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Sex und Selbstbewusstsein

S,arUazh: Jonexs


Mir ist es halt so lieber, als mit nem völlig Fremden (ONS oder Callboy), und andere Alternativen habe ich ja nicht :-|

StaraOh Jonexs


wenn du keine nähe zulassen kannst zu dem mann und ihn emotional aussperrst, kannst du weder sexuelles selbstvertrauen noch selbstbewusstsein gewinnen

Das würde heißen, Leute die keine Beziehung haben können oder wollen, können auch keinen guten Sex haben. Aber es gibt so viele, die zu Prostituierten gehen etc. Die werden ja auch nicht auf einer Gefühlsebene miteinander agieren, nehm ich an? Und trotzdem scheinen sie guten Sex zu haben, sonst würden sie es ja nicht machen.

Ich kann oder will mir einfach nicht vorstellen, dass ich absolut keine Chance habe. Da muss es doch ne Lösung geben!!!! ]:D

c(hLuchxi


ich versuche es mal so:

um sex haben zu können, bei dem man sich weiterentwickeln kann, bedarf es eines gewissen selbstvertrauens und selbstbewusstseins. nur dann hat man meines erachtens die möglichkeit, gemeinsam mit dem (sex-)partner über vorlieben, gefallen und nichtgefallen zu reden und sich aufeinander einzuspielen, zu seinen eigenen bedürfnissen zu stehen und auch dazu zu stehen, wenn einem etwas nicht so gefällt oder zusagt. und in folge des sich öffnens, des sich emotional öffnens (und das beinhaltet nicht, dass man dem anderen sein ganzes leben und komplettes gefühlsleben auf dem bett ausbreiten muss!) wiederum wächst das selbstvertrauen und selbstbewusstsein.

das eine bedingt also das andere.

auf dich bezogen heißt das also:

dir mangelt es an selbstvertrauen und selbstbewusstsein. du hast sex mit jemandem, bei dem du nicht bereit bist, dich zu öffnen und bei dem du – möglicherweise eben aufgrund deines mangelnden selbstvertrauens und selbstbewusstseins – nicht zu deinen eigenen bedürfnissen und nichtbedürfnissen stehst. ergo ist der sex nicht gut und weder der sex noch du entwickelt sich weiter.

verstehst du, was ich meine?

SParaCh Joxnes


Im Prinzip ja, nur ist das ein Zirkelschluss. Wie kommt man da raus?

c hu1cxhi


die antwort steht in meinem ersten absatz. ;-)

S{arah J+ones


ok dann bin ich wohl zu blöd, es zu kapieren

c`huTchi


zu dir selbst und deinen bedürfnissen zu stehen, bringt in der folge mehr selbstvertrauen und selbstbewusstsein, mehr zufriedenheit mit und für dich selbst. also ist es an dir, den schritt zu machen und für dich und deine bedürfnisse einzustehen. wenn du dich bei etwas nicht wohlfühlst beim sex oder dir etwas anderes wünschst, dann mach den mund auf. du bist für deine zufriedenheit im bett selbst verantwortlich, denn du bist diejenige, die sagen muss, was sie braucht und was sie möchte, aber auch, was sie nicht möchte. nur wenn du den mund aufmachst, kann er danach handeln. und wenn du dir unsicher bist, ob dir etwas gefällt, dann musst du auch das sagen. wie soll sich denn im bett etwas ändern, wenn du keinen anlass zur änderung gibst? und wie sollst du dahingehend mehr selbstbewusstsein und selbstvertrauen bekommen, wenn du nichts dafür machst?

S)ara\h JEonexs


Wenn mir etwas nicht gefällt, sage ich das. Genauso natürlich wenn mir etwas besonders gut gefällt. Wir reden schon über Sex, sonst kann es ja nicht besser werden, das ist mir klar.

Es fällt nur schwer, zu reden, wenn man selbst nicht genau weiss, was man denkt.

wenn du dir unsicher bist, ob dir etwas gefällt, dann musst du auch das sagen.

das ist schwierig, wenn man einerseits total auf etwas steht (in meiner Fantasie mag ich es ja!) andererseits in dem Moment irgendwie nix spürt. Dann geht das Denken los, und man fragt sich, was ist jetzt, gefällt mir das doch nicht, oder gefällt mir das SO nicht, oder lass ich mich grad eigentlich total verarschen und er benutzt mich nur als Stück Fleisch, oder fehlt mir einfach die Erfahrung und mit der Zeit kann ich mich genug entspannen um zu genießen etc.

Und vor lauter Denken spürt man natürlich erst recht nichts mehr.

Im Prinzip ist das Paradox. Während des Sex bin ich mir unsicher, ob ich gerade herabgesetzt werde oder ob es nur Spiel ist, ob es mir gefällt oder ob ich nur mitmache. Wahrscheinlich liegt das daran, dass ich allgemein wenig Selbstwert habe und im speziellen als Frau gar keinen. Ich fühle mich überhaupt nicht als vollwertige Frau, und möchte das aber ändern, u.a. indem ich mich eben NICHT benutzen lasse, sondern versuche, gesunden Sex zu haben. Blöderweise steh ich halt zumindest in meiner Fantasie auf dieses "benutzt werden". Andererseits pusht Sex (egal ob ich irgendwas gespürt habe oder nicht) jeder Art mein Selbstbewusstsein, weil es bedeutet, dass ich als Frau nicht nutzlos bin und auf irgendeine Weise auch begehrens"wert". Mir gehts danach immer paar Tage lang total gut, egal ob der Sex an sich gut war oder nicht. Sicher hat auch der Körperkontakt damit zu tun. Da werden einfach Hormoncocktails ausgeschüttet, die die Laune tagelang heben.

Die Änderung muss im Prinzip in meinem Kopf stattfinden. Ich glaube kaum, dass er dazu beitragen kann, indem ich etwas sage (ich wüsste eh nicht was). Nur wie man das im Kopf ändert, keine Ahnung. Vielleicht wird es mit den Jahren von allein besser?

Wie lernen denn andere ("normale") Personen sexuelle Identität und Selbstbewusstsein? Irgendwo muss man ja anfangen.

Searah !Jonexs


Mir ist auch nicht ganz klar, warum es für meinen Kopf einen Unterschied macht, ob man "nur im Spiel" benutzt wird, oder allgemein, als Person, benutzt wird. Im Prinzip ist es ja das Gleiche, weil Sex das Einzige ist, das zwischen uns stattfindet. Irgendwie versteh ich nicht, warum mein Hirn während dem Akt plötzlich diese Frage stellt (Spiel oder ernst). Ich vermute dass das den Genuß meiner Fantasie blockiert. Ich versteh aber irgendwie nicht, warum es relevant ist.

Wahrscheinlich weil die Fantasie nicht real ist? Und in real mein Hirn auf einmal Panik bekommt? ich versteh es einfach nicht.

c>huc)hxi


was war denn zuerst da? das nichts dabei spüren oder das denken?

wenn das nichts dabei spüren zuerst da war, würde ich sagen: es gefällt dir halt nicht, es bewirkt nichts. ist ja auch nicht schlimm. dann lass es halt.

fantasie und realität sind halt zwei verschiedene paar schuhe.

in meiner fantasie gibt es auch dinge, die mich echt anmachen. aber trotzdem möchte ich sie nicht in der realität umsetzen. in der realität würde es mir nichts geben.

genauso gibt es dinge, die mir in der fantasie, im kopf spannend vorkamen und die wir dann auch auf meine anregung hin ausprobiert haben und dann hat es mir gar nichts oder nur wenig gegeben und wir haben es wieder gelassen.

Sparah J+ones


Das ist schwer zu sagen, habe mit nix spüren und zuviel Denken ja von Anfang an so meine Probleme :=o

Das mit dem Spüren wurde aber teilweise besser. Also damit meine ich, ich habe inzwischen schon zweimal beim Sex auch körperlich das typische "gute Sexgefühl" (keine Ahnung wie ich das beschreiben soll oder wie man das nennt) gehabt. Diese komische Kitzeln, wie bei SB eben. Hatte ich am Anfang nie, wahrscheinlich war ich da einfach zu aufgeregt, oder es war noch zu neu. Eine Berührung im Intimbereich fühlte sich genauso an wie auf der Hand. Ist jetzt erst nach vielen Malen Sex besser geworden. Auch Schmerzen beim Eindringen hab ich jetzt eigentlich keine mehr.

Ich vermute eben, dass mein Körper diese neue Art von Berührungen erstmal "lernen" muss. Vielleicht spür ich irgendwann mehr. Auf jeden Fall ist das "Spüren" nicht so ein zuverlässiger Gradmesser bei mir. Meist spür ich beim Sex ungefähr soviel wie bei einer Massage. Aber das ist ja auch sehr angenehm, und für mich auf jeden Fall die Sache wert.

Das Denken lässt sich schwer abschalten. Ich bin eh eher ein kopflastiger Mensch. Reizüberflutung überfordert mich erstmal, und statt zu reagieren denke ich nach.

in meiner fantasie gibt es auch dinge, die mich echt anmachen. aber trotzdem möchte ich sie nicht in der realität umsetzen. in der realität würde es mir nichts geben.

genauso gibt es dinge, die mir in der fantasie, im kopf spannend vorkamen und die wir dann auch auf meine anregung hin ausprobiert haben und dann hat es mir gar nichts oder nur wenig gegeben und wir haben es wieder gelassen.

Danke für diesen Hinweis. Dann muss ich wirklich darauf achten, ob mir dieses leichte Spiel mit Dominanz und Unterworfen werden wirklich Spass macht oder ob es auf die Fantasie beschränkt war. Ist halt nicht ganz einfach zu erkennen :-/

NLannix77


Du hast eben wirklich viele Baustellen. ;-) Erstmal der Sex an sich, das genießen, sich fallen lassen, den Kopf abschalten und dann noch die Art und Weise wie ihr Sex habt.

Ich stehe auch darauf dominiert zu werden, verbale Erniedrigung, Schläge etc. und ich fühle mich gut dabei. Wenn ich mal was neues probiert hab und es war nicht so wurde es wieder gelassen. Ich hab auch viele Fantasien die ich in der Realität nie, oder noch nicht umsetzen möchte, das ist völlig normal. Wenn du dich aber grundsätzlich danach fragst ob du jetzt nur mitgemacht hast oder ob es dir tatsächlich Spaß macht ist es wirklich schwer.

Hängt ja aber auch wieder mit dem Kopf zusammen. ;-) Wenn ich mal nicht richtig abschalten kann und anfange zu denken, empfinde ich auch nicht mehr viel, wie du schreibst, da ist es egal ob ich im Intimbereich oder an der Hand berührt werde. ;-)

Das Vertrauen in den anderen und das vertrauen in Dich das richtige zu tun muß schon vorhanden sein, sonst macht auch der Sex keinen Spaß.

Ich glaube ich hab es Dir in einem anderen Faden von Dir schon mal gesagt, du bist einfach zu verkopft. Das ist nicht böse gemeint, aber du denkst einfach generel zuviel und kannst dadurch auch nicht richtig abschalten.

Deshalb hab ich auch den Vorschlag mit der Therapie gemacht, auch wenn du es nicht möchtest oder du dir das (noch) nicht vorstellen kannst, aber ich denke an Dir ist leider soviel "verkorkst" worden in vielen Jahren, das kannst du alleine wahrscheinlich gar nicht gerade rücken. Und leider ist es nunmal auch so, ein verhalten das man über viele Jahre gelernt hat, kann man sich zwar "abtrainieren", aber das ist ein langer harter Weg und den kann man alleine fast nicht gehen fürchte ich.

c6huzchi


bei uns ist es so, dass mir die vorstellung, dass ein mann sich mir gegenüber im bett dominant verhält, irgendwann im kopf sehr gefallen hat. der mann, mit dem ich jetzt schon seit längerer zeit sex habe, ist allerdings der erste, wo ich den wunsch auch mal geäußert habe. und ich kann für mich sagen, dass es mir generell sehr gefällt, wenn es zwischen uns so im bett läuft. aber (!!): nicht immer! ich kann nicht sagen, wovon es abhängt, aber mal macht es mich schier wahnsinnig, so gut gefällt es mir, und andere male komme ich nicht mal auf die idee, es jetzt in dem moment so haben zu müssen. ich glaube, er merkt aber auch recht gut an meinem allgemeinen verhalten im bett, ob ich es jetzt eher so oder doch so haben möchte und brauche. da wird zwischen uns nicht viel drüber geredet. und wenn er es nicht bemerkt und ich es doch lieber dominant(er) haben möchte an dem tag, dann sage ich es ihm auch mit ein paar wenigen worten der aufforderung. und genauso ist es denke ich auch umgekehrt: mal hat er lust drauf und mal nicht.

aber das ist auch das, was ich meinte: man muss sich für so etwas einfach aufeinander einlassen, um solch eine fast nonverbale sprache im bett zu entwickeln.

ich habe vor diesem mann auch ein sehr starkes näheproblem gehabt und konnte mich nicht öffnen anderen gegenüber. aber bei und mit ihm habe ich gelernt, dass es was schönes und auch richtiges und wichtiges ist, sich zu öffnen, denn nur so kann man aneinander und miteinander wachsen. ich habe mit und durch diesen mann eine ganz andere lebensqualität und ein völlig anderes selbstvertrauen und selbstbewusstsein bekommen, sowohl menschlich als auch sexuell. das wäre aber nicht möglich gewesen, wenn ich ihn nicht in mein herz hätte gucken lassen.

SNarxah CJonxes


Danke für eure beiden offenen Antworten. Ich schätze das wirklich sehr.

c5hucbhxi


weißt du, wenn du nähe nicht zulässt, dann vermeidest du gleichzeitig, über deinen schatten zu springen und deine ängste zu konfrontieren und zu besiegen. und wenn du letzteres nicht tust, kannst du nicht wachsen und kein selbstbewusstsein und selbstvertrauen bekommen.

im prinzip läufst du mit deinem verhalten vor dem, was und wie du sein kannst – nämlich selbstbewusst – weg. du verbietest dir auf dem weg, du selbst zu sein.

denk mal drüber nach...

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