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Jahrelang kein Sex in der Ehe, was soll ich machen?

ddevilindHisgu5ise


sensibelman, siehst du, so unterschiedlich sind Lebenssituationen.

Ich bin kein workaholic (sonst würde ich jetzt gerade nicht hier im Forum unterwegs sein – mein Mann ist übrigens nicht zu Hause). Habe aber im Moment keine Wahl und muß diese Arbeitssituation so nehmen, wie sie ist – gerade, damit es später besser sein kann. Ich nehme das auch um meines Mannes Willen in Kauf, damit er nicht wie bisher trotz seiner eigentlichen Arbeitsunfähigkeit weiter Vollzeit und mehr arbeiten muß. Wir haben finanziell sehr bescheidene Ansprüche, aber eine ungünstige Ausgangssituation und es gibt eben nur ackern jetzt oder ALG II für immer.

Entspannung habe ich zwischendurch – nur bin ich dann meistens nicht zu Hause. Meist habe ich morgens den ersten Termin und nachmittags den nächsten, und wir wohnen recht weit von meinem Arbeitsplatz. Das läßt sich momentan nicht ändern, weil es finanziell wirklich ausgeschlossen ist (und ich beim Bezug der jetzigen Wohnung eine andere, nahegelegene Arbeitsstelle hatte).

Wie gesagt, 15 Minuten könnte ich mir um 23 Uhr auch noch vorstellen, aber das ist eben nicht im Angebot.

@ Milchmann,

das tut mir leid, daß du von dem Problem betroffen ist. Aber herzlichen Glückwunsch an deine Frau, daß sie einen verständnisvollen und einfühlsamen Partner hat. Ich wünsche Euch alles Gute. Und daß es doch irgendwann besser wird.

dKevSil=ind^isguixse


greminenz, entschuldige bitte, daß ich deinen Thread zuquatsche! @:)

Wollte eigentlich wirklich nur ein Beispiel als Illustration beisteuern!

s6ensi~belRman


An irgend einem Punkt "paßt" wohl jedes Paar nicht zusammen und muß Lösungen oder Kompromisse finden.

Wenn der Punkt, in dem es nicht passt von untergeordneter Bedeutung ist, ist ein Kompromis problemarm.

Ja, es gibt viele Dinge in einer Beziehung die halbwegs passen sollten und es gibt viele Dinge, die wenn sie nicht passen auch über diverse Kompromisse keine befriedigende Lösung herbeiführen werden- dann besteht die Beziehung schlichtweg aus den falschen Partnern. Gerade beim Sex halte ich das für elementar und wenn ich mir viele Beziehungsgeschichten, nicht nur hier in den Foren ansehe, ist das wohl verallgemeinerbar.

Und was die Lösungsmöglichkeiten betrifft: Für manche Menschen sind bestimmte Dinge nie lösbar, weil sie sich an ihren Schemen festkrallen. Andere Menschen sind im Denken und handeln flexibler, können sich umstellen und neu anpassen- vollkommen neue Wege suchen und finden, nicht alles von vornherein ausschließen, weil es nicht ins Schema "F" passt- vor allem lassen sie sich nicht von ihrem Schicksal leiten und bedauern es, sondern bestimmen selbst ihr Schicksal, nehmen es aktiv in die Hand.

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s'ensiCbelmaxn


Es gibt genügend Dokumentation im Fernsehen, die sich mit dem Leid der Prostituierten auseinandersetzen. Mach dir keine Illusionen von wegen Spaß und leicht verdientem Geld.

Davon war bei mir nicht die Rede- ich schrieb ausdrücklich, dass sie es eben oft nicht aus Lust machen- sondern nur des Geldes wegen.

Ansonsten habe ich keinerlei persönliche Erfahrung oder Bezug zu Prostituierten- ich nehme sie nur z.B. auf der Reeperbahn wahr.

dSe6vili1ndisguixse


Die Frage ist aber, wie sie sich dabei fühlen, wenn sie nur des Geldes wegen Sex haben. Einige werden wohl damit klarkommen. Andere werden Scham, Selbsthaß, Aggression gegen Männer etc. empfinden. Würde ich als Mann meiner Frau nicht wünschen oder abverlangen, das hat nichts mehr mit Liebe zu tun.

sensibelman, ich sehe das so, daß es unsere Entscheidung ist, zusammensein und -bleiben zu wollen. Uns verbindet vieles. Unter anderem (!) auch der bewußte Wille, zusammen zu leben. Das ist uns einiges wert – nicht nur, das häßliche Möbelstück des anderen in die gemeinsame Wohnung zu lassen, sondern auch tatsächliche Opfer. Wenn einer von uns so sehr leidet, daß es nicht mehr geht, ist das etwas anderes. Das würde aber wohl keiner von uns als stolze Entscheidung betrachten, eher als Kapitulation vor dem blinden Schicksal.

Wir sind nicht irgendwie zusammengekommen und zufällig aneinander hängengeblieben. Wir haben nach kurzer Zeit, eigentlich von Anfang an, intensiv überlegt: Wollen wir einander, ja oder nein? Heiraten oder Schluß machen? Und haben uns füreinander entschieden. Diese Entscheidung hat erstmal Priorität. Dazu kommt, daß man als Eltern kleiner Kinder sich auch nur trennen sollte, wenn man das eigene Leiden in der Beziehung als insgesamt größer bewertet als das Leiden der Kinder bei Trennung. Was ja der Fall sein kann, bei uns aber nicht der Fall ist. Insgesamt haben wir keine unglückliche Beziehung. O nein. Wir haben eine glückliche Beziehung, in der nicht alles problemlos ist. Ich finde, daß es oft so eine shopping-Mentalität gibt: Es paßt nicht? Dann tausch es um! So mag ich nicht mit Menschen umgehen; schon gar nicht mit geliebten Menschen.

Lboew/enmaehxne


Die Diskussion zieht sich, 'dank' devilindisguise, ins rein Theoretische. Dem Threadersteller ist damit nicht geholfen. Klar ist es verständlich, dass man aufgrund von Stress, Missbrauchserlebnissen oder Depressionen keinen Bezug mehr zur eigenen Sexualität hat.

Wenn man aber, wie die Frau des T.S., einfach nichts sagt und sich jeglicher (Auf-)Klärung widersetzt, was soll dann ihr Mann machen? Wenn sie nicht ganz unsensibel ist und ihren Mann ein wenig liebt, dann kann es ihr nicht verborgen geblieben sein, dass er eben auch leidet – und das seit Jahren. Ich meine, es müsste auch von ihr was kommen, um die Situation mittelfristig zu klären. Aber keine Info, kein Gespräch, das kann den Partner zur Verzweiflung bringen.

Bei meiner Frau war, wie berichtet, einfach keinerlei Interesse mehr am Sex vorhanden. Trotz meinerseits einer Gewichtsabnahme um verträgliche ~25 kg. Sie kam dann auf die Idee mit 'Mietmuschis', wie jemand weiter oben so treffend schrieb. Und glaub nicht, dass es mir leicht fiel oder ich das beim ersten Mal besonders erregend fand. Nicht jeder betroffene Mann hat aber das Glück, eine passende Sex-Partnerin zu finden, wie in meinem Fall.

Beim T.S. ist auch zu beachten, dass er und seine Frau recht jung sind. In dem Alter hätte ich 'meine' Lösung wohl nicht akzeptiert.

Die meisten Menschen akzeptieren doch, wenn ihr(e) Partner(in) durch Stress, Krankheit oder sonstige Dinge nicht so präsent sind, vor allem in Sachen Sex. Was denkst du denn, weshalb Frauen von viel beschäftigten Workalholics sich so häufig scheiden lassen? Eben, weil es ihnen nicht mehr reicht, nur noch die zweite Geige im Leben des Partners zu spielen. Nicht viel anders sieht es doch in Fällen, wie beim T.S., aus. Ändert sich der Partner nicht oder versucht er (sie) nicht, an der Situation etwas zu ändern, dann bleibt – leider – oft nur die Trennung.

Was devilindisguise versucht, ist, es aus ihrer Sicht darzustellen. Rücksicht auf den Partner sehe ich bei ihr aber kaum. Du lobst zwar Meinungsbeiträge rücksichtsvoller Männer, aber wo bleibt dein Verständnis?

M&ilchm-axnn76


Loewenmaehne, Verständnis und Rücksicht sind zwei Paar Schuhe. Allein ein einigermaßen gutes Verständnis des Partners ist bei so einer Sache schwer zu erreichen. Zu leicht verschließt man sich, weicht aus oder speist den Partner mit Ausreden ab, um nur nicht auf die bittere Wahrheit blicken oder sie gar aussprechen zu müssen.

Ich finde devilindisguise hat zum Thema "Verständnis" viel beigetragen. Verständnis bedeutet z.B. wenn die Frau sieht, dass sie kein Lustobjekt ist, keine lebende Gummipuppe, sondern dass das männliche Sexbedürfnis Teil seiner Liebe ist, und dass jahrelange Zurückweisung bei weitem nicht nur am Macho-Ego kratzt sondern auch Gefühle verletzt. Oder dass Mann sieht, dass Frau zerrissen ist zwischen "ich würde gerne" und "ich kann aber nicht". Das sind Dinge, die meine Frau und ich verstehen mussten. Die devilindisguise und ihr Partner ebenfalls in ähnlicher Weise erst verstehen mussten. Auch der TE muss zusammen mit seiner Frau am gegenseitigen Verständnis arbeiten. Dafür müssen sich beide überwinden, sich verletzlich und vielleicht auch verletzend zeigen, und sagen was Sache ist.

Rücksicht ist noch mal etwas ganz Anderes. Man kann aus Rücksicht z.B. dem Partner Hausarbeit abnehmen. Aber man kann eben in vielen Fällen NICHT aus Rücksicht sexuelle Handlungen – egal wie minimal – für den Partner machen. Weil diese sexuellen Handlungen als so schlimm empfunden werden, dass man es einfach nicht kann. Allerhöchstens mit Pistole auf der Brust – aber was würde das für eine Partnerschaft bedeuten...

Es ist einfach tragisch. Für manche Frauen ist Sex mit ihrem Partner so schlimm als müssten sie rohe Ziegenhoden essen. Überwindung und ekel wären jede Sekunde gigantisch und würden eher der Beziehung schaden als irgend jemandem was zu bringen. Gleichzeitig ist Frau todtraurig, weil sie nicht weiß was los mit ihr ist. Warum kann sie das nicht was sie eigentlich wollen sollte, was sie sich für ihre Beziehungen wünscht? Sie schämt sich, fühlt sich schuldig, zerrissen, verzweifelt, ... Auch das hat devilindisguise gut herausgestellt. Ob das beim TE auch so ist kann er hoffentlich mit der Zeit über viele Gespräche, in denen sie sich langsam annähern und öffnen herausfinden.

ujhdux2


Es sind ja sehr leidenschaftliche und scheinbar sehr unterschiedliche Beiträge hier geschrieben worden, namentlich von gauloise und von devilindisguise.

Beim genauen Hinsehen scheinen mir die Widersprüche aber gar nicht so dramatisch zu sein, es werden eher unterschiedliche Situationen thematisiert. Bei devilindisguise ist es der krasse Fall, dass frau Missbrauchserfahrungen, ein Geburtstrauma, teilweise echte körperliche Schmerzen beim Sex hat – und obendrein einen Mann, der immer auf das 2-h- Vollprogramm besteht. Letzteres ist mir völlig unverständlich, bevor ich gar nichts bekomme, würde ich den Quickie vor dem Einschlafen mitnehmen – den devilindisguise zu geben ja wohl bereit wäre – und mich daran erfreuen, dass ich nicht völlig auf dem Trocknen schwimmen muss. So oder so hat devilindisguise ihre Probleme ja wohl auch kommuniziert. Jeder zu einem Rest von Empathie fähige Mann hätte da Verständnis und würde zu einem Gutteil zurückstecken.

Wovon gauloise redet, ist doch aber ein völlig anderes Paar Schuhe. Das sind jene (mit Verlaub gesagt) Tussies, denen Sex mit ihrem Mann nichts weiter ausmacht, es ist für sie nicht eklig oder so, aber es ist auch nicht der große Bringer, kein besonderer Kick und kein nennswerter Fortschritt auf dem Pfad ihrer Selbstverwirklichung. Weil das alles so ist, halten sie ihre Männer ein wenig hin oder erpressen sie auch etwas mit der vagen Aussicht auf weitere huldvoll gewährte Intimitäten.

Und da hat gauloise völlig recht, wenn sie ausführt, dass Mann sich besser gar nicht auf solche Spielchen einlässt, sonst verliert er und ist auf Dauer der Looser, den frau im Grunde verachtet. Besser fährt er, wenn er die gnädige Madame nachdrücklich wissen lässt, dass sie abwägen darf, ob sie in Zukunft etwas öfter die Beine breit machen will oder ob das Leben in seiner derzeitigen Beschaulichkeit ein jähes Ende haben soll.

So, jetzt schlagt mich tot für meine drastische Ausdrucksweise.

gzauflouisxe


Besser fährt er, wenn er die gnädige Madame nachdrücklich wissen lässt, dass sie abwägen darf, ob sie in Zukunft etwas öfter die Beine breit machen will oder ob das Leben in seiner derzeitigen Beschaulichkeit ein jähes Ende haben soll.

So, jetzt schlagt mich tot für meine drastische Ausdrucksweise.

Och...ich finde, du hast das ganz hübsch skizziert. ;-D

R%oRkki`doxggi


Als Betroffener (seit 24 Jahren kein Sex mehr mit Ehefrau nach Schwangerschaft, 1 Kind-Ehe) gebe ich "greminenz" folgende Ratschläge:

1. Es macht keinen Sinn, auf ein Wiederentdecken der Lust bei "Frau" zu warten. Das kann bis zum Lebensende dauern. Es gibt Frauen, wie meine, die nur wegen "Kind kriegen und Ernährer-/Beschützeraspekte" heiraten bzw. eine Beziehung aufrecht erhalten (siehe Darwins Evolutionstheorie). Dann ist kein Sex besser als jeder "Muss-Sex".

2. Eine auf Dauer unbefriedigende Alternative ist, SB zu praktizieren.

3. Die bessere, sofern es die persönliche Ethik und Wertewelt hergibt, man sucht sich mit Einverständnis der Ehefrau eine externe "Sexpartnerin" (keine Prostituierte, keine Liebesbeziehung).

4. Man findet ein Hobby, eine Tätigkeit, eine Lebensaufgabe in der ehelichen Partnerschaft, womit eine emotionale Kompensation der sexuellen Bedürfnisses möglich ist.

5. Wenn 1. bis 4. in angemessenem Zeitraum keine Option ist, bleibt nur die Trennung. :(

gBauloxise


Als Betroffener (seit 24 Jahren kein Sex mehr mit Ehefrau nach Schwangerschaft, 1 Kind-Ehe)

Ohmeinhimmel. Das ist jetzt nicht wahr, oder? Magst du mehr erzählen?

g1rossUerwels


Magst du mehr erzählen

Warum sollte er? Selber schuld.

LwoewNen_maexhne


@ Milchmann76

Probleme, die jemand hat, wie geschildert, sind die eine Seite. Diese aber nicht aufarbeiten zu wollen, ist die andere Seite. Wenn jemand beständig Hilfe ablehnt, selbst professionelle oder sich ins Schneckenhaus dauerhaft zurückzieht, was will man(n) dann machen? Bei meiner Frau war es 'nur' das sinkende Interesse am Sex, aber auch sie musste ich mehr oder weniger bedrängen, sich zu öffnen. Wie's ausging, hatte ich bereits geschildert.

Ich kann betroffene Menschen verstehen, die irgendwann einfach keinen Bock mehr haben, um Sex mit dem Partner zu betteln! Ich bin überzeugt davon, dass die allermeisten der Leute, die hier ihre ähnlichen Probleme schildern, sicher keine rücksichtslosen Machos oder Zicken sind. Sonst hätten sie sich, wie meinereiner, nicht hier im Forum mit dem Problem, dass der Partner keinen Sex mehr haben will, geäußert.

Frühere negative Erlebnisse, wie Missbrauch oder auch aktueller Stress sind keine Kleinigkeiten. Aber man doch für sich selbst gewillt sein, an dieser Situation etwas zu ändern. Viele Menschen erleiden Schicksalsschläge, aber man darf deshalb nicht den Kopf in den Sand stecken. Wenn einem dann noch nicht mal einleuchtet, dass der eigene Partner durch den rigorosen Sexentzug mehr und mehr frustriert wird, dann ist eben irgendwann das Ende der Verständnis-Fahnenstange erreicht.

Mal ehrlich Leute: die Betroffenen hier haben wirklich genug Rücksichtnahme, endloses Vertrösten auf bessere Zeiten und schiere Verzweiflung hinter sich. Wenn dann derjenige Partner, der keine Lust auf Sex hat, auch nicht im Geringsten über Gründe und Ursachen sprechen will, dann ergibt man sich entweder in dauerhafte S.B. oder sucht sich, wenn man sich nicht trennen will, einen Sexpartner oder nutzt käufliche Sexdienste!

RJokkiIdoggi


@ gaulouise & grosserwels

Ich lebe seit fast 35 Jahren in einer "arrangierten Ehe". Es gibt diese Eheform auch heute noch in deutschen Familien bestimmter Gesellschaftskreise. Sie soll nach Ansicht von Experten sogar etliche Vorteile haben. Meine Vorfahren und ich stammen aus dem Bereich des Großgrundbesitzertums (Gutshöfe). Meine Frau ebenfalls. Als Einzelkind waren ihre Eltern darauf bedacht, dass die Tochter "eine adäquate Partie macht". Da beide Elternseiten schon vor ihrer jugendlichen Verliebtheit in mir (ab14/15) miteinander verkehrten, war die Vermittlung / Verkupplung ein Leichtes. "Gleich und Gleich gesellt sich gerne." Ich habe der Hochzeit (auch kirchlich) aus freien Stücken zugestimmt, da ich bis 25 Jahre keine Frauenkontakte bzw. Erfahrungen gemacht hatte und mich dieser Hinsicht schüchtern zurückhielt. (Aufgewachsen vom 1. Schuljahr bis zum Abitur in einem streng katholisch, prüdem Kloster – Vollzeitinternat für Jungen (nur männliche Ordensmitglieder, keine Schwestern, kaum Heimatkontakt außer in Ferien). Anschließend war ich vier Jahre bei der Bundesmarine (Offizier der Reserve – Forderung meiner Eltern) auch ohne Frauen.

Als unserer Sohn 1989 geboren wurde, hatte ich mit der erfolgreichen Zeugung die sexuelle Pflicht für meine Frau erfüllt. Dennoch gab es handfeste Gründe, die Ehe aufrecht zu halten. Z. B. das Erbe / Vermögen auf beiden Seiten oder die Reputation beider Familien. Das wichtigste war jedoch unsere Beziehung. Sie funktionierte nicht so recht auf der sexuellen Ebene, aber hervorragend auf der fachlich organisatorischen Ebene. Uns verbindet seit Kennenlernen die sprichwörtliche "Freundes- bzw. Kameradschaftsfalle." Schon vor der Geburt unseres Sohnes haben wir beide unsere gutbezahlten Jobs hingeschmissen und eine gemeinsame Firma gegründet, die in diesem Jahr 25 Jahre besteht. Wir arbeiten als creativer "ThinkTank" mit einigen festen und freien Mitarbeitern im kommunikativen Bereich für Großkonzerne einer bestimmten Branche. Ich bin der creative Kopf, manchmal auch Chaot, sie beherrscht als Ex-Vorstandsassistentin einer Versicherungsholding das General Management. Wir beide verstehen uns im Job hervorragend. Sie findet ihren Ausgleich in hammerharten Pschychothrillern und im Kontakt zu unserem Sohn, der als Jurastudent (mit Freundin, kein Mamasöhnchen) eine Wohneinheit in unsem Haus hat. Die drei verbindet die Fanmitgliedschaft in einem Bundesligaverein. Wenn die oft zu dritt am Wochende auf Tour sind, auch zu Auswärtsspielen, walke ich mit unserem Jagdhund (Rauhaardackel) durch das Revier meines Bruders.

Sex habe ich seit etwa ein Jahr nach der Geburt im Einvernehmen mit meiner Frau. Sie war so intelligent, mir die Befriedigung meiner Bedürfnisse zu erlauben, da sie selbst seit nun 25 Jahren asexuell lebt. Dies hat sie mir, meinen und ihren Eltern etwa 10 Monate nach der Niederkunft mitgeteilt. Dabei hat sie auch freimütig und glaubhaft über den tieferen Grund gesprochen. Ihre Vision vom der Liebe ihres Lebens habe sich leider nicht erfüllt. Sie wollte nach dieser Erkenntnis unbedingt das Kind als emotionalen Ersatz, und falls ich früher sterben sollte, eine Bezugsperson. Ihre Liebe gehöre nun dem Kind. Mein Vater kommentierte das: "Sowas kommt in den besten Familienkreisen vor, auch dafür gibt es Lösungen." Die Lösung lag im Besuch spezieller Swingerclubs. Dort fand ich die Gegenseite: 35-50 jährige sexfrustierte Frauen oft ebenfalls in Ehe oder andere Form einer Zweckbeziehung lebend. Zahlreiche kommen sogar mit ihren Männern dorthin, haben dennoch oft nur Sex mit anderen. Aus diesen Kontakten sind zwei Frauen geblieben, mit denen ich nun seit etlichen Jahren auch oft außerhalb der Clubs Sex habe. Manchmal auch zu dritt. Wir treffen uns auch hin und wieder übers Wochenende bzw. verlängerte Wochenende. Längere Urlaube finden nicht statt. Manchmal treffen wir in unserem Wochendend- / Ferienhaus an der Nordsee, sofern meine Frau nicht dort ist. Beide Häuser sind für die Damen bei Anwesenheit meiner Frau tabu.

Meine Frau hat ein Einzelschlafzimmer und es gibt auch ein Doppelschlafzimmer. Im gemeinsamen kuscheln wir manchmal. Die Zone zwischen den Beinen lassen wir außen vor. Das würde unser wohltuend entspanntes Fallenlassen stören.

PS: Für Überleger: Meine Frau 54 Jahre, 1.67 m, 56 kg, Konfektionsgröße 38, Kurzhaar dunkel mit gefärbtem Rotstich, Wirkung wie Mitte / Ende 40zig, attraktive Erscheinung, Lesebrille. Hobby: Lesen s. oben, Fußball, Firma. Zu meiner Person: 60 Jahre, 1,79 m, 81kg, Konfektionsgröße 48/50, extremes Kurzhaar 6 mm, Creativlesebrille, altersadäquate Erscheinung. Hobby: Job, Powerwalking (immer ein Fußteil auf dem Boden) mit Hund in Natur, Sauna seit 1978 mindestens 1x pro Woche.

g~as>t73exr


@ Rokkidoggi

schon ein seltsamer Eintrag... falls die zahlreichen Angaben zur Person alle der Wahrheit entsprechen ist dir schon klar, dass die Wahrscheinlichkeit "erkannt" zu werden nicht gerade gering ist...

Dein Beitrag hat aber sicherlich nichts mit dem ursprünglichen Posting zu tun. Der Anfangs beschriebene Fall geht wohl eher von einer "Durchschnittsbeziehung" was das Thema Sex betrifft. Durch einige Änderungen im Leben hat sich hier ein Wandel ergeben und es wird nach Rat gesucht wie man wieder in Richtung des ursprünglichen Status rücken kann. Wenn sich ein Partner glücklich als asexuell bezeichnet ist das für mich ein völlig anderes Thema.

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