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Sex und Selbstbewusstsein

Sxara>h Jonxes


Da hängt sicherlich eine ganze Menge zusammen, du hast bestimmt recht.

Was könnte ich denn noch tun, um mein Selbstvertrauen zu stärken? Und weniger kopflastig zu werden?

c5huxchi


weniger kopflastig? meine erfahrung: dinge einfach mal geschehen lassen, ohne vorher zu überlegen, wie das wohl sein wird, was für eventualitäten zu berücksichtigen sind etc. lass die dinge einfach mal ganz gewagt passieren. wie sagt der kölner so schön: et kütt wie et kütt. und das stimmt: ob du dir jetzt vorher tausend gedanken über alle möglichen verläufe machst oder nicht: es wird eh passieren, wie es eben passiert. und das macht einen in der folge und mit der übung schon gehörig lockerer und auch... wie soll ich sagen... ein wenig gleichgültiger, weniger kontroll- und kopflastiger. :)z

mehr selbstvertrauen?

ich stell dir mal eine ganz einfache frage? findest du dich liebenswert? und sei ehrlich! magst du dich? was magst du an dir? und ist es wirklich so wichtig, ob andere diese eigenschaften auch an dir mögen oder nicht?

ich hatte nie großes selbstverstrauen und selbstbewusstsein, aber irgendwann hab ich begriffen: ich bin liebenswert und ich bin genau richtig, so wie ich bin. und wer mich so nicht mag, der mag mich halt nicht. es können mich nicht alle mögen. aber wichtig ist, dass ICH mich mag. nur das zählt letztlich. ICH muss mich im spiegel ansehen und mir sagen können, wow, du bist echt ein toller mensch und eine tolle frau.

NCaOnniD7x7


Chuchi hat das schon ganz gut gesagt.

Ich leb nach der Devise, scheiss auf das was andere denken. Ganz platt gesagt. ;-)

Es ist nicht leicht, aber leb einfach und denk nicht soviel. Sei einfach nur Du! Ein hartes Stück arbeit, aber anders wirst du nicht glücklich.

SKara%h Jonxes


Nun ja, das mit der "scheiss auf das, was andere denken"-Devise funktioniert bei mir nicht so gut. Damit könnte ich ein prima Einsiedler werden ;-) Nur ist ja mein Leben eh schon ungewöhnlich genug, und wenn ich nicht drauf achte, was andere denken und erwarten, steh ich ziemlich allein da.

Hab ich ja früher gemacht ;-) Seit ich mehr darauf gebe, was andere denken, hab ich Freunde, werde ich älter geschätzt, etc.

So ganz egal ist das im realen Leben leider nicht. Ich verstehe allerdings das Grundprinzip. Innerhalb der etablierten festen Konstanten kann einem die Meinung der anderen egal sein. Ich bin allerdings noch dabei, die Konstanten kennnenzulernen, anhand dessen, was ich über die Meinung der anderen erfahre.

Nhanni/77


Klar, war jetzt natürlich auch etwas drastisch ausgedrückt. ;-)

Die Meinung von Freunden oder Menschen die Du persönlich schätzt, sollte man sich anhören und ggf auch drüber nachdenken. Das halte ich schon auch für wichtig.

Aber man sollte sich eben nicht um jeden Pups Gedanken machen. ;-)

Ksnackxs


Wie hängen Sex und Selbstbewusstsein zusammen?

Ich denke, Sex findet statt unabhängig vom Selbstbewusstsein, unabhängig vom Intelligenzquotienten.

Wie Essen, Trinken gehört auch Sex zu den Trieben, die die Art erhalten.

Lediglich deine Fragestellung zeugt von mangelndem Selbstbewusstsein. Sonst würdest du doch fragen: Macht es Spaß?

verunsichert, ob ich das noch erregend finde

Es war also mal erregend – und nun fehlt die Steigerung?

Ausgenutzt werden möchte ich eigentlich nicht.

Sieh das doch mal als Symbiose – der eine profitiert von den Handlungen oder Unterlassungen des anderen.

Da ich überhaupt keine Erfahrungen...

Kenne ich. Man nennt es Midlifekrise. Da fragt man sich "war das schon alles?"

ob das normal und gesund für mich ist,

unnormal und ungesund wäre es, wenn es dich anekelt. Verständlich, dass du auch die seichte Version kennen lernen möchtest. Ich habe aber schon viele Beiträge gelesen, dass sich viele nach einer härteren Gangart sehnen. Man will immer das, was gerade nicht im Angebot ist ;-)

STarahn Joxnes


"Es war also mal erregend – und nun fehlt die Steigerung?"

nö. Ich hatte noch nicht oft Sex. Es ist auch sicher keine Midlifecrisis oder sonst irgendsone In-Phase.

"Lediglich deine Fragestellung zeugt von mangelndem Selbstbewusstsein. Sonst würdest du doch fragen: Macht es Spaß?"

Inwieweit hat das eine mit dem anderne zu tun? Es sind zwei völlig verschiedene Fragen?

Wie kommst du darauf? Kann es sein dass du zwischen den Zeilen was hineininterpretierst, das gar nicht da steht?

Ich bin nicht auf den Shades of Grey Zug aufgesprungen.

"Sieh das doch mal als Symbiose – der eine profitiert von den Handlungen oder Unterlassungen des anderen."

Eine Symbiose ist es, wenn keiner geschädigt wird. Meine Frage ist ja, ob das der Fall ist bzw. wie man das herausfinden kann, ob es für beide gut ist.

K@igtsuxne


Mir ist auch nicht ganz klar, warum es für meinen Kopf einen Unterschied macht, ob man "nur im Spiel" benutzt wird, oder allgemein, als Person, benutzt wird. Im Prinzip ist es ja das Gleiche, weil Sex das Einzige ist, das zwischen uns stattfindet. Irgendwie versteh ich nicht, warum mein Hirn während dem Akt plötzlich diese Frage stellt (Spiel oder ernst). Ich vermute dass das den Genuß meiner Fantasie blockiert. Ich versteh aber irgendwie nicht, warum es relevant ist.

Das kann ich dir erklären, im Grunde ist das nämlich ganz einfach: Jeder Mensch will angenommen und geschätzt werden. Es ist ein ganz elementar menschliches Ding, einen Tel seines Selbstwerts über andere zu definieren. Wir wollen nunmal von anderen gemocht werden und anderen wichtig sein.

Und das macht einen ganz gewaltigen Unterschied, ob man, ohne Rücksicht auf eigene Interessen und Gefühle benutzt, ausgenutzt wird (denn das wertet einen ab) oder ob hinter dem ganzen Dingens Wertschätzung steht.

ganz banal: nem guten Freund würdest du sicher gerne beim Umziehen helfen, dich von nem Wildfremden als Packesel nutzen lassen sicher nicht.

Und es gibt mehr als genug BDSMLer, die auf Demütigung, Benutzung, Unterwerfung stehen- aber nur, wenns von einem Partner kommt, der sie genau dafür ehr, respoektiert und behutsam mit ihnen umgeht.

Das mit dem Spüren wurde aber teilweise besser. Also damit meine ich, ich habe inzwischen schon zweimal beim Sex auch körperlich das typische "gute Sexgefühl" (keine Ahnung wie ich das beschreiben soll oder wie man das nennt) gehabt. Diese komische Kitzeln, wie bei SB eben. Hatte ich am Anfang nie, wahrscheinlich war ich da einfach zu aufgeregt, oder es war noch zu neu. Eine Berührung im Intimbereich fühlte sich genauso an wie auf der Hand. Ist jetzt erst nach vielen Malen Sex besser geworden. Auch Schmerzen beim Eindringen hab ich jetzt eigentlich keine mehr.

Ich vermute eben, dass mein Körper diese neue Art von Berührungen erstmal "lernen" muss. Vielleicht spür ich irgendwann mehr. Auf jeden Fall ist das "Spüren" nicht so ein zuverlässiger Gradmesser bei mir. Meist spür ich beim Sex ungefähr soviel wie bei einer Massage. Aber das ist ja auch sehr angenehm, und für mich auf jeden Fall die Sache wert.

Uiuiui, du hast da wirklich ne Riesen Blockade im Kopf.

Das kenne ich aber auch noch (aus den Anfangszeiten meines Sexuallebens, lang, lang ists her)

Den Kopf freizukriegen und dabei nicht zu denken-das ist echt ein Akt.

Was dir vielleicht dabei helfen kann:

entweder Musik, die du magst und auf die du dich konzentrieren kannst-

oder Sinnesentzug. Mit Verbundenen Augen, ggf sogar Ohrstöpseln, kann man zumindest mal besser fokussieren und äuseres ausblenden.

Ansonsten: lange, lange spielen, bis du irgendwann nur noch ins Fühlen abdriftest.

dazu ganz nett: Unterschiedliche intensive Stimuli-zb, Wachs und Eiswürfel, Federn, Wärmebalsam ist auch was feines (vorsicht damit an schleimhäuten, auf normaler Haut aber klasse, weils die durchblutung anregt), Nervenrad etc.

Ansonsten hat ein Freund von mir so ein therapeutisches Reizstromgerät-das wirkt absolute Wunder in Sachen Berührungssensibilisierung-damit hat er auch schon Leute, die wirklich so rein gar nix spüren dazu gebracht auf leichteste berührung Gänsehaut zu kriegen (ich kann das aus eigener Erfahrung bestätigen)

Was mir übrigens auch total gut hilft, abzuschalten und mich einfach nur noch gehen zu lassen: Ganzkörperfesselung. Klingt komisch, ist aber so-ich fühle mich dabei total geborgen (ich vermute irgend so nen präanatalen Instinkt dahinter, eingempümmelt in Decken fühlen die meisten leute sich ja auch beschützt und geborgen, und bei Babys funzt das mit dem feste Einwickeln auch tadellos)

Ach ja, und nicht zuletzt: Schmerz. Heller, kurzer, schnell vergehender Schmerz. weil, in diesem einen Augenblick (und die paar Sekunden danach) existiert ausser diesem Gefühlich-NICHTS (und es ist der wahnsinn, wie viel Abnspannung einem das nuimmt-vor allem, wenn der Schmerz dann nachlässt)

Für mich ein wirklich guter Fokus, weil ich in den Moment ganz in mir und bei mir bin.

so, das muss erstmal reichen für heute, lg, Kitsune

S}ararh xJones


Das sind wirklich viele gute Tipps, Kitsune. Manches davon hab ich schon vermutet (Augen verbinden um Sinneswahrnehmungen einzuschränken und Reizüberflutung zu vermeiden, zum Beispiel). Vermutlich habe ich nicht den richtigen Sexpartner um das meiste davon umzusetzen. Aber ich behalte es auf jeden Fall im Hinterkopf. Danke! :)

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