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Jahrelang kein Sex in der Ehe, was soll ich machen?

m3inimxia


@ Sensibelmann

Ja, die Freude teilen, OK soweit,...aber stets und ständig? Egal wobei? Ungeachtet eigener Bedürfnisse, die dann gerade mit denen des Partners kollidieren?

Und was ist mit den Prägungen, denen wir alle unterliegen? Den Schäden, die unterschiedlich stark erfahren wurden? Sie alle spielen in den Umgang mit einem Partner ein. Nie mal nachdrücklich für einen Wunsch einstehen können, ohne gleich als "lieblos" zu gelten?

steGnsibevlmUan


Ja, die Freude teilen, OK soweit,...aber stets und ständig? Egal wobei? Ungeachtet eigener Bedürfnisse, die dann gerade mit denen des Partners kollidieren?

Wenn es häufiger und nicht nur selten mit eigenen Bedürfnissen kollidiert ist es eben der falsche, unpassende Partner und/oder man liebt ihn eben nicht.

Und was ist mit den Prägungen, denen wir alle unterliegen? Den Schäden, die unterschiedlich stark erfahren wurden?

Auch diese passen nur zu bestimmten Partnern.

uchxu2


Und wenn ich das jetzt im Kontext richtig verstanden habe, belohnt dich deine Frau mit Sex, weil sie ohne Druck und schlechter Laune deinerseits krank sein kann?

Ich weiß nicht, was für Prägungen, was auch für Verletzungen du in deinem Leben erfahren hast, dass du auf solche Gedanken kommst. Meiner Frau und mir sind derartige Überlegungen völlig fremd.

Ich möchte erwähnen, dass dieses "Ich befriedige dich gerne, auch wenn ich selber nicht erregt bin" von meiner Frau ausging. Zuerst hatte ich auch Probleme, das einzuordnen. Man(n) will ja kein unvernünftiges brünftiges Tier sein, das ohne Rücksicht auf Verluste auf's Kopulieren drängt. Aber sie hat darauf bestanden, dass Sex nicht von ihrem Erregungslevel abhängen soll.

Mray2flower


"Ich befriedige dich gerne, auch wenn ich selber nicht erregt bin"

Ich denke, dass dies für ganz viele Frauen der Normalfall ist. Das muss aber nicht negativ sein. Die fehlende Erregung wird kompensiert mit dem schönen Gefühl von körperlicher Nähe und Wärme. Hauptsache ist, dass der Sex einem etwas gibt.

Schlimm ist Sex eigentlich nur, wenn man das Gefühl hat, dass man immer leer ausgeht oder man immer nur gibt, aber nie etwas zurück bekommt.

msin7imia


Auch diese passen nur zu bestimmten Partnern.

Sei so nett, gib mir mal bitte einige Tipps, wie ich das am effizientesten anstelle, den passenden Partner zu finden, ohne meine halbe Heimatstadt (Großstadt) durchbumsen zu müssen . ]:D Und natürlich die Möglichkeit inbegriffen, dass der potenzielle Partner am Anfang eine Menge erzählt oder macht, wenn der Tag lang ist, das aber on the long run nicht halten kann. :=o

Meiner Frau und mir sind derartige Überlegungen völlig fremd.

Das mag sein, ist aber nicht abwegig. Nett ausgedrückt könnte man auch sagen, es ist ein Geben und ein Nehmen. Und ich denke, die Selbstverständlichkeiten bekommen eine enorme Schieflage, wenn plötzlich was wegbricht. Z. B., wenn deine Frau nicht mehr Sex ohne Erregung würde machen wollen. Oder?

Ernsthaft interessehalber: Macht dir Sex wirklich Spaß, wenn du dich alleine auf der Erregungswelle befindest?

u*hux2


Ernsthaft interessehalber: Macht dir Sex wirklich Spaß, wenn du dich alleine auf der Erregungswelle befindest?

Wie ich schon andeutete: Anfänglich fand ich das irritierend und hätte es wohl meist auch sein gelassen, wenn sie nicht darauf bestanden hätte, dass wir es trotz ihrer mangelnden Geilheit tun. Mit der Zeit habe ich dann kapiert, was auch Mayflower schreibt, dass es ihr trotzdem das ein oder andere gibt, mit mir zu schlafen, wenn es auch nicht vordergründig sexuelle Dinge sind. Zusätzlich wurde mir immer klarer, wie die immer wiederkehrende körperliche Vereinigung unserer Partnerschaft guttut, unsere Bindung stärkt und erneuert. Von daher wurde es okay für mich, meine Lust an ihr und mit ihr abzureagieren. Im Übrigen ist es ja auch nicht so, dass wir ausschließlich auf einer sexuellen Einbahnstraße fahren. Manchmal will sie es genauso, manchmal kommt der Appetit beim Essen, nur ist ihre Libido im Allgemeinen halt schwächer als meine.

Unter dem Strich: Klar ist es geiler, wenn sie sich erregt- zuckend unter einem windet und vor lauter Lust die ganze Nachbarschaft zusammenschreit. Aber im Alltag gibt es nicht immer das Fünf- Gänge- Menü. Wenn es dann bloß ein deftiger Teller voll ist, ist das bei weitem noch besser als Kohldampf zu schieben.

Mdagyflowxer


Und ich denke, die Selbstverständlichkeiten bekommen eine enorme Schieflage, wenn plötzlich was wegbricht. Z. B., wenn deine Frau nicht mehr Sex ohne Erregung würde machen wollen. Oder?

Natürlich. Aber ich vermute, dass Uhus Frau eine ähnlich pragmatische Haltung zum Thema Sex hat, wie ich. Wenn ich immer nur gevögelt hätte, wenn ich naturgeil gewesen wäre, dann hätte das i.d.R. bedeutet, dass ich gerade mal um den Eisprung herum bzw. während der Mens willig gewesen wäre.

Das ist aber für die meisten Männer zu wenig – und für mich auch. Obwohl ich nicht dauerspitz und in einzelnen Zyklusphasen nur schwer erregbar bin, will ich regelmässigen Sex. Wenn ich nur 1 oder 2x im Monat Sex habe, dann fühlt sich das komisch an. Ausserdem, bei so einer niedrigen Frequenz wird das einzelne Sex-Happening zu wichtig. Wenn von 2x Sex im Monat 1x nicht gut lief, dann ist der Sex zu 50% schlecht. Fehler und Zwischenfälle mag es da nicht leiden. Der Druck ist dann bei beiden so hoch, dass es wahrscheinlich beiden verleidet.

Die von Uhus Frau und mir gelebte Variante geht allerdings nur, wenn die Beziehung intakt und die Wertschätzung zwischen den Partnern hoch ist. Dann stellt sich die Frage, ob man auch wirklich alles, was man gibt, auch wieder zurück bekommt, schon gar nicht erst. Wenn es bei der Wertschätzung happert oder sonst irgendwelche unterirdischen Spannungen bestehen, funktioniert es nicht.

Manchmal denke ich, dass wir Frauen es heute auf eine spezielle Art fast schwieriger haben, als die Frauen früher. Wir sind zwar nun offiziell orgasmusfähig und unsere Lust ist gesellschaftlich akzeptiert. Aber, es wird immer mehr zu einem Leistungsziel. Klappt es nicht, beginnt die Suche nach den Schuldigen: entweder bringt es der Mann nicht oder die Frau hat eine Störung. Oder beides zusammen.

Man kann es viel entspannter haben. Man kann Sex einerseits als lustmotivierte Aktion wahrnehmen, gleichzeitig bzw. wenn eben die Lust (Hitze) nicht vorhanden ist, als eine sehr effektive Art des Socializens (Wärme).

Letztendlich muss aber jeder selbst entscheiden, unter welchen Bedingungen für ihn/sie Sex gut, mach- bzw. zumutbar ist.

M"ilch*ma nn76


uhu2 und Mayflower: :)= :)^

bmerknel


@ Mayflower

Wie kommst Du zu der Einstellung, auch Sex haben zu wollen, obwohl Du nicht "naturgeil" bist?

m7inirmixa


dass wir Frauen es heute auf eine spezielle Art fast schwieriger haben

Diesen Gedanken kann ich gar nicht teilen. Sobald ich mir all die Begleitumstände ins Gedächtnis rufe, mit denen die Frauen damals zu tun hatten, dann weiß ich sicher, dass ich meine heutige Freiheit diesbezüglich niemals aufgeben will. Aber du schriebst ja auch "fast". :-)

@ Uhu2

Danke für deine Antwort. :-)

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