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Mir fehlt der Sex

pahoesni&x0M90x4


@ gauloise :

Sprachlose Zustimmung.

gbehmwaXlraus


Zu einer Beziehung gehört auch der Sex. Wenn das nicht der Fall sein sollte, stimmt diese überhaupt nicht mehr und es würde etwas total falsch laufen.

Hier in diesem Fall hat der Mann totalen Stress, arbeitsmäßig und wird aber permanent von seiner Freundin unter Druck gesetzt. Beides zusammen und man sieht, was dabei rauskommt. Es ist ja dann auch kein Wunder, wenn dann so eine Situation entsteht. Einer von beiden blockiert, in diesem Fall ist es der Mann und das finde ich sehr schade, dass es soweit kommen musste.

F#räul@einU Mozaxrt


@ gauloise

Danke für deine Antwort.

Ja, ich hab ihn schon öfter gefragt warum wir so wenig Sex haben. Und habe immer diese Antwort (Stress usw) bekommen. Je öfter ich gefragt hab, desto kürzer fiel die Antwort aus. Er merkt dass mich das unglaublich traurig und auch wütend macht und anfangs tat ihm das auch wirklich leid und er hat sich entschuldigt aber mittlerweile denke ich, dass es ihn einfach nur noch nervt wenn ich mal frage. Ist aber auch schon länger her, dass ich speziell dieses Thema angesprochen hab. Meine Reaktionen auf seine Antworten waren weniger verständnisvoll sondern eher....resignierend? Ich hab ihm jedenfalls nicht den Kopf getätschelt und gesagt "Alles wird gut". Ob meine Reaktion aber besser war, weiß ich nicht.Ich kann nicht anders reagieren.

Heute hab ich mal wieder vorsichtig versucht ihn allgemein auf diese fehlende Zuwendung anzusprechen, war weniger erfolgreich. Er versteht anscheinend einfach nicht dass mir das wirklich fehlt. Vor einiger Zeit sagte er mal zu mir "Ich bin auch zufrieden und glücklich wenn wir abends zusammen auf der Couch sitzen und nen Film gucken, ohne dass ich Händchen halten oder kuscheln muss" Ich weiß wie er das gemeint hat, aber das heißt doch nicht dass man IMMER darauf verzichten muss, weil man damit so zufrieden ist?!

Und wenn er diese Zuwendung nicht braucht (was ja theoretisch wirklich sein kann, wenn er auch ohne so ein Zeug weiß, dass ich ihn liebe und er mich liebt), warum hat er dann manchmal, ganz selten diese Momente in denen er dann sagt "Ich bin immer froh wenn ich nachts aufwache und du bist da." oder sowas. Wobei man anmerken muss, dass diese Momente wirklich selten geworden sind.

Ich bin einfach sowas von selbstverständlich für ihn, hab ich das Gefühl.

gaaulGoi'se


Ja, sowas habe ich mir gedacht. Dann lag ich mit meiner Einschätzung leider richtig. Du fragst regelmäßig, warum, er ist genervt, Ruhe im Karton.

Er merkt dass mich das unglaublich traurig und auch wütend macht

Ja, fein. Aber es passiert ja nichts, also warum soll er Stellung beziehen?

Darum fragte ich, ob du jemals richtig wütend geworden bist, ob du ihm je ausformuliert DEINE Wünsche, DEINE Defizite ins Gesicht gesagt hast...der gute alte küchenpsychologische ich-Botschaften-Trick. "Ich möchte mehr Sex. Mir ist das zuwenig hier. Ich fühle mich nicht begehrt und das fehlt mir. Und ich möchte so nicht leben. Da muß sich was ändern, ansonsten dreh' ich durch. Sag' was dazu."

Klar ist das schwierig, das weiß ich. Aber du willst doch schließlich, daß sich was ändert, oder? – Und dann laß ihn nicht wieder die uaah-bin-so-gestreßt-du-böse-Frau-Leier anstimmen. Er soll mal Tacheles reden.

Ich sagte es in meinem vorherigen beitrag schon: er enthält dir einen ganz wesentlichen Teil einer Liebesbeziehung vor. Anscheinend ist ihm dein Wohlbefinden nicht sehr wichtig.

F-rem1de+r22x2


Hallo gauloise

Ich bin nicht ganz deiner Meinung. Es gibt nämllilch Menschen, die einen sehr geringes Sexverlangen haben. Das kann man nicht ändern. Wenn er kein Bedürfnis hat, dann hat er es nicht, Da hilft auch ein guter Wille nichts. Er kann einfach nicht.

Ob er überhaupt nicht mehr kann, das ist nun die Frage. Ob er nur nicht mehr kann, weil er sich von seiner Partnerin gefordert fühlt, ist eine offene Frage. Aber es istt möglich, dass er aufgrund der Forderung nicht kann. Der Druck kann so stark sein, dass er wirklich nicht kann, das hat mit dem Wollen nichts zu tun. Das kommt nicht nur bei Männern vor, sondern auch bei Frauen. Und sogar viel öfters als man denkt. Eine Frau kann sich natürlich auch ohne eigenes Bedürfnis "zur Verfügung stellen". Was leider keine gute Lösung ist, denn der Sex wird dann zur einseitigen Sache und das ist auf Dauer für den Mann nicht nur unbefriedigend, sondern auch demütigend.

Aber es sollte auch der Gedanke, dass er wirklich nicht KANN, sehr ernsthaft erwogen werden. Wenn er nur noch wenig kann, dann ist es möglich, dass die Überforderung von seiner Partnerin diesen Zustand noch verschlechtert und deshalb überhaupt nichts mehr geschieht.

Einen schwachen Sextrieb kann man dur ein Wollen nicht ankurbeln. Und durch ein MUSS schon gleich gar nicht.

In dem hier beschriebenen Fall würde ich fast sagen, dass eine Trennung wohl besser wäre als ein Weitermachen wie bisher. Denn es ändert sich ja nichts.

Dein Rat, gauloise, mit ihm ernsthaft zu reden, kann genau das Gegenteil von dem bewirken, was die TE will.

Natürlich kann man das mal versuchen, denn wenn nichts draus wird, dann hat sich ja die Situation von vorher nicht geändert. Dann würde ich aber, wenn ich die TE wäre, die Konsequenzen daraus ziehen und mich trennen. Es sei denn, sie ist ansonsten mit ihrem Partner so zufrieden, dass sie den Verzicht auf Sex hinnehmen kann. Eine andere Lösung kann ich leider nicht sehen.

Ob das "nicht können" normal ist oder nicht, ist auch nicht die Frage. Es gibt Menschen, die wollen oder brauchen täglich Sex und es gibt Menschen, die wollen es 1x pro Woche, und es gibt Menschen, die wollen es nur 1x pro Monat oder noch weniger. Das ist nun mal so und man kann von sich (wenn man es tägllich will) nicht auf andere schliessen. Wenn der Unterschied zu grass ist, dann passt man einfach nicht zusammen. Mehr ist da wohl über dieses Thema nicht zu sagen.

g4ehkma@lrxaus


@ Fräulein Mozart

An deiner jetzigen Situation, bist du nicht ganz schuldlos und das weißt du auch!

Ich wünsche und hoffe, dass bei euch wieder alles ins Reine kommt, aber auch du musst dein Verhalten deinem Freund gegenüber ändern.

uUnerfathreneCr mxann


@ Fräulein Mozart

Du schreibst, dass er Zufrieden ist, wenn du da bist, dich aber nie in den Arm nimmt.

Ich bin auch ein Mann, der nicht immer Sex braucht, aber ich brauche Zärtlichkeit und körperliche Nähe.

Da er dies bei dir nicht sucht, hat er kein Interesse an dir.

Es wäre in meinen Augen einen Versuch wert, wenn du dich mal für einige Wochen von ihm trennst.

Du kannst es ihm sagen, oder besser einfach für einige Wochen nicht mehr bei ihm auftauchen.

Ich bin mir durch deine Beschreibung nicht sicher, ob er das überhaupt merken würde.

Viel Glück für dich.

lrilRalamunemaxus


Wenn der Unterschied zu grass ist, dann passt man einfach nicht zusammen.

Soll das eine Rechtfertigung zum Fremdgehen sein ??? Fragst du ein Date vor dem Sex wie denn die Sexfrequenz so normal ist? Klingt irgendwie unrealistisch. Hört sich an wie jemand der andere zum Sex ausnutzt, sprich ein typischer/e ONSler/in.

F\remkder2x22


Hallo lilalaunemaus

Da bin ich ganz anderer Meinung. Gerade wenn man beisammen bleiben will, muss man auf einen gemeinsamen Nenner kommen. Denn wie soll man denn jahrelang oder gar ein Leben lang glücklich zusammenleben können, wenn die Bedürfnisse so weit auseinander liegen wie dies hier beschrieben wurde? Eine Rechtfertigung zum Fremdgehen ist dies keineswegs, sondern eher eine Rechtfertigung für eine Trennung.

Es ist eine Tatsache, dass Sex für jeden Menschen wichtig ist. Für manche nicht so sehr, für andere sehr wichtig. Nach dem Selbsterbhaltungstrieb (Essen und Trinken ) ist Sex der stärkste Trieb. Da sollte man nicht übersehen.

Ich finde den Vorschlag von unerfahrener mann gar nicht so übel. Eine Trennung auf Probe könnte Einiges klären und für die Zukunft Hinweise geben. Wenn sich nach einer Trennung von einigen Wochen immer noch nichts geändert hat, dann ist das eine klare Antwort.

Falls sich nichts ändert, dann ist wohl eine Trennung für immer unvermeidlich.

W@ick


Meiner Meinung nach hält man das nicht ewig aus. Also ich habe es 4 Jahre ohne Sex ausgehalten, Partner wollte irgendwie nicht mehr. Hat aber dennoch nebenbei nach anderen Frauen gesucht, also Verlangen war definitiv da. Warum mit mir nicht, ich weiss es nicht, muss nun auch nicht mehr ergründet werden.

Auf jedenfall ist bei mir dann der Knoten geplatzt und ich habe mich getrennt. Daher rührt meine Meinung das jeder Mensch das Spiel eine gewisse Zeit aushält, der eine ein paar Monate, andere weniger Jahre, wieder andere Jahrzehnte. Da ist jeder eben anders. Ich vertrete auch die Meinung das das Leben einfach zu kurz ist, um es sich nicht schön zu machen..warum sollte man solange warten, ich hab schon 4 Jahre investiert, wo ich selbst Schuld bin, aber es war nun mal ein Kind im Spiel und die Hoffnung stirbt natürlich auch immer zuletzt, das ist klar.

S[chnür+zel


So, nachdem ich immer eigentlich in fast allen Fäden eher die heimliche Mitleserin bin, möchte ich mich auch mal zu Wort melden.

Auch auf die Gefahr hin, dass mich einige steinigen werden:

Ich bin der Meinung, wenn man sich in der Partnerschaft für Monogamie entscheidet, ist man für das sexuelle Wohlergehen von seinem Partner verantwortlich. Das gilt für beide. Punkt.

Diese Meinung hat sich aus einer ähnlichen Situation wie bei Fräulein Mozart ergeben. Lange Jahre lief von meinem Mann aus – gar nichts. Und ich litt so sehr unter der Situation, dass ich an Affären, Trennung und was weiß ich nicht dachte. Und dazu muss ich noch sagen, mein Mann ist alles für mich – mein Kumpel, bester Freund, mein Seelenverwandter, Beschützer, die Liebe meines Lebens, Geliebter, mein Herzensbruder, das fehlende Stück in meiner Seele.

Und wenn man darauf wartet, dass in einer langjährigen Partnerschaft zufällig mal beide Lust haben, dann kann man die nächsten 3000 Jahre warten.

Lösungsvorschlag (muss nicht bei allen gleich aussehen):

Sich zum Sex verabreden. Würde man mit einer Affäre ja auch so machen. Zum Beispiel einmal die Woche sonntags um 16:00 Uhr. Dann hat aber auch niemand anderes was zu melden – kein Familiengedönse (Tut mir ja so leid, Schwiegermutti), die beste Freundin kann man auch später oder am nächsten Tag anrufen und die Glotze kommt aus (außer man hat Lust, zusammen erotische Filme anzuschauen).

Sich zum Sex verabreden heißt ja auch nicht, dass jetzt irgendein Leistungsdruck herrschen muss. Man muss nicht zwangsläufig miteinander schlafen um guten Sex zu haben. Manchmal ist nur nackig kuscheln, streicheln und zusammensein ja schon genug. Und wenn nicht und der andere hat keine Lust, dann sind die meisten Partner ja noch mit Händen und Mündern gesegnet. ]:D Habe selten Menschen ohne gesehen. Und selbst wenn der Partner das gerade auch nicht möchte – man kann sich auch bei der Selbstbefriedigung gegenseitig im Arm halten.

Stress und ähnliche Begründungen lasse ich nicht mehr gelten. Irgendwas ist schließlich immer.

Mittlerweile sage ich meinem Mann ganz direkt, wenn ich Bock habe. Er bekommt das noch nicht ganz so hin, aber wenn ich bemerke, dass er Lust hat, werde ich aktiv. Auch wenn ich selbst gerade keine habe. Das Gefühl, den Partner glücklich gemacht zu haben und ihm eine schöne Zeit und schöne Gefühle bereitet zu haben kann sehr zufriedenstellend sein.

Wichtig ist auch, in Kontakt miteinander zu bleiben, viel zusammen zu unternehmen und miteinander zu sprechen. Man muss zusammen etwas an der Situation ändern.

Ich wünsche allen Leidenden, dass ihr in der Lage seid, zusammen mit eurem Partner etwas an der Situation zu ändern. Ich weiß, wie sehr man darunter leiden kann. Das Gemeine ist: eurer Partner leidet wahrscheinlich auch. Niemand der jemand anderen liebt, macht es glücklich, zu sehen, wie der geliebte Mensch leidet. Findet für euch einen Weg! Das wird anstrengend und vielleicht auch mal nicht sofort klappen, aber wichtig ist, zusammen dran zu bleiben und zu schauen, was braucht die Beziehung, was der andere und was man selbst.

@ gehmalraus

An deiner jetzigen Situation, bist du nicht ganz schuldlos und das weißt du auch!

Ich wünsche und hoffe, dass bei euch wieder alles ins Reine kommt, aber auch du musst dein Verhalten deinem Freund gegenüber ändern.

Ähh, ja. Fehler macht jeder Mensch, das ist normal. Und falls Du jetzt über Druck sprichst: Soll sie den armen, armen, gestressten, vielbeschäftigen Mann jetzt am Besten nie wieder darauf ansprechen, damit kein Druck entsteht? *Ironie aus* Wie soll sich denn dann etwas ändern?

@ alle,

die eine Trennung empfehlen

Diese Empfehlung ist doch nicht wirklich hilfreich, wenn man in einem Forum Hilfe zu so einem Problem sucht. Soll man alles hinschmeißen, bloss weil eine einzige Sache nicht mehr so passt, wie man sich das vorstellt? Jemand, der sich aufgrund dieser Problematik trennen möchte, wird es vermutlich auch ohne euren nett gemeinten Ratschlag tun und ohne in einem Forum nach einer Lösung zu suchen. Leute suchen bei so einer Problematik Hilfe in einem Forum, weil sie in der Beziehung noch etwas sehen um dass es sich zu kämpfen lohnt. Eine Beziehung ist doch kein Wegwerfartikel!

Ich wünsche jedenfalls allen, dass sie glücklich werden!

F[räule4iAn Moxzart


@ Schnürzel:

Danke dir. Ich finds gut,wie du dein Problem gelöst hast. Und danke, dass du das hier auch erzählst.

In meinem Fall merke ich aber auch immer wieder, dass er zumindest momentan nicht wirklich mit mir reden möchte. Zwischen "reden" und "reden" ist ja immernoch ein Unterschied. Übers Wetter und sonstige alltägliche Dinge kann man immer mit ihm reden, aber wenn ich mal ein ernsthaftes Gespräch beginne, dann geht er fast nie darauf ein. Oder beginnt, mir irgendwelche Vorwürfe zu machen. Klar soll er mir sagen, was ihn an mir stört, aber er schafft es nicht, mir das sachlich zu sagen und das will ich so nicht. Erstens, weil kein Mensch vernünftig darauf antworten kann, wenn er Vorwürfe gemacht bekommt und zweitens weil man doch auch dann gemeinsam darüber reden möchte, wie man diese Störfaktoren aus der Welt schaffen kann. Und solange er das nicht kann, möchte ich ehrlich gesagt auch nicht mehr reden.

Das macht mich im Moment ziemlich traurig und nachdenklich. Deshalb bin ich froh, mal wieder einen positiveren Eintrag zu lesen, hat mich irgendwie ein bisschen aufgemuntert, auch wenn es das Problem nicht gleich löst.

Trotzdem danke. @:)

S.chnüprzel


Hallo Fräulein Mozart,

zunächst einmal fühl Dich :)_ .

Danke dir. Ich finds gut,wie du dein Problem gelöst hast. Und danke, dass du das hier auch erzählst.

Warum sollte ich es nicht erzählen? Wir machen anderen Menschen viel zu oft etwas vor. Das fängt schon bei der Frage "Wie geht es Dir?" an. Wie oft sagt man dann "Gut.", obwohl es nicht stimmt? Ich habe für mich irgendwann beschlossen, mich da auszuklinken und die anscheinend stillschweigende Übereinkunft, dass man immer sagt "gut" und "alles ist in Ordnung" aufzukündigen und da nicht mehr mitzumachen. Damit wird man zwar für andere ziemlich unbequem, aber es ist gut für den Seelenfrieden. o:)

Und solche Probleme im sexuellen Bereich unter Paaren – da wird generell gar nicht drüber gesprochen. Gibt es angeblich gar nicht oder so gut wie kaum. Alle haben dreimal die Woche superüberhyperhammermäßigen, total befriedigenden, geilen Sex und sind total happy. Das stimmt oft genug nicht. Ich könnte jetzt aufzählen, wo ich in meinem Umfeld herausgefunden habe, dass es eben nicht so ist, wie alle gerne darstellen, aber damit würde ich mich erkennbar machen. Und damit Menschen, die mir etwas anvertraut haben, bloßstellen, weil die ja nicht möchten, dass das jemand weiß. Ich bitte daher um Verständnis.

In meinem Fall merke ich aber auch immer wieder, dass er zumindest momentan nicht wirklich mit mir reden möchte.

Das Thema ist ihm unangenehm. Ist ja auch logisch. Man muss sich erstmal eingestehen, dass nicht alles eitel Sonnenschein ist. Mein Mann schaute, wenn ich das Thema mal anschneiden muss, immer, als ob er gerade fürchterliche Zahnschmerzen und Bauchweh hätte. Über jedes Thema kann man mit ihm reden – doch bitte bitte bitte nicht darüber. Liegt, glaube ich, auch an seiner Erziehung. Bei meinen Schwiegereltern wird darüber nicht gesprochen. Niemals nie nicht.

Übers Wetter und sonstige alltägliche Dinge kann man immer mit ihm reden, aber wenn ich mal ein ernsthaftes Gespräch beginne, dann geht er fast nie darauf ein.

Den verdammten Fernseher / Laptop ausschalten. Verständnis haben und zeigen, so schwer es auch fällt. Er würde sich vermutlich lieber ohne Betäubung oder Narkose operieren lassen, als über das Thema zu sprechen.

Aber bei ihm auch Verständnis für Deine Situation wecken. Keine Vorwürfe, das fällt schwer, das weiß ich.

"Ich leide sehr unter der Situation wie sie jetzt ist und kann so nicht weiterleben" ist möglicherweise ein besserer Anfang als "Nie schläfst Du mit mir". Erkläre ihm auch, was Du fühlst und warum. (Beispiele: Ich fühle mich einsam, obwohl wir eine Beziehung haben, ich fühle mich nicht begehrt, mir fehlt die Nähe, ich komme mir vor wie ein Möbelstück, weil ich das Gefühl habe nicht beachtet zu werden, ich fühle mich so, als ob meine Bedürfnisse nicht wichtig sind)

Oder beginnt, mir irgendwelche Vorwürfe zu machen.

Den Giftpfeil dann NICHT zurückschießen. In einem ruhigen Ton erklären, dass Vorwürfe und Matheaufgaben ("Du hast mir ein Aua gemacht – Aber Du hast mir da und dort wehgetan" oder "Ich hab dies für Dich gemacht – Aber ich tu doch dieses und jenes für Dich") euch nicht weiterbringen. Ruhig bleiben.

Klar soll er mir sagen, was ihn an mir stört, aber er schafft es nicht, mir das sachlich zu sagen und das will ich so nicht.

Sag ihm das. Freundlich. Sachlich zu bleiben ist immer schwierig, gerade wenn es um Gefühle geht. Manchmal kann man aus dem Vorwurf auch raushören, was derjenige eigentlich meint. "Immer lässt Du die Zahnpastatube offen rumliegen!" könnte man zum Beispiel gut kontern mit "Du möchtest mir also sagen, dass Du Dir wünschst, dass ich in Zukunft die Zahnpastatube zudrehe? Dann sag mir das doch bitte auch so. Dann fühle ich mich nicht angegriffen." Das nimmt den Stress aus der Unterhaltung, weil sich dann nicht beide mit verbalen Giftpfeilen zuschütten.

Leider vergessen wir nur allzu oft, dass wir nicht, nur weil wir uns lieben, ein Mensch mit den gleichen Bedürfnissen und Gefühlen sind, sondern immer noch zwei verschiedene Menschen. Wenn er zufrieden so ist, heißt das nicht, dass Du auch zufrieden bist – oder geschweige denn sein musst. Und weil Du unzufrieden bist, heißt das nicht, dass er auch unzufrieden sein muss. Aber – man ist verantwortlich für das, was man sich vertraut gemacht hat. Ich glaube, das ist aus "Der kleine Prinz" von Antoine de Saint-Exupéry. Ich finde diesen Satz sehr weise.

Ihr seid BEIDE jeder für den anderen und für eure Beziehung verantwortlich. Genau wie mein Mann und ich füreinander und für unsere Beziehung.

Eine Trennung würde das Problem meiner Meinung nach nur transportieren. Mein Mann ist nunmal anders als ich, aber er ist DER EINE. Und wenn ich das Problem mit ihm nicht gelöst bekomme und mich trenne, wird es vermutlich in der nächsten Beziehung nicht viel anders laufen. Es wird immer irgendwelche Unstimmigkeiten geben, weil kein Mensch dem anderen gleicht. Man kann vor den Schwierigkeiten a) entweder weglaufen und sich was Neues suchen und dann feststellen, dass einen die Schwierigkeiten doch wieder einholen, oder b) sie totschweigen und alles laufen lassen oder c) an der Beziehung zusammen arbeiten.

Das wird euch beide sehr anstrengen und viel Kraft kosten. Aber es lohnt sich. Macht euch gegenseitig bewusst, dass der andere ein Geschenk und nicht selbstverständlich ist.

Das macht mich im Moment ziemlich traurig und nachdenklich. Deshalb bin ich froh, mal wieder einen positiveren Eintrag zu lesen, hat mich irgendwie ein bisschen aufgemuntert, auch wenn es das Problem nicht gleich löst.

Sei nicht traurig. Sieh lieber die positiven Seiten. Ihr seid ja nicht umsonst zusammen, oder? ;-) Nachdenklich darfst Du aber sein. Es ist wichtig zu wissen, was Du willst.

Beziehungen – gerade wenn man sich eigentlich sehr nahsteht und sich sehr liebt – sind nie einfach. Es wird selten bei einem Problem in der Beziehung etwas geben, was das Problem gleich und sofort löst. Ihr könnt nur beide zusammen etwas ändern. Und dafür ist es wichtig, dass ihr viel miteinander sprecht. Es kann euch sogar am Anfang so vorkommen, als spricht der eine chinesisch und der andere spanisch. Womöglich müsst ihr euch erst neu verstehen lernen. Und es wird nicht leicht. Aber das ist es nie.

[[http://www.clipfish.de/musikvideos/video/3150069/silbermond-krieger-des-lichts/]]

Ich wünsche euch alles liebe und ganz viel Kraft!

l0oha8090x3


Fräulein Mozart,

mir geht es genauso :°( ich bin gerade einmal Mitte 20 und es läuft nichts mehr.

Höchstens 1 Mal im Monat und das nun schon seit 2 Jahren.

Ich bin gerade richtig fertig deswegen.

Tut mir so leid zu lesen, dass es auch noch andere Frauen gibt, denen es so geht :-( :(v

pQhoezniwx0904


@ loha0903

wahrscheinlich geht's mehr Leuten so, als man sich vorstellen kann. Falls da mal jemand eine allgemeingültige, behebbare Ursache fände, wär's eine Wohltat.

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