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Spontaner Sex, wenn man Kinder hat

M8ayf{lowexr


Worauf Mensch Lust hat, ist doch mit eigenen Willen steuerbar und durch eigenen Willen bestimmt. Haltungen und Einstellungen sind nicht fatalistisch aufgedrückt, sondern bewusste persönliche Entscheidung. Mensch kann sich auch selbstmotivieren.

Sexuelle Lust (im Sinne eines autonomen Triebes) kann man m.M.n. nicht bewusst steuern. Wenn dies möglich wäre, gäbe es keine lustlosen Frauen. Dann könnten sich Frauen per Autosuggestion selbst aufgeilen.

Was man kann und was viele Frauen auch tun, ist aus rationalen Gründen zu vögeln (um den Mann zu sättigen/beruhigen, Diskussionen zu vermeiden, Fremdgehen zu verhindern, etc.)

Insofern stimme ich Dir zu: man kann in jeder Situation Sex haben (oder daran irgendwie beteiligt sein). Die Frage ist halt, ob es einem auf diese Weise Spass macht oder ob es nicht nur reiner Gefälligkeitssex dem Mann zuliebe ist.

Ich sage nicht, dass Sex immer Spass machen muss. Aber wenn man ständig (jahrelang) unter suboptimalen Bedingungen vögeln muss, dann ist das nicht lustig (im wahrsten Sinne des Wortes nicht).

aEfri


wenn die Glotze dann mal lief, saßen die herzigen Kleinen wie angenagelt davor. 30 Minuten Sesamstraße können hervorragend genutzt werden

Danke schön für die Ausformulierung dieses Gedankens. Ich kenne diese Situation mit drei Kindern, die mit offenem Mund vor der Mattscheibe sitzen aus eigenem Erleben, wenn auch nicht im Kontext mit Sex. Aber das ist so schön plastisch beschrieben :-) Off topic nun off!

sAensibCelmaxn


Sexuelle Lust (im Sinne eines autonomen Triebes) kann man m.M.n. nicht bewusst steuern.

Die sexuelle Lust sicherlich nicht direkt, aber die Bedingungen dafür, die die Wahrscheinlichkeit für Lust erhöhen, durchaus. Das beginnt mit der Lebensgestaltung im Alltag, geht über Ernährung und eine dem Sex gegenüber positive Grundhaltung bis hin zur Prioritätensetzung (ist die saubere Küche wichtiger als der Sex). Und- es gehört der passende Partner dazu- den wählt man aber auch selbst.

Eine positive Grundhaltung (was an Willen geknüpft ist) beeinflusst durchaus unsere Gefühlswelt (nur weil es nicht in jedem Fall möglich ist oder funktioniert, bedeutet das nicht, dass es grundsätzlich nicht möglich ist).

g$rossePrKnudxdelbär


mayflower du hast recht indem du sagt wenn man nicht optimal es geniessen kann dann ist es auf dauer nicht mehr so toll. und im urlaub hat man oftmals auch nicht diese möglichkeit die kinder hängen teilweise noch mehr an einem, oder man ist den ganzen tag unterwegs und die lust entweicht da man und frau kraftlos ist. es kommen aber auch wieder andere zeiten. und dennoch bin ich froh einen sohn zu haben.es ist z.b mal reizvoll auf dem sofa mit einer decke zu sitzen und sich gegenseitig etwas anzuheizen.kinder bekommen das nicht mit. sehr reizvoll.

EdinMamnn6x5


@ sensibleman

Das müssen die Kinder ja nicht mitbekommen.

Das ist doch genau das Problem: Vor allem die Frau achtet doch peinlich genau darauf, dass die Kinde JA NICHTS mitbekommen, und das bedeutet, dass sie eben nicht loslassen kann, was zu schlechtem Sex führt.

Es ist halt schon so: Kinder sind DER Sexkiller schlechthin

M"ae8%2


Kinder sind DER Sexkiller schlechthin

Falsch. Der Sexkiller sind die Gedanken, die man meint, sich machen zu müssen.

Was ist eigentlich so schlimm daran, wenn die Kinder ins Schlafzimmer kommen, wenn Mama und Papa gerade Sex haben? Unsere haben dann gesehen, dass wir eng umschlungen dalagen, vielleicht der Papi auf der Mami oder umgekehrt, aber das haben sie ja selber gerne gemacht. Nackt sein war bei uns nichts Besonderes, und dass ich mal gequietscht habe, kannten sie auch – mein Liebster kitzelt mich nämlich gerne mal. :=o

Es passierte für die Kinder nichts Beängstigendes. Bei der Aufklärung (nach und nach bereits ab dem Kindergartenalter) haben wir darauf geachtet, ihnen zu sagen, dass Sex ein Zeichen von großer Liebe ist, dass es dazu gehört, wenn ein Mann und eine Frau sich lieben. Später dann, als sie anfingen, sich im Bad einzuschließen, waren sie alt genug, zu verstehen, dass auch wir Eltern eine Privatsphäre haben und es schätzen, wenn sie anklopfen, bevor sie unser Zimmer betreten.

Nein, Kinder sind kein Sexkiller. Sie nehmen etwas Leichtigkeit und Spontaneität, das ist wahr. Aber ein wenig Erfindungsgeist hat dem Sex noch nie geschadet. :p>

s'ensibeQlsman


Es ist halt schon so: Kinder sind DER Sexkiller schlechthin

Nein, nicht die Kinder sind die Sexkiller- vielmehr killen sich manche Eltern den Sex selbst, vor allem, weil sie mangels Kreativität und Innovation sich keine ungestörten alternativen Orte und Zeiten organisieren können.

In der Regel sind auch gar nicht die Kinder die Ursache für wenig Sex, sondern eine beliebte Ausrede, für Probleme in der Beziehung, die an ganz anderer Stelle als den Kindern liegen ...

Das Ganze beginnt schon mit der Auswahl und der Einrichtung der Wohnung und der Erziehung der Kinder.

Wenn Kinder tatsächlich Sexkiller wären, hätten meine Frau und ich weder soviele Kinder gehabt (ohne Sex keine Kinder) noch soviel Sex (täglich) trotz unserer vielen Kinder unsere Kinder haben extrem selten mitbekommen, wenn wir als Eltern Sex hatten- und wenn, dann war es kein Weltuntergang- Mae82 schrieb dazu ja schon genug

M4ayf6lowxer


Das ist doch genau das Problem: Vor allem die Frau achtet doch peinlich genau darauf, dass die Kinde JA NICHTS mitbekommen, und das bedeutet, dass sie eben nicht loslassen kann, was zu schlechtem Sex führt.

Versucht doch, wenn Ihr die Möglichkeit habt, einmal im Quartal, eine Nacht ausserhalb und auf jeden Fall ohne Kinder zu verbringen. Idealerweise verbindet man dies mit einer Aktivität, die man früher, als man noch keine Kinder hatte, gerne und oft zusammen getan hat (z.B. Tanzen oder an ein Konzert gehen). Im Idealfall kann man an alten, guten Erinnerungen und Gefühlen anknüpfen.

Das "Ausserhalb" ist wichtig, weil die Familienwohnung oder das Schlafzimmer oft bereits sexuell negativ besetzt sind (Nocebo-Effekt). Es ist ganz wichtig, dass man sich mal wieder richtig als Paar fühlt und die Kinder (und die dazu gehörigen Elternrollen) weit weg sind.

So kleine Paarausflüge können einem über anspruchsvolle (Familien-)Jahre hinweg retten. Für viele Frauen ist es schwierig, sich aus dem Familienkontext loszueisen, aber wenn sie merken, wie schön es ist, sich mal wieder unbeschwert und frei (wie früher) zu fühlen, dann finden sie schon Gefallen daran. Und das tut auch der Paarebene gut.

FDaMde-to-gxrey


weil die Familienwohnung oder das Schlafzimmer oft bereits sexuell negativ besetzt sind

Ist das wirklich so häufig der Fall? Und falls ja, warum lässt man es erst so weit kommen?

M)ae8x2


das Schlafzimmer oft bereits sexuell negativ besetzt

Das ist auch eine Frage der Einrichtung. In unserem Schlafzimmer stand z.B. lange auch der Schreibtisch (mit entsprechenden Papierbergen |-o ), hier stellte ich Bügelwäsche ab, die ich aus dem Weg haben wollte etc. Nicht gerade der Ort, an dem ich abschalten und lustvolle Gedanken oder Gefühle entwickeln konnte.

Ein paar kleine Änderungen halfen schon: Ich habe einen Kerzenständer für sechs Kerzen besorgt, der Schreibtisch wurde entrümpelt, Bügelwäsche kann auch mal woanders stehen (im Wohnzimmer wollte ich sie nicht haben, warum aber war das Schlafzimmer gut genug?). Außerdem haben wir uns eine kleine Musikanlage ins Schlafzimmer gestellt und die Möglichkeit geschaffen, es schnell warm zu kriegen (Heizlüfter). Das Schlafzimmer sollte bewusst als Ort gestaltet werden, an dem wir den Alltag hinter uns lassen.

Natürlich kamen am Sonntagmorgen dennoch alle drei Kinder nach und nach zum Kuscheln und Toben in unser Bett. Und auch fiebernde, alpträumende Kinder durften immer noch jederzeit in unser Bett krabbeln. Dennoch: Das Schlafzimmer war (wenn auch nur für uns erkennbar) Liebesnest geworden.

M^aex82


Achso, das hier wollte ich trotzdem unterschreiben:

So kleine Paarausflüge können einem über anspruchsvolle (Familien-)Jahre hinweg retten. Für viele Frauen ist es schwierig, sich aus dem Familienkontext loszueisen, aber wenn sie merken, wie schön es ist, sich mal wieder unbeschwert und frei (wie früher) zu fühlen, dann finden sie schon Gefallen daran. Und das tut auch der Paarebene gut.

Einmal jährlich haben wir uns das auch gegönnt. Hatten wir unsere Kinder bei der Oma abgeliefert und fuhren nur zu zweit weg, dann fühlte ich mich, als wäre ich mit meinem Liebhaber unterwegs, Herzklopfen inklusive (war ich ja auch x:) ).

sJensibEelman


Das Schlafzimmer sollte bewusst als Ort gestaltet werden, an dem wir den Alltag hinter uns lassen.

:)^ :)z Das halte ich für sehr wichtig. Im Schlafzimmer sollte nichts an Arbeit erinnern.

s#andqra4+5x7


Wo ein Wille ist, ist ein Gebüsch

gProsSserKnMuddelTbär


aber im winter ist es kalt. aber sicherlich kann dies funktionieren. die kinder sind auf ddem spielplatz und die eltern nebendran. ]:D

Bvellxona


Die Rahmenbedingungen sind in der Regel nicht vorgegeben, sondern selbst geschaffen und beeinflussbar.

Sicher hat man als Eltern einen signifikanten Einfluss auf den Rahmen, aber es ist leider nicht so, dass es zu Anfang gar keine vorgegebene Rahmenbedingungen gibt. Diese werden einmal von den Eltern, aber eben auch von dem Kind, von dem was es mitbringt, bestimmt. Schließlich unterscheiden sich schon Säuglinge voneinander. Das eine ist ein "braves, ruhiges Baby", dass nächste ein "Schreibaby", das nächste ist einfach neugierig und will nichts verpassen usw. Man bekommt als Eltern sehr wohl etwas in die Wiege gelegt, was durchaus schon eine eigene Persönlichkeit aufweist, auf die man entsprechend auch eingehen muss. Die einen sind schon als Babys eher introvertiert und andere wiederum extrovertiert. Das sind alles Dinge die man empirisch hat zeigen können. Wenn man es aber schon in dem Alter mit unterschiedlichen Charakteren zu tun hat, die den Erwachsenen schon zu ihrem eigenen Gunsten manipulieren (auch wenn es schwer zu glauben ist), dann gestaltet sich die Rahmenbedingungen immer als eine Eltern-Kind-Interaktion, die eben vom Kind genauso mitgestaltet wird, wie von den Eltern und das von Geburt an, wenn nicht vielleicht sogar schon in der Schwangerschaft. Und hier kann es eben durchaus sein, dass Eltern bei ihren Kindern auch mal an ihre Grenzen stoßen. Aber man kann definitiv nicht sagen, dass gar keine Rahmenbedingungen gegeben sind, denn diese werden durch die Persönlichkeiten der Eltern und des Kindes determiniert. Und mit diesen determinierten Rahmen gestaltet sich entsprechend die Erziehung, die je nach Konstellation eben nicht immer perfekt von statten gehen muss.

Aus dieser Sicht finde ich, hat milinka recht, wenn sie sagt, dass die Rahmenbedingungen auch so sein können, dass es dem Paar nicht mehr möglich ist, wenn sie erstmal Kinder haben, spontanen Sex auszuüben. Ebenso, dass die persönlichen Präferenzen eine Rolle bezüglich des Sexualverhaltens spielen. Nicht jeder empfindet fünf Minuten als qualitativ hochwertigen Sex. Ebenso ist nicht jeder gewillt, für ihn schlecht empfundenen Sex aktiv auszuüben. Die Geschmäcker unterscheiden sich in dem Bereich Sexualität zum Glück drastisch voneinander. Mal ganz davon abgesehen, dass manche Neigungen mit Kind auch nicht spontan zu leben sind. Und Neigungen sind ebenfalls nicht durch den "freien" Willen steuerbar. So gesehen gibt es einen vorgegeben Rahmen, mit dem man allerdings, wenn man denn Willens ist, arbeiten kann. Nur wird sich dies eben je nach Paar anders gestalten.

Und zum Thema selbst geschaffen. Nun wir sind schlussendlich auch nichts anderes als das Produkt unserer Gene und Umwelt. Wir sind alles andere als Frei von unserer Prägung und vielen gelingt es auch gar nicht, sich von dieser allein überhaupt loszulösen, geschweige sie überhaupt in Frage zu stellen. Von daher sind wir sicherlich alles andere als frei von den mitgebrachten Rahmenbedingungen, die wir mit unserem Sein immer in eine zwischenmenschliche Beziehung mitbringen, zu der später eben auch die Eltern-Kind-Interaktion mit dazugehört.

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