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Verlust sexueller Libido/ Erektionsstörungen mit 19 (m)

WyhenAl0lLightxDies hat die Diskussion gestartet


Hi,

Ich erzähle euch mal kurz meine Geschichte, die mich zur Zeit sehr bedrückt. Ich habe schon viel mit Freunden darüber geredet, die alle meinen, das sei nicht normal.

Ich bin 19 und bis zu meinem 18. LJ lief alles soweit normal. Mit 13 das erste Mal masturbiert und bis zu meinem 18. LJ auch sexuelle Lust verspürt und nahezu täglich oder zumindestens alle zwei Tage masturbiert. Selten auch 2 mal am Tag. So weit, so normal.

Den ersten sexuellen Kontakt hatte ich dann als ich einige Tage nach meinem 18. Geburtstag mit einem Freund ein Bordell aufsuchte, allerdings kein besonders gutes, sondern einen sogenannten "Flatrate-Puff", was für eine Entjungferung sicherlich nicht optimal ist. Hat mir am Anfang auch super gefallen, da ich endlich mal wusste wie es ist Sex zu haben und ich habe in der Zeit danach immer häufiger den Weg zu Prostituierten gesucht.

In der Zeit fing ich allerdings auch damit an Drogen zu konsumieren. Ich konsumierte sehr viel und sehr intensiv Kokain, dazu konsumierte ich viel zu viel Ecstasy (MDMA) auf Partys und dazu auch Cannabis und Alkohol. Kokain konsumierte ich in den Hochzeiten bis zu 4 Gramm die Woche, immer nasal, Ecstasys schluckte ich bis zu 20-25 im Monat, allerdings mit großen Konsumpausen. Mittlerweile bin ich immerhin vom Kokain weg und konsumiere auch nur noch seltener Ecstasy.

Warum ich das erzähle? Weil ich viel davon gehört habe, dass der Konsum der o.g. Drogen zum sexuellen Libidoverlust führt, der bei mir dann auch damals eingetreten ist, was ich gleich detaillierter erläutern werde.

Irgendwann hat der Sex mit Prosituierten bei mir sehr an Reiz verloren und ich wendete mich vermehrt dem Nachtleben zu und hatte einige One Night Stands. Wirklich erfüllt haben mich diese aber auch nicht. Vielmehr ist der Sex bei den One Night Stands für mich ein Pflichtprogramm. Ich versuche die Frau so gut es geht zu befriedigen und hole mir durch die One Night Stands mit Sicherheit auch in einer bestimmten Art und Weise eine Form von Bestätigung. Wenn ich in der selben Nacht Kokain oder Ecstasy konsumiert habe, habe ich desöfteren mal Erektionsprobleme. Das sieht dann konkret so aus, das mein Penis nur "halbsteif" wird, also größer ist, aber nicht richtig hart wird, sondern dass man ihn in der Mitte theoretisch leicht biegen kann und entsprechend die Penetration der Frau nur schwer möglich ist. Ich denke zumindestens, dass das an dem Drogenkonsum liegt – denn nüchtern habe ich noch nie GV gehabt, sondern immer nur unter Drogeneinfluss.

Mittlerweile stellt sich die Situation bei mir so dar, dass ich nur äußerst selten masturbiere und die sexuellen Gedanken deutlich weniger präsent sind als früher. Ich masturbiere maximal 1x die Woche, könnte aber mit Sicherheit auch problemlos einen Monat aushalten ohne zu masturbieren (oder Sex zu haben), was für die meisten jungen Männer wahrscheinlich undenkbar wäre. Wenn ich dann doch mal masturbiere, dann geht das extrem schnell, der Penis wird total hart und ich könnte wenn ich länger nicht masturbiert habe, in weit unter einer Minute zum Orgasmus kommen. Das zeigt für mich, dass die Probleme vermutlich eher nicht physischer Natur sind.

Der nächste Punkt warum mir Sex und das Ausleben meiner Sexualität kaum Spaß bereitet ist, dass ich beim Orgasmus nichts spüre. Es ist schwer zu beschreiben, aber der Orgasmus ist für mich ein rein körperlicher Akt. Beim Orgasmus selbst spüre ich kaum Befriedigung. Wenn ich masturbiere, dann verziehe ich beim Orgasmus keine Miene, sondern bin schon dabei die Taschentücher zu verwenden. Wenn ich beim Sex einen Orgasmus habe (was noch nicht oft passiert ist, aufgrund der oben beschriebenen Drogenproblematik), dann ist es etwas besser, aber es ist jetzt auch nichts tolles, was ich immer brauche.

Stand jetzt konsumiere ich außer Tabak keine Drogen mehr und bin seit etwa 2 Monaten clean in puncto Kokain. Ich habe auf einen reversiblen Effekt gehofft, der bisher aber ausblieb.

Nüchtern betrachtet würde ich meinen Libidoverlust durch folgendes erklären: Damals in der Pubertät war eine Frau immer etwas Unbekanntes, ich wusste nicht wie sich Sex anfühlt und deswegen war der Reiz enorm. Durch den vielen Sex bei Prostituierten (und vielleicht auch Übersexualisierung der Gesellschaft) bin ich dann stark abgestumpft und der intensive Drogenkonsum hat sein Weiteres dazu beigetragen.

Mir macht die Situation auf jeden Fall zu schaffen. Mein bester Freund beispielsweise behauptet, dass Sex und der Orgasmus das Beste im Leben ist und er empfiehlt mir auch eindringlich, Hilfe zu suchen. Für ihn ist meine Position, bsw. dass ich kaum masturbiere und so wenig sexuelles Verlangen habe, absolut unvorstellbar.

Auch ich merke, dass irgendetwas mit mir nicht normal ist. Ich denke oft gern an die Pubertät zurück, wie "notgeil" ich damals noch war und wie groß das sexuelle Verlangen damals war. Mittlerweile ist das Vergangenheit. Gab schon viele Theorien, die ich hatte was mit mir los ist – von Testosteronmangel bis Asexuallität habe ich schon alles vermutet.

Ich würde mich sehr über hilfreiche Antworten freuen, da mir die Situation zuschaffen macht. Ein Besuch bei einem Psychologen oder gar Urologen? Was ist eure Meinung zu meiner Situation?

Vielen Dank im Voraus und liebe Grüße!

Antworten
DRreamxer35


Hallo,

ich kann wahrscheinlich nur bedingt eine Hilfe sein, aber ich versuche es trotzdem. Mit der Drogenproblematik habe ich, bis auf wenige Male Cannabis und einmal LSD in meiner Jugend, keine Erfahrung, kann also nicht sagen in wie weit sich das auf Potent und Libido auswirkt. Allerdings habe ich Erfahrung mit Erektionsstörungen und Libidoverlust. Nach meiner letzten längeren Beziehung (11 Jahre) hatte ich viele wechselnde Beziehungen, da ich mittlerweile die 50 überschritten habe akzeptierte ich dass die Partnerinnen auch nicht mehr ganz so knackig waren wie in meiner Vergangenheit. Doch es kam dabei immer wieder zu Erektionsstörungen und mangelnde Libido, wofür ich den fehlenden Reitz der Partnerinnen verantwortlich machte. Vor einem dreiviertel Jahr habe ich dann meine aktuelle Partnerin kennengelernt, eine seeehr schöne Frau, 16 Jahre jünger als ich und was soll ich sagen auch bei ihr hatte ich hin und wieder diese Probleme, zwar nicht dauernd aber eben manchmal. Ich war verzweifelt, hatte Angst diese Frau, in die ich mich sehr verliebt hatte wieder zu verlieren. Meine Lebensqualität war gleich null. Nun konnte ich die Augen nicht mehr länger vor der Wahrheit verschliessen, es lag definitiv an mir. Also ab zum Urologen. Der hat mich komplett durchgecheckt, konnte aber keine Ursachen entdecken, stellte aber auch fest das mein Testosteronwert, zwar im Normbereich ist, aber im unteren Drittel. Also hat er mir Testosteron verschrieben, in Form eines Gels, was ich mir jeden Morgen auf dem Oberkörper verreibe und was soll ich sagen es klappt wieder wie mit 20, ich habe wieder so viel Lust, dass ich mich mindestens 4-5 mal in der Woche selbst befriedige und am Wochenende wenn sie da ist, haben wir jeden Tag mindestens 1 mal Sex.

Sogar meine Fantasien, die ich jahrelang vermisst habe, sind wieder zurückgekehrt.

Mein Rat also, geh zum Urologen und lass Dich durchchecken, auch den Testosteronwert ermitteln lassen und lass Dich nicht damit abspeisen dass der Wert ja im Normalbereich ist. Mein Urologe hat mir das so erklärt: Jeder Mann hätte einen eigenen Wert den er bräuchte, so dass man sich nicht darauf verlassen kann dass der Testosteron Wert ja im Normbereich wäre, er kann dan trotzdem unter dem Wert liegen die speziell dieser Mann benötigt. Bei mir war es offenbar so. Natürlich ist das auch mit Risiken verbunden und man sollte deshalb regelmässig zur Kontrolle gehen, aber ich habe meine Lebensqualität wieder zurück.

Gruss

Dreamer35

Aibat|ena#ngo


WhenAllLightDies

Warum ich das erzähle? Weil ich viel davon gehört habe, dass der Konsum der o.g. Drogen zum sexuellen Libidoverlust führt, der bei mir dann auch damals eingetreten ist, was ich gleich detaillierter erläutern werde.

Warum ich off-topic schreibe? Ich hab' hier einen Abschiedsbrief auf meinem Schreibtisch liegen, der an einen anderen Menschen gerichtet ist. Hast Du Lust zu raten, wie oft Mensch das Wort bitte geschrieben hat?

Welche Bitte hast Du an die Drogen? Welche Lücke(n) sollen die Drogen schliessen?

Stand jetzt konsumiere ich außer Tabak keine Drogen mehr und bin seit etwa 2 Monaten clean in puncto Kokain.

Was ist mit Ecstasy (MDMA), Cannabis und Alkohol (Zellgift)?

Hast Du schon einmal eine stationäre Entgiftung gemacht?

Ich denke oft gern an die Pubertät zurück, wie "notgeil" ich damals noch war und wie groß das sexuelle Verlangen damals war.

Es mit einer Frau gemeinsam auszuleben?

Was ist eure Meinung zu meiner Situation?

Was machst Du so den lieben langen Tag?

s'usi_hxerself


Da es bei Dir offensichtlich keine körperlichen Beeinträchtigungen gibt, scheint eher Deine Einstellung zum Sex für Deinen Libidoverlust ausschlaggebend zu sein. Du hast Sex bisher anscheinend auf rein körperlicher Ebene erlebt, zumindest kann ich aus Deinem Beitrag nicht herauslesen, daß Du eine emotional tiefere Beziehung zu einer Frau gehabt hast. Für mich liegt hier der Hund begraben denn es sind die Emotionen die unsere Hormone und alles was sonst noch zum Sex dazugehört beeinflussen. Nach allem was ich so gehört habe, haben ein wirklich erfülltes Sexleben auch nur die, die nicht nur eine körperliche Beziehung zu ihrer Partnerin haben sondern auch eine tiefe emotionale.

Ich würde an Deiner Stelle mir weniger Sorgen um Deine Drogenvergangenheit oder Deine Libido machen. Kümmere Dich eher darum, eine echte Partnerin zu finden, die die Quelle der Lust in Dir wieder sprudeln lässt.

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