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Gibts hier Leute die "plötzlich" asexuell sind?

L\ad?yhedllfxirxe hat die Diskussion gestartet


Hallo ich bin seit 2008 asexuell bin 3x vergewaltigt worden und ich ekle mich nur noch vor Männern sogar vor meinen Mann obwohl er der liebste Mann auf Erden ist der mich trotz psychischer Probleme geheiratet hat und zu mir steht.

Mir wird auch Nähe zuviel..hab das von vielen Borderliner gehört die keine Nähe ertragen aber ich ertrag nicht mal den Anblick von einen nackten Mann da wird mir sofort übel und ich muss erbrechen..!! Ich hab 2008 seit der 2. Vergewaltigung ein Trauma da mich diese Träume und die Angst bis heute verfolgen..!! Wenn ein fremder Mann neben mir im Bus sitzt muß ich mich sofort wegsitzen da ich es nicht ertrage besonders die Ausländerkerle sind oft aufdringlich und reden jeden an das macht mir Angst da ich von einem Kurden vergewaltigt wurde und wir in unserer Stadt ein Riesenmarokkanerproblem haben aus Angst vor Vergewaltigung gehe ich nicht mehr aus dem Haus oder nur mit meinen Mann zusammen...Da ein Sexualtherapeut gesagt hat wir müssten gemeinsam eine Therapie machen ..waren wir auch dort und er sagte eben dass es eine Asexualität ist und viele Borderliner durch ein Trauma dazu neigen.nur ehrlich mir fehlt der Sex nicht und ich vermisse es..mein Mann hat sogar einen Freibrief fürs Bordell bisher war er nie dort ...denn ich weiß dass er nicht darauf verzichten kann nur mir ist es lieber er geht dorthin als wenn ich herhalten muß er steht 100% zu mir..und das finde ich gut eine Umarmung geht noch ein Kuss auch aber mehr nicht..Hatte dieses Problem schon mal jemand..? Oder hat jemand ähnliche Erfahrung..für mich ist Sex nicht ausschlaggebend ich war nie ein Fan von Sex es war immer eher ein Muß aber seit diesem Trauma ist die Lust ganz weg..für mich ist Liebe wichtiger als dies..Also lebe nun 5 Jahre ohne Sex...nur ich habe Angst dass mich mein Mann irgendwann fallen lässt obwohl er "fremdgehen" darf von meiner Seite aus...da ich es wie gesagt nicht kann. Ich dachte auch erst ich bin vielleicht doch lesbisch da ich bisexuell bin aber ich hab auch nicht mal nach einer Frau "Verlangen" noch eher als vielleicht auf einen Mann aber glaube auch nicht dass ich es mit einer "Frau" derzeit machen könnte...Nur ich möchte wissen ob das eine Phase ist oder ob es Leute gibt denen das "länger" als 5 Jahre so geht >:( .

Antworten
rDalf1g00x64


Ohne dir Vorwürfe machen zu wollen, aber in welchen Kreisen verkehrst du oder wie verhallst du dich das du drei mal vergewaltigt worden bist, das ist doch schon eher ungewöhnlich!?

Ich denke da es bei dem was du erlebt hast normal ist das du kein Interesse und verlangen mehr nach Sex hast, ob sich das jemals wieder ändern wird kann dir sicher keiner sage.

Ich denke dein erstes ziel muss es sein deine Angst vor Fremden in den Griff zu bekommen, denn nicht alles Männer sind schlecht und Vergewaltiger.

Das du deinem Mann einen Freibrief gegeben hast finde ich sehr gut,

das er es noch nicht ausgenutzt hat glaube ich aber nicht,

er wird dich nur nicht damit konfrontieren um dir nicht unnötig weh zu tuen.

Er muss dich wirklich sehr lieben!!!!

M,adaimeo ChaNrentoxn


machst du denn eine Therapie?

Czivil-iran Joxnes


Hi, Ladyhellfire,

ich glaube solche Leute gibt es, denn ich bin einer davon. Wenn Du mich fragst, wie lange das bei mir schon so geht, dann würden fünf Jahre wahrscheinlich nicht reichen. Ich bin zwar nicht vergewaltigt worden, aber ich durchlebte ähnlich wie Du, schwere psychische Traumata: die Liebe meines Lebens (Borderlinerin !) verabschiedete sich (und hat sich mittlerweile umbegracht), ich suchte neue Beziehungen, fand diese, scheiterte und verfiel in eine tiefe Depression, die mehrfache stationäre Behandlungen nach sich zog. Man behandelte nicht nur mit Psychopharmaka – ich muss sie immer noch einnehmen – man überzeugte mich auch von der Notwendigkeit der Psychotherapie. Ich nahm alle Therapieangebote war, ich wollte so sein, wie vor meiner Erkrankung – und so wollte ich auch meine – in meinen Augen erfüllende – Sexualität wieder erleben. Meine Therapeuten (vielleicht sollte ich noch erwähnen, dass ich selbst ärztlich tätig bin) haben es geschafft, mich alltagstauglich zu machen (wenn Du mich auf der Strasse siehst, oder ich im Beruf agiere, würdest Du nie auf die Idee kommen, was ich hinter mir habe), meine Sexualität ist aber auf der Strecke geblieben. Ich habe wieder eine Beziehung mit einer attraktiven Frau, die ich über alles liebe, und die zu mir hält, wie Pech und Schwefel – nur eines geht nicht: den Sex zu haben, an den ich seit Jahren (vor meiner Erkrankung) gewöhnt war... es geht einfach nicht, weil ich es nicht mehr kann.. es ist kein organisches Problem, ich kann einfach keinen Sex mehr haben, weil es keine Bedeutung mehr für mich hat. Die gefühlt aufgezwungene Asexualität ist für mich zwar ein Riesenproblem, aber noch viel schlimmer waren die Depressionen, von denen ich mittlerweile weitestgehend verschont bin. Im Moment habe ich mich mit meiner Asexualität arrangiert, und ich habe wie gesagt (und wie Du es auch hast) einen Partner, der meinen aktuellen Lebensstil akzeptiert. Gleichwohl fürchte ich, dass sich das mal ändern kann, und mir wird schmerzhaft bewußt, dass ich keine Alternative habe.

Summa summarum: Ich habe keine konkreten Lösungsvorschlag für Dein (=mein) Problem. Ich sehe keinen Zusammenhang mit den Kreisen, in denen man verkehrt, obwohl ich mit ralf der festen Überzeugung, dass ein ungutes Umfeld sich sicher nicht positiv auf Dein Problem auswirken wird. Klasse finde ich, dass Du einen Mann hast, dem Du Dein Problem wahrhaftig in extenso geschildert hast, weil ich glaube – und das z.Z. auch so erlebe – dass nur eine Partnerschaft auf Augenhöhe Lösungsansätze für Deine Asexualität bieten kann. Ob Psycho- oder Sexualtherapien zu einem zusätzlichen Benefit führen können läßt sich m.E. kaum im voraus beurteilen, sie sind aber Chancen, die man ggf. nicht verstreichen lassen sollte.

Ich wünsche Dir als Mitbetroffene alle Kraft dieser Welt – you never walk alone

C.J.

T&ikv DHuck


Im Moment habe ich mich mit meiner Asexualität arrangiert, und ich habe wie gesagt (und wie Du es auch hast) einen Partner, der meinen aktuellen Lebensstil akzeptiert.

Wunderbar!...dass es sowas gibt :)* :)*

F{loezinUo-2.x0


@ Civilian Jones

nur eines geht nicht: den Sex zu haben, an den ich seit Jahren (vor meiner Erkrankung) gewöhnt war... es geht einfach nicht, weil ich es nicht mehr kann.. es ist kein organisches Problem, ich kann einfach keinen Sex mehr haben, weil es keine Bedeutung mehr für mich hat.

das hört sich nach den klassischen Nebenwirkungen von Selektive Serotonin-Wiederaufnahmehemmer (SSRI = Selective Serotonin Reuptake Inhibitor) (Antidepressia) an.

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