» »

Mein Mann mag nicht mehr mit mir schlafen, was tun?

S=idexro


Such sowas mal bei indigenen Völkern.

Gibt es Studien, die belegen, dass Angehörige indigener Völker keine "Psychomacken und Lebenskrisen" haben?? Würde mich mal interessieren.

1@g2xh


Würde mich auch interessieren. Es ist natürlich eher eine Vermutung meinerseits als dass ich das erforscht hätte, und natürlich werden solche Krankheiten auch dort vorkommen, aber ich denke nicht in dieser Häufigkeit. Ich habe das Gefühl, dass viele für unsere Gesellschaften typischen Krankheiten (psychische wie physische) Zivilisationskrankheiten sind, die in diesem Ausmaß eben eher in Industrienationen vorkommen.

sfpeedMyxx20


Ob es Studien gibt weiß ich nicht, aber ich denke auch das es so ist.

Ich denke mehrere Gründe sprechen dafür.

1. Man arbeitet für sich selbst und seine Familie/Sippe um zu überleben -> von daher nicht viel Zeit mit sich selbst und dem Leben zu hadern.

2. Keine Gesellschaft die immer mehr Druck ausübt, von daher weniger Stress.

3. Keine Medien die jeden Tag neue Horrorszenarien und Berichte preisgeben, von daher weniger Zukunftsängste.

4. Weniger Kenntnisse über schlimme Erkrankungen, der Tod wird wohl auch eher als Bestandteil des Lebens akzeptiert sein

5. Weniger Zukunftsängste, man macht sich keine Sorgen über die Rente, oder das Altersheim. Man weiß man wird von seiner Familie versorgt werden.

Die List kann man beliebig erweitern.

Im Grundsatz denke ich, dass es für Menschen gesünder ist zu arbeiten um zu Leben und nicht umgekehrt und dies ist bei diesen Völkern eher gegeben.

Man steht morgens auf wenn es hell wird, geht jagen, sammeln, kochen und mit den Kindern spielen. Wenn es dunkel wird sitzt man mit seiner Familie vorm Feuer, unterhält sich, pflegt Gemeinschaft und geht müde aber zufrieden ins Bett.

S1idexro


Diese Liste bringt Argumente zusammen, die mir durchaus einleuchten. Ich gehe damit d'accord. :-)

Allerdings gebe ich zu bedenken, dass beispielsweise eine schlechte Ernte auch bei diesen Völkern Zukunftsängste auslösen kann, schließlich ist da niemand im Hintergrund, der im Notfall helfend einschreitet. Zudem wird auch die zunehmende Zerstörung der Umwelt, die für indigene Völker besonders auch im religiös-kulturellen Bereich eine wichtige Rolle spielt, vermutlich auch zumindest ein mulmiges Gefühl hinterlassen.

Aber irgendwie sind wir ganz schön weit vom Thema abgekommen....trotzdem eine interessante Diskussion *:) :)^

sdeInsipbelxman


. Man arbeitet für sich selbst und seine Familie/Sippe um zu überleben -> von daher nicht viel Zeit mit sich selbst und dem Leben zu hadern.

OK.

2. Keine Gesellschaft die immer mehr Druck ausübt, von daher weniger Stress.

Die Gesellschaft übt überhaupt keinen starken Druck aus- vielmehr machen sich die mesiten Menschen selbst den Druck.

3. Keine Medien die jeden Tag neue Horrorszenarien und Berichte preisgeben, von daher weniger Zukunftsängste.

Die Wahrscheinlichkeit, nicht zu überleben oder nicht geheilt zu werden ist bei Naturvölkern in der Regel höher. Wer sich von Medien einlullen lässt, ist selbst schuld. Wer sich die Statistiken ansieht, kann diverse Horrorszenarien ziemlich ruhig sehen.

4. Weniger Kenntnisse über schlimme Erkrankungen, der Tod wird wohl auch eher als Bestandteil des Lebens akzeptiert sein

Auch das ist doch eine Frage der persönlichen Haltung.

5. Weniger Zukunftsängste, man macht sich keine Sorgen über die Rente, oder das Altersheim. Man weiß man wird von seiner Familie versorgt werden.

Es ist in Deutschland unahrscheinlich, nicht ausreichend versorgt zu sein. Ich glaube, das Problem hängt vielmehr mit den sehr hohen sozialen Unterschieden zusammen (auch wenn sie auf hohem Niveau liegen)- man vergleicht dadurch viel stärker die eigene Situation mit der Situation anderer. Ich glaube auch, dass da auch der vermeintliche Druck herkommt- eben der Leistungsdruck- der ist aber nicht zwangsläufig und fremdgemacht, sondern in der Regel selbsterzeugt- durch das Streben, genauso leben zu können, wie XY. Nur hinreichend zu essen zu haben, mit Menschen/Freunden gesellig zusammensein zu können, genügend Sex zu haben und einen hinreichend bequemen, warmen Schlafplatz zu haben, reicht deswegen den Menschen oft nicht und lässt sie unzufrieden werden.

s^peedTyxx20


Vielleicht sollten wir in einem anderen Bereich ein neues Thema diesbezüglich aufmachen.

@ sensibelman

2. Die Gesellschaft übt überhaupt keinen starken Druck aus- vielmehr machen sich die mesiten Menschen selbst den Druck.

Stimmt wenn einem alles egal ist und man sich um nichts kümmert, dann verspürt man wohl keinen Druck.

3. Die Wahrscheinlichkeit, nicht zu überleben oder nicht geheilt zu werden ist bei Naturvölkern in der Regel höher. Wer sich von Medien einlullen lässt, ist selbst schuld. Wer sich die Statistiken ansieht, kann diverse Horrorszenarien ziemlich ruhig sehen.

Auch hier hast du recht, ändert aber nichts daran, das dies ein Grund ist warum heute viele Menschen Ängste haben und dies vielleicht mehr als Naturvölker.

4. Auch das ist doch eine Frage der persönlichen Haltung.

Ja alles ist eine Frage der persönlichen Haltung. Wenn ich jedoch so argumentiere, dann sind die Hungernöte, Krankheiten und Kriege die in vielen Teilen der Welt herrschen ja auch nicht so schlimm. Alles eine Frage der Einstellung?

5. Es ist in Deutschland unahrscheinlich, nicht ausreichend versorgt zu sein.

Meinst du das wirklich? Wieviele Kinder bekommen in Deutschland nicht genug zu essen? Wieviele Menschen leben am Existenzminimum?

Reden wir in 10 bis 20 Jahren mal drüber, ob es dann noch immer so ist.

man vergleicht dadurch viel stärker die eigene Situation mit der Situation anderer.

Da gebe ich dir Recht, der Nachbar hat ein neues Auto also brauch ich auch eins. Stimmt.

Nur hinreichend zu essen zu haben, mit Menschen/Freunden gesellig zusammensein zu können, genügend Sex zu haben und einen hinreichend bequemen, warmen Schlafplatz zu haben, reicht deswegen den Menschen oft nicht und lässt sie unzufrieden werden.

Also mir reicht es und trotzdem habe ich Zukunftsängste, aus folgenden Gründen:

1. Mein Arbeitsplatz ist gefährdet, Chef macht immer mehr Druck, mehr arbeiten für weniger Geld. Ziehst du nicht mit, wirst du gekündigt. In der Region wo ich lebe finde ich keinen Job mehr. Müßte also meinen Lebensmittelpunkt verändern und wegziehen. Ist jedoch sehr schwierig da meine Pflegebedürftigen Eltern hier leben. Wenn ich jetzt noch ü50 bin finde ich eh keinen Job mehr und kann von Hartz4 leben. Dementsprechend hoch wird meine Rente sein. Werde ich mit meinem Geld noch mein Leben bestreiten können oder werde ich zum Sozialfall?

2. Ich habe keine Kinder, wer wird sich im Alter um mich kümmern? Werde ich in irgendeinem Altersheim landen, wo eingekotet und eingenässt in einem Bett liege und mir den Wolf klingele bis irgend jemand kommt und mir hilft.

3. Werde ich wie mein Vater an Parkinson erkranken und mit Mitte 50 zum schwerst Pflegefall werden. Mich im Bett nicht mehr selbst umdrehen können, in meinem Körper gefangen, 20 mal Nachts auf die Toilette müssen, wohl wissend das ich nicht alleine auf die Toilette komme. Körperlich am Ende sein und von Depressionen geplagt zu werden?

Alles eine Frage der Einstellung, ich weiß :=o

Tsarexsk


Wenn er zu mir sagt, dass er nicht weiss was er mit mir unternehmen soll, dann bittet er mich auch immer was vorzuschlagen, aber ich muss gestehen mir fällt auch nicht viel ein. Immer ins Kino oder was essen oder shoppen is ja auch langweilig...

Einem Mann "shoppen" vorzuschlagen, ist vielleicht nicht die beste Idee. Für viele ist das, wie eine Strafe. :)

Er sagte mir vor einigen Tagen bei einem ernsten Gespräch, dass ihn das ziemlich fertig macht, dass ich ihm ständig Vorschriften mache. Zum Beispiel nervt es mich tierisch, wenn er jedes Wochenende mit seinen Jungs einen Drauf macht. Oder wenn er mir dauernd ankommt, dass er mit den Jungs in Urlaub fahren will. Mich nervt sein mangelndes Interesse an mir.. und so weiter...

Was meiner Ansicht nach Männer sehr nervt sind Dinge, die darauf aus sind, sein Verhalten den Vorstellungen der Freundin anzupassen:

- Vorschriften

- Gezicke (ganz schreckliche Sache)

- Nörgeln

- bockig sein

(Nebenbei: Die letzten drei Dinge sind eher Dinge, die Kinder tun, also kann man dem gut auch genau so begegnen: Nicht damit durchkommen lassen, sondern schlicht ignorieren. Sonst kommt das immer wieder.)

Ich denke, die Ursache sind auch nicht deine Vorschriften. Auch das ist nur eine Auswirkung.

Die Ursache vermute ich eher darin, dass er sehr viel Freiraum sucht, den du nicht zulassen möchtest. Für dich eigentlich eine fiese Zwickmühle, da du weder weisst, ob er den Freiraum einfach nur mal temporär haben möchte oder ob er diesen dauerhaft möchte und euch dann noch weiter auseinander treibt. Auf der anderen Seite werden Dinge, die diesen Freiraum einschränken, die Sache auch kaum verbessern. Da ist es auch egal, ob du Vorschriften machst oder einen Vorschlag für gemeinsame Unternehmungen machst – beides schränkt seinen Freiraum ein.

Da es bei euch ja schon ernster ist und keine Jugendliebe, wäre ich vermutlich eher dafür, bei ihm anzuklopfen, ob er bereit ist, in einer Paartherapie (neutraler Dritter) offen und ehrlich über die Dinge zu sprechen. Wichtig ist dabei, sich über die drei Standarddinge im Klaren zu sein (+0-):

+ Was sind die eigenen Bedürfnisse, wovon möchte man mehr haben.

0 Was soll so bleiben, wie es ist.

- Was stört, was soll weniger werden.

(Und bei allen Fragen auch: Warum?)

Und wenn alles nichts hilft, denke ich, dass Unzufriedenheit auf beiden Seiten auch keine Dauerlösung sein kann. Es ist toll, dass du an der Beziehung festhälst und nicht bei Problemen gleich flüchtest (tun zu viele). Aber wenn nichts mehr geht, dann ist manchmal ein Ende mit Schrecken besser, als ein Schrecken ohne Ende. Das ist hart und tut weh. Das sollte man sich selbst aber auch nicht als Verlust, sondern auf die Chance auf etwas Neues, Besseres klarmachen.

Vor vielen Jahren erklärte jemand im Fernsehen seine Sicht der Dinge. Die war etwas kitschig, aber im Grunde hatte er Recht: Sieh' das Leben als einen großen Topf mit allen möglichen Dingen darin. Von Zeit zu Zeit nimmst du etwas daraus an dich, guckst es dir an und schaust, ob es zu dir passt. Wenn es aber nicht zu dir passt, dann darfst du es nicht behalten, sondern musst es wieder in den Topf freigeben.

Alles Gute und viel Glück!

BOodhdrawn


Was meiner Ansicht nach Männer sehr nervt sind Dinge, die darauf aus sind, sein Verhalten den Vorstellungen der Freundin anzupassen:

- Vorschriften

- Gezicke (ganz schreckliche Sache)

- Nörgeln

- bockig sein

Oh, das kann ich auch, wenn ich meine Tage habe 8-).

saensibSelmaxn


Ziehst du nicht mit, wirst du gekündigt. In der Region wo ich lebe finde ich keinen Job mehr. Müßte also meinen Lebensmittelpunkt verändern und wegziehen.

Genau so. Ich halte es für einen großen Fehler, dem Chef alles recht machen zu wollen, nur damit man seinen Job nicht verliert. Vielmehr täte den gut Arbeitenden wieder mehr Selbstbewusstsein ganz gut- der Chef darf nicht Selbstherrlich werden- wenn er überzieht, sollte er ruhig lernen, dass er seine guten Arbeitskräfte auch verlieren kann.

Ich bin übrigens weggezogen, weil mir die Bedingungen an der alten Arbeitsstelle nicht passten. Mit meiner Kündigung und meinem Wegzug waren sie überrascht- aber ich denke, nur so geht das.

Ich habe keine Kinder, wer wird sich im Alter um mich kümmern?

Der Pflegedienst. Immerhin bezahlen wir eine Menge Geld in die Pflegeverzicherung.

Stimmt wenn einem alles egal ist und man sich um nichts kümmert, dann verspürt man wohl keinen Druck.

Nein, mir ist keinesfalls alles eagl- nur sind Probleme kein Grund um zu wimmern und zu heulen, sondern ein Grund, in die Hände zu spucken und die Sache anzupacken, das Problem zu lösen. Ja, ich weiß das ist nicht immer leicht und nicht immer klappt es- aber so ist das Leben...

Wieviele Kinder bekommen in Deutschland nicht genug zu essen? Wieviele Menschen leben am Existenzminimum?

Wenn in Deutschland Kinder nicht genug zu essen bekommen, liegt das an der Vernachlässigung durch die Eltern und den lieben Nachbarn, die dabei weggucken. Ansonsten ist die Zahl extrem niedrig.

Bei den Naturvölkern zählen diverse Ernährungsprobleme öfter zur Normalität- und zwar für den gesamten Stamm.

Wenn ich jedoch so argumentiere, dann sind die Hungernöte, Krankheiten und Kriege die in vielen Teilen der Welt herrschen ja auch nicht so schlimm.

Kriegerische Auseinandersetzungen sind auch Naturvölkern nicht fremd. Und es gab historische Zeiten, zu denen Hungersnöte, Krankheiten und Kriege wesentlich mehr zur Normalität gehörten. Das bedeutet nicht, das es nicht schlimm ist, aber man sollte das doch relativieren. Und für Veränderungen zu kämpfen halte ich für sinnvoller, als darüber in Fatalismus und Depression zu verfallen. Auch Worte können verändern, Bildung und Information kann verändern (meiner Meinung nach die größte Kraft für Veränderung).

sHpeedlyx2x0


@ sensibelman

Ich verstehe was du meinst und teilweise kann ich mich auch damit identifizieren. Finde aber auch das du es dir etwas zu einfach machst.

Gerade solche aussagen wie :

Der Pflegedienst. Immerhin bezahlen wir eine Menge Geld in die Pflegeverzicherung.

oder

kein Grund um zu wimmern und zu heulen, sondern ein Grund, in die Hände zu spucken und die Sache anzupacken

zeigen mir dies. Denn die Realität sieht nach meiner Erfahrung (Zivildienst und Ehrenamtliche Tätigkeit in diversen Altersheimen) anders aus. Ich zahle auch jede Menge Steuern, Rentenbeiträge etc. Trotzdem werde ich gerade von letzterer nicht mehr viel sehen. Und wenn du irgendwann mal zu Alt oder zu Krank bist um selber in die Hände zu spucken und deines Schicksals Schmied zu sein, was dann?

Bringt jetzt auch nichts hier weiter zu diskutieren. Du hast deine Ansicht, die ich in teilen nachvollziehen kann, und ich hab meine.

Ich werde auch nicht in Fatalismus und Depressionen verfallen, kann aber Menschen verstehen denen es so ergeht.

Wollen Sie selber etwas dazu schreiben?

Dann melden Sie sich an bzw. lassen Sie sich jetzt registrieren, das ist kostenlos und innerhalb weniger Minuten erledigt. Interessant sind sicher auch die übrigen Diskussionen des Forums Sexualität oder aber Sie besuchen eines der anderen Unterforen:

Sexualanatomie · Selbstbefriedigung · Sexualtechniken · Homo, Hetero, Bi · Gynäkologie · Urologie · Beziehungen · Schwangerschaft · Verhütung · HIV und Aids


Nicht angemeldet: Anmelden | Registrieren | Zugangsdaten vergessen? | Hilfe

Startseite | Impressum | Nutzungsbedingungen | Netiquette | Datenschutz | Mobile Ansicht   © med1 Online Service GmbH