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Wenn Frauen nicht kommen: Fehlende Erfüllung ein Hemmnis?

F6lötaenhNolz hat die Diskussion gestartet


Nach einer bislang überaus zufriedenstellend ausgelebten, stets mit meinen Partnerinnen beidseitig erfüllenden Sexualität bin ich (46) nun erstmals an eine Frau (ebenso 46) geraten, die nicht kommen zu können scheint.

Im Gegensatz zu meiner letzten Partnerin, die ohne größeren Aufwand meinerseits de facto viele, viele Male kurz hinter einander orgasmierte (was mich auf die Dauer nicht glücklicher machte, aber das ist ein anderes Thema), habe ich mich nun in eine Frau verliebt, die bislang niemals einen Klimax erlebte!

Angeblich soll es durchaus überaus häufig solche Frauen geben. Auch in diesem Forum las ich schon von solchen "Fällen", empfand deren Schilderungen aber meistens entweder als eine traurige "Schmach" angesichts der offenbar mangelnden Fähigkeiten ihrer Liebhaber oder sah das Ganze als Ausdruck fehlender Selbst(er)kenntnis und/oder verringertes Interesse am Sex bzw. der eigenen Person innerhalb der jeweiligen Beziehung an. Bezeichnenderweise sind es wohl zumeist Frauen, die ihren eigenen Körper noch nicht ausreichend erforscht haben, insbesondere junge Leute, oder solche, welche sich aus anderen, äußeren Gründen nicht fallen lassen können.

Möglicherweise trifft der Aspekt der mangelnden Selbstkenntnis auf meine Partnerin zu, schließlich gelingt es ihr auch nicht, mit sich alleine zum Höhepunkt zu kommen; im übrigen ist die Beziehung recht jung, und ich hoffe natürlich darauf, sie bald dahin zu bringen, wo sie noch nicht war – und ja, ein wenig verkrampft es mich blöderweise.

Unabhängig davon, dass mich Ratschläge von Euch natürlich brennend interessieren, insbesondere von der "kurierten" Frauenseite, beschäftigt mich zunehmend der Gedanke, ob ich eine Fortführung dieser Beziehung im sexuellen Sinne überhaupt würde ertragen können.

Dass Frauen oft den "Weg" zum apostrophierten Ziel mehr genießen mögen als das Grande Finale selbst, stellt mich trotz meiner sexuellen Erfahrung und fortgeschrittenen Kenntnis der weiblichen Sexualität nicht zufrieden – eine Silvesternacht ohne abschließendes Feuerwerk ist schließlich auch nicht das Größte, zumal mich die oben genannten Selbstzweifel ob meiner Fähigkeiten bzw. unserer Kompatibilität quälen.

Wie gehen meine Geschlechtsgenossen mit diesem – aus meiner Sicht – echten Problem um? Wie kann es einen Mann in seinem Ego unverletzt lassen, dass er seiner Erwählten keine vollendete sexuelle Glückseligkeit verschaffen kann? Bliebet Ihr mit einer solchen Partnerin zusammen, wenn Ihr es nicht unbedingt müsstet?

Bitte ermahnt mich nicht alleine, Geduld zu beweisen. Ich habe mittlerweile eine gewisse Scheu, unsere Zuneigung wachsen zu sehen...

Antworten
M]adlame ?Charenxton


sry aber wenn du nur wegen eines fehlenden Orgasmus an der Beziehung zweifelst dann trenn dich von ihr – ih zuliebe.

als wäre eine Frau nur vollwertig wenn sie zum Höhepunkt kommen kann :|N

Wie kann es einen Mann in seinem Ego unverletzt lassen, dass er seiner Erwählten keine vollendete sexuelle Glückseligkeit verschaffen kann

dann ist dein Problem dein geringes Selbstbewusstsein, und evtl. Unwissenheit und Ignoranz.

F"lötenxholz


Danke für Deinen Kommentar, Madame Charenton, aber Du hast meinen Beitrag offenbar nicht ganz durchblickt.

FBermIagli


@ zuendstoff

Ich fürchte, sie hat ... Du konzentrierst Dich auf einen einzigen Aspekt Eurer Besziehung, den Sex. Du projezierst Deine Vorstellung von "gutem" Sex auf Sie: Orgasmus = gut, kein Orgasmus = nichtgut. Mein Gott (Meine Güte): was Ihr denn mit und in Eurer Partnerschaft, wenn ein Teil nicht mehr kann ? Ihn vom Hof jagen ?

M{r*. For eskKin


Dass Frauen oft den "Weg" zum apostrophierten Ziel mehr genießen mögen als das Grande Finale selbst, stellt mich trotz meiner sexuellen Erfahrung und fortgeschrittenen Kenntnis der weiblichen Sexualität nicht zufrieden – eine Silvesternacht ohne abschließendes Feuerwerk ist schließlich auch nicht das Größte, zumal mich die oben genannten Selbstzweifel ob meiner Fähigkeiten bzw. unserer Kompatibilität quälen.

Das Problem ist, dass Du Dir nicht vorstellen kannst, dass eine Frau Sex auch ohne einen Orgasmus zu erleben schön finden kann.

Wenn Die Frau den Sex auch ohne Orgasmus schön und erfüllend findet hat sie ja kein Problem.

Also hast nur Du ein Problem damit das sie kein Problem hat.

P~IA


Orgasmus hin oder her... der Weg ist das Ziel !

cbh%ucxhi


Wenn Die Frau den Sex auch ohne Orgasmus schön und erfüllend findet hat sie ja kein Problem.

sehe ich auch so.

wie oft hab ich männer gesehen, wo die frau danach völlig ausgepowert und glücklich neben ihm lage – ohne orgasmus – und er sich als versager fühlte, weil "er es ihr nicht gut genug besorgt hat".

sowas finde ich als frau mehr als nur ärgerlich und dekonstruktiv und wenn ich ehrlich bin auch extrem nervig. wieso wird mir unterstellt, dass ich den sex nicht gut finden kann, nur weil ich keinen orgasmus gehabt habe? mit welchem recht wird mir mein spaß und meine befriedigung abgesprochen?

lieber TE, du schließt von deiner (männlichen) sexualität auf die sexualität der frau und das geht so einfach nicht. männer und frauen unterscheiden sich meines erachtens massiv im erleben der sexualität und ja, ich hab x-fach und monatelang ein absolut erfülltes sexleben mit meinem bettgefährten gehabt, obwohl ich dabei nicht zum orgasmus gekommen war.

c}lv


Lieber Fötenholz, hier kommt Verständnis:

Meine Partnerin teilte mir bereits einige Wochen nach Beginn unserer Liebe mit, dass sie keinen Orgasmus kenne, dass sie auch alleine ihn nicht herbeiführen könne.

Meine erste Reaktion: Sie kommt bei MIR nicht und verpackt es in beziehungsvertägliches " ich komme nie...".

Ich habe mich bemüht ihr es zu glauben, im Hinterkopf hatte ich jedoch immer das ganz simpel gestrickte Gefühl, ich könne es halt nicht, oder ich wäre nicht sexy genug.

Und hier bitte ich um Verständnis bei meinen Vorrednern, jeder Mann hat die menschliche Schwäche kränkbar und verletzlich zu sein und unnötiges auf sich zu beziehen.

Dann ist es doch nachvollziehbar, diese sexuelle Bindung in Frage zu stellen.

Mein Problem hat sich durch die Erkenntnis aufgelöst, dass sie es gerne mit mir macht. Wir haben täglich frauenorgasmusfreien Sex, es wir und wird weder weniger noch langweiliger und ich nehme ihr nun langsam ab, dass sie freiwillig und aus Spaß an der Freud jede Gelegenheit ergreift es mit mir zu tun.

Und das wäre mein Tip: Versuche es herauszufinden, ob sie Wert auf Sex legt, ob es ihr Spaß macht.

Wenn ja, dann ist doch alles gut, dann dürft ihr gemeinsam DEIN Feuerwerk genießen.

Wenn nein, ja dann habt ihr ein Problem von Tausenden, einer will, der andere nicht. Und dann darf man sich fragen, ob das langfristig zu ertragen ist.

S|unnySjhi?nnxy88


also ich kann verstehen, wie du dich als Mann fühlst. Aber es gibt tatsächlich Frauen die keinen vaginalen und/oder oralen Orgasmus bekommen können. Du schreibst, dass deine "Partnerin" auch nicht durch Selbstbefriedigung zum Höhepunkt gekommen ist?

Also ich bin teilweise selber davon betroffen, ich komme auch nicht vaginal, sondern nur oral. Ich komme wenigsten, wenn ich mich selbstbefriedige, geleckt oder oral stimuliert werde. Ich denke, wenn die Dame 46 Jahre alt ist und noch keinen oralen Orgasmus hatte, dass es ziemlich schwer werden könnte. Denn immerhin gibt es auch Frauen die gar keinen Orgasmus bekommen können. Aber deswegen eine Beziehung in Frage zu stellen, ist meinerseits sehr dumm anzusehen. Ich kann dir sagen, obwohl ich beim Sex keinen Orgasmus bekomme, und auch nur, wenn mein Freund mich leckt oder stimuliert, nicht beim aktiven Sexualverkehr, ich trotzdem Spass am Sex habe. Und es dennoch ein schönes Gefühl ist, meinen Partner zu spüren.

Versuch sie mal zu lecken, vielleicht würde sie es ja noch nicht? Oder stimuliere ihr mal die Klitoris, wichtig dabei ist, dass sie dich leitet und dir sagt, wie sie es mag. Vielleicht kommt sie ja doch noch mal. Viel Erfolg euch zwei!

F~remde^rx222


Hallo Flötenholz

Der Sex von Mann und Frau sind nur in einer Sache wesentlich verschieden: Der Mann prodziert ständig Sperma und muss es los werden. Also er muss immer wieder mal einen Orgasmus haben, um sich von dem Druck des Sperma zu entledigen. Die Frau braucht das nicht. Sie kann Sex ohne O auch schön finden. Und sogar befriedigend. Weil sie den Druck nicht hat, den Männer haben.

Das ist also der wesentlich Unterschied zwischen Mann und Frau. Dieser Unterschied ist biologisch bedingt. Es gibt zwar noch ein paar kleinere Unterschiede in der Empfindung, aber diese sind nicht so von Bedeutung.

Wenn du dich nicht bemühst, eine Frau auch wirklich zu verstehen in all ihren Bedürfnissen und Gefühlen, dann wirst du weiterhin auf der Frage nach dem O herumreiten und zu keinem Ergebnis kommen. Also denk mal um und akzeptiere deine Freundin so, wie sie ist.

Also freue dich daran, dass sie Freude hat. Das ist die Hauptsache.

Kfurt


Der Mann prodziert ständig Sperma und muss es los werden. Also er muss immer wieder mal einen Orgasmus haben, um sich von dem Druck des Sperma zu entledigen.

Das ist eine sehr "Klischeehafte" Betrachtung.

Kein Hoden platzt, nur weil man keinen Orgasmus hat.

Der Körper lässt das Sperma einfach abfließen (Stichwort: Pollution)

Oder, nach einer Vasektomie, kann das Sperma überhaupt nicht mehr raus, der Weg ist "versperrt".

Aus eigener Erfahrung sage ich Dir, auch dann platzt da nichts, der Hoden resorbiert die Spermien und stellt sogar die Produktion ein.

Wenn ein Mann Trieb/Druck verspürt, hat das nichts damit zu tun, dass die Spermien raus "müssen" ...

Die Frau braucht das nicht. Sie kann Sex ohne O auch schön finden. Und sogar befriedigend. Weil sie den Druck nicht hat, den Männer haben.

Auch das ist zu pauschal formuliert.

Es gibt Frauen, die durchaus einen ähnlichen "Druck" verspüren wie Männer und dann auch einen Orgasmus "brauchen".

Und es gibt Männer, die auch Sex genießen (nicht nur den reinen Verkehr) und dann auch zufrieden aufhören können, ohne einen Orgasmus gehabt zu haben.

Das mag zwar eine Minderheit sein (wer weiß das schon so genau), aber zumindest erzeugen solche Aussagen, ein falsches Bild, von der Vielfalt, die es beim Menschen gibt.

Zurück zum eigentlichen Thema:

Wenn Mann sich auf den Orgasmus der Frau "versteift", übt man damit einen ziemlichen Druck auf die Frau aus (selbst, wenn man es nicht unbedingt zur Sprache bringt)

Damit schafft man meist nur eines ... das Frau nicht entspannt ist und erst recht keinen Orgasmus bekommt.

Sicher ist es auch für mich schön, den Orgasmus der Frau zu erleben, so wie es für sie schön ist meinen zu erleben.

Aber Sex (incl. Verkehr) kann auch ohne Orgasmus so sehr schön sein ... ja sogar irgendwie befriedigend ...

bMerkexl


Dieser gewisse Unglaube liegt vermutlich einfach daran, das es für gewöhnlich beim Mann immer zum Orgasmus kommt – daher "muss" er dabei sein – ergo ist was falsch, wenn sie nicht zum Orgasmus kommt @:). So lässt sich das allerdings nicht übertragen ;-) , wie schon gesagt wurde.

Ich konnte auch eine ganze Zeit lang (beim Sex) nicht kommen, es reichte immer nur knapp bis kurz davor. Da hört man dann halt auf, wenn man nicht mehr möchte (oder es unangenehm wird). Das war zwar erst sehr ungewohnt aber der Sex war auch ohne Orgasmus echt schön und auch befriedigend. Es verändert jedenfalls den Blickwinkel ungemein.

Lange Rede, kurzer Sinn – Beim Sex geht es doch um die Nähe, Liebe, Lust, Leidenschaft... (der Weg und das Ziel) und nicht um den Orgasmus allein. Der ist letztlich doch nur ein kleines i-Tüpfelchen zum Schluss.

b=erkexl


... oder anders gesagt, Flötenholz: Glaub ihr einfach, das es für sie so auch befriedigend und schön ist und zweifele nicht an DIR herum – denn viel Spaß habt ihr doch zusammen dabei.

Aber nicht aufhören, Dein Bestes zu geben und sie zu verwöhnen :)z @:)

F)remdWer22x2


Hallo Kurt

Natürlich war meine Aussage etwas pauschal. Aber es ist etwas dran an diesem Druck. Sicherlich können auch Frauen einen Druck erleben, jedoch ist dieser mehr seelischer Art und nicht so stark körperlich geprägt wie beim Mann. Aber beim Mann ist das sehr häufig. Natürlich "platzt" da kein Hoden. Aber es ist ein Druck da. Das kann jeder Mann selbst nachempfinden, der längere Zeit keinen Sex hatte. Da wird man schon sehr kribbelig. Frauen können besser und längere Zeit auch ohne Sex leben, das haben Master/Johnson in vielen Versuchen bewiesen. Ausnahmen gibt es immer, sowohl bei Frauen wie auch bei Männern. Wenn ich sagte, dass "Männer" so sind, dann ist das allgemein gesagt und muss nicht für ALLE gelten, aber doch für die Mehrzahl.

Ich schrieb das auch nur deshalb, um Flötenholz einen Hinweis zu geben, dass Frauen sehr häufig auch ohne O gut leben können und sogar viel Freude am Sex haben können.

Fclöt~e{nholz


Habt Dank für Eure Stellungnahmen, insbesondere an clv, der mich augenscheinlich recht gut verstanden hat. Ich hoffe, ich werde dieses "Problem" in den Griff bekommen können.

Bei mir verbleibt ein bedrücktes, teils ahnungsloses Achselzucken, denn auch wenn ich Eure Comments verstehen und beherzigen will, dass es für frau auch ohne Orgasmus äußerst positiv angehen mag, so kann ich doch nicht einfach ohne weitere Erfahrungen mit meiner Freundin aus meiner Haut, aus meinem Geschlechterbild und aus meinem Selbstverständnis als Mann nebst meiner gewachsenen, erworbenen Perspektive hinausgeraten.

Es bleibt schwierig mit den Frauen ;-)

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