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Sie will keinen Sex vor der Ehe

s'en_sibxelman


Paulus schreibt dies ziemlich treffend (sinngemäss): "Wer seine Jungfrau heiraten will bevor er vor Lust vergeht, soll sie heiraten."

Bei der Bibel sollte man nicht vergessen, dass sie nicht nur über Glaubensfragen berichtet (darüber, wie und was Menschen damals glaubten), sondern auch Rat in Lebensfragen gibt und Beschreibungen historischer Gegebenheiten enthält.

Der Lebensrat bezieht sich aber offenbar auf die Menschen der damaligen Zeit unter den damaligen gesellschaftlichen Bedingungen. Paulus selbst wollte ja dafür sorgen, dass sich die noch jungen christlichen Gemeindennicht zermürben. Und für eine Frau gab es damals keine richtige soziale Unterstützung, keine richtigen Verhütungsmittel und keine Vaterschaftstest. Ein Kind war damals ein großes Risiko für eine unverheiratete Frau ... deswegen war auch der Rat, dem Sexuellen erst nach einer Heirat zu fröhnen, allein auf Grund der gesellschaftlichen Verhältnisse nachvollziehbar. Unter heutigen gesellschaftlichen Bedingungen ist das in Europa vollkommen anders. Eine Frau kommt heute auch ohne Heirat gut über die Runden- das Risiko, durch Sex ein Kind zu zeugen ist heute wunschgemäß stark verringerbar und eine Frau ist auch ohne Heirat sozial (auch mit Kind) halbwegs abgesichert (jedenfalls muss sie heute nicht mehr verhungern ...).

Ich halte dieses religiöse Gedöns mit der Jungfräulichkeit für arg antiquiert und das hat überhaupt nichts unmittelbar mit Glauben zu tun, sondern mit unverstandener Historie.

mOich`e|le00x7


Wie jemand sein Leben führt muss jeder selbst wissen. Ich möchte da niemandem reinreden. Ich kann nur meine eigene Erfahrungen bezüglich Beziehung, Ehe, Sexualität weitergeben. Und ich würde behaupten das ich trotz Höhen und Tiefen in allen drei Sachen eine überaus glückliche und erfüllte Ehe führe.

Es geht mir bezüglich der Bibel eher darum das wenn jemand etwas darüber schreibt, es auch korrekt und im Sinne des Verfassers wiedergibt. Ob dies nun wahr und in der heutigen Zeit noch passend ist sei jedem selbst überlassen. Ich möchte ja auch nicht das jemand etwas das ich geschrieben habe ganz falsch wiedergibt oder den Sinn meiner Aussage völlig verfehlt. Ob das was ich geschrieben habe für manche keinen Sinn ergibt sei mal dahin gestellt.

sJensiabelmxan


Ich kann nur meine eigene Erfahrungen bezüglich Beziehung, Ehe, Sexualität weitergeben

Warum sollte eine Beziehung anders sein oder anders verlaufen, wenn man vor der Ehe Sex hat oder wenn man zwar zusammen ist, aber keinen Wert auf diesen amtliche/kirchlichen Wisch (Ehevertrag) legt?

DqanNiiexl


Inwieweit meint ihr, kann ich denn bei ihr gehen? Also so wie ich sie verstanden habe, will sie halt nur mit dem "richtigen Sex" warten.

NJordiI84


Der kleine Finger (der linken Hand !) darf rein, aber maximal vier Millimeter nach vorne und zwei komma sieben Millimeter nach links. Bloß nicht nach rechts, das geht garnicht.

Ernsthaft: Red mit ihr. Frag sie. Nur sie alleine kann dir sagen was für sie ok ist und was nicht.

C,omrxan


Inwieweit meint ihr, kann ich denn bei ihr gehen? Also so wie ich sie verstanden habe, will sie halt nur mit dem "richtigen Sex" warten.

Ich halte es da wie Nordi. Frag sie. Wenn sie nicht darüber reden kann, dann wird sie es erst recht nicht tun können ;-) .

Sie wird ja auch sicherlich aus Glaubensgründen Verhütung ablehnen. Also dein Ding vorne reiben bis du kommst oder vollgesaute Finger reinstecken würde ich dann rein praktisch schon mal ausschließen.

S6ternAchen30


Ich halte zwar auch nichts davon und könnte so auch nicht leben, aber muss ja jeder selbst wissen. Wenn alle Beteiligten damit klar kommen und glücklich so sind ist doch okay.

Ich habe ein Mädel im Freundeskreis, das auch aus religiösen Gründen Jungfrau bleiben wollte, bei ihr war das gewahrt solange es keinen "richtigen" Vaginalsex gab, Anal ließ sie zu. Ich schätze da wird jeder seine eigenen Grenzen haben und es gibt da keine pauschale Antwort.

Ich würde auch sagen, rede mit ihr darüber und frag sie wo genau ihre Grenzen sind und was du darfst, mit über 30 Jahren sollte es kien Problem sein mit seinem Partner über seine genauen Vorstellungen zu reden.

g7auloixse


Paulus schreibt dies ziemlich treffend (sinngemäss): "Wer seine Jungfrau heiraten will bevor er vor Lust vergeht, soll sie heiraten."

Das war auch der, der gesagt hat, dass Frauen in der Kirche schweigen sollen. Gräulicher alter Miesepeter, der Paulus. Glaubt ihm kein Wort. ]:D

z;wet.schBge x1


@ TE

Um welche Religion geht es hier eigentlich?

NvordiR8x4


Ich habe ein Mädel im Freundeskreis, das auch aus religiösen Gründen Jungfrau bleiben wollte, bei ihr war das gewahrt solange es keinen "richtigen" Vaginalsex gab, Anal ließ sie zu.

Sowas hab ich auch schon gehört, meine Frage darauf war ob die ihren Gott für nen Idioten halten.

Aber ja, am Ende legt jeder solche "Regeln" selbst aus, die sind ja zum Glück nicht allgemein gültig.

AQufDeerArqbeixt


Du kannst nur von ihr erfahren, was für sie in Ordnung ist und was nicht.

Und das Gespräch solltet ihr angezogen und in Ruhe ohne sexuelle Erregung führen. Damit ihr klare Regeln festlegen könnt, ohne das sie aus "Geilheit" heraus vielleicht Zugeständnisse macht, die bei ihr zu einem glaubenstechnischen Dilema führen.

Bei meiner letzten Beziehung (alleinerziehende Mutter von zwei unehelichen Kindern) hatte ich das Thema nach über einem halben Jahr Beziehung (inkl. Sex) auch auf einmal. Sie wurde in eine "katholische Splittergruppe" - in meinen Augen eine Sekte - hineingezogen von ihrer Mutter und ihren Großeltern. Auf einmal durften wir, auf Befehl eines katholischen Priesters, keine Sex mehr haben. Er hat ihr gedroht, der er ihr in der Beichte nicht mehr die Sünden erlassen wird wenn sie nicht gehorcht. Das beinhaltete für sie: keinerlei Berührungen am Körper außer Zungenküsse (die sie unbedingt wollte). Kein Sex, nichtmal mehr Ansehen in unangemessener Kleidung (keine Saua, selbst Schwimmbad nur mit Einschränkungen). Ich durfte auch nicht mehr bei ihr übernachten, auch nicht auf der Couch - auch das hat der Pfarrer verboten. (Ich sollte bei ihrer Mutter, die auch in der Sekte war, übernachten. Die war allerings auch alleinstehend. DIe Logik hab ich bis heute nicht verstanden. Es war übrigens eine Fernbeziehung über 400km).

Schlussendlich hat sie mich dann mit jemand anderen aus der Sekte betrogen :) Das war für ihre Mutter und die anderen Mitglieder dieser "Glaubensgemeinschaft" in Ordnung %:| Begründung: Wir waren ja nicht verheiratet, also musste sie mir auch nicht treu sein. Weil eine Beziehung vor Gott nicht gilt, solange man nicht verheiratet ist. Klingt logisch. Oder auch nicht.

Ich denke auch, das die meisten "Regeln" aus der Bibel der damaligen Zeit geschuldet waren. Mit Vernunft oder Logik kommt man beim "Glauben" aber nicht weiter. Entweder man glaubt oder man tut es nicht. Selbst moralische Grundsätze (Treue) kann man nicht einfach auf stark religiöse Menschen anwenden - weil sie selbst solche Grundbegriffe ggfs. völlig anders definieren.

Du musst herausfinden wie deine Freundin glaubt und wie ihre Einstellung dazu ist. Keinen Sex vor der Ehe haben zu wollen kann alles bedeutet. Deswegen muss sie nicht fanatisch sein. Deswegen muss sie nicht stark religiös sein und 20 mal am Tag beten wollen. Aber du musst dich mit diesem wichtigen Aspekt ihres Lebens auseinander setzen. Du wirst lernen müssen, das es Regeln gibt an die sie sich halten möchte (und als Freund, der sie liebt solltest, du das auch unterstützen!), die für dich vielleicht unsinnig sind. Kurzum: Du musst sie erstmal richtig kennen lernen. Bei mir kam die religiöse Einstellung meiner Ex erst so nach und nach auf den Tisch. Und bei vielen konnte ich mitmachen, bei einigen aber nicht mehr. (Und es war nicht nur der Sex, der ein Streitthema war... die Trennung ist dann u.A. auch aus den Umstand entstanden, das ich ihre Kinder nicht mehr mit Gewalt (das meine ich wörtlich) in die Kirche schleppen wollte.)

DPa*n4iiexl


Ihr geht es nicht NUR um den Glauben, sie will das erste Mal einfach mit dem Richtigen erleben :)

slensibnelmban


sie will das erste Mal einfach mit dem Richtigen erleben

Dafür ist aber kein Trauschein erforderlich. Und "der Richtige" ist ohnehin schwammig- dass kann auch unerreichbar sein.

D`ie!Dos!ism8achtdasxGift


Die wirklich große Gefahr solcher stringenten Vorstellungen liegt darin, dass man dann rechtlich verheiratet ist, mit allen Verbindlichkeiten die dazu gehören, aber die Vorstellung über den Sex bei beiden sehr unterschiedlich sein können. Ich weiß nicht wie offen ihr solche Themen bewegen und bereden könnt. Aber der Sex innerhalb einer Beziehung ist nun einmal ein bedeutsames Thema für die meisten Menschen.

Es besteht eine quasi 50 zu 50 Chance, dass ihr nach der Eheschließung den Himmel oder die Hölle auf Erden habt. Den Himmel, wenn der Sex zwischen euch grandios passt, was wünschenswert nach einer Hochzeit wäre. Die Hölle, wenn es eine tolle Hochzeit gab, alles andere zwischenmenschlich harmoniert, aber eure Vorstellungen gemeinsamer Sexualität (weil nicht vorgeprobt) in sehr unterschiedliche Richtungen gehen können.

Es gibt einfach soviele Nuancen, die dieses intime Thema mitbestimmen. Es ist dann einfach wie ein Pokerspiel, von dem man nicht weiß, wie sich dieses mit dieser hohen Erwartungshaltung das der Sex passen möge, wenn das Poltergeschirr weg geräumt ist, die Gäste wieder daheim sind.

Kenne dieses Thema sehr aktuell aus vielen muslimischen Ehen, wo viele Partner noch nicht mal die Chance hatten sich auf emotionaler Paar-Ebene vor der Hochzeit kennenzulernen. Zumindest dort, wo es noch sehr traditionell in den Familien zugeht.

Da gibt es dann Aussagen von Frauen wie Männern, wenn ich gewusst hätte, dass das alles so kompliziert ist/wird hätte ich ihn/sie nicht geheiratet. Oft halten solche Ehen nur mit viel Kompromissbereitschaft. Frauen bekommen dann die Kinder, werden von den Ehemännern versorgt, und die Männer suchen weiterhin ihre Bestätigung bei Frauen wo Frauen selbstbestimmt genau wissen, was sie für sich im Bett erleben wollen. Diese sind dann eben meist nicht die zum eigenen Kulturkreis passenden. Ist aber wieder ein anderes Thema.

Ihr müsste also beide für euch entscheiden, ob ihr dieses Risiko, dass es eventuell doch nicht so passt in diesem Punkt der Sexualität mit einer Eheschließung eingehen wollt. Wäre dann wirklich schade, wenn sich die Harmonie auf dieser Ebene nicht im Nachgang einstellt, weil es eben keine Vorerfahrung gibt, von der aus man für sich sicher entscheiden kann, dass ist der Sex wie er sich richtig anfühlt und wie ich ihn für mich innerhalb der Ehe ausleben will.

ghroPsserwxels


Manche wollen keinen Sexs in der Ehe. ;-)

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