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Jahrelang kein Sex in der Ehe, was soll ich machen?

dXevil!iondisguisxe


Nette Worte, aber du scheinst die Beiträge in diesem und zahllosen anderen, ähnlichen Themen, weder gelesen noch verstanden zu haben! Es sind, da bin ich mir sicher, überwiegend Tatsachenberichte und nicht nur die von dir unterstellten pauschalen Behauptungen.

Ich habe jeden einzelnen Beitrag in DIESEM Thread gelesen, jedoch bin ich nicht auf jeden dieser Beiträge eingegangen. Ursprünglich hatte der TE sein Problem geschildert, und daraufhin kam sofort von mehreren Personen die Reaktion (sinngemäß): "Wie unverschämt von deiner Frau, dir ohne Grund den Sex zu verweigern, der dir zusteht! Geh fremd, sie macht das eh nur, um dich zu ärgern! Alle Gründe, die sie nennt, sind Ausreden!"

Hierauf bezog sich meine Aussage, daß dies bloße Unterstellungen sind.

Daraufhin habe ich versucht, durch Erzählen über mich durch Beispiel deutlich zu machen, daß es sehr wohl echte Gründe geben kann – auch wenn nicht jede darüber zu sprechen vermag. Das schließt nicht aus, daß es auch einfach manipulative Idiotinnen gibt. Dennoch ist es unangemessen, von vornherein davon auszugehen, daß es sich bei der Frau des TE um eine solche handelt.

Und wenn man mit der Einstellung an Gespräche herangeht: "Du sollst mich gefälligst wieder befriedigen, das ist normal, du bist unnormal und mußt dich ändern!" – dann ist das von vornherein zum Scheitern verurteilt.

Ja, natürlich willst du wieder Sex haben, der TE und Milchmann und viele andere (auch Frauen) wollen das. Das ist selbstverständlich nichts Schlechtes oder Illegitimes.

Dennoch ist die Einstellung "Funktioniere gefälligst!" alles andere als hilfreich, weil sie in DIESER Form einfach nur eine narzißtische Forderung ist. Ein Gespräch auf dieser Basis KANN nur nach hinten losgehen.

Etwas völlig anderes ist es, SELBER gesprächsbereit zu sein, das heißt, selber seine Gefühle zu offenbaren. Wenn du deine Frau liebst, dann dürfte dein sexuelles Bedürfnis nicht das einzige Problem in dieser Situation sein. Welche Gefühle löst die Zurückweisung in dir aus? DAS meine ich. Bist du wütend? Fühlst du dich verletzt, zurückgewiesen, ungeliebt? Wärest DU bereit, irgend etwas an eurem gemeinsamen Leben zu ändern, das deine Frau davon abhält, Lust zu haben? Ist dir klar, daß es ihr nicht gut geht? Berührt dich das?

Es geht nicht darum zu fragen "welchen Preis soll ich dir zahlen, damit du wieder mit mir schläfst?" sondern um die Frage "woher rührt dein Libidoverlust, was können wir tun, damit es dir wieder besser geht, so daß wir BEIDE wieder zu einer harmonischen Partnerschaft gelangen (mit mehr Sex und z.B. weniger Streß)?"

Das ist etwas völlig anderes als "sag mir gefälligst, was mit dir los ist!" Sag DU doch erst mal, was in DIR vorgeht.

Und wie Milchmann es sagt: Dazu gehört irgendwann auch, die Dringlichkeit zu kommunizieren. "Ich halte es einfach nicht mehr aus, ich denke darüber nach, Sex mit anderen Frauen zu haben!" (auch da wäre es hilfreich, sich und ihr ehrlich zu sagen: Wie geht es DIR mit diesem Ansinnen? Findest du, daß es unproblematisch und dein gutes Recht ist? Macht es dir Schuldgefühle? Ist es für dich eine schlimme Notlösung? Hast du Angst um eure Ehe? Denkst du über Trennung nach? – Dadurch wird IHR nämlich klarer, daß es nicht einfach darum geht, sie mit einer Drohung zu nötigen.)

Ich bin o.k. – du bist nicht o.k., diese Grundhaltung führt nicht weiter. Es ist ein GEMEINSAMES Problem. Wenn sich nach offenem Gespräch herausstellt, daß es nur für einen von beiden ein Problem ist – dann sollte man sich trennen.

bterke_l


@ devilindisguise

Welche Gefühle löst die Zurückweisung in dir aus? DAS meine ich. Bist du wütend? Fühlst du dich verletzt, zurückgewiesen, ungeliebt? Wärest DU bereit, irgend etwas an eurem gemeinsamen Leben zu ändern, das deine Frau davon abhält, Lust zu haben? Ist dir klar, daß es ihr nicht gut geht? Berührt dich das?

:)= :)^ Genau diese Fragen sind extrem wichtig.

Bei uns war es lange so, das ich machen und vorschlagen konnte, was ich wollte – sie hat immer alles abgeblockt. Erst als ich in der Lage war, auch zu mir zu stehen und meine Gefühle dabei anfing zu äußern, konnte sich etwas ändern. Denn erst dadurch bekam sie einen kleinen Einblick in mich – wie mir das Ganze zusetzt und das es mir nicht darum geht einfach nur Sex mit irgendwem zu haben. Z.B. habe ich gesagt, das es mich sehr verletzt, das sie nicht mehr mit mir spricht und sich gar weinend zurückzieht bei einem Partnerschaftsproblem (dem Sex nämlich). Ich käme mir dann ziemlich zurückgestossen, ignoriert und gar ungeliebt vor, wie ich dann im späteren Verlauf noch erläutert habe.

Das zog und zieht sich allerdings bei uns über Monate hin. Ich möchte damit nur sagen, das man bei soetwas auch keine schnelle Änderung erwarten kann – wenn das denn schon Jahre eingeschliffen hat.

Der Schlüssel steckt meiner eigenen Erfahrung nach, jedenfalls oftmals erstmal!! in der Kommunikation über das Problem an sich – vor allem auch auf der Gefühlsebene, die von Männern nur allzugern ignoriert wird |-o – gerade wenn es um solche Verletzlichkeiten oder vielleicht gar "Stolzfragen" geht.

A -NellLi44


@ berkel

Du hast das Problem genau richtig beschrieben :)=

So wie du es sagst, das Ganze dauert seine Zeit...die wir auch schon durch haben und wenn man mit dem Partner reden kann, dann klappt auch der Sex :)z

LG

bserkgel


dann klappt auch der Sex

Es eröffnet zumindest wieder die Chance auf ein gemeinsames (Er)leben, genau. Was denn nun dabei herauskommt – das mag auch etwas anderes sein. Definitiv ist es besser, als dauerhaftes verletztes zurückziehen und anfeinden, denn damit ist niemandem gedient – schon gar nicht in einer Partnerschaft/Liebesbeziehung.

As-Nellxi44


Stimmt! Denn, wenn man verstanden hat, dass man z. B. Kritik des Partners oder auch Wünsche, nicht immer negativ auf sich selbst zu beziehen, dann ist man schon ein Stück weiter! Aber das geht nur, wenn beide (oder zumind. der betroffene Partner) daran arbeiten – und das kann (leider) Jahre dauern :)z

Leoewenamaeh9nxe


@ berkel:

Glaub nicht, ich hätte nicht über einen sehr langen Zeitraum versucht, mit meiner Frau offen darüber zu reden. In jeder Hinsicht. Hab ihr meine Lage und meine Sicht natürlich dargestellt. Sie blockte aber immer wieder nur ab. "Was soll ich sagen, ich hab halt keine Lust auf Sex". Antworten dieser Art kamen durchweg. Ihr war das Thema wohl einfach nur lästig. Keinerlei Vorschläge meinerseits, wie Paartherapie oder dass sie offene Kritik aan mir üben soll, fruchteten.

WAS will man da noch machen?

b$erxkel


@ Loewenmaehne

Eines möchte ich vorweg gleich sagen, einen Königsweg dem man folgen muß, damit es wieder klappt, den gibt es leider nicht. :)_ @:)

Ich kenne diese "mir doch egal" Haltung oder auch "Das ist Dein Problem" durchaus ebenfalls von meiner Frau. Das ist demotivierend und verletzend, gerade wenn man selbst den Eindruck hat, man versucht schon alles mögliche. Die Frage hier ist jedoch – hast Du das an der Stelle auch ihr herübergebracht, wie diese "Lass mich damit in Ruhe" Haltung dich verletzt? Das Du dir vielleicht ungeliebt vorkommst, dadurch das sie dich und Dein Wohlbefinden ignoriert?

Das nehme ich jetzt mal als Beispiel dafür, das man an dieser Stelle nicht mehr als Paar agiert – das die Gemeinsamkeit verloren gegangen ist. Denn sonst würde man denjenigen, den man liebt, mit dem man eigentlich gern zu sammen ist – nicht so vor den Kopf stossen. Irgendwo gibt es da ein massives Ungleichgewicht im gegenseitigen (emotionalen?) Verständnis und "Zusammengehörigkeitsgefühl".

Und genau dieses Mißgefälle lässt sich, meiner Meinung nach, höchstens dann wieder abbauen, indem man wieder anfängt über seine eigenen Gefühle dabei zu sprechen. Dabei möchte ich anmerken... bei solchen Gesprächen geht es nicht mal im Ansatz um Sex..

mqini[mixa


@ Uhu2

Erwartungshaltung/Druck kannst du auf zig andere Beispiele anwenden.

Ein Beispiel von mir: Ich hatte damals Tiere, und eines wurde operiert. Die Wunde musste über mehrere Tage durch Spülung nachversorgt werden. Einer hielt das Tier, einer machte die Spülung. (Also mein Ex und ich zusammen, ging nicht anders).

Es gab aber einen Tag, da war er bei sich Zuhause, und ich fragte ihn, ob er ausnahmsweise an diesem Tag kommen könne, damit ich dem Tier den Stress der TA-Praxis ersparen konnte. Er kam. Und erzählte mir hinterher, dass er sich bereits sehr unwohl fühlte, weil er sich unter Druck befand. Weil er einerseits null Bock hatte zu kommen, aber sich andererseits gefragt hat, "wie das denn aussehen würde", wenn er meinem Wunsch nicht nachkäme.

Und der Clou: Ich hatte ihn in den 5 Jahren unserer Beziehung genau 2 !!!!! Mal gebeten, außerhalb der Reihe zu kommen, und der Gute fühlte sich bereits unter Druck. Wie wäre es wohl für ihn gewesen, hätte ich ihn 5 x die Woche um sowas gebeten? Oder es schlichtweg erwartet, dass man sich in einer Partnerschaft hilft, wo es nur geht, da es doch für mich normal und selbstverständlich ist (bei diesen Worten bekomme ich das Kopfkratzen)…Ich denke mal, das Ergebnis kann sich jeder selbst ausrechnen. :=o

Aber nicht einfach eine Beziehung eingehen in der Hoffnung, "er/ sie wird schon nicht so oft wollen".

Wer sagt dir, dass all die "unnormalen" Menschen mit diesem Gedanken in eine Beziehung gehen? Beziehungen unterliegen idR Entwicklungen. Was hätte dir eine Frau am Anfang sagen können, von dem sie nicht wusste, dass es eintreten könnte?

Und sagst du am Anfang einer Beziehung ohne Wenn und Aber gleich Bescheid, dass du die und die Frequenz hast, und sollte die je unterlaufen werden, willst du eine handfeste Begründung, und wenn du die nicht bekommen solltest, dann machst du Schluss oder bezichtigst deine Partnerin der vorsätzlichen Täuschung?

die Erwartungshaltung bei einigen ist

Ich würde mal sagen, die ist genauso subjektiv wie deine.

dann ist er/ sie nicht von einer krankhaften Libido befallen

Wer sagt denn sowas?

I_ntimzTauberexr


Sind wir noch beim Thema?

d.evi2lindisg&uise


Ja, Intimzauberer, wir sind noch beim Thema – vor kurzem wurde hier einerseits gesagt, daß es kontraproduktiv sei, den Partner/die Partnerin unter Druck zu setzen, andererseits wurde gefragt, was "unter Druck setzen" bedeute. minimia bezieht sich auf diesen Aspekt des Themas. Zum besseren Verständnis, wie etwas eigentlich Harmloses als "Druck" verstanden werden kann, abstrahiert sie absichtlich vom Thema "Sex".

I@ntiomzaIuberIer


....aaaah-JA! (LORIOT)

Danke! @:)

C<orpus rCorxax


Unter Druck gesetzt kann man sich natürlich auch fühlen, ohne dass der/ die Andere bewusst Druck ausübt.

Manchmal stehen Erwartungshaltungen im Raum, denen man meint nachkommen zu müssen. Nicht nur beim Sex. Nicht nur beim Wunden ausspülen etc.

Wenn zum Beispiel eines der Kinder zu irgendeiner Sportveranstaltung muss, eines der anderen zum Klavierunterricht, die Arbeit ruft, die Frau eh schon viel zu tun hat, ich mich um die wichtigsten Briefe der letzten Tage kümmern müsste, nebenher die Eltern durchaus mal wieder mit einem Anruf beglückt werden könnten, ich selbst mal wieder zum Sport möchte, um irgendetwas allein für mich zu haben.... (könnt Ihr beliebig fortsetzen – aber immer alles schön gleichzeitig) dann fühle ich mich unter Druck. Wenn meine Frau dann keine Lust hat, aber ich (trotz Druck) den Drang zum Sex habe wächst bei mir der Druck.

Da meine Frau durchaus das gleiche Pensum auf ihrer Seite hat, fühlt sie sich auch unter Druck und wenn sie dann müde ist und entsprechend weniger Lust auf Sex hat, dann fühlt sie sich durch meine Wünsche noch ein bisschen mehr unter Druck.

Einen Ausweg gibt es vermutlich nur, wenn man sich gegenseitig Freiräume schafft und genauso auch gemeinsame Freiräume, wo man etwas gemeinsam unternimmt. Für uns sind da Natur und Sauna die Favoriten.

Das führt dann nicht sofort zum besten Sex der Welt (oder zwingend überhaupt zu Sex) aber es entspannt ungemein und führt beide Partner wieder näher zueinander.

u>hu2


@ minimia

Das Beispiel von deinem Ex ist genau das was ich meine, nur mit anderem Vorzeichen: Dass (heutzutage ?) Dinge nicht (mehr) selbstverständlich sind, die in Partnerschaften eigentlich selbstverständlich sein sollten. Viele wollen mit einem Menschen zusammen sein und sind doch pausenlos auf dem Egotrip. Will dann der andere etwas, was man selbst gerade nicht zur Glückseligkeit und Selbstverwirklichung braucht, dann fühlt man sich schon auf die Füße getreten.

Wenn ich solches Zeugs z.B. auf med1 lese, dann weiß ich umso mehr, was ich an meiner Ehe habe. Zwischen meiner Frau und mir ist gewiss auch nicht alles die reine Perfektion, aber es sind doch einige Dinge immer noch selbstverständlich:

- Selbstverständlich ist, dass man sich ohne viele Worte zu machen hilft, auch wenn man gerade chillen oder was anders machen wollte.

- Selbstverständlich ist, dass ich meine Partnerin sexuell (um auf's Thema zurück zu kommen) in Ruhe lasse, wenn sie gesundheitliche Probleme hat, Schmerzen oder auch psychische Sachen (Depressionen, Flashback wegen eines früheren Missbrauchs – ich nenne das nur als Beispiele, unabhängig von dem was sie tatsächlich betrifft). Die Zurückhaltung kann auch über Monate gehen, ohne dass da rumgemosert wird.

- Selbstverständlich ist es für meine Frau, dass sie die Beine breit macht und mich "ran" lässt, auch wenn sie selber nicht erregt ist, es ihr aber auch keine Probleme macht (siehe oben), mir die Lust und Befriedigung zu geben.

Ach so, noch was: Deinen Ex hätte ich nach dem von dir beschriebenen Auftritt auf der Stelle in den Wind geschossen.

m3iniEmxia


@ Uhu2

Wenn deine Frau und du euch in den aufgezählten Selbstverständlichkeiten wieder findet, ist das auch gut für euch.

Für mich hinkt es schon da, dass ich eben keinen Sex mit jemanden haben möchte, der keine Lust dazu hat, weil er sich dadurch mehr Harmonie in der Beziehung verspricht.

Und selbst wenn ich das trotz Einseitigkeit genießen könnte, wäre der Mann wirklich bereit, erst mal die Penispumpe aus dem Schrank zu holen, damit er einen hoch bekommt? Oder Viagra einzunehmen?

Und wenn ich das jetzt im Kontext richtig verstanden habe, belohnt dich deine Frau mit Sex, weil sie ohne Druck und schlechter Laune deinerseits krank sein kann?

Tja, von meinen Ex habe ich mich erst um Einiges später getrennt. Und erst als ich meine vollständigen Beweggründe für diese "Verspätung" wußte, konnte ich mir das auch verzeihen.

svensqibelxman


Ich glaube, dass eine gutgehende Beziehung, echte Liebe dadurch gekennzeichnet ist, dass man den "Druck" dem Partner Gutes zu tun, eben nicht als Druck empfindet, sondern dass man es gerne macht, weil man sich freut, wenn der Partner/die Partnerin sich freut, man fühlt sich wohl, wenn der Partner/die Partnerin sich wohlfühlt – geteilte Freude ist doppelte Freude. Ich glaube, dass dann so manche "Unlust" gar nicht wirksam wird.

Menschen, die das Wohlgefühl nur auf sich selbst beziehen, haben meiner Ansicht nach eher wenig Liebe in sich- höchstens für sich selbst.

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