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Mein Mann mag nicht mehr mit mir schlafen, was tun?

PpidPdxle


ich bin unglücklich mit dieser Situation und viel schlimmer ist, dass ich es kaum ertragen kann wie unglücklich er ist, wenn er mirzuliebe versucht sich zu verstellen...

Oh, ach...

Und wieder bestätigt sich die alte Geschichte, von der Frauen in der Regel überhaupt nichts hören wollen: Die größten Ärsche ziehen mit den sensibelsten Frauen ab. Etwas poetischer Nietzsche: "Wenn du zum Weibe gehst, vergiß die Peitsche nicht!" Der war nämlich nicht, wie viele glauben, ein Frauenfeind, sondern ein Frauendurchschauer. Es hat offenbar etwas irrational ungemein Prickelndes, von einem rassigen Typen völlig respektlos behandelt zu werden. Das ist ja auch viel frecher und daher geiler, als sich auf jemand einzulassen, der einen so langweilig mag und einfach lieb hat.

Irgendwann wacht man dann aus dem Quatsch auf. In dem Zustand bist du jetzt anscheinend.

Du glaubst gar nicht, wie oft ich diese Beziehungsentwicklung schon im entfernteren Bekanntenkreis bzw. in deren Freundeskreis beobachtet habe.

So wie du die Situation schilderst, wirst du dich entweder in dieser verkorksten Beziehung unglücklich weiterschleppen oder die Reißleine ziehen (wie du es nennst).

M/il]chmapnn7x6


Wirklich verdammt verfahren die Situation... Ich frag mich auch langsam, wie viel deinem Mann an dir liegt. Man sollte schon noch Einiges von ihm verlangen können: Dass er sich bemüht, schöne gemeinsame Aktivitäten zu finden (statt sich nur bemüht, sich mit dir zu langweilen). Dass er sich bemüht deine Ängste und Eifersucht zu zerstreuen. Dass er sich um dein Vertrauen und Offenheit und Ehrlichkeit bemüht. Dass er sich bemüht, eine Perspektive zu erarbeiten. Wie soll es weitergehen, wieder aufwärts gehen?

Eins ist klar: in diesem Zustand könnt ihr nicht bleiben, das zermürbt euch immer mehr. Ewig kann's nicht so weiter gehen.

Vielleicht solltet ihr mal in einem ruhigen entspannten ehrlichen Gespräch eine Bestandsaufnahme machen. Wie fühlt ihr euch, was fühlt ihr für einander, was hält euch zusammen? Ist da noch mehr als reine Gewohnheit?

Aber wie's so schön heißt: (selbst) Liebe allein reicht nicht. Findet ihr eine gemeinsame tragfähige Perspektive für die Zukunft? Was kann und soll sich ändern? Wie? Ist bei ihm denn überhaupt die Bereitschaft da, sich mit der Beziehung auseinanderzusetzen? Will er Zeit und Bemühungen in eure Ehe stecken? Wenn ihr euch frei Dinge wünschen könntet – egal wie (un)realistisch – was wären das für Dinge? Sag ihm was dir fehlt, wonach du dich sehnst. Genauso soll er dir das sagen. Was davon ist machbar, was hattet ihr nie, was kann man vielleicht wieder erwecken?

Krisen sind Chancen. Das klingt platt, ist es aber nicht! Aus jeder Krise lernt man für sich und für's Leben. Eine Krise kann das Leben wieder verbessern, oder einen Neuanfang ermöglichen. Aber man muss sich der Krise stellen. Statt eure gemeinsame Zeit vor dem Fernseher totzuschlagen solltet ihr vielleicht mehr Zeit aktiv nutzen. Nicht nur für Gespräche, aber auch dafür. Aber auch für Anderes bewusst Gemeinsames. Lieber Langeweile bei ihm beim Nachtspaziergang als Langeweile vor der hirntötenden Glotze. ;-)

Ihr könnt beide in dieser Krise viel lernen. Das kann euch helfen, die Ehe zu retten. Oder es kann euch für eure künftigen Beziehungen helfen. Aber dafür müsst ihr euch zusammen setzen und reden. Offen, ehrlich, und auch die schmerzhaften Wahrheiten aussprechen! Wenn nicht jetzt, wann wollt ihr dann ans Eingemachte gehen? Sich jetzt noch etwas vorzumachen bringt euch nicht weiter. Den anderen noch vor der Wahrheit schützen zu wollen bringt nichts. Was ihr denkt muss auf den Tisch, sonst wird es kaum möglich sein eine Lösung zu finden.

Legt einen Abend fest an dem die Stimmung gut ist. Macht mehr draus als ein Gespräch. Esst was Leckeres, trinkt ein bisschen was, macht es gemütlich und schön. Und redet euch nicht tot. Man kann nicht alle Themen an einem Abend erschlagen. Fangt einfach mal an zu reden, bis ihr merkt für heute ist es genug. Weil es zu lang dauert, zu anstrengend wird, es nichts mehr bringt, es nur noch um Hickhack geht. Es darf ruhig laut und emotional werden, aber bleibt beim Thema und werdet nicht persönlich. Die guten alten Ich-Botschaften helfen, die Stimmung nicht zu sehr aufzuladen. Statt einem problematischen "Liebst du mich überhaupt noch?" vielleicht lieber erst mal deine Gefühle schildern, und ihn dann fragen was er fühlt.

Ist das eher ein Ansatz, mit dem du was anfangen kannst?

Pmerfxect


wir haben bereits unendlich viele Gespräche dieser Art gehabt und sie endeten eigetnlich nie damit, dass einer einen guten Kopromiss vorschlug oder sich irgendwas an der Beziehung besserte... Selbst wenn wir mal einen Kompromiss vereinbart haben, hielt er sich nach einige Zeit einfach nicht mehr daran...

Ich habe ihm eben, nach dem wir uns nun schon seit 2 Wochen nur noch das nötigste sagten uns uns sonst anschwiegen, eine Nachricht geschrieben (ich konnte es nicht von angesicht zu angesicht, da ich sonst nur geweint hätte). Ich schrieb ihm, dass die situation momentan zu viel für mich ist und ich nicht glaube, dass wir das noch lange so weitermachen können, ohne dass wir daran kaputt gehen. ich sagte ihm, dass ich einsam sei und in dem Jahr das wir nun verheiratet sind mehr geweint als gelacht habe. Ich sagte, dass ich auch sehe dass er unglücklich ist weil ich ihm versuche seinen Freiraum wegzunehmen und dass ich das nicht will. Ich sagte wir seien wohl zu verschieden und wir sollten uns überlegen, ob es nicht besser sei in freundschaft auseinander zugehen.

Er schrieb, wenn ich das wolle, dann sei er damit einverstanden und wir sollten dann nur irgendwann die Formalia besprechen...

das war alles was er dazu zu sagen hatte...

seensibexlman


Er schrieb, wenn ich das wolle, dann sei er damit einverstanden und wir sollten dann nur irgendwann die Formalia besprechen...

das war alles was er dazu zu sagen hatte...

Ich würde daraus schlussfolgern, dass er dich nicht (mehr) liebt.

BTraunaEuge


Ich sagte, dass ich auch sehe dass er unglücklich ist weil ich ihm versuche seinen Freiraum wegzunehmen und dass ich das nicht will. Ich sagte wir seien wohl zu verschieden und wir sollten uns überlegen, ob es nicht besser sei in freundschaft auseinander zugehen.

Er schrieb, wenn ich das wolle, dann sei er damit einverstanden und wir sollten dann nur irgendwann die Formalia besprechen...

Ach Mensch, mach doch nicht den alten Fehler, von "wir" ("wir sind zu verschieden", oder "wir sollten uns überlegen") oder für den anderen zu sprechen oder zu denken. Sondern unterhaltet euch, was jeder von euch – jeweils für sich – wirklich will.

Ich würde daraus schlussfolgern, dass er dich nicht (mehr) liebt.

Ich nicht. Ich würde daraus schlussfolgern, dass er keinen Kampf mehr kämpft, den er nicht mehr gewinnen kann. Denn wann lohnt es sich in eine Beziehung zu investieren? Wenn der Wunsch danach zu etwa gleichen Teilen von beiden ausgeht. Aber dann sollte sie es auch sagen.

Hier ist der zitierte Mann oben feige: "Wenn *du* es willst, dann ...". Er soll mal sein Interesse darstellen. Und sie ist genau so feige: "Ich sehe, dass *du* unglücklich bist." und dann daraus den Rest quasi ableitet. Beide machen die Trennung vom anderen abhängig? Sorry, aber das sehe ich als Zeichen für mangelnde Kommunikation.

Wenn jeder mal für sich sagen würde, was ihm – aus der eigenen Sicht (!)– an der Beziehung liegt (verbindende Faktoren) und was ihn vom anderen trennt (trennende Faktoren), lässt sich meiner Meinung nach viel besser beurteilen, wie es weitergehen kann.

Mlilchbmanxn76


Perfect

Das liest sich alles so erschöpft, kraftlos, distanziert. Ihr habt schon alles durch, denkt ihr. Es geht einfach nichts mehr. Ihr habt beide die Ehe eigentlich schon einige Zeit lang so gut wie abgehakt, oder?

Hättest du mal mit ihm geredet statt geschrieben, und hättest du mal so richtig geheult. Vielleicht hätte es ihn wachgerüttelt. Vielleicht hätte es dich ein wenig befreit. So könnt ihr euch künftig eure Anwaltsschreiben hin- und herschicken.

Braunauge hat recht. "Wir sind zu verschieden" – das ist Bullshit. Oder "wir haben uns auseinander gelebt." Ist doch egal, wie viel oder wenig ein Paar gemeinsam hat. Wichtig ist echtes tiefes Interesse am Anderen, Respekt und natürlich Liebe. Ist doch egal ob ihr in eurer Freizeit alles zusammen macht oder gar nichts. Es braucht zwei glückliche Individuen die auch alleine glücklich sein könnten, und Wertschätzung und Gefühle für einander.

Ich sagte, dass ich auch sehe dass er unglücklich ist weil ich ihm versuche seinen Freiraum wegzunehmen und dass ich das nicht will.

Typisch weiblich, für den Partner "mitzudenken". :|N Er weiß selber was er will und soll gefälligst sein Maul aufmachen wenn ihm was nicht passt. Dieses "Trennen wir uns weil ich dich unglücklich mache" ist Blödsinn. Es zählt nur ob man selbst glücklich ist. Vielleicht ist das von dir auch nur ein vorgeschobener Grund, um ihm nicht zu direkt zu sagen wie sehr er eigentlich deiner Meinung nach schuld ist? Wieso ihm nicht mal so richtig die Meinung geigen? Fühlt sich vielleicht ganz gut an. ;-)

Ich würd noch mal ein persönliches Gespräch suchen, mit all den unangenehmen traurigen Emotionen. Noch mal alle Karten auf den Tisch legen, noch mal beide euer Herz richtig ausschütten. Raus aus der Distanz. Bei der Gelegenheit kannst du ihn gleich so richtig zur Sau machen, wie emotionlos er hinnimmt dass du nicht mehr kannst. Altes Geschirr bietet sich da an. ;-)

Das mit der freundschaftlichen unkomplizierten Trennung hört sich vielleicht verlockend an. Aber ne Scheidung kostet Geld – nicht wenig. Und es geht um Geld, gemeinsamen Besitz, vielleicht Unterhalt. Da hört es mit der Freundlichkeit unter Umständen schnell auf. Ob zwischen euch überhaupt noch so etwas wie eine Freundschaft besteht (in der ihr ja auseinander gehen wollt) weiß ich nicht.

Wenn ihr euch trennen wollt, dann trennt euch doch erst mal auf Probe. Da könnt ihr dann sehen ob euch doch was fehlt. Wenn ja, könnt ihr euch vielleicht wieder zusammenraufen. Wenn nicht, dann habt ihr schon den Beginn des Trennungsjahres für die Scheidung. Das wäre zumindest noch ein ganz ganz kleines Hoffnungsfünkchen.

Nnichtera=ucher


Meine Güte!

In diesem Faden bewegt sich nichts mehr, genau wie in Eurer Beziehung :-/

Liebe Perfect,

ich bin schon etwas älter als Du und ich schlafe mit meiner Frau auch nicht mehr gern.

Sie törnt mich einfach nicht mehr so an, gibt mir das Gefühl, dass sie es auch nicht mehr so sehr

braucht. Ich mache regelmäßig SB, habe also meinen Sex, manchmal sogar abends neben ihr

im Bett, wenn sie schon schläft.

Sie macht es sich, so sagt sie, gern unter der Dusche.

Wir haben also schon Sex, ganz herrlichen Sex! Nur eben meist jeder für sich. Why not?

Hormonell sind wir ausgeglichen und labern nicht viel über unser armseliges gemeinsames

Sexualleben.

Aber:

Wir versuchen, ALLES andere zusammen zu machen: Segeln, Essengehen, Urlaub, Kino,

Shopping, im und am Haus 'rummachen, zu Freunden gehen, sind sogar dreimal die Woche zusammen

im Fitness-Center :)^

Was ich damit sagen will:

Versuch' doch einfach 'mal, den Sex komplett aus der Beziehung herauszuhalten!

Was dann noch bleibt, das scheint mir bei Euch extrem verkümmert.

Diese ganze "ständig mit den Kumpels unterwegs sein Sache",

sogar mit denen in den Urlaub fahren ist voll krank!

Eine Unverschämtheit, das Dir und Eurer Beziehung anzutun. :(v

Extrem unreifer Typ, rücksichtslos, egoistisch und vor allem: dumm!

Natürlich wird er Dich auf Dauer verlieren.

Das nimmt er ganz offensichtlich in Kauf.

Dein Faden richtet sich thematisch am falschen Problem aus.

Es geht hier nicht primär um Sex, nein.

Er müßte heißen:

Ich bin meinem Mann seit Jahren scheißegal und so wird es für alle Zeiten bleiben!

Du bist 29 Jahre alt.

Such Dir dein Glück in einem Partner, der mit DIR zusammen sein will, der Dich respektiert

und Dir zeigt, dass er dich liebt. Dann wird es auch Sex geben, egal wie oft.

Laß Dich nicht mehr länger hinhalten. Hab' keine Angst. Verlier' keine weitere Zeit, ok?

Hast Du 'was gemerkt?

Ich

MQilch|manxn76


Nichtraucher

Coole Einstellung, die ihr zu eurem Sexleben habt. In Anbetracht des durchschnittlichen Sexlebens in deutschen Ehen auch einfach pragmatisch! :)^

Ich glaube auch bei der TE hakt es nicht am Sex. Auch das mit der Freizeit alleine ist kein Problem, zumindest wenn sich zwei grundsätzlich unabhängige Individuen zusammentun. Auf der Gefühlsebene, bei der gegenseitigen Wertschätzung und dem Interesse aneinander hakt es aber leider sehr. Offenbar eher einseitig, denn bei der TE gibt/gab es noch Gefühle und den Wunsch die Ehe zu retten.

gzaualoixse


Milchmann, mir ist hier an deinem – ansonsten sehr guten – Beitrag was aufgefallen, wo ich gerne nachhaken würde...auch, wenn das jetzt offtopic wird.

Hättest du mal mit ihm geredet statt geschrieben, und hättest du mal so richtig geheult.

Geredet hat sie, soweit ich das hier überreiße. Und nicht erst einmal. Warum also – und das ist eine sehr ernstgemeinte Frage! – hätte sie mal richtig heulen sollen? Sind Worte, Argumente, sachliche Auseinandersetzungen, lautstarke Kräche nichts wert und der Ernst der Lage wird erst wahrgenommen, wenn der gegenüber anfängt zu heulen? Und wenn ja: wie bekloppt ist das denn?

Ich frage aus gutem Grund. Ich habe jahrelang um meine Ehe gerungen, ich habe gestritten, habe auf jede nur erdenkliche Art und Weise versucht, meinen ExMann zu erreichen. Und als ich ihm dann – nach langer Zeit dumpfer Resignation – sagte, daß ich mich trennen will, hieß es, ich hätte nie was gesagt...

ich führte ihm all' die Kräche, alle Auseinandersetzungen der letzten Jahre vor die Augen und er erwiderte "Aber du hast nie geweint!", als seien alleine Tränen das Signal dafür, daß es ernst wird. Ich verstehe das nicht, bis heute.

@ Perfect:

der Beitrag vom Nichtraucher mag grob und sehr endgültig klingen, aber ich fürchte, er hat Recht. Ich wünsche dir viel Kraft für die nächste Zeit. @:)

MQilSchmanyn7x6


gauloise

Hast ne PN. ;-)

P%erf}exct


ja leider habt ihr recht. Ich interessiere ihn wohl wirklich nicht mehr. Wir haben gestern versucht darüber zu reden. Das einzige was er mir sagen konnte war, dass er nicht versteht warum ich mich darüber so krass aufrege, dass er gerne mit seinen Freunden unterwegs ist und gerne mit denen in Urlaub fährt, da die Ehefrauen von seinen Freunden das ohne weiteres mitmachen und keine Staatsaffaire daraus machen... Er ist auch der Ansicht, dass sei ganz normal wenn man nach 9 Jahren einfach keine Lust mehr auf Sex habe, dass sei doch in jeder Beziehung so...

Er sieht nicht mal ein, dass sein Verhalten einfach nur dumm ist. Für ihn ist das alles völig legitim. Er sagte dann, dass wir dass aber auch gar nicht mehr aufwärmen brauchten, da ich mich ja eh schon entschieden habe mich zu trennen...

Ich muss die Hoffnung wohl wirklich aufgeben, dass er sich ändert, da er eigentlich gar keinen Grund dafür sieht...

Dann bleibt uns nur noch der Papierkram... Danke für alle Kommentare und Hilfsversuche...

Das Leben ist leider kein Wunschkonzert...

c_hucdhxi


:°_

B9rau1naxuge


Was ich da rauslese: ihr seid beide schon in einem Modus der Schuldzuweisung an den anderen und der Verteidigung.

Ich interessiere ihn wohl wirklich nicht mehr.

Mutmaßung. Frag ihn doch direkt, was ihn nich interessiert, und was eben nicht!

Wir haben gestern versucht darüber zu reden. Das einzige was er mir sagen konnte war, dass er nicht versteht warum ich mich darüber so krass aufrege, dass er gerne mit seinen Freunden unterwegs ist und gerne mit denen in Urlaub fährt, da die Ehefrauen von seinen Freunden das ohne weiteres mitmachen und keine Staatsaffaire daraus machen... Er ist auch der Ansicht, dass sei ganz normal wenn man nach 9 Jahren einfach keine Lust mehr auf Sex habe, dass sei doch in jeder Beziehung so...

Er verteidigt sich gegen etwas, was er als Vorwurf empfindet. Und dann pauschalisiert er.

Er sieht nicht mal ein, dass sein Verhalten einfach nur dumm ist.

Du gibst ihm die Schuld und macht ihm nen Vorwurf.

Für ihn ist das alles völig legitim. Er sagte dann, dass wir dass aber auch gar nicht mehr aufwärmen brauchten, da ich mich ja eh schon entschieden habe mich zu trennen...

Er verteidigt sich und gibt dir die Schuld.

Ich muss die Hoffnung wohl wirklich aufgeben, dass er sich ändert, da er eigentlich gar keinen Grund dafür sieht...

Ganz ehrlich: Hast du ihm denn gesagt, dass du dich eben gerade noch nicht entschieden hast, dich zu trennen, sondern noch Hoffnung hast? Das wäre doch der Anfang, wo man dann danach drüber redet, wer sich worin ändern sollte.

Dann bleibt uns nur noch der Papierkram...

Mich macht sowas traurig. Immerhin: Sich über den anderen ärgern macht euch beiden die Trennung einfacher.

Du hast oben das erste Mal geschrieben, dass es zu den Kumpels noch Ehefrauen gibt. Vielleicht findest du dort Zuspruch und einen Weg zum Kompromiss. Ich glaube ihm nicht, dass diese "das ohne weiteres mitmachen und keine Staatsaffaire daraus machen", frag sie doch mal, wie sie wirklich damit umgehen.

Zum Gesprächsumgang: in Paartherapien wird in der Regel so eine Form empfohlen:

[[http://www.kleylein-seminare.de/downloads/Zwiegespraeche%20fuer%20Paare.pdf]]

Wenn ihr aufhören wolltet mit streiten, dann viellicht mal sowas probieren. Voraussetzung wäre, dass ihr beide doch noch die Partnerschaft wollen.

MDilchumann76


Sehr guter Beitrag von Braunauge, finde ich! :)^

Es ist doch so, dass sich gewisse Muster in jeder Beziehung einspielen, egal ob Paar, Eltern-Kind oder Chef-Angestellter. Man weiß woran man ist, lebt diese Muster ohne sie regelmäßig zu hinterfragen. Wenn du mit deinem Partner ohne Veränderungen so ein Gespräch wie vorgestern führst, dann greifen dort eure lange verhärteten Muster. Ihr führt gar kein wirklich neues Gespräch, sondern ihr wiederholt vergangene Gespräche. Und steht am Schluss etwas Neues? Kann gar nicht, so lange die Gespräche nicht anders geführt werden.

Braunauge hat ja viele Mechanismen erwähnt. Angriff-Verteidigung, Schuldzuweisungen, Pauschalisierungen, Zurückweisung-Mauerbau, ...

Ich mag nicht glauben, dass dein Partner ein total dämlicher ignoranter Holzklotz ist. Entweder er sieht nicht, in welchen Mustern ihr feststeckt, oder er hat Angst daraus auszubrechen. Verletzung, Zurückweisung und andere unangenehme Gefühle drohen ihm. Das gab es leider schon in so manchen Fäden, dass ein Partner stur behauptet alles wäre ok, und die Gespräche immer wieder genau gleich ablaufen. Der Status quo wird verteidigt – mehr ist nicht drin.

Entweder du schaffst es, eure verhärteten Gesprächsstrukturen aufzubrechen, oder ich seh da sehr wenig Hoffnung. :)_

Ich wage übrigens einfach mal die Vermutung, dass das, was dein Partner zu dir sagt, und das was er (zumindest in reflektierten Momenten) tatsächlich denkt und fühlt, sich himmelweit unterscheiden... Nur wie kriegt man ihn geknackt?

uahux2


Da ist wohl der Ofen aus.

Er schrieb, wenn ich das wolle, dann sei er damit einverstanden und wir sollten dann nur irgendwann die Formalia besprechen...

das war alles was er dazu zu sagen hatte...

Deutlicher kann man seine Gleichgültigkeit nicht kommunizieren. Jeder, der auch nur einen Funken Interesse am Fortbestand der Beziehung hat, hätte angefangen zu kämpfen (was bei der TE wohl auf fruchtbaren Boden hätte fallen können).

Er ist auch der Ansicht, dass sei ganz normal wenn man nach 9 Jahren einfach keine Lust mehr auf Sex habe, dass sei doch in jeder Beziehung so...

Was für ein Stuss! Vor allem verstehe ich eines nicht: Wenn Perfect 29 ist, wird ihr Mann nicht wesentlich älter sein (oder?). In dem Alter habe ich es teilweise noch mehrmals am Tag gebraucht. Wie kann man da eine willige Frau – zumal es ja keine wildfremde ist – einfach links liegen lassen?

@ Braunauge + Milchmann

Habt ihr den Faden bisher gelesen? Perfect hat sich über Monate (oder Jahre?) hinweg den Mund fusslig geredet – ergebnislos. Was soll das, da jetzt noch über Gesprächsstrukturen zu phantasieren ??? :|N

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