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Warum keine Schamgefühle bei Prostituierten?

Lue<mon4txea hat die Diskussion gestartet


Eine Frage, die ich mir immer wieder stelle, wenn ich höre, dass jemand Sex mit einer Prostituierten hatte.

(Ich verurteile niemanden, darauf soll das hier nicht herauslaufen!)

Die Frage steht im Prinzip schon in der Überschrift.

Also wenn ich mir vorstelle, dass ich einen Callboy engagiere...ich könnte niemals Sex mit ihm haben.

Warum? Weil ich genau weiß, dass er es nur tut, weil er dafür bezahlt wird. Womöglich findet er mich sogar super hässlich und muss sich total überwinden. In wie fern würde mir das also etwas geben?

Also wenn ich ein Mann wäre, könnte ich es einfach nicht. Der Gedanke, dass die Frau es gegen Geld macht und den Mann womöglich super ekelhaft findet...wie kann ich man entspannen und erregt werden?

Mich würde brennend interessieren, wie das hier einige sehen. Ob Männer (ja, blöde verallgemeinerung ;-) sich da womöglich keine Gedanken drum machen und sich vielleicht gar nicht drum scheren, was die Frau denkt.

Das gleiche gilt natürlich auch anders herum. Gibt ja auch genügend Frauen, die sich solche Dienste in Anspruch nehmen.

LG *:)

Antworten
E)ndzurist


Ich kann dazu aus Erfahrung sagen: diese Hemmschwelle ist nüchtern da, sehr betrunken war sie es einige Male nicht mehr. Das ist aber schon lange her, mittlerweile würde ich es aus ebenjene Gründen nicht mehr tun.

Der Gedanke an die gespielte Erregung widert mich mittlerweile doch ziemlich an.

MSar:l+onx1


Es geht da um Sex und um Geilheit. Wenn man geil genug ist, weil man vielleicht sonst nichts hat, überwindet man die Hemmungen/Gedanken und macht es mit. Und wie in jedem Job (mehr ist es ja auch nicht) gibt es gute und schlechte "Sexdienstleisterinnen". So wie sich die Bedürfnisse der Kundschaft (übrigens auch Frauen) unterscheiden, so unterscheiden sich auch die Fähigkeiten der "Sexdienstleisterinnen". Da kann zu sehr gespielt sein, aber auch das totale geile Erlebnis sein. Ein Reiz besteht auch darin, dorthin zu gehen, was (moralisch) verboten ist, also verrucht und somit wieder interessant!

Wer aus Notdurft hingeht, wird gerade mal seine momentane Geilheit (vielleicht) los, aber wer einfach mehr Sex haben möchte, sucht sich die richtigen Örtlichkeiten (wie z.B. Saunaclubs) aus, wo eine angenehme Atmosphäre existiert, wo man mal eine schöne Frau erleben kann.

Ich brauche das nicht (mehr), aber ich habe Freunde, die ab und zu dahingehen und davon berichten. Ein paar dieser Freunde haben keine Freundin, arbeiten zu viel und der Zug eine vernünftige Frau abzubekommen ist wahrscheinlich schon abgefahren und dann habe ich 2 Freunde, die diese Exkusionen als netten Zeitvertreib machen, so wie man mal gut Essen geht, also mit einer Frau etwas erlebt (Essen und Getränke gibt es dort übrigens auch und nicht schlecht).

Ja, diese beiden hintergehen ihre Ehefrauen, aber einer von denen hat mir gesagt, dass seine Ehe jetzt besser läuft, seit er ab und zu mit einer anderen Frau (oder mehreren Frauen) unverbindlichen gekauften Sex hat. Er sagte, seine Ehe ist jetzt viel harmonischer und zärtlicher als zuvor, weil weniger Steit im Zwischenmenschlichen und weniger Sex kommt seiner Ehefrau anscheinend wirklich entgegen. Sie sagte, sie liebt ihn über alles, aber der körperliche Sex ist für sie nicht mehr so einfach..... so haben diese beiden wohl jetzt die richtige "Sexdosis", damit die Ehe gut funktioniert?!!

Meine Meinung ist trotzdem: ...verstehe die Ehefrauen wer will (einige, denen einfach der Sex zu viel ist, obwohl sie behaupten, sie lieben ihre Ehemänner über alles), ich tue es nicht?? ...ich bin überzeugt, dass, wenn die Ehefrauen mehr Aufmerksamkeit ihren Ehemännern zukommen lassen, würde kein Mann auch nur auf die Idee kommen, zu einer Prostituierten oder Geliebten zu gehen!!

Eigentlich sind Männer ganz einfach gestrickt: Wenn das Essen gut ist und der Sex funktioniert und die Aufmerksamkeit für die täglichen Belange da ist (Mein Liebster, wie war die Arbeit, schön, dass du wieder bei mir bist....usw.), wird kein Mann fremd gehen oder zu einer Prostituierten!

P.S. Natürlich müssen die Ehemänner auch aufmerksam für die Belange der Ehefrauen sein usw.!!

Das Hauptproblem der Ehepartner kommt von der fehlenden Aufmerksamkeit dem Partner gegenüber!!

tJraur$ig40


Ich kenne das auch alles ... mit dem Unterschied, dass ich solo war, wenn es mich zu einer solchen "Dame" gezogen hat.

Das ist alles nun schon ewig her, ich war damals so um die 23 Jahre alt und hatte von Beziehungen die Nase gestrichen voll ... aber Lust auf Sex war natürlich da.

Gut, man könnte jetzt sagen: "Ach, schnapp Dir doch irgendeine in der Disco, schieb ´ne Nummer mit ihr und am nächsten Morgen haust Du ab". Ja, genau das habe ich auch mehrfach getan ... mit dem Ergebnis, dass ich am nächsten Morgen ein richtig schlechtes Gewissen hatte. Es war so ein Gefühl, die Mädels ausgenutzt zu haben ... denn es waren durchaus welche dabei die mir nicht mehr aus dem Sinn gingen und ich ihnen ebenfalls nicht ---> es wäre auf Beziehung hinaus gelaufen ... und genau das wollte ich zu dem Zeitpunkt nicht.

Also habe ich mich im horizontalen Gewerbe umgeschaut, hab mein Geld auf den Tisch gelegt, Sex gehabt (durchaus auch Neues kennengelernt ]:D) und dann wieder weg. Allerdings nach einer gewissen Zeit hat mir das gereicht ... dieses künstliche Getue, dieses Gelüge ... ne, dass war dann auch nix mehr für mich.

Etwas später habe ich dann "mein Mädchen" gefunden und heute, viele Jahre später ist sie immer noch an meiner Seite. Ich hatte nie mehr das Bedürfnis zu einer Prostituierten zu gehen, nicht mal als es die eine oder andere größere Krise mit Monaten ohne Sex gab.

uQhux2


Also wenn ich ein Mann wäre, könnte ich es einfach nicht.

Genau so würde es mir (vermutlich) gehen.

Wenn die Notgeilheit auch noch so groß wäre – in dem Moment wo es zur Sache ginge, wäre bei mir tote Hose. Die Vorstellung "Die legt sich jetzt nur hin wegen dem Fuffi, den du ihr gibst", würde bei mir schlagartig alle Lust abwürgen. Da könnte die Dame noch so nett und attraktiv sein.

j]vxdk


Darüber habe ich mir nie Gedanken gemacht, wenn ich zu einer Prostituierten gegangen bin, da ich weiß, dass ich nicht häßlich bin.

Aber was den Begriff des Ekeln angeht (aus welchen Grund auch immer), war es mir immer egal, ob die Frau dabei ekel empfindet mit fremden Männern (also auch mit mir) zu schlafen. Sie wird ja nicht gezwungen und macht es freiwillig (es soll ja Prostituierte geben, die auch Freier wegschicken). Sie hat sich ja diesen Job ausgesucht und muss auch damit leben, dass nicht jeder Mann attraktiv ist oder ihren Vorstellungen entspricht. Ich kann ja als Kaufmann auch nicht Kunden wegschicken, weil sie nervig oder unfreundlich sind. Ganz ehrlich gesagt sind mir die Gefühle einer Prostituierten eh total egal – man geht nicht wegen Gefühlen zu einer Prostituierten.

Man muss natürlich auch mal sehen, dass sich dieses nicht nur auf Prostitution beziehen lässt, wenn man mal sieht, viele extrem attraktive Frauen mit häßlichen alten aber reichen Männern zusammen sind, dann denk ich eher an sowas wie: "ekelt sich die Frau nicht?" oder "Wie kann sie nur?". Das finde ich im Übrigen viel schlimmer, da diese Frauen dauerhaft mit dem Mann zusammen sind und nicht ehrlich sind – Prostituierte sagen wenigstens ehrlich, dass es ihnen um die Kohle geht.

E#l4eIonoxra


Im Grunde muss sich doch nur der/die wohl fühlen, der es in Anspruch nimmt. So what? Darum geht's dabei doch ...

A*uLrorxa


Ich fühle mich schon unwohl in normaler Gegenwart von Leuten, wo ich genau weiß, dass sie nix Gutes über mich denken und sie mich nicht leiden können. Und bei einer Prostituierten muss man davon ausgehen, dass sie so über einen denkt. Ich frage mich auch, wie man dann auch noch mit so einer Person Sex haben kann/will ":/

Mir wär das jedenfalls total peinlich mit einem Gigolo im Bett, der mich voll hässlich findet und der vielleicht später bei seinen Kollegen über mich ablästert.

b0ladex19


Und bei einer Prostituierten muss man davon ausgehen, dass sie so über einen denkt.

Wieso soll eine Prostituierte zwangsläufig schlecht über einen Freier denken? Wenn man davon ausgeht, dass eine Prostituierte der Arbeit freiwillig nachgeht, dann ist es nichts anderes als eine Dienstleistung mit einem normalen Kunden. Und in so einer Situation würde ich eher davon ausgehen, dass sich ein Dienstleister über einen Kunden freut, weil es Profit bedeutet. Es wäre dann nichts anderes als wie zum Friseur zu gehen und da interessiert man sich eigentlich auch nicht wirklich dafür ob der Friseur einen mag oder nicht, sondern die Qualität der Arbeit ist wichtig.

Ich (als Mann) sehe da eher andere Probleme, warum ich nicht zu einer Prostituierten gehen würde...einfach weil ich es eklig finde.

Mlarluonx1


Immer diese Vorurteile....ja, alle Prostituierten sind so ganz bestimmt.....aber es kann auch so sein, wenn die Prostituierte wirklich Profi ist, dann ist es wie mit jedem anderen Geschäft. Mich interessiert es auch nicht nicht, ob mein Friseur mich mag oder nicht usw.

Aber mal klar geredet, wenn dies so schlimm wäre, warum setzt dieser "Geschäftzweig" denn mehr um als die größten Konzerne/Unternehmen zusammen? Weil es in unserer Welt braucht wird, aus den unterschiedlichsten Gründen...und Entschuldigung, Aurora, es geht hier um die Sichtweise von Männern....und die ist eben anders als die der Frauen.

Männer haben schon immer Sex gekauft, weil sie meistens das Geld (somit auch die Macht) haben und Frauen....haben schon immer die Männer für ihre Vorstellungen beeinflussen wollen und somit an dem Geld (und dann auch an der Macht) partizipieren wollen ....oder warum sieht man viele schöne Frauen, die mit häßlichen Männern zusammen sind, nur weil sie eben das Geld haben....da kann man nicht mehr die Prostituierte und die "normale Frau" trennen, denn es ist einfach ein Lauf der Dinge auf unserer Welt... (p.s. Ausnahmen bestätigen immer die Regel)

A=urorxa


Es wäre dann nichts anderes als wie zum Friseur zu gehen und da interessiert man sich eigentlich auch nicht wirklich dafür ob der Friseur einen mag oder nicht

Aber es ist nunmal kein Friseurbesuch sondern etwas sehr viel intimeres. Wenn Sex für Menschen so etwas banales wie ein Friseurbesuch wäre, dann gäbe es um dieses Thema nicht so viel Ärger, Unsicherheiten, Ängste und seelische Schäden.

Wieso soll eine Prostituierte zwangsläufig schlecht über einen Freier denken?

Und ich verstehe nicht warum Männer automatisch annehmen, dass Prostituierte sich über ihre Kunden freuen und sie nicht abstoßend finden, nur weil sie es freiwillig machen.

Und hier geht es ja um die Frage, wie man ein Erlebnis schön und toll finden kann und es genießen kann, wärend sich die andere Person gleichzeitig vor einem ekelt. Das muss natürlich nicht immer der Fall sein, aber man weiß es ja nicht, wenn die Frau gut schauspielern kann.

D espe?rate0x1


aber man weiß es ja nicht, wenn die Frau gut schauspielern kann.

Schauspielern können wohl auch die Damen, die nicht im horizontalen Gerwerbe arbeiten, und das gar nicht mal so schlecht ]:D Ansonsten sehe ich die ganze Angelegenheit sehr entspannt. Es gibt so viele Frauen, die freiwillig diesen Job machen. Und wenn sie sich nicht ganz dumm anstellen, haben sie durchaus auch die Möglichkeit Männer wegzuschicken, die ihnen nun gar nicht zusagen. Ob ich mir einen Callboy bestellen würde? Keine Ahnung, hatte bis jetzt noch keine Veranlassung dazu, aber im Bedarfsfall... ach, ich weiß es nicht.

Und ich verstehe nicht warum Männer automatisch annehmen, dass Prostituierte sich über ihre Kunden freuen und sie nicht abstoßend finden, nur weil sie es freiwillig machen.

Doch, sie freuen sich. So verdienen sie Geld, ganz einfach.

A&eesKsa


Ich wäre auch immer unsicher ob der Callboy mit mir überhaupt nichts anfangen kann, sich vielleicht sogar sehr überwinden muss..

Ist das so egal? Wirklich total egal? Ich könnte über diesen Gedanken nicht weg, selbst wenn ich weiß das ich attraktiv bin...

Dieser Gedanke, dass der andere nur für Geld mit einem schläft - ist das nicht normalerweise *der* Lustkiller überhaupt?

F%e5rmaglxi


OmG – Du fragst Dich doch auch nicht, ob Dein(e) Frauenarzt/ärztin Dich schön findet. Wenn "da unten" was fehlt, oder schief läuft, oder weil es Dein Wartungsheft vorschreibt, dann gehtst Du hin und es ist eine rein professionele Beziehung – auch wenn Du Dich danach besser fühlst. Was anderes ist eine sexuelle Dienstleistung auch nicht.

Für die/den Prostituierte(n) bist Du Kundin – da intersssiert das Verhältnis Ertrag/Arbeitszeit. Für Dich ist es z.B. wie beim "auswärts Essen" – Geldeinsatz/Lustgewinn.

Wenn anschließend beide mit dem Ergebnis zufrieden sind, ist das ein fairer Interessensausgleich und mehr, als in den meisten Schlafzimmern abgeht (wage ich mal zu behaupten).

A7ee$sxsa


OmG – Du fragst Dich doch auch nicht, ob Dein(e) Frauenarzt/ärztin Dich schön findet. Wenn "da unten" was fehlt, oder schief läuft, oder weil es Dein Wartungsheft vorschreibt, dann gehtst Du hin und es ist eine rein professionele Beziehung – auch wenn Du Dich danach besser fühlst. Was anderes ist eine sexuelle Dienstleistung auch nicht.

Ich habe keinerlei moralisches Problem mit Prostitution und finde es durchaus ok wenn jemand das auch nutzt.

Allerdings ist es wirklich so, dass ich mir nicht vorstellen kann mich selbst in so einer Situation derart zu entspannen das sich überhaupt ein Lustgefühl entwickeln könnte - bzw. halten könnte.

Einfach weil sich die Lust *bei mir* schlichtweg beim Gedanken daran *das* es eben so eine geschäftliche Transaktion ist, in Luft auflösen würde. Es wäre der Abturner schlechthin. (Interessanterweise auch für meine bisherigen Partner - und da ich mit dem zweiten sogar eine offene Beziehung hatte, er also keinerlei Grund hatte mir da was vor zu machen - er hatte durchaus weitere sexuelle Kontakte gegen die ich nichts hatte - kann ich durchaus davon ausgehen das das nicht nur Frauen so geht)

Für die/den Prostituierte(n) bist Du Kundin – da intersssiert das Verhältnis Ertrag/Arbeitszeit. Für Dich ist es z.B. wie beim "auswärts Essen" – Geldeinsatz/Lustgewinn.

Genau. Und genau das wäre für mich eben total abschreckend und ein totaler Lustkiller.

Wenn anschließend beide mit dem Ergebnis zufrieden sind, ist das ein fairer Interessensausgleich und mehr, als in den meisten Schlafzimmern abgeht (wage ich mal zu behaupten).

Kommt drauf an, was man so gewöhnt ist, würde ich sagen...

Ich würde es eher so ausdrücken: Ich verzichte eher ganz auf Sex (und befriedige mich selbst) als das ich mich mit "halben Sachen" zufrieden gebe...

Und bezahlter Sex ist für mich so eine halbe Sache... es wäre mir einfach viel zu wenig!

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