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Orgasmus zurückhalten beim Mann

F"remdeur222


Ich möchte noch schnell einen Gedanken anfügen:

Es geht ja hier darum, ob und wie man den O beim Mann hinauszögern kann. Zu dieser Frage meine ich, dass eine Unterbrechung zwar für denn Mann etwas bringen kann, für die Frau jedoch in den meisten Fälle nicht. Das Unterbrechen halte ich also nicht für eine geeignete Methode. Viel besser geeignet ist nach meiner Meinung, was ich am 5.10.14 geschrieben habe.

L9ovHuxs


Die ideale Unterbrechung ist, wenn sie gerade kommt. :-D

Blöd kommt eine Unterbrechung, wenn sie kurz davor ist und ich schnell und hart weiter stoßen soll. Dann ist es reine Glücksache, ob ich lange genug durchhalte / sie rechtzeitig kommt.

Netter Faden chuchi. Umkehrschub und Milch von der Herdplatte - wie Metaphern doch bereichern ;-D .

Muss ich direkt nachdenken, was bei mir geholfen hat. Am meisten wohl schlicht das Alter: Ich komme später, sie früher. Und noch was: Zu merken, dass ihr Rhythmus nicht meiner ist, hat geholfen, mehr auf ihren Rhythmus zu achten. Das wirkt auch verzögernd bei mir und beschleunigend bei ihr. Überhaupt in der Situation präsent zu sein/bleiben hilft ein Stück weit, die Kontrolle zu behalten, was wiederum verzögernd wirkt. Und meine Präsenz hilft ihr sich fallenzulassen.

Jetzt steht allerdings die nächste Herausforderung vor der Tür: Meine Frau würde gerne mehr mitbekommen, wie ICH mich fallenlasse |-o :-X .

Ueriaxn


@ Fremder,

beschäftige dich mal mit den Erregungskurven beider Geschlechter, das könnte deine fehlende Erfahrung mit den Frauen ergänzen. Bei meiner ist es zB so, dass ich sie stundenlang in der Plateauphase halten kann, und in dieser jederzeit innerhalb Sekunden zum Höhepunkt bringen kann. So sind mehrere Orgasmen innerhalb kurzer Zeit möglich. Laut meiner Frau sind die schnellen zwar etwas flacher, aber man kann das Spiel ja variieren und zeitlich steuern. Dazu braucht Mann nicht einmal einen Penis.

Ich selbst will und kann mich nicht kontrollieren, mal dauert es länger, mal kürzer, und wenn ich spüre, dass ich komme, dann will ich auch kommen. Das wird dann sehr laut und wild. Die Lust und das Verlangen für meine Frau sind unermesslich, und das zeige ich ihr gerne, und wenn ich mich dabei kontrollieren würde, wäre das nicht ich selbst. Versuche führten zum Verlust der Erektion, und auch zum trockenen Orgasmus. Mag ich nicht. Sie auch nicht.

F:repmCder2X22


Hallo Urian

Die Erregungskurve ist bei Mann und Frau verschieden. In aller Regel jedenfalls, Ausnahmen gibt es immer mal.

Wenn eine Frau schon in der Plateauphase ist, dann stimmt es allerdings, wie du es beschreibst. Denn dann lässt sie sich nicht so leicht von einer Unterbrechung aus dieser herausbringen und kann die Unterbrechung sogar sehr geniessen. Wie lange diese Unterbrechung sein kann, ist natürlich auch wieder bei jeder Frau anders. Da hilft nur: ausprobieren. Aber auch hier mag es Ausnahmen geben und eine Frau auch die Unterbrechung in der Plateauphase gar nicht mag und sie dann wieder ganz von vorne anfangen muss. Das wird, besonders bei Frauen sein, die es schwer haben, überhaupt zum O zu kommen. In jungen Jahren wird das öfters vorkommen. Auch die Erziehung kann eine große Rolle spielen und ein eFrau gehemmt machen.

Wenn man solche Regeln anführt, dann ist es immer so, dass es auch Ausnahmen geben kann. Trotzdem stimmen diese Regel in den meisten Fällen doch. Ein Einzelfall ist kein Beweis, dass die Regel nicht stimmt.

Wenn ein Paar wirklich schon jahrelang beisammen ist und sich eingespielt hat, dann wird das alles ohnehin leichter. Es gibt eigentlich immer zwei Möglichkeiten, wie eine Partnerschaft auf längere Sicht läuft. Bei der einen lernen beide Partner und können sich aufeinander einstimmen und bei der anderen kann es zwar eine Weile ganz gut laufen, aber dann plötzlich hat der eine oder der andere Partner plötzlich keine Lust mehr oder doch nur noch sehr selten Lust. In diesem zweiten Fall hat das Paar nicht gelernt, sich wirklich aufeinander einzustellen. Und dann gibt man auf und merkt nicht einmal, dass man eigentlich irgendwo einen oder auch mehrere Fehler gemacht hat und sich nicht in den Partner/Partnerin einfühlen konnte. Es gibt hier im Forum haufenweise solche Beiträge, die von diesen Problemen berichten.

U}rJiaxn


Das wird, besonders bei Frauen sein, die es schwer haben, überhaupt zum O zu kommen. In jungen Jahren wird das öfters vorkommen.

Wenn man hier so liest, scheinst du recht damit zu haben. Jüngere Frauen scheinen sich in ihrer Sexualität sehr unsicher zu fühlen. Dazu kommt oft eine gestörte Körperwahrnehmung, und nicht selten eine Profilneurose. Sich dann "trotzdem" ihrer Lust hingeben zu können, ist vermutlich sehr schwierig. Aber, ich war immer mit etwa gleichaltrigen Frauen im Bett, kann also nicht wirklich über den Umgang und mit dem Verhalten junger Frauen mitreden.

Auch die Erziehung kann eine große Rolle spielen und ein eFrau gehemmt machen.

Da sagst du was. Ein guter Liebhaber übernimmt die Verantwortung über das, was im Bett passiert. Und macht das, was sich so manche Frau insgeheim immer gewünscht hat.

Dein letzter kompletter Absatz beinhaltet sehr viel Wahrheit. Es scheint für viele nicht einfach, über sich und die ureigenen Bedürfnisse zu sprechen. Sie erwarten, und werden enttäuscht. Anstatt sich selbst zu hinterfragen, weshalb denn auch die x-te Beziehung gescheitert ist, steuern manche in eben dieselbe Dauerschleife. Das ist nicht einmal geschlechtsbezogen, denn es reicht meiner Meinung nach einer, der das auf den Tisch packt. Und wenn der andere nicht doof ist, zieht er mit, wenn andere Beziehungen prägsam waren. Den Mutigen gehört die Welt. Dazu gehört auch zu erkennen, wenn die Kuh gemolken ist. Oder ein IQ über Toastbrot.

LJovHuxs


sie dann wieder ganz von vorne anfangen muss.

Oh Gott, die Arme! ;-D

Wenn so ein Orgasmus nicht mit so viel lästig-anstrengender Arbeit vorher verbunden wäre, könnte man ihn viel öfter genießen ]:D .

Eqhemalige(r NutzGer S(#1"49187)


Ein wahres Wort gelassen ausgesprochen.

L(ovH[uxs


Von daher verstehe ich auch den Fadentitel: Kommt der Mann zu früh, war die ganze Arbeit umsonst >:( . Wieso fällt mir da nur gerade Sisyphos ein, der sein Leben damit zubringt, einen Stein den Berg rauf zu rollen, aber bevor er oben ist, rollt er wieder runter. Mir war noch nie aufgefallen, dass es sich um eine sexuelle Metapher handelt. Albert Camus hat ja mal geschrieben: Man muss sich Sisyphos als einen glücklichen Mann vorstellen. Ganz falsch: Man muss sich Sisyphos als eine Frau vorstellen, die versucht, zu kommen :-X .

F.remd5er222


Hallo LovHus

Der Vergleich mit Sisyphos ist tatsächllich sehr passend.

Aber all diese "Plage" mit dem O könnte man ja ganz gut lösen, wenn man mit etwas mehr Verstehen und gesundem Menschenversstand an die Sache ran ginge.

Warum haben es manche Menschen nur so schwer. Und warum geht es bei Anderen so gut?

bler0keIl


LovHus.... das ist eine nette Metapher, allerdings würde ich sie auf beide Geschlechter beziehen wollen. Denn "er" kann sich genauso beim Weg zum Gipfel abmühen und wieder runterrollen, wie sie das wohl vermag. :)z

LxoNvHus


Mich stört halt die Vorstellung des sich abmühenden Mannes - und damit es ihm nicht geht wie Sisyphos muss er Tricks lernen wie die Sache mit dem rurückgehaltenen Orgasmus.

Ich meine, Sex macht man zu zweit. Ich komme zu früh, wenn ich den Kontakt zu meiner Frau verloren habe, also wenn sie nicht mitkommt und ich trotzdem weitermache. Ich komme auch zu früh, wenn sie es "verzwingen" will und eigentlich noch gar nicht genug "im Fluss ist", also den Kontakt zu sich selbst oder zu mir oder zu uns beiden verloren hat. Es gibt viele Gründe. Aber die Frage nach dem Zurückhalten des Orgasmus beim Mann, wie die Frage nach der Erzeugung des Orgasmus bei der Frau, würde ich umformulieren als die Frage: "Wie wollen wir es jetzt tun?" Und das "Jetzt" kann sehr momentan sein, also nicht den ganzen kommenden Akt vorwegnehmen, sondern von Moment zu Moment sich entwickeln. Immer dem Fluss der eigenen und gemeinsamen Lust folgend. Und wenn es Störungen gibt, die zu Unterbrechungen führen? Da hat dann wohl einer von beiden zu lange die Klappe gehalten, wo er/sie den Mund hätte aufmachen sollen. Das kann man dann nachholen. Aber bitte nicht mit der Einstellung: "So ein Mist, jetzt müssen wir wieder von vorne anfangen." ;-)

UBriYan


Klingt nach erzwungener, gepflegter Langeweile. Einig sind wir uns, dass Einklang selten ist. Aber muss es denn Einklang sein? Wenn man ausschließlich danach strebt, ist die Gefahr doch groß, dass Frust entsteht? Ich mag es gerne, auf dem Fluss meiner Frau mitzufahren, umgekehrt ebenso. Wenn man die Lust des anderen als gemeinsame Lust zu begreifen versteht, ist die Harmonie nicht fern. Gemeinsam kommen zu können wird imho überschätzt. Aber trotzdem geil, wenn es passiert. Mit Hingabe und Verlangen.

LAovHuxs


Oh, um Einklang oder nicht ging es mir gar nicht. Es kann total geil sein, wenn einer kommt und die andere nicht oder umgekehrt. Man kann aber auch Blödsinn machen, den eigentlich beide nicht wollten, aber meinten, das müsse jetzt so sein. Hauptsache, man kriegt den "Klang" des anderen (und den eigenen auch) überhaupt mit.

Nur technischer Sex, auch gekonnt technischer Sex, finde ich nicht so erstrebenswert und glaube auch nicht, dass in dieser Richtung die Antwort auf die Frage hinter der Frage nach ungewollten Orgasmus oder Nicht-Orgasmus zu finden ist. Nicht im noch vollständigeren Sexratgeber steht zu lesen, wie die letzten drei Pannen zu beheben sind. Eher in den Augen der Partnerin, wobei sie gerne mit Worten helfen kann, sich verständlich, miterlebbar zu machen.

Fsre]mdexr222


Diese letzten Antworten gefallen mir alle sehr gut!

geaulWois5e


Ja. Wäre schön, wenn die pornogeschädigte männliche und die romanzengeschädigte weibliche Jugend das hier erstens lesen, zweitens glauben würde. Aber die hören einem ja nie zu. ;-D

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