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Freundin ist zu verkrampft – wie kann ich sie unterstützen?

X,erxres8x6 hat die Diskussion gestartet


Hallo zusammen,

ich weiß zwar, dass dieses Problem bei Frauen häufiger vorkommen kann, jedoch möchte ich trotzdem gerne ein paar Meinungen dazu hören, zumal ich sowas selbst auch noch nicht erlebt habe und ich mir nicht sicher bin, wie ich damit umgehen soll.

Ich bin jetzt seit ca 3 Monaten mit meiner Freundin (23) zusammen. Es läuft auch soweit richtig gut. Wir verstehen uns gut, haben Spaß miteinander und können über alles reden. Nur beim Sex gibt es leider Probleme. :-(

Mir fiel schon am Anfang der Beziehung auf, dass sie recht unsicher wirkte, habe mir aber dabei nichts gedacht. Ich habe das auf wenig Erfahrung geschoben. Als wir uns die ersten Male näher kamen blieb es erstmal beim Petting. Als es dann das erste Mal "ernster" wurde fragte sie, ob wir mit dem Sex noch ein bisschen warten wollen. Ich habe dann natürlich gesagt, dass das überhaupt kein Problem sei und wir es erst dann machen, wenn sie auch bereit dazu ist. Zu der Zeit waren wir ca 6 Wochen zusammen.

Ungefähr zwei Wochen später war es dann aber soweit und wir wollten miteinander schlafen. Das Vorspiel klappte gut und man merkte auch, dass sie erregt war. Als es dann jedoch zum Eindringen kam (oder besser gesagt kommen sollte) war es vorbei. Ich konnte nicht eindringen und sie war auch schlagartig trocken, obwohl sie kurz davor noch sehr erregt war. Wir probierten es noch etwas, jedoch waren mehr als 2-3 cm nicht machbar, da sie ansonsten Schmerzen hatte. Wir redeten dann auch darüber und sie sagte mir, dass sie schon länger diese Probleme hat und dass der Sex bei ihr noch nie so richtig funktioniert hat. Ich versicherte ihr, dass das für mich kein Problem sei und dass wir das zusammen schon hinbekommen werden. Wir haben alle Zeit der Welt und sie solle sich nicht selbst unter Druck setzen.

Aber genau das scheint sie wohl zu machen. Sie sagt, dass sie sich selbst darüber ärgert und dass sie jedes Mal denkt "jetzt klappt es aber hoffentlich" und "es muss doch mal klappen".

Gestern wollten wir es nochmal probieren. Da sie mir sagte, dass sie dennoch einen Orgasmus bekommen könne, wollte ich mich für ihre Entspannung erstmal um sie kümmern. Doch sie kam nicht zum Höhepunkt. Der Sex lief dann dementsprechend wie beim ersten Mal bzw. noch schlechter, weil selbst wenige cm nicht zu machen waren. Ich fragte sie, ob ich etwas falsch mache, doch sie versicherte mir, dass das nicht der Fall sei und sagte nochmals, dass es bisher mit dem Sex noch nie richtig klappte.

Sie wird nun mal zum Frauenarzt gehen um sicher zu sein, dass es nichts Organisches ist. Ich glaube jedoch, dass es eine Kopfsache ist. Das Einzige, dass mir aufgefallen ist, ist, dass sie auch beim Verwöhnen mit den Fingern extrem eng ist. Das habe ich bisher in der Form auch noch nicht erlebt. Schmerzen hat sie dabei aber jedoch noch nicht. Die fangen erst an beim Versuch einzudringen.

Mir selbst macht es auch ein bisschen zu schaffen, weil ich auch möchte, dass sie Spaß dabei hat und dass es ihr dabei gut geht. Zu sehen wie sie sich darüber den Kopf zerbricht belastet mich auch.

Wie kann ich sie irgendwie dabei unterstützen abgesehen davon, dass ich ihr nochmals versicherte, dass das nichts daran ändert, dass ich unheimlich verliebt in sie bin und dass sie sich keine Sorgen um die Beziehung machen soll.

Ich meine mit jedem gescheiterten Versuch wird das Ganze ja nicht einfacher. ":/

Antworten
BJell<onxa


Schmerzen hat sie dabei aber jedoch noch nicht. Die fangen erst an beim Versuch einzudringen.

Mal ernsthaft, wenn sie plötzlich trocken wird, dann ist es doch klar, dass sie Schmerzen beim Eindringen hat und ich kann dich ehrlich gesagt nicht verstehen, warum du das überhaupt dann noch versucht hast.

Denn wenn sich der Körper etwas sofort merkt, dann sind es die Schmerzen und es dauert dann auch erstmal wieder einen Moment bis das der Kopf und das Unterbewusstsein vergessen haben. Wenn du Pech hast, hat sie genau diese Erfahrungen schon bei ihren Ex-Männern gesammelt. In dem Fall wäre GV für sie ein ausschließlich negatives Erlebnis, wofür auch spricht, dass sie sofort trocken geworden ist. Denn das klingt definitiv nach Kopfsache.

Was du machen kannst, wäre die vaginale Penetration erstmal wieder beiseite zu nehmen und erstmal an der Vertrauensebene weiter zu arbeiten, indem man sich anderen Praktiken zuwendet. Du hast geschrieben, dass sie sehr eng ist. Entweder ist das tatsächlich anatomisch so gegeben, in dem Fall dürfte GV immer schmerzvoll sein und hier würde nur eine vaginale operative Erweiterung weiter helfen – denn im Gegensatz zur landläufigen Meinung, gibt es durchaus anatomische Ausnahmen, wo zumindest die Vaginalöffnung extrem eng ist (auch im total entspannten Zustand), so dass das Eindringen immer schmerzvoll ist. Das kommt zwar eher selten vor, aber es kann vorkommen. Die zweite Möglichkeit ist, dass sie so eng ist, weil sie doch verspannt ist. Dann wäre eben interessant zu schauen, warum sie gleich verspannt, wenn in ihr etwas eindringt. Man könnte sich diesem Problem auch evtl. damit langsam annähern, dass sie selber sich im ersten Schritt bei der SB sehr dünne Dildos einführt und diese mit der Zeit erweitert. Vermutlich wäre es hier wirklich nicht ganz verkehrt, wenn sie sich erstmal allein mit ihrem Körper auseinander setzt und das dann im nächsten Schritt mit dir erweitert.

Aber eines solltest du dir echt merken, wenn eine Frau plötzlich trocken ist, dann dringt man mit seinem besten Stück nicht in sie ein, da das immer schmerzvoll sein wird und zu kleinen Vaginalfissuren führt, die auch noch später schmerzhaft sein können. Das kannst du bei einer Frau mit masochistischen Veranlagung machen, die stehen auf so etwas und die finden dann den Sex auch langfristig geil. Ansonsten kann so etwas auf Dauer auch zu einer weiblichen, partnerbezogenen Asexualität führen. Von daher solltest du von solchen Aktionen besser Abstand nehmen, zumindest wenn der weibliche Körper schon laut nein schreit.

n3euhierx007


Die Entscheidung, zum Arzt zu gehen, ist richtig!

Ich finde es gut, das Du so viel Verstädnis aufbringst.

Mir ist ein Fall bekannt, wo dem Mädchen erst mit 16 aufgefallen ist, das nur die äußeren Geschlechtsorgane angelegt waren.

Dies konnte durch eine Operation korrigiert werden.

X3eVrxefs86


@ Bellona:

Das kam vielleicht falsch rüber. Es ist nicht so, dass sie bereits vor dem Eindringen trocken war und ich es trotzdem einfach mal versuchte. Dies geschah während des Versuchs und die ersten wenigen cm waren auch schmerzfrei. Sie hat von sich aus aber nicht mal etwas gesagt als es schmerzhaft wurde. :-( Aber natürlich hat man es ihr direkt angesehen und daraufhin haben wir auch direkt aufgehört und darüber geredet. Was hätte ich denn davon meiner Freundin Schmerzen zuzufügen? Wie ich sagte belastet es mich ja selber zu sehen, dass sie sich so darüber den Kopf zerbricht und das würde es nur schlimmer machen.

Deshalb kam es ja beim zweiten Versuch auch gar nicht erst zum Eindringen, da ich vorher schon merkte, dass sie wieder verkrampfte und trocken wurde.

Die Idee mit dem Sexspielzeug finde ich gut, aber ich bin mir nicht sicher wie sie darauf reagieren würde. Da sie, wie du auch schon sagst, anscheinend sehr wenige und auch keine guten Erfahrungen hat, habe ich Bedenken, dass sie so eine Idee abschreckt. :-/

@ neuhier007:

Ich hoffe nicht, dass es organische Ursachen hat, die nur mit einer OP zu beseitigen wären. Wobei ich mit schlimmeren Sachen nicht rechne, da bei ihren bisherigen Untersuchungen wohl immer alles ok war.

B*e}lloxna


Die Idee mit dem Sexspielzeug finde ich gut, aber ich bin mir nicht sicher wie sie darauf reagieren würde. Da sie, wie du auch schon sagst, anscheinend sehr wenige und auch keine guten Erfahrungen hat, habe ich Bedenken, dass sie so eine Idee abschreckt. :-/

Nun, wenn du ihr natürlich sagst, dass sie offensichtlich gestört ist und ein Sextoy Abhilfe schaffen könnte, wird sie definitiv abgeschreckt werden und sich darauf auch nicht einlassen.

Wie immer kommt es auf die Art der Kommunikation an. Es sieht schon ganz anders aus, wenn du ihr erklärst, dass du dir Gedanken um das Thema und das Problem gemacht hast, weil du das Gefühl bekommen hast, dass es sie selbst sehr belastet. Dabei bist du über Vaginismus gestolpert und hast eben auch gelesen, dass dies mittels unterschiedlich dicken Dildogrößen unter anderem therapiert wird. Wobei hier auch eine begleitende Therapie statt findet, was aber evtl. bei deiner Freundin gar nicht notwendig ist. Dann kannst du ganz sachlich darauf verweisen, dass es hier um Biofeedback primär geht und das der Körper in erster Linie lernt, dass das was eindringt positiv ist und eben kein negativer Reiz darstellt. Ich würde es erst gar nicht mit Sex direkt in Verbindung setzten, sondern tatsächlich es als eine Methode beschreiben, die langfristig angewendet, eben dazu führen kann, dass das Eindringen als nicht mehr schmerzvoll empfunden wird und als etwas ausschließlich positives wahrgenommen wird. Davon abgesehen, wäre es gut, wenn dieses Gespräch noch vor dem Besuch des FA statt finden würde, da sie das dann ebenfalls noch mal mit diesem besprechen kann. Vermutlich wird er sie ebenfalls darin auch noch mal bestärken, sofern es nichts anatomisches ist. Alternativ kannst du aber auch mit zum FA gehen und diesen direkt danach fragen, ob ein solches Vorgehen, also die Verwendung unterschiedlicher Dildogrößen, die mit der Zeit langsam gesteigert werden, eine gute Therapiemaßnahme darstellen würde, um diesem Problem konstruktiv anzugehen. Das hätte den Vorteil, dass deine Freundin sich eine Expertenmeinung direkt zum Thema anhören könnte und das dann anders aufnimmt, als wenn du ihr das lediglich erklärst. Aber das kannst du sicherlich selber besser einschätzen.

Ansonsten würde ich an deiner Stelle, mittels der richtigen Kommunikationsführung, mal erforschen woher diese Symptomatik nun genau her kommt. Denn normal ist das sicherlich nicht und man kann nur die Symptome bekämpfen, wenn man auch die Ursachen kennt.

MCiezxe93


Ich kenns von mir, allerdings sind bei mir der Auslöser für die Verkrampfung die wiederkehrenden Harnwegsinfekte, die ich immer nach dem Sex bekommen habe bzw. bekomme. Inwzischen bin ich dadurch unbewusst so nervös vor dem Sex an sich, dass ich verkrampfe, wenn er auch nur in die Nähe meines Höschens kommt. ":/

Unsere derzeit einzige Lösung besteht darin, dass ich flach auf dem Bauch liege und die Beine zusammen hab während er hinter/auf mir liegt. Irgendwie kann ich so besser entspannen und es ist nicht ganz so schmerzvoll (und wird normalerweise auch etwas besser nach dem ersten Eindringen, sonst schubs ich ihn wieder runter :-p ). Dauerlösung ist das aber auch keine...

Solltet ihr eine Lösung finden, verrat sie mir bitte ;-D

P1hedrex 77


Hey,

erst einmal finde ich es supertoll, das Du da so bei Deiner Freundin bist, sie unterstützt. :)^ :)^

Zum anderen ganz klar der Check beim FA.

So, ich denke auch es wird wahrscheinlich Kopfgesteuert sein, wahrscheinlich sind da schlechte Erfahrungen vor dir gewesen.

Versucht mal es ganze ohne Penetration entspannter anzugehen, vielleicht brauch sie einfach mehr Zeit, und glaubt nun sie müsse es Dir zuliebe versuchen. Muss sie nicht, das wir mir aus deinen Beiträgen hier auch klar, aber ist das in Ihrem Kopf angekommen ???

Es erinnert mich so ein wenig an mich und mein erstes Mal, das war eine ähnliche endlose Geschichte, ich habe mich derartig verkrampft, weil ich mich so bedrängt fühlte, es war unglaublich. Ohne das dafür ein Grund vorlag, mein damaliger Freund brachte eine riesen Geduld auf.

X8erBxexs86


@ Bellona:

Die Idee werde ich auf jeden Fall mal im Hinterkopf behalten. Mal schauen wann sie einen Termin bekommt und bei passender Gelegenheit werde ich es vielleicht mal vorsichtig erwähnen.

Und ja, ich denke auch, dass man der Ursache auf den Grund gehen muss. Das Gute ist schonmal, dass sie bei Gesprächen nicht abblockt, sondern dass wir normal darüber reden können. :)

@ Mieze93:

Werd ich machen. ;-D Umgekehrt bin ich bzw. sind wir auch für alle Ratschläge dankbar. :)

@ Phedre77:

Ich hoffe einfach, dass sie mir das glaubt. Ich weiß aber auch, dass man, selbst wenn man will, nicht so einfach den Kopf ausschalten kann. Habe da leider selbst mehr als genug Erfahrung mit.

PNhedrex 77


@ Xerxes,

sie wird Dir schon glauben, wenn Du ruhig bist. Ich würde auch gar nicht mit dem Vorsatz dran gehen, heute schlafen wir miteinander, sondern es je nach Situation, in der jeweiligen Situation mit ihr entscheiden, das erst gar nicht der gedankliche Druck, die Erwartungshaltung bei Ihr aufkommt. :)z

Kopf hoch, das wird schon :)*

Xuerxbes8x6


Auf Grund eurer Ratschläge, wollte ich nochmal ein kurzes Update geben. :-)

Und zwar sind es gute Nachrichten. Es hat nun geklappt. :)^ Was uns sehr geholfen hat war der Einsatz von einem Gleitgel. Dadurch war es zu Beginn möglich ein paar cm einzudringen ohne dass sie Schmerzen hatte. Und mit ein bisschen Geduld und ein bisschen vorsichtigen Bewegungen und Liebkosungen ging es dann Schritt für Schritt weiter. Also nochmal danke für eure Ratschläge. :)

@ Mieze93:

Falls ihr es also noch nicht mit einem Gel probiert habt, wäre das ein Versuch wert.

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