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Ekelgefühle beim Sex – > ein klares Zeichen?

fPalsrefrixend


Oh verdammt.

Ich mag das Wort "Borderline" zwar nicht und denke, dass wir alle mehr oder minder einen an der Waffel haben, erkenne mich aber wieder.

d)DNTBb


Ich mag das Wort "Borderline" zwar nicht und denke, dass wir alle mehr oder minder einen an der Waffel haben, erkenne mich aber wieder.

Sehr lobenswert deine "Wiedererkennung"... Das ist viel Wert, und ich denke das die richtige Begleitung bei Dir schon sehr viel bringen würde. Die Erkenntnis ist ja vorhanden.

S>innzestätxer


bedeutet Ekel beim Sex das endültige Beziehungsaus?

Sorry, aber ohne Wenn und Aber, ja. Das läßt sich nicht mehr kitten. Du tust dir selbst weh, und irgendwann tust du ihm weh. Laß es, es ist vorbei.

HcerbstJsovnnee7


Liebe falsefriend

Schön (oder schlecht, wie man es nimmt), dass Du das kennst.

Was bei mir auch ewig gedauert hat. Ich wollte und wollte und wollte es mir einfach nie eingestehen, hatte Schuldgefühle ohne Ende und habe mich an Ideale gehalten, statt einfach auf meine eigenen Gefühle, frei von (Vor)Urteilen...

Dieses Gefühl, dass es einem hoch kommt, kenne ich auch von einer vorherigen Beziehung. Wie kommt das? Wieso gibt es Frauen wie Dich und mich, die sich bewusst in eine solche Lage begeben?

In meinem Fall würde ich sagen, dass es aus fehlendem Mut und Selbstbewusstsein war. Ich hatte nicht den Mut, einfach zu meinen wahren Gefühlen zu stehen. Im Gegenteil, habe ich sie gar nicht erst zugelassen, sie im Keim erstickt, verdrängt. Weil ich es nicht wahrhaben wollte. Weil ich mich so geschämt hätte.

Ich muss dazu sagen, dass ich als Kleinkind Missbrauchserfahrungen gemacht habe. Die waren nicht "sooo schlimm", aber vielleicht ja doch schlimm genug?

Es gibt leider viele Menschen, die solche Dinge kleinreden. Ich persönlich nehme solche Dinge sehr ernst. Vieles in der Kindheit, besonders frühen Kindheit, kann uns negativ prägen. Manche mehr, andere weniger. Meiner Meinung nach sollte man das nicht außer Acht lassen... Wenn du es als schlimm empfindest, dann lass es dir nicht kleinreden. Du hast Recht, zu fühlen, was du fühlst.

Ob ich das unbewusst wiederhole? Dieses Gefühl, etwas über sich ergehen lassen zu müssen und das Schönreden im Nachhinein und die eigenen Gefühle nicht sortieren zu können?

Möglich, weil du gelernt hast, dich nicht zu wehren... :°_

Wie grausam, meinen Freund innerlich nicht von einem "Täter" trennen zu können.

Ich will das doch gar nicht :°(

Ich kann deine Gefühle gut verstehen. Du bist innerlich hin und her gerissen. Was du brauchst, ist Klarheit. Mach dich nicht selber fertig. Du hast es dir sicherlich nicht ausgesucht, so zu fühlen. Und dass er dir sonst viel bedeutet, spürt man auch. Aber du solltest trotzdem schauen, womit du dich selbst erst einmal am wohlsten fühlst.

Alles Liebe

f6alsYefr#iend


Aber du solltest trotzdem schauen, womit du dich selbst erst einmal am wohlsten fühlst.

Ja. Ich habe ihn jetzt erst einmal möglichst behutsam über meine Gefühle informiert. Das ist für mich sehr bitter, weil ich mich ja nun auch nicht mehr selbst belügen kann und etwas aussprechen muss, was eine düstere -also so gut wie keine- Zukunft prognostiziert.

Mir wird ganz schlecht, wenn ich an Trennung denke. Als wüchse ein Geschwür in meinem Bauch. Ein blödes Dilemma, in dem ich da stecke. Aber mehr als ehrlich sein, mir Zeit nehmen und eine professionelle Hilfe aufzusuchen kann ich wohl nicht tun.

Danke für Eure Beiträge! @:)

H>erbgstsHonnxe7


Ja. Ich habe ihn jetzt erst einmal möglichst behutsam über meine Gefühle informiert. Das ist für mich sehr bitter, weil ich mich ja nun auch nicht mehr selbst belügen kann und etwas aussprechen muss, was eine düstere -also so gut wie keine- Zukunft prognostiziert.

Das ist sehr mutig von dir, alle Achtung! Aber es scheint auch mir das Beste und Fairste zu sein. Lass dich nicht unterkriegen, egal, wie andere reagieren... Höre auf dein Gefühl.

Mir wird ganz schlecht, wenn ich an Trennung denke. Als wüchse ein Geschwür in meinem Bauch. Ein blödes Dilemma, in dem ich da stecke. Aber mehr als ehrlich sein, mir Zeit nehmen und eine professionelle Hilfe aufzusuchen kann ich wohl nicht tun.

Das Gefühl ist mir bekannt, das war bei mir auch so. Was vielleicht daran lag, dass es damals meine erste Beziehung war. Ich konnte trotzdem allem nicht mit und eben auch nicht ohne ihn. Ein schreckliches Hin und Her. Ich kann dich daher gut verstehen. Ich wünsche dir alles Liebe,

Herbstsonne

f!als>efr_iend


@ Herbstsonne 7

Ich konnte trotzdem allem nicht mit und eben auch nicht ohne ihn. Ein schreckliches Hin und Her. Ich kann dich daher gut verstehen.

Darf ich fragen, wie sich der Knoten gelöst hat? Hat es plötzlich "klick" gemacht und Du konntest die endgültige Trennung einleiten? Hat Dein Partner vorher das Weite gesucht? Was muss passieren, damit sich Trennung befreiend und richtig anfühlen kann?

Bisher ist es nur die Vernunft, die mir zur Trennung rät, dass passende Gefühl hat sich -trotz des Sexproblems- noch nicht eingestellt.

It ain't over till it's over, right? ":/

Sqplittexrseele


Hallo Falsefriend,

auf deine Fragen kann ich kaum Antworten, denn das Problem liegt tief in dir und das solltest du mit "professioneller Hilfe" ergründen. Ich sage dir gerne meine Meinung, aber ich bin ja auch nur Laie und Hobbypsychologe :)

Was ich bei dir heraus lese, ist eine Angst vor dem alleine sein und dem Loch danach. Eigentlich ist deine Beziehung "im Arsch" und tief versteckt in dir drin, weißt du das auch, hast aber noch nicht den Mut zum "Befreiungsschlag".

Ich spreche da aus Erfahrung, weil ich schon mehrfach kaputte Beziehungen erlebt habe, in denen ich viel zu lange ausgeharrt habe, weil ich Angst vor dem Nichts dahinter hatte.

Es gibt aber auch die Möglichkeit (wenn beide das wollen und damit klar kommen), das man als Seelenverwandte zusammen bleibt, aber dann sollte man den Sex weglassen. Das Lebe ich mit meiner "Partnerin" seit über einem Jahr so. Wir lieben uns eigentlich, wir sind Seelenverwandte, arbeiten jeden Tag an unserem Lebenstraum, aber ich schlafe seit einem Jahr auf der Couch und sie im Schlafzimmer. Alles aufzugeben wäre schmerzhafter, als an eine "Rettung" zu glauben.

fSaols0elfriMenxd


@ Splitterseele

Es gibt aber auch die Möglichkeit (wenn beide das wollen und damit klar kommen), das man als Seelenverwandte zusammen bleibt, aber dann sollte man den Sex weglassen. Das Lebe ich mit meiner "Partnerin" seit über einem Jahr so. Wir lieben uns eigentlich, wir sind Seelenverwandte, arbeiten jeden Tag an unserem Lebenstraum, aber ich schlafe seit einem Jahr auf der Couch und sie im Schlafzimmer. Alles aufzugeben wäre schmerzhafter, als an eine "Rettung" zu glauben.

Hallo Splitterseele,

diese Option sagt mir momentan tatsächlich am meisten zu. Meine "Pseudo- Befreiungsschläge" haben mir bisher mehr Kraft geraubt als alles andere und ich habe mir vorgenommen, mir einfach mal zu erlauben, nicht so sehr rational zu agieren und mich zu trennen, sondern auf meine Gefühle zu hören, meine Trennungsangst zu akzeptieren und -hoffentlich- einen Mittelweg zu finden. Vielleicht wäre Euer Modell auch ein passendes für uns.

Obwohl ich sehr traurig darüber bin, sexuell nichts mehr für meinen Freund zu empfinden, ginge es mir mit der Möglichkeit viel Zeit mit ihm zu verbringen und ihm nahe zu sein viel besser als mit einer Trennung. Er könnte Sex haben mit wem er will und ich würde mir selbst keinen Schaden zufügen müssen, indem ich den wichtigsten Menschen meines Lebens nicht einfach weggehen lasse.

Fragt sich, wie er das sieht. ":/

Danke für Deinen Beitrag! :-)

Eine Frage habe ich noch:

Wie fühlt sich Euer Zusammenleben nun, nach einem Jahr, an? Gibt es zwischen Euch noch Spannungen (Traurigkeit, Wut, Vorwürfe,..) wegen des "Scheiterns"?

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