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Spontaner Sex, wenn man Kinder hat

g:aul%oise


Das war jetzt ziemlich viel Gerede dafür, dass es wirklich, wirklich keinen Grund für keinen Sex mehr gibt, wenn das Zauberkind erstmal durchschläft und sich länger als drei Minuten selbst beschäftigen kann.

P,IxA


[[https://www.youtube.com/watch?feature=player_embedded&v=CeDIERGF5Zg Eltern haben SEX!!!]]

Auch wenn die Kinder älter werden ! ]:D

mGeli6nka


Das war jetzt ziemlich viel Gerede dafür, dass es wirklich, wirklich keinen Grund für keinen Sex mehr gibt, wenn das Zauberkind erstmal durchschläft und sich länger als drei Minuten selbst beschäftigen kann. (gauloise)

Nö, eigentlich nicht. Aber der Frosch im Brunnen ahnt nichts von der Weite des Meeres.

s.ensibexlman


Und hier kann es eben durchaus sein, dass Eltern bei ihren Kindern auch mal an ihre Grenzen stoßen.

Naja, das Kind, das 23h am Tag extrovertiert Aufmerksamkeit schindet, habe ich noch nicht erlebt und ich glaube auch nicht, dass es das gibt. Und hier kann es eben durchaus sein, dass Eltern bei ihren Kindern auch mal an ihre Grenzen stoßen. Und Kinder (über 2 Jahre), die sich keine 30 min. selbst beschäftigen können, sind entweder krank oder falsch erzogen. Meistens trifft der zweite Fall zu. Und Kinder unter zwei Jahren haben hinreichend lange Schlafphasen (>30 min.). Am Ende gibt es für jedes Problem eine Ausrede oder eine Lösung ...

Bbellxona


Naja, das Kind, das 23h am Tag extrovertiert Aufmerksamkeit schindet, habe ich noch nicht erlebt und ich glaube auch nicht, dass es das gibt. Und hier kann es eben durchaus sein, dass Eltern bei ihren Kindern auch mal an ihre Grenzen stoßen.

Mal ganz davon abgesehen, dass dieses Beispiel vollkommen an der Realität vorbei geht und wenig bis gar nichts, mit meinem Zitat zu tun hat, gibt es sehr viele Ursachen, die weit über extrovertiertes Kind und hohes Aufmerksamkeitsbedürfnis hinaus gehen, damit Eltern an ihre Grenzen stoßen. Es spielt hier auch keine Rolle ob ein Kind von Haus introvertiert oder extrovertiert ist. Ich habe diese unterschiedlichen Persönlichkeitsdimensionen in meinen vorherigen Beitrag lediglich angeführt, um darauf hinzuweisen, dass Menschen sich interindividuell voneinander unterscheiden und das eben die Rahmenbedingungen, worum es ja eigentlich im Kern ging, von allen beteiligten Personen vorgegeben werden. Das bedeutet aber eben auch, dass das Kind diese, sowie die Eltern, mitbestimmt.

Und Kinder (über 2 Jahre), die sich keine 30 min. selbst beschäftigen können, sind entweder krank oder falsch erzogen. Meistens trifft der zweite Fall zu.

Das stellt nun aber keinen Widerspruch zu meinen Beitrag dar. Denn in diesen schrieb ich deutlich, dass es sich immer um eine Eltern-Kind-Interaktion handelt, und das diese sich an den gegeben Rahmenbedingungen entsprechend gestaltet.

Eltern erziehen in den wenigsten Fällen ihre Kinder bewusst und gewollt zu kleine "Monster", sondern wollen eigentlich primär immer alles möglichst gut und richtig machen. Wenn sie dann aber ihre Kinder am Ende doch "falsch" erziehen, dann liegt das an einer Vielzahl von Variablen (bsp. Persönlichkeit, IQ, Alter, Prägung, Erfahrungen, Qualität der Paarbeziehung, soziales Umfeld usw.). Diese Faktoren stellen den gegeben Rahmen von Seiten der Eltern dar, die in die Eltern-Kind-Interaktion entsprechend unweigerlich einfließt Das gilt natürlich auch für den "optimal" empfunden Erziehungsstil... Hinzu kommt dann eben noch, dass das Kind ebenfalls bestimmte Verhaltensweisen, durch sein eigenes, bei den Eltern evoziert. Und je nach Rahmen kann das dann gut oder schlecht sein.

Allerdings hat das jetzt herzlich wenig, mit dem eigentlichen Thema zu tun......

B4eGlLlona


Das war jetzt ziemlich viel Gerede dafür, dass es wirklich, wirklich keinen Grund für keinen Sex mehr gibt, wenn das Zauberkind erstmal durchschläft und sich länger als drei Minuten selbst beschäftigen kann.

Dumm nur, dass mein Gerde die Schlafphasen und die individuellen Spielphasen mit berücksichtigt hat.

Wobei man hier vielleicht auch mal spontanen Sex definieren sollte. Denn ich definiere spontanen Sex nicht damit, dass ich zuvor mit dem Partner ausmache, dass dieser nur noch in den Schlafphasen des Kindes statt finden soll. So etwas ist für mich ganz klassisches Planen, so wie man eben auch plant diese Woche irgendwann den Einkauf zu erledigen. Das dabei der genaue Zeitpunkt dafür noch nicht fest steht, ändert für mich herzlich wenig daran, dass es sich um eine Planung einer Tätigkeit geht, der man zu einem späteren Zeitpunkt nachgehen will.

Daher verstehe ich spontanen Sex durchaus so, dass dieser zu Zeitpunkten stattfindet, bei denen die Kinder auch wach und munter sind. Was eben auch bedeutet, dass man eine Persönlichkeit aufweisen muss, in der es einem egal ist, ob die Kleinen dabei einen erwischen oder nicht. Wer das nicht hat, kann als Eltern keinen spontanen Sex nachgehen, selbst wenn er noch so Lust drauf hat. Beeinflussen kann man diesen Umstand aber auch nicht wirklich, da hilft auch der "freie" Wille einem nicht sonderlich weiter. Ebenso kann man gewisse Fetische nicht so ohne weiteres nachgehen. Denn nicht jeder Fetisch ist Kinderfreundlich.

m\elPin|ka


Bellona

Was eben auch bedeutet, dass man eine Persönlichkeit aufweisen muss, in der es einem egal ist, ob die Kleinen dabei einen erwischen oder nicht. Wer das nicht hat, kann als Eltern keinen spontanen Sex nachgehen, selbst wenn er noch so Lust drauf hat. Beeinflussen kann man diesen Umstand aber auch nicht wirklich, da hilft auch der "freie" Wille einem nicht sonderlich weiter.

Doch doch, der freie Wille kann so einiges. Einen nämlich zum Beispiel ganz vernünftig daran erinnern, dass man selbst für sein Glück verantwortlich ist. Und wenn man eigentlich gar nicht der Typ für "Sex zwischen Tür und Angel" und "wie aufregend, wir könnten dabei erwischt werden" ist, muss man sich nur glaubhaft eintrichtern, dass das doch eigentlich ganz toll, auf- und erregend sein kann. Schließlich haben wir einen freien Willen und wenn der uns sagt, was gut für uns ist, empfinden wir das auch schlussendlich so. Problem gelöst. Sagt zumindest sensibelman:

Worauf Mensch Lust hat, ist doch mit eigenen Willen steuerbar und durch eigenen Willen bestimmt. Haltungen und Einstellungen sind nicht fatalistisch aufgedrückt, sondern bewusste persönliche Entscheidung. Mensch kann sich auch selbstmotivieren.

s(ensqibelymaxn


Denn ich definiere spontanen Sex nicht damit, dass ich zuvor mit dem Partner ausmache, dass dieser nur noch in den Schlafphasen des Kindes statt finden soll. So etwas ist für mich ganz klassisches Planen

Ist es für dich dann auch klassisches Planen, wenn du mit dem Partner ausmachst, keinen Sex zu haben, wenn du z.B. draußen bist, und Gefahr besteht, dass Leute vorbeikommen? Es gibt doch immer irgendwelche Situationen, zu denen eine Handlung ungeeignet erscheint- soetwas hat doch nur rudimentär etwas mit Planung zu tun. Es ist ja auch nicht so, dass jedesmal wenn das Kind schläft, Sex stattfinden soll. Da ist immer noch genug "Raum" für Spontanität.

Eltern erziehen in den wenigsten Fällen ihre Kinder bewusst und gewollt zu kleine "Monster", sondern wollen eigentlich primär immer alles möglichst gut und richtig machen.

Grundsätzlich gibt es nur wenige Parameter in der Erziehung, an die sich Eltern halten sollten- allem voran das persönliche Vorbild und die altersgerechte Kommunikation. Nur in seltenen Fällen (psychische Krankheiten), ist die Erziehung so schwierig, dass Kinder nicht zur Selbstständigkeit und zur Ruhe zu bewegen sind. Insofern: Wer keine Zeit mehr für Sex findet und das mit seinen Kindern ausredet, ist in aller Regel selbst verantwortlich für seine Situation- die Kinder können dafür kaum etwas und sind auch nicht das eigentliche Problem.

Kurz gesagt: Wer keine Zeit für Sex findet, hat sich das selbst organisiert.

s"ensibDelmxan


Und wenn man eigentlich gar nicht der Typ für "Sex zwischen Tür und Angel"

Es geht gar nicht um zwischen "Tür und Angel" ... (auch mit Kindern gibt es hinreichend lange Phasen- komischerweise können Eltern sogar 8-10h von den Kindern entfernt auf Arbeit sein ...)

Vielmehr ist es oft eine Frage, wie verbissen man an Situationen herangeht, inwieweit man auch abschalten will. Klar- muss man nicht, verspielt sich dabei aber oft viel Freude und Spaß am Leben. Oft ruft man damit Partnerschaftsprobleme hervor.

Jedes Verhalten, jede Einstellung hat Folgen. Wenn Menschen nicht nur an die eigentliche Handlung denken würden, sondern auch die Folgewirkungen, würde manche Entscheidung anders ausfallen- und ja, der Wille versetzt Berge.

m/elinxka


sensibelman

Vielmehr ist es oft eine Frage, wie verbissen man an Situationen herangeht, inwieweit man auch abschalten will.

Woah. Langsam habe ich wirklich das Gefühl, du willst nicht nur nicht, du kannst gar nicht verstehen, was man dir erklären will.

smensKibelPman


Langsam habe ich wirklich das Gefühl, du willst nicht nur nicht, du kannst gar nicht verstehen, was man dir erklären will.

Re ...

Brellzona


Ist es für dich dann auch klassisches Planen, wenn du mit dem Partner ausmachst, keinen Sex zu haben, wenn du z.B. draußen bist, und Gefahr besteht, dass Leute vorbeikommen?

Das würde für mich schon unter Planung fallen, die darauf abzielt, dass ein unerwünschtes Verhalten sich erst gar nicht spontan einstellen kann.

Es ist ja auch nicht so, dass jedesmal wenn das Kind schläft, Sex stattfinden soll. Da ist immer noch genug "Raum" für Spontanität.

Das stellt für mich lediglich eine wundervolle Hilfshypothese dar, die einem erlaubt, in einen festgelegten, vorab klar definierten Rahmen, sich weiterhin spontan nennen zu dürfen.

Es mag gut sein, dass Planen hier das falsche Wort ist, aber Spontan ist diese Sexualität definitiv nicht. Spontan wäre sie, wenn man um 14h Lust hat, der Partner zum anbeißen vor einem steht, während die Kinder spielen, und man diesen trotzdem förmlich verschlingt. Aber statt dessen bis Abends um acht zu warten, nur weil dann die Kinder zufällig gewollt ins Bett gebracht werden, ist für mich einfach nicht spontan. Was sich schon allein daraus ergibt, dass wenn ich um 14h Lust habe, auch tatsächlich anfange daraufhin zu arbeiten, später Sex zu haben. Man fängt in dem Fall tatsächlich an unbewusst, auf das Ziel hin zu planen und zu arbeiten. Man legt sich zurecht, wie man den Partner am besten in Stimmung bringen könnte, verhält sich so, dass sich die eigenen Chancen erhöhen usw. Das hat mit echter Spontanität nichts mehr zu tun.

Wer hingegen wirklich spontan vom Wesen veranlagt ist, käme übrigens nicht einmal auf die Idee vorab sich mit seinem Partner auf irgendwelche Zeiten wie Schlafzeit der Kinder zu einigen, um sexuell aktiv sein zu können. Die Menschen die trotz Elternschaft weiterhin spontan sexuell aktiv sein können, zeichnet vor allem aus, dass sie damit leben können, von ihren Kindern erwischt zu werden. Nur gibt es eben durchaus Eltern, die können und wollen das nicht. Sowie es Eltern gibt, die ihre Sexualität dermaßen Kinderunfreundlich gestalten, dass sie zwangsweise eben nur Abends diese ausleben können. Oder wenn die Kinder eben nicht da sind.

Wer keine Zeit mehr für Sex findet und das mit seinen Kindern ausredet, ist in aller Regel selbst verantwortlich für seine Situation- die Kinder können dafür kaum etwas und sind auch nicht das eigentliche Problem.

Das stellt keinen wirklichen Widerspruch zu meinen beiden Beiträgen dar. Wobei ich an dieser Stelle anmerken muss, dass es mir hier nicht um "gar keinen Sex" ausüben geht, sondern um "spontanen Sex". Somit fallen für mich alle Eltern aus dieser Definition heraus, die während ihre Kids schlafen sexuell aktiv sind. Denn zu dieser Zeit kann nun wirklich jeder sehr leicht sexuell aktiv sein, es sei denn er ist anderwärtig vorbelastet. Nur ist das eben auch nicht mehr wirklich spontan, einfach weil sich diese Eltern auf diese Zeiten eingestellt haben.

Wenn du allerdings unter Spontan, eben auch die Eltern meinst, die eben dann sexuell aktiv werden, wenn ihre Sprösslinge schlafen, reden wir grundsätzlich aneinander vorbei. Denn das stellt für mich aus den oben genannten Gründen keinen spontanen Sex dar.

sRensi}belm?an


Aber statt dessen bis Abends um acht zu warten

Warten kann und konnte man das bei meiner Frau und mir nicht nennen ... eher Erhöhung des Prickelfaktors ...

auf irgendwelche Zeiten wie Schlafzeit der Kinder zu einigen

Das ist kein Einigen auf eine Schlafzeit- sondern vielmehr: Jetzt ist die Gelegenheit ... ich finde, (zufällige) günstige Gelegenheiten sind Bestandteil spontaner Handlungen ...

syummm2x2


So ein schöner Faden ;-D

Hab mir jetzt alles durchgelesen. Möchte mal zum eigentlichen Thema was sagen ;-)


Spontaner Sex mit Kindern geht. Im Sommer sicher leichter. Da sind die Kinder schonmal draußen.

Wichtig ist dabei eine gewisse vorarbeit. Gegenseitiges aufheitzen mit Worten und Taten hilft sicher um ungute Zeitpunkte zu überbrücken.

Sprich: einige geflüsterte Worte, ein Griff an erogene Zonen ( ;-D ) wenns keiner sieht, eine Sms oder Whatsapp Nachricht von der Couch zum anderen Ende, aber auch viel intensivere und eindeutigere Dinge sind zwischendurch immer (!) möglich.

Das hilft auf jeden Fall den geeigneten Zeitpunkt abzuwarten.

So, vorgeheitzt, reichen dann auch mal 5 min irgendwo um vorläufig halbwegs befriedigt zu sein.

Das gute an dem ist, dass man später, wenn die Kinder schlafen, nicht gefrustet ist sondern wirklich guten, langen Sex will. Also wenn die Möglichkeit irgendwie besteht -> immer gut.


Andere Möglichkeiten bieten vll verständnissvolle Freunde.

Wir haben zb schon eine gute Freundin im Schwimmbad gefragt, ob sie nicht 20 Minuten auf unsere Kinder schauen könnte, weil wir mal was tun wollen :-D

Hat gut geklappt. Welcher gute Freund/Bekannte sagt da schon nein ? Man muß sich halt auch trauen zu fragen. Muß jedr selber wissen ob er einem anderen klar machen kann, dass ein Paar (mit Kindern !) gerne Sex hat :=o


Tjoa...

Und zum dritten.

Oft geht es relativ schnell, wenn einer extrem heiß ist. Da muß man nicht im Moment an sich denken und darf dem Partner auch anders abhilfe schaffen. Geht viel schneller als wirklich Sex zu haben und in einer guten Beziehung darf man keine Gegenleistung erwarten, bekommt man aber doch allermeist ;-)


Also alles bischen offener und geht schon.

Viele Probleme nacht man sich schon selbst.

Vll verszcht das Sensibelman die ganze Zeit rüber zu bringen ??? ;-D

m&eliYnka


sensibelman

Oh, ich verstehe durchaus, was du meinst. So schwierig ist das ja nicht. Das Problem liegt darin, dass du Annahmen triffst, die schlicht und einfach nicht auf jeden in dieser Art und Weise und Konstellation und Kontext zutreffen, du aber auf Teufel komm raus versuchst, sie allen schablonenmäßig aufzudrücken.

Dein hartnäckiges "der eigene Wille ist steuerbar und jeder ist seines Glückes Schmied" spricht Bände. Du kannst dir offenbar in keiner Weise vorstellen, dass Menschen nicht immer rational sind - ob das wünschenswert wäre, ist ohne fraglich und ebenso, ob deine Definition von "Rationalität" menschlichen Denken und Handelns nicht eine derart restriktive ist, dass sie faktisch gar nicht haltbar ist - und dass es Menschen gibt, deren Empfinden sich von deinem unterscheidet (das offenbar das einzig richtige ist, weil du ja glücklich bist, während andere ob ihrer Unwissen- und/oder Unfähigkeit in ihrem Unglück feststecken und ausharren). Es wurde inzwischen mehrmals erklärt, dass manche Personen drei Minuten für Sex nicht als ausreichend empfinden, dass Sex mit hohem Störungs- und Erwischtwerdenpotenzial nicht jedermanns Geschmack ist. Dass sich unter diesen Umständen schlicht keine Lust aufbaut oder die Lust - als Begehren - zwar da ist, aufgrund der Gegebenheiten weitere Handlungen aber verworfen werden, weil sie nicht als lustvoll empfunden werden. Weil Sex mit allen Sinnen, mit Hingabe, mit Zeit nicht möglich ist, wenn man damit rechnen muss, dass in den nächsten Minuten die Türklingel schellt, das Kind im Zimmer steht oder auch nur an die Tür klopft. Es gibt Menschen, die empfinden diese Vorstellung und auch die Tatsache als furchtbar ernüchternd. Ihnen zu sagen "ach komm, stell dich nicht so an, wenn du willst, kannst du auch deine Gefühle steuern", das ist einfach unsäglich eindimensional, unreflektiert und anmaßend. Wenn jemand vor dem Problem steht, im Gegensatz zu seinem Partner Analsex/BDSM/anpinkeln/irgendeine andere eher nonkonforme Sexualpraktik nicht zu mögen, wirst du ihm doch wohl auch nicht raten, dass er sich die schönen Gefühle einfach einreden soll, schließlich bräuchte er nur genügend eigenen Willen, dann würde das schon klappen. Oder? Wäre ja echt ein brauchbares Modell, irgendwie, wenn man sich alles schönreden könnte. Funktioniert nur irgendwie so nicht. Im Gegenteil. Vieles davon wird einfach nur ein Aushalten, ein Ausharren, aber kein Genuss und keine Freude. Vermutlich wird aber selbst das von dir weggefegt mit dem "Argument", dass man sich einfach nicht genug eigenen Willen eingetrichtert hat...

Warten kann und konnte man das bei meiner Frau und mir nicht nennen ... eher Erhöhung des Prickelfaktors ...

DU nennst es "Erhöhung des Prickelfaktors", andere nennen es "warten". Wenn man jetzt Sex möchte, spontan, ihn aber jetzt aufgrund der Kinder nicht haben kann, ist schlicht und einfach warten angesagt. Ob in dieser Zeit der Prickelfaktor steigt oder nicht, ist mehr oder minder gleichgültig; der Kern ist, dass spontan eben nicht möglich ist, egal, welche Euphemismen du für die zu überbrückende Zeit findest.

Jetzt ist die Gelegenheit ... ich finde, (zufällige) günstige Gelegenheiten sind Bestandteil spontaner Handlungen ...

Wenn sich die Gelegenheit nur bietet, wenn die Kinder schlafen, finde ich das nicht sehr spontan. Das einzig Spontane daran ist, dass man nicht jede Nacht miteinander Sex haben muss, umgekehrt der stattfindende Sex also bei dieser unglaublich günstigen Gelegenheit echt spontan - weil nicht geplant - ist. Überzeugend finde ich das als Argumentation allerdings nicht, auch wenn tatsächlich ein "ich mach' mir die Welt, wie sie mir gefällt" drinsteckt.

Grundsätzlich gibt es nur wenige Parameter in der Erziehung, an die sich Eltern halten sollten- allem voran das persönliche Vorbild und die altersgerechte Kommunikation. Nur in seltenen Fällen (psychische Krankheiten), ist die Erziehung so schwierig, dass Kinder nicht zur Selbstständigkeit und zur Ruhe zu bewegen sind. Insofern: Wer keine Zeit mehr für Sex findet und das mit seinen Kindern ausredet, ist in aller Regel selbst verantwortlich für seine Situation- die Kinder können dafür kaum etwas und sind auch nicht das eigentliche Problem.

Kurz gesagt: Wer keine Zeit für Sex findet, hat sich das selbst organisiert.

Das hatte ich zwar auch schon einmal ausgeführt, aber gerne noch einmal: selbst wenn in der Erziehung etwas schief gelaufen ist oder die Konstellation von Eltern und Kind in irgendeiner Weise zu nicht so schönen Ergebnissen geführt hat, sind deine Hinweise kein echter Ratschlag. Du sagst lediglich, dass die richtige Erziehung (und die "richtigen" Kinder mit den "richtigen" Eltern und den "richtigen" Umständen, d.h. dem "richtigen" Kontext in sozialer, finanzieller, materieller Hinsicht) dazu führt, dass Eltern sehr wohl die Möglichkeit zu spontanem Sex hätten. Wenn das aber nicht gegeben ist - woraus möglicherweise ja gerade die Frage resultiert, wie spontaner Sex mit Kindern bitteschön möglich ist -, helfen einem altkluge "hättest du mal..." und "wärst du doch..." nicht viel weiter. Du unterstellst, dass alles problemlos wäre, wenn man nur alles fehlerfrei gemacht hätte. Und zu dieser Fehlerfreiheit gehört auch die eigene Persönlichkeit und die des Kindes. Diese Annahme ist nicht nur realitätsfern, sie blendet auch so viel aus, dass sie gar kein echter Erklärungsansatz sein kann.

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