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Schwierigkeiten damit, dass Mann Nacktbilder von Frauen anschaut

FTremdefr2222


Da gibt es ja unzählige Antworten und Meinungen zu diesem interessanten Thema. Und nun kommt auch noch meine Meinung dazu:

Männer sind Augenwesen. Viel mehr als Frauen. Sie können nicht bekommen, eine nachte Frau zu sehen. Ist nicht immer Sex dahinter oder geil werden. Es ist einfach die Freude an der Schönheit.

Wenn ein Mann sich unendllich viele Bilder ansieht, dann könnte es sein, dass sein Bedürfnis nach "nackter Frau" nicht gedeckt ist. Er hat ganz einfach zu wenig davon. Das sollten manche Frauen mal ein wenig überdenken. Frauen jammern ja auch oft darüber, dass ihr Partner sie nicht genug verwöhnt, also auch mal streichelt ohne Sex etc. Das könnte man so ungefähr vergleichen.

Wenn ein Mann allerding – wie in diesem Fall von der TE – Bilder richtiggehend sammelt und sogar benennt und Vorlieben hat, die er dann speziell aussondert, dann geht das sicherlich ein wenig zu weit. Und dann ich verstehen, dass die Frau entweder eifersüchtig, oder böse, oder auch traurig wird, weil sie meint, sie ist nicht mehr hübsch genug. Das kann ich alles sehr wohl verstehen.

Um das Problem zu lösen, sehe ich eigentlich nur das Reden als einzige Lösung. Sich wirklich ausprechen, nicht nur oberflächlich reden. Und dann auch versuchen, sich gegenseitig – ich widerhole: GEGENSEITIG – zu verstehen. Denn ER will – oder sollte – ja auch verstanden werden. Sie natürlich auch in ihrer Angst vor dem Verlust der jugendlichen Schönheit.

Aber selbst wenn eine Frau 40 ist, dann hat sie sicher noch weibliche Reize. Diese sollte sie nicht verbergen sondern ein weing großzügig damit umgehen. Vielleicht hilft das auch schon! Ein wenig wenigstens! Und vielleicht würde es auch helfen, wenn die Geheimnistuerei aufhörte und das Schnüffeln. Also ER sollte seine Bilder offen ansehen dürfen. Und die Frau vielleicht mit einschliessen. Diesen Rat haben ja schon andere auch gegeben. Fände ich wirklich nicht übel, das mal zu versuchen.

VDevBodkynxe


Denn wie sonst kommt denn immer diese Unterstellung zu stande, dass man dem Mann indirekt vorwirft, nur weil er sich irgendwelche Bildchen anschaut (oder Pronos), dass er gleich mit der nächst besten in die Kiste hüpfen wird

Ich glaube, darum geht es gar nicht unbedingt, vielen reicht es einfach schon, wenn der Partner sozusagen in Gedanken (in der Fantasie) "fremdgeht". Ich habe diesbezüglich erst kürzlich eine Diskussion hier bei med1 verfolgt, finde sie jetzt gerade aber leider nicht mehr. Da ging es jedenfalls auch um das Thema Pornografie und mit welcher Motivation sie konsumiert wird und da kann es durchaus Unterschiede geben. Steht die sexuelle Handlung, also der Akt im Vordergrund oder liegt der Fokus auf dem/der Darsteller/in. Wird man nur durchs passive Zusehen erregt oder stellt man sich aktiv vor, wie es wohl wäre, selbst mit dem/der Darsteller/in Sex zu haben. Diese Differenzierungsmöglichkeiten fand ich ganz aufschlussreich und interessant.

Mir erscheint es deshalb auch legitim, zu sagen, fremdgehen beginnt im Kopf und es steht jedem frei, bereits da die persönliche Grenze zu ziehen und es als Treuebruch zu betrachten, wenn sich der Partner gedanklich mit anderen Personen (oder einer bestimmten anderen Person) vergnügt. Man muss nur klären, ob das wirklich der Fall ist, denn natürlich kann man sich entsprechende Bilder oder Filme eben auch ohne derartiges Kopfkino ansehen.

l=ioxna


Ich glaube, darum geht es gar nicht unbedingt, vielen reicht es einfach schon, wenn der Partner sozusagen in Gedanken (in der Fantasie) "fremdgeht".

So gesehen müssten auch viele Männer chronisch eifersüchtig auf die Fantasien der Frauen sein. Denn es ist durchaus anzunehmen, dass nicht jede Frau ausschließlich nur von ihrem eigenen Mann fantasiert und sich dabei befriedigt.

Da ging es jedenfalls auch um das Thema Pornografie und mit welcher Motivation sie konsumiert wird und da kann es durchaus Unterschiede geben. Steht die sexuelle Handlung, also der Akt im Vordergrund oder liegt der Fokus auf dem/der Darsteller/in. Wird man nur durchs passive Zusehen erregt oder stellt man sich aktiv vor, wie es wohl wäre, selbst mit dem/der Darsteller/in Sex zu haben. Diese Differenzierungsmöglichkeiten fand ich ganz aufschlussreich und interessant.

Nur wird dabei weiterhin die Realität von der Fiktion getrennt. Oder hat in dieser Diskussion einer gesagt, er würde lieber die Darstellerin sexuell begatten und seine Frau ernsthaft für diese Dame verlassen? Denn in diesem Fall wäre die Grenze zwischen Fantasie und Realität verschwommen. Solange ich mir in meiner Fantasie nur vorstelle, dass ich mit einen Darsteller xyz mich vergnüge, bleibt es weiterhin reine Fantasie. In dem Fall kann man aber sehr wohl diese Fantasie von der Realität trennen und wird deswegen noch lange nicht zu diesem Darsteller hinfahren und ihn sexuell begatten wollen.

Und sicher ist es interessant warum man Pornos schaut, aber gleiche Gründe kannst du auch für Bilder heranziehen. Denn auch für Bilder wird es unterschiedliche Motivationen geben. Nur deswegen leiden diese Personen nicht unter Realitätsverlust. Sie werden durchaus die Realität von ihren Fantasien unterscheiden können. Wenn nicht, bestünde eine ernst zunehmende Wahrnehmungsstörung.

Mir erscheint es deshalb auch legitim, zu sagen, fremdgehen beginnt im Kopf und es steht jedem frei, bereits da die persönliche Grenze zu ziehen und es als Treuebruch zu betrachten, wenn sich der Partner gedanklich mit anderen Personen (oder einer bestimmten anderen Person) vergnügt.

Wie gut das der Mensch die Gedanken seiner Mitmenschen lesen kann und natürlich überprüfen kann, wie das Kopfkino seines Partner ausschaut.

Man muss nur klären, ob das wirklich der Fall ist, denn natürlich kann man sich entsprechende Bilder oder Filme eben auch ohne derartiges Kopfkino ansehen.

Wie willst du denn abklären, ob dein Partner dich gedanklich betrügt? Das kann man nicht kontrollieren. Denn auch Menschen die keine Bilder oder Pornos konsumieren, weisen ein Kopfkino auf. Und wie dieses aussieht geht nur allein der Person etwas an und die ist nicht verpflichtet, als Hauptdarsteller den eigenen Partner zu verwenden. Und der eigene Partner wird das auch nicht kontrollieren oder gar wirklich je herausfinden können. Und der Betroffene, der an einen solch besitzergreifenden Menschen, der offensichtlich unter sehr großen Verlustängsten leidet, gerät, wird – da er sein Gegenüber liebt – es tunlich lassen, diesem ins Gesicht zu sagen, dass er sich in der Fantasie auch mal mit wen anders vergnügt. Dabei kann dieser Mensch ansonsten der ehrlichste und aufrichtigste Mensch sein, der auf Erden wandelt.

A,viQchaxn


ich muss mich Vevodkyne anschließen. bzw empfinde ihren beitrag als einen der objektivsten. am ende ist es nämlich wirklich so, dass jeder einzellne mensch entscheidet, wo für ihn die grenzen liegen.

meine grenze ist zum beispiel auch nicht allzu locker gesteckt: ein mann, der sich gerne nackte frauen ansieht kommt für mich nicht in frage. punkt aus. völlig egal, wieso er das tut, wichtig ist mir in diesem moment einfach nur, was ICH dabei empfinde und wenn mich etwas quält, dann tue ich es mir nicht an. das wäre auch dem mann gegenüber unfair, immerhin habe ich nicht das recht ihm das zu verbieten, also muss ich damit so umgehen, dass ich ihn nicht einschränke. das macht auf dauer eine beziehung ja auch nicht besser,oder!? wenn er weiß, dass er dich damit unglücklich macht... sowas setzt einem mann sicher ziemlich zu...

aber als erwachsener mensch muss man eben seine prioritäten setzen, männlein wie weiblein sind davon nicht ausgenommen.

dass nicht jeder diese meinung teilt ist mir klar und ich bewundere frauen, die mit sowas cool und selbstbewusst umgehen. so eine frau bin ich aber eben nicht und aus meiner sicht muss man halt bei aller liebe nicht alles am partner akzeptieren/tollerieren.

meine eigenen prinzipien würde ich für keinen mann der welt über bord werfen.

VKevondkyn4e


So gesehen müssten auch viele Männer chronisch eifersüchtig auf die Fantasien der Frauen sein. Denn es ist durchaus anzunehmen, dass nicht jede Frau ausschließlich nur von ihrem eigenen Mann fantasiert und sich dabei befriedigt.

Wieso müssten? Kein Mensch muss eifersüchtig auf gedankliches Fremdgehen reagieren, wenn er nicht so empfindet. Aber klar, es könnten natürlich auch Männer ein Problem damit haben, wenn sich ihre Partnerinnen gedanklich mit anderen Männer vergnügen.

Nur wird dabei weiterhin die Realität von der Fiktion getrennt. Oder hat in dieser Diskussion einer gesagt, er würde lieber die Darstellerin sexuell begatten und seine Frau ernsthaft für diese Dame verlassen?

Nein, aber noch einmal: Das ist doch auch gar nicht der Punkt. Ich verstehe schon, für dich ist entscheidend, dass die Fantasien nicht in die reale Tat umgesetzt werden und das ist eine Möglichkeit, die Grenzen zu definieren. Man kann die Grenze aber eben auch schon früher ziehen und sagen, mir egal ob es je in die reale "Tat" umgesetzt würde oder nicht, mir reicht schon die gedankliche. Man kann sich auch Monogamie und Treue im Kopfkino wünschen.

Wie willst du denn abklären, ob dein Partner dich gedanklich betrügt? Das kann man nicht kontrollieren.

Wie überprüfst du denn, ob dein Partner "real" treu ist? Ich kontrolliere das bei meiner Partnerin überhaupt nicht, sondern verlasse mich einfach auf ihr Wort. Darauf ist man letztlich immer angewiesen, auch was Treue im realen Leben angeht, wenn man keinen 24 Stunden Überwachung durch einen Privatdetektiv beauftragen möchte.

Klar, gedankliche Treue lässt sich letztlich noch schwerer oder gar nicht (höchstens durch einen Lügendetektor oder irgendsowas) "kontrollieren", aber das ändert ja nichts daran, dass man sich trotzdem diese Form der Treue wünschen und auf den Partner vertrauen kann.

Denn auch Menschen die keine Bilder oder Pornos konsumieren, weisen ein Kopfkino auf. Und wie dieses aussieht geht nur allein der Person etwas an und die ist nicht verpflichtet, als Hauptdarsteller den eigenen Partner zu verwenden.

Ich finde schon, dass man als Partner sozusagen "moralisch" verpflichtet sein kann. Nicht unbedingt in der Hinsicht, sich zu verbiegen und sich das Kopfkino vorschreiben zu lassen, aber in der Hinsicht, wenigstens ehrlich zu sein. Ich fühle mich jedenfalls moralisch verpflichtet, meiner Partnerin in der Hinsicht nichts vorzumachen. Und es gibt ja auch Menschen, bei denen der Hauptdarsteller tatsächlich einzig und alleine der eigene Partner ist. Am besten finden sich dann also die zusammen, die Wert auf diese gedankliche Form der Treue legen und die, die ohnehin so ticken, das ist eigentlich das Beste für alle.

l.ionxa


Man kann die Grenze aber eben auch schon früher ziehen und sagen, mir egal ob es je in die reale "Tat" umgesetzt würde oder nicht, mir reicht schon die gedankliche. Man kann sich auch Monogamie und Treue im Kopfkino wünschen.

Das kann ich durchaus nachvollziehen, nur frage ich mich, wie man das als rein monogamer Mensch in der Realität ganz konkret überprüfen möchte. Denn man kann nun mal aktiv die Gedanken des Partner nicht lesen. Und wenn dieser einen abgöttisch liebt und über meine Einstellung weiß, wird es doch in der Realität wahrscheinlicher sein, dass er mir das nie im Leben auf die Nase bindet. Statt dessen würde ich doch ledig zu hören bekommen, das ich als Frau auch in seinem Kopf die Einzige bin.

(höchstens durch einen Lügendetektor oder irgendsowas) "kontrollieren"

Du weißt aber schon das Lügendetektoren nicht wirklich funktionieren und oftmals falsche Ergebnisse liefern. Daher würde diese Methode nicht funktionieren.

aber das ändert ja nichts daran, dass man sich trotzdem diese Form der Treue wünschen und auf den Partner vertrauen kann.

Sicher kann man sich das wünschen. Nur finde ich es eben naiv zu glauben, dass in dem Punkt der Partner wirklich ehrlich ist. Das wäre der Mensch nur in einer rein rationalen Welt, in der wir aber nicht Leben. Das es rein theoretisch so sein kann, leuchtet mir sehr wohl ein. Nur im echten Leben sehen die Handlungen von Menschen dummerweise leider anders aus. Und da jeder Mensch ein echter Spezialist im Lügen ist, würde man als Partner es auch nicht bemerken, wenn der eigene Partner in dem Punkt etwas mogelt.

Am besten finden sich dann also die zusammen, die Wert auf diese gedankliche Form der Treue legen und die, die ohnehin so ticken, das ist eigentlich das Beste für alle.

Das wäre sicherlich das Beste. Aber nur weil es auf theoretischer Ebene eben die beste Konstellation darstellt, bedeutet es eben leider noch lange nicht, dass sich nur solche Menschen in eine Beziehung begeben.

Generell würde ich es eh mal interessant finden, wie denn die Männerwelt an sich dazu steht und wie viele ihr Kopfkino ausschließlich nur auf ihre Partnerin reduzieren.

Vievodkxyne


Das kann ich durchaus nachvollziehen, nur frage ich mich, wie man das als rein monogamer Mensch in der Realität ganz konkret überprüfen möchte.

Was hast du denn nur ständig mit dem Überprüfen. Man kann immer getäuscht und hintergangen werden. Wenn man den Partner nicht 24 Stunden einsperrt oder überwacht, besteht immer die Möglichkeit, dass er fremdgeht, ob "real", also physisch mit anderen oder gedanklich, in der Fantasie.

Man muss in dem Zusammenhang aber gar nicht das Bedürfnis haben, irgendetwas zu kontrollieren, zu überprüfen, sondern kann auch voll auf Vertrauen setzen. Magst du naiv finden, vielleicht werden auch viele getäuscht, schließlich geht wohl auch real jeder zweite oder dritte Mensch fremd (Frauen genau so häufig wie Männer). Die Treue des Partners nicht 100%ig "kontrollieren" zu können, ist aber eben kein Aspekt, der nur das Treusein in der Fantasie betrifft.

Sicher kann man sich das wünschen. Nur finde ich es eben naiv zu glauben, dass in dem Punkt der Partner wirklich ehrlich ist.

Du findest es naiv, für mich ist es Grundvoraussetzung für eine Beziehung. Würde ich das nicht voraussetzen können, nicht glauben können, könnte ich keine Partnerschaft eingehen.

Und da jeder Mensch ein echter Spezialist im Lügen ist, würde man als Partner es auch nicht bemerken, wenn der eigene Partner in dem Punkt etwas mogelt.

Mag schon sein, aber es lügt eben nicht jeder Mensch den eigenen Partner an. Das weiß ich schon deshalb, weil ich selbst auch ehrlich bin und meiner Partnerin nichts vormache.

Das wäre sicherlich das Beste. Aber nur weil es auf theoretischer Ebene eben die beste Konstellation darstellt, bedeutet es eben leider noch lange nicht, dass sich nur solche Menschen in eine Beziehung begeben.

Das stimmt leider, deshalb sind Hilfeforen voll von solchen Auseinandersetzungen...

Generell würde ich es eh mal interessant finden, wie denn die Männerwelt an sich dazu steht und wie viele ihr Kopfkino ausschließlich nur auf ihre Partnerin reduzieren.

Ich schätze, "die Männerwelt" besteht aus ganz unterschiedlichen Meinungen, Einstellungen und Gefühlen. Genau so wie die "Frauenwelt". Ich persönlich schätze darüber hinaus aber, dass es tatsächlich nicht allzu viele Menschen sind, bei denen sich das Kopfkino ausschließlich auf den jeweiligen Partner beschränkt. Das ist sicher eher die Ausnahme als die Regel. So wie sexuelle Treue generell auch schon fast eine Ausnahme ist, wenn jeder zweite oder dritte Mensch fremdgeht...

AAvi\chan


Ich schätze, "die Männerwelt" besteht aus ganz unterschiedlichen Meinungen, Einstellungen und Gefühlen. Genau so wie die "Frauenwelt". Ich persönlich schätze darüber hinaus aber, dass es tatsächlich nicht allzu viele Menschen sind, bei denen sich das Kopfkino ausschließlich auf den jeweiligen Partner beschränkt. Das ist sicher eher die Ausnahme als die Regel. So wie sexuelle Treue generell auch schon fast eine Ausnahme ist, wenn jeder zweite oder dritte Mensch fremdgeht...

dem kann ich nur zustimmen, so wie allen anderen aussagen von vevodkyne. ein gewisses vertrauen in die aussagen des partners gehören eben dazu. man muss das doch nicht kontrollieren um sich besser zu fühlen..

lqioUna


Was hast du denn nur ständig mit dem Überprüfen.

Der Grund ist der, dass ich mir eben die Frage stelle, wie ein rein monogamer Mensch, dem es extrem wichtig ist das sein Partner auch wirklich in seinen Fantasien rein monogam veranlagt ist, sicherstellen kann, dass dem auch wirklich so ist.

Ich finde diesen Aspekt einfach interessant. Es bedeutet aber nicht, dass ich deswegen annehme, dass solche Menschen ihre Partner automatisch versuchen zu kontrollieren oder deswegen gleich alles überprüfen müssen. Es geht mir einfach nur darum, wie man sich als solcher Mensch dessen sicher sein kann.

Sicher kann man sich das wünschen. Nur finde ich es eben naiv zu glauben, dass in dem Punkt der Partner wirklich ehrlich ist.

Du findest es naiv, für mich ist es Grundvoraussetzung für eine Beziehung. Würde ich das nicht voraussetzen können, nicht glauben können, könnte ich keine Partnerschaft eingehen.

Das der Partner in einer Beziehung ehrlich sein sollte, sehe ich genauso wie du auch. Darum ging es mir nicht. Selbst der ehrlichste Mensch wird in seinem Leben mal eine Notlüge vom Stapel gelassen haben. Oder bist du in deinem gesamten Leben immer ehrlich gewesen? Siehe es mir nach, ich kenne keinen einzigen Menschen auf den das zutrifft. Du wärst in dem Fall die erste und Hut ab.

Was man aber als Notlüge definiert, liegt eben an der Person selbst. Meist erfolgen diese, damit sich das Gegenüber, welches man mag, sich nicht schlecht fühlen muss.

In dem Kontext Fantasien (was kein Mensch überprüfen kann und somit also empirisch widerlegen oder bestätigen kann) hat der Mensch nun mal einen gewissen Spielraum, da er sich dessen bewusst ist. Davon ausgehend, dass ein Mensch seinen Partner liebt, diesen nicht verletzten wird und selbst seine Fantasien einfach als solche wahrnimmt und selbst es eben nicht als Drama empfindet, wenn die Besetzungen variieren, wird es einfach als eine leichtfertige, nicht schlimme Notlüge ansehen, wenn er den Partner erklärt, es ginge ihm wie ihm. Also man in den Fantasien nur ausschließlich an den Partner denkt. Dadurch fühlt sich der Partner gut und man selbst auch.

Das Problem wäre hier einfach eine unterschiedliche Gewichtung. Denn der Mensch, dem die monogame Haltung auch in der Fantasie wichtig ist, wird in dem Punkt ehrlich antworten, denn es ist ihm extrem wichtig. Ein Mensch dem das nicht wichtig ist, der aber auch niemals nie auf die Idee käme in der Realität fremd zu gehen, neigt eher dazu in dem Punkt zu mogeln, denn ihm ist das dann einfach weniger wichtig. Und es ist auch nicht überprüfbar. Sprich der Part dem das extrem wichtig ist, kann sich nur auf das Wort des Partners verlassen, er kann diesen aber nicht überführen. In diesen Fällen neigen Menschen sehr schnell zum Lügen, dazu gibt es zahlreiche sehr frustrierende empirische Belege.

Ich persönlich schätze darüber hinaus aber, dass es tatsächlich nicht allzu viele Menschen sind, bei denen sich das Kopfkino ausschließlich auf den jeweiligen Partner beschränkt. Das ist sicher eher die Ausnahme als die Regel.

Es wäre aber wirklich mal interessant eine Studie darüber zu lesen, die auch wirklich repräsentativ ist. Eine Umfrage hier würde z.B. gar nicht bringen.

Und wenn man dann mal endlich repräsentative Daten hätte, könnte man auch daraus schließen, wie wahrscheinlich es eigentlich ist, an einen solchen Mann zu geraten. Denn wenn gerade mal 0,1% gedanklich treu sind sollte das einem dann schon zu denken geben. Wenn hingegen tatsächlich 99,9% gedanklich treu sind, sieht die Sache wiederum ganz anders aus.

lnioxna


man muss das doch nicht kontrollieren um sich besser zu fühlen..

Ähm, wo war denn bitte davon die Rede?

V;evodjkynxe


Der Grund ist der, dass ich mir eben die Frage stelle, wie ein rein monogamer Mensch, dem es extrem wichtig ist das sein Partner auch wirklich in seinen Fantasien rein monogam veranlagt ist, sicherstellen kann, dass dem auch wirklich so ist.

Man kann es nicht sicherstellen, genau so wenig wie man sicherstellen kann, dass der Partner körperlich treu ist im realen Leben, sobald er auch nur einmal alleine das Haus verlässt. Wer also Wert auf körperliche Treue legt, steht im Grunde vor demselben Problem. Man kann im Fall von körperlicher Treue im realen Leben natürlich versuchen, es zu überprüfen, indem man dem Partner nachspioniert und darauf hofft, dass das Fremdgehen irgendwann auffliegen würde, aber ich denke, auch da verhält es sich ähnlich wie mit dem Lügen im Fantasiekontext: Wer es darauf anlegt, kann den Partner auch real hintergehen, wer seinen Partner nicht rund um die Uhr überwacht, kann nach deiner Ansicht also auch nie 100%ig sicher stellen, dass dieser treu ist.

Es geht mir einfach nur darum, wie man sich als solcher Mensch dessen sicher sein kann.

Indem er vertraut, ganz "einfach" eigentlich. Ich weiß aber, dass es vielen nicht so leicht fällt. Nur wie gesagt, wie kann man sich der realen körperlichen Treue im normalen Leben sicher sein? Da bleibt letztlich auch oftmals nicht anderes, als zu vertrauen. Nachweisen lässt sich eigentlich nur Untreue, wenn Fremdgehen auffliegt. "Unschuld" (in dem Fall: Treue) lässt sich schwer beweisen.

Das der Partner in einer Beziehung ehrlich sein sollte, sehe ich genauso wie du auch. Darum ging es mir nicht. Selbst der ehrlichste Mensch wird in seinem Leben mal eine Notlüge vom Stapel gelassen haben. Oder bist du in deinem gesamten Leben immer ehrlich gewesen?

Nein, ich mache auch von Lügen und Notlügen Gebrauch, nie aber gegenüber meiner Partnerin. Ihr gegenüber bin ich tatsächlich immer ehrlich gewesen, in jeder Lebenslage und Situation. Und darum ging es doch, um Ehrlichkeit in der Beziehung, Ehrlichkeit vom Partner. Du schriebst, du fändest es naiv, zu glauben, dass der Partner (in dem Punkt) "wirklich ehrlich" ist. Ich finde das nicht naiv.

Davon ausgehend, dass ein Mensch seinen Partner liebt, diesen nicht verletzten wird und selbst seine Fantasien einfach als solche wahrnimmt und selbst es eben nicht als Drama empfindet, wenn die Besetzungen variieren, wird es einfach als eine leichtfertige, nicht schlimme Notlüge ansehen, wenn er den Partner erklärt, es ginge ihm wie ihm.

Das mag sein, auch in Bezug auf körperliche Treue in der Realität sehen das einige so und verschweigen ihrem Partner Seitensprünge, die ihrer Meinung nach nichts weiter bedeutet haben. Ob das dann tatsächlich eine Notlüge aus Rücksicht ist, um den Partner nicht unnötig zu verletzen, darüber lässt sich streiten, die Argumentation ist jedenfalls dieselbe. Und klar kann man so handeln, aber als ehrlich würde ich so jemanden nicht bezeichnen und wenn ich jemandem ein solches Verhalten zutrauen würde, könnte ich nicht mit ihm zusammen sein.

Ein Mensch dem das nicht wichtig ist, der aber auch niemals nie auf die Idee käme in der Realität fremd zu gehen, neigt eher dazu in dem Punkt zu mogeln, denn ihm ist das dann einfach weniger wichtig.

Ich denke, da tust du einigen Unrecht, denn auch wenn einem die Sache selbst (hier: gedankliche Treue) weniger wichtig ist, kann man doch großen Wert auf Ehrlichkeit legen. Also auch wenn man etwas selbst weniger wichtig findet, kann man trotzdem großen Respekt vor dem haben, was anderen wichtig ist und sich daher "moralisch verpflichtet" fühlen, ihnen gegenüber ehrlich zu sein.

Und wenn man dann mal endlich repräsentative Daten hätte, könnte man auch daraus schließen, wie wahrscheinlich es eigentlich ist, an einen solchen Mann zu geraten. Denn wenn gerade mal 0,1% gedanklich treu sind sollte das einem dann schon zu denken geben.

Na ja, klar, es dürfte dann nicht ganz einfach sein, so jemanden zu finden, aber auch nicht unmöglich, denn auch Minderheiten existieren ja. Mir persönlich würde es nicht allzu viel zu denken geben, wahrscheinlich weil ich auch in vielen Bereichen zur einer absoluten Minderheit zähle. Solche Beziehungen wie meine beispielsweise machen sicher auch nur 0,0x Prozent aller Beziehungen aus (was die Konstellation von Geschlecht, Alter, Dauer usw. angeht) und Menschen wie mich, mit meinen Interessen und Eigenschaften, gibt es sicherlich auch nicht allzu viele auf der Welt. Mit diesem statistischen Wissen trifft dann jemand auf mich und soll sich was genau denken? Dass es selten ist, so jemanden wie mich zu treffen, ok. Und weiter?

Vielleicht meinst du, dass es einem zu denken geben sollte, wenn es statistisch nicht viele Menschen mit Einstellung X gibt (nicht geben soll, laut statistischer Erhebung) und dann aber seltsamerweise viele Leute behaupten, sie hätten Einstellung X. Daraus kann man dann schließen, dass einige wohl lügen. Nicht aber, dass der eigene Partner zu dieser Gruppe (der Lügenden) gehört. Das wäre jedenfalls nicht mein erster Schluss, weil ich eben vertraue in einer Partnerschaft und mir sicher bin (so sicher wie man sich auf zwischenmenschlicher Ebene nun mal sein kann), dass meine Partnerin aufrichtig mir gegenüber ist. Sonst wäre ich wie gesagt gar nicht mit ihr zusammen...

lPiGona


Du schriebst, du fändest es naiv, zu glauben, dass der Partner (in dem Punkt) "wirklich ehrlich" ist. Ich finde das nicht naiv.

Man beachte dabei aber bitte auch den Kontext. Denn wenn beide Partner die exakt gleichen Vorstellung haben, dann gibt es auch keinen Grund für irgendwelche Notlügen. Das sollte eigentlich einleuchten. Zumal dann die Gewichtung exakt die selbe ist.

Das mag sein, auch in Bezug auf körperliche Treue in der Realität sehen das einige so und verschweigen ihrem Partner Seitensprünge, die ihrer Meinung nach nichts weiter bedeutet haben. Ob das dann tatsächlich eine Notlüge aus Rücksicht ist, um den Partner nicht unnötig zu verletzen, darüber lässt sich streiten, die Argumentation ist jedenfalls dieselbe. Und klar kann man so handeln, aber als ehrlich würde ich so jemanden nicht bezeichnen und wenn ich jemandem ein solches Verhalten zutrauen würde, könnte ich nicht mit ihm zusammen sein.

Der entscheidende Punkt ist nun mal der, dass Menschen in Situationen, die eindeutig nicht von dem Gegenüber überprüfbar sind, tatsächlich dazu neigen eher zu lügen. Dabei ist es also wirklich egal, ob es nun um die Fantasie geht oder um irgendetwas komplett anderes. Das Prinzip ist generell auf alle Lebensbereiche anwendbar.

Man beachte aber, es gibt immer eine Varianz. Sprich, es gibt natürlich auch immer einen Anteil, der davon abweicht, aber das ist leider die Minderheit. Aber wir können uns natürlich auch gerne über Randgruppen unterhalten.

Und wir sprechen ja nicht von dir oder von mir als Person, sondern um allgemeine Verhaltensweisen. Zumindest ging ich davon aus.

Ich denke, da tust du einigen Unrecht, denn auch wenn einem die Sache selbst (hier: gedankliche Treue) weniger wichtig ist, kann man doch großen Wert auf Ehrlichkeit legen.

Ich beziehe mich aber nicht auf die Varianz, also der Minderheit, sondern auf die Norm. Und es ist nun mal so, dass gerade in Punkto Lügen und Betrügen (bezogen auf alle mögliche Bereiche) es extrem viele empirische Untersuchungen gibt. Leider bestätigen diese aber nicht die These, dass die Norm zu deinem gewünschten Verhalten neigt. Sondern diese weicht nun mal davon ab.

Und von der Varianz zu sprechen ist sicherlich auch interessant, da man hier vereinzelt schauen kann, wie diese sich von der Norm unterscheidet, aber es bleibt halt trotzdem die Minderheit.

Also auch wenn man etwas selbst weniger wichtig findet, kann man trotzdem großen Respekt vor dem haben, was anderen wichtig ist und sich daher "moralisch verpflichtet" fühlen, ihnen gegenüber ehrlich zu sein.

Das wäre zum Beispiel einer der Gründe, warum eine Person, die von der Norm abweicht, eben in einer Situation wo die Mehrheit zur Notlüge neigt, auf diese verzichtet.

Aber ich betone es gerne nochmal, wenn ich hier irgendwelche generalisierte Aussagen vornehme, dann denke ich dabei an die Norm und nicht an die Varianz. Denn das diese immer vorhanden ist, dürfte jedem eigentlich klar sein. Denn wir Menschen sind nicht im allen zu 100% gleich, sondern unterscheiden uns auf extrem vielen Ebenen. Vielleicht ist das jetzt ein wenig klarer geworden.

Na ja, klar, es dürfte dann nicht ganz einfach sein, so jemanden zu finden, aber auch nicht unmöglich, denn auch Minderheiten existieren ja.

Ich habe auch nie behauptet das es unmöglich ist. Erst recht nicht in der heutigen Zeit, wo alles dermaßen gut vernetzt ist. Vor Jahrzehnten mag das sicherlich noch schwieriger gewesen sein, aber heute ist es doch recht leicht geworden, Kontakte zu Minderheiten zu knüpfen.

Mir persönlich würde es nicht allzu viel zu denken geben, wahrscheinlich weil ich auch in vielen Bereichen zur einer absoluten Minderheit zähle. Solche Beziehungen wie meine beispielsweise machen sicher auch nur 0,0x Prozent aller Beziehungen aus (was die Konstellation von Geschlecht, Alter, Dauer usw. angeht) und Menschen wie mich, mit meinen Interessen und Eigenschaften, gibt es sicherlich auch nicht allzu viele auf der Welt. Mit diesem statistischen Wissen trifft dann jemand auf mich und soll sich was genau denken? Dass es selten ist, so jemanden wie mich zu treffen, ok. Und weiter

Für den einzelnen hat es keinerlei Konsequenz. Aber man kann eben das menschliche Verhalten durch gewissen Untersuchungen besser verstehen. Besseres Verstehen ist wiederum wichtig für die Therapie, Werbung usw.

Vielleicht meinst du, dass es einem zu denken geben sollte, wenn es statistisch nicht viele Menschen mit Einstellung X gibt (nicht geben soll, laut statistischer Erhebung) und dann aber seltsamerweise viele Leute behaupten, sie hätten Einstellung X. Daraus kann man dann schließen, dass einige wohl lügen.

Genau das meinte ich damit. Ich bezog es allerdings nicht, dass man diese Schlussfolgerung auch auf den eigenen Partner dann anwendet. Es wäre aber auch für Diskussionen hilfreich.

Angenommen 99,9 % aller Männer würden wirklich nur ausschließlich Fantasien über ihre Partnerin haben. Dann wäre das für dich ein Totschlagargument. Denn dagegen kann ich nicht viel sagen. Ich kann mich dann nur noch auf die Varianz beziehen, aber das hat keine wirkliche große Auswirkung auf die Norm, da es sich nur auf eine kleine Minderheit beziehen würde.

Nicht aber, dass der eigene Partner zu dieser Gruppe (der Lügenden) gehört. Das wäre jedenfalls nicht mein erster Schluss, weil ich eben vertraue in einer Partnerschaft und mir sicher bin (so sicher wie man sich auf zwischenmenschlicher Ebene nun mal sein kann), dass meine Partnerin aufrichtig mir gegenüber ist. Sonst wäre ich wie gesagt gar nicht mit ihr zusammen...

Das wäre auch nicht mein erster Schluss und um genauer zu sein, käme mir diese Schlussfolgerung erst gar nicht in den Sinn.

V_evod+kyne


Für den einzelnen hat es keinerlei Konsequenz. Aber man kann eben das menschliche Verhalten durch gewissen Untersuchungen besser verstehen. Besseres Verstehen ist wiederum wichtig für die Therapie, Werbung usw.

Wenn wir hier über Beziehungen reden, dann geht es doch aber immer um den Einzelnen (in seiner jeweiligen Beziehung). Ich meine, wir führen hier ja gerade kein Analyse- oder Verkaufsgespräch in einem Forschungszentrum oder einer Werbeargentur. Natürlich können wir uns darunter halten, welche Verhaltensweisen wohl die gängigsten sind, welches Verhalten dem der "Norm" entspricht, aber mit welchem Zweck, wenn das alles für den Einzelnen keine Bedeutung haben muss und sich der Partner von der Norm unterscheiden kann?

Deshalb verstehe ich wohl nicht recht, worum es eigentlich geht, wenn du schreibst:

Vielleicht meinst du, dass es einem zu denken geben sollte, wenn es statistisch nicht viele Menschen mit Einstellung X gibt (nicht geben soll, laut statistischer Erhebung) und dann aber seltsamerweise viele Leute behaupten, sie hätten Einstellung X. Daraus kann man dann schließen, dass einige wohl lügen.

Genau das meinte ich damit. Ich bezog es allerdings nicht, dass man diese Schlussfolgerung auch auf den eigenen Partner dann anwendet.

Wenn es nicht um den Einzelnen (den jeweiligen Partner) geht und man es nicht auf den eigenen Partner anwenden soll, wozu ist die allgemeine statistische Erhebung inkl. Schlussfolgerung dann letztlich gut? Du schriebst ja zuvor: Wenn die Mehrheit Einstellung X hat, sollte es einem zu denken geben. Inwiefern?

gXehmal&raxus


Manche Kommentare kann ich verstehen. Sie weichen doch sehr vom eigentlichen Thema ab.

Es geht hier doch darum, dass hier jemand geschrieben hat, dass ihr das nicht gefällt, dass sich ihr Partner nackte Frauenbilder anschaut.

Ich wollte das nur noch mal in Erinnerung rufen, denn das eigentliche Thema wird hier nicht mehr behandelt. :)z

lzioznSa


Wenn wir hier über Beziehungen reden, dann geht es doch aber immer um den Einzelnen (in seiner jeweiligen Beziehung).

Nur, wenn es sich dabei um eine ganz konkrete Beziehung handelt, bei der man alle Faktoren kennt. Das bedeutet dann aber auch, dass man die Einstellung des Partners ebenfalls kennt. Und das ist hier nun mal nicht der Fall gewesen. Und in den Fällen wo man nur noch eine Sicht präsentiert bekommt, bleibt einem erst mal nichts anderes übrig auf die allgemeinen Verhaltensweisen eines Menschen zurück zu greifen. Denn in dem Fall muss man sich, da die eine Person an sich unbekannt ist, auf irgend etwas beziehen, was wahrscheinlicher ist. Das ist dann doch eher die Norm, aber wohl kaum die Varianz. Natürlich immer in den Wissen, dass das Verhalten des Partners in den Bereich der Varianz fallen kann.

Aber wenn ich mich recht entsinne sprachen wir in den letzten Tagen auch nicht mehr um die konkrete Beziehung der TE. Es ging doch vielmehr darum, dass ein Mensch, der sich von seinem Partner auch in seinen Fantasien die reine Monogamie wünscht, es schwer hat einen solchen zu finden, da er eben nicht kontrollieren kann das dem so ist.

Es ging hier also um eine allgemeine Ausgangssituation und nicht mehr um einen konkreten Einzelfall. An diesen habe ich auch bezüglich des Themas "Treue in der Fantasie" nicht mehr gedacht, denn das hat rein gar nichts, mit diesem Fall gemeinsam.

Deine Argumentation basierte darauf, das der Partner ehrlich ist und das dem mit dem Wunsch auf die absolute Monogamie, auch ehrlich beantwortet. Ich für meinen Teil habe argumentiert, dass es unwahrscheinlich ist, dass Menschen sich in einem solchen Fall so verhalten. Diese Argumentation stütze sich mit auf das Wissen der Ergebnisse vieler Studien, bezüglich des Lügenverhalten eines Menschen. Wenn man das auf eine solche Situation anwendet, ist es einfach unwahrscheinlich, dass der Partner, dem das nicht so wichtig ist, ehrlich dem Partner antwortet, dem es wichtig ist. Es heißt wie immer nicht, dass alle sich so verhalten. Du selbst bist ein wundervolles Beispiel für die Varianz :-).

Konkret wäre es geworden, wenn wir uns auf unsere eigenen Beziehungen bezogen hätten, aber das war bei mir nicht der Fall, denn wir sprachen ja über einen allgemeine Ausgangssituation.

Vielleicht meinst du, dass es einem zu denken geben sollte, wenn es statistisch nicht viele Menschen mit Einstellung X gibt (nicht geben soll, laut statistischer Erhebung) und dann aber seltsamerweise viele Leute behaupten, sie hätten Einstellung X. Daraus kann man dann schließen, dass einige wohl lügen.

Das bezog sich auf die allgemeine Ebene. Wenn bei einer Studie (bzw. mehrere) herauskommt, dass nur 0,1% gedanklich absolut treu sind, dann wäre es in der Tat sehr merkwürdig, wenn die Mehrheit darauf pochen würde, dass der Partner das Verhalten x (hier gedankliche Treue) an den Tag legt, während die Studien belegen, dass es gerade mal 0,1% zeigen. Dann stimmt da eindeutig etwas nicht. Aber, es würde wieder die zahlreichen Studien zum Thema Lügenverhalten bestätigen.

man es nicht auf den eigenen Partner anwenden soll

Wäre der theoretisch wohl gewünschte Zustand, aber komplett auszuschließen ist das vermutlich leider in der Realität nicht. Denn es kann leider durchaus auch Konsequenzen für den Einzelfall haben. Denn nicht jeder denkt so wie du oder ich über seinen Partner. Es gibt auch Menschen, die leider unter Verlustängste leiden und wirklich versuchen ihren Partner zu kontrollieren. Das ist natürlich nur eine bestimmte Population und betrifft hier zum Glück nicht alle. Aber für diese Gruppierung, die eben tatsächlich dieses Problem hat, würde es bedeuten, wenn sie davon mitbekommen, dass sie wirklich die Aussage bezüglich ihres Partners in Frage stellen könnten. Natürlich muss es nicht zwingend der Fall sein, aber aufgrund des Zwanghaften Konrtollverhaltens, wegen der Verlustängste, ist es leider auch nicht komplett auszuschließen.

Wenn es nicht um den Einzelnen (den jeweiligen Partner) geht und man es nicht auf den eigenen Partner anwenden soll, wozu ist die allgemeine statistische Erhebung inkl. Schlussfolgerung dann letztlich gut?

Sie ist gut, um menschliches Verhalten besser zu verstehen. Und die daraus gezogenen Erkenntnisse, werden dann entsprechend in anderen Bereichen angewendet.

In dem Fall der gedanklichen Treue könnte man, wenn z.B. heraus kommen sollte, dass sich 40% beider Geschlechter sich diese von dem Partner wünschen, spezielle Plattformen bilden, die genau auf dieses Bedürfnis eingehen. Es würde sich also ein eigener Markt für diese Zielgruppe bilden. Das wird aber eben auch nur gemacht, wenn man gewisse Zahlen vorliegen hat, die einem zeigen, dass es sich auch lohnt.

Und für den Einzelnen haben solche Untersuchungen durchaus auch Konsequenzen. Denn würde es so etwas nicht geben, dann würde es heute keine Werbung geben, keine Kriterien, wie man ein gutes Bewerbungsgespräch, Verkaufsgespräch usw. führt. Man würde Konsumenten nicht an seine Produkte binden können. Es gäbe keine Therapien, da es auch keinerlei Theorien geben würde, wie man das "gestörte" menschliche Verhalten heilen kann. Und das sind jetzt wenige Beispiele, die sehr wohl auch Konsequenzen für den Einzelnen haben, auch wenn sein Verhalten in vielen Punkten (zum Glück) von der Norm abweicht.

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