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Mich erregen Dinge, die ich eigentlich nicht gut finde

S\chwa9r]zweiß'grxau hat die Diskussion gestartet


Eigentlich bin ich mit meiner Sexualität im Reinen... Aber ein Satz, der mit eigentlich beginnt, hat es meist in sich. Und es gibt tatsächlich etwas, das mich immer wieder mal beschäftigt. Es beherrscht mein sexuelles Empfinden nicht - zum Glück. Es ist auch mal monatelang kein Thema für mich und mit meiner gelebten Sexualität bin ich glücklich. Aber dann kommt es in Gedanken doch mal wieder "hoch" und ich frage mich, wie man am besten damit umgehen sollte.

Es geht um Dinge, die mich erregen, obwohl ich sie moralisch nicht in Ordnung finde. Ich möchte nicht sagen, worum es konkret geht. Entscheidend ist für mich, dass ich sie nicht ok finde und nie in die Tat umsetzen wollen würde. Mein Körper reagiert aber darauf. Auf bestimmte Darstellungen, Vorstellungen. Es "triggert" mich.

Bislang gestatte ich mir diese Fantasien, nach dem Motto "Die Gedanken sind frei". Aber ich hadere trotzdem manchmal damit und frage mich, woher das nur kommt. Wieso ich sexuell darauf anspringe, obwohl ich es falsch finde {:(

Kennt das jemand und wie geht ihr mit solchen Fantasien um?

Antworten
r)azeor8x0


Aber ich hadere trotzdem manchmal damit und frage mich, woher das nur kommt. Wieso ich sexuell darauf anspringe, obwohl ich es falsch finde {:(

Kennt das jemand und wie geht ihr mit solchen Fantasien um?

Ich denke, wenn du dich hintersinnst und dich fragst, woher es kommt und wieso du sexuell darauf anspringst, wirst du vermutlich a) nicht dahinter kommen und b) macht es das ganze durch die Hirnerei nicht einfacher.

Kennt das jemand und wie geht ihr mit solchen Fantasien um?

Das tönt jetzt sehr esoterisch, aber nimm die Gedanken einfach an im Sinne von: Ach ihr seid ja auch noch da und kommt wieder mal aus eurem Versteck hervor, schön. :-)

Schwieriger wird es dann, wenn du diese Fantasien dann doch plötzlich in die Realität umsetzen willst, obschon sie nicht zu deiner Vorstellung von Moral passen. Aber so lange es nur Gedanken sind wie du schreibst, würde ich mir keine grosse Gedanken über die Gedanken machen :-)

E$laf'Re@micch0x815


Verbote haben immer etwas reizvolles an sich. Egal ob das Verbot selbst auferlegt ist oder von außen "diktiert" wird.

Es ist auch ziemlich egal was das nun genau ist. Es fasziniert dich und stößt dich gleichzeitig ab. Was wäre wenn Sitte, Anstand und Moral keine Rolle spielen würden?

- Hast du Angst das dir diese Sache gefallen würde wenn du sie ausleben würdest?

- Hast du mehr Angst davor damit das "Verbot" zu durchbrechen oder mehr vor der Sache selbst also der konkreten "Durchführung".

Du musst das nicht verraten(!) aber es kommt ein wenig schon auf die spezielle Fantasie an. Also was es genau ist.

Auch ich finde bestimmte Dinge interessant und faszinierend, würde sie aber nicht ausleben wollen. Nicht weil ich das nicht in Ordnung fände sondern weil ich weiß das mir das tatsächliche "Durchführen" nicht gefallen würde, obwohl mich die Fantasie reizt.

Letztlich ist es nur eine Frage ob du dich dabei wohl fühlen würdest, dieses als Bereicherung und als gute, neue Erfahrung einstufen würdest oder ob dir unwohl bei dem Gedanken wird konkret in diese Richtung zu handeln.

Im ersten Fall lässt du dir womöglich etwas tolles entgehen bei dem du vielleicht sogar ganz neu Seiten an dir kennen lernst, im zweiten Fall lass es lieber bei der Fantasie, die du dir ohne Auswirkungen so ausgestalten kannst wie du magst.

Q\uintxus


Vielleicht ist es der Reiz des Verbotenen oder Ungewöhnlichen, welches dich erregt. Ist manchmal vorgekommen, dass Dinge die nicht jeder mag, einen umso mehr anregen. Auch selbst wenn man selbst an sich gar nicht darauf steht.

Ich denke das es normal ist, denn das Hirn versucht auch da auszuloten ob diese Dinge oder Praktiken doch nicht dem eigenen Geschmack entsprechen.

E"lafReCmic`h08x15


Es gibt genug Dinge die ich nicht ausprobieren muss um ganz genau zu wissen das sie nichts für mich sind.

Wenn man aber so "detailiert" und immer wieder darüber nachdenkt und das immer wieder in den Kopf kriegt, liegt wohl zumindest ein unterschwelliges Verlangen danach vor.

Lässt man jetzt den Kopf entscheiden oder das Bauchgefühl. Beides kann richtig, beides kann aber auch falsch sein.

Sech(warz&weißgrxau


Ich denke, wenn du dich hintersinnst und dich fragst, woher es kommt und wieso du sexuell darauf anspringst, wirst du vermutlich a) nicht dahinter kommen und b) macht es das ganze durch die Hirnerei nicht einfacher.

Das stimmt wohl.

Es ist auch ziemlich egal was das nun genau ist. Es fasziniert dich und stößt dich gleichzeitig ab. Was wäre wenn Sitte, Anstand und Moral keine Rolle spielen würden?

Das kann ich mir nicht vorstellen. Um Sitte und Anstand geht es mir nicht. Aber ein Zustand, in dem die Moral, diese Dinge falsch zu finden, keine Rolle spielt - das übersteigt meine Vorstellungskraft.

- Hast du Angst das dir diese Sache gefallen würde wenn du sie ausleben würdest?

- Hast du mehr Angst davor damit das "Verbot" zu durchbrechen oder mehr vor der Sache selbst also der konkreten "Durchführung".

Es wäre einfach grundverkehrt, das "Verbot" zu durchbrechen, auch wenn mir die Sache in der Praxis möglicherweise richtig gut gefallen würde - ich denke schon, dass das so wäre, wenn ich die "Moral" ausblenden könnte in dem Moment. Ich will es aber auf keinen Fall umsetzen, weil ich es einfach falsch finde. Und aus dem Grund hadere ich eben auch damit, sexuell positiv auf die Vorstellung zu reagieren.

Letztlich ist es nur eine Frage ob du dich dabei wohl fühlen würdest, dieses als Bereicherung und als gute, neue Erfahrung einstufen würdest

Ausgeschlossen.

oder ob dir unwohl bei dem Gedanken wird konkret in diese Richtung zu handeln

Ja, absolut unwohl. Aber nicht, weil es mir nicht gefallen würde sexuell-körperlich, sondern weil es moralisch falsch wäre in diese Richtung zu handeln. Und das bringt mich in dieses Dilemma: Körperlich positiv auf etwas zu reagieren, das ich moralisch absolut falsch finde {:(

Vielleicht ist es der Reiz des Verbotenen oder Ungewöhnlichen, welches dich erregt.

Ich glaube nicht :-/

Q:ucintxus


Und das bringt mich in dieses Dilemma: Körperlich positiv auf etwas zu reagieren, das ich moralisch absolut falsch finde

Da liegt die Krux. Dein Körper reagiert auf das was es sieht und was du dir vorstellst. Da ist die Moral eher zweitrangig.

ESlaf{Rem%ichk08x15


Vielleicht liege ich ja völlig falsch(!), aber...

...wenn es nicht Sitte und Anstand ist, sondern "nur" die Moral eine Rolle spielt bzw. selbige Nein! sagt, handelt es sich möglicherweise um etwas das auch die Gefühle, Gedanken usw. einer zweiten Person beeinträchtigen könnte.

Damit möchte ich - völlig wertneutral - ausdrücken das es den Anschein hat als sei die Sache etwas was die "Gesellschaft" und damit du als Teil dieser nicht vorbehaltlos akzeptieren würde(st) bzw. es etwas ist das "anerzogenen" Moralvorstellungen zuwiderläuft.

Solche Dinge sind in einem ständigen Fluss und ändern sich von Zeit zu Zeit. Was aber nichts nützt wenn es die absolute Überzeugung von Schwarzweißgrau ist das dies, wie auch immer, "falsch" wäre.

Der Körper sagt: Mach es! Dem sind Moralvorstellungen ziemlich egal. Dort ist jeder Egoist. Der Verstand sagt: Schön, ich will aber nicht!

Du hast jetzt nur zwei Möglichkeiten:

- Dem "Verlangen" nachgeben und hinterher sehen was der Verstand draus macht.

- Den Kampf mit sich selber ausfechten und der Versuchung widerstehen.

Das hat etwas spirituelles an sich. Die Vertreibung aus dem Paradies. Der Sieg des Verstandes über das Fleisch.

Welchen Preis du mit der jeweiligen Variante zahlen würdest und ob es das Werst ist musst du mit dir alleine ausmachen.

Aber wie immer die Entscheidung ausfällt. Stehe dazu. Denn alles andere ließe dich nur ständig an eine versäumte Chance und ständig über was wäre wenn nachdenken. Und dort gibt es keine Antwort.

wIeStt;er6


@ Schwarzweißgrau

Es geht um Dinge, die mich erregen, obwohl ich sie moralisch nicht in Ordnung finde. Ich möchte nicht sagen, worum es konkret geht. Entscheidend ist für mich, dass ich sie nicht ok finde und nie in die Tat umsetzen wollen würde. Mein Körper reagiert aber darauf. Auf bestimmte Darstellungen, Vorstellungen. Es "triggert" mich.

Das einzige, was "moralisch nicht in Ordnung ist", ist jemandem zu schaden, und zwar jemandem, der das nicht will.

Das sollte man nicht in die Tat umsetzen, aber ich kann nichts schlimmes daran finden solche Gedanken zu haben.

Das ist doch gerade das Zeichen von zivilisiert sein, dass man sich mit seinen Gedanken auseinandersetzt, aber beim umsetzen in die Tat die entsprechenden Riegel vorschiebt. Ist übrigens in keinster Weise auf sexuelle Vorstellungen beschränkt.

Ygtong"1x1


Beim Thema Sexualität kommen bei uns "zivilisierten" Menschen unbewusst unsere tierischen Gene zum Vorschein ;-)! Solange du selbst in einem anonymen Forum Angst dafür hast, deine schlömmen Gedanken, die dich zwischen deinen zwei großen Fusszehen wuschig machen, zu schreiben, solang wird wohl bei dir auch Moral vor der Lust stehen....und dich hin und wieder mal zur sexuellen Verzweiflung bringen :)z

M>adameT ChYarentxon


solange es nur Gedanken sind spricht nichts dagegen, sollten sich diese aber immer wieder aufdrängen und du läufst Gefahr deine Fantasie Realität werden zu lassen solltest du dir Hilfe suchen.

da du nicht sagst worum es sich handelt geh ich einfach mal vom schlimmsten aus, nämlich von Pädophilie oder generell von Missbrauchsgedanken.

alles andere wäre zwar moralisch verwerflich in deinen Augen (Inzestfantasien, sadomasochistische Gedanken etc.), aber harmlos.

B-ambxiene


ich denke Menschen mit pädophilen Neigungen, die sich diesen aber nie hingeben wollen würden, haben ein vergleichbares Problem. Es würde ihnen gefallen ihr Kopfkino umzusetzen, aber ihr Gewissen, ihre Moralvorstellungen verbieten es ihnen. Es wäre nicht OK.

MKadame fChaRrenftoxn


die Frage ist ob es sich bei der TE um eine Fantasie von vielen handelt oder ob es ihre sexuelle Neigung ist (welche dementsprechend stark ausgeprägt ist)

SAchwiarzweiFßgrxau


Du hast jetzt nur zwei Möglichkeiten:

- Dem "Verlangen" nachgeben und hinterher sehen was der Verstand draus macht.

- Den Kampf mit sich selber ausfechten und der Versuchung widerstehen.

Ersteres ist wie gesagt ausgeschlossen für mich. Wodurch es auch keine wirklich "Versuchung" ist. Ich habe keinerlei Bedürfnis, diese Dinge real auszuleben. Ich muss nicht gegen irgendeinen Drang ankämpfen oder so, nicht widerstehen. Also was die reale Umsetzung angeht. Die steht gar nicht im Raum bzw. liegt mir ganz fern. Ich hadere nicht mit der Frage "Soll ich oder soll ich nicht?" Die Frage kann ich mir ganz leicht beantworten und das ganz ohne Wehmut. Ich will diese Dinge gar nicht ausleben.

Ich überlege nur, wie ich mit der Fantasie umgehen sollte. Ihr weiter Raum geben in meinem Kopf, nach dem Motto "Die Gedanken sind frei" und da alles nur in meinem Kopf stattfindet, ist es ok? Oder sollte man sich solche Fantasien über Dinge, die man moralisch falsch findet, verbieten?

alles andere wäre zwar moralisch verwerflich in deinen Augen (Inzestfantasien, sadomasochistische Gedanken etc.), aber harmlos.

In meinen Augen? Oder hast du dich vertippt?

ich denke Menschen mit pädophilen Neigungen, die sich diesen aber nie hingeben wollen würden, haben ein vergleichbares Problem. Es würde ihnen gefallen ihr Kopfkino umzusetzen, aber ihr Gewissen, ihre Moralvorstellungen verbieten es ihnen.

Ja, ich denke das ist vergleichbar.

die Frage ist ob es sich bei der TE um eine Fantasie von vielen handelt oder ob es ihre sexuelle Neigung ist (welche dementsprechend stark ausgeprägt ist)

Ja, ich denke, das ist nicht unwesentlich. Es ist lediglich eine Fantasie von vielen und beherrscht nicht mein komplettes sexuelles Empfinden. Mit meiner real gelebten Sexualität bin ich glücklich und vermisse nichts.

GOrinskeKaxter


Diese Dinge, die dich erregen, beinhalten die nur dich selbst, oder ist dabei eine weitere Person beteiligt? Würde eine Umsetzung auch Dritte in irgend einer Weise betreffen?

Ich frage deshalb: Sitte, Anstand, Moral haben im Grunde ja den Sinn, das Zusammenleben in einer Gemeinschaft/Gesellschaft für alle Beteiligten zu regeln. Vereinfacht gesagt: damit alle so gut wie möglich miteinander auskommen, sollte man sich untereinander an gewisse Regeln halten.

Allerdings denke ich, müssen nicht sämtliche solche Regeln in sämtlichen Situationen gelten. Klar, es ist eher nicht allgemein gesellschaftlich akzeptiert, z.B. nackt im rosa Tutu und Vollbart in der Rush Hour durch die Fußgängerzone zu hüpfen. Aber zu Hause oder unter Gleichgesinnten wäre es doch vollkommen in Ordnung. Weil dort niemand beeinträchtigt wird, der sich dadurch vielleicht gestört fühlen könnte. Und die, denen's gefällt haben ihren Spaß dabei.

Vielleicht kannst du deine Gedanken ja mal unter diesem Aspekt beleuchten. Und vielleicht erscheinen sie dann nicht mehr ganz so abgründig. Oder sogar mit der Zeit etwas akzeptabler?

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