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Spontaner Sex, wenn man Kinder hat

s6ensi2belmaxn


Es wurde inzwischen mehrmals erklärt, dass manche Personen drei Minuten für Sex nicht als ausreichend empfinden, dass Sex mit hohem Störungs- und Erwischtwerdenpotenzial nicht jedermanns Geschmack ist.

Das ist auch nicht mein Geschmack und war auch nicht mein Thema. Ich habe an keiner Stelle von 3 Minuten geschrieben. Meine Kinder schlafen oder spielten keineswegs nur 3 Minuten.

Dein hartnäckiges "der eigene Wille ist steuerbar und jeder ist seines Glückes Schmied" spricht Bände. Du kannst dir offenbar in keiner Weise vorstellen, dass Menschen nicht immer rational sind

Jedes Gefühl ist letztendlich ein Ergebnis rationaler Überlegung und Wahrnehmung der Umwelt- ein ins Unterbewusstsein verlagerter Mechanismus, der keineswegs starr ist- wenn auch nicht einfach änderbar. Gefühle entstehen nicht aus dem Nichts und sind nur sehr bedingt genetisch veranlagt.

DU nennst es "Erhöhung des Prickelfaktors", andere nennen es "warten".

Das ist Ergebnis persönlicher individueller Wertung, die nirgends festgeschrieben ist.

Weil Sex mit allen Sinnen, mit Hingabe, mit Zeit nicht möglich ist, wenn man damit rechnen muss, dass in den nächsten Minuten die Türklingel schellt, das Kind im Zimmer steht oder auch nur an die Tür klopft.

Niemand ist dazu verdonnert, mit etwas zu rechnen, alle Risiken permanent durchzuspielen- Mensch kann (und muss) auch ausblenden können. Abschalten ist übrigens trainierbar- es ist keinesfalls schicksalhaft, jeden Moment an diverse mögliche Probleme denken zu müssen. Wenn dem so wäre, würde Mensch kaum zur Ruhe kommen. Menschen die nicht lernen (wollen) abzuschalten- haben in der Regel früher oder später mit psychischen Problemen oder Herz-Kreislaufproblemen zu kämpfen- der Stress nagt an der Substanz- das ist ungesund.

Dazwischenkommen, passieren kann immer etwas. Man kann Risiken verringern, vermeiden- abstellen kann man sie nie.

Letztlich ist es eine Frage, wie mein seine Umwelt selbst reflektiert. Wenn dem nicht so wäre, könnte Mensch auch nicht mehr Auto fahren, über eine Straße gehen, ... das Leben ist voller Gefahren- die Bewertung nimmt jeder selbst vor- am sinnvollsten halte ich eine rationale Bewertung. Rationale Überlegungen gehen in der Regel auch in die Gefühlswelt mit ein.

Dein hartnäckiges "der eigene Wille ist steuerbar und jeder ist seines Glückes Schmied" spricht Bände.

Du bringst kein vernünftiges Argument, was dagegen spricht.

Dass sich unter diesen Umständen schlicht keine Lust aufbaut oder die Lust

Auch hier spielt die persönliche, individuelle Wertung die entscheidende Rolle. Wie geschrieben- das ist nicht in Stein gemeißelt und nicht schicksalhaft unveränderbar vorgegeben.

Du sagst lediglich, dass die richtige Erziehung

Es gibt Grundregeln "richtiger" Erziehung, die allgemeingültig sind. Diese sind relativ unabhängig von genetischen, sozialen oder sonstwelchen besonderen Bedingungen des Kindes. Es geht dabei nicht darum, alles fehlerfrei zu machen, sondern sich näherungsweise daran zu orientieren: Das beginnt schon damit, dass man für das Kind verständliche Forderungen stellt, geht über die Auseinandersetzung zu rücksichtsvollem und hilfsbereitem Handeln mit dem Kind ... ich will in diesem Thread nicht den Erziehungsberater spielen (dazu bietet das Internet genügend Informationsmöglichkeiten).

Es muss schon ziemlich viel in der Erziehung falsch laufen, ehe Kinder über längere Zeiträume dafür sorgen, dass die Eltern keine Gelegenheit mehr für entspannten Sex finden- oder die Eltern sind so überkanditelt, dass sie jeden Pups überdramatisieren- dann kann man aber nicht das Problem bei den Kindern suchen.

B:ellxona


Aber statt dessen bis Abends um acht zu warten

Warten kann und konnte man das bei meiner Frau und mir nicht nennen ... eher Erhöhung des Prickelfaktors ...

Das ändert nichts daran, dass man in der "prickelnden" Phase warten muss. Und diese Wartezeit kann dann mit Aktivitäten gefüllt werden, die die Lust noch weiter aufheizt, was du hier mit "Prickelfaktor" beschreibst. Mit anderen Worten, man plant und arbeitet in der Wartezeit zusammen sein späteres Event. Mit spontanen Verhalten, welches durch affektiven Verhaltensweisen gekennzeichnet ist, hat das dann allerdings definitiv nichts mehr zu tun. Das würde allerdings auch Menschen ohne Kinder betreffen, die sich so Verhalten.

Hinzu kommt noch das unsere Triebe unser Verhalten unbewusst ebenfalls mitbestimmen, egal ob wir das nun wollen oder nicht. Ein gutes Beispiel dafür ist auch, dass wenn man zu lange keinen Sex hat und unter Druck steht, äußerst unleidlich werden kann – obwohl man bewusst das definitiv nicht will. Das bedeutet aber auch, dass je mehr Zeit zwischen dem Gefühl Lust haben und Sex bekommen vergeht, eben wir auch systematisch an dem Ziel unweigerlich arbeiten, das Ziel Sex zu bekommen. Dies kann sowohl bewusst, als auch unbewusst geschehen, so dass man eben, wenn die Gelegenheit (in der man sich geeinigt hat, dass man sexuell aktiv sein darf) gekommen ist, man entsprechend auch agieren wird. Lief der Prozess zuvor unbewusst ab, kann die Illusion von Spontanität entstehen. In Wirklichkeit hat man hier aber von Anfang an darauf systematisch hingearbeitet. Da aber spontanes Verhalten, ein darauf hinarbeiten per Definition ausklammert, fällt eben Sex nur zu bestimmten Zeiten nicht in die Kategorie spontaner Sex.

auf irgendwelche Zeiten wie Schlafzeit der Kinder zu einigen

Das ist kein Einigen auf eine Schlafzeit- sondern vielmehr: Jetzt ist die Gelegenheit ... ich finde, (zufällige) günstige Gelegenheiten sind Bestandteil spontaner Handlungen ...

Das hast du ganz richtig festgestellt, es handelt sich um eine Gelegenheit für Menschen, denen ihre Persönlichkeitseigenschaften oder sexuellen Präferenzen, spontanen Sex Tagsüber nicht ermöglicht. (Das betrifft demnach also auch die kinderlose arbeitende Bevölkerung)

Dieser von dir beschriebene Fall wäre nur dann wirklich spontan, wenn die Libido des Menschen ausschließlich Abends aktiv wäre. Die Gründe dafür, habe ich weiter oben schon erläutert.

Da aber genau dies nicht anzunehmen ist, stellen feste Zeiten nichts andere, als eine Notlösung von Menschen dar, die zu anderen Zeiten, mangels der Möglichkeiten, eben nicht sexuell interagieren können. Denn für spontanen Sex hat man immer Gelegenheit, sofern man eben entsprechend auch dafür geschaffen ist.

Damit unterstützt du eindeutig melinkas These, dass nicht alle Eltern zu spontanen Sex geschaffen und in der Lage sind, und aus dieser Not heraus, sich eben "Gelegenheiten" schaffen müssen, in denen sie ihren Trieben nachgehen können.

Anders sähe es natürlich aus, wenn die Fragestellung lauten würde, ob Eltern überhaupt mit Kindern sexuell aktiv sein können. Denn hier teile ich deine Auffassung, dass der abendliche "geplante" elterliche Sex definitiv möglich ist und hier ganz andere Gründe schon vorliegen müssen, die dies einem nicht ermöglichen.

sJeMnsizbe8lmaxn


dass nicht alle Eltern zu spontanen Sex geschaffen und in der Lage sind, und aus dieser Not heraus, sich eben "Gelegenheiten" schaffen müssen, in denen sie ihren Trieben nachgehen können

Naja, zwischen deiner Definition von totaler Spontanität und totaler Planung besteht ein weites Feld ...

Die Gelegenheiten schafft man sich ja nicht nur, sondern die ergeben sich auch einfach oder können sich eher ergeben, wenn man gut organisiert hat- wobei man das ja nicht nur des Sexes wegen tun sollte, sondern einfach auch, um hinreichende Entspannungsphasen zu bekommen. Wer nur Entspannungsphasen schafft, um Sex haben zu können und dafür die Zeit einteilt, hat es ohnehin schwerer, weil dann unter Umständen die Lust schwindet. Da die Entspannungsphasen nicht zwingend für Sex verplant sind, halte ich den spontanen Anteil für hoch.

Wer sein Leben nahezu ausschließlich nach den Wünschen der Kinder ausrichtet, tut nicht nur den Kindern nichts Gutes, sondern sich selbst auch nicht. Die Kinder verlieren das Gefühl für Rücksichtnahme (und damit einen Teil wertvollen Sozialverhaltens) und die Eltern das Gefühl von Entspannung und das Gefühl für das eigene Leben.

B.e_lxlo2nxa


Es gibt Grundregeln "richtiger" Erziehung, die allgemeingültig sind.

Also das würde ich so nicht sagen, da der empfundene richtige Erziehungsstil primär von den kulturellen Normen determiniert wird.

Das kann man eigentlich, wenn man denn sich dafür interessiert, auch recht schön beobachten, wenn man sich mal andere Kulturen und deren Erziehungstile anschaut.

Das beginnt schon damit, dass man für das Kind verständliche Forderungen stellt, geht über die Auseinandersetzung zu rücksichtsvollem und hilfsbereitem Handeln mit dem Kind

Es gibt beispielsweise einen afrikanischen Stamm, in dem man mit den Kindern bis zum zweiten Lebensjahr extrem rücksichtslos umgeht. Im Grunde werden die Bedürfnisse des Kindes fast vollständig ignoriert. Das geht sogar soweit, dass die Eltern-Kind-Interaktion so gut wie nicht vorhanden ist. Aus deren Sicht stellt unser Erziehungstil, eine mittelschwere Katastrophe dar. Während wir wohl, nach drei Minuten am liebsten die Kinder aus den Familien nehmen würden. Aber das Beispiel macht eben auch deutlich, dass der "richtige" Erziehungsstil, über Kulturen hinweg variiert und kulturelle Normen da eine sehr großen Einfluss haben. Denn die "richtige" Erziehung, wird erst dann als richtig empfunden, wenn sie ein gewünschtes Ergebnis liefert. Und hier unterscheiden sich Kulturen nun mal voneinander.

Daher gibt es hier keinen allgmeingültigen richtigen Erziehungsstil, der sich beobachten ließe. Sondern man findet lediglich innerhalb einer Kultur einen Erziehungsstil, der von der Mehrheit, als "richtig" empfunden wird.

Daher ist deine Aussage nur auf eine bestimmte Population zutreffend, aber nicht zwangsläufig auf die gesamte Menschheit. Es sei denn natürlich du setzt voraus, dass unser westlich gewünschtes Erziehungsergebnis für alle Kulturen zu gelten hat. Dann wäre die Aussage wiederum richtig.

Das musste ich dazu noch loswerden, auch wenn es mit dem eigentlichen Thema jetzt nichts zu tun hat.

sJensvibelmxan


da der empfundene richtige Erziehungsstil primär von den kulturellen Normen determiniert wird.

Ich bezog mich auf den europäischen Kulturkreis in Zusammenhang mit Menschenrechten und deren Zielen...

B6elUlona


Naja, zwischen deiner Definition von totaler Spontanität und totaler Planung besteht ein weites Feld ...

Da meine Definition von "spontanen Sex" sich primär auf die allgemeine Definition des Begriffes Spontanität stützt, ist diese Aussage so nicht richtig. Es wäre etwas anderes, wenn meine Definition willkürlich, auf mein persönlichen Gusto basieren würde. Das ist allerdings nicht der Fall.

Und da gerade beim Thema Sex die Lust unser Verhalten mit determiniert, kann man gerade hier definitiv spontanes Verhalten ausschließen, wenn dieses erst zu einem deutlich späteren Zeitpunkt statt findet.

Die Gelegenheiten schafft man sich ja nicht nur, sondern die ergeben sich auch einfach oder können sich eher ergeben, wenn man gut organisiert hat- wobei man das ja nicht nur des Sexes wegen tun sollte, sondern einfach auch, um hinreichende Entspannungsphasen zu bekommen.

Das widerlegt meine Argumentation nicht, sondern unterstützt sie statt dessen. Denn du sagst hier mit anderen Worten nichts anderes aus, als dass man seinen Alltag so organisiert, dass man am Ende sein Ziel (was auch was anderes als Sex sein kann) erlangt. Dieses wird durch das Mittel Organisation des Alltages erreicht. Das entspricht genau dem, was ich weiter oben schon geschrieben habe. Auch, dass der Sex als spontan empfunden werden kann, wenn einem zuvor nicht bewusst gewesen ist, dass man schon die ganze Zeit darauf hingearbeitet hat. Und den Alltag so zu organisieren, dass man mehr Raum für Sex (nur als Beispiel) bekommt, ist genau das Gleiche, wie Sex nur Abends zu praktizieren. Spontanität zeichnet sich primär durch affektives Handeln aus, das bedeutet auch, dass man hier nichts vorab organisieren kann.

Wer nur Entspannungsphasen schafft, um Sex haben zu können und dafür die Zeit einteilt, hat es ohnehin schwerer, weil dann unter Umständen die Lust schwindet. Da die Entspannungsphasen nicht zwingend für Sex verplant sind, halte ich den spontanen Anteil für hoch.

Davon sprach ich nicht, sondern vom Unterschied zwischen spontanen und nicht spontanen Sex. Und es gibt genügend Eltern, die keine Entspannungsphasen einplanen und trotzdem nur Abends, wenn die Kleinen schlafen, erst sexuell aktiv werden. Was eben daran liegt, dass es sie offensichtlich stört, ihrer Lust spontan nach zu gehen. Wobei ich mittlerweile das Gefühl habe, dass die letzte Gruppe für dich zu den spontanen Eltern zählt. Womit ich allerdings nicht Konform gehen kann, einfach weil hier grundlegende menschliche Mechanismen, die nachweislich nun mal wirken, ignoriert werden.

Wer sein Leben nahezu ausschließlich nach den Wünschen der Kinder ausrichtet, tut nicht nur den Kindern nichts Gutes, sondern sich selbst auch nicht. Die Kinder verlieren das Gefühl für Rücksichtnahme (und damit einen Teil wertvollen Sozialverhaltens) und die Eltern das Gefühl von Entspannung und das Gefühl für das eigene Leben.

Du, das sehe ich genauso, ändert aber nichts an den Umstand das spontaner Sex nun mal durch spontanes Verhalten der Akteure gekennzeichnet wird, und dies zeichnet sich eben nicht dadurch aus, dass man erst fünf Stunden später, weil die Kids im Bett sind, auch schon aktiv wird. Spontanes Handeln geschieht sofort und nicht mit einer Zeitverzögerung.

s$ens^ibe0lman


Spontanität zeichnet sich primär durch affektives Handeln aus

Da der Tagesablauf der Menschen in der Regel immer irgendwie organisiert ist, gibt es diese totale Spontanität nach deiner Definition nicht- unabhängig von Kindern oder keinen Kindern. Da der Tag nicht allein des Sexes wegen organisiert wird, gibt es genügend Spielraum auch für plötzliche affektive Entscheidungen auch Tags über, auch mit Kindern. Ich bin jedenfalls oft genug mit meiner Frau im Schlafzimmer auch tagsüber, plötzlich auch bei anwesenden Kindern verschwunden- das war keinesfalls geplant. Und wir haben ja nicht nur 1,2 oder 3 Kinder ... und die Kinder bekamen es nicht mit (vielleicht liegt es aber auch daran, dass wir genügend Kinder haben, die als Geschwisterkinder genügend andere Bezugspersonen als die Eltern haben, so dass die Kinder, gerade als sie älter wurden, nicht so stark auf uns als Eltern fixiert waren).

BEelylona


Spontanität zeichnet sich primär durch affektives Handeln aus

Da der Tagesablauf der Menschen in der Regel immer irgendwie organisiert ist, gibt es diese totale Spontanität nach deiner Definition nicht- unabhängig von Kindern oder keinen Kindern.

Hier weist du einige Denkfehler auf. Zum einen handelt es sich nicht wie von dir angenommen um meine persönliche, sondern um eine in der Bevölkerung allgemeingültige Definition. Wobei ich hier direkt anmerken muss, dass ich mich auf die allgemeingültige Definition von spontaner Handlung Bezug genommen habe, in der die Handlung in diesem Kontext mit der Handlung Sex besetzt wurde. Sicher hätte man hier auch statt Sex Bügeln, Essen oder irgendetwas anderes nehmen können, aber diese Handlungen waren in diesem Faden irrelevant.

Der zweite Denkfehler findet sich in den Glauben, dass jeder Mensch seinen Tagesablauf organisiert. Der Ausdruck " Menschen in der Regel" impliziert hier, dass dies für alle Menschen gültig wäre. Da es aber nun mal Menschen (auch in unserer Kultur) gibt, die ihren Tagesablauf nicht im entferntesten organisieren und einfach in den Tag hinein leben, ist diese Aussage allein durch diese Existenz dieser Menschen falsifiziert.

Der nächste Denkfehler findet sich in der Annahme, dass ich systematisch eine spontane Handlung in einem organisierten Alltag ausschließe. Tatsächlich habe ich eine solche Aussage in keiner meiner Beiträge bisher getätigt, so dass diese sich lediglich durch deine persönliche Erwartungshaltung, dieser herauslesen zu wollen, herausgebildet hat. In meinen vorherigen Beiträgen habe ich zum einen erklärt, dass spontaner Sex nur dann wirklich als spontan gelten kann, wenn die betroffenen Akteure sofort ihrer Lust nachgehen. Wenn hingegen, die betroffenen Akteure Lust aufweisen und dieser erst Stunden später nachgehen (aus was für Gründe auch immer), dann handelt es sich nicht mehr um eine spontane Handlung. Das schließt die allgemeine Definition aus. Zumal hier, wie ich schon ausführlich dargelegt habe, Mechanismen zu greifen beginnen, die eine affektive Handlung ebenfalls nicht mehr plausibel erscheinen lassen. Und dieses Erklärungsmodell ist auch nicht einfach willkürlich aus meiner Fantasie entstanden, sondern basiert auf heutigen wissenschaftlichen Erkenntnissen.

Also noch mal ganz vereinfacht dargestellt:

Lust auf Sex → sofortige sexuelle Aktivität = spontaner Sex

Lust auf Sex → Bügeln, Arbeiten, usw. → t später → sexuelle Aktivität spontaner Sex

Anmerkung: t = Zeit

Im übrigen gab es hier noch mehr User, die Sex, der ausschließlich während der Schlafphasen der Kinder statt findet nicht als spontan empfunden und eingestuft haben. Dies hängt unweigerlich mit dem Grundverständnisses der Definition von Spontanität zusammen, die nun mal nicht erst seit gestern existiert. Und eben auch mit dem intuitiven Wissen, dass man auf ein Leben betrachtet, eben nicht immer nur zu ganz bestimmten Zeiten Lust auf Sex aufweist.

Und um wieder auf die eigentliche Fragestellung zurückzukommen, wenn du dich richtig erinnern würdest, habe ich nirgends geschrieben, dass spontaner Sex als Eltern nicht möglich wäre. Im Gegenteil, ich habe mehrfach gesagt, dass es durchaus Eltern gibt, die ihre Spontanität in diesem Bereich weiter leben. Allerdings lässt sich in diesem Kontext aber auch nicht ohne weiteres Ignorieren, dass nicht alle Eltern zu dieser Spontanität in der Lage sind. Und dies hängt eben mit den schon mehrfach benannten Gründen zusammen, wie die Persönlichkeit, persönliches Gusto und auch Neigungen.

Ich bin jedenfalls oft genug mit meiner Frau im Schlafzimmer auch tagsüber, plötzlich auch bei anwesenden Kindern verschwunden- das war keinesfalls geplant. Und wir haben ja nicht nur 1,2 oder 3 Kinder ... und die Kinder bekamen es nicht mit (vielleicht liegt es aber auch daran, dass wir genügend Kinder haben, die als Geschwisterkinder genügend andere Bezugspersonen als die Eltern haben, so dass die Kinder, gerade als sie älter wurden, nicht so stark auf uns als Eltern fixiert waren).

Dieses Beispiel stellt keinen Widerspruch zu dem dar, was ich bisher geschrieben habe, sondern bestätigt lediglich meine Aussage, dass es Eltern gibt, die tatsächlich auch mit Kindern weiterhin spontanen Sex haben. Es falsifiziert allerdings immer noch nicht meine zweite Aussage, dass nicht alle Eltern die nötigen Bedingungen mitbringen spontanen Sex mit Kindern weiterhin ausleben zu können.

s}ensi"belm1an


Der Ausdruck " Menschen in der Regel" impliziert hier, dass dies für alle Menschen gültig wäre

Das impliziert gar nichts, sondern bedeutet was da steht- in der Regel bedeutet, das es meistens so ist und das es Ausnahmen gibt- nicht mehr und nicht weniger.

Und eben auch mit dem intuitiven Wissen, dass man auf ein Leben betrachtet, eben nicht immer nur zu ganz bestimmten Zeiten Lust auf Sex aufweist.

Das gilt auch ohne Kinder. Die Spontanität besteht darin, dass es passieren kann, wenn man Lust hat und die Gelegenheit günstig ist (auch ohne Kinder gibt es da für die meisten Menschen gewisse Anforderungen).

dass nicht alle Eltern zu dieser Spontanität in der Lage sind.

... was meines Erachtens nicht primär ein Problem ist, das durch die Kinder hervorgerufen wird. Diese Menschen haben oft allgemein ein Problem mit Spontanität- die hätten das Problem auch ohne Kinder- mit Kinder gibt es nur eine Ausrede mehr ...

K)urthi-4x4


Bei uns ist das sehr schwierig mit spontanen Sex wenn das Kind im Haus ist. Dazu gehören ja auch nun mal 2. Selbst wenn ich sie dazu drängen würde wäre sie so angespannt was das Kind gerade mach(er ist 3) das es mehr Krampf als schön ist. Wenn ich das so lese wie das bei euch hier geht bin ich schon neidisch das ich nicht auch so eine Partnerin habe die auch nach einem Kind noch so richtig Lust auf Sex hat wie vor dem Kind. Vielleicht hat ja jmd einen Tipp wie die große Lust wieder geweckt werden kann.

svensHibelxman


Selbst wenn ich sie dazu drängen würde wäre sie so angespannt was das Kind gerade mach(er ist 3) das es mehr Krampf als schön ist

Meines Erachtens ist das oft ein Zeichen von Unbeholfenheit in der Kindererziehung. Das Kind wird "überbehütet" und Frau meint, je mehr sie sich um das Kind kümmert, umso besser. Dabei wird oft nicht realisiert, dass dies vielmehr zu zahlreichen Einschränkungen für das Kind führt, weil es zu wenig in die Lage versetzt wird, eigenständige sinnvolle Entscheidungen zu treffen und selbständig zu handeln, ihm wird zu wenig Rücksichtnahme vermittelt.

Das funktioniert längst auch mit einem 3-Jährigem Kind. Es ist im übrigen für die Eltern auch wesentlich erholsamer und zeitsparender, wenn das Kind frühzeitig zur (altersgerechten) Selbstständigkeit angehalten wird ([[http://www.kindererziehung.com/Paedagogik/Erziehungsstile/Richtige-Kindererziehung.php Hinweise z.B. hier]]).

Ein Kind muss nicht jeder Wusch erfüllt werden, erst recht nicht augenblicklich, Mutter oder Vater darf auch mal keine Lust haben, Kinder können und müssen auch lernen, ab und zu zu warten, Kinder sollten Rücksichtnahme auch auf die Belange der Eltern erlernen, sie sollen auch teilen lernen, ...

Überspannte Mütter tuen in der Regel nicht nur sich selbst und der Partnerschaft nichts Gutes, sondern vor allem schaden sie dem Kind mehr als das sie ihm nützen.

"Gut gewollt" ist noch lange nicht "gut gemacht"- nicht selten ist sogar das Gegenteil der Fall.

Und ganz wichtig: Der Vater darf sich nicht aus der Kinderbetreuung raushalten und sollte gleichberechtigt die Frau entlasten.

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