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Verschweigen, dass man noch Jungfrau ist?

S$arah _Jon*exs


Hat eigentlich jemand Erfahrung mit Antidepressiva in dem Bezug? Weil Beziehungslosigkeit KANN ja Depression verursachen, allerdings ist das ja eher den Umständen geschuldet, weniger der Gehirnchemie. Durch die Selbstzweifel wird das Hirn dann aber negativ beeinflusst. Mangel an Körperkontakt kommt hinzu etc. man produziert weniger Glückshormone ...

Und dadurch verschiebt sich dann doch letztendlich wohl doch die Gehirnchemie zum negativen, so dass es schwerer fällt, positive Gefühle zu empfinden. Oder? Würden in diesem Stadium ggfs. ADs helfen?

SZinnestxäter


Hat eigentlich jemand Erfahrung mit Antidepressiva in dem Bezug?

Einige :-D . Summa summarum: die "Pille zum Glücklichsein obwohl im Leben ein eklatanter Mangel besteht" sind Antidepressiva nicht. Sowas gibts nur auf der Straße zu kaufen, und hat i.d.R. deutlich üblere Nebenwirkungen als Antidepressiva, und schon bei denen fällt der Beipackzettel recht groß aus.

Bestenfalls können Antidepressiva sein: Die Pille, die dafür sorgen kann, daß man den Arsch hochbekommt, um den Mangel selbst zu beseitigen (noch nicht erlebt, aber davon gehört), oder die Pille, welche die Folgen des Mangels erträglich genug machen, um im Alltag einigermaßen funktionieren zu können.

Der Preis dafür ist, daß man emotional verflachen kann, die körperliche Empfindungsfähigkeit inklusive Orgasmusfähigkeit flöten gehen kann, und man einige Kilos zunehmen kann – was alles im Hinblick auf das Erreichen eines erfülltes Liebeslebens eher kontraproduktiv ist.

e,nigm>aticj16x06


"Pille zum Glücklichsein obwohl im Leben ein eklatanter Mangel besteht"

Gäbe es so eine Pille, und das ohne die Nebenwirkungen von Antidepressiva oder die gesundheitlichen Folgen von Drogenkonsum, dann wäre der Erfinder wohl der inenrhalb kürzester Zeit der reichste Mensch des bkannten Universums ;-D

Meiner besten Freundin zufolge (Psychologiestudentinn kurz vor dem Abschluss UND selbst langjährige Depressionspatientin) isses eher so, dass sie, wie du schreibst das Leben soweit erträglich zu machen, damit man dann die Kraft findet, was daran zu ändern.

Der Preis dafür ist, daß man emotional verflachen kann, die körperliche Empfindungsfähigkeit inklusive Orgasmusfähigkeit flöten gehen kann, und man einige Kilos zunehmen kann – was alles im Hinblick auf das Erreichen eines erfülltes Liebeslebens eher kontraproduktiv ist.

Was einem dann, zugegebenrmaßen auch oft egal ist, wenn es nur einfacher zu ertragen ist.

A6luc"axrd9


Ich finds von meinen beiden Vorschreibern schon gut beschrieben – solche gutgemeinten Ratschläge helfen extrem wenig. Auch wenn ich mir sicher bin dass es wirklich gut und nett gemeint war.

Wenn das Leben auch ohne Liebe, Partner, Hautkontakt, eigene Kinder, Familienstrukturen etc – das bringt es ja alles mit sich, und noch viel mehr – z.B. verbesserte finanzielle Sicherheit (bei festen Beziehungen wohnt man oft zusammen, hat dadurch verringerte Grundkosten bei 2 Einkommen, Urlaub ist in Doppelzimmern billiger als in Einzelzimmern, Kochen ist bei mehreren Personen billiger als für Singles, etc.), abends immer einen, der einen in den Arm nehmen kann oder auch mal für nen Spass zu haben ist, jemand, der mal im Haushalt helfen kann oder einkaufen kann, wenn man 40 Fieber hat, etc. etc. Es sind extrem viele kleine und große Dinge, die Leute mit Partner oft schon so selbstverständlich nehmen, dass ihnen nicht mehr auffällt, wieviel es einem persönlich bringt. Und viele Leute kennen als "lange Durststrecke" nur einige Monate Singledasein, nicht aber viele Jahre. Da fühlt es sich nochmal etwas anders an :/

Langer Rede kurzer Sinn: wenn das Leben auch ohne all das wunderschön, lebenswert etc. ist, warum geht es mir dann nicht gut? Ich habe Hobbies, ich habe Talente, mache Sport, tue viel für andere, pflege soziale Kontakte, etc. Ich tue all das bereits. Warum bin ich nicht glücklich, wenn doch eine Beziehung für das Glück im Leben angeblich nicht ausschlaggebend ist?

So True.

Wenn man Krank ist merkt man es echt extrem. Vor allem wenn man auch net mit den Eltern klarkommt, was bleibt da noch.

Ich hab auch noch das Pech sehr emotional zu denken.

Ich hab die letten 10 Jahre übrigens auch sehr viel mit anderen Dingen ausgefüllt. Nennt man das verdrängen?

Naja im späteren Alter merkt man es halt immer mehr, leider. Spätestens wenn man sieht das kaum noch jemand Zeit hat.

Übrigens klar das kaum sonst jemand hier reinschreibt, die meisten können damit einfach nix anfangen buw wüssten nicht was sie sagen sollen. Man lebt einfach zu sehr in einer anderen Welt.

B*odh~ran


Von der Teenagerphase in die Midlife-Crisis, und in die Alterssenilität. Hat ja was, nix vom Leben dazwischen gespürt zu haben. Effiziente Lebensführung, Hut ab. Wann stellst du dich selbst?

Ailucqardx9


Was meinst du damit ?

e-niglmatRic`1606


Wenn man Krank ist merkt man es echt extrem. Vor allem wenn man auch net mit den Eltern klarkommt, was bleibt da noch.

Nicht nur wenn man krank ist ... gerade jetzt, Winter, Feiertage, Jahreswechsel, Geburtstage, etc pp

Ich hab die letten 10 Jahre übrigens auch sehr viel mit anderen Dingen ausgefüllt. Nennt man das verdrängen?

Wohl eher Kompensation, aber ich bin mir nicht sicher ;-) Aber ich kenns selber ...

Übrigens klar das kaum sonst jemand hier reinschreibt, die meisten können damit einfach nix anfangen buw wüssten nicht was sie sagen sollen. Man lebt einfach zu sehr in einer anderen Welt.

:)z Leider wahr ... und es ist ja auch so Wie Sarah Jones sagt:

Und viele Leute kennen als "lange Durststrecke" nur einige Monate Singledasein, nicht aber viele Jahre

Mein Bruder (der unerklärlicherweise großen Erfolg bei den Mädels zu haben scheint) jammer schon, wenn er ne Woche keinen Aufriss macht und hält sich dann für das ärmste Schwein ...

Von der Teenagerphase in die Midlife-Crisis, und in die Alterssenilität. Hat ja was, nix vom Leben dazwischen gespürt zu haben. Effiziente Lebensführung, Hut ab. Wann stellst du dich selbst?

Das würd ich jetzt auch gern wissen, was das heißen soll ?

gKauloixse


Übrigens klar das kaum sonst jemand hier reinschreibt, die meisten können damit einfach nix anfangen

Es ist alles gesagt, es gab Tipps, es gab Anregungen und jede Menge Hilfe. Der Tenor war "Locker bleiben, kein Drama draus machen, ehrlich sein". Wenn das dann ungehört verhallt und mündet in Gegreine über das achsoböse Leben und die schlechten, schlechten Frauen, wenn dann tatsächlich von einem erwachsenen Menschen noch sowas hier

Wenn man Krank ist merkt man es echt extrem. Vor allem wenn man auch net mit den Eltern klarkommt, was bleibt da noch.

kommt, denkt man als ehemals durchaus hilfreicher Mensch, ey, der will eh' nix hören. Also spar' ich mir doch lieber alle aufmunternden Worte. – So, und in dem Zusammenhang finde ich das hier

Von der Teenagerphase in die Midlife-Crisis, und in die Alterssenilität. Hat ja was, nix vom Leben dazwischen gespürt zu haben. Effiziente Lebensführung, Hut ab. Wann stellst du dich selbst?

passend und logisch. Entspricht genau dem, was ich gedacht habe – und das habe ich in einem anderen, ähnlichen Faden auch schon so gesagt. Es sind nicht die anderen Menschen, die für dich, dein Wohlbefinden und dein Glück verantwortlich sind, das machst du dir ganz alleine schlecht und madig. Das ist bequem, klar. Man muß sich ja nicht selbst bewegen, man kann einfach rumsitzen und sagen, Mama, die sind alle so gemein zu mir.

Tja, und da sitzt man dann im selbsterrichteten Elfenbeinturm, während draußen das Leben vorbeizieht. MANN! Macht euch mal eins klar: die Welt ist ein ziemlich schöner Ort und die meisten Menschen sind ziemlich nett – darauf nämlich kann man das runterbrechen. Ihr habt nur diese Chance zum Leben. Nutzt sie.

@ Sarah Jones:

das ging jetzt nicht an dich. Deine Situation ist anders, deine Ausgangsposition eine sehr, sehr schwierige. Ich hoffe für dich, daß du ganz viel Hilfe bekommst, daß du dich mal richtig verliebst, daß du rausfindest aus deinen Schuldgefühlen und daß du mal erlebst, wie es ist, wenn man über alles geliebt wird. Du bist noch jung, ich bin zuversichtlich! @:)

e%niPgmat`ic16306


@ gauloise

das ging jetzt nicht an dich. Deine Situation ist anders, deine Ausgangsposition eine sehr, sehr schwierige. Ich hoffe für dich, daß du ganz viel Hilfe bekommst, daß du dich mal richtig verliebst, daß du rausfindest aus deinen Schuldgefühlen und daß du mal erlebst, wie es ist, wenn man über alles geliebt wird. Du bist noch jung, ich bin zuversichtlich!

Und woher genau weißt du über die Ausgangssituation aller anderen genau Bescheid ?

und die schlechten, schlechten Frauen,

Fand ich auch gut, weil sich Frauen hier im Faden ja nicht beschwert haben über Männer, gell ...

Es sind nicht die anderen Menschen, die für dich, dein Wohlbefinden und dein Glück verantwortlich sind,

Nein, das ganz sicher nicht, ganz im Gegenteil, aber ...

das machst du dir ganz alleine schlecht und madig

das kann ein Außestehender ja schlecht beurteilen und mal ganz abgesehen davon, ist man gerade wenn es zB um Liebe und Sex geht ja doch auch ein Stück weit von anderen abhängig. Oder wie viele Leute kennst du, die mit sich selber glückliche Paarbeziehungen führen ? ":/

gXauloaise


Und woher genau weißt du über die Ausgangssituation aller anderen genau Bescheid ?

Lesen hilft. Ich habe Sarah Jones' andere Beiträge gelesen.

das kann ein Außestehender ja schlecht beurteilen

Jaja. Immer das finale Argument: ihr habt ja alle keine Aaahnung, ihr wißt nicht, wie das ist...

doch. Wissen wir. Und genau darum schreiben wir hier auch: damit ihr nicht nur um euch selber kreist, sondern auch mal Stimmen aus der Außenwelt wahrnehmt.

eLnizgmatBic1d606


Lesen hilft. Ich habe Sarah Jones' andere Beiträge gelesen.

Glaub ich dir, beantwortet aber nicht meine Frage.

Jaja. Immer das finale Argument: ihr habt ja alle keine Aaahnung, ihr wißt nicht, wie das ist...

doch. Wissen wir. Und genau darum schreiben wir hier auch: damit ihr nicht nur um euch selber kreist, sondern auch mal Stimmen aus der Außenwelt wahrnehmt.

Und ich sage weiterhin – nein, tust du nicht. Fairerweise – tut keiner.

Außer man ist wirklich sher vertraut mit einer Person, und selbst dann ist es oft schwer.

Sprichwort der Indianer: Oh großer Geist, hilf mir, nie über einen anderen Menschen zu urteilen,

bevor ich nicht zwei Wochen lang in seinen Mokassins gelaufen bin.

BQlack wGun


und mal ganz abgesehen davon, ist man gerade wenn es zB um Liebe und Sex geht ja doch auch ein Stück weit von anderen abhängig. Oder wie viele Leute kennst du, die mit sich selber glückliche Paarbeziehungen führen ?

während du mit dieser aussage recht hast liegt dennoch genau an dieser stelle der knackpunkt: wieso stellen so viele menschen das bedürfnis nach einer paarbeziehung so sehr ins zentrum ihres denkens und seins, dass alles andere davon überstrahlt wird? ja, die sehnsucht nach einer beziehung, nach liebe, geborgenheit und sex kann quälend sein. und ja, vielleicht wird man ohne diese dinge niemals so glücklich sein können wie mit. aber das leben besteht aus soviel mehr als nur aus dieser einen beziehung zu diesem einen menschen bzw dem fehlen eben dieses menschen. es ist weder zielführend im streben nach liebesglück noch im streben nach einem generell glücklichen, zufriedenen leben, wenn man von den problemen im bereich der paarbeziehungen all das potentielle glück in anderen teilbereichen – wie etwa freundschaften, hobbies, beruflicher erfüllung, sport, musik, büchern, filmen, reisen, essen und dergleichen – überschatten lässt und nur noch wie der hund, der seinem eigenen schwanz hinterherjagt, um dieses eine thema kreist, das einen runterzieht. oder gar diese anderen teilbereiche des lebens gänzlich vernachlässigt, verkümmern lässt, weil das leben ohne partner(/in) ja ohnehin nie glücklich sein kann und zwangsläufig scheisse ist.

e]nigmatdic160x6


Naja, das ist halt persönliche Einstellung. Ich gebe dir vollkommen recht, was die Tatsache betrifft, dass man über das Streben nach Liebe die anderen Bereiche des Lebens nicht vernachlässigen sollte.

Aber wenn jemand eben eine Beziehung will, will er/sie das nunmal – soll man sich selbst belügen ?

B/lac=k Guxn


nein. sich einzureden, dass ohne beziehung ALLES scheisse ist, halte ich aber für einen genauso großen selbstbetrug.

e{ni;gmatii^c1606


Warum nehmen hier eigentlich alle an, dass man sich genau das einredet ?

Ich für meinen Teil habe Hobbies (viel zu viele sogar, man muss sichja die Zeit vertreiben ;-)) ,ich studiere, ich arbeite nebenbei, ich habe Freunde (nun gut, eine Freundin eigentlich nur, aber die reicht mir vollkommen). Ich habe also diese anderen Teile abgedeckt und will die auch nicht missen, keinen davon. Nur ändert das nichts an meinem Wunsch, einfach diese eine spezielle Sache mit jemand besonderem zu teilen. Ist das wirklich so absurd und verwerflich ?

Ich sitze nicht 24 Stunden in einem abgedunkelten Raum, höre schwermütige Musik und weine, weil mich niemand lieb hat. Und trotzdem scheinen alle anzunehmen, dass man genau das tut, nur weil an sich gerne verlieben würde.

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