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Die Jagd des Mannes nach dem Orgasmus der Frau

s}ergend0ip=ity8x4 hat die Diskussion gestartet


An sich ist ist es ja eine schöne (und im Optimalfall eigentlich eine selbstverständliche) Sache, wenn ein Mann Interesse daran hat, dass Frau beim sexeln auf ihre Kosten kommt.

Nun gehöre ich leider zu den Frauen, die sich mit dem Orgasmus beim Paarsex etwas schwerer tut. Nicht weil ich mich verkrampfe und mich nicht fallen lassen kann oder weil ich durchweg miese Liebhaber hatte, sondern weil ich einfach eine recht starke und spezielle Stimulation brauche, die ich nicht immer und sofort von einem Mann einfordern möchte.

Ist schade, aber jetzt auch nicht das große Problem für mich. Ich habe auch so unheimlich viel Spaß am Sex und komme ganz bestimmt auf meine Kosten ]:D

Nun habe ich aber den Einruck, dass Männer sich damit absolut nicht zufrieden geben wollen. Wenn ich von vornherein sage, dass ich Schwierigkeiten habe zum Orgasmus zu kommen oder sehr sehr lange brauche und das für mich aber auch ok ist, fühlen sie sich doch herausgefordert und machen sich es zur persönlichen Aufgabe, mich zum Orgasmus zu bringen. Ob ich will oder nicht.

Ich geb viel feedback beim Sex, ich zeige durchaus was mir gefällt und dass ich genieße..

Jetzt mal ehrlich, wenn ich mich stöhnend, winselnd, quieckend, grunzend... (beliebiges Adjektiv einsetzen ;-) ) unter ihm winde und immer wieder sage, wie sehr mir das gefällt und dass er bloß nicht aufhören soll, wieso kommt dann immer noch die Frage: "Bist du gekommen? Hattest du einen Orgasmus?" Wieso riskiert Mann hier eine Antwort, die er nicht hören will, wenn ich doch ganz offensichtlich großen Spaß habe?

Ich will nicht lügen, will aber mit einer ehrlichen Antwort auch nicht die stimmung vermiesen oder ihn gar dazu anstacheln, sich noch mehr ins Zeug zu legen, wenn ich doch schon fix und alle bin ;-D

Gleichzeitig vermiest mir diese Frage den Genuss, ich fühle mich unter Druck gesetzt und es gibt mir ein Gefühl der Unzulänglichkeit, welches ich überhaupt nicht haben möchte (und meiner Meinung nach auch nicht haben muss!). Die Lust auf ein weiteres Spielen wird auf diese Weise schon ein klein bischen gedämpft.

Woran liegt das, dass Männer so sehr dem Orgasmus der Frau hinterherjagen? Warum hängen sie sich an so einer (gemessen an dem ganzen Spaß den man gemeinsam hat) Kleinigkeit so auf?

Sollte ich vielleicht noch offener damit umgehen? Von vornherein klarstellen, dass ich diese Frage nicht hören will? Killt das nicht auch die Stimmung, wenn man vorm Sex erstmal ein Problemgespräch führen muss?

An die Frauen: kennt ihr das?

An die Männer: erklärt mal!

Freu mich über Antworten.

Antworten
D^er kl{eineO Prinz


Ich denke manche oder auch mehr als manche fühlen sich als nicht gute Liebhaber, wenn die Frau nicht zum O. kommt. Deshalb ist es für ihr Ego wichtig, das Gefühl zu haben, dass eine Frau durch "männlichen Einsatz" kommt.

Warum sagst du ihm nicht, dass du schon kommen kannst, dafür aber besondere Zuwendung oder Stimmulation brauchst, die du ihm dann offenbarst, wenn du den richtigen Zeitpunkt für gekommen hältst? Das sollte eigentlich eine durchschnittlich intelligenter Mann begreifen können ;-)

abfrxi


An die Männer: erklärt mal!

Nun ja, die meisten wollen halt die edlen Orgasmuskönner sein und wurden von ihren Exen möglicherweise darin bestärkt (vielleicht sind sie wirklich schnell und einfach gekommen, vielleicht haben sie aber auch ein wenig Theater gespielt). Und nun kommst du daher und behauptest, das wäre gar nicht so wichtig. Das können die halt nicht auf sich Sitzen lassen und versuchen fortan alles, damit du durch ihr edles Teil schnell und zuverlässig kommst.

So sehe ich das. Ich kann dich gut verstehen und auch uns ist der O. nicht mehr so wichtig. Liegt aber auch sicher am Alter, an der Erfahrung mit ein und dem selben Partner, dem Vertrauen und dergleichen mehr. In jüngeren Jahren wäre ich vielleicht auch so einer gewesen, den du geschildert hast, aber da hatte ich wenig Sex und kann das daher nicht beurteilen.

sNensibe;lman


wieso kommt dann immer noch die Frage: "Bist du gekommen? Hattest du einen Orgasmus?"

Diese Frage habe ich meiner Frau nie gestellt, ich gehe davon aus, dass ich näherungsweise mitbekomme, wie es meiner Frau ergangen ist. Dass sie keinen Orgasmus hat, kommt relativ selten vor- aber wir sehen das auch nie als Problem- wir denken uns einfach- denn eben beim nächsten Mal... Schön kann der Sex auch ohne Orgasmus sein- und je mehr man ihn mehr oder weniger krampfhaft versucht zu erreichen, umso weniger kommt er. Für uns ist der gemeinsame Sex, unsere Körper zu spüren schon wundervoll, warum sollten wir traurig sein, wenn mal kein Orgasmus dabei ist... (passierte mir ja auch schon, z.B. wenn wir am Tag mehrmals hatten... oder dass irgendetwas dazwischen kam- z.B. unsere Kinder sich meldeten...)?

s\ereSndipixty84


Vielen dank euch für die bisherigen Antworten, ich hoffe, es kommen noch ein paar (vielleicht auch von Frauen?) hinzu.

Ich denke manche oder auch mehr als manche fühlen sich als nicht gute Liebhaber, wenn die Frau nicht zum O. kommt.

Aber das ist doch, mit Verlaub gesagt, ziemlicher Unsinn. Ein guter Liebhaber zeichnet sich doch viel eher durch andere Qualitäten wie Einfühlungsvermögen, Eingehen auf die Bedürfnisse des anderen, Leidenschaft und Begierde aus. Sex ist doch kein Wettbewerb oder Leistungssport.. es geht doch auch darum einander zu spüren und zu erleben, Nähe und Intimität zu teilen.

Ist das alles denn ohne Orgasmus nichts wert? Dabei ist es ja genau so wie sensibelman schreibt:

je mehr man ihn mehr oder weniger krampfhaft versucht zu erreichen, umso weniger kommt er

genau das ist es.. ich merke ja, dass Mann mich dahin bringen will und oft bekommeich dann den Eindruck, dass ICH diejenige bin, die versagt, weil ich es nicht schaffe zu kommen.. ich merke ja, dass Mann enttäuscht ist, wenn er es nicht geschafft hat, mich zum Kommen zu bringen, egal wie oft ich vorher gesagt habe, dass es ok ist.

Sein wir ehrlich, klar würde ich auch gerne einen Orgasmus mit einem Partner zusammen erleben, ich glaube auch nicht, dass das unmöglich ist.. ich hab eine ungefähre Ahnung, wie das hinzubekommen ist ;-) , scheue mich aber davor, es gerade in der Kennenlernphase auf den Tisch zu bringen, weil ich meinen Partner nicht überfordern will und mich langsam dran tasten will, sehen will, wie er mit mir umgeht und wie ich ihn am besten dahin führe.

Blöderweise denke ich manchmal, dass es von meinem Partner zu viel verlangt ist, mich zum Orgasmus zu bringen, habe Angst, dass ihm das zu anstrengend oder monoton sein könnte.. Mit dem Wissen im Hinterkopf, dass ich unbedingt kommen soll, wird das mit der entspannung natürlich nichts.. verzwickte Situation..

aber ich komme gerade vom Thema ab.. und find auch grad nicht mehr zurück ;-D Egal, reicht erstmal

sUenstibelmxan


Blöderweise denke ich manchmal, dass es von meinem Partner zu viel verlangt ist, mich zum Orgasmus zu bringen, habe Angst, dass ihm das zu anstrengend oder monoton sein könnte..

Meinst du, dass es für den Mann nicht dennoch schön sein kann? Nicht wegen des Orgasmusses aber wegen der "Anstrengung". Ich finde "Anstrengung" eben nicht unbedingt als Belastung sondern vielmehr angenehm...

c(huicxhi


serendipity84, ich empfehle dir die lektüre des buches "absolut sex" von anne west. da geht es u. a. genau um das thema des schlechten gewissens der frau gegenüber dem mann, weil wir frauen oftmals und naturgegeben einfach gerne mal länger zum orgasmus brauchen als männer. ihr tip (in ganz kurzen worten gesagt) ist hierzu: gesunder egoismus. und recht hat sie.

zum thema an sich: ich kenn das auch, leider. orgasmusjagende männer sind echt ein todestoß für meinen orgasmus. und auch mir ist schon mal so ein exemplar untergekommen, das mich bei jedem mal, das ich lauter wurde, gefragt hat, ob ich jetzt gekommen bin. %-| brachte mich dann in der folge nur dazu, ihm an den kopf zu schmeißen, dass nein und dass ich auch nicht mehr kommen würde. sorry, aber da war mir die lust dann auch vergangen. ein anderer meinte mir auch mal sagen zu müssen, dass ihm noch nieeee eine frau untergekommen sei, die so lange zum orgasmus bräuchte. danke. wieder sehr förderlich. %-|

bei dem jetzigen mann in meinem bett (der sich da von zeit zu zeit tummelt und das auch schon seit längerem) hab ich das erste mal das glück gehabt, dass das ganze kein thema für ihn ist und wir haben recht früh darüber geredet, weil er natürlich recht schnell gemerkt hatte, dass es bei mir nicht so leicht ist (auch dank den spinnern vor ihm, die es nur geschafft hatten, dass ich mich selbst unter druck gesetzt habe, auch ja nicht zu lange zu brauchen bzw. überhaupt zu kommen). er hat dann gemeint, dass er aus eigener erfahrung wüsste, dass das bei uns frauen manchmal einfach nicht so leicht ist und dass es schon mal gerne länger brauchen kann, dass er aber auch genauso wüsste, dass das nicht zwangsläufig was mit ihm zu tun haben muss, sondern nun mal einfach so ist. und mit ein wenig übung und geduld hat es dann nach einer weile endlich geklappt bei mir und dann auch immer zuverlässiger (wenn auch nur durch eigene hand, aber das finde ich nicht weiter schlimm). es klappt nicht jedes mal, aber er weiß, dass mir der sex mit ihm trotzdem unfassbar viel spaß macht und ich die qualität des sexes zwischen uns nicht an meinem orgasmus festmache (wenn ich auch gestehen muss, dass mir manches mal der orgasmus dann doch fehlt, um dem druck, der sich in der zeit aufgebaut hat, ein ventil zu geben). das weiß er spätestens dann, wenn ich völlig seelig und breit grinsend neben ihm liege. :-D

au_pl%ea_f0or_erxos


Versagensängste und Verlustängste.

Ich weiß nicht, ob das bei Männern, die dem Orgasmus des Gegenübers hinterherjagen, eine Rolle spielt – ich selbst kenn aber beide. Sage ich als eine, die es übrigens leichter findet, Frauen zum Orgasmus zu bringen als Männer. Sage ich auch als eine, die weiß, dass die eigenen Orgasmen keine Selbstverständlichkeit sind. Sage ich auch als eine, der die meisten Frauen, mit der sie Sex hatte, vorher angekündigt hatten, dass es wahrscheinlich länger oder öfter dauernd wird, bis es dazu kommen wird.

Ich lege es nicht darauf an, Menschen qua Sex an mich zu binden. Aber ich möchte auch ganz sicher nicht, dass mangelnde Orgasmen bzw. Sexskills etc. der Grund sind, weshalb es mit einer Person, die mir wichtig ist, und mit der es mir wichtig ist, "nix wird". Vorwarnen oder hinterher oder währenddessen erklären hilft. Sicher.

Und/aber – wenn es sich um ein Gegenüber handelt, das an mehr Interesse hat als an einer einmaligen einmaligen (!) Begegnung – dass Zeit da ist, dass Begegnungen da sind (und gewünscht werden), in denen das alles miteinander durcheinander aneinander füreinander herausgefunden werden kann, wenn Zeit für trial and error ist, würde, glaub ich, aus heutiger Perspektive Druck rausnehmen ...

Then again, ich bin keiner der Männer, von denen du sprichst, ich bin nicht mal ein Mann ...

aK_pl ea_f#or_erxos


nicht mal unter Anführungszeichen: "nicht mal" !!!

M=orppheusA]rm


Für mich wär das gar nichts ohne eigenen Orgasmus. Hab ich einmal erlebt und möchte ich nicht wieder haben. Hatte dann einige Stunden einen Druckschmerz in den Eiern und das hat für mich gar nichts mehr von Befriedigung :(v . Notfalls mach ich es mir dann halt selbst, dann gehts.

Ich wär deshalb echt skeptisch, wenn meine Freundin mir sagen würde, das Sex auch ohne zu kommen befriedigend wäre, ehrlich. Doch wenn ihr da tatsächlich nichts schmerzt danach, dann ists wohl auch nicht so dramatisch ":/ Sie hat aber auch keine Hoden, die weh tun könnten :=o

A[nastBasiaStGexel


Hallo *:)

Ich kenne das auch zu gut. Ich benötige auch immer eine "spezielle Stimulation". Was

daraus schließen lässt, das ich bei ONS so gut wie nie einen Orgasmus hatte.

In einer Partnerschaft hingegen, hab ich überhaupt keine Probleme zu kommen ]:D

Darf ich Fragen ob du in einer festen Beziehung bist und dir das "kommen" bei deinem

Partner schwer fällt oder meinst du eher das "kommen" bei einem ONS?

Ich glaube einfach, dass sich die Männer, durch den Orgasmus der Frau, bestätigt fühlen!

Auf der einen Seite wünschen sich die Männer offene und ehrliche Frauen im Bett, auf der anderen Seite können/wollen Sie es nicht hören wenn eine Frau ganz ehrlich zugibt nicht gekommen zu sein.

Was glaub ich dazu führt, dass viele Frauen den Orgasmus einfach vorspielen, um den Mann zu bestätigen.

Und ich geb dir vollkommen Recht, es ist auch Sex ohne Orgasmus schön und geil.

Aber ich bekomm die Krise wenn ich dann darauf angesprochen werde :(v Danach gibts garantiert keine 2. Runde mehr da ich mich unter Druck gesetzt fühle!

Grüßle *:)

bOuntsti~ft_83


Ja, manche Männer bilden sich ein, sie könnten ihre sexuelle Leistungsfähigkeit an der Anzahl der weiblichen Orgasmen "messen". Also unter 3 Orgasmen zählt der Sex mal überhaupt nicht und bei einem Dreier sollte jede Frau mindestens einen haben :)^ . Das ist natürlich völliger Schwachsinn und hat seinen Ursprung in der heutigen Pornoindustrie.

Es ist aber genau so sinnfrei, als Frau während des Sexes Versagensängste zu haben weil sie jetzt eigentlich kommen sollte aber halt nicht tut und der Mann deswegen jetzt enttäuscht ist und.... Wieso müsst ihr jedes Verhalten sofort auf euch reflektieren? Chuchi hat schon Recht, dass eine gesunde Portion Egoismus für Frauen empfehlenswert ist.

Aber aus reiner Neugierde: Darf man Fragen welche spezielle Stimulation du für den Orgasmus brauchst und warum du es dem Partner nicht sagen willst?

BAodhrxan


Männer wissen, dass Frauen selbst für ihren Orgasmus verantwortlich sind, und zicken nicht pussylike herum. Versuchs mal mit einem anderen Beuteschema, oder mit einem erfahreneren älteren Semester. Vertrauen im Bett ist mir übrigens sehr wichtig, beiderseits, und ich hätte da ein echtes Problem mit dir, wenn du nicht zu deiner Sexualität bzw Anatomie stehen würdest. Letztendlich soll es doch beiden Spaß machen, hm?

cBhuxchi


Versuchs mal mit einem anderen Beuteschema, oder mit einem erfahreneren älteren Semester.

ich antworte mal stellvertretend für, wenn das okay ist. @:)

manchmal muss man gar nicht wirklich was am beuteschema oder am alter des gegenübers ändern, bodhran. mir hat der mann in meinem bett gezeigt, dass man auch innerhalb seines beuteschemas durchaus glück haben kann. er ist nämlich genau mein beuteschema und noch dazu fast sechs jahre jünger als ich. allerdings war er schon mit einem ganzen haufen frauen im bett. generell würde ich aber einfach sagen: er ist realist.

BYod-hraxn


Schon okay, du mußt aber zugeben, dass Kommunikationsfähigkeit der Schlüssel zu den "höheren" Weihen ist, nach denen wir alle, manchmal auch insgeheim, streben. Man kann nur Erfüllung erfahren, wenn man seine Wünsche und Begierden für sich selbst manifestiert, und sie im Vertrauen teilt. Ich meine nicht Harmonie, deren wahrer Sinn die Gemeinsamkeit und den Frieden darstellt. Viel mehr meine ich das Füreinander, und das bei aller Individualität. Zuneigung, Verständnis, Akzeptanz, trotz aller möglicherweise vorhandenen Gegensätze. Weia, klingt das christlich. Das ist nicht gewollt, aber der "Sache" durchaus dienend. Mit allem Respekt voreinander.

Von der Muse geküsst, spottender Idealist

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