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Orgasmus aus neurologischer Sicht

MDaxz


Klar hat sexuelle Erregbarkeit mit Hormonenen zu tun. Aber nicht direkt der Orgasmus selbst du verstehst...

ghuxs


Interessant, bearmutz1

Kannst du das nochmal etwas laienhafter erklären?

In der Ausgangsfrage hieß es ja "neurologisch" und "welche Hormone"

Ich stelle mir eigentlich vor, daß Hormone (oder andere Botenstoffe?) durchaus recht flott wirken können, wenn ich mir anschauen, wie schnell Erregung aufkommen oder abflauen kann, bzw besonders wenn ich mir die Stimmungveränderung unmittelbar nach dem Orgasmus anschaue.

Das hat doch nicht nur mit Nerven zu tun, oder?

Da arbeiten doch Nerven und Botenstoffe Hand in Hand?

Muss man da nicht beides betrachten um den Vorgang "körperlich" zu beschreiben?

??? 8-)

M5ädchenXschwaxrm


Ja, an so einer Erklärung wäre ich auch sehr interessiert!

S k`orpixe


Schwierig

Die Zusammenhänge von Orgasmus, Liebe, Erregung, Hormonzyklen, Geschlecht usw. sind äusserst Komplex und für einen Laien schwer verständlich auch bedürfte es eines Buches, dies zu erklären.

Ganz klar lässt sich sagen, dass Hormone und Nervensystem (inkl. Neurotransmitter) untrennbar zusammenarbeiten. Der Orgasmus selbst jedoch ist eine Folge einer spezifischen Reizabfolge, bzw. eines Reizmusters, welches wiederum die Freisatzung eines ganz bestimmten Musters an Botenstoffen bewirkt.

In jeder Sekunde des Lebens, sind alle Gefühle, das ganze Befinden des Menschen bestimmt durch eine ganz bestimmte Mischung verschiedenster Botenstoffe (Hormone), Neurotransmitter usw.... Je nach Reiz, also je nachdem, was die Sinne des Menschen aufnehmen, werden andere Stoffe freigesetzt, bzw. die Menge spezifisch reguliert.

Aus diesem Grunde hast du während dem Sport keinen Orgasmus!

Blutproben haben ergeben, dass während der Erregnungsphase (vor dem Orgasmus) der Vasopressinspiegel ums vierfache ansteigt, bei der Ejakulation zusätzlich der Oxytocinspiegel ums dreifache steigt. Die Behauptung, diese Stoffe seinen Orgasmushormone, wäre jedoch ein Trugschluss. Oxytocin zB. ist ebenso verantwortlich für die Milchbildung der Frau, für die Gebährmutterkontraktionen bei der Geburt und zu hohe Werte an Oxytocin unterdrücken sexuelle Lust und lösen einen Gähnreflex aus.

Komisch was? Nein, vielmehr zeigt dieses Beispiel wie komplex all diese Vorgänge sind und sich schwerlich sagen lässt, wie genau ein Orgasmus zustande kommt bzw. was genau während des Orgasmus geschieht.

Sicher ist: Sexuelle Erregung kann über alle (6) Sinne geschehen... und sie löst eine spezifische Reaktion aus, worauf Der Körper sich auf den Akt vorbereitet. Während des Geschlachtsverkehrs steht der Körper gewissermassen unter Drogen (Niemand würde sonst seinen Unterkörper Rhytmisch gegen den Unterkörper eines Andern Menschen bewegen und dies als das tollste der Welt betrachten) und die Erregung steigert sich bis zum Orgasmus... In genau diesem Moment herrscht im Körper ein ganz spezifisches Verhältnis von allen Botenstoffen vor... und der Körper schaltet auf "Ausnahmezustand". Dies ist der eigentliche Drogenrausch (X-Stoffe werden in grossen Mengen ausgeschüttet), gefolgt von einer wohligen Entspannung.

Die Bereitschaft für Sex, die Dauer bis zum Höhepunkt, die Partnerwahl, die Gefühle vor, während, nach dem Sex, die Dauer des Orgasmus... alles hängt von X Faktoren ab, und die genauen Zusammenhänge sind heute noch ungeklärt... auch weil die Forschung auf diesem Gebiet

Na, vielleicht war das versändlich... und die sache ist nun etwas klarer, bzw. weniger klar.

S7kopKie


... da ging was verloren ???

--> auch weil die Forschung auf diesem Gebiet lange Zeit einen schweren Stand hatte, da Sexualität als tabuisiertes Mysterium nicht Wissenschaftlich verstanden sein wollte... Sicher gibt es noch grosse Überraschungen und wir werden noch eine Menge neuer Erkenntnisse haben, bis wir die Sexualität verstehen.

Man überlege sich was diese für folgen haben wird... einen Aufschwung in der Pharma-Industrie!!!

b}earGmutzx1


Transmittersubstanzen

Klar sind beim Orgasmus Transmitter (Botenstoffe) beteiligt, ohne diese können Nervimpulse nicht über die Synapsen "springen". Under anderen sind es: Acetylcholin (ACh), Epinephrin, Norepinephrin, Seratonin und Dopamin, sie haben jeweils unterschiedliche fördernde oder hemmende Wirkungen auf eine bestimmte Synapsen. Die sogn. Refraktärphasen die gus beschreibt sind ziemlich kompliziert, jedenfalls sind sie nicht vom Testosteronspiegel, sondern von Nervenimpulsen und rein funktionalen (psychischen) Faktoren abhängig. Zum Beispiel, in der relativen Refraktärphase ist eine sexuelle Reaktion möglich wenn die Reize ausreichend intensiv sind. Viele Frauen wissen, dass sie ihren Partner mit einem bj wieder auf "Vordermann" bringen können, auch wenn er keine mehr hat. Die menschliche sexuelle Reaktion ist eine der kompliziertes Vorgänge in der Neurophysiology und Psychologie. Um sie zu verstehen braucht man einiges Vorwissen. Wenn ihr also an dem Thema interssiert seid dann würde ich euch raten einen neurophysiologisches Textbuch zu lesen, gibts in jeder Uni-Buchhandlung und auch jeder Uni-Bücherei. Die besten sind allerdings auf Englisch.

SIkopixe


Glaubst du wirklich dass sich unser Mädchenschwarm für Refraktärzeiten interessiert?

Naja, vielleicht täusch ich mich... doch ich glaub, das ist ein atomy zu "wissenschaftlich".

b]earumut!zx1


@Skopie

Hab keine Ahnung ob und warum sich MS für Refraktärphasen interessiert, sie wurden von "gus" als Beweis dafür angeführt, dass der Orgasmus von Hormonen ausgelöst wird, und das ist nicht der Fall.

SrkoJpixe


@bearmutz

korrekt...

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Es ist für Laien geschrieben und sollte, wenn das Interesse besteht, verständlich sein.

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