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Warum keine Schamgefühle bei Prostituierten?

bfluasde19


@ Aurora

Aber es ist nunmal kein Friseurbesuch sondern etwas sehr viel intimeres. Wenn Sex für Menschen so etwas banales wie ein Friseurbesuch wäre, dann gäbe es um dieses Thema nicht so viel Ärger, Unsicherheiten, Ängste und seelische Schäden.

Für dich ist es ein viel intimeres Erlebnis, aber daraus kannst du nicht ableiten, dass das allgemein so ist und insbesondere für Prostituierte. Prostituierte selber wissen (wenn sie sich freiwillig für dieses Geschäftsfeld entscheiden), dass es durchaus auch unangenehme Kunden geben kann, trotzdem kommen sie damit klar, weil sie scheinbar Sex auf einer viel rationaleren Ebene wahrnehmen können als die meisten Menschen dazu in der Lage sind, bei der sich Sex eher auf einer emotionaleren Ebene abspielt.

Und ich verstehe nicht warum Männer automatisch annehmen, dass Prostituierte sich über ihre Kunden freuen und sie nicht abstoßend finden, nur weil sie es freiwillig machen.

Und hier geht es ja um die Frage, wie man ein Erlebnis schön und toll finden kann und es genießen kann, wärend sich die andere Person gleichzeitig vor einem ekelt. Das muss natürlich nicht immer der Fall sein, aber man weiß es ja nicht, wenn die Frau gut schauspielern kann.

Warum nimmst du automatisch an, dass alle Prostituierten die Kunden abstoßend finden? Du wirst es kaum glauben, aber es gibt sogar Prostituierte die sich in Kunden verliebt haben.

Die Frage nach dem Ekel stellt sich doch überhaupt erst, wenn man dafür anzeichen wahrnimmt. Gleiches gilt übrigens auch für Beziehungen, wo es durchaus sein kann, dass der Partner einen nicht mehr attraktiv findet es aber trotzdem noch Sex gibt und geschauspielert wird. Warum sollte man sich also den Kopf zerbrechen, wenn der Service makellos ist ???

@ Aeessa

Dieser Gedanke, dass der andere nur für Geld mit einem schläft – ist das nicht normalerweise *der* Lustkiller überhaupt?

Wie gesagt, ich hatte noch nicht das Vergnügen und werde es wohl nie haben, aber ich kann mir durchaus vorstellen, dass man daraus sogar ein Lustgewinn ziehen kann. Einfach weil es verrucht ist und gleichzeitig eine gewisses Machtgefühl (im Sinne das ich eine Frau kaufe und dann für eine kurze Zeit besitze) entsteht.

AEeessxsa


Wie gesagt, ich hatte noch nicht das Vergnügen und werde es wohl nie haben, aber ich kann mir durchaus vorstellen, dass man daraus sogar ein Lustgewinn ziehen kann. Einfach weil es verrucht ist und gleichzeitig eine gewisses Machtgefühl (im Sinne das ich eine Frau kaufe und dann für eine kurze Zeit besitze) entsteht.

Hm, ehrlich gesagt - das ist mir fremd. Aber ich denke bei "Besitz" und "Macht" auch eher an Dom/Sub - und würde mir dann auch reizvoller vorstellen wenn ich nicht eine Dienstleistung kaufe sondern merke, mein Gegenüber liefert sich mir *innerlich* (seelisch) komplett aus. Weil das dann eben *wirklich* eine Form von Macht ist, während die bei der Prostituierten doch wieder eher eine Illusion ist: selbst wenn man Geld bezahlt besitzt man sie ja eben nicht sondern sie könnte einen immer noch jederzeit rauswerfen.

Das wird einem Dom bei einer Sub nicht wirklich so einfach passieren, da müsste dann schon deutlich mehr passieren als nur "er ist unverschämt" (und deshalb wird ein Freier von einer Prostituierten durchaus mal rausgeschmissen)

MparloXnx1


Ich sehe hier wieder bestätigt, dass das Denken der Frauen in diesem Thema grundsätzlich unterschiedlich ist.

Deswegen können sich die Frauen es nicht so vorstellen wie Männer. Die Ausgangsfrage war auch an die Männer gerichtet und nicht an Frauen!

Aber grundsätzlich geht es um die unterschiedliche Wahrnehmung und Sexualität.

1. Wer Geld hat, braucht sich nicht zu prostituieren.

2. Für eine Frau ist es viel einfacher, einen Sexpartner zu bekommen als für Männer, wenn es nur um Sex geht.

3. Sie Sexualität und Bedürfnisse sind einfach unterschiedlich.

4. Gekaufter Sex kann reizvoll sein, weil man dort etwas ausprobieren kann. Dazu ist der Mann eher bereit als die Frau. Dies liegt wahrscheinlich weitesgehend in der unterschiedlichen Erziehung von Mann und Frau, Moralvorstellung der Gesellschaft usw. die die Frau mehr "korrekter" sehen möchte, weil sie sonst als "Schlampe" abgestempelt wäre.

Ich hatte zwar schon Kontakt zu Prostituierten, Verurteile sie nicht und lasse mich nicht verurteilen. Es ist ein Job, den man in Anspruch nehmen kann oder nicht. Denke, dass es gesellschaftlich ein notwendiger Beruf ist. Wer damit nicht anfangen kann, sollte aber so offen sein, es zu akzeptieren.

ABER eins ist klar: MÄNNER denken anders als FRAUEN. Da kann mir keine Frau erklären, ich soll anders denken, nur weil sie es einfach nicht kapieren kann!!

cmarbGon67


Ich weiß auch nicht genau was ich von dem bazahlten Sex halten soll. Habe mich jetzt bis zu meinem 45 Lebensjahr immmer nur selbstbefriedigt. War das letzte halbe Jahr 3 mal bei einer Prostituierten. Sex soll ja die schönste Nebensache der Welt sein, was ich bis jetzt noch nicht nachvollziehen kann. Die Dame zu der ich gehe ist wirklich top, blutjung, geiler Körper aber von geilheit u. tollem Sex bin ich noch weit entfernt. Bin halt auch nicht mehr so potent muß mir vorher immer eine Spritze geben sonst geht garnichts. Nach paar Stößen hab ich schon keine Lust mehr. Vielleicht liegt es auch an dem Gummi o. bin ich einfach zu unerfahren. Aber mit gutem Sex hat das ganze noch nichts zu tun. LG

Q]Bexn


Allerdings ist es wirklich so, dass ich mir nicht vorstellen kann mich selbst in so einer Situation derart zu entspannen das sich überhaupt ein Lustgefühl entwickeln könnte – bzw. halten könnte.

Einfach weil sich die Lust *bei mir* schlichtweg beim Gedanken daran *das* es eben so eine geschäftliche Transaktion ist, in Luft auflösen würde. Es wäre der Abturner schlechthin.

Wie Marlon1 schon sagt, Frauen und Männer denken anders.

Beim Besuch einer Prostituierten geht nicht darum, sich hinzugeben, Gefühle oder Liebe zu empfinden (oder zu erhalten). Es geht um die Befriedigung eines Bedürfnisses.

Und wenn mir die Frau gefällt, ich sie interessant, erotisch, geil empfinde, dann reicht das. Ich bekomme, was ich möchte, und zahle halt. Eine Dienstleistung.

gPp5x6


Und bezahlter Sex ist für mich so eine halbe Sache...

schon mal probiert? Ich arbeite gerne mit Profis. Mich freut es wenn ich einem Handwerker zuschaue der seine Arbeit wirklich gut beherrscht. So ist es auch mit Prostituierten. Es hat was mit einem Profi zu arbeiten. ]:D

S{taxcy


Es ist doch ganz einfach. Bin ich soweit mir einen Callboy zu engagieren, dann habe ich die Lust wohl schon. Die muss ich dann vermutlich nicht erst noch kriegen. Hat zur Folge, das Blut ist in den unteren Gefilden zu finden nicht mehr im Hirn, ausserdem hat sich vermutlich schon die ein oder ander Fantasie erlaubt das Resthirn zu erobern.

Da ich sowas bestimmt nicht öffentlich diskutieren würde (höchstens mit der besten Freundin) hat das was mit Heimlichkeit und Verruchtheit zu tun. Auch sehr spannend.

Außerdem hat ein Professioneller bestimmt so viel Erfahrung und Umgangsformen, dass er Dir nicht das Gefühl gibt eklig zu sein, wäre ja kontraproduktiv. Ein Mensch der andere Menschen schnell verabscheut wird sich sicher einen anderen Beruf suchen, sofern er das freiwillig macht.

Ich könnte mir das schon vorstellen, da ich aber in einer intakten Beziehung lebe fällt das eher flach.

SXchoko^ladex85


Warum wird immer angenommen, dass die Prostituierten einen Mann nicht sympathisch oder hässlich finden. Sind alle Männer unsympathisch und hässlich?

Abgesehen davon: Der Zahnarzt bohrt auch nicht Zähne weil es es geil findet. Sondern weils Geld gibt. Trotzdem fühlt man sich nicht schlecht beim Zahnarzt. Aber bei etwas, was potenziell sogar Spaß machen kann, wird es verteufelt?

Also wenn ich ein Mann wäre, könnte ich es einfach nicht.

Sagst du als Frau. Aber Männer sind triebgesteuerter. Sieh es mal so: Wie waren auch mal nur Tiere und im Tierreich interessiert es das Männchen bestimmt oft auch nicht, ob das Weibchen will. Wichtig ist, seine Gene weiterzugeben. Mehr nicht. Nur dass hier dieser Part wegfällt, aber der Instinkt des Geschlechtsverkehrs bleibt trotzdem.

SAcfhnuIppi6b]ub


Warum wird immer angenommen, dass die Prostituierten einen Mann nicht sympathisch oder hässlich finden. Sind alle Männer unsympathisch und hässlich?

sehr gut, genau hier liegt der Denkfehler. Viele Männer sind sexy und erfolgreich und gehen trotzdem gerne zu Professionellen. Die Frauen haben auch oft schöne Dates mit den Herren, glaube mir die Damen haben da auch eine Menge Spaß und verdienen auch noch gut Geld dabei :). Win-Win Situation!

Ich war bisher einmal und es war unglaublich gut. Die Dame habe ich für 3 Stunden bezahlt. Aber wir hatten beide soviel Spaß, dass es 7 Stunden ging. Es war für beide ein sehr schöner Abend, die Dame hat auch nur für 3 Std. Geld gewollt. :-)

Ich gebe dir aber Recht, die schnelle Straßennummer finde ich als Mann auch ekelhaft, da trifft deine Schilderung wohl zu.

DUespe{rate0x1


Aber weil du so anständig bist, hast du sie natürlich für fünf Stunden bezahlt, oder? ;-D

grwendrolynn


sondern merke, mein Gegenüber liefert sich mir *innerlich* (seelisch) komplett aus. Weil das dann eben *wirklich* eine Form von Macht ist, während die bei der Prostituierten doch wieder eher eine Illusion ist: selbst wenn man Geld bezahlt besitzt man sie ja eben nicht sondern sie könnte einen immer noch jederzeit rauswerfen.

Kannst du als Sub den Dom auch ;-) natürlich ist das eine Form von Macht, aber auch nicht "wirklich", sondern doch nur, weil beide das so wollen. Will einer nicht mehr, hebt sich das auch wieder auf. So gesehen, ist diese wirkliche "Macht" genauso eine Illusion.

Und zum eigentlichen Thema: Ich persönlich war noch nie in einem Bordell und werde wohl auch nicht reingehen. Aber ich finde nichts dabei, wenn jemand (Mann oder Frau) das macht. Ich kann mir durchaus vorstellen, dass es manchen Menschen eben etwas gibt.

g|we^ndol}ynn


Aber bei etwas, was potenziell sogar Spaß machen kann, wird es verteufelt?

Na klar. Das Leben ist bekanntlich kein Ponyhof ;-)

Einfach weil sich die Lust *bei mir* schlichtweg beim Gedanken daran *das* es eben so eine geschäftliche Transaktion ist, in Luft auflösen würde

Ich habe einen Bordellbesuch zwar nicht vor, aber ich denke, bei mir würde die kolossale Neugier auf etwas Spannendes, Neues, was ich vorher noch nie erlebt habe, im Vordergrund stehen und mich eher an- als abturnen.

So ticken die Menschen verschieden. :-)

k%leiAnabeRrfeixn75


Wenn ich mir sicher bin, dass die Frau dies aus freien Stücken macht, ist das ja eine überaus nützliche Sache.

Ich war bisher bei 2 Damen dieses Gewerbes und hatte mit beiden mehrmals Termine vereinbart. Beide haben mir erzählt, dass sie ihren Job wirklich gerne machen und Spass daran hätten - und zumindest bei den beiden, hätte ich keinen Grund daran zu zeifeln.

Hemmungen hatte ich eigentlich überhaupt nicht, ausser dass es etwas komisch ist, zu so einer Damen hinzufahren ... aber ich hatte mich im Vorfeld mit beiden per Mail und Telefon ausgetauscht, so dass man sich da schon etwas gekannt hatte. Ansonsten ist es eben wie ein Besuch bei einem Therapeuten - allerdings eben speziell für den kleinen Freund :-)

EMhemDaliger <Nutzder F(#5039x56)


Mich würde brennend interessieren, wie das hier einige sehen. Ob Männer (ja, blöde verallgemeinerung ;-) sich da womöglich keine Gedanken drum machen und sich vielleicht gar nicht drum scheren, was die Frau denkt.

Genauso ist es. Warum sollte man sich auf der anderen Seite Gedanken machen, wie einem die/der Friseur findet? Vielleicht muss der oder die sich auch überwinden um einem Kunden die Haare zu schneiden, für Geld wird es gemacht. Es ist letztendlich eine Dienstleistung.

SQc\hokDola[de"8x5


Außerdem hat Frau bei absolutem Widerstreben immernoch die Möglichkeit, sich aus der Affäre zu ziehen, zumindest in einem anständigen Bordell. Habe mich mit einer mal unterhalten, wie sowas läuft. Die Frau geht kurz raus (macht sie sowieso immer) in der Zeit wo Mann sich auszieht, es sich gemtütlich macht, und kommt dann wieder. Wenn sie sagt "der definitiv NICHT" wird irgendein fiktiver Vorfall geschildert, der sie dann entschuldigt und der Kunde bekommt sein Geld wieder, weil sie leider weg muss. Nun gut, dass dies die Ausnahme ist, ist klar, und wie glaubwürdig das für den Kunden ist, ist fraglich. Ich kann mir genug Jobs vorstellen, die im Schnitt wesentlich undankbarer sind, z.B. beim Arbeitsamt oder bei der KFZ-Meldestelle. Also bei Jobs, wo die Mitarbeiter regelmäßig von ihren Kunden zur Sau gemacht werden, weil irgendwas schief gelaufen ist.

Kleiner Vergleich:

Wenn ich zum Billig-Friseur zur unmotivierten Friseuse gehe werde ich genervt angeguckt, wenn ich Verbesserungen am gerade gemachten Schnitt will. Wenn ich ins Bordell zur unmotivierten Prostituierten gehe, werde ich genervt angeguckt, wenn ich einen Stellungswechsel will.

Aber bei beiden, Friseuse und Prostituierte, bin ich gut aufgehoben und fühle mich gut unterhalten, wenn sie motiviert sind und Spaß an ihrer Arbeit haben.

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