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Familienvater und Bordellbesuch: Schlechtes Gewissen?

e`l;mar5x0


@ bodyandsoul

Um endlich mal wieder zum Ursprungsthema zurückzukehren:

Ich gehe nicht immer zur selben Prostituierten. Such sie mir vorher über das Internet raus. Günstig ist es, wenn man vorher in einem Forum nachsieht, was andere Freier schon für Erfahrungen mit der jeweiligen Dame gemacht haben, sonst kann man böse reinfallen (Abzocke...).

Warum ich das tue? Nun, ich bekomme "zuhause" schon seit einiger Zeit nur noch kaum bzw. gar keinen Sex mehr (aber nicht, weil meine Frau von den Prostituiertenbesuchen weiß; die Besuche sind ja eine Folge davon und nicht die Ursache!). Sie sieht nach sehr langer Ehezeit einfach keine Notwendigkeit und Lust mehr für Sex...

Das ist traurig, aber wohl nicht zu ändern.

Da ich nicht sehr häufig gehe (zeitliches und auch finanzielles Problem), ergeben sich eigentlich automatisch abund zu Gelegenheiten (Überstunden, Dienstreisen...)

DviZllexs


Sie sieht nach sehr langer Ehezeit einfach keine Notwendigkeit und Lust mehr für Sex...

Das ist traurig, aber wohl nicht zu ändern.

Dafür wiederum sind die Prostituierten zu Recht da und ich würds genauso machen. :)=

sTus'i_hderselxf


Ich würde es auch so machen wenn ich Mann wäre. Wir Menschen haben das Recht, unsere Sexualität so auszuleben, wie wir wollen solange wir anderen damit nicht schaden. Und keiner hat das Recht, andere mit seinen Moralvorstellungen zu unterdrücken, persönliche Freiheiten einzuschränken oder das Intimleben von anderen exklusiv für sich zu beanspruchen.

mCellUiebeEllxie


Ich würde es auch so machen wenn ich Mann wäre. Wir Menschen haben das Recht, unsere Sexualität so auszuleben, wie wir wollen solange wir anderen damit nicht schaden. Und keiner hat das Recht, andere mit seinen Moralvorstellungen zu unterdrücken, persönliche Freiheiten einzuschränken oder das Intimleben von anderen exklusiv für sich zu beanspruchen.

kann doch auch jeder so machen, dagegen sagt doch keiner was. Aber warum kann man dann nur in einem anonymen Internetforum zugeben, dass man sich dieses Recht rausnimmt, weil es einem schließlich zusteht? Warum dann nicht auch offen zur Partnerin sein, sondern ihr den treuen Ehemann vorspielen und hinter ihrem Rücken fremdgehen? Dazu stehen kann man dann anscheinend doch nicht :=o

Ich kann echt verstehen, dass Männer unglücklich und unbefriedigt sind, wenn ihre Frauen keinen Sex mehr wollen, aber warum dann nicht einfach offen sagen, dass man so nicht leben kann und dass man sich den Sex woanders holen wird, falls sich nichts ändert und sie wirklich keinen Sex mehr will?

V<evoUdkySne


Wir Menschen haben das Recht, unsere Sexualität so auszuleben, wie wir wollen solange wir anderen damit nicht schaden

Das tut man durch Betrug ja aber, auf seelischer Ebene, wenn es irgendwann herauskommt und in körperlicher Hinsicht, wenn dadurch Krankheiten übertragen werden. Muss zwar beides nicht eintreten, das Risiko besteht aber immer, von daher finde ich das Handeln ziemlich fahrlässig.

Man muss nicht dauerhaft abstinent leben, wenn einem Sex in der Partnerschaft vorenthalten wird. Zum Lügen und Betrügen ist man deshalb aber nicht automatisch gezwungen. Es steht jedem frei, sich zu trennen oder die Karten zumindest offen auf den Tisch zu legen. Dann können alle Beteiligten gleichberechtigt entscheiden, wie sie damit umgehen wollen. Gelogen und betrogen wird meist aus reiner Feigheit.

e%lm5ar5,0


@ susiherself

Danke, dass sich auch eine Frau mal traut, das so offen auszusprechen. Meistens wird man als Mann ja nur als "Schwein" hingestellt, dass seine Frau betrügt und belügt, um ihr möglichst großen Schaden zuzufügen...

@ melliebellie

Ob das ein "Recht" ist, das einem zusteht, weiß ich nicht. Andererseits fordert aber "frau" gerne ein, dass sie doch einen Anspruch (ein "Recht") auf Treue und Ehrlichkeit hat. Irgendwo beißt sich die Geschichte dann...

@ melliebellie und Vevodkyne

Natürlich könnte ich offen sagen, dass ich hinter ihrem Rücken fremdgehe.

Wem wäre damit geholfen??

Meiner Frau würde ich damit ziemlich weh tun, wenn ich ihr sage, dass ich jetzt zu ner Prostituierten gehe. Ihr also nicht.

Außerdem würde sie mich wohl vor die Wahl stellen, damit aufzuhören oder sich zu trennen. Wäre damit einem von uns beiden geholfen? Eigentlich auch nicht, außer man sieht es als "Fortschritt" an, dass damit klare Verhältnisse geschaffen werden.

Eine Trennung können wir uns darüber hinaus auch aus "wirtschaftlichen" Gründen kaum leisten, weils dann finanziell für uns beide kaum mehr zum Leben langt...

Es ist also nicht nur Feigheit, wenn das Ganze heimlich geschieht.

s&ensfibelxman


Es ist also nicht nur Feigheit, wenn das Ganze heimlich geschieht.

Doch, genau das ist es.

Außerdem würde sie mich wohl vor die Wahl stellen, damit aufzuhören oder sich zu trennen.

Immerhin wäre dann klargestellt, dass ihr dann offenbar nicht soviel an dir liegt.

Eine Trennung können wir uns darüber hinaus auch aus "wirtschaftlichen" Gründen kaum leisten

Das glaube ich nicht.

eqlmaFrx50


@ sensibelman

Natürlich ist auch ein Schuss Feigheit dabei, aber eben nicht nur.

Das mit den "wirtschaftlichen" Gründen kannst du glauben oder nicht, ist aber so. Vielleicht hast du ja ein Einkommen im 10000er-Bereich, da langts auch für 2, wir haben das nicht...

Klargestallt wäre auch nix, weil ihr schon noch sehr viel an mir liegt (mir an ihr übrigens auch), aber ein außereheliches Sexabenteuer für sie eben ein absolutes nogo ist.

sren(si"belman


aber ein außereheliches Sexabenteuer für sie eben ein absolutes nogo ist.

%-| ":/ Wie naiv oder unempathisch muss man sein? Das "nogo" findet ja offenbar statt – glaubt die Frau tatsächlich, ein potenter Mann hält es längere Zeit ohne Sex aus? Das haben ja nicht mal ein großer Teil der Mönche hinbekommen (und die hatten sich den Sexverzicht selbst auf die Fahne geschrieben... ).

Selbst der eigenartige Paulus erkannte das Problem schon vor über 2000 Jahren

(aus Elberfelder Bibel 1905, 1. Korinther – Kapitel 7)

Was aber das betrifft, wovon ihr mir geschrieben habt, so ist es gut für einen Menschen, kein Weib zu berühren. 2 Aber um der Hurerei willen habe ein jeder sein eigenes Weib, und eine jede habe ihren eigenen Mann. 3 Der Mann leiste dem Weibe die eheliche Pflicht, gleicherweise aber auch das Weib dem Manne. 4 Das Weib hat nicht Macht über ihren eigenen Leib, sondern der Mann; gleicherweise aber hat auch der Mann nicht Macht über seinen eigenen Leib, sondern das Weib. 5 Entziehet euch einander nicht, es sei denn etwa nach Übereinkunft eine Zeitlang, auf daß ihr zum Beten Muße habet; und kommet wieder zusammen, auf daß der Satan euch nicht versuche wegen eurer Unenthaltsamkeit. 6 Dieses aber sage ich aus Nachsicht, nicht befehlsweise. 7 Ich wünsche aber, alle Menschen wären wie auch ich selbst; aber ein jeder hat seine eigene Gnadengabe von Gott, der eine so, der andere so.8 Ich sage aber den Unverheirateten und den Witwen: Es ist gut für sie, wenn sie bleiben wie auch ich. 9 Wenn sie sich aber nicht enthalten können, so laßt sie heiraten, denn es ist besser zu heiraten, als Brunst zu leiden.

eKlmarx50


Tja, ist leider so. Und ich denke mal nicht, dass meine Frau da ein Einzelfall ist (siehe die große Zahl an Prostituierten in Deutschland...)

Aber Bibelzitate helfen da auch kaum weiter ]:D

V\ev$od-klyne


Natürlich könnte ich offen sagen, dass ich hinter ihrem Rücken fremdgehe.

Wem wäre damit geholfen??

Nun, da das Kind bei euch bereits in den Brunnen gefallen ist, wäre der Schaden natürlich entsprechend groß. Nach Jahren zu erfahren, dass man systematisch betrogen wurde, tut sicher doppelt weh. Deshalb meine ich ja, es gar nicht erst soweit kommen lassen, nicht betrügen, sondern von Anfang an die Karten auf den Tisch legen. Sagen, dass man den Sex vermisst und dass man so nicht weitermachen kann, nicht weitermachen will. Gemeinsame Lösung finden oder getrennte Wege gehen.

Du hast den leichtesten Weg für dich gewählt, riskierst aber, dass deine Frau verletzt wird. Denn wenn sie irgendwann von deinen heimlichen Bordellbesuchen erfährt, ist das bestimmt schlimmer für sie, als hättest du sie früher "vor die Wahl gestellt" und sie mit entscheiden lassen, wie es weitergeht. So aber entscheidest du über ihren Kopf hinweg und missachtest ganz bewusst ihre Gefühle, denn dir ist ja völlig klar, dass es ein absolutes no-go für sie wäre. Aktuell glaubt sie mit einem Mann zusammen zu sein, der du gar nicht bist. Sie liebt dich vielleicht oder wahrscheinlich auch für deine Treue und bestimmt auch wegen deines Charakters, weil sie eben denkt, du seist integer. Dabei machst du ihr etwas vor...

Außerdem würde sie mich wohl vor die Wahl stellen, damit aufzuhören oder sich zu trennen. Wäre damit einem von uns beiden geholfen? Eigentlich auch nicht, außer man sieht es als "Fortschritt" an, dass damit klare Verhältnisse geschaffen werden.

Wenn dich deine Frau vor die Wahl stellen würde, hätte sie ja offenbar schon das Gefühl, dass ihr dadurch geholfen wäre. Sonst könnte sie ja auch sagen, wurscht, mach nur, spielt keine Rolle. Sieht und empfindet sie aber anders, also ist doch klar: Du hast zwar Angst davor und scheust die Konsequenzen, aber sie würde das dem Betrogenwerden wohl klar vorziehen.

Eine Trennung können wir uns darüber hinaus auch aus "wirtschaftlichen" Gründen kaum leisten, weils dann finanziell für uns beide kaum mehr zum Leben langt...

Es ist also nicht nur Feigheit, wenn das Ganze heimlich geschieht.

Was sonst, zumindest in deinem Fall? Es gibt ganz wenige Fälle, wo Menschen direkt oder indirekt sagen, dass sie von einem Betrug nichts wissen wollen würden. In solchen Fällen kann man dann tatsächlich aus Rücksicht auf sie schweigen.

Du aber, du hast doch in erster Linie einfach Angst vor den Konsequenzen, einer Trennung, den wirtschaftlichen Folgen. Willst du wirklich behaupten, es ginge dir in der Hauptsache um Rücksichtnahme auf deine Frau? Darum, sie nicht zu verletzen? Ja dann würdest du es doch ganz lassen und deine Bedürfnisse hinten an stellen. Machst du aber nicht, musst du auch nicht. Ich verstehe, dass du schweigst. Da du dich leider für den Betrug und gegen das frühe Reden entschieden hast, ist es jetzt vielleicht auch tatsächlich der bessere Weg. Sorg also wenigstens dafür, dass sie es nie erfährt und sie rückblickend nicht eure ganze Beziehung in Frage stellen muss und erspar ihr die Schmach, dass andere davon erfahren (dein Auto vorm Bordell oder dich an der Bar mit einer Prostituierten sehen) und sie als die gehörnte Ehefrau bloßgestellt wird.

Es hätte aber eben auch andere Wege gegeben...

ePlmaxr50


Es ist nicht so, dass wir nicht darüber geredet hätten, auch eine Paartherapie hat keinen Erfolg gebracht.

Kann ja auch gar keinen Erfolg haben, wenn der eine Partner eben starke sexuelle Gelüste (vor allem auf seine eigene Frau!) verspürt, der andere aber von Sex weitgehend verschont bleiben will.

Das ist ja auch weitgehend außerhalb des "Verstandes", sondern fast ausschließlich eine Gefühls- und Stimmungssache.

Trotzdem will ich nicht auf die Befriedigung meiner Sexualbedürfnisse verzichten, genausowenig wie natürlich auf mein Familienleben. Und so ist für mich die einzig reale Möglichkeit der heimliche Besuch.

sHenshibelm`axn


Dabei machst du ihr etwas vor...

Sie macht sich aber auch was vor ....

Aber Bibelzitate helfen da auch kaum weiter

Ja, sie zeigen aber, wie alt das Problem eigentlich ist ...

dass meine Frau da ein Einzelfall ist (siehe die große Zahl an Prostituierten in Deutschland...)

Ja, es zeigt auch die "Qualität" zahlreicher Beziehungen- viel Falschheit, viel Lüge und Betrug.

e_lma9r50


Wobei sich schon die Frage stellt, ob dieser "Betrug" wirklich sooo schlimm ist. Was für Nachteile entstehen denn daraus für die Frau? Praktisch gar keine...

Es gibt doch so viel außer Sex in einer Partnerschaft, das muss man doch deswegen nicht alles wegwerfen, nur weil sich der Mann ab und zu sexuelle Befriedigung gönnt, die ja (und das darf man bei all dem nicht vergessen!!) ja von Seiten der Frau verweigert wird!

Tut mir Leid, aber bei mir wollen sich deswegen einfach keine "Schuldgefühle" einstellen und ich fühle mich auch nicht als Betrüger. Ja, ich verheimliche das, aber ein paar kleine Geheimnisse darf auch jeder in einer Partnerschaft haben.

V+evo`dGkxyne


@ elmar50

Trotzdem will ich nicht auf die Befriedigung meiner Sexualbedürfnisse verzichten, genausowenig wie natürlich auf mein Familienleben.

Es ist ja nicht so, dass ich dafür keinerlei Verständnis hätte. Ich kann das durchaus nachvollziehen, sehr gut sogar. Du handelst eben egoistisch und willst so wenig Abstriche wie möglich machen. Ich finde das auch nicht grundsätzlich verwerflich, nur würde ich mir nichts vormachen und behaupten, es ginge um Rücksichtnahme gegenüber der Partnerin. Es geht dabei nämlich vor allem um die eigenen Bedürfnisse.

Wobei sich schon die Frage stellt, ob dieser "Betrug" wirklich sooo schlimm ist.

Die Anführungszeichen sind überflüssig. Es ist Betrug. Ob er schlimm ist, na ja, das kann wie bei vielen anderen Vergehen wohl der Geschädigte am ehesten beurteilen. Für manche fühlt sich Betrug schrecklich an, für manche nicht. Und du weißt ja, was deine Frau davon hält...

Was für Nachteile entstehen denn daraus für die Frau? Praktisch gar keine...

Sieht deine Frau ja offenbar anders. Das hättest du im Rahmen der Paartherapie vielleicht mal näher beleuchten sollen, mit ihr gemeinsam. Was spricht für sie gegen Sex mit anderen Frauen für dich, wo sie selbst kein Interesse mehr in dem Bereich hat? Wäre interessant zu wissen.

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