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Sexfrust in der Ehe

KeachelUofentxiger hat die Diskussion gestartet


Kurz zu mir. Ich bin männlich 52 Jahre selbstständig seit 30 Jahren verheiratet zwei Kinder. Wir leben in gesicherten finanziellen Verhältnissen. Die Kinder machen die üblichen Probleme und tragen beide auf der Stirn die gut lesbare Aufschrift "wegen Umbau geschlossen". Also nichts was in dem Alter zwischen 16 und 19 unnormal wäre. Schule ist gut. Seit dem zweiten Kind arbeitet meine Frau nicht mehr. War gemeinsam so beschlossen worden.

Vorgeschichte:

Als ich meine Frau heiratete war meine Sexualität ausgeprägt, die ihre weniger, aber es war erträglich. Mit der Zeit hatte meine Frau immer weniger lust. Die einzige Zeit in der diese richtig Spass am Sex hatte und auch mal von sich aus wollte, war während der Schwangerschaft mit unserem Sohn. Ich war kurze Zeit im siebten Himmel. Danach nur noch alle 3 – 4 Monate, dann nach der Geburt unserer Tochter nichts mehr. Ich habe inzwischen alles versucht, Reden, keinerlei Bekunden mehr dass ich Sex will, Massagen, Romantische Kurzurlaube (Beide Elternpaare rissen sich um die Kinder wie konnten jederzeit weg) bekochen, Wäsche machen um ihr mal einen freien Tag von den Kindern zu verschaffen.

Irgendwann, nicht von heute auf Morgen, gab ich auf. Vor allem seit dem meine Frau auch keine sonstigen Zärtlichkeiten, keine Berührungen akzeptiert. Alles andere als Sex funktioiert wunderbar. Ich kann mich immer auf sie verlassen wie sie sich auf mich und es existiert an sich ein nach aussen harmonisches Familienleben. Nachdem ich darauf drang dass unsere 13 Jährige Tochter das Ehebett endlich verläßt zog auch meine Frau aus, ich denke weil sie regelrecht Angst hat von mir berührt zu werden. Ich selbst bin frustriert bis ins Mark. Zuweilen äußerst unleidlich bis bösartig, was mir dann hintergher immer leid tut und eine Steilvortlage für meine Frau für jedes Gespräch liefert, das man wegen sex führt. Darum gibt es solche gespräche seit Jahren nicht mehr.

Ich habe mich immer mehr in meine Arbeit gestürzt und mich in Vereinen und Politik engagiert. Damit komme ich fast jkeden Abend sehr spät nach Hause. Dazu bin ich immer fetter geworden.

Inn den letzten 17 Jahren gab es, vor ca 7 Jahren einen einzigen, ich will es mal einen Versuch nennen, miteinander zu schlafen der damit endete dass ich ohne zu kommen abzog weil ich mir im Anblick Ihrer Leidensmiene wie ein Vergewaltiger vorkam und das Lustbarometer auf 5 cm schrumpfte.

Danach habe ich meine Frau zu einer Paarberatung überredet. Wir sind bei einer ganzheitlichen Paarberatung gelandet. Dabei hat die gute dame verschieden Papierblätter auf den boden versteut und sich dann auf die Blätter gestellt und geheult oder gelacht usw. Meine Frau und ich haben uns nur angesehen und waren weg. Zu einer weiteren Paarberatung ist keine Überreden.

Seit diesem Zeitpunkt sehe ich keine Chance mehr auf Sex mit meiner Frau. Ich habe es noch ein zwei Jahre ausgehalten. Dann erlitt ich einen schweren Autounfall der mich fast das Leben gekostet hätte. Übrigens ein Hoch auf meinen damaligen 5er BMW. Meine Frau hat mich wunderbar gepflegt alles organisiert die Ärzte flott gemacht usw. Dann bin ich als ich wieder einigermaßen zusammengeflickt war bin ich in den Puff weil ich wissen wollte ob es noch geht und nicht tot sein wollte, bevor ich noch mal Sex hatte.

Seit dem gehe ich monatlich 2 – 3 mal. Denn es geht auch ohne Gefühl. Es fehlt mir "nur" das Danach und die Zärtlichkeit.

Letztlich hat es dann gekracht und ich war kurz vor dem ausziehen, nominal wegen was anderem aber unterm Strich nur wegen des wahnsinnigen Frusts und dem ständigen Minderwertigkeitsgefühl das man als Mann in einer solchen Situation mit sich herumschleppt. Rational durch nichts zu rechtfertigen aber trotzdem immer da.

Lösungen, wenn ich Foren und sonstige Beiträge nicht nur hier lese, gibt es wohl keine. Ich liebe diese Frau und will mich nicht trennen. Daher suche ich hier Menschen denen es genau so ergeht und interessiere mich dafür, wie sie sich das Leben eingerichtet haben.

In Erwartung netter Antworten

Kachelofentiger

Antworten
B`osxe


Es liest sich wie eine Horrorgeschichte, sicher kenne ich dies ein wenig aus meiner Ehe, vielen geht es ähnlich, aber so krass habe ich es noch nicht gelesen. Nun ich habe meine Frau damals einfach gelassen und so alles 2 Monate hatte sie auch Lust und gab mir dies zu verstehen. Es kam aber dennoch zur Trennung, sie meinte sie brauche Stimmung dafür, ich solle mehr aus sie eingehen, dann hätte sie auch mehr Lust und ich wäre sicher mehr aus sie Eingegangen wenn ich meine Gefühle auch hätte mehr körperlich zeigen können.

Fazit: Die Trennung war gut und nach einer Zeit traf ich eine Frau, die Sex genauso oft, und auch ähnlich mag empfindet wie ich. Es war in Sachen Sex 1 Jahr Paradies, auch so gab es unendlich Schönes, doch leider ist sie noch nicht breit für eine neue richtige Partnerschaft, von ganz viel Gefühl wieder Zurück zu einer Liebesaffäre ist nun nicht mehr möglich, ich wollte wohl zu viel...vorbei...und neue Wege gehen, vielleicht auch ein paar Erfahrungen machen mal sehen.

D^es{peraatem0x1


Das ist ja ein wahrgewordener Alptraum, den der TE da beschreibt. Mir fehlen wirklich die Worte, ich kann sowas nicht verstehen.

Beose


Dennoch gebe ich Dir meine Hochachtung für Deine Beständigkeit, Deine bedingungslose Liebe und die Werte die Du vertrittst !

Ich denke du hättest aber schon viel früher eine Affäre beginnen sollen, ich denke sie, Deine Frau wäre sogar einverstanden gewesen, weil sie es Dir nicht geben kann..denke ich.

Ich glaube Dir kann auch ein anderer Weg helfen, ich schreibe Dir hier her einen Namen Robert Betz, seine Vorträge könnten Dir helfen, bei youtube findest Du z.B. welche.

Du musst Dich erst mal selber wieder finden !

Ich weiß wie sehr dies an dem Selbstbewusstsein frisst und Selbstzweifel entstehen, ich wurde davon geheilt, durch eine noch viel schönere Frau, ich hätte nie erwartet, das sie was von mir will und ich habe es immerhin 1 Jahr geschafft bei ihr zu sein, ob es ein Weiter gibt, bleibt offen, ich muss sie los lassen, dies ist aber ein anderes Thema.

Nun weiß ich wie man eine Frau ansehen muss und ich weiß wie viele auch einsame Frauen da draußen sind, um die 50 sind es noch viel mehr, viele Ehen eingeschlafen, manche Männer haben Potentsprobleme und die Frauen leiden, diese Frauen suchen aber nicht nur Sex, sondern auch Gefühl und Gefühle, sie sind einsam und wollen auch ein wenig geliebt werden, auch wenn es nur einen Affäre ist, ich bin mir sicher, Du kannst dies einer Frau geben, weil Du die Achtung hast.

Steh auf !

HVausWi+ndmuühlxe


Respekt dass du das schon so lange durchhälst. Ich wurde auch mal Zeitweise zurückgewiesen, was das Thema Sex angeht. Ist ein echt mieses Gefühl. Das war übrigens auch die Zeit wo ich mit Kraftsport angefangen habe, um mein Frust wegzutrainieren.

Haben sich deine Puffbesuche eigentlich positiv auf die Ehe ausgewirkt? Ich hallte es zumindest für gut möglich.

TwheBlac7kWidxow


Bei mir lief es ähnlich, nur aus Sichtweise einer Frau. Der Mann hat nur noch gearbeitet. War nur im Büro, hat mich mit den Problemen und Sorgen der Kinder alleine gelassen. Kam nur ins Wohnzimmer, wenn mal Besuch kam. Ging ins Bett, wenn ich schon längst schlief.

Die Liebe kam abhanden und man lebte nebeneinander her. Frustrierend und sehr traurig. Als er dann die Trennung ansprach war es erst wie ein Faustschlag aber mir wurde sofort klar – so lieblos möchte ich nicht weiterleben. Ich möchte Liebe geben und empfangen und nicht neben einem Mann leben, der mich wie ein Bruder behandelt.

Man hat nur dieses eine Leben und das sollte man sich täglich klar machen.

Ich habe dieses Trennungsgespäch als Chance gesehen und auch genutzt. ;-)

T<heBklackWixdow


Ich denke auch, du willst dich nicht trennen, weil du dich an das klammerst, was mal war. Aber du leidest doch und deine Frau ist dir körperlich überhaupt nicht mehr nah. Manchmal muss man einfach der bitteren Wahrheit ins Auge sehen. Denn viele Menschen sehnen sich doch nach Berührungen, Zärtlichkeiten und auch nach Sex mit einem Menschen, der einen liebt.

moelklieb%ellixe


Was für eine Horror-Ehe :-o

Manche hier schreiben von Hochachtung oder Respekt für ihn, weil er so lange durchgehalten hat. das kann ich nicht nachvollziehen, denn wieso hat man Hochachtung dafür verdient, sein Leben so wegzuwerfen und so einen Alptraum hinzunehmen?

Du hättest schon vor Jahren mit deiner Frau besprechen sollen, dass, wenn sie dir keinen Sex mehr geben will oder kann, du dir natürlich den Sex woanders holen wirst. Also keine heimlichen Bordellbesuche ( ich nehme doch mal an, dass du das heimlich machst, oder weiß deine Frau davon?)

Wenn du dich nicht trennen willst, bleibt wohl wirklich nur , entweder weiter so leben wie bisher, oder mit ihr eine offene Ehe vereinbaren.

Unglaublich, was manche für Ehen ertragen, also ich würde kaputtgehen, wenn ich so leben müsste.

M.illchm\ann7x6


Kachelofentiger

Daher suche ich hier Menschen denen es genau so ergeht und interessiere mich dafür, wie sie sich das Leben eingerichtet haben.

Menschen, denen es ähnlich wie dir geht, gibt es viel mehr als du denkst. Viel viel mehr. Nach außen lebst du vermutlich eine erfolgreiche funktionierende Familie. Was sagt dir das über andere Familien, die nach außen erfolgreich und gut funktionierend wirken? Genau, nämlich dass man es Anderen auch nicht ansieht, wie es um den ehelichen Sex steht. Selbst im guten Freundeskreis wird lieber geschwiegen.

38 Millionen Deutsche sind verheiratet. Wenn wir jetzt allein von Ehen (nicht Unverheirateten) mit gravierenden Sexproblemen sprechen, dann sind es vermutlich Millionen Deutsche, die davon betroffen sind. In unterschiedlicher Schwere, von gähnender Langeweile im Ehebett über seltenen kurzen Pflichtsex bis zu absoluter Sexlosigkeit.

Mir geht es ähnlich wie dir, ich bin allerdings erst etwas mehr als 5 Jahre verheiratet. Ich weiß nicht mal mehr, wann ich das letzte Mal so etwas Ähnliches wie Sex hatte. Vor einem Jahr? 1 1/2 ??? Wobei nach der Hochzeitsreise (die zur ersten Schwangerschaft führte) Sex sehr selten wurde und eigentlich nie mehr auch nur einigermaßen gut war.

Wie oben erwähnt, selbst im Freundeskreis wird das natürlich verschwiegen, nur mein bester Kumpel weiß Bescheid. Er hat übrigens das gleiche Problem mit seiner langjährigen Freundin, die Gründe und Umstände sind natürlich Andere. Die beste Freundin meiner Frau hat das gleiche Problem mit ihrem Mann. Ebenfalls andere Gründe und Umstände. Alle in den frühen 30ern. Jedes Paar hat andere Probleme, aber Sexprobleme sind fast schon charakteristisch für längere Partnerschaften, behauptet der namhafte Paartherapeut David Schnarch in einem seiner Bücher. Meist sind es die Frauen, die die Lust verlieren, aber nicht immer.

Sind die Männer schuld? Sind wir alle langweilige Schlappschwänze? Oder die Frauen – alle prüde und verklemmt? Weder noch. Wenn ein Paar längere Zeit hindurch guten Sex hatte, dann ist das nicht der Grund. Klar kann ein Mann z.B. langweilig werden, oder eine Frau z.B. hormonell bedingt keine Lust mehr empfinden. Aber oft ist es ein Problem der Paardynamik. Was ich damit sagen will: gib dir nicht die Schuld daran. Gib deiner Frau nicht die Schuld daran.

Gibt es ein Patentrezept? Nein. Lässt sich das Problem überhaupt lösen? Ja, manchmal. Ich habe noch nicht aufgegeben, vielleicht doch noch zu den Manchen zu gehören.

Dein Leben hast du dir schon eingerichtet. Du hast es akzeptiert wie es ist, und eine Notlösung in Puffbesuchen gefunden. Was glaubst du übrigens, warum die Puffs voller verheirateter Männer sind?...

Für deine Ehe kannst du nichts tun, was deine Frau nicht mit dir tun will. Aber du kannst mehr für dich tun. Nimm wieder ab. Lenk dich nicht ab, beschäftige dich mit Dingen die dir Spaß machen und gut tun. Politik ist da nicht unbedingt förderlich. Ich weiß wovon ich rede, mein Vater war und ist seit Jahrzehnten kommunal-, landes- und auch bundespolitisch sehr aktiv gewesen. Politik ist ein Ehekiller, Zeitvernichter, Stressmacher. Vielleicht gilt das nicht für dich. Aber überleg mal in Ruhe und nimm dir ausreichend Zeit, was dir WIRKLICH gut tut. Such dir Ziele, Aufgaben, neue Herausforderungen. Füll dein Leben mit Leben! Tu was dafür, dich wieder attraktiv zu fühlen.

Und halte keinen Gedanken für undenkbar. Zwischen dem 6. und 10. Ehejahr, und dann wieder ab dem 26., sind die meisten Scheidungen...

O.nMyH:otelTxv


Hallo Kachelofentiger,

es ist traurig was du beschreibst. Aus deiner Sicht gesehen. Es ist auch verständlich. All dein Gefühl, all deine Bemühungen. Es ist auch traurig, dass sich wohl nicht viel verändert wird.

Allerdings, um auch mal ein bisschen die Sicht der Frau zu ermitteln. Es ist nicht ungewöhnlich. Gerade nach mehrerern Geburten, haben Frauen oft wenig Lust und Interesse, an richtigem Sex.

Ganz ehrlich? Ich könnte auch ohne. Mir würde es reichen, wenn wir uns gegenseitig stimmulieren. In Gedanken verlieren. Aber nicht unbedingt mehr ausschließlich Sex. Es gibt einige Frauen denen es auch so geht.

Gerade wenn am Anfang schon eine Frau eher Zurückhaltend ist, wird sich das oft nicht ändern.

Ich muss ganz ehrlich sagen... Es gibt einfach Menschen, die möchten oft Sex, die brauchen das, es gehört zu Ihnen und gehört zu mindestens 50% in die Partnerschaft..

ABER es gibt eben auch Menschen, die man eben so respektieren sollte, bei denen sinds vielleicht 20-30%.

Wenn deine Frau sonst alles für dich tut, würde ich es unfair finden, sie hier zu zereissen.

Sie ist so.. du bist anders. Ihr habt es vielleicht nicht früher gemerkt, es ignoriert und wieder jedes Pärchen, am Anfang abgetan..

Mein Vater, mit dem ich allerdings nicht viel Kontakt mehr habe, lebt zum Beispiel in einer Beziehung, die völlig ohne Sex auskommt. Sie haben seit der Zeugung meines jüngsten Halbbruder nicht mehr miteinander geschlafen. Das sind jetzt genau 22 Jahre. Sie haben es so für sich beschlossen.

Ich glaube es ist gar nicht mal unbedingt abnormal.

Nur oft sagt uns die Gesellschaft, die Anderen, das muss so und so sein! Muss es nicht. Es darf sein, wie es ist.

In vielen Kulturen, ist nach Abschluss der Familienplanung an Sex für die Frau nicht mehr zu denken.

Das Einzige was wichtig und entscheidend ist.. Ihr müsst es Beide so wollen oder akzeptieren.

Da du aber so leidest, wird es wohl nicht funktionieren. Von Schuld kann hier nicht die Rede sein! Weder bei dir, NOCH bei deiner Frau. Denn so etwas wie Lustempfinden, sexuelle Zärtlichkeit.. die kann man nicht erzwingen, egal wieviel Mühe man sich gibt. Vielleicht ist ihr Feuer diesbzgl. erloschen... :-(

Aber ich finde es wahnsinnig mutig, soviele Anläufe und Bemühungen hinein gesteckt zu haben und anscheinend, ist eure Beziehung ja doch auch etwas Besonderes, wenn sie schon soviel überstanden hat.

Es ist bestimmt für Beidermaßen schwer. Für Dich, weil du es dir ganz anders wünscht und vielleicht auch für sie, weil sie das nicht mehr geben kann, was du brauchst.

@:)

O"nMyHotJe/lTv


Seid ihr außer bei der Paartherapie auch mal beim Arzt gewesen?

Vielleicht kommt die Unlust auch wo anders her... ..

D%esperTateH01


@ Milchmann,

toller Beitrag :)=

Ich denke auch, eine Schuldfrage gibt es hier nicht. Dennoch würde ich sagen sind beide für den jetzigen Zustand der Ehe verantwortlich. Irgendwann hat man einfach keinen Bock mehr zu reden und permanent dieses leidige Thema Sex zu diskutieren. Die Ehefrau zieht sich komfortabel zurück, den Gatten zieht es ins Bordell. Soweit, sogut.

Ich weiß allerdings sehr genau, wie sich diese Männer fühlen, wie frustriert, zornig, traurig und hilflos sie sind. Wie beschämend und demütigend, dass man sie um Sex, um körperliche Zuwendung nahezu betteln lässt. Ich finde das wirklich schlimm, unwürdig. Wenn ich so einen Widerwillen gegen körperliche Nähe hätte, würde ich heute am Tag die Trennung verkünden!

Und ich weiß auch von Frauen, wie egal ihnen das eigentlich ist, dass sie ihre Partner in dieser Beziehung am ausgestreckten Arm verhungern lassen. Prinzesschen fühlt sich nicht, hat ja schließlich die Thronfolger zur Welt gebracht, und zieht sich ganz geschmeidig, ungeschminkt und im Jogginganzug zurück. Bitter.

Und wenn ich mit meinem Partner nicht schlafen möchte, gibt es nur einen Grund: Ich stehe einfach nicht auf ihn.

Von tatsächlichen körperlichen Gebrechen und Wechseljahresbeschwerden jetzt mal abgesehen, da kann ich nichts zu sagen, und ist ja auch nicht das Thema hier.

M8ilmc}hmanQn76


Für die Unlust gibt's ne Unmenge möglicher Ursachen. Die kann man – was sehr kraftraubend, frustrierend und zermürbend ist – versuchen abzuarbeiten. Durch viele Gespräche, Bücher lesen, Paartherapie, Arztbesuch usw. All das habe ich in den letzten fast zwei Jahren (da offenbarte mir meine Frau, dass sie keinen Sex mehr mit mir haben kann) mit meiner Frau zusammen versucht. Nicht weil wir uns gerne zermürben, sondern weil wir gerne all das erhalten wollen was schön ist und toll funktioniert.

Ich kann aber auch verstehen, dass nicht jeder dazu Lust hat. Die Frau von Kachelofentiger hat möglicherweise recht schnell aufgegeben, und ihre Bemühungen darin gesteckt, den Status quo zu akzeptieren. Der ist ja auch nicht leicht, mit all dem Frust des Partners der nicht zu übersehen ist und vielleicht Selbstvorwürfen und Zukunftsangst etc. bei der Frau.

Nach der Paartherapie scheint die Frau des TE weitere Rettungsversuche abgeschmettert zu haben. Weil es ihr zu anstrengend ist, die Chancen zu ungewiss, weil sie Angst davor hat – wer weiß? Wie ich den TE verstanden habe bringen ihm Tipps nichts, was er noch tun könnte. Er und seine Frau könnten sicher noch Vieles versuchen, aber dazu müssten sie beide wirklich wollen. Und das scheint nicht der Fall zu sein. Gerade wenn das Problem schon so alt ist, so lange existiert... da erträgt man vielleicht lieber den Zustand, als etwas zu wagen. Menschen sind Gewohnheitstiere und quälen sich oft lieber durch bekannten Trott, als Veränderung zu wagen.

Ich versteh's sogar ein wenig. Bei mir ist es "nur" 1 Jahr ohne Sex, vielleicht 1 1/2. Und es macht mir Sorgen, dass ich gar nicht mehr weiß wie sich Sex anfühlt, wie es ist sexuelle Anziehung zu erleben, Lust zwischen zwei Menschen. Es ist nur noch eine vage Erinnerung, blass und schwach. Ich kann nicht mehr annähernd das Ausmaß dessen fühlen, was ich verpasse. All die Glückshormone, die Verbundenheit, die Erfüllung, Spannung, Entspannung, Abwechslung... ich weiß theoretisch dass das toll ist aber kann mich nicht an die Intensität der Gefühle erinnern. Was andererseits auch gut ist, denn sonst wäre es noch viel schwerer, diesen Zustand zu ertragen.

Noch viel stärker muss das bei der Frau des TE sein. Wenn sie keine Affäre hat, sondern tatsächlich seit sehr vielen Jahren ohne Sex lebt, dann ist Sex nur noch eine vage nebelhafte Erinnerung ganz tief in ihrem Gedächtnis. Dass sie darum nicht kämpfen will ist klar. Denn kämpfen strengt an, kostet Nerven, birgt Risiken. Wofür? Für dieses kleine verblasste Etwas?

Daher mein Tipp an den TE, sich auf sich selbst zu konzentrieren. Und dabei alle Möglichkeiten in Betracht zu ziehen – auch die bisher Undenkbaren.

D`esppera(te0x1


Ich ziehe wirklich den Hut davor, wie lieb und respektvoll du hier über deine Frau schreibst, Milchmann. Vielleicht ist es einfach der Begriff "Unlust", mit dem ich gar nicht zurechtkomme. Also, wenn mein geliebter Partner mir verkünden würde, dass wir jetzt keinen Sex mehr haben, weil bei ihm die "Unlust" eingesetzt hat, würde ich schlicht und ergreifend durchdrehen. Wie gesagt, körperliche Ursachen außer Betracht gelassen.

tVroete#nheixni


Ich kann BOSE nur zustimmen. Robert Betz ist der Hammer. Hat mir auch geholfen mein Selbstwertgefühl aufzubauen.

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