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Kein Sex vor der Ehe

scensib1elmaxn


Ich denke mal die wenigsten Leute wählen ihren zukünftigen Ehepartner nach der perfekten Übereinstimmung der sexuellen Vorlieben aus, oder?

Naja, letztendlich ist das relativ egal. Was mir nicht egal ist, warum ich in meinem Leben auf etwas sehr Schönes wie den Sex verzichten soll und u.U. mehrere Jahre Verzicht zu üben. Da frage ich mich in solchen Situationen immer: Wozu? Wem bringt das was?

Was habe ich oder meine Freundin davon, wenn mich morgen der Blitz erschlagen sollte.

Was du heute kannst besorgen, das verschiebe nicht auf morgen ist für mich ein Spruch, gerade was die schönen Dinge im Leben betrifft.

Die Zukunft ist ungewiss. Verzicht aus irgendwelchen imaginären, nicht greifbaren Gründen, Verzicht auf schönes Erleben halte ich einfach für dumm, wenn man es komplikationsarm sofort haben kann.

DdieZaubeHrfxee


Die Chance, daß sich ein lustloser und frigider Mensch zu einer Sexbombe entwickelt ist geringer, als daß sich eine Sexbombe zu einem lustlosen Menschen entwickelt. Warum weitermachen, wenn es am Anfang schon hakt? Prüfet, wer sich ewig bindet.

Die Wahrscheinlichkeit ist sehr hoch, dass über die Jahre einer Ehe die Sexualität sich verändert und es auch "Probleme" gibt. Libidoverlust, Impotenz, Veränderungen der sexuellen Vorlieben usw.

In einer Partnerschaft muss man nunmal bereit sein Kompromisse einzugehen. Einen kleinsten gemeinsamen Nenner wird man in den allermeisten Ehen schon finden, wenn man guten Willens ist. ;-)

Ich finde es irgendwie komisch, die Frage von Ehe oder Nicht-Ehe davon abhängig zu machen, ob der potentielle Ehepartner mit nun im Bett aktuell gut genug ist oder nicht.

D#ieyZaubexrfee


Die Zukunft ist ungewiss. Verzicht aus irgendwelchen imaginären, nicht greifbaren Gründen, Verzicht auf schönes Erleben halte ich einfach für dumm, wenn man es komplikationsarm sofort haben kann.

Naja, nach dieser Logik müsste man ja jeden Tag versuchen Sex mit irgendwelchen Menschen zu haben. Denn wer weiss schon, was morgen ist? ;-D

Es gibt doch z.b. sehr viele Menschen, für die Sex und Liebe zusammengehört. Die haben dann, wenn sie Single sind, eben auch mal mehrere Jahre keinen Sex, bis sie wieder einen Partner finden.

Ich sehe da erstmal nichts negatives drin, wenn man sein Leben auch längerfristig plant und nicht alles heute und sofort machen muss.

Ich kenne viele Leute, die schon recht früh recht viel Sex mit verschiedensten Leuten hatten und heute nicht unbedingt glücklich sind.

Umgekehrt kenne ich auch Leute, die viele Jahre gar keinen Sex hatten, weil sie auf "den richtigen" gewartet haben und heute sehr glücklich mit dieser Entscheidung sind.

s2ens]ibelxman


Naja, nach dieser Logik müsste man ja jeden Tag versuchen Sex mit irgendwelchen Menschen zu haben.

Richtig.

Es muss ja nicht irgendein Mensch sein- besonders schön ist es mit dem geliebten Menschen. Ja, ich habe täglich Sex- und nicht mit irgendjemandem, sondern mit meiner Frau- aber ich hatte doch nicht auf diesen förmlichen Kram wie Ehevertrag warten müssen und wollen- was sollte das?

die viele Jahre gar keinen Sex hatten, weil sie auf "den richtigen" gewartet haben

Warum muss man auf "den richtigen" viele Jahre "warten"? Wenn ich jemanden ohnehin heiraten will, dann sollte es doch der richtige sein? Welchen Zweck soll da weiteres Warten nur wegen einer staatlichen/kirchlichen Formalität haben?

s6ensiibe.lman


Umgekehrt kenne ich auch Leute, die viele Jahre gar keinen Sex hatten, weil sie auf "den richtigen" gewartet haben und heute sehr glücklich mit dieser Entscheidung sind.

Man kann sich jeden Mist, den man in der Vergangenheit getan hat, schön reden- ist oft einfacher als seine Unüberlegtheit sich selbst einzugestehen.

DZi1eKZauJbeJrfee


Warum muss man auf "den richtigen" viele Jahre "warten"?

Weiss nicht, vielleicht unterscheidet uns das vom Tier, dass wir eben nicht einfach mal so über Artgenossen "herfallen", wenn die Hormone uns das Signal dazu geben, sondern Sexualität in ein Geflecht aus Emotion und Kultur eingebunden ist. ???

Klar, über den Sinn exakt bis zum Tag der formalen Hochzeit auf dem Standesamt zu warten kann man diskutieren. Aber der Wunsch und die Vorstellung, sein 1. Mal mit "der grossen Liebe" haben zu wollen, mit der man dann auch für immer zusammen sein möchte, ist meiner Erfahrung nach nicht gerade ungewöhnlich. Vermutlich ist das doch sogar DAS Ideal, was 13/14/15jährige so haben, auch wenn es dann in der Realität nicht immer umgesetzt wird oder werden kann.

s3ensibbelmaxn


Aber der Wunsch und die Vorstellung, sein 1. Mal mit "der grossen Liebe" haben zu wollen, mit der man dann auch für immer zusammen sein möchte, ist meiner Erfahrung nach nicht gerade ungewöhnlich.

Das unterscheidet sich meiner Ansicht nach aber deutlich von der "Vorgabe", kein Sex vor der Ehe.

dass wir eben nicht einfach mal so über Artgenossen "herfallen", wenn die Hormone uns das Signal dazu geben, sondern Sexualität in ein Geflecht aus Emotion und Kultur eingebunden ist.

Zwischen "übereinander herfallen"bzw. Stunden/Tage/Wochen/Monate kennenlernen bestehen deutliche Unterschiede. Es geht nicht darum, mit jedem x-beliebigen Sex zu haben (in der Regel haben Menschen mit geliebten oder wenigstens sympatischen Menschen Sex), sondern darum, nicht auf staatliche/kirchliche Formalitäten sehr künstlich ohne sinnvollen Grund zu "warten" oder besser zu blockieren.

DIieZaeubxerfee


Das unterscheidet sich meiner Ansicht nach aber deutlich von der "Vorgabe", kein Sex vor der Ehe.

Also angenommen jemand kann sich Sex nur in Verbindung mit Liebe im Rahmen einer Partnerschaft vorstellen. Und wenn diese Person verliebt sich dann vielleicht erst mit 22 zum ersten Mal so richtig und hat vorher halt auch keinen Sex. Hast du dafür dann Verständnis oder findest du das auch schon "dumm"?

Nun mal angenommen diese Person möchte nun auch nicht sofort am ersten Tag ihrer ersten Beziehung sofort Sex haben, sondern möchte erstmal warten, bis sich die Beziehung vertieft und gefestigt hat und bis sie sich absolut sicher ist, dass es die grosse Liebe ist und dass der Partner wirklich der Mensch ist, mit dem er/sie ihr Leben verbringen möchte.

Findest du das dann auch schon "dumm"?

srenQsi4bxelman


Und wenn diese Person verliebt sich dann vielleicht erst mit 22 zum ersten Mal so richtig und hat vorher halt auch keinen Sex. Hast du dafür dann Verständnis oder findest du das auch schon "dumm"?

Dafür habe ich volles Verständnis.

Nun mal angenommen diese Person möchte nun auch nicht sofort am ersten Tag ihrer ersten Beziehung sofort Sex haben, sondern möchte erstmal warten, bis sich die Beziehung vertieft und gefestigt hat und bis sie sich absolut sicher ist, dass es die grosse Liebe ist

Sofern das Vertiefen der Beziehung, das Kennenlernen keine Zeit- sondern vielmehr eine Qualitätsfrage ist, halte ich das für sinnvoll. Wobei: Der Sex gehört meiner Ansicht nach zum Kennenlernprozess irgendwie dazu. Wenn sich jemand mit dem Sex nur dann wohlfühlt, wenn er den Sexpartner hinreichend kennt (und gern mag) ist das doch auch OK- das wirkt nicht schematisch und nicht gezwungen.

Jedoch: "Kein Sex vor der Ehe"- das ist doch nur Unterdrückung von Gefühlen ohne richtigen Sinn. Genauso halte ich es für sehr schematisch (und gefühllos) wenn man sagt: "die ersten 6 Monate nach dem Kennenlernen kein Sex" ...

AOlla8rdicxe


Sonst lese ich dich nicht gerne, aber das, was du schreibst, hat hier Hand und Fuss.

S!chw>arzx666


Angenommen du "testest" die Frau vorher im Bett und der Sex ist einfach grossartig. Dann heiratet ihr und nach ein paar Jahren Ehe nimmt ihre Libido aus irgendwelchen Gründen stark ab.

Und nun?

Die Frau vor der Ehe im Bett auf sexuelle Kompatibilität "getestet" zu haben garantiert dir doch keinen lebenslang perfekten Sex.

Habe ich auch nirgends behauptet und darum geht es hier auch garnicht! :|N

AAllesctoll


Ich will keinen vaginalen Sex vor der Ehe, aus vier einfachen Gründen:

1.) Beim Petting stehe ich da wesentlich weniger drauf als auf anal.

2.) Es kann immer etwas passieren und ein Kind wäre vor der Ehe undenkbar für mich. Ich weiß, unter Umständen kann man auch bei AV oder Petting schwanger werden, aber das Risiko besteht erst gar nicht, wenn man gut Acht gibt und bei AV mit Kondom verhütet.

3.) Für mich ist mein vorderer Eingang etwas sehr Besonderes, ich sehe ihn als körperlich intimste Stelle von mir an.

4.) Da tun zwei Finger drin schon weh, und mein Freund ist nicht so super schlecht bestückt. Es liegt nicht am unentspannt Sein, auch bei mir selbst tut es weh. Da mache ich es lieber nur, wenn es wirklich sein sollte - um Kinder zu bekommen. Dafür würde ich die Schmerzen in Kauf nehmen.

sQensixbelman


Kind wäre vor der Ehe undenkbar für mich

Kinder scheinen heute wirklich was ganz Grauenvolles und Gefährliches zu sein- da wird auf Risiken zig-mal mehr geachtet als auf fast alle andere Lebensrisiken ...

. Da mache ich es lieber nur, wenn es wirklich sein sollte – um Kinder zu bekommen. Dafür würde ich die Schmerzen in Kauf nehmen.

Weiß dein Freund davon? ansonsten tut er mir ziemlich leid

Aullestxoll


Ja, mein Freund weiß davon. Und er findet es absolut in Ordnung, da wir zusammen unser erstes Mal (eben anal) hatten und er meint, er wird nichts vermissen.

Ich hatte es ihm von Anfang an gesagt und er hat es nie infrage gestellt, vor allem, weil mir eben mehr als ein Finger sowieso wehtut - wer möchte schon, dass der Partner Schmerzen erleidet, wenn es einen guten Ersatz gibt?

Töte mich, aber ich finde ein Kind mit 14 ziemlich schrecklich, ich mach lieber erstmal die Schule ;-)

ufhxu2


Wir haben seinerzeit bis zur Hochzeitsnacht gewartet. Wobei man zur Definition sagen muss: Wir hatten keinen GV (AV hatten wir bis heut noch nicht), wohl aber "heavy petting". Nach der Meinung einiger User hatten wir somit Sex; ich sehe aber zum GV noch mal einen Quantensprung.

Das Warten hat unserem späteren und jetzigen Sexleben nicht geschadet, auch nicht unserem sonstigen Eheglück.

Warum wir gewartet haben? Wir sind beide christlich- evangelikal geprägt. Vor der Ehe miteinander zu schlafen wäre für uns Sünde gewesen. Positiv ausgedrückt: Was wir getan haben, genauer: dass wir es erst ab dem Zeitpunkt der Eheschließung getan haben, hat uns Exklusivität beschert.

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