanken haben sich einfach total verändert durch dieses Buch. Vllt habe ich diesen Faden im falschen Bereich des Forums eröffnet, denn mir geht es nicht nur um die Sexualität und Brahmacharya bezieht sich auch nicht ausschließlich auf die Sexualität.

Ein Bsp. Ich bin Vegetarierin und das seit gut 10 Jahren, hatte heute eine Diskussion mit einem Freund, der täglich Fleisch isst. Was mach ich? Ich will ihn überzeugen das es nicht in Ordnung ist soviel Fleisch zu essen. Hab mich dann teilweise sogar geärgert über seine Ansichten.

Als ich wieder zu Hause war, bin ich das ganze nochmal durchgegangen und habe erkannt, ich habe sogar ein Vegetarier-Ego!! Versteht das jemand? Saldo?

L$ovHuxs


John Lennon:

Life is what happens to you while you're busy making other plans.

DARAN kannst du, TabulaRaza, nichts ändern, auch wenn du gerade dabei bist, deine "other plans" auf den Kopf zu stellen. ;-)

TSabulkaRazxa


LovHus

mmmhh...ich meine zu verstehen.

Aber ich bin noch sehr durcheinander, zwischendurch wünsche ich mir ich hätte das Buch nicht gelesen. Hat mich zu sehr auf den Kopf gestellt und nun lach ich mich kaputt über meine früheren Meinungen, Ansichten und Überzeugungen o.ä., sie sind lächerlich und dann wieder fang ich bitterlich an zu weinen, weil ich nicht weiss, was denn übrig bleibt wenn das alles nur..........................ein Blendwerk ist.

Ich krieg Angst bei der Erkenntnis, dass das 'Ich' von dem ich mein Leben lang überzeugt war letzendlich in der Luft verpufft. Ist es so? Kann es denn so sein?

Ich wäre so erleichtert und betrübt zugleich.

E/inMRanxn65


Wenn DU enthaltsam leben möchtest: Versuche es. Für mich wäre das nichts, habe früher oft versucht (essen, trinken, Klogang etc.) resp zwangsläufig (Sex). Ich finde das nicht gut, es wird so zwanghaft und obsessiv. Heute lebe ich viel lieber aus, was meine Bedürfnisse sind.

s{e`nsibeDlman


Als ich wieder zu Hause war, bin ich das ganze nochmal durchgegangen und habe erkannt, ich habe sogar ein Vegetarier-Ego!! Versteht das jemand?

Vegetarier-Ego gibt es wohl öfter, d.h. es gibt Menschen, die schlichtweg kein Fleisch essen mögen- einfach nur aus Geschmacksgründen. Deswegen muss man noch lange nicht andere überzeugen müssen oder wollen- zumal man dabei schnell die Grenzen seiner argumentativen Fähigkeiten aufgezeigt bekommt. Spätestens dann, wenn der Vegetarier mal über seine fleischfressende Katze nachdenkt und versucht, diese von der fleischlosen Kost zu überzeugen... ]:D . Klar gibt es oft rationale, aus kausalen Zusammenhängen folgende Begründungen, die weniger Fleischkonsum als sinnvoll erscheinen lassen. Aber nicht alles was sinnvoll erscheint, muss absolut durchgesetzt werden. Oft reicht einfach ein Mehr oder Weniger und nicht ein "Ja" oder "Nein".

Wir sind einfach nur zugemüllt mit sovielen Nichtigkeiten

:)z

Segui il tuo corso, e lascia dir le genti! [»Geh deinen Weg und lass die Leute reden«, abgewandeltes Zitat aus Dante, »Die göttliche Komödie«, »Das Fegefeuer«, 5. Gesang ]

aus [[http://theoriepraxislokal.org/kdpoe/K1_67_vorw.php "Das Kapital", Karl Marx]]

L*onv,Hus


TabulaRaza

Ich verstehe deine Verwirrung. Ich versuche dir zu helfen, wenn ich kann.

Wir Menschen stehen mit beiden Füßen auf der Erde und ragen mit dem Kopf in den Himmel. Wir brauchen beides und suchen ein Leben lang die Balance aufrecht zu halten. Die Erdung zu Gunsten geistiger Welten aufzugeben, führt ebenso in eine Sackgasse, die uns das Leben verfehlen lässt, wie der Materialismus, der alles Geistige zu Synapsenfeuern degradiert.

Ich krieg Angst bei der Erkenntnis, dass das 'Ich' von dem ich mein Leben lang überzeugt war letzendlich in der Luft verpufft. Ist es so? Kann es denn so sein?

Ich wäre so erleichtert und betrübt zugleich.

Vielleicht hilft folgende Einsicht: "Ich bin nicht mein Ich, aber ich habe ein Ich." Das Ego ist keine Krankheit!

zwischendurch wünsche ich mir ich hätte das Buch nicht gelesen.

Bedenke: Ein Buch ist kein Buch. Oder: Man hüpft nicht auf einem Bein durchs Leben. Oder: Es gibt nichts Gefährlicheres als eine Idee, wenn sie unsere einzige ist.

Ich würde dir gern ein paar ergänzend-relativierende Bücher empfehlen, aber ich habe noch nicht genau verstanden, was genau die Einseitigkeit ist, die dich aus der Balance gebracht hat. Das liegt ja weniger an dem Buch, das du gelesen hast, als vielmehr in der Art, wie du es aufgefasst hast.

Zum Schluss: Für uns Mitlesende ist es nicht einfach zu unterscheiden, was du dem Buch zu verdanken hast und dessen Konsequenz und Tragweite du noch nicht abschätzen kannst und deshalb durcheinander bist, und was integrierter Bestandteil deiner Überzeugungen ist. Also was a) die Überzeugungen sind, die du hast und b) welche du gerne (oder auch nicht) hättest. Z.B. schreibst du:

Ich denke, dass jeder Mensch schon von Grund auf erleuchtet ist.

Das liest sich, als wäre das deine Überzeugung, das Ergebnis deines bisherigen Lebensweges. Aber im Kontext dieses Fadens vermute ich eher, dass du hier eine Aussage des Buches "nachplapperst", ohne wirklich zu verstehen, was du da schreibst (was bei so einem Satz ja nun wirklich keine Schande wäre). Versuche also (vor allem auch dir selbst gegenüber) so klar wie möglich zu unterscheiden zwischen dem, was dir eigen ist, und dem, was sich noch im Magen der geistigen Verdauung befindet. Süße Früchte können sehr giftig sein, bittere Pillen Leben spendend. Da du dich auf eine neue "geistige Küche" eingelassen hast, kannst du das noch nicht sauber auseinander halten und wirst eine Weile vorsichtig sein müssen, bis du dich orientieren kannst.

TRabulaPRaza


LovHus

Danke

L4ovHuxs


@:) :)*

T ab:ulaJRaza


@sensibelman

Vegetarier-Ego gibt es wohl öfter, d.h. es gibt Menschen, die schlichtweg kein Fleisch essen mögen- einfach nur aus Geschmacksgründen. Deswegen muss man noch lange nicht andere überzeugen müssen oder wollen- zumal man dabei schnell die Grenzen seiner argumentativen Fähigkeiten aufgezeigt bekommt.

Da stimme ich Dir voll und ganz zu! :)^

Ich hätte vielleicht definieren sollen, was ich mit dieser 'Vegetarier-Ego' Erkenntnis meine.

Ich habe mich immer als bewusster-lebend empfunden im Bezug auf Ernährung.

Auch wenn das unüblich für Vegetarier ist, habe ich nie Bekehrungsversuche hingelegt, weil ich das selber auch nicht mag wenn man mir so kommt. Das Gespräch mit meinem Kumpel lief auch nicht so ab, dass ich ihn überzeugen will, dafür kenne ich Ihn zu lang und gut.

Aber seine Ansichten konnten mich stören. Als ich reflektierte habe ich mich gefragt:

Stört es mich, weil er einfach so ungesund isst? Nein, ist sein Ding.

Stört es mich, weil ich es aus Sicht der Tiere beleuchtet habe? Hat lange gedauert da das Nein zu finden, aber das ist es einfach auch nicht.

Mich hat am Ende gestört, dass es bei ihm so ist wie es ist und er das akzeptieren konnte und ich für michnicht.

Er hat keine Kodexes in dieser Hinsicht, er ist frei was seine Ernährung angeht.

Es war eine gute Übung für mich. Hier habe ich es gepostet, weil ich wie gesagt in einer Anfangsphase bin (in welchem Bereich auch immer, find keine Bezeichnung für diese Phase) und ich mich demnach wie feuchte Modeliermasse fühle. Meine Überzeugungen & Meinungen habe ich noch nie so in Frage gestellt. Wär mir nie eingefallen.

Hatte immer im Kopf – > leben und leben lassen aber ich möchte trotzdem zu allem eine Meinung haben. Ich find das jetzt so lachhaft irgendwie. Ist es lachhaft?

Habe das Ego welches sich geärgert hat entlarvt und schon hatte es viel weniger wert.

Nun weiss ich garnicht mehr so recht, warum ich Vegetarierin bin..die Überzeugung das die ganze Fleischindustrie zu pervers ist und ich es ok finde dies zu boykottieren ist und bleibt unumstößlich..

Ich würde nie regelmäßig Fleisch essen können, rein vom Magen her.

Aber ich würde es mögen ab und zu Fleisch zu essen, ich vermisse es manchmal.

Ich war immer der umunstößlichen Überzeugung das es einfach so besser ist.

Jetzt hab' ich mich da irgendwie ansatzweise von lösen können..

Ich probier beim nächsten Grillabend mal ;-D

TtabulPaRxaza


LovHus

Ich verstehe deine Verwirrung. Ich versuche dir zu helfen, wenn ich kann.

Das hast Du! Danke für das Verständnis.

Wir Menschen stehen mit beiden Füßen auf der Erde und ragen mit dem Kopf in den Himmel. Wir brauchen beides und suchen ein Leben lang die Balance aufrecht zu halten. Die Erdung zu Gunsten geistiger Welten aufzugeben, führt ebenso in eine Sackgasse, die uns das Leben verfehlen lässt, wie der Materialismus, der alles Geistige zu Synapsenfeuern degradiert.

Also geht es um die goldene Mitte im besten Falle?!

Dadurch das Alles auf biochemische Prozesse zurückzuführen ist........weiss nicht wie ich den Satz beenden soll außer, dass dann kein Gedanke der Welt die Wahrheit sein kann.

Ich muss aufhören,die Wahrheit dingfest machen zu wollen

Das macht mich fertig. Was bin ich ohne meine Sinne? Sind wir seit je her nur als physische Wesen existent gewesen?

Diese und viele andere neue Fragen erschüttern und befreien mich zugleich. Wieso habe ich so Gedanken?

Ich kann es einfach nicht erkären, vielleicht ist genau das der Grund warum ich hier tippe und mich auf jede Antwort so freue weil ich Niemanden kenne der mich im Moment verstehen könnte.

Wenn ich meine Sätze hier lese, dann höre ich mich auch selber sagen Du verlierst den Verstand und dann warte ich und beglückwünsche mich dafür :)*

Ab zum Psychologen Tabula ;-D

Vielleicht hilft folgende Einsicht: "Ich bin nicht mein Ich, aber ich habe ein Ich." Das Ego ist keine Krankheit!

Ich bin nicht mein Ich, aber Ich habe ein ich.

Ich kann diesen Satz nicht verstehen (vielleicht hätte ich ihn früher verstanden).

Wer ist dieses versteckte Ich, das 3. in dem Satz.

Diese Frage ist seither stets anwesend. Dieses Ich stützt sich auf nix mehr irgendwie.

Es ist nicht existent außerhalb unserer Vorstellungen.

Bin ich zu schwarz-weiß? Zu kleinlich?

Bedenke: Ein Buch ist kein Buch. Oder: Man hüpft nicht auf einem Bein durchs Leben. Oder: Es gibt nichts Gefährlicheres als eine Idee, wenn sie unsere einzige ist.

Absolut. Jemand der etwas von nur einer Sache ausmacht weiß nix.

Ich lese viel. Besonders in letzter Zeit viel von Eckhart Tolle, Erich Fromm, Birkenbihl und Marshall Rosenberg, von Osho wurde mir ein Buch empfohlen, dass hab ich jetzt auch bestellt.

Ist dir da was bekannt?

Ich habe sonst nur für die Uni gelesen, zwar auch viel aber anders.

Vielleicht liest mein Bewusstsein zum ersten mal mit.

Für uns Mitlesende ist es nicht einfach zu unterscheiden, was du dem Buch zu verdanken hast und dessen Konsequenz und Tragweite du noch nicht abschätzen kannst und deshalb durcheinander bist, und was integrierter Bestandteil deiner Überzeugungen ist.

Ich finde ihr macht das alle echt gut. Wenn ich mir vorstelle wie es wäre mit manch anderen Leuten aus meinem Umfeld darüber zu reden... Da wär ich schnell klein.

Ich muss zugeben, dass der Titel dieses Fadens zu dogmatisch ist und das ich wohl hätte warten sollen um den Wald besser überblicken zu können bevor ich mich in einen Austausch begebe..

Zu spät, aber ich werde es weiter versuchen deutlich zu machen, vielleicht ist es ja auch schon durch oben genanntes.

Ich verdanke dem Buch eine neue Perspektive, außerhalb meines Ichs, welche ich vorher nicht hatte. Ich stelle zuviel in Frage, so das es mir gerade an gewissem Selbstvertrauen fehlt, da ich nicht mehr weiß wie ich dieses Selbst zu definieren habe.

Mich erschüttern diese Erkenntnisse so sehr, weil ich viel gelitten habe unter dem, was sich jetzt so als illusionär aufdeckt.

Also was a) die Überzeugungen sind, die du hast und b) welche du gerne (oder auch nicht) hättest.

Ich bin grad in einem Zustand, wo ich jegliche Überzeugungen in Frage stelle.

Ich hätte gerne die Überzeugung das es so in Ordnung ist..es fühlt sich aber nicht so an.

Das jeder Mensch von Grund auf erleuchtet ist habe ich eher von meiner Mama.

Aber das war immer farbfrohe Posie für mich. Ich habe es nicht verstanden. Habe mir nie Gedanken gemacht, was das überhaupt bedeuten soll. Erst Jetzt regt sich was enorm in mir. Ob es immernoch nonsens darstellt für mich, weiss ich nicht, es regt sich was.

Versuche also (vor allem auch dir selbst gegenüber) so klar wie möglich zu unterscheiden zwischen dem, was dir eigen ist, und dem, was sich noch im Magen der geistigen Verdauung befindet.

Ja das nehm' ich mir zu Herzen. Meine Gedanken gehen mir selber oft zu weit zu schnell..mir tut das manchmal nicht so gut.

LooYvHxus


TabulaRaza

Dein Gedankenfluss ist ... ein Gedankenfluss. Kannst du dich erinnern, wie es war, als du schwimmen gelernt hast? Kein Boden unter den Füßen, deine Bewegungen entscheiden darüber, ob Mund und Nase über oder unter der Wasseroberfläche sind? Die Mischung aus geilem Gefühl und Panik?

Jetzt lernst du wieder schwimmen. Eben im Gedankenfluss. Ein Lehrer wäre nicht schlecht. Kein Buch oder Bücher, sondern jemand der auf dich eingeht. Das Forum ist nicht schlecht, aber nur vielleicht gut genug.

Ich lese viel. Besonders in letzter Zeit viel von Eckhart Tolle, Erich Fromm, Birkenbihl und Marshall Rosenberg, von Osho wurde mir ein Buch empfohlen, das hab ich jetzt auch bestellt.

Ist dir da was bekannt?

Kenne ich alle. Bis auf Birkenbihl finde ich auch alle auf ihre Weise gut. Aber Eckhart Tolle und Osho können einem ganz schön den Kopf verdrehen ;-) . Da empfehle ich ausdrücklich nochmal den Film "Ein Sommer in Orange". Um Tolle verdaulich zu machen, würde ich die praktischen Hinweise, die Rudolf Steiner in seinen Ausführungen [[http://anthroposophie.byu.edu/schriften/010.pdf Wie erlangt man Erkenntnisse der höheren Welten?]] gibt, mitberücksichtigen. Kennst du von Fromm auch das frühe Werk "Die Furcht vor der Freiheit"? Es könnte sein, dass Freiheit dein Thema ist, mehr noch als Wahrheit. Dann müsstest du auch von Steiner die Philosophie der Freiheit lesen. Im Unterschied zur späteren Anthroposophie finde ich den Philosophen Steiner viel besser, als was seine Anhänger im Laufe der Zeit draus gemacht haben. Ist bei Osho natürlich dasselbe. Weiter würde ich dir empfehlen, Bücher vom Dalai Lama und Jörg Zink zu lesen.

Wenn dir die Gedankenreizflut zu viel wird, kann ich ein paar Stilletage empfehlen, wie sie immer öfter z.B. in Klöstern angeboten werden. Auch wenn man es den offiziellen Kirchen nicht ansieht, gibt es in ihnen spirituell sehr hochstehende Persönlichkeiten, die allemal vertrauenswürdiger sind (schon allein, weil man mit ihnen unter vier Augen und ohne finanzielles Interesse reden kann), als fast alles, was sich auf dem Esoterikmarkt kaufen lässt.

Wer ist dieses versteckte Ich, das 3. in dem Satz.

Nur, weil die Grammatik erlaubt, das Wort "Ich" wie ein Objekt einzusetzen, wird aus dem Ich, jedenfalls dem 3. (das, was du bist, nicht das, was du hast) kein Du. Dein Auge kann sich nicht sehen. Es muss sich damit zufrieden geben, zu sehen. Das ich, das du bist, kann sich selbst nicht zum Objekt, zum Du, werden. Deswegen kannst du das 3. Ich nur sein, aber nicht danach fragen, was es sei. Es ist kein "es". Es ist du. Für dich: ich. Was sich dreht und wendet und Handstände macht, um es zu sehen, am besten "in den Griff zu bekommen", das ist dein Ego. Damit kann man sich identifizieren, aber man kann sich auch lösen, wie du offenbar festgestellt hast. Dann ist auch alles in Ordnung. Etwas nicht in Ordnung zu finden ist Spezialität des Ego. Das ist nicht schlecht oder gut. Es ist nur etwas was das 3. Ich ;-) beobachten kann und damit kann es nicht das 3. Ich selber sein, das als wahres Subjekt nicht beobachtet werden kann, weil es selber der Beobachter ist.

Das jeder Mensch von Grund auf erleuchtet ist habe ich eher von meiner Mama.

Ich habe dazu in einem anderen Faden kürzlich einen passenden [[http://www.med1.de/Forum/Cafe/613563/18323833/ Beitrag]] geschrieben. Mal sehen, ob du den Zusammenhang erkennst. :)D

T!abnulaRxaza


LovHus

Wenn dir die Gedankenreizflut zu viel wird, kann ich ein paar Stilletage empfehlen, wie sie immer öfter z.B. in Klöstern angeboten werden.

Ich wollte grad sofort anfangen die Rudolf Steiner Sachen zu lesen aber ich brauch eine Pause..dieses ganze nicht differenzieren können ist durch diese Überflutung, ich gehe Dinge auch normalerweise ganz anders an..hab jetzt nur das Gefühl als ob 'ne Ader in meinem Hirn verstopft und jetzt der Fropfen abgenommen wurde und alles sprudelt wild raus (ach jetzt erkenne ich auch deinen ersten Post mit den Gedanken in der Konservenbüchse)

Ich brauche vielleicht auch etwas mehr Schlaf, damit sich alles ordnen kann.

Hab jetzt das ganze Wochenende nur 5 Std insgesamt schlafen können und letzte Nacht so gut wie garnicht. Ich fühl mich trotzdem noch sehr energiegeladen und vorallem so getrieben. Aber das läuft mir nicht weg.

Ich weiss nicht welche Türen ich da geöffnet habe, aber ich fühle mich im Kern irgendwie beruhigter, als ob die letzten Jahr(zehnte)e die ganze Zeit eine Gefahr hinter jeder Ecke auf mich lauerte.

Jetzt bin ich um die Ecke gehüpft und hab laut BUH! gerufen und die Gefahr hat sich erschreckt und sich aufgelöst.

Bist mir eine große Hilfe LovHus! Das finde ich nicht selbstverständlich. @:)

L1oJvHuxs


TabulaRaza

Gerne @:) :)*

Ich fühl mich trotzdem noch sehr energiegeladen und vor allem so getrieben.

Nutze die Energie, um auch körperlich etwas zu arbeiten. Gartenarbeit wäre gut. Und genug Schlaf. Physiologisch betrachtet kann es sein, dass nicht dein Körper deinen Gedanken folgt, sondern die Gedanken dem Körper (dafür spricht auch das Bild von dem Pfropfen, der sich gelöst hat).

Die Energiezyklen folgen einem sehr austarierten Prozess. Im Grunde ist das der allgemeine Lernprozess: lange Zeiten von Fleiß und Arbeit wechseln sich ab mit kurzen Highlights von Verstehen. Ich nenne das gerne Hmmm-Lernen und Aha-Lernen als die beiden Seiten der Medaille, die sich abwechseln. Das Hmm-Lernen ist zwar Arbeit, aber man baut allmählich sein Energiereservoir auf. Das Aha-Lernen fühlt sich zwar energiegeladen und euphorisch an, aber man verbraucht gerade die aufgebaute Energie und bildet mit ihr die neuen Erkenntnis-Ordnungsmuster auf, von denen aus der neue Lernzyklus beginnt.

Es ist wie Rutschbahn rutschen auf dem Spielplatz: Erst muss man die Leiter hoch, man kann relativ gut selber entscheiden ob und wie schnell man die Leiter hochklettert, es ist zwar Arbeit, aber man gewinnt Energie. Rutscht man dann runter, wird die Energie relativ schnell frei und die Kontrollmöglichkeiten für den Prozess sind eingeschränkt (aber in diesem Fall durch die Form der Rutsche gegeben, so dass kein Unfall oder Absturz droht). Landet man unten ist "der Spuk" vorbei und ein neuer Zyklus beginnt.

Es wäre gut, wenn du neben all dem inhaltlich Neuen, in dem du dich orientieren willst und musst, auch die Orientierung in diesem Lebenslernprozess entwickelst. Die Energiewelle, auf der du gerade schwimmst, wird irgendwann (eher früher als später) verebben. Dann beginnt die Arbeit des Sortierens und Integrierens. Es kann aber sein, dass, wenn die Welle so stark war, wenig Energie für diese Arbeit übrig bleibt und sich alles extrem gelähmt anfühlt und mühsam wird. Wenn du dich dann "hängen" lässt, verliert sich auch noch die letzte verbleibende Energie, was dem Reinrauschen in eine Depression entspricht.

Freier Fall ist ein geiles Gefühl, aber du musst fliegen (oder im Bild eben: rutschen), wenn die Landung gelingen soll, sonst gibt es einen Crash (ich schrieb vorher: "Sauerrei" ;-) ).

Das 3. Ich, also du selbst, wird das alles nur beobachten. Den Pilotensitz nimmt das Ego ein. Dafür ist das Ego sehr nützlich. Wenn du es kürzlich k.o. geschlagen hast, ist es Zeit für die Wiederbelebung :)z :)* .

MFa7e8x2


Dein Auge kann sich nicht sehen.

Und dein ICH kannst du nur im Spiegel der anderen Menschen erkennen. :)*

Für mich ist das sehr wichtig: Kontemplation und Einsamkeit haben sicher ihren Platz auf dem Weg der Erkenntnis. Ab und zu braucht man Ruhe, um sich zu sortieren, oder auch, um wahrzunehmen, sich bewusst zu werden. Aber eigentlich sind wir Menschen soziale Wesen. Wir brauchen einander.

Es gibt ein altes Kirchenlied, in dem heißt es: "Sing, bet und geh auf Gottes Wegen, verricht das Deine nur getreu und trau des Himmels reichem Segen, so wird er bei dir werden neu." Ich finde, darin steckt viel Weisheit. :)z

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