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Schwierigkeiten damit, dass Mann Nacktbilder von Frauen anschaut

Vlevodkyxne


bei meinem mann weiß ich, dass ihn bestimmte situationen, stellungen, szenarien anmachen. da geht es nicht um die darstellerinnen. und bei solchen bildern wird es für mein empfinden immer persönlicher, wenn es immer öfter die gleichen frauen sind.

Ich kann den gefühlten Unterschied zwischen Pornofilmen, bei denen der Fokus auf der Handlung liegt und Einzelbildern von Frauen, wo es um die Person geht, schon gut nachvollziehen. Natürlich kann man mit beiden Dingen (Filmen und Bildern) so und so umgehen, auch beim Schauen von Pornos kann es einem um bestimmte Darstellerinnen gehen und vielleicht kann man Bilder von bestimmten Frauen auch sammeln, ohne sie zu Darstellerinnen im eigenen Kopfkino zu machen. Ich finde aber eben auch, dass das zwei ganz unterschiedliche Möglichkeiten sind, mit pornografischem Material umzugehen. Sich auf die Darstellerinnen an sich zu konzentrieren, auch wenn man sie nicht real kennen lernen möchte, sondern durchaus als Sexualobjekte betrachtet, ist etwas anders, als primär durch die Darstellung sexueller Handlungen erregt zu werden.

Dzie SMeZhenrixn


Sich auf die Darstellerinnen an sich zu konzentrieren, auch wenn man sie nicht real kennen lernen möchte, sondern durchaus als Sexualobjekte betrachtet, ist etwas anders, als primär durch die Darstellung sexueller Handlungen erregt zu werden.

danke... das trifft es genau :)z

s{mileX-4y-gme


Ich persönlich finde, dass keine Frau tolerieren muss, dass ihr Mann gedanklich ganz bewusst sexuelle Gefühle mit anderen Frauen auslebt. Und das oft hergenommene Argument "Männer sind aber so bzw. brauchen das" ist einfach nur das Desinteresse sich damit auseinanderzusetzen, was durch diese Handlungen eigentlich passiert. Es ist ja auch so schön bequem.

Paare sollen machen, womit sie glücklich sind und wenn beide übereinstimmend gewisse Dinge wollen, dann ist das kein Problem. Schwierig wird es an dem Punkt, den die TE beschreibt.

Mein Ex-Freund war auch so. Hat sich regelmäßig Heftchen gekauft, Pornos geschaut und irgendwann hab ich durch Zufall herausgefunden, dass er sich im Chat auch noch Nacktfotos seiner Chat-Partnerinnen hat schicken lassen. Als ich ihn mal heulend und völlig verzweifelt darauf ansprach, warum er das macht, kam nur die Antwort "Ich mache das seit ich 15 bin und ich brauche das bzw das gehört für mich dazu" In einer Partnerschaft wünscht man sich doch den anderen glücklich zu sehen bzw das Mindeste, das man erwarten kann ist mit seinen Gefühlen und Gedanken ernstgenommen zu werden und sich nicht zu fühlen als wäre man eine hysterische Ziege.

Ich finde gewisse Dinge schwierig, wenn ich an Toleranz bei diesem Thema denke. Fakt ist, jemand geilt sich an einer anderen Frau auf. Egal ob es Fotos oder Videos sind. In Gedanken teilt derjenige etwas mit anderen, das mir in dem Moment verwehrt bleibt. Mein Ex hat sich irgendwann auch aus unserem Sexualleben zurückgezogen und saß dann manchmal morgens um sechs schon am Rechner.

Natürlich kann ein Partner nicht alle Bedürfnisse befriedigen, muss er auch gar nicht. Aber leitet sich daraus zwangsläufig ab, dass der andere dann einen Freifahrtsschein erhält? Ich frage mich, wo an der Stelle das gemeinsame, offene Gespräch bleibt. Über Wünsche und Bedürfnisse. Eine Partnerschaft ist ein gemeinsamer Weg und sollte auch gemeinsam begangen werden, gerade wenn es schwierig wird oder Themen auszufechten sind. Es kann einfach nicht sein, dass ein Partner so ein Verhalten akzeptieren muss, obwohl es ihn verletzt und er als einzigen Erklärungsversuch obige Antwort erhält. In meinen Augen ist das ein egoistisches Verhalten, dem die völlige Fixierung -vielleicht auch schon Sucht- auf eigene Bedürfnisse zugrunde liegt. Wer zum Thema Pornosucht mal googelt, wird erstaunt sein. Auch was ehemals betroffene Männer im Rückblick dazu sagen.

Liebe TE, du musst dieses Verhalten nicht akzeptieren, wenn es dich in deinen Grundfesten verletzt. Und dass es dich verletzt ist völlig legitim und verständlich, auch wenn dir viele andere etwas anderes gesagt haben und diese Sache runterspielen, weil man ja heute ach so offen, tolerant und locker ist. Fakt ist eben, dass dein Partner viel Zeit mit seinen virtuellen Frauen verbringt und diese Zeit dann eben nicht mit dir. Gleichzeitig lebt er seine intimen Wünsche mit diesen anderen aus und in dieser Zeit ist es ihm gleichgültig oder nicht bewusst, dass er diese Zeit lieber euren gemeinsamen intimen Wünschen widmen könntet.

Als ich persönlich davon betroffen war, hatte ich auch den Gedanken, wann er mich betrügen würde. Vom Gedanken an Sex mit anderen und wenn ich mich viel damit beschäftige, kann der Weg zur Tat recht kurz sein. Gerade in Zeiten des Internets. Ich habe in Chats viele verheiratete Männer getroffen, die mir entsprechende Angebote gemacht haben, weil ihre Frauen ihnen nicht jeden sexuellen Wunsch erfüllt haben. Ein Partner kann und soll nicht alle Bedürfnisse befriedigen, aber das gibt keinem Partner das Recht, die Grenzen der Treue eigenmächtig und ohne Absprache zu verschieben.

Ich habe mich ganz viel mit dem Thema beschäftigt und kenne viele Männer, die es sich in dem Punkt nicht leicht machen, weil ihnen bewusst ist welchen Schaden das in einer Beziehung anrichten kann und vielen ist die Liebe und Wertschätzung ihrer Frau mehr wert als die Beschäftigung mit Pornos. Ich denke, dass man in einer Partnerschaft gut beraten ist, wenn man miteinander gute Wege sucht und zuerst danach fragt, was tut denn meinem Partner gut.

Mein jetziger Partner hat sich in jungen Jahren auch mal einen Porno angesehen, ihm hat das nichts gegeben und ich weiß, dass er alle sexuelle Energie, alle Bedürfnisse mit mir teilt und dass das unserer Beziehung sehr zugute kommt. So stelle ich mir eine wertschätzende Beziehung vor. Man muss sich auseinandersetzen, man muss lernen miteinander zu reden über Wünsche und Bedürfnisse und dann hat man die Chance gemeinsam tolle Sachen zu erleben und sich nicht einsam am Rechner vor ein paar Bildchen einen runterzuholen und so in diese Welt abzudriften, dass einem die Gefühle des Partners gleichgültig werden.

Ein Satz zum Schluss: Paare definieren ihre Grenzen und Bedürfnisse selbst. Ich verurteile niemanden, der sich als Paar für eine andere Lebensweise entschieden hat. Aber ich verurteile, wenn jemandem die Gefühle seines Partners gleichgültig sind und/oder man einfach zu bequem ist, sich mit dem was man tut auseinanderzusetzen.

dOD$NBxb


smile-4-me

:)= :)^

f"alse"friexnd


@ smile-4-me

Wow, ich bin hin und weg von Deiner Antwort! @:) :)=

Dieser Thread hat mir gerade die Augen geöffnet. Viel zu lange habe ich versucht, Verhaltensweisen meines Freundes zu akzeptieren, die mich sehr kränken, nur um nicht als hysterische, verkrampfte Zicke abgestempelt zu werden.

Eines ist mir jetzt klar: Ich möchte exklusiv sein! Emotional und körperlich!

Der Mann, der meine exklusive Beschaffenheit erkennt und lieben lernt, wird nicht nur in sexueller Hinsicht fest mit absoluter, leidenschaftlicher Hingabe meinerseits rechnen müssen.

IT'S RAINING MEN, HALLELUJAH!

sFmil:e)-4-xme


Als ich meine Antwort abgeschickt hatte, hätte ich sie am liebsten wieder zurückgeholt. Ich weiß ja, dass viele es seltsam finden, wenn man nicht zu allem Ja und Amen sagt. Aber jetzt freut es mich, dass einige meine Meinung teilen.

Mir ging es wie dir falsefriend. Ich hab auch immer versucht das Verhalten meines Ex-Freundes zu entschuldigen, hab versucht meine Zweifel und Verletzung als gekränkte Eitelkeit abzutun. Aber ich kam immer wieder an den Punkt, an dem ich es nicht ertragen konnte. Und als mir dann aufging, dass sich das nicht verdrängen lässt und ich mich im tiefsten Herzen nach einem Mann gesehnt habe, dem meine Gefühle wichtig sind, hat sich für mich viel verändert.

Das mag für einige doof klingen, aber hätte mein jetziger Partner mir in der Kennenlernphase gesagt, dass er regelmäßig Pornos und Heftchen konsumiert, ich hätte das Kennenlernen beendet. Es hätte sich nicht mit meinen Überzeugungen von Partnerschaft vereinbaren lassen.

lSionxa


Das mag für einige doof klingen, aber hätte mein jetziger Partner mir in der Kennenlernphase gesagt, dass er regelmäßig Pornos und Heftchen konsumiert, ich hätte das Kennenlernen beendet.

Das ist nicht doof, sondern das nennt man konsequentes Handeln. Und das wäre in dem Fall nicht nur dir zugute gekommen, da dein zukünftiger Partner ja auf Dauer – wenn er denn darauf gestanden hätte – ebenfalls nur gelitten hätte. Denn eine Beziehung in der einer immer etwas vor dem anderen verheimlichen muss, oder der andere die ganze Zeit immer nur am hinter her spionieren ist und das dann auch noch für gesund und normal hält, läuft dezent grundlegend etwas schief.

Nur dürfte es einem doch auch eher früh auffallen, dass der Partner sich Fotos über fremde Frauen anschaut oder eben regelmäßig Pornos konsumiert. Wenn da der Partner eben sagt, dass gehört eben zu ihm, dann ist es eben auch so, dass derjenige, der damit nun mal ein Problem hat, tief in sich gehen muss und für sich überlegen muss, ob der damit leben kann oder nicht. Verbote helfen da nicht und ändern doch im Grunde nichts an den Gefühlen, des Partners, der damit generell ein Problem hat. In dem Fall, so hart und herzlos es klingen mag, muss man für sich selbst eben mal eine Entscheidung treffen und mit den Konsequenzen leben.

Seinen Partner auf biegen und brechen verändern zu wollen, so dass man sich mit diesem am Ende eine Beziehung vorstellen kann, ist meiner Meinung nach auch ein rein egoistischer Akt und berücksichtigt eben nicht die Gefühle des Partners. Denn wenn dieser eben gerne Pornos sieht, dann ist das eben etwas was zu dieser Person gehört. Deswegen ist er nicht gleich ein schlechterer Mensch, pervers, gestört oder süchtig. Er würde dann eben nur nicht zu jemanden passen, der damit nicht umgehen kann. Und da hilft es eben nur, auch die Konsequenzen zu ziehen.

Ayvimchaxn


@ smile-4-me

so gut, wie du das beschrieben hast hätte ich das nie auf die reihe bekommen.

ich habe die gleiche erfahrung gemacht, mit meinem verlobten. ich habe ihm das zweimal durchgehen lassen, beim dritten mal habe ich schluss gemacht und ihn raus geworfen. er wusste, dass es mich verletzt und dass ich damit nicht leben will, hat es aber trotzdem riskiert. es hat nicht besonders lange gedauert bis er ankam und zu mir meinte, dass er jetzt endlich begriffen hätte, wie wichtig ich ihm bin. ich habe ihn abgewiesen, rausgeworfen, die blumen (weiße lilien, meine lieblingsblumen), die er mir mitgebracht hat sind auf der straße gelandet... irgendwann muss er dann wohl begriffen haben, dass ich die trennung ernst meine und mich nicht von ihm verletzen lassen werde. daraufhin hat er angefangen sein eigenes verhalten zu hinterfragen "wieso eigentlich?"... er hat mir damals dann irgendwann seinen laptop in die hand gedrückt und meinte "hilf mir bitte dabei, mich davon fern zu halten.. vergib ein passwort und ich gehe nur noch online, wenn du dabei bist" zuerst habe ich ihn gefragt, ob er mich verarschen will, da ich ja der meinung bin, dass man als erwachsener mensch selber kontrollieren sollte, was man tut. nach seiner erklärung, er sei wohl irgendwie süchtig danach und schaffe das einfach nicht alleine habe seiner bitte aber trotzdem entsprochen mit der bemerkung, dass das noch lange nix heißt und er sich nichts darauf einzubilden braucht, haben halt weiterhin zusammen gelebt. ich habe gemerkt, dass es ihm am anfang sehr schwer gefallen ist darauf zu verzichten. immerhin kam dazu, dass ich ihn lange zeit garnicht mehr "ran gelassen" habe sowohl körperlich als auch emotional. ich denke ihr kennt das, wenn man sich so sehr abschottet, dass man für andere zum absoluten eisklotz wird... ich war mir nicht sicher, wie sich das mit uns weiter entwickeln würde, mein verlobter hat sich aber wirklich bemüht und bemüht sich nach wie vor jeden tag aufs neue, mir zu zeigen, wie wichtig ich ihm bin und dass er keine andere will... inzwischen haben wir es geschafft, er ist weg von seiner "sucht" und mein vertrauen in ihn wächst stetig (vor allem, weil er sich wirklich bemüht und inzwischen schon von vornherein versucht, keinen anlass zu misstrauen zu geben..). zweifel sind bei mir geblieben und er weiß das auch. er meint dazu aber nur, dass er selber schuld ist und unsere beziehung ihm wichtig genug ist, um damit umzugehen. inzwischen reden wir ganz offen über unsere sexuellen bedürfnisse und haben mehr spaß im bett als je zuvor. vom gefühl her würde ich sagen, dass unsere liebe stetig wächst. ich denke also, dass man sich ändern kann, wenn man ehrlich mit sich selber und anderen umgeht. dazu muss man aber auch erstmal richtig auf die fresse fliegen..

keine ahnung wie andere das bewerten. ich für meinen teil kann gut damit leben und inzwischen habe ich auch nicht mehr laufend den wunsch ihn kontrollieren zu wollen, dieser wunsch war anfangs sehr ausgeprägt (er hat mir nach diesen vorfällen sämtliche passwörter gegeben, mit dem kommentar "damit du dich selber jederzeit überzeugen kannst"). ein restrisiko bleibt aber immer und ich bin der meinung, wenn ein mann sich da heraus redet bzw rechtfertigt, dann hat er eine solche chance nicht verdient. eine gewisse selbsterkenntnis gehört da schon dazu, sonst kann man solche schritte vergessen...

srmilee-4v-me


Avichan, es freut mich, dass dein Verlobter erkannt hat, was wirklich von Bedeutung in seinem Leben ist! Es ist schwer das so zu leben in einer Gesellschaft, in der uns immer erzählt wird, wir können alles haben und müssten auf nichts verzichten. Aber Fakt ist, dass jede Wahl, die wir im Leben treffen, mit einem Gewinn und einem Verlust verbunden ist.

Ich habe in letzter Zeit öfter Dokus über polyamorische Partnerschaften gesehen. Also eine Frau, die z. B. mit zwei Männern zusammenlebt oder Beziehungen, in denen beide Partner Geliebte haben, mit denen sie sich regelmäßig treffen. Aber auch da scheint es so zu sein, dass man sich die Möglichkeit offen mehrere Menschen zu lieben und mit ihnen Sex zu haben, mit Schmerz erkauft. Sprich, Eifersucht scheint es dort auch vielfach zu geben und mit der muss täglich umgegangen werden.

Was ich eigentlich sagen will: Das Perfekte gibt es nicht und ich glaube, dass man leichter lebt, wenn einem das bewusst ist und wenn man nicht verkrampft danach strebt alle Bedürfnisse befriedigen zu wollen. Dein Verlobter verzichtet jetzt auf Pornos und vielleicht fiel es ihm anfangs nicht leicht, aber jetzt sieht er auch, wieviel er durch seinen Verzicht gewonnen hat :-)

A>v.ichan


@ smile-4-me

danke, genauso sehe ich das auch und ich bin heilfroh darüber, wenn er diese erkenntnis nicht gehabt hätte (also was ihm wichtiger ist) dann hätte er zwar nicht auf seine nackten frauen aber auf mich als partnerin verzichten müssen. da ich ganz klare grenzen habe und diese auch kommuniziere. ich bin jedenfalls echt froh darüber :-)

@ liona

sofort fällt es einem nicht auf und ich gebe dir vollkommen recht, dass man als partner eines menschen, der eben dieses oder jenes tut, seine eigene entscheidung treffen muss ob er damit umgehen kann oder nicht (das kann man beliebig auf jeden punkt und jede person des eigenen lebens anwenden) diese frage habe ich mir auch gestellt und ganz klar beantwortet "ich kann nicht damit leben!".

eine solche entscheidung verursacht beim partner aber ebenfalls eine entscheidung, nämlich, wie in meinem fall, wo sich mein freund gefragt hat: "kann ich damit leben, dass meine partnerin weg ist?" bzw "was ist mir persönlich wichtiger?" es ist natürlich individuell und sehr subjektiv, wie die antwort auf diese frage ausfällt. die wahrscheinlichkeit, dass mein freund sich diese frage mit "klar kann ich damit leben, dass sie weg ist!" beantwortet war recht hoch und diese konsequenz hätte ich auch akzeptiert.

wichtig ist am ende, dass man sich selbst und die eigenen empfindungen hinterfragt und ehrlich mit sich selber und anderen umgeht. seine eigenen grenzen kennen und einhalten gehört halt auch dazu. dann muss man auch niemanden dazu zwingen etwas zu tun oder zu lassen (das finde ich persönlich nämlich schlimm). eine beziehung die darauf basiert dass der eine den anderen "erzieht" ist in meinen augen keine beziehung.

l3inonxa


Ich habe in letzter Zeit öfter Dokus über polyamorische Partnerschaften gesehen. Also eine Frau, die z. B. mit zwei Männern zusammenlebt oder Beziehungen, in denen beide Partner Geliebte haben, mit denen sie sich regelmäßig treffen. Aber auch da scheint es so zu sein, dass man sich die Möglichkeit offen mehrere Menschen zu lieben und mit ihnen Sex zu haben, mit Schmerz erkauft. Sprich, Eifersucht scheint es dort auch vielfach zu geben und mit der muss täglich umgegangen werden.

Wenn du in Gesellschaften hineinschaust, die tatsächlich schon immer rein polygam gelebt haben, wirst du feststellen, dass die Emotion Eifersucht in diesem Kontext nicht existiert.

In unserer Gesellschaft hingegen, wird diese Emotion unseren Kindern bezüglich Partnerschaft und Besitzdenken anerzogen. Wäre dem anders, würde die Eifersucht auch in den schon immer polygam lebenden Gesellschaften in diesem Kontext existieren. Das ist aber nicht der Fall.

Nun ist es aber so, dass in unserer Gesellschaft Menschen für sich durchaus auch feststellen können, dass sie eigentlich gar nicht monogam sind, obwohl sie so erzogen worden sind. Die Erziehung hat für bestimmte Verknüpfungen bezüglich der Emotionen gesorgt, die man nicht ebenso ablegen kann. Das bedeutet, wenn solche Menschen dann eine polygame Beziehung eingehen, es tatsächlich zu Schmerz und Eifersucht kommen kann. Es muss aber nicht, hier spielt die Erziehung der Eltern tatsächlich eine entscheidende Rolle.

Davon abgesehen sind Fernsehdokus in der Regel manipulativ. Es wird je nach Sender eine bestimmte Botschaft versucht zu vermitteln. Da ist es nicht sonderlich verwunderlich, dass in einer Gesellschaft, in der die Monogamie die Mehrheit darstellt, versucht wird, über das Medium Fernsehn zu vermitteln, dass die Polygamie eigentlich nicht der wahre Zustand des Menschen darstellt, da dieser ja Eifersucht und emotionale Schmerzen usw. erleidet.

Nur wird in solche Beiträgen dezent auch nie erwähnt, warum dem so ist und auch merkwürdigerweise immer komplett ignoriert, dass in wirklich schon immer polygam lebenden Kulturen, diese Art von Emotionen bezüglich des teilens des Partners nicht vorhanden ist.

APviCchxan


Als Zusatz zu lionas Beitrag, der keine weiteren Fragen offen lässt: in meiner eigenen Familie gibt es auch einen Fall von "Polygamie". Beide Partner führen eine offene Beziehung und dürfen mit wem sie wollen. Und bevor jetzt wieder alle anfangen zu schimpfen, dass das ja abartig sei und nicht funktionieren kann: Es kann und es ist nichts Abartiges dabei.

Es ist einfach nur eine "andere" Form des Zusammenlebens und genauso legitim wie die Monogamie, die ich selber lebe.

Das Einzige, was hier zählt ist, wie die Partner in einer Beziehung damit umgehen und nicht, wie die Gesellschaft das bewertet oder was andere Menschen für richtig halten.

s7mi:le-47-me


Nein, abartig finde ich diese polygamen Beziehungen auch nicht. Es ist eben anders als das, womit wir hier in der Regel aufwachsen. Mittlerweile denke ich auch, dass man mehrere Menschen partnerschaftlich lieben kann und vielleicht auch möchte. Dass wir weit mehr als nur einen Menschen Begehren können, diese Erfahrung macht man im Leben ja meist öfter.

Finde ich aber spannend, dass es in rein polygamen Gesellschaften keine Eifersucht gibt, weil das Teilen quasi etwas ganz normales ist. Hast du dafür ein konkretes Beispiel? Hätte mich mal interessiert:)

s`ensi.belman


dass in wirklich schon immer polygam lebenden Kulturen, diese Art von Emotionen bezüglich des teilens des Partners nicht vorhanden ist.

Hast du dafür eine Quelle?

sQm%ileB-4-mxe


Ich habe keine, hatte das von liona übernommen und mich würde Näheres dazu auch interessieren:)

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